Freitag, 28.08.2015

Kraft will nicht so oft mit Journalisten reden

Hannelore Kraft hat ein (Luxus)-Problem. Ihr laufen die Journalisten nach. Sie wollen mit ihr sprechen und Fragen stellen. Und zwar häufiger, als es der Ministerpräsidentin lieb ist. Der Terminkalender sei voll, heißt es. Die Journalisten der Landespressekonferenz wollen Kraft zu einer monatlichen Pressekonferenz einladen. Der Regierungssprecher stellte vier bis fünf Termine fürs nächste Jahr in Aussicht. Die Journalisten fühlten sich hingehalten. Die Diskussion um die Pressekonferenzen geht fast schon ein Jahr.

Wie viele Pressekonferenzen muss eine Landeschefin abhalten? Jeden Monat eine, wie gewünscht? Oder reichen auch zwei pro Jahr, wann immer es der Ministerpräsidentin beliebt? Es gibt keine Regeln für sowas. Der grüne Ministerpräsident Kretschmann macht es in Stuttgart einmal die Woche. Öffentlichkeit und Politik, Journalisten und Politiker, müssen den Umgang miteinander aushandeln. Man kann das politische Informations-Kultur nennen.

Eigentlich müsste sich Kraft glücklich schätzen: Die Ministerpräsidentin ist gefragt für Pressekonferenzen. Das gibt Gelegenheit, ihr öffentliches Bild zu prägen. Kraft zählt nicht ohne Grund zu den bekanntesten deutschen Politikern. Aber in Presskonferenzen drohen auch Gefahren: Wer regelmäßig, auch zu beliebigen und unerwarteten Themen, Rede und Antwort stehen soll, vergaloppiert sich schon mal, gibt sich Blößen - öffentliche Kritik als Reaktion ist eingeschlossen und natürlich unangenehm.

Deswegen sind die sogenannten Hintergrundgespräche oft beliebter als Pressekonferenzen. Die NRW-Ministerpräsidentin lädt die Journalisten der Landespressekonferenz gern zum "Kraftraum" ein. Da kann dann, ("unter drei", wie der Jargon für "nicht öffentlich" heißt), auch über Interna gesprochen werden - unveröffentlicht. Das hat mal seine Berechtigung, mal auch nicht, manchmal sind Themen öffentlich, manchmal erst später. Es ist geübter Brauch, nicht nur von Politikern, so den Informationsfluss zu steuern. Und in der Regel profitieren davon beide Seiten. Eine offene Pressekonferenz dagegen funktioniert ganz anders: Gesagt ist gesagt, berichtet wird aktuell und sofort.

Journalisten und Politiker bewegen sich in einem Spannungsfeld - die Interessen sind grundsätzlich gegensätzlich. Polit-Propaganda gefällt sich meist im erfolgreichen Auftritt. Journalisten versuchen, die politischen Handlungen kritisch zu hinterfragen und auszuleuchten. Beide Seiten wissen, dass dieser Interessenkonflikt gewollt ist. Die Rollenverteilung gehört zum demokratischen Alltag.

Ich meine, Hannelore Kraft darf sich geschmeichelt fühlen, dass die Landeskorrespondenten öffentlich mehr Pressekonferenzen zu aktuellen Themen mit ihr wollen. Sie sollte diesen Wunsch als Chance begreifen, nicht als Bedrohung. Sie würde damit ein Zeichen setzen. Für eine offene Informations-Kultur im Land.

Die Frau ist sowieso fehl am Platze. Eigentlich hätte sie auch mit der Merkel durch Duisburg gehen müssen aber sie trifft sich lieber mit einem König ! als mit Problem- Menschen, die sich hier selbstherrlich aufführen und die NRW-Regierung schaut weg.

Peter Müller am 28.08.15 11:40

Die Bundeskanzlerin ist doch auch recht zurückhaltend mit Interviews. Frau Merkel läßt sich auch von niemandem vor sich her treiben. Sie läßt von ihrem Sprecher bekannt geben. Ich denke, Spitzenpolitker/innen sollten die Bedingungen setzen. Auch Frau Kraft hat auch in dieser Angelegenheit das rechte Maß. Die Wähler/innen können die Dinge schon ganz gut einschätzen und in Zeiten von Internet kann man eh fast alles nachlesen.

Weniger ist mehr am 28.08.15 13:38

Frau Kraft überarbeitet sich nicht gerade. Das ist ganz gut so, denn sonst wäre es unerträglich für die Mitarbeiter. Das Image von Frau Kraft würde gewaltig ins Wackeln kommen, würde sie sich diesen öffentlichen Pressekonferenzen aussetzen.

Petra am 28.08.15 14:43

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Mittwoch, 22.07.2015

Gehören Politiker-Sommerreisen abgeschafft?

Politikerreisen im Sommer sind so alt wie Politikerreden zum neuen Jahr. Standardsituationen der Regierenden. Rituale, mit denen "die da oben" die Bevölkerung "draußen im Land" ansprechen wollen.

Sommerreisen sind auch in NRW Pflichtprogramm für Ministerpräsidenten. SPD-Landesvater Johannes Rau tingelte in den 80ern durch die Lande - besuchte die Seniorenmannschaft eines deutsch-türkischen Fußballvereins oder diskutierte mit Künstlern. 2003 lobte der stets sommerfrische SPD-Ministerpräsident Peer Steinbrück in Herford Ehrenamtliche. CDU-Regierungschef Jürgen Rüttgers machte es nicht anders - und radelte im Kommunalwahljahr 2009 auf einer sogenannten Heimat-NRW-Tour.

Hannelore Kraft zieht es ebenfalls "on the road". Die Ministerpräsidentin besuchte Mitte Juli mehrere NRW-Städte. Die Sommerreise der SPD-Politikerin stand unter dem Motto "NRW 4.0". Modern und digital. So soll das Image des Industrielands NRW sein. Deshalb stapfte Kraft unermüdlich durch öde Werkshallen und ließ sich Roboter und anderes Gerät vorführen. Unter anderem besuchte Kraft Firmen in Bochum und Essen, wo im Herbst ein neuer Oberbürgermeister gewählt wird. "Ich habe unglaublich viel gelernt", sagte sie nach der Reise in einem WWW: Video, das die Staatskanzlei via Twitter verbreitete. Ein Lob für die "starke Region Ostwestfalen" durfte ebensowenig fehlen wie eine positive Erwähnung der dortigen "Wertschöpfungskette". So weit, so erwartbar.

Und eine weitere Kraft-Sommertour folgt bald: Bei der Vorbereitung der nächsten Kraft-Tour, die im August und September stattfinden soll, ist laut einem WWW: Zeitungsbericht auch der Regierungsapparat eingesetzt worden. Dabei bereist Kraft laut "Express" NRW-Kommunen, in denen die Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister neu gewählt werden. Die WWW: CDU-Opposition wittert darin Wahlkampftermine auf Steuerzahlerkosten. Die Landesregierung erklärte dazu, dass Kraft zwar als SPD-Landesvorsitzende unterwegs sei, am Rande dieser Termine von Bürgern aber regelmäßig in ihrem Amt als Ministerpräsidentin angesprochen werde. Zur Vorbereitung auf solche Bürgergespräche würden in der Staatskanzlei deshalb Datenblätter erstellt. Dies sei seit Jahrzehnten üblich. Tatsächlich hatten sich schon Krafts Amtsvorgänger ähnliche Vorwürfe anhören müssen. Tenor: Politiker-Sommertrips sind dreiste Regierungs-PR.

Um die Frage in der Überschrift zu beantworten: Ja. Sommerreisen machen nur Stress und Ärger. Dazu kommt die Hitze. Außerdem halten sie die Wertschöpfungskette in Ostwestfalen auf.

Korrektur: In einer vorherigen Fassung dieses Landtagsblogs wurde der Eindruck erweckt, die CDU-Kritik beziehe sich auf die Kraft-Sommerreise Mitte Juli. Tatsächlich bezieht sich die CDU-Kritik auf die geplante Sommerreise im August und September. Sorry, da hat sich unser Autor bei den ganzen Sommerreisen vertan.

Wichtig ist jetzt vor allem, dass kein Kind zurückgelassen wird.

Pippi F. Ax am 22.07.15 16:31

Noch wichtiger, dass endlich der "gemeine", aber kreative Mensch auch zum Fortschritt beitragen kann, dass er sich nicht ausgebremst fühlt, dass auch er beim Verlag fuss fassen kann (Ich habe das klägliche "mein Vermächtnis" gelesen. Vielmehr überflogen. Schlimmer als die geschwätzige Erna, die aus dem Nähkästchen babbelt.), damit der im Koma-Zustand versetzte Gründergeist aus seinem Dornröschenschlaf erwachen kann. Wie hieß es mal? "Wir brauchen Ideen, wir brauchen Innovationen, wir brauchen Gründergeist". Frei nach Georg Polt gefragt: Ja wo san's bitteschön die Ideen?

LiFe am 22.07.15 16:53

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Donnerstag, 16.07.2015

Ein Eigentor von Jäger

Champions-League-Qualifikation vor zwei Jahren: Schalke 04 trifft auf das griechische Team von PAOK Saloniki. Die Stimmung ist aufgeheizt, eine Einsatzhundertschaft der Polizei geht in den Schalker Fanblock, es gibt Verletzte.

Wie gesagt, das Spiel ist zwei Jahre her, für die aktuelle Debatte ist es aber wieder wichtig. Denn: Es war ein Hochrisikospiel, die griechischen Fans waren als gewaltbereit bekannt. Es galt ein Alkoholverbot wie bei allen Europapokalspielen, und: Die Gästekarten waren kontingentiert, fünf Prozent der Tickets gingen an Griechen. Und trotzdem war die Eskalation auf den Rängen nicht zu verhindern.

NRW-Innenminister Ralf Jäger kennt die damaligen Vorfälle ganz genau, entbrannte danach doch ein heftiger Streit zwischen ihm und dem FC Schalke um die Verhältnismäßigkeit des Polizeieinsatzes. Insofern ist es mehr als verwunderlich, wenn Jäger jetzt in seinem Brief an die Vereine genau das einfordert, was damals praktiziert wurde und eben nicht geholfen hat. Das ist - mit Verlaub - völliger Unsinn, Herr Minister. Wieso soll das, was bei Schalke - Saloniki nicht funktioniert hat, bei Schalke - Dortmund oder Gladbach - Köln besser laufen?

Völlig absurd wird das Jäger'fragtsche Ansinnen aber, wenn man weiß, dass all die Maßnahmen, die er den Vereinen jetzt vorschlägt, längst praktiziert werden können. Im Vorfeld eines jeden Spiels diskutieren der Heim- und der Gastverein mit Polizei und auch Fanbeauftragen die Sicherheitslage. Und dabei kann der Alkoholausschank untersagt werden, auch das Kontingent für Gäste-Tickets - normalerweise zehn Prozent - kann eingeschränkt werden. Alles das steht in den Liga-Statuten, das weiß auch Herr Jäger.

Was also bezweckt der Minister mit seinem Schreiben? Will er womöglich, angesichts der Kritik an seinem Vorgehen in Sachen Flüchtlinge, mit einem populären Thema Punkte in der Öffentlichkeit sammeln? Hartes Vorgehen gegen gewaltbereite Fußballrowdys kommt immer gut an, ist das Jägers Kalkül? Ich weiß es nicht, ich wundere mich nur.

Übrigens: Vor genau einem Jahr verfügte derselbe Innenminister, die Polizeipräsenz bei Nicht-Risikospielen zu verringern, um so das Vertrauen in die Fans zu stärken. Das hat mir besser gefallen ...

Guter Kommentar. Ergänzung: Es gab im Schalker Fanblock 87 verletzte Fans, die Verletzungen wurden ausschließlich von den eingesetzten Polizisten hervorgerufen. Es gab keine Eskalation im Schalker Fanblock VOR dem Einsatz der Polizei. Ob im Gästeblock die Lage außer Kontrolle geriet, da hat der Herr Innenminister eine Meinung. Schalke 04, die Schalker Fanbeauftragten (die am Gästeblock standen), führende Mitglieder des PAOK Fanclubs, zahlreiche Schalke und PAOK Fans vor Ort haben ein andere. Es gab nach dem Spiel keine -sonst bei Risikospielen übliche- Blocksperre für die Gästefans; offenbar war die Risikolage dafür nicht ausreichend. Insofern ist es nicht ausgeschlossen, dass die Maßnahmen gegriffen haben, die positiven Ergebnisse nur durch einen katastrophalen Polizeieinsatz verwischt wurden. Dass Jäger längst mögliche Maßnahmen als "seinen" Beitrag zur Sicherheit verkauft, ist lächerlich.

Rom am 17.07.15 15:36

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Donnerstag, 09.07.2015

Die Tücken der Sommerpause

Die Sommerpause kann für Politiker tückisch sein. Eigentlich will man ja seine Ruhe haben, ausspannen, neue Kraft schöpfen. Doch was ist, wenn ausgerechnet dann etwas passiert? Letztes Jahr gab es so einen Fall. Als Hannelore Kraft in Brandenburg ausspannte, suchte ein Orkan Münster heim. Kraft blieb in den Ferien - und hatte später die kuriose WDR: Funkloch-Affäre an den Hacken.

Jetzt ist sie wieder im Urlaub, im Sauerland, wie man hört, um das Deutsche Sportabzeichen zu machen. Und prompt geht im Land wegen des starken Zustroms von WDR: Flüchtlingen und einer Krankheitswelle in den Heimen alles drunter und drüber. Schon fragt die CDU, warum man von Kraft keinen Ton zu hören bekomme. Sollte Kraft dieses Mal den Urlaub abbrechen, sich vor die Flüchtlingsheime stellen und beschwichtigen? Ich finde: Das muss nicht sein.

Man könnte natürlich fragen, warum nicht nur Kraft im Urlaub ist, sondern auch ihre Stellvertreterin Sylvia Löhrmann (Grüne). Und ob nicht auch Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) gefragt wäre, die ebenfalls Ferien macht. Der eigentliche Adressat aber ist Innenminister Ralf Jäger (SPD), in dessen Zuständigkeitsbereich die Flüchtlingsproblematik fällt. Auch der, man ahnt es, ist im Urlaub.

Vertreten lässt er sich von seinem Staatssekretär. Der allerdings hat mit dem großen Medieninteresse und der komplexen Materie sichtlich zu kämpfen. Hier fehlt der Chef. Und dass Jäger es nicht für nötig gehalten hat, seinen Urlaub zu unterbrechen, ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, wie er mit dem Urlaub des Regierungspräsidenten von Arnsberg, Gerd Bollermann, WDR: umgegangen ist.

Als dieser kürzlich in den Urlaub ging, hat Jäger einen Experten seines Ministeriums als kommissarischen Leiter nach Arnsberg geschickt - und damit Bollermann und dessen Stellvertreter vor den Kopf gestoßen. Die Begründung: In der Bezirksregierung, die für Flüchtlingsfragen zuständig ist, dürfe gerade jetzt keine Vakanz entstehen. Für das zuständige Ministerium scheint die Dringlichkeit nicht zu gelten.

Bislang jedenfalls. Denn am morgigen Freitag kommt auf Drängen der CDU der Innenausschuss zu einer Sondersitzung zusammen. Jäger ist notgedrungen dabei. Und wird unangenehme Fragen beantworten müssen.

Ob er seinen Urlaub für den Ausschuss unterbricht, abbricht oder sowieso vorhatte, nach Düsseldorf zu kommen, will sein Pressesprecher übrigens nicht sagen. Das Thema Urlaub ist plötzlich brisant geworden. So eine Sommerpause kann tückisch sein.

Herr Kellers, Sie treffen die Sache! Aber es sind die Tücken Regierenkönnens!
Für diese Politikerriege waren die Preußen nicht lange genug im Rheinland! Die Tugenden von persönlicher Verantwortung und Pflichterfüllung, die Sachen in die Hand zunehmen und von vorn zu führen, gerade wenn es brennt, wenn entscheiden und nicht verwalten gefordert ist, all dies ist dieser Regierung anscheinend fremd! Das Privileg eine hohe Pflicht erfüllen zu dürfen steht weit über dem persönlichen Recht auf Urlaub! Man darf auch mal auf die Inanspruchnahme dieses Rechts verzichten! So wundert einen nicht der unmögliche Umgang mit dem Personal in Arnsberg. Nach all den vorausgegengenen politischen Unfällen dieses Innenministers kam jetzt noch ein menschlich unanständiger hinzu. Es sieht ja geradezu so aus, als hätte er das persönliche Gepräch mit den Betroffenen gescheut! Alles sehr bedauerlich, die selbsternannten Kümmerer kümmern sich nicht mehr - wie im vergangenen Sommer!

Frank Druhm am 9.07.15 10:30

Jeder braucht mindestens einmal im Jahr eine Erholungs- und Urlaubsphase. Ob SpitzenpolitikerInnen ihren Urlaub unterbrechen sollten, sollte im Einzelfall entschieden werden, manchmal reicht auch eine Vertretung. Alle Verantwortlichen haben hinsichtlich der Unterbringung von Flüchtlingen wahrlich keine leichte Aufgabe. In Anbetracht dessen, dass NRW die meisten Flüchtlinge aufnimmt, ist es hier erfreulich ruhig. Demonstrationen vor Flüchtlingsheimen würde ich als sehr bedrohlich empfinden und sollten untersagt werden. Schutzsuchenden Menschen muss geholfen und Probleme sollten gelöst werden. Allen Verantwortlichen kann man nur ein gutes Gelingen wünschen, was letztendlich auch möglich sein sollte. Diejenigen, die Grund haben, dankbar für ihre gesicherte Existenz zu sein, sollten sich dies noch einmal vergegenwärtigen.

Mit Mensch am 9.07.15 10:32

Politiker reden das Flüchtlingsproblem immer nur schön, wollen aber nicht die Wirklichkeit sehen. Mit den Einzel Reisenden Flüchtlingen aus dem nahen Osten West- und Zentral-Afrika werden wir noch viele Probleme bekommen. Heute in unserer kleinen Stadt gab es in einer Flüchtlingsunterkunft eine Messerstecherei. Auch sagen Politiker nicht, was diese Leute für eine Ausbildung haben. Wir brauchen keine Arbeitskräfte aus Afrika in Europa besonders im Süd-Europa gibt es genug junge Leute, die hier arbeiten können. Die Kultur aus Afrika und dem nahen Osten gehört nicht nach Europa. In den Gemeinden werden Bäder geschlossen, Turnhallen für Unterkünfte genommen, Schulen verrotten usw. und wir geben für jeden Flüchtling pro Monat 143,00 € für Erwachsene aus und für Kinder (7 bis 14 Jahre) 85,00 € gleichzeitig werden wir Bürger von den Gemeinden immer mehr Gebühren, Abgaben und Steuern abverlangt. Wenn das so weiter geht, kommt es bald zum großen Knall. Der Abholservice im M-Meer, muß beend

Reekha von Arkon am 9.07.15 10:41

Dieser Kommentar wurde wegen beleidigendem Content gelöscht.

Hier noch einmal unsere Netiquette:
http://www1.wdr.de/themen/hilfe/kommentarregeln100.html

Gehlen am 9.07.15 10:57

@Gehlen: Nein Herr Gehlen, keineswegs bin ich dafür, dass Bürgern das Äußern ihrer Meinungen und Demonstrieren untersagt wird, ganz im Gegenteil. Nur sollten m.E. Donstrationen nicht vor den Heimen stattfinden. Meinetwegen sollte Ihr Kommentar auch nicht gelöscht werden, sondern sollte stehen bleiben.

Mit Mensch am 9.07.15 11:36

@Frank Druhm "Herr Kellers, Sie treffen die Sache! Aber es sind die Tücken Regierenkönnens!Für diese Politikerriege waren die Preußen nicht lange genug im Rheinland! Die Tugenden von persönlicher Verantwortung und Pflichterfüllung, die Sachen in die Hand zunehmen und von vorn zu führen, gerade wenn es brennt, wenn entscheiden und nicht verwalten gefordert ist, all dies ist dieser Regierung anscheinend fremd!" Hm, waren es nicht gerade die preußischen Beamten, die mit ihren teueren Reisen Männer wie John August Roebling und Bruder zu Auswanderungen gezwungen haben? Diese Herren wollten Brücken bauen! In Deutschland! Es hat immer gute Fachleute gegeben, die gerne etwas auf die Beine gestellt hätten. Ich denke unter den Flüchtlingen werden es auch welche geben, die etwas tun wollten, sie hatten sich qualifiziert, sie waren gewillt dem Staat X und Y zu geben; der Idealist war/ist bekanntlich ein Idiot, nur wurden/werden sie wie Feinde behandelt und man ließ/lässt sie gehen

LiFe am 9.07.15 11:59

Ob Minister oder deren Präsidenten nun da sind oder nicht, spielt doch nicht wirklich eine Rolle. Das klappt auch ohne diese Polit-Schauspieler. Wenn es z.B. Massenerkrankungen im Flüchtlingsheim gibt, ist das Angelegenheit der Gesundheitsämter. Und bei Messerstechereien eben die Polizei. Was soll denn da ein Minister? Die Damen und Herren Politiker sollen dafür sorgen, dass die, die zu uns kommen, im Vorfeld genau überprüft werden, bevor sie auf unsere Gesellschaft losgelassen werden. Denn nicht jeder Flüchtling ist wirklich einer. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Das ist bei den Polit-Gutmenschen leider immer noch nicht angekommen. Charlie hebdo lässt grüßen.Wie kann man nur solche Menschenmassen ungeprüft ins Land lassen. Was für ein Einfallstor.

Besorgte Bürgerin am 9.07.15 12:46

Solange Deutschlands Politiker vorsätzlich gegen Europarecht verstoßen , Schengen und Dublin, so lange hier einreisende Wirtschaftsflüchtlinge mit Asylanträge hier versorgen und Harz 4 auf Kosten der Deutschen Steuerzahler, so lange wird die Willkommenskultur hier weiter aufblühen, wir sollten hier als Steuerzahler fragen, woher sie das Geld nehmen, die Kostenbeteiligungen von Bund und Land sind eine Farce, das Geld ist der deutschen Steuerzahler, wie werden sie hier "Gegenfinanziert", so schön gefordert in Bezug auf geforderte Steuererleichterungen der Deutschen Bürger und Steuerzahler, kommt das Geld nun aus den Sparguthaben der Bürger hier ?

heinzb aus nrw am 9.07.15 22:55

Die Anwesenheit des Innenministers bei der heutigen Zusammenkunft halte ich für ausreichend. Ob die Opposition bei der Bewältigung dieser Mammutaufgabe wirklich erfolgreicher wäre, glaube ich nicht. Vielleicht wären Unterkünfte auch etwas außerhalb des Stadtzentrums akzeptabel, immer noch besser, als Turnhallen, Zelte und evtl. Anfeindungen. Lösungen sollten gefunden werden. Vor Jahren wohnte ich mit einem tamilischen Ehepaar in einem Haus, das waren sehr liebenswürdige und seriöse Menschen.

Mit Mensch am 10.07.15 19:30

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Freitag, 26.06.2015

Was treiben die Politiker den ganzen Tag?

In dieser Woche wurde ein Film über den Landtag gedreht. Für die Abgeordneten hieß das am Mittwoch: Anwesenheitspflicht! Das Plenum sollte gut gefüllt gezeigt werden. Damit bloß keiner den Eindruck bekommt, die Abgebordneten machen sich rar. Der Stammtisch würde sagen: Die tun eh nix. Schnelle Vorurteile wollen gepflegt werden.

Der Landtagskalender verzeichnet Sitzungswochen, sitzungsfreie Wochen und Schulferien. Pro Jahr tagt das Landtagsplenum rund 30 Mal. Zur Vor- und Nachbereitung finden zahlreiche Ausschuss-Sitzungen statt, Arbeitskreise und Fraktionssitzungen. Und sonst, was machen die sonst so, unsere Landtagsabgeordneten? (Gerne wird diese Frage süffisant garniert mit dem Zusatz: für ihr Geld, das viele Steuergeld, meine Steuern?)

Ich wollte es auch genauer wissen. Die Beobachtung des Parlaments von der Besuchertribüne reicht mir da nicht. Ich wollte teilnehmend beobachten. Und habe deshalb die Abgeordneten Dirk Schlömer (SPD) Christina Schulze-Föcking (CDU) jeweils einen Tag durch Ausschüsse und Wahlkreise begleitet.

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Mein subjektiver Eindruck: Volle Tage, ganz schön fleißig. Aber vielleicht wurden mir auch nur potemkinsche Dörfer vorgeführt. Parteiübergreifend die Erkenntnis: Wer als Direktkandidat wieder gewählt werden will, muss eifrig Klinken putzen, ein offenes Ohr haben für jedes noch so schräge Anliegen - und das muss ihm Spaß machen. Der Druck der Wählerbasis ist spürbar im Politiker-Alltag.

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Außerdem: Abgeordnete, die im Landtag wie Hinterbänkler erscheinen, sind im Wahlkreis der politische "Top-Act". Hier werden sie mehr als ernst genommen, vor allem im politischen Tagesgeschäft, bei Bürgermeistern, Schulen, Unternehmen. Die demokratische Wirklichkeit scheint zu funktionieren: Abgeordnete handeln als politische Repräsentanten ihrer Wahlkreise. Und vertreten deren Interessen, die von Bürgern, Kommunen und Wirtschaft.

Wahrscheinlich mal mehr, mal weniger gut - das ist so banal wie im richtigen Leben.

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