Geschafft.
So das war’s. Erstmal. Eigentlich habe ich den Eindruck, es ging jetzt erst richtig los. Für die Lokalpolitiker, die ab Montag ein Ergebnis in der Hand haben, entweder ihre Plakate deprimiert einrollen müssen oder gut daran tun, so schnell wie möglich ihre vollmundigen Wahlversprechen einzulösen.
Aber auch für mich. Die Reise durch NRW hat nämlich mir deutlich gemacht, dass es sich lohnt, sehr viel genauer auf NRW zu schauen. Kommunalpolitik ist nämlich mitnichten nur lokal. Sie bereitet den Boden für Demokratie und Vertrauen in die Herrschenden – bestenfalls. Im ungünstigen Fall, leider nicht mal so selten, führt sie zu Politikverdrossenheit und dem berühmten Gefühl als Bürger doch nichts ändern zu können.
Deshalb war es so spannend, Bürger und Bürgermeister, Unternehmer und Beamte zu treffen, die ihren Tellerrand verlassen haben und mutig in die Welt schauen. Denen gehört die Zukunft, wenn wir sie fördern. Wir, das sind wir als Bürger; wir, das sind aber auch wir Journalisten, die solche Initiativen nicht belächeln, sondern transportieren sollten. Genauso wie konstruktive und bisweilen investigative Kritik gehören Reportagen zu unseren Aufgaben, die Beispielhaftes aus dem Kleinen ins Große heben. Viele der Dinge, die ich in den letzten zwei Wochen gesehen habe, sind es wert, auch anderswo einbezogen und überdacht zu werden. Da es sich durch die Bank nicht um kommerzielle Patente handelt, werden keine Lizenzgebühren fällig und die Kopie der guten Idee ist das größte Lob, das die Vor-Macher kassieren dürfen.
In diesem Sinne hoffe ich, dass der ein oder andere Impuls von den Machern im Lande seine Runde zieht und denen Mut macht, was auszuprobieren, von den andere immer wieder sagen – das haben wir noch nie so gemacht ... Ich jedenfalls bin neugierig auf weitere Vorschläge, die den Mief des Immer-Gleich hinter sich lassen.
So das war's. Erstmal!? Hoffentlich nicht! Vielleicht sollte man Sie als unabhängige, überparteiliche Kontrollinstitution fest etablieren! Damit man die guten und erfolgreichen Änderungen/Errungenschaften über die kommunalen Grenzen hinaus publizieren kann oder aber auch den Mist und die Wahllügen die gerade mal wieder fabriziert wurden.
Vielen Dank, Herr Kläuser ich habe diesen Blog genossen. Weiter so!
Adelbert Tessun am 30.08.09 12:40
Die positiven Ideen, Anregungen, Initiativen publik machen? Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa !!!
Aber das muss eingeübt werden. Und es muss sicher gestellt werden, dass Besserwisser, Bedenkenträger, Veränderungsverhinderer sich nicht darauf legen und zerquetschen können. Wie ist das zu schaffen?
Bernd E. Niestrath am 30.08.09 17:18
@ Adelbert Tess und Bernd Niestraht
Danke für die Blumen!
Ja, wäre vielleicht keine schlechte Idee, die Reihe fortzuführen, noch ein bisschen an Themenfindung und Darstellung zu feilen, insgesamt aber den Mutmachergeschichten und guten Beispielen ein wenig mehr Raum zu geben.
Gemeinsam gegen den Zynismus!
Aber erstmal Urlaub - dann sehen wir weiter....
Herzlichst - HK
Horst Kläuser am 31.08.09 9:41
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