WDR.de
Wissen
Klimawandel
Blog
1.12.08Unser "Klimamarathon" neigt sich dem Ende entgegen. Tatsächlich ist fast ein Jahr vergangen, seit wir mit dem "Klimasprint" in das Projekt gestartet sind. In den sieben Tagen ließ es sich leicht verschmerzen, mal nicht die Wäsche zu waschen oder das Auto in der Garage stehen zu lassen. Erst das über zwölf Monate andauernde Projekt sollte wirklich Aufschluss darüber geben, was an Energie eingespart und wieviel CO2-Austoß vermieden werden kann.
Zu Beginn der Aktion war auch noch nicht abzusehen, wie aktuell die Themen "Energiesparen" und "Klimawandel" im Laufe des Jahres 2008 noch werden sollten. Aber die sich laufend überbietenden Rekordmarken an den Tankstellen und die Preiserhöhungen der Energiekonzerne machten den "WDR-Klimamarathon" aktueller denn je.
Wenn wir für uns das Jahr Revue passieren lassen, so müssen wir feststellen, dass viele Dinge natürlich bereits vorab bekannt waren. Ob das nun "richtiges Lüften" ist, Räume nicht ungenutzt zu beleuchten oder das Kochwasser im Wasserkocher wesentlich effizienter zum Kochen zu bringen. Aber wer hält sich schon immer daran? Wir haben es ein Jahr lang versucht und können jetzt behaupten, dass wir diese "Kleinigkeiten" konsequent umsetzen. Wir haben den Trockner ausgelassen, und siehe da, die Wäsche trocknet auch auf der Leine. Wir haben die Raumtemperatur um ein Grad gesenkt und müssen nicht mit dickem Pullover und Wollsocken auf der Couch sitzen. In Sachen Komfort mussten wir also nicht sonderlich verzichten. Vieles ist halt Gewohnheit.
Natürlich waren auch ein paar Sachen neu für uns, die aber ohne Weiteres umzusetzen waren. Wie zum Beispiel den Kühlschrank von der Wand wegzunehmen, um die Luft dahinter zirkulieren zu lassen, oder das Spritspartraining. Obwohl es immer noch schmerzt, gegen Familie Schoch das Nachsehen gehabt zu haben.
Ganz toll ist unsere neue Solaranlage auf dem Dach, die wir im Zuge des Klimamarathons mit Unterstützung des WDR anschaffen konnten. Ohne Klimamarathon wäre die jetzt wohl nicht da oben. Der Ertrag von 936 Kilowattstunden in acht Monaten kann sich sehen lassen.
Und nochmal zum Auto: Rund 6.000 Kilometer weniger gefahren als im Vorjahr! Natürlich ist es ärgerlich, wenn man vom Bahnhof bis nach Hause vom Regen überrascht wird, und auf dem Fahrrad kommt man eher ins Schwitzen als hinter dem Steuer, aber das ein oder andere Mal schadet es nicht, auf das geliebte Auto zu verzichten.
Alles in Allem ist für uns mit dem Ende des Klimamarathons nicht Schluss. Wir werden weiter versuchen, unseren Energieverbrauch zu senken (bei der Anschaffung neuer Geräte, irgendwie doch Photovoltaik, schadstoffärmeres Auto) auch wenn der Komfort und/oder der Geldbeutel dem Grenzen setzt. Wir sind froh, dabei gewesen zu sein, auch wenn man uns ein Jahr lang auf die Finger bzw. auf die Zähler geschaut hat. Schließlich haben wir einiges erreicht für uns und für das Klima.
Wenn jeder (s)einen Beitrag leistet, ist auch etwas zu bewegen.
von Familie Klein um 13:31
Permalink
Zum SeitenanfangPermanente URL dieser Seite: http://wdrblog.de/klima/archives/2008/12/01/
Der WDR ist nicht für Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.