...könnte eine knappe Schlagzeile lauten, die das Public Private Partnerschip (PPP) der Stadt Krefeld beschreibt. Hinter dem neudeutschen Begriff verbirgt sich ein weiterer: "Win-Win-Situation".
Die Geschichte von Anfang an.
Krefeld hat einen Hafen, günstig gelegen, gleich am Rheinufer. Der Schönheitsfehler war allerdings, dass seit Jahren nicht investiert werden konnte; die Betriebs- und Unterhaltungskosten fraßen jeglichen Gewinn auf, und so musste die Stadt Krefeld als Eigentümer Jahr für Jahr 1,2 Millionen Euro nachschießen. Und das seit 20 Jahren.
Einfach zumachen, was simpel klingt, wäre auch nicht billig gewesen - mindestens 800.000 Euro im Jahr und dann noch der Wegfall von über 40 Arbeitsplätzen. Also machte man aus der Not eine Tugend und suchte einen strategischen Partner. Den fand die Stadt in der Neuss-Düsseldorfer Hafengesellschaft. Diese trat als privater Investor auf, brachte Geld für die Sanierung und Modernisierung des Hafens sowie Know-how in die Ehe ein. Die Stadt Krefeld stellte den Hafen, das Tafelsilber also.
So wurde die PPP gegründet, die sich heute als moderner Hafen mit ca. 70 Hektar Industrie- und Gewerbefläche präsentiert und neue Investoren, Dienstleiter und Logistikunternehmen anlocken kann. Die roten Zahlen des Hafenbetriebs für Krefeld sind passé, die Arbeitsplätze vertraglich garantiert, und in drei Jahren rechnet man mit Gewinnen.
Thyssen Krupp baut derzeit eine neue, große Anlage für Fachstahlbearbeitung - 350 Arbeitsplätze entstehen. Dem Stadtkämmerer Manfred Abrahams, der zugleich auch Aufsichtsratsvorsitzender der neuen Gesellschaft ist, sieht man die Genugtuung über die neue Lösung an: kurze Entscheidungswege beim neuen Hafenbetreiber, Investitionsmöglichkeiten und mittelfristig viele Arbeitsplätze.
Was jetzt in Krefeld fehlt und den modernen Hafen noch ein wenig leer aussehen lässt, muss aus der großen, weiten Welt kommen: der Aufschwung der Wirtschaft!
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