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<title>Jörg Schieb</title>
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<modified>2010-03-12T16:15:28Z</modified>
<tagline><![CDATA[J&ouml;rg Schieb &uuml;ber seine Beobachtungen im digitalen Universum]]></tagline>
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<copyright>Copyright (c) 2010, jschieb</copyright>

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<title>WWW für Friedensnobelpreis vorgeschlagen</title>
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<summary type="text/plain">Die italienische Ausgabe des Internetmagazins &quot;Wired&quot; hat sich etwas Besonderes ausgedacht: Sie hat das World Wide Web für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Schließlich verbindet das Web heute Millionen Menschen aus aller Welt miteinander. Es hilft täglich, Distanzen zu überbrücken - auch...</summary>
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<![CDATA[<p><img alt="Webseite Internet for peace" src="http://wdrblog.de/joergschieb/assets_c/2010/03/internet for peace-thumb-220x179-357.jpg" width="220" height="179" align="right" hspace="3" vspace="3" title="Internet for peace; Rechte: WDR"/>Die italienische Ausgabe des Internetmagazins "Wired" hat sich etwas Besonderes ausgedacht: Sie hat das World Wide Web für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Schließlich verbindet das Web heute Millionen Menschen aus aller Welt miteinander. Es hilft täglich, Distanzen zu überbrücken - auch soziale, ethnische oder kulturelle Distanzen.</p>

<p>Wer miteinander redet, schlägt sich nicht die Köpfe ein - so in etwa lautet das Motto. Zweifellos richtig: Tatsächlich kann das Internet helfen, Vorurteile abzubauen (auch wenn das Web selbst bekanntlich voll von Vorurteilen ist, auch von wenig friedfertigen Worten in Foren, Blogs und Chaträumen, aber das sei nur am Rande erwähnt und ist ein ganz anderes Thema). Der Grundgedanke ist jedenfalls richtig: Durch das Web rückt die Welt näher zusammen, das sehe ich auch so.</p>

<p>Die Idee, das World Wide Web für den Friedensnobelpreis vorzuschlagen, finde ich daher sympathisch. Die Webseite <a href="http://www.internetforpeace.org/watchvideo.cfm">Internet for Peace</a> ist einen Besuch wert.</p>

<p>Der Vorschlag ist derweil offiziell beim Nobelpreiskomitee in Oslo eingegangen. Da nach den offiziellen Regeln nur Personen vorgeschlagen werden können und Institutionen durch Personen vertreten sein müssen, hat "Wired" kurzerhand die Internet-Pioniere Larry Roberts, Vint Cerf und Tim-Berners-Lee benannt. </p>

<p>Ob's klappt, bleibt abzuwarten - erst im Oktober steht der Gewinner fest. Die Chancen stehen eher schlecht: Mit insgesamt 237 Nominierungen sind dieses Jahr mehr Vorschläge als jemals zuvor eingegangen. Da hilft dann wohl nur Daumen drücken.</p>

<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_100312.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>]]>

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<title>Twitter will gegen Spam vorgehen</title>
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<modified>2010-03-11T09:34:28Z</modified>
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<summary type="text/plain">Für viele ist der Microblogging-Dienst Twitter mittlerweile eine wichtige Infoquelle. Das wissen leider auch alle jene, die das Internet gerne mit Spam-Nachrichten überfluten. Weil Twitter-Nachrichten mit einer höheren Aufmerksamkeit und weniger Argwohn betrachtet werden als E-Mails, versuchen sie verstärkt, Nachrichten...</summary>
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<![CDATA[<p><img alt="Twitter" src="http://wdrblog.de/joergschieb/assets_c/2010/03/17836823-thumb-220x146-343.jpg" width="220" height="146" align="right"  hspace="3" vspace="3" title="Twitter auf dem PC-Bildschirm; Rechte: dpa"/>Für viele ist der Microblogging-Dienst Twitter mittlerweile eine wichtige Infoquelle. Das wissen leider auch alle jene, die das Internet gerne mit Spam-Nachrichten überfluten. Weil Twitter-Nachrichten mit einer höheren Aufmerksamkeit und weniger Argwohn betrachtet werden als E-Mails, versuchen sie verstärkt, Nachrichten mit Werbeinhalten über Twitter zu verschicken - oder, schlimmer noch, die Leser auf manipulierte Webseiten zu locken, etwa Phishing-Seiten.</p>

<p>In letzter Zeit haben die Fälle dramatisch zugenommen. Deshalb hat Twitter reagiert und eine Art Filter an den Start gebracht. Über Twitter verschickte Direktnachrichten werden ab sofort gescannt und auf Auffälligkeiten hin untersucht. Das soll Phishing-Links und Cyber-Attacken unterbinden, denn Twitter will Links in Direktnachrichten verstärkt durch eigene Kurzadressen ersetzen, zu erkennen an der Adresse twt.tl am Anfang.</p>

<p>In der Tat könnte das eine gute Technik sein, um auffällige Aussendungen zu erkennen - und auch umzulenken, um Schaden von den Usern abzuwenden.</p>

<p>Allerdings muss Twitter dazu auch wirklich alle Direktnachrichten scannen, also "lesen" und nach Stichwörtern und Auffälligkeiten durchsuchen. Wie genau das gehen soll, erklärt der Twitter-Sicherheitschef in seinem <a href="http://blog.twitter.com/2010/03/trust-and-safety.html">Blogeintrag</a> allerdings nicht. </p>

<p>Aber hat Twitter wirklich nur die Sicherheit seiner User im Auge? Schon gibt es erste Spekulationen in der Blogosphäre, es könnte mehr dahinter stecken. Denn Twitter ist auf der Suche nach einer Möglichkeit, seinen Dienst endlich auch zu monetarisieren, sprich: Geld damit zu verdienen. Wer die Inhalte von Nachrichten kennt, der kann auch besser passende Werbung platzieren. Steckt womöglich das dahinter? </p>

<p>Auszuschließen ist das nicht - aber bislang eben reine Spekulation.</p>

<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_100311.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>]]>

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<title>Cebit: Der elektronische Ausweis kommt</title>
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<modified>2010-03-04T11:56:14Z</modified>
<issued>2010-03-04T10:39:24Z</issued>
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<summary type="text/plain">So richtig rumgesprochen hat es sich irgendwie noch nicht, dass demnächst ein neuer Personalausweis kommt. Auf der Cebit ist die amtliche Plastikkarte mit Foto und integriertem RFID-Chip aber durchaus ein Thema. An vielen Ständen kann man Rechner mit Lesegeräten sehen:...</summary>
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<![CDATA[<p><img alt="16654051.jpg" src="http://wdrblog.de/joergschieb/assets_c/2010/03/16654051-thumb-220x286-314.jpg" width="220" height="286" align="right"  hspace="3" vspace="3" title="Elektronischer Personalausweis; Rechte: dpa"/>So richtig rumgesprochen hat es sich irgendwie noch nicht, dass demnächst ein neuer Personalausweis kommt. </p>

<p>Auf der Cebit ist die amtliche Plastikkarte mit Foto und integriertem RFID-Chip aber durchaus ein Thema. An vielen Ständen kann man Rechner mit Lesegeräten sehen: Da legt man den neuen Personalausweis drauf, gibt seine geheime PIN ein - und kann sich so im Web ausweisen, und zwar wortwörtlich.</p>

<p>Genau das ist auch die Idee, die hinter dem neuen elektronischen Personalausweis steckt: Die Karte soll Rechtsgeschäfte im Internet vereinfachen und sicherer machen, nicht nur für die Konsumenten, sondern auch für die Anbieter im Web. Denn ein Onlineshop kann nie wissen, ob wirklich Jörg Schieb vor der Tastatur sitzt und etwas bestellt oder irgend jemand, der sich nur als Jörg Schieb ausgibt, die Zugangsdaten geklaut hat und die bestellte Ware ganz woanders hinschicken lässt.</p>

<p>Der neue elektronische Personalausweis, der ab November 2010 ausgestellt wird, kann eine Menge. Vor allem kann er elektronisch ausgelesen werden, berührungslos, da ein RFID-Chip eingebaut ist, der drahtlos mit entsprechenden Lesegeräten Daten austauschen kann. Wer sich im Web ausweisen will, etwa auch bei Behörden, muss nur die Karte auf den Leser legen und den mehrstelligen Geheimcode eingeben. </p>

<p>Weil das so einfach ist und sich wirklich als praktisch erweisen könnte, erwarten Experten einen Run auf den neuen Personalausweis. Ab dem 1. November wird nur noch der neue Ausweis ausgestellt. Das <a href="http://www.ccepa.de/">Kompetenzzentrum neuer Personalausweis</a> erklärt, was die Plastikkarte alles können soll. </p>

<p>Wer die neuen digitalen Möglichkeiten gar nicht braucht, kann das beim Beantragen des Personalausweises angeben, dann werden die neuen Funktionen deaktiviert. Man sollte sich das aber überlegen, denn ich habe auf der Cebit etliche Anbieter gesehen, die auf die neue Technik setzen: Nahezu alle Banken wollen den neuen Ausweis nutzen, um die Authentifizierung bei Onlinegeschäften besser abzusichern, ebenso Versicherungen, aber auch Lotto-Anbieter und viele andere. </p>

<p>Am Stand des Fraunhofer Instituts wird eine Anwendung gezeigt, die normalerweise zwar nicht unbedingt einen Personalausweis erfordert, aber doch zeigt, dass viele Anbieter sich Gedanken machen, wie sie den neuen Ausweis nutzen können: Da legt man seinen E-Ausweis auf den Kartenleser im Cockpit des Autos, gibt per Drehrad die PIN ein - und kann dann online einen Film bestellen, den die lieben Kleinen im Fond anschauen können.</p>

<p>Heute zücken wir unseren Ausweis eigentlich so gut wie nie - ich habe den Eindruck, das könnte sich rasch ändern.</p>

<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_100304.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>]]>

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<title>Cebit: Mehr Kontakt- als Infobörse </title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2010/03/cebit_2010.html" />
<modified>2010-03-02T18:11:05Z</modified>
<issued>2010-03-02T16:46:34Z</issued>
<id>tag:wdrblog.de,2010:/joergschieb//32.8419</id>
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<summary type="text/plain">Die Hochzeiten der Cebit sind zweifellos vorbei. Früher gab es deutlich mehr Aussteller, mehr Besucher, mehr Neuerungen pro Quadratmeter - es war einfach mehr los. Allerdings ist eine Messe deswegen auch nicht besser oder interessanter. Sie ist nur voller -...</summary>
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<email>joerg@schieb.de</email>
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<![CDATA[<p><img alt="17680055.jpg" src="http://wdrblog.de/joergschieb/assets_c/2010/03/17680055-thumb-220x147-307.jpg" width="220" height="147" align="right"  hspace="3" vspace="3" title="Grafik; Rechte: dpa"/>Die Hochzeiten der Cebit sind zweifellos vorbei. Früher gab es deutlich mehr Aussteller, mehr Besucher, mehr Neuerungen pro Quadratmeter - es war einfach mehr los. Allerdings ist eine Messe deswegen auch nicht besser oder interessanter. Sie ist nur voller - und anstrengender. </p>

<p>Trotzdem ist die Cebit nach wie vor die mit Abstand größte Computermesse der Welt. Zwar hat sie ihre Bedeutung als Mekka für IT-Jünger eingebüßt, doch ein bisschen Zukunftsluft kann man in Hannover immer noch schnuppern. </p>

<p>Auch dieses Jahr gibt es diverse Neuerungen und sich abzeichnende Trends. Allerdings muss man schon ganz genau hinschauen und sich auch mit Kleinigkeiten zufrieden geben. Sowas wie "the big thing" gibt es nicht mehr. Allerdings auch auf anderen Messen nicht.</p>

<p>So war ich zum Beispiel erstaunt, dass dieses Jahr zum ersten Mal auch Google einen Stand auf der Cebit hat. Allerdings keinen besonders großen. Neugierig habe ich ihn extra besucht: Und was zeigt Google? Drei Autos mit grauer Stange auf dem Dach. Jene Wagen, die derzeit durch die Republik rollen, um für Google Streetview die nötigen Bilder einzufangen - und die Gemüter erhitzen. </p>

<p>Weil diese Google-Autos mit aufmontierten 360-Grad-Kameras normalerweise komplett schwarz sind und möglicherweise unerwünschte Assoziationen wecken, hat sich Google entschossen, die Wagen auf der Messe von Studenten medienwirksam bunt anmalen zu lassen. Jeder Google-Wagen sieht jetzt anders aus - das soll künftig für alle Google-Fahrzeuge gelten. Wie viele es sind, die durch Deutschland rollen, wollte mir keiner der Google-Mitarbeiter verraten.</p>

<p>Das Ganze ist natürlich ein überaus durchschaubarer PR-Gag, der in der Bevölkerung zu mehr Sympathie für die Fahrzeuge führen soll. Denn die Wagen werden in vielen Orten mit Argwohn beobachtet. </p>

<p>Ob das wohl reicht, die Skeptiker umzustimmen? Wohl kaum.</p>

<p>Erstaunlich, dass das schon alles ist, was Google auf seinem Stand zeigt - nicht mal Google Streetview selbst wird präsentiert. Antragsformulare zum Austragen des eigenen Hauses aus Google Streetview liegen auch nicht aus.</p>

<p>Ansonsten habe ich bislang nicht allzu viele Neuigkeiten gesehen. Ein Trend zeichnet sich dann aber doch ab, den zu mehr 3D: 3D-Fernseher, 3D-Fotokameras, 3D-Spiele, Notebooks mit 3D-Display. Selten habe ich so viele Besucher auf der Cebit mit einer Brille auf der Nase gesehen.</p>

<p>Dass es eher schwierig ist, auf einer Messe noch spannende Neuerungen zu finden, liegt aber nicht in erster Linie an der Cebit, sondern an der Zeit. Heute wartet eigentlich kaum noch ein Unternehmen mehr auf eine Messe, um etwas zu veröffentlichen. Denn es wird ja auch immer schwieriger, überhaupt etwas geheim zu halten. Das gelingt nur wenigen Unternehmen wie Apple, und dann auch nur mit großer Anstrengung.</p>

<p>Messen wie die Cebit sind heute eher Kontaktbörsen. Informationen besorgt man sich heutzutage einfacher und schneller im Internet. Auf einer Messe kann man aber Kontakte schmieden, sich etwas zeigen lassen oder diskutieren - das kann das Internet nicht ersetzen. Und deswegen haben Messen auch in Zukunft noch ihre Existenzberechtigung. </p>

<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_100225.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>]]>

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<title>Schlag gegen Zombie-Netzwerk gelungen</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2010/02/botnetze.html" />
<modified>2010-02-26T14:28:39Z</modified>
<issued>2010-02-26T12:51:38Z</issued>
<id>tag:wdrblog.de,2010:/joergschieb//32.8406</id>
<created>2010-02-26T12:51:38Z</created>
<summary type="text/plain">IT-Experten haben schon eine merkwürdige Sprache. Wenn sie von einem &quot;Botnet&quot; reden, meinen sie ein Netzwerk von gekaperten Rechnern. Und einen mit einem Wurm oder Trojaner infizierten Rechner bezeichnen sie als &quot;Zombie&quot;, weil er jederzeit ferngesteuert werden kann. Die eher...</summary>
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<![CDATA[<p><img alt="Computerwurm" src="http://wdrblog.de/joergschieb/wurm-thumb.jpg" width="210" height="245" align="right" hspace="3" vspace="3" title="Grafik; Rechte: Symantec"/>IT-Experten haben schon eine merkwürdige Sprache. Wenn sie von einem "Botnet" reden, meinen sie ein Netzwerk von gekaperten Rechnern. Und einen mit einem Wurm oder Trojaner infizierten Rechner bezeichnen sie als "Zombie", weil er jederzeit ferngesteuert werden kann. </p>

<p>Die eher niedlichen Begriffe können allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich hier um ein großes Problem handelt: Kriminell organisierte Banden kapern im großen Stil private und geschäftliche Computer, indem sie Sicherheitslücken ausnutzen und die so infizierten Rechner fernsteuern - was dem Benutzer in der Regel nicht mal auffällt. Oft sind 100.000 und mehr Rechner in so einem Netzwerk, einem Botnet,  zusammengeschlossen. Damit lässt sich einiges anstellen: Es kann Spam verschickt werden, es können Server angegriffen werden - oder Daten ausspioniert.</p>

<p>Die Kriminellen verdienen damit Unsummen, es entsteht gigantischer Schaden. Die Strafbehörden sind hier leider nur selten erfolgreich, sie sind noch nicht gut genug international organisiert. </p>

<p>Nun ist den Experten von Microsoft ein Schlag gegen so ein Botnet gelungen: Sie haben das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Waledac">Waledac-Botnetz</a> lahmgelegt, eins der größten und gefährlichsten Botnets überhaupt.</p>

<p>Interessanterweise wurde dabei kein technischer Kniff angewandt - dagegen sind Botnets nämlich weitgehend immun -, sondern ein juristischer. Microsoft hat genau recherchiert, welche Server und Domains die Leitzentrale des Botnets gewesen sind. Penibel wurden die Aufgaben jedes einzelnen Servers dokumentiert. Danach hat Microsoft <a href="http://www.microsoft.com/presspass/events/rsa/docs/complaint.pdf">vor Gericht eine einstweilige Verfügung</a> gegen die Domains beantragt. Seit Montag (22.02.10) sind die Server nun nach und nach vom Netz genommen worden. Einige der zentralen Server standen sogar in Deutschland. Insgesamt 277 .com-Domains wurden abgeschaltet, eine stolze Zahl. </p>

<p>Jetzt ist das gefährliche Botnet abgeschaltet - durch den Zugriff wurde effektiv der Stecker gezogen. </p>

<p>Leider wird man diesen Trick allerdings nicht beliebig oft anwenden können. Denn die Betreiber der Botnetzwerke werden aus dieser Erfahrung lernen und ihre Infrastruktur anpassen. Sie werden künftig unterschiedliche Domainendungen verwenden, etwa .de, .org, .biz - es gibt ja genug. Die Folge: Juristisch ist es dann deutlich aufwändiger, entsprechende gerichtliche Verfügungen zur Abschaltung zu bekommen, da man dann in unterschiedlichen Ländern aktiv werden muss.</p>

<p>Aber das Selbstbewusstsein stärkt es zweifellos, dass es diesmal gelungen ist, den Cyberkriminellen Paroli zu bieten. Chapeau! Das dürfte ruhig häufiger passieren - und schneller.</p>

<p></p>

<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_100225.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>]]>

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<title>Windows 7 telefoniert nach Hause</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2010/02/windows7home.html" />
<modified>2010-02-26T13:57:28Z</modified>
<issued>2010-02-26T08:31:57Z</issued>
<id>tag:wdrblog.de,2010:/joergschieb//32.8401</id>
<created>2010-02-26T08:31:57Z</created>
<summary type="text/plain">Wenn eine offizielle PC-Software unbemerkt über das Internet Daten übermittelt, etwa Nutzungsdaten an den Hersteller der Software, dann nennen das die Amerikaner gerne &quot;Phone Home&quot;. Nach Hause telefonieren - eine charmante Umschreibung für etwas, was vielen PC-Benutzern nun sicher gar...</summary>
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<name>jschieb</name>
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<email>joerg@schieb.de</email>
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<![CDATA[<p><img alt="Windows 7 mit Steva Ballmer" src="http://wdrblog.de/joergschieb/13395611-thumb.jpg" width="220" height="143" align="right"  hspace="3" vspace="3" title="Microsoft-Präsentation; Rechte: dpa"  />Wenn eine offizielle PC-Software unbemerkt über das Internet Daten übermittelt, etwa Nutzungsdaten an den Hersteller der Software, dann nennen das die Amerikaner gerne "Phone Home". </p>

<p>Nach Hause telefonieren - eine charmante Umschreibung für etwas, was vielen PC-Benutzern nun sicher gar nicht gefällt. Denn wer weiß schon, welche Daten da übertragen werden? Schon viele der großen Softwarehersteller haben sich vehemente Proteste der User anhören müssen, weil ihre Anwendungen nach Hause telefonieren, ob Microsoft, Apple, Real Networks oder andere. </p>

<p>Nun gerät erneut Microsoft ins Visier der Kritik. Denn Microsoft hat für sein Windows 7 eine neue Funktion bereitgestellt, die genau das macht: Alle 90 Tage zu Hause "anrufen" (im Fall von Microsoft also: nach Redmond), um diverse Daten zu übermitteln. Welche Daten übertragen werden, weiß bislang keiner so genau - und das macht mittlerweile auch die amerikanische <a href="http://www.computerworld.com/s/article/9162019/Microsoft_launches_phone_home_antipiracy_update?source=rss_news">Fachpresse skeptisch</a>.</p>

<p>Die so genannte "Windows Activation Technology" (<a href="http://support.microsoft.com/kb/971033">WAT</a>), die Microsoft eingeführt hat, um besser unerlaubte Kopien von Windows 7 erkennen zu können, ist brandneu. Seit einigen Tagen wird sie jedem Windows-7-Benutzer automatisch auf die Festplatte geladen, sobald er wichtige Updates für Windows 7 einspielt. Auch das ärgert viele.</p>

<p>Wer verhindern möchte, dass die Phone-Home-Funktion mit der technischen Bezeichnung KB971033 auf seinem Windows-7-Rechner landet, sollte das aus Sicht von Microsoft “wichtige Update” im Auto-Update einfach deaktivieren. Wer es hingegen bereits geladen hat, geht in die Systemsteuerung und kann es dort wieder entfernen. </p>

<p>Jetzt sollte man erst mal die Diskussion abwarten - vielleicht verrät Microsoft doch noch, welche Daten da konkret übermittelt werden. Darauf haben die Windows-Benutzer ein Anrecht.</p>

<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_100226.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>
]]>

</content>
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<title>Bitte raubt mich aus! Bin gerade nicht zu Hause...</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2010/02/robme.html" />
<modified>2010-02-19T13:17:45Z</modified>
<issued>2010-02-19T09:09:29Z</issued>
<id>tag:wdrblog.de,2010:/joergschieb//32.8387</id>
<created>2010-02-19T09:09:29Z</created>
<summary type="text/plain">Wo bist Du gerade? Diese Frage muss man bei vielen Menschen nicht mehr stellen, denn sie verraten freiwillig, wo sie sich gerade aufhalten: Ihre Smartphones informieren spezielle Server über ihren aktuellen Aufenthaltsort. Dann können Freunde - mitunter aber auch Fremde!...</summary>
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<url>http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2007/09/jrg_schieb.html</url>
<email>joerg@schieb.de</email>
</author>

<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="de" xml:base="http://wdrblog.de/joergschieb/">
<![CDATA[<p><img alt="Räuber Illustration" src="http://wdrblog.de/joergschieb/assets_c/2010/02/robme-thumb-210x173-252.jpg" width="210" height="173" align="right"  hspace="3" vspace="3" title="Rechte: pleaserobme.com"  />Wo bist Du gerade? Diese Frage muss man bei vielen Menschen nicht mehr stellen, denn sie verraten freiwillig, wo sie sich gerade aufhalten: Ihre Smartphones informieren spezielle Server über ihren aktuellen Aufenthaltsort. Dann können Freunde - mitunter aber auch Fremde! - sehen, wo sie sich gerade aufhalten, ob im Biergarten, in der Shopping-Mall oder womöglich auf einem kurzen Städtetrip ganz woanders.</p>

<p>Geodienste wie <a href="http://foursquare.com/">Foursquare</a> oder <a href="http://www.google.com/intl/de_de/latitude/intro.html">Google Latidude</a> posaunen es in die Welt hinaus, teilweise sogar über Twitter, wo man gerade ist - mit exakten Angaben zu Längen- und Breitengrad. Manche Leute bauen sogar eine kleine Onlinekarte in ihr Blog ein, damit jeder sehen kann, wo sie gerade sind. </p>

<p>Klar, sowas kann praktisch sein - und auch recht unterhaltsam. Freunde wissen dann zum Beispiel, ob man gerade in der Nähe ist - und können sich melden, etwa um sich mal eben auf einen Kaffee zu treffen. Oder man spricht Fremde an, die zufällig im selben Café sitzen - es sind viele Einsatzmöglichkeiten denkbar.</p>

<p>Leider nutzen mittlerweile auch Kriminelle die neuen technischen Möglichkeiten. Es geht das Gerücht, dass Einbrecher gezielt Twitter-Meldungen mit Aufenthaltsangaben durchforsten. Denn wenn jemand per Smartphone mitteilt, wo er sich gerade aufhält, ist er wo ganz sicher nicht? Richtig: zu Hause! </p>

<p>Wenn das keine Gelegenheit ist, mal vorbei zu schauen...</p>

<p>Wie einfach es ist, an solche Daten zu gelangen, zeigt eindrucksvoll die Webseite <a href="http://www.pleaserobme.com">pleaserobme.com</a>. "Bitte raubt mich aus!", welch treffender Name für das Angebot. Hier erscheinen Tweets von Leuten, die gerade auf die ein oder andere Weise der Welt ihren aktuellen Aufenthaltsort mitteilen - und so potenzielle Opfer von Einbrechern sind. Die reale Adresse lässt sich heutzutage in der Regel leicht herausfinden, da muss man oft nicht lange recherchieren, spezielle Personensuchmaschinen wie Yasni helfen gerne weiter.</p>

<p>Natürlich versteht sich pleaserobme.com nicht als Werkzeug für Einbrecher, sondern will uns für das Thema sensibilisieren. Denn während wir heute intensiv diskutieren, welche Fotos online gestellt werden dürfen und welche besser nicht, machen sich eigentlich nur wenige User Gedanken darüber, welche Risiken damit verbunden sind, seinen aktuellen Aufenthaltsort öffentlich zu machen.</p>

<p>Doch darüber mal nachzudenken, kann sich lohnen!</p>

<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_100219.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>
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<title>Vom Zeitungsartikel in die Twittersphäre</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2010/02/tweetcaptcha.html" />
<modified>2010-02-18T09:33:06Z</modified>
<issued>2010-02-18T07:47:17Z</issued>
<id>tag:wdrblog.de,2010:/joergschieb//32.8380</id>
<created>2010-02-18T07:47:17Z</created>
<summary type="text/plain">Welchen Weg gehen eigentlich Nachrichten und Meldungen? Wo werden Themen zuerst diskutiert, in den klassischen Leitmedien - oder in der Blogosphäre? Wie lange dauert es, bis eine Nachricht in der Blogwelt eine Rolle spielt und wie intensiv wird das Thema...</summary>
<author>
<name>jschieb</name>
<url>http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2007/09/jrg_schieb.html</url>
<email>joerg@schieb.de</email>
</author>

<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="de" xml:base="http://wdrblog.de/joergschieb/">
<![CDATA[<p><img alt="Visualisierung TweetCaptcha" src="http://wdrblog.de/joergschieb/assets_c/2010/02/tweetcaptcha-thumb-210x159-241.jpg" width="210" height="159" align="right"  hspace="3" vspace="3" title="Rechte: TweetCaptcha/WDR"  />Welchen Weg gehen eigentlich Nachrichten und Meldungen? Wo werden Themen zuerst diskutiert, in den klassischen Leitmedien - oder in der Blogosphäre? Wie lange dauert es, bis eine Nachricht in der Blogwelt eine Rolle spielt und wie intensiv wird das Thema dort dann diskutiert?</p>

<p>Alles interessante Fragen, mit denen sich Medienschaffende und Medienwissenschaftler heute beschäftigen. Der amerikanische Student Nick Hardeman hat ein Werkzeug entwickelt, um die Ausbreitung von Nachrichten aus der New York Times im Internet nachzuverfolgen. <a href="http://a.parsons.edu/~drumb588/tweetcatcha/TweetCatcha.swf">TweetCatcha</a> heißt das Werkzeug, das eine ausgesprochen ansprechende und übersichtliche Grafik erzeugt. Hier lässt sich genau nachvollziehen, wie lange es dauert, bis ein Artikel aus der New York Times in Tweets zitiert und verlinkt wird - und auch wie lange.</p>

<p>Die schicke Grafik lässt einen auf einen Blick erfassen, ob eine Meldung nur kurz für Diskussionen gesorgt hat - oder für längere Zeit: Die Mitte der Visualisierung ist die Stunde Null, zu diesem Zeitpunkt ist die Nachricht erschienen. Jeder Ring um die Mitte entspricht einer Stunde. Je weiter außen, umso später wurde (erneut) auf den Artikel in der New York Times reagiert, Link auf den Artikel inklusive.</p>

<p>Solche Werkzeuge können helfen, die neue Medienwelt besser zu verstehen und zu analysieren. Irgendwie ästhetisch ist die Visualisierung obendrein, aber das nur am Rande. Es gibt mittlerweile verschiedene Werkzeuge, etwa <a href="http://www.twittermap.de/">hier</a>, <a href="http://blog.trevorboyle.com/wp-content/uploads/twittersphere/Twittersphere-Visualizer.html">hier</a> und <a href="http://wptweety.com/">hier</a>, mit denen sich die aktuellen Ereignisse in der Twitter-Welt visualisieren lassen.</p>

<p>Leider verfolgt TweetCaptcha derzeit die Artikel aus der New York Times nicht mehr, man greift auf die Datenbank zu, in der die Artikel aus mehreren Wochen bis zum 9. Februar gespeichert sind. Aber interessant und spannend ist es auf alle Fälle, sich mal anzuschauen, welche Artikel und Themen Wellen schlagen - und welche nicht. So lässt sich zum Beispiel gut erkennen, dass nahezu verlässlich fast eine Stunde vergeht, bevor ein Artikel in der New York Times überhaupt in der Twitterszene ankommt.</p>

<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_100218.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>
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<title>Google Buzz will Social Network werden</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2010/02/google_buzz.html" />
<modified>2010-02-10T14:45:26Z</modified>
<issued>2010-02-10T08:32:36Z</issued>
<id>tag:wdrblog.de,2010:/joergschieb//32.8369</id>
<created>2010-02-10T08:32:36Z</created>
<summary type="text/plain">Da hat Google Dienstagabend (09.02.10) vergleichsweise still und leise ein neues Produkt vorgestellt (oder besser: eine Erweiterung von Gmail, das in Deutschland Google Mail heißt) - und damit nicht weniger als eine kleine Revolution in Gang gebracht, in diesem Punkt...</summary>
<author>
<name>jschieb</name>
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<email>joerg@schieb.de</email>
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<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="de" xml:base="http://wdrblog.de/joergschieb/">
<![CDATA[<p><img alt="Google Buzz" src="http://wdrblog.de/joergschieb/assets_c/2010/02/google buzz-thumb-210x152-214.jpg" width="210" height="152" align="right"  hspace="3" vspace="3" title="Rechte: Google"  />Da hat Google Dienstagabend (09.02.10) vergleichsweise still und leise ein neues Produkt vorgestellt (oder besser: eine Erweiterung von Gmail, das in Deutschland Google Mail heißt) - und damit nicht weniger als eine kleine Revolution in Gang gebracht, in diesem Punkt sind sich nahezu alle Berichterstatter und Blogger einig. </p>

<p><a href="http://www.google.com/buzz?hl=de">Google Buzz</a> heißt der neue Service, der in Google Mail eingebaut wird und auf den Social-Community-Trend setzt. Derzeit wollen sich alle vernetzen, online Freundschaften schließen, Fotos hochladen und kommentieren, sich miteinander austauschen, sich mitteilen und vieles andere mehr. Die E-Mail ist dafür nicht der richtige Weg. Twitter ist auch nur bedingt geeignet. Optimal ist eine Kombination aus allem - darum ist Facebook so populär.</p>

<p>Lange hat Google tatenlos zugeschaut und wenig unternommen, um die wachsende Populartität der Social Community für sich zu nutzen. Zuletzt wurde <a href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2009/10/google_bastalt.html">Google Wave</a> vorgestellt, das so ein bisschen in die Richtung geht, aber weitgehend ignoriert wurde. </p>

<p>Das könnte bei Google Buzz anders sein. Denn hier packt Google alles zusammen, was viele Onliner heute so mögen: Man kann direkt aus seinem Google-Konto heraus seinen Freunden folgen, man kann chatten und Videos austauschen, man kann sein flickr-Fotoalbum einbinden, Fotos veröffentlichen und Fotos von Freunden kommentieren, dasselbe mit Youtube-Videos, man kann Twitter-Nachrichten absetzen und verfolgen und vieles weitere mehr.</p>

<p>Google Buzz soll zur Kommunikationszentrale werden - und ist damit durchaus ein direkter Angriff auf Facebook, Twitter und Co. Denn dass es den Bedarf gibt, sich intensiv mit anderen auszutauschen, auch live, das ist unbestreitbar. </p>

<p>Jetzt ist die Frage, ob es Google gelingt, die Menschen von Google Buzz zu überzeugen und die Aufmerksamkeit von anderen Social Community Angeboten wie Facebook abzuziehen. Das ist Google durchaus zuzutrauen, schließlich hat Google eine Menge Macht im Web und vor allem jede Menge Möglichkeiten, auf die eigenen Angebote hinzuweisen.</p>

<p>Es ist aber auch eine Frage, wie gut Google die Versprechungen einlösen kann, denn Google Buzz ist keineswegs fertig, sondern wird nun Schritt für Schritt in Google Mail integriert. Auch auf dem Handy kann man Google Buzz nutzen. Klar, schließlich gehört dem Thema "Mobile" die Zukunft.</p>

<p>Wenn all das gut gelöst ist, einfach zu handhaben und auch schnell (wovon bei Google in der Regel auszugehen ist), dann hat Google Buzz durchaus das Zeug, erfolgreich zu werden. Datenschützer hingegen können schon mal ihre Flinten reinigen, denn bei Google Buzz entstehen gleich neue Datenschutzprobleme: Vieles, was man bei Google Buzz veröffentlicht, kann erst mal jeder sehen, die gesamte Web-Öffentlichkeit - es sei denn, der Benutzer schließt es ausdrücklich aus. Da sind Missverständnisse und Schwierigkeiten programmiert.</p>

<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_100210.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>
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<title>Safer Internet Day: Achtet auf Eure Daten!</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2010/02/safer_internet.html" />
<modified>2010-02-09T14:38:08Z</modified>
<issued>2010-02-09T11:50:55Z</issued>
<id>tag:wdrblog.de,2010:/joergschieb//32.8366</id>
<created>2010-02-09T11:50:55Z</created>
<summary type="text/plain">Seit es Daten gibt - egal ob nun auf Papier, Diskette, CD oder im Internet - , gibt es auch Datenmissbrauch. Das Internet hat die Problematik allerdings enorm verschärft, nicht zuletzt, weil wir alle fleißig mitmachen beim Daten sammeln und...</summary>
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<name>jschieb</name>
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<email>joerg@schieb.de</email>
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<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="de" xml:base="http://wdrblog.de/joergschieb/">
<![CDATA[<p><img alt="Auge mit Safer Internet Day Logo" src="http://wdrblog.de/joergschieb/assets_c/2010/02/17344172-thumb-210x134-209-thumb-210x134-210.jpg" width="210" height="134" align="right" hspace="3" vspace="3" title="Rechte: dpa"  />Seit es Daten gibt - egal ob nun auf Papier, Diskette, CD oder im Internet - , gibt es auch Datenmissbrauch. Das Internet hat die Problematik allerdings enorm verschärft, nicht zuletzt, weil wir alle fleißig mitmachen beim Daten sammeln und Daten erfassen - mehr oder weniger freiwillig.</p>

<p>Datenschutz geht uns alle an. Deshalb steht beim diesjährigen "Safer Internet Day" eben dieses Thema im Vordergrund. Prominente sollen uns durch die Kampagne "Ich schütze mein Privatleben - auch im Netz" wachrütteln. Wir sollen vorsichtiger sein beim Hochladen von Informationen, Fotos und Videos, nicht alles ohne weiteres online stellen. Denn: Das Internet vergisst nichts - und allzu leicht lassen sich aus an mehreren Stellen verteilte Infohäppchen zu einem interessanten Gesamtbild zusammensetzen. All das sollen wir uns noch mal vor Augen führen. Recht so!</p>

<p>Da machen dann auch Prominente wie Anke Engelke, Dietmar Bär oder Anna Maria Mühe mit. Mit der Kampagne "Ich schütze mein Privatleben - auch im Netz" wollen sie deutlich machen, wie wichtig es ist, nicht alles im Netz preiszugeben.</p>

<p>Die Befürchtung vieler Datenschützer: der gläserne Datensurfer. Nicht vollkommen unbegründet. Darum ist es auch so wichtig, die Menschen für das Thema zu sensibilisieren, damit sie kompetenter werden und selbst entscheiden, was sie von sich preisgeben wollen und wo. Medienkompetenz ist zweifellos der beste Datenschutz.</p>

<p>Warum Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner in diesem Zusammenhang nun ausgerechnet das Thema Google Street View aus der Mottenkiste holt, ist mir allerdings schleierhaft. Da gibt es in meinen Augen drängendere Probleme, etwa die Frage, welche Daten Google, Facebook und viele andere US-Unternehmen eigentlich erheben (dürfen) und was sie mit den Daten anstellen. Bei Google Street View hingegen ist ziemlich klar, was erfasst wird - nämlich eine öffentlich zugängliche Straßenansicht. Gesichter und KfZ-Kennzeichen werden automatisch verfremdet, also eigentlich kaum Grund zur Aufregung.</p>

<p>Doch die Deutschen mögen Google Street View nicht - zumindest dann nicht, wenn die eigenen Häuser online zu sehen sind. Klar, dass der Paris-Aufenthalt oder der USA-Trip minutiös mit Streetview geplant wird. Aber den eigenen Marktplatz, das eigene Haus im Internet sehen? Bitte nicht! </p>

<p>Andere Themen sind wahrlich wichtiger - aber zugegebenermaßen auch komplizierter, schwieriger zu erklären und noch schwieriger zu lösen. Wie schafft man es zum Beispiel, international verbindliche Regeln für Datenschutz zu formulieren - und durchzusetzen? Wie kann man mehr Transparenz schaffen für die Konsumenten, wie für mehr Mitbestimmung sorgen? Das alles muss wohl durchdacht sein und ohne Hysterie diskutiert werden, denn es gibt für alles ein Für und Wider.</p>

<p>Der Safer Internet Day ist wichtig, denn alle müssen sich Gedanken um mehr Datensicherheit machen, die Politik, die Betreiber und natürlich auch wir Datensurfer - am besten nicht nur einmal im Jahr, sondern das ganze Jahr.</p>

<p><a href=http://www.einslive.de/medien/html/1live/2010/02/05/aktuelle-stunde-angeklickt-datenschutz-internet.xml title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Video: Der enttarnte User [Aktuelle Stunde]</strong></a><br /></p>

<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_100209.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>
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<title>Facebook will E-Mail anbieten</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2010/02/facebook_will_e.html" />
<modified>2010-02-05T16:22:36Z</modified>
<issued>2010-02-05T12:24:37Z</issued>
<id>tag:wdrblog.de,2010:/joergschieb//32.8353</id>
<created>2010-02-05T12:24:37Z</created>
<summary type="text/plain">Der amerikanische Onlinedienst Facebook wächst derzeit schneller als alle anderen sozialen Netzwerke: Über 400 Millionen Menschen sind nach eigenen Angaben weltweit bereits registriert. In letzter Zeit lässt sich Facebook immer neue Dinge einfallen, um seine Mitglieder bei Laune zu halten...</summary>
<author>
<name>jschieb</name>
<url>http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2007/09/jrg_schieb.html</url>
<email>joerg@schieb.de</email>
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<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="de" xml:base="http://wdrblog.de/joergschieb/">
<![CDATA[<p><img alt="17083080.jpg" src="http://wdrblog.de/joergschieb/assets_c/2010/02/17083080-thumb-210x140-191.jpg" width="210" height="140" align="right"  hspace="3" vspace="3" title="Rechte: Youtube"  />Der amerikanische Onlinedienst Facebook wächst derzeit schneller als alle anderen sozialen Netzwerke: Über 400 Millionen Menschen sind <a href="http://blog.facebook.com/blog.php?post=287542162130">nach eigenen Angaben</a> weltweit bereits registriert. In letzter Zeit lässt sich Facebook immer neue Dinge einfallen, um seine Mitglieder bei Laune zu halten und enger an sich zu binden.</p>

<p>Wenn es stimmt, was der in der Regel bestens informierte Blog <a href="http://www.techcrunch.com/2010/02/05/facebooks-project-titan-a-full-featured-webmail-product/">techcrunch</a> berichtet, plant Facebook, schon sehr bald einen eigenen E-Mail-Dienst einzuführen. Bislang können sich Facebook-Benutzer nur untereinander Nachrichten zuschicken. </p>

<p>Diese Beschränkung soll offenbar fallen. Schon bald könnte dann jeder E-Mails mit der Absenderkennung @facebook.com verschicken. Für alle, die sich sowieso ständig bei Facebook aufhalten, vermutlich eine verlockende Perspektive - obwohl gerade erst ein <a href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2010/02/machen_social_n.html">ernsthaftes Sicherheitsleck</a> in den sozialen Netzwerken entdeckt wurde.</p>

<p>Einen eigenen Mail-Dienst in Facebook zu integrieren, ist aus Sicht des Netzwerks ein schlauer Schachzug, denn die meisten User halten ihrem Mail-Anbieter lange Zeit die Treue. Die Bindung wird also enger.</p>

<p>Gleichzeitig handelt sich Facebook aber auch Probleme ein. Denn E-Mail ist ein schwieriges Geschäft. Wie genau das alles aussehen wird, ob man auch per POP3 oder IMAP auf seine Mails wird zugreifen können (etwa mit dem Handy) oder nur über die Oberfläche von Facebook, das steht noch nicht fest. Facebook ist aber kein kleiner Fisch im Teich, sondern ein Hai - und muss sich deshalb mit anderen Haien messen lassen. Nur ein bisschen E-Mail, das wird wohl nicht gehen, sofern man Erfolg haben möchte.</p>

<p>Einfach wird es nicht. Als Anbieter muss man sich mit Spam-Problemen und Hack-Angriffen rumschlagen. Außerdem ist es ein teurer Spaß, als Mail-Provider aufzutreten - und es stellt sich erneut die Frage, wie Facebook eigentlich Geld verdienen will. Aber irgendeine Idee wird Facebook-Gründer Mark Zuckerberg wohl sicher haben. Er verrät sie nur nicht.</p>

<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_100205.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>]]>

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<title>Machen Social Networks gläsern?</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2010/02/machen_social_n.html" />
<modified>2010-02-03T06:58:47Z</modified>
<issued>2010-02-03T07:00:54Z</issued>
<id>tag:wdrblog.de,2010:/joergschieb//32.8336</id>
<created>2010-02-03T07:00:54Z</created>
<summary type="text/plain">Sorgenfalten auf der Stirn sind für Datenschützer nichts Ungewöhnliches - doch diesmal haben sie wirklich allen Grund dazu. IT-Experten vom Isec Forschungslabor haben ein Sicherheitsproblem entdeckt, das wirklich bedenklich ist. In einem 15-seitigen Aufsatz (PDF) beschreiben die Experten ausführlich und...</summary>
<author>
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<email>joerg@schieb.de</email>
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<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="de" xml:base="http://wdrblog.de/joergschieb/">
<![CDATA[<p><img alt="17083080.jpg" src="http://wdrblog.de/joergschieb/assets_c/2010/02/17083080-thumb-210x140-191.jpg" width="210" height="140" align="right"  hspace="3" vspace="3" title="Rechte: Youtube"  />Sorgenfalten auf der Stirn sind für Datenschützer nichts Ungewöhnliches - doch diesmal haben sie wirklich allen Grund dazu. IT-Experten vom Isec Forschungslabor haben ein Sicherheitsproblem entdeckt, das wirklich bedenklich ist. In einem 15-seitigen Aufsatz (<a href="http://www.iseclab.org/papers/sonda-TR.pdf">PDF</a>) beschreiben die Experten ausführlich und verständlich, wie sich mit vergleichsweise geringem Aufwand (und das macht es so erschreckend) jeder Benutzer von Social Networks im Web "entanonymisieren" lässt.</p>

<p>Entanonymisieren - klingt nicht gut, und ist auch nicht gut. In der Praxis bedeutet das nämlich, dass jede Webseite, die entsprechend präpariert wurde und die in der Studie erwähnten Tricks anwendet, die Identität jedes Datensurfers ermitteln kann, der vorbeikommt. Da könnte man auch mit dem Personalausweis vor der Webcam rumwedeln... Der Trick erlaubt, ganz konkret herauszufinden, dass Person xyz mit dem Profil auf Xing, Facebook oder Co. vorbei schaut.</p>

<p>Potenziell betroffen und damit gefährdet sind alle, die sich in sozialen Netzwerken tummeln und dort sozialen Gruppen angeschlossen haben. Es gibt Tausende solcher Gruppen, zu jedem nur denkbaren Thema. Hier treffen sich Leute, um sich auszutauschen oder zu informieren. </p>

<p>Durch das Surfverhalten in den sozialen Netzwerken und den Besuch von Gruppen entsteht eine Art Fingerabdruck. Dieser Fingerabdruck ist normalerweise unsichtbar, kann aber durch einen Trick sichtbar gemacht und dann analysiert werden - bis zur Enttarnung, bis zur Feststellung der konkreten Identität ist es dann nur noch ein erstaunlich kleiner Schritt.</p>

<p>Das klingt komplizierter, als es ist - leider. Es braucht nur relativ simple Programme, um den Fingerabdruck zu lesen und auszuwerten. Möglich wird das alles deswegen, weil zum einen die sozialen Netzwerke verraten, wer in einer Gruppe Mitglied ist - und zum anderen alle Browser einer Webseite auf Nachfrage mitteilen, welche Webseiten in der Vergangenheit angesteuert wurden. Wer diese Erkenntnisse geschickt miteinander kombiniert, hat schnell herausgefunden, wer auf einer Webseite vorbeisurft.</p>

<p>Die Folge: Im günstigsten Fall erscheint perfekt auf einen zugeschnittene Werbung. Im ungünstigsten Fall jubeln einen Betrüger konkrete Software unter, um einen weiter auszuspionieren, auch Phishing-Angriffe lassen sich auf diese Weise perfektionieren. Man kann sich leicht ausmalen, wie die zumeist kreativen Online-Betrüger die neuen Erkenntnisse für sich zu nutzen wissen.</p>

<p>Es wird jetzt zu diskutieren sein, wie konkret die Bedrohung ist, wie sich die Sicherheitslücke schließen lässt (in den sozialen Netzwerken, aber auch in den Browsern) und wie man sich als Internetbenutzer am besten verhält.</p>

<p>Folgender Trick würde das Problem auf jeden Fall reduzieren: Für soziale Netzwerke wie Xing, Facebook, SchuelerVZ und Co. verwendet man einen anderen Browser als für den Rest. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass kein Fingerabdruck weitergegeben werden kann. Wer keine sozialen Netzwerke nutzt und hier auch keine Gruppen ansteuert, muss sich derzeit ebenfalls keine Sorgen machen.</p>

<p><br />
<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_100203.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p></p>]]>

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<title>Ein Tablet-PC namens iPad</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2010/01/der_ipad_ist_au.html" />
<modified>2010-01-28T06:58:54Z</modified>
<issued>2010-01-27T20:47:57Z</issued>
<id>tag:wdrblog.de,2010:/joergschieb//32.8327</id>
<created>2010-01-27T20:47:57Z</created>
<summary type="text/plain">Die vielen Gerüchte, Spekulationen und Mutmaßungen der vergangenen Wochen haben sich nun weitgehend bestätigt: Apple hat am Mittwoch in San Francisco einen Tablet-PC vorgestellt. Das &quot;iPad&quot; getaufte Gerät wiegt 700 Gramm, ist gerade mal einen Zentimeter dick, kommt ohne Tastatur...</summary>
<author>
<name>jschieb</name>
<url>http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2007/09/jrg_schieb.html</url>
<email>joerg@schieb.de</email>
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<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="de" xml:base="http://wdrblog.de/joergschieb/">
<![CDATA[<p><img alt="ipad.jpg" src="http://wdrblog.de/joergschieb/assets_c/2010/01/ipad-thumb-210x122-167.jpg" width="210" height="122" align="right"  hspace="3" vspace="3" title="Rechte: Youtube"  />Die vielen Gerüchte, Spekulationen und Mutmaßungen der vergangenen Wochen haben sich nun weitgehend bestätigt: Apple hat am Mittwoch in San Francisco einen Tablet-PC vorgestellt. Das "iPad" getaufte Gerät wiegt 700 Gramm, ist gerade mal einen Zentimeter dick, kommt ohne Tastatur aus und wird genauso wie iPhone und iPod Touch durch Berührung mit der Fingerkuppe bedient.</p>

<p>Noch mehr technische Details gefällig? Bittesehr: Zehn Stunden soll der Akku halten. 9,7 Zoll misst die Diagonale des Displays. Damit liegt das iPad in punkto Größe irgendwo zwischen Smartphone und Notebook. Das schlanke Gerät ist eindeutig für zu Hause gedacht: Die User sollen damit Bücher lesen (eBooks), im Web Surfen, E-Mails austauschen, Fotos und Videos anschauen, fernsehen, Musik anhören oder spielen. Zum Arbeiten ist das iPad definitiv nicht gedacht - Eingaben sind mit der virtuellen Tastatur zwar möglich, aber alles andere als komfortabel.</p>

<p>Etwas überrascht hat mich, dass sich Apple für ein Display im 4:3-Format entschieden hat, denn 16:9 wäre moderner, ergonomischer und vielleicht auch praktischer, zumindest wenn man Filme auf dem Gerät anschauen will. </p>

<p>In punkto Bedienung hat sich Apple nicht viel Neues einfallen lassen, sondern das bewährte Konzept von iPhone und iPod Touch übernommen - und ein bisschen weiterentwickelt. Kann man machen, ist aber nicht unbedingt einfallsreich. Jedenfalls wirkt das iPad dadurch unweigerlich wie ein übergroßes iPhone. Immerhin: Der Bildschirm lässt sich besser individualisieren. Speziell fürs iPad entwickelte oder angepasste Anwendungen (Apps) nutzen den größeren Bildschirm aus, etwa Spiele, die ebenfalls bei der Apple-Veranstaltung in Kalifornien vorgestellt wurden.</p>

<p>Eingebaut sind darüber hinaus Bluetooth, WLAN, Kompass und Bewegungssensoren, so wie in einem iPhone 3GS. Eine Kamera gibt es überraschenderweise nicht, dabei gilt das heute fast schon als Standard in jedem Netbook. Videokonferenzen sind mit dem iPad also nicht möglich, als Fotoapparat taugt das iPad ebenfalls nicht.</p>

<p>Im iPad ist keine Festplatte eingebaut, sondern ein Flash-Speicher - der ist schneller, aber auch deutlich teurer. Ein iPad mit 16 GByte soll knapp 500 Dollar kosten, für 100 Dollar mehr gibt es 32 GByte und für 200 Dollar mehr 64 GByte. Die Europreise stehen noch nicht fest. Ende März soll der iPad in den USA zu haben sein, ab Juni international. </p>

<p>Auch ein iPad mit Mobilfunk (UMTS) ist geplant, der etwa vier Wochen später auf den Markt kommen soll. Telefonieren ist mit dem iPad allerdings nicht möglich. Dafür soll der iPad den eBook-Readern Konkurrenz machen, allen voran dem Sony Reader und dem Kindle von Amazon. </p>

<p>In den USA sind die eBook-Lesegeräte ein Erfolg, hierzulande weniger. Während Sony Reader und Kindle aber nur einen schwarzweißen Monitor bieten, kann der iPad mit einem farbigen Display aufwarten (dafür hält der Akku nicht so lange). </p>

<p>Beflügelt vom Erfolg bei iTunes und AppStore will Apple mit einem weiteren Onlineshop starten: iBook ist eine digitiale Buchhandlung, in der sich iPad-User mit eBooks versorgen können, zunächst nur in den USA. Apple kooperiert zunächst mit einer Handvoll Verlagen. </p>

<p>Das iPad ist Evolution, nicht Revolution. Apple bietet nicht so viele bahnbrechende Neuerungen und Unterschiede zu vergleichbaren Geräten wie seinerzeit das iPhone. Es sieht schick aus, es verfügt über eine bewährte Benutzeroberfläche, es gibt zweifellos ein paar interessante Ansätze, aber so ein bisschen vermisse ich den Wow-Effekt. Apple hat mich schon mal mehr überrascht.</p>

<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_100128.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>]]>

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<title>Hype um Apples Tablet-PC</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2010/01/die_klatschpres.html" />
<modified>2010-01-26T12:35:26Z</modified>
<issued>2010-01-26T11:51:21Z</issued>
<id>tag:wdrblog.de,2010:/joergschieb//32.8324</id>
<created>2010-01-26T11:51:21Z</created>
<summary type="text/plain">Die Klatschpresse hat Brangelina, die Fachpresse und die Blogwelt haben Apple. Seit Wochen werden Gerüchte kolportiert, was Apple wohl im Schilde führt, ob ein Tablet-PC auf den Markt kommt und wann, wie er aussieht, was er kann, wie groß er...</summary>
<author>
<name>jschieb</name>
<url>http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2007/09/jrg_schieb.html</url>
<email>joerg@schieb.de</email>
</author>

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<![CDATA[<p><img alt="Apples erster Tablet?" src="http://wdrblog.de/joergschieb/tablet.jpg" width="210" height="157" align="right"  hspace="3" vspace="3" title="Rechte: Youtube"  />Die Klatschpresse hat Brangelina, die Fachpresse und die Blogwelt haben Apple. Seit Wochen werden Gerüchte kolportiert, was Apple wohl im Schilde führt, ob ein Tablet-PC auf den Markt kommt und wann, wie er aussieht, was er kann, wie groß er ist, was er kosten soll, wie er heißt und womöglich auch noch, wie er riechen wird. Es gibt keinen Aspekt, der nicht vorab diskutiert würde.</p>

<p>Apple genießt diese kostenlose Publicity. Das Apfel-Unternehmen muss gar nicht viel tun, um den Gerüchtemotor am Laufen zu halten. Nur: Klappe halten. Stillschweigen bewahren. Nichts nach außen dringen lassen. Das ist in der IT-Branche schwierig genug - aber das kann Apple richtig gut. Denn jeder Apple-Mitarbeiter weiß: Eine falsche Bemerkung - und man kann sich die Papier abholen.</p>

<p>Mittwochabend deutscher Zeit findet in San Francisco eine Art Messe statt. Da wird Apple-Chef Steve Jobs nach langer Zeit mal wieder auf der Bühne stehen und in gewohnt lässiger Art eine Produkt-Show abziehen. Ganz sicher wird er auch einen Tablet-PC vorstellen, den iSlate, iPad, iTable oder MacBook Touch. Irgendeinen Namen muss das Ding ja haben. Und die Jünger im Saal werden vor Begeisterung toben, darunter jede Menge kritischer Journalisten und kritischer Verbraucher.</p>

<p>Man muss staunen, wie das immer wieder funktioniert. Wie es Apple gelingt, jedes Mal aufs Neue Begeisterung zu entfachen, jeden kritischen Unterton im Keim zu ersticken. Zugegeben: Apple ist extrem innovativ, aber keineswegs über jeden Zweifel erhaben. Ganz sicher nicht. </p>

<p>Und wenn Mittwochabend Apples Tablet-PC hochgehalten wird, dürften viele ihn bestaunen, als ob es der erste Tablet-PC der Welt wäre. Wer aber bei der Wahrheit bleiben möchte, muss zugeben: Microsoft hat die ersten Tablet-PCs gebaut. Schon vor Jahren. Die waren nicht besonders erfolgreich, da nicht ausgereift. Aber die Idee umgesetzt hat als Erster Microsoft.</p>

<p>Gut, sagen da manche: Es hat auch schon Handyhersteller gegeben, und zwar jede Menge, bevor Apple ein Smartphone gebaut und den Markt umgekrempelt hat. Stimmt. Und da liegt die große Stärke von Apple: Den Dingen Würze zu geben, die Geräte schick zu machen, die Handhabung ergonomisch und menschlich, ein bisschen sexy sogar. </p>

<p>So gesehen darf man wirklich gespannt sein, was Apple unter einem Tablet-PC versteht.</p>

<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_091226.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>]]>

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<title>Microsoft stopft Sicherheitslücke</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2010/01/microsoft_stopf.html" />
<modified>2010-01-25T09:03:05Z</modified>
<issued>2010-01-25T08:56:09Z</issued>
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<summary type="text/plain">Die Aufregung war groß, als wieder mal eine Sicherheitslücke im Internet Explorer entdeckt wurde. Viele haben vor der Verwendung des Internet Explorer gewarnt, darunter auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik BSI. Immerhin hat Microsoft diesmal schneller als sonst...</summary>
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<email>joerg@schieb.de</email>
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<![CDATA[<p><img alt="Logo IE8" src="http://wdrblog.de/joergschieb/ie8_logo-thumb.jpg" width="220" height="140"   hspace="3" vspace="3"  align="right" title="Explorerlogo; Rechte: Microsoft" />Die Aufregung war groß, als wieder mal eine <a href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2010/01/sicherheitsluck.html">Sicherheitslücke im Internet Explorer</a> entdeckt wurde. Viele haben vor der Verwendung des Internet Explorer gewarnt, darunter auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik BSI.</p>

<p>Immerhin hat Microsoft diesmal schneller als sonst reagiert und innerhalb weniger Tage einen <a href="http://www.wdr.de/tv/aks/sendungsbeitraege/2010/kw03/0122/angeklickt.jsp">Sicherheitsflicken (Patch) herausgebracht</a>. Der Patch steht bereits zum Download bereit. Doch niemand muss sich durch komplizierte Anleitungen klicken, denn Microsoft hat das Sicherheits-Update auch in das automatische Windows Update eingebaut. Und das bedeutet: Wer die Funktion "Windows Update" aufruft, egal ob im "Start"-Menü oder im Internet Explorer, kann das wichtige Update laden und installieren. Vollautomatisch.</p>

<p>Man kann es nicht nur, man sollte auch. Denn dieses Sicherheits-Update ist wirklich ungemein wichtig. Darüber hinaus kann es sicher nichts schaden, sich mal andere Browser wie Firefor, Opera, Safari oder Chrome anzuschauen - und auch zu installieren. Dann hat man eine Alternative an der Hand, wenn der Internet Explorer mal wieder tabu sein sollte.</p>

<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_100122.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>]]>

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<title>Prominente Allianz gegen Google</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2010/01/prominente_alli.html" />
<modified>2010-01-23T10:38:57Z</modified>
<issued>2010-01-21T08:52:45Z</issued>
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<summary type="text/plain">Früher war Google everybody&apos;s darling. Heute hingegen ist das rasant wachsende Internetunternehmen vielen nicht mehr geheuer - und für viele sogar ganz konkret zum Gegner geworden. Selbst Apple, anfangs auf Kuschelkurs mit Google, kehrt dem Unternehmen allmählich den Rücken. Wenn...</summary>
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<![CDATA[<p><img alt="17083076.jpg" src="http://wdrblog.de/joergschieb/assets_c/2010/01/17083076-thumb-210x140-143.jpg" width="210" height="140" align="right"  hspace="3" vspace="3"  align="right" title="iPhone; Rechte: dpa" />Früher war Google everybody's darling. Heute hingegen ist das rasant wachsende Internetunternehmen vielen nicht mehr geheuer - und für viele sogar ganz konkret zum Gegner geworden. Selbst Apple, anfangs auf Kuschelkurs mit Google, kehrt dem Unternehmen allmählich den Rücken. </p>

<p>Wenn sich die Gerüchte bewahrheiten, die derzeit im Web und in Blogs kursieren, wird Apple alle iPhone-Benutzer demnächst nicht mehr mit Google suchen lassen, sondern mit Bing, der Suchmaschine von Microsoft.</p>

<p>Klar, Apple sieht in Google zunehmend eine ernsthafte Konkurrenz, keinen Partner mehr, schließlich baut Google mittlerweile selbst Handys. Zudem welche, die verblüffend unverblümt versuchen, das iPhone nachzuahmen. Der Android Market ist das Gegenstück zu Apples AppStore. Und der Browser Google Chrome macht es Apples Browser Safari sicher nicht leichter, erfolgreich zu sein.</p>

<p>Deshalb geht Apple jetzt lieber mit dem einstigen Erzrivalen Microsoft zusammen. Erstaunlich. Allzu viele Alternativen gibt es aber halt nicht. Microsoft baut zwar auch Handys, aber das stört keinen, die sind einfach nicht erfolgreich genug. Google hingegen traut Apple anscheinend durchaus zu, schnell zu lernen und dann womöglich doch erfolgreich zu sein (noch ist es nicht so). So gesehen ist die offensichtlich geplante Allianz von Apple und Microsoft also durchaus nachvollziehbar.</p>

<p>Die nächste Betriebssystemversion der iPhone-Software, die nächste Woche vorgestellt wird, soll konsequent auf Bing umschwenken. Für deutsche User ist das keine gute Nachricht, da die deutschsprachige Version von Bing bei weitem nicht so gut ist wie die amerikanische. Aber erst mal abwarten, ob international auf Bing umgestellt werden soll oder nur in den USA.</p>

<p>Kommenden Dienstag (26.01.10) werden wir es wissen. Denn da hat Apple zu einer kleinen Konferenz geladen. Vermutlich stellt das Apfel-Unternehmen da auch den iSlate vor, den ersten Tablet-PC von Apple, den viele als ein übergroßes iPhone bezeichnen. Auch der Tablet-PC wird wohl auf Bing setzen und nicht mehr auf Google.</p>

<p>Das wird kein guter Tag für den erfolgsverwöhnten Internetkonzern.</p>

<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_100121.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>]]>

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<title>Kritische Sicherheitslücke im Internet Explorer</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2010/01/sicherheitsluck.html" />
<modified>2010-01-15T15:55:21Z</modified>
<issued>2010-01-15T14:48:13Z</issued>
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<summary type="text/plain">Die gezielten Angriffe auf Firmencomputer von Google und vielen anderen Firmen im Dezember des vergangenen Jahres sind laut Expertenmeinung ungewöhnlich geschickt und elegant erfolgt. Keine Tat von Hobby-Hackern, sondern ein minutiös geplanter Angriff, der gut versteckt wurde. Deshalb hat es...</summary>
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<![CDATA[<p><img alt="Logo IE8" src="http://wdrblog.de/joergschieb/ie8_logo-thumb.jpg" width="220" height="140"   hspace="3" vspace="3"  align="right" title="Explorerlogo; Rechte: Microsoft" />Die gezielten Angriffe auf Firmencomputer von Google und vielen anderen Firmen im Dezember des vergangenen Jahres sind laut Expertenmeinung ungewöhnlich geschickt und elegant erfolgt. Keine Tat von Hobby-Hackern, sondern ein minutiös geplanter Angriff, der gut versteckt wurde. Deshalb hat es auch relativ lange gedauert, bis bekannt wurde, wie eigentlich der Angriff genau erfolgt ist.</p>

<p>Zuerst war von einer Sicherheitslücke im Adobe PDF Reader die Rede. Nun ist klar: Es wurde auch ein "Zero Day Exploit" im Internet Explorer ausgenutzt, eine Sicherheitslücke also, die bis zu diesem Tag selbst in Fachkreisen unbekannt war: Beim für den Benutzer unbemerkten Nachladen von Schriften (Fonts) werden dem PC Schnüffelprogramme untergejubelt. Google hat die Sicherheitslücke mittlerweile an Microsoft gemeldet. Dort tüftelt man an einer Lösung.</p>

<p>Nun mehren sich die Warnungen vor dem Internet Explorer (IE): Wer Microsofts Browser benutzt, muss derzeit vorsichtig sein, denn die genutzte Sicherheitslücke ist gefährlich: Hacker können über eine ganz normale Webseite, die mit dem Internet Explorer nur einmal angesteuert werden muss, beliebige Schadprogramme in den Rechner laden und dann so ziemlich alles mit dem PC anstellen. Microsoft rät daher, den Internet Explorer nur im sogenannten abgesicherten Modus zu benutzen und zudem die Sicherheitseinstellung auf "hoch" zu setzen, nur dann ist die Sicherheitslücke ungefährlich.</p>

<p>Warum auf den Arbeitsrechnern von Google überhaupt der Internet Explorer zum Surfen benutzt wird und nicht Google Chrome, verrät einem niemand - aber interessant ist diese Frage schon, finde ich. </p>

<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_100115.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>]]>

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<title>Hilfe für Haiti im Internet</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2010/01/google_liefert.html" />
<modified>2010-01-18T13:50:35Z</modified>
<issued>2010-01-14T12:46:14Z</issued>
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<summary type="text/plain">Bei Katastrophen wie dem jüngsten Erdbeben auf Haiti erweist sich das Internet immer mehr als unverzichtbares und äußerst nützliches Medium. Innerhalb kürzester Zeit organisieren sich die Menschen, nutzen die zahlreichen Möglichkeiten, die das Netz heute so bietet. Augenzeugen berichten über...</summary>
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<![CDATA[<p><img alt="16960382.jpg" src="http://wdrblog.de/joergschieb/assets_c/2010/01/16960382-thumb-210x140-121.jpg" width="210" height="140" align="right" hspace="3" vspace="3" title="Rechte: dpa"  />Bei Katastrophen wie dem jüngsten Erdbeben auf Haiti erweist sich das Internet immer mehr als unverzichtbares und äußerst nützliches Medium. </p>

<p>Innerhalb kürzester Zeit organisieren sich die Menschen, nutzen die zahlreichen Möglichkeiten, die das Netz heute so bietet. Augenzeugen berichten über Twitter, was sie sehen - oder stellen Videos bei Youtube ein. Korrespondenten nutzen Youtube, um Filme und Berichte abzusetzen. Irgendwo gibt es immer Zugang zum Netz. Wenn nicht im betroffenen Ort selbst, dann direkt im nächsten. DSL, WLAN, Mobilfunknetz - irgendein Weg findet sich fast immer.</p>

<p><strong>#haiti help</strong> ist mittlerweile einer der zehn populärsten Hashtags auf Twitter. Hier organisieren sich Hilfskräfte aus aller Welt, verabreden sich und koordinieren ihr Handeln. Einer der größten Vorteile von Twitter, eben auf der ganzen Welt genutzt werden zu können, am PC und auch auf dem Handy, zahlt sich in solchen Situationen immer ganz besonders aus.</p>

<p>Längst kursieren reichlich Fotos von Vermissten in Foren, Blogs oder in Online-Fotoalben. Wer hat meine Verwandten gesehen, wer meine Freunde? Die Menschen tauschen sich im Web aus, helfen sich gegenseitig, informieren sich oder machen auch oft einfach nur ihrem Herzen Luft.</p>

<p>Auch für Freunde und Verwandte, die in irgend einem anderen Winkel der Erde wohnen oder sich gerade nicht zu Hause auf Haiti aufhalten, ist das Internet jetzt eine große Hilfe. Sie können sich online informieren und versuchen, mit zu Hause Kontakt aufzunehmen. Das Telefonnetz mag zusammengebrochen sein, das Internet funktioniert häufig trotzdem.</p>

<p>Auf das Internet ist eben Verlass. Das wird bei aller (oft berechtigten) Kritik leider häufig vergessen.<br />
<p><a href="http://www.tagesschau.de/ausland/erdbeben348.html" target="_blank">Linkliste: Das Haiti-Erdbeben im Netz [tagesschau]</a></p><p><a href="http://www.wdr.de/themen/panorama/katastrophe/erdbeben_haiti/uebersicht.jhtml">Schwerpunkt: Erdbeben in Haiti</a></p><br />
<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_100114.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p></p>]]>

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<title>Aufstieg und Fall von AOL</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2010/01/aufstief_und_fa.html" />
<modified>2010-01-12T13:27:49Z</modified>
<issued>2010-01-12T10:12:42Z</issued>
<id>tag:wdrblog.de,2010:/joergschieb//32.8293</id>
<created>2010-01-12T10:12:42Z</created>
<summary type="text/plain">Vor fast genau zehn Jahren konnte AOL vor Kraft kaum laufen. Auf rund 165 Milliarden Dollar wurde der Wert des Onlineriesen damals geschätzt. AOL war ein derart wertvolles Unternehmen, dass sogar eine Fusion auf Augenhöhe mit dem traditionsreichen Medienkonzern Time...</summary>
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<email>joerg@schieb.de</email>
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<![CDATA[<p><img alt="AOL Webseite" src="http://wdrblog.de/joergschieb/assets_c/2010/01/16909920-thumb-210x137-112.jpg" width="210" height="137" align="right"  hspace="3" vspace="3" title="Rechte: dpa"  />Vor fast genau zehn Jahren konnte AOL vor Kraft kaum laufen. Auf rund 165 Milliarden Dollar wurde der Wert des Onlineriesen damals geschätzt. AOL war ein derart wertvolles Unternehmen, dass sogar eine Fusion auf Augenhöhe mit dem traditionsreichen Medienkonzern Time Warner möglich war.</p>

<p>Doch es sollte ein Abstieg in atemberaubendem Tempo folgen. Ein Dienst nach dem anderen musste schließen. Jetzt werden die Niederlassungen in Deutschland sogar komplett dicht gemacht.</p>

<p>So kann es kommen, wenn man den Markt falsch einschätzt und nicht die richtigen Entscheidungen fällt. AOL hat zu lange das Internet unterschätzt, war zu lange davon ausgegangen, mit einem eigenen, geschlossenen Onlinedienst punkten zu können, der nur den eigenen Kunden offen steht. Dabei wollten die Menschen irgendwann nur noch einen gut funktionierenden und vor allem günstigen DSL-Zugang. Stattdessen hat AOL seine Kunden auf die eigenen Onlineangebote gelenkt. Das hat nur eine Weile funktioniert - dann irgendwann nicht mehr.</p>

<p>Heute ist AOL nur noch mit einem kostenlosen E-Mail-Dienst, einem Infoportal und dem AOL Instant Messenger vertreten. Zu wenig, um als Haifisch im Becken zu schwimmen. AOL ist sozusagen zum Goldfisch geschrumpft. Wenn die Mitarbeiter in Deutschland den Hut nehmen müssen, wird das Infoportal weiter reduziert, was es sicher nicht attraktiver macht.</p>

<p>Onlinedienste wie E-Mail oder Instant Messenger lassen sich problemlos auch aus dem Ausland aufrechterhalten. Aber immer mehr User werden sich fragen, wieso sie AOL die Treue halten sollten, denn Innovationen oder vorzüglicher Kundensupport sind in Zukunft kaum zu erwarten.</p>

<p>Schade um AOL.</p>

<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_100112.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>]]>

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<title>3D im Wohnzimmer - mit und ohne Brille</title>
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<modified>2010-01-08T17:19:13Z</modified>
<issued>2010-01-08T16:11:33Z</issued>
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<created>2010-01-08T16:11:33Z</created>
<summary type="text/plain">Wer sich den aktuellen Blockbuster Avatar anschauen will, hat in manchen Kinos die Qual der Wahl: Traditionell - oder lieber ganz effektvoll in 3D? Viele schauen sich das Spektakel in der 3D-Fassung an und tragen stundenlang eine spezielle 3D-Brille auf...</summary>
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<email>joerg@schieb.de</email>
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<![CDATA[<p><img alt="3D-Fernsehen mit Brille" src="http://wdrblog.de/joergschieb/assets_c/2010/01/16851619-thumb-210x151-107.jpg" width="210" height="151" align="right"  hspace="3" vspace="3" title="Rechte: dpa"  />Wer sich den aktuellen Blockbuster Avatar anschauen will, hat in manchen Kinos die Qual der Wahl: Traditionell - oder lieber ganz effektvoll in 3D? Viele schauen sich das Spektakel in der 3D-Fassung an und tragen stundenlang eine spezielle 3D-Brille auf der Nase. </p>

<p>3D ist derzeit voll en vogue und auch ein großes Thema auf der <a href="http://www.cesweb.org/">Consumer Electronics Show</a> (CES), eine der größten Messen für Unterhaltungselektronik, die derzeit in Las Vegas stattfindet. Ob Fernsehgerät, Beamer, BluRay-Player, PC oder Fotoapparat: Nahezu jede Gerätewelt ist irgendwo auf den Messefluren auch mit 3D-Funktion zu bestaunen. </p>

<p>Vor allem die Fernsehwelt setzt auf die dritte Dimension. Die ersten 3D-tauglichen Fernseher gibt es bereits. Bei einigen muss man die farbigen Brillen aufsetzen, um in den Genuss der dritten Dimension zu kommen, bei anderen so genannte Shutter-Brillen (da wird abwechselnd das linke und rechte Auge abgedunkelt).  Grundsätzlich ist auch 3D ohne Brille möglich. Allerdings leidet dann die Bildauflösung - und man muss an einer ganz bestimmten Position vor dem Fernseher sitzen. Noch nicht wirklich praxistauglich, meinen die meisten Experten.</p>

<p>Aber was sollen die 3D-Fernseher zeigen? Filme mit räumlicher Tiefe liefern zum Beispiel spezielle Blu-Ray-Player, die mit einer 3D-Option ausgerüstet sind. Auch Sonys Spielekonsole Playstation 3 wartet mittlerweile mit 3D-Spielen auf. In den USA geht ein Fernsehkanal an den Start, der rund um die Uhr 3D-Filme zeigt, vor allem Dokumentationen und Naturbilder. Selbst einige Sportsender haben angekündigt, einzelne Sportveranstaltungen auch in 3D auszustrahlen. Zumindest in den USA ist ein 3D-Fieber ausgebrochen.</p>

<p>Ich persönlich halte das alles allerdings für absoluten Humbug. Wer möchte sich denn dauerhaft mit einer Hightech-Brille auf der Nase vor den Fernseher setzen? Das macht man vielleicht ein, zwei Mal, um das dreidimensionale Erlebnis zu genießen. Aber dauerhaft? Man stelle sich vor: Die ganze Familie sitzt vor dem Fernseher, und alle haben eine Brille auf... </p>

<p>Nein, ich kann mir beim besten Wille nicht vorstellen, dass sich 3D zu Hause durchsetzt. Im Kino, einverstanden. Aber nicht zu Hause. Könnte gut sein, dass in Las Vegas eine Modeerscheinung zu sehen ist, die ganz schnell wieder in der Versenkung verschwindet. Ärgerlich für alle, die dann - als "Early Adaptors" - in die neue Technologie investiert haben.</p>

<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_100108.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>]]>

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<title>Google stellt eigenes Handy vor</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2010/01/google_stellt_e.html" />
<modified>2010-01-06T20:58:46Z</modified>
<issued>2010-01-06T08:43:22Z</issued>
<id>tag:wdrblog.de,2010:/joergschieb//32.8285</id>
<created>2010-01-06T08:43:22Z</created>
<summary type="text/plain">Jetzt ist es offiziell: Google bringt ein eigenes Handy auf den Markt. Das Nexus One getaufte Geräte wird es zunächst nur in den USA und einigen asiatischen Ländern geben. Eine Besonderheit: Google verkauft sein Handy in den USA ausschließlich im...</summary>
<author>
<name>jschieb</name>
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<email>joerg@schieb.de</email>
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<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="de" xml:base="http://wdrblog.de/joergschieb/">
<![CDATA[<p><img alt="16840122.jpg" src="http://wdrblog.de/joergschieb/assets_c/2010/01/16840122-thumb-210x140-95.jpg" width="210" height="140" align="right"  hspace="3" vspace="3" title="Rechte: dpa"  />Jetzt ist es offiziell: Google bringt ein eigenes Handy auf den Markt. Das Nexus One getaufte Geräte wird es zunächst nur in den USA und einigen asiatischen Ländern geben. Eine Besonderheit: Google verkauft sein Handy in den USA ausschließlich im Web, nicht über Ladengeschäfte oder in Kooperation mit Providern. Eine gänzlich andere Vermarktungsstrategie als bei Apple oder anderen Herstellern.</p>

<p>Das Nexus One bietet solide, gute Technik und will eindeutig dem Apple iPhone Konkurrenz machen. Es sieht nicht nur recht ähnlich aus, sondern wird auch ähnlich bedient: per Touchscreen. Hier allerdings ist das iPhone nach wie vor überlegen, denn das iPhone verfügt über ein Multitouch-Display, kann also mit mehreren Fingern gleichzeitig bedient werden, während Googles Handy das nicht bietet. Schade, denn so lassen sich schicke Effekte wie das Verkleinern oder Vergrößern von Fotos mit zwei Fingern in der Google-Welt noch nicht nutzen.</p>

<p>Dafür bietet das Display des mit Android 2.1 betriebenen Google-Smartphones eine etwas höhere Auflösung als das iPhone. Mehr Platz für Inhalte und Programme. Im Inneren des 130 Gramm leichten Geräts werkelt ein Handy-Chip, der mit 1 GHz getaktet wird, der derzeit schnellste Prozessor in der Smartphone-Welt. Das Nexus One reagiert schnell und zügig auf Eingaben. </p>

<p>Technisch gesehen hat das Nexus One zu bieten, was anspruchsvolle Handybenutzer heute so erwarten: Bluetooth, WLAN und eine eingebaute Kamera mit 5 Megapixel. Das allerdings bieten heute im wesentlichen alle hochwertigen Smartphones und Blackberries. Darüber hinaus ist eine recht ausgeklügelte Spracherkennung eingebaut. Das ist wohl auch der Grund, weshalb das Handys erst mal nur in den USA und englischsprachigen Ländern angeboten wird, denn so etwas lässt sich nicht leicht auf andere Länder übertragen.</p>

<p>Ohne Mobilfunkvertrag kostet das Handy 530 Dollar (380 Euro), mit Vertrag 180 Dollar (130 Euro), jeweils ohne Mehrwertsteuer. Wie die Mobilfunkverträge im einzelnen aussehen werden, steht derzeit noch nicht fest. Das Nexus One soll es schon im Frühjahr auch in Deutschland geben, die genauen Konditionen sind allerdings noch nicht bekannt.</p>

<p>Das Nexus One bringt eindeutig Dynamik in den Smartphone-Markt, vor allem preislich. Ein iPhone-Killer, wie von vielen erwartet, ist das Nexus One allerdings nicht. Da hätten sich die Ingenieure noch den ein oder anderen Gag einfallen lassen müssen. Insgesamt wirkt das iPhone nach wie vor eleganter, vor allem bei der Bedienung. Auch andere Hersteller haben mittlerweile schicke Smartphones im Angebot, die es in punkto Leistungsumfang mit iPhone und Nexus One aufnehmen können. Geschäftsleute wissen nach wie vor die speziellen E-Mail-Funktionen der Blackberries zu schätzen.</p>

<p>Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Apple wird sich jetzt noch mehr anstrengen müssen - und die hohen Preise wird auch Apple in Zukunft wohl nicht mehr nehmen können. Das sind gute Nachrichten für alle Smartphone-Fans. Datenschützer hingegen betrachten die ersten Schritte von Google im Handymarkt mit Sorgenfalten auf der Stirn. Denn so kann Google noch mehr Daten über seine Benutzer sammeln - und niemand weiß, was damit konkret angestellt wird. </p>

<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_100106.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>]]>

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<title>Handynetz nicht mehr sicher!</title>
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<modified>2009-12-31T14:54:01Z</modified>
<issued>2009-12-31T13:43:58Z</issued>
<id>tag:wdrblog.de,2009:/joergschieb//32.8279</id>
<created>2009-12-31T13:43:58Z</created>
<summary type="text/plain">Praktisch jeder telefoniert heute mit einem Handy. Viele haben nicht mal mehr einen Festnetzanschluss, sondern verlassen sich ausschließlich auf ihr Mobiltelefon. Klar, dass der jüngste Coup des Chaos Computer Club (CCC) viele Handybenutzer enorm verunsichert. Da stellen sich viele die...</summary>
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<email>joerg@schieb.de</email>
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<![CDATA[<p><img alt="Handys können abgehört werden" src="http://wdrblog.de/joergschieb/assets_c/2009/12/handylauschen-thumb-210x172-80.jpg" width="210" height="172" align="right"  hspace="3" vspace="3" title="Rechte: dpa"  />Praktisch jeder telefoniert heute mit einem Handy. Viele haben nicht mal mehr einen Festnetzanschluss, sondern verlassen sich ausschließlich auf ihr Mobiltelefon. Klar, dass der <a href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2009/12/handygesprache.html">jüngste Coup</a> des Chaos Computer Club (CCC) viele Handybenutzer enorm verunsichert.</p>

<p>Da stellen sich viele die Frage: Ist das Telefonieren mit dem Handy noch sicher?</p>

<p>Klare Antwort: Nein. Sicher ist es auf keinen Fall mehr, das wurde eindrucksvoll belegt. </p>

<p>Die Nachricht vom geknackten GSM-Code macht derart schnell die Runde und weckt derart großes Interesse in Fachkreisen, dass wohl davon auszugehen ist, dass nun eine Art Dammbruch eintritt: Schnell werden immer einfacher zu bedienende Programme verfügbar sein, die alles Mögliche erlauben - und vor allem früher oder später auch Leuten, die technisch nicht ausgesprochen versiert sein müssen. Auch das gezielte Ausspitzeln einzelner Gebäude aus einem Auto heraus, zum Beispiel, ist dann durchaus denkbar.</p>

<p>Ich bin nach wie vor der Meinung, dass der Einzelne nun nicht gleich den Aus-Knopf seines Handys betätigen sollte, in der ständigen Sorge, anderenfalls abgehört zu werden. Aber das Problem ist vermutlich doch größer als ursprünglich (von mir) gedacht. Wegducken geht nicht mehr: Handyhersteller und vor allem Mobilfunkprovider müssen dringend den veralteten und nachgewiesenermaßen unsicheren A5/1-Algorithmus durch einen zeitgemäßen ersetzen.</p>

<p>Das ist schon allein aus psychologischen Gründen erforderlich. Denn wenn sich erst mal die Erkenntnis durchsetzt, dass jedes Gespräch abgehört werden kann und sich niemand mehr traut, mit dem Handy auch wichtige Telefonate zu führen, dann schadet das dem Handy als Kommunikationsmittel insgesamt.</p>

<p>Kriminelle schert es natürlich nicht, dass es kriminell ist, Handys abzuhören. Die stellen sich einzig und allein eine Frage: Wie effektiv ist es, Handys abzuhören? Konkret in einzelne Gespräche reinzuhören, das halte ich für extrem aufwändig. Bis da mal was Interessantes abfällt, könnte eine lange Zeit vergehen. Kommt aber natürlich auch darauf an, welche Opfer man sich aussucht - zum Abhören. </p>

<p>Was aber, wenn ein Programm entwickelt wird, dass Handygespräche mitschneidet und nach Schlüsselwörtern durchsucht? Durchaus denkbar, heutzutage - und in Geheimdienstkreisen zweifellos auch längst im Einsatz.</p>

<p>Das Vertrauen ins Handy ist also arg ramponiert, bei vielen vielleicht sogar zerstört. Das kann nur durch ein beherztes Gegenlenken wieder gerettet werden: sichere Algorithmen, die zeitgemäß sind und auch einer kritischen Kontrolle standhalten. Die Entscheidung, welcher Algorithmus das sein soll, muss nicht übers Knie gebrochen werden. Aber nun wären Signale schön, Signale, dass etwas passieren wird - und bis wann.</p>

<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_091231.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>]]>

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<title>Handygespräche lassen sich abhören</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2009/12/handygesprache.html" />
<modified>2009-12-30T14:11:57Z</modified>
<issued>2009-12-30T11:57:26Z</issued>
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<summary type="text/plain">So genannte Hacker haben eine alles andere als geheime Leidenschaft: Sie spüren mit Akribie und Hingabe Sicherheitslücken auf. Sie zeigen uns Dinge, die ganze normale Menschen eigentlich für unmöglich halten - eben bis ein Hacker beweist, dass es doch geht,...</summary>
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<email>joerg@schieb.de</email>
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<![CDATA[<p><img alt="Handys können abgehört werden" src="http://wdrblog.de/joergschieb/assets_c/2009/12/handylauschen-thumb-210x172-80.jpg" width="210" height="172" align="right"  hspace="3" vspace="3" title="Rechte: dpa"  />So genannte Hacker haben eine alles andere als geheime Leidenschaft: Sie spüren mit Akribie und Hingabe Sicherheitslücken auf. Sie zeigen uns Dinge, die ganze normale Menschen eigentlich für unmöglich halten - eben bis ein Hacker beweist, dass es doch geht, immer mit dem Ergebnis, dass es hundertprozentige Sicherheit nicht geben kann.</p>

<p>So auch jetzt wieder. Der auf Kryptografie (Verschlüsselung) spezialisierte IT-Experte <a href="http://events.ccc.de/congress/2009/Fahrplan/speakers/1317.en.html">Karsten Nohl</a> hat auf einem Kongress des Chaos Computer Club (CCC) gezeigt, dass sich Handygespräche grundsätzlich abhören lassen. Das Verschlüsselungsverfahren der Handywelt wurde geknackt. Drei Monate hat es offensichtlich gedauert, die eigentlich geheimen Schlüssel der GSM-Welt zu enträtseln.</p>

<p>Wir alle benutzen Handys - und viele fürchten, sie könnten nun quasi auf Schritt und Tritt abgehört werden. Aber so einfach ist es dann doch nicht. Man braucht nämlich nicht nur die geeignete Technik und Software, sondern vor allem auch noch eine gehörige Portion krimineller Energie. Denn selbstverständlich ist es strafbar, Mobiltelefone abzuhören. Darüber hinaus ist es nicht möglich, ganz gezielt ein bestimmtes Handy zu belauschen, sondern nur alle Handys in Reichweite der manipulierten Sendestation.</p>

<p>Die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines GSM-Hackangriffs zu werden, geht also auch weiterhin gegen Null. </p>

<p>Die Experten haben gezeigt, dass die Sicherheitsstandards im GSM-Netz einige Mängel aufweisen, die - bei gelassener Betrachtung - mal nachgebessert werden müssten. Aber gewiss nicht von heute auf morgen. </p>

<p>Für allzu großes Kopfzerbrechen beim Mobiltelefonieren oder beim mobilen Datenverkehr besteht also auch künftig kein Anlass. Jedes Festnetzgespräch, jede verschickte E-Mail ist um ein Mehrfaches unsicherer, nach wie vor.</p>

<p>Abgesehen davon: Die meisten schreien ohnehin derart laut in ihr Handy, dass jeder im Umkreis von 10 Metern mühelos alles mithören kann. Die meisten Handygespräche scheinen also sowieso nicht besonders vertraulich zu sein. </p>

<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_091230.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>]]>

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<title>Jahresrückblick mal anders</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2009/12/jahresruckblick.html" />
<modified>2009-12-28T20:30:47Z</modified>
<issued>2009-12-28T19:30:53Z</issued>
<id>tag:wdrblog.de,2009:/joergschieb//32.8273</id>
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<summary type="text/plain">Die letzten Tage im Jahr sind genau die richtige Zeit für einen Blick zurück: Was ist in diesem Jahr alles passiert, was haben wir fast schon wieder vergessen, was waren bewegende Momente? Wer solche Jahresrückblicke mag, wird &quot;zwischen den Jahren&quot;...</summary>
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<![CDATA[<p><img alt="Jahresrückblick von Malte Fuhrer und Jan-Philipp Scherz" src="http://wdrblog.de/joergschieb/assets_c/2009/12/year2009-thumb-210x142-75.jpg" width="210" height="142" align="right"  hspace="3" vspace="3" title="Rechte: Youtube"  />Die letzten Tage im Jahr sind genau die richtige Zeit für einen Blick zurück: Was ist in diesem Jahr alles passiert, was haben wir fast schon wieder vergessen, was waren bewegende Momente? </p>

<p>Wer solche Jahresrückblicke mag, wird "zwischen den Jahren" in Zeitungen, Zeitschriften, Radio und Fernsehen leicht fündig.</p>

<p>Aber auch im Internet entwickelt sich eine gewisse Tradition zum Jahresrückblick. Ein echter Geheimtipp ist das privat gedrehte und auf Youtube veröffentlichte <a href="http://www.youtube.com/watch?v=vi61CN60uiA">Video</a>, das zwei Kölner aus Spaß an der Freude gemacht haben - um ihre Freunde zu erfreuen.</p>

<p>Dabei herausgekommen ist ein Jahresrückblick der etwas anderen Art: Malte Fuhrer und Jan-Philipp Scherz haben das zurückliegende Jahr 2009 auf 5:39 Minuten gerafft. Die beiden singen im Takt zu Michael Jacksons "Man in the mirror" selbst getextete Reime. Witzig, originell und unverkrampft - und schon von über 60.000 Neugierigen angeklickt.</p>

<p>Ob Wirtschaftskrise, Michael Jacksons Tod, der Einsturz des Kölner Stadtarchivs oder der Friedensnobelpreis für Barack Obama: Die Liste der Themen ist lang - und bunt. Das Ergebnis jedenfalls ist absolut sehenswert. </p>]]>

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<title>Trainingsvideos statt Handbücher</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2009/12/trainingsvideos.html" />
<modified>2009-12-26T14:30:02Z</modified>
<issued>2009-12-26T11:57:40Z</issued>
<id>tag:wdrblog.de,2009:/joergschieb//32.8270</id>
<created>2009-12-26T11:57:40Z</created>
<summary type="text/plain">Neue Software zu Weihnachten bekommen? Dann wird&apos;s spannend, denn nur die wenigsten Hersteller legen ihrer Software heute noch ein Handbuch bei. Handbücher sind out, total out. Bestenfalls eine achtseitige Broschüre &quot;How to start&quot; liegt bei, die ersten Schritte mit der...</summary>
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<![CDATA[<p><img alt="screentoaster.jpg" src="http://wdrblog.de/joergschieb/screentoaster.jpg" width="210" height="166" align="right"  hspace="3" vspace="3" title="Rechte: screentoaster.com"  />Neue Software zu Weihnachten bekommen? Dann wird's spannend, denn nur die wenigsten Hersteller legen ihrer Software heute noch ein Handbuch bei. Handbücher sind out, total out. Bestenfalls eine achtseitige Broschüre "How to start" liegt bei, die ersten Schritte mit der neuen Software.</p>

<p>Warum? Klar: Softwarehersteller wollen Kosten sparen. Dicke Handbücher sind teuer, sie müssen nicht nur geschrieben und redigiert werden, sondern natürlich auch gelayoutet und gedruckt. Manche Hersteller legen ihrer Software die Handbücher immerhin als PDF bei, dann kann man sie am eigenen PC lesen oder bei Bedarf auch ausdrucken (und selbst die Kosten übernehmen). Viele verzichten heute aber gänzlich auf Handbücher. Nach dem Motto: Finden Sie doch selbst raus, wie alles funktioniert.</p>

<p>Aber man muss auch nicht unbedingt lesen. Es gibt mittlerweile gut gemachte Videotrainings im Netz, so genannte "Screencasts". Das sind abgedrehte Bildschirmbilder, oft mit erklärenden Kommentaren versehen. Eine hervorragende Seite ist zum Beispiel <a href="http://www.learn2use.de">learn2use.de</a>. Hier gibt es Hunderte von Erklärungsvideos zu Standard-Software. </p>

<p>Wer wissen will, wie man einen Serienbrief mit Word gestaltetet (und ausdruckt), ein Foto tricktechnisch nachbearbeitet oder mit Excel komplizierte Kalkulationen durchführt, kann es sich hier erklären lassen - kostenlos. Denn learn2use ist eine Community, hier erklären Usern anderen Usern wie's geht. Technisch nicht immer perfekt, aber doch oft erstaunlich gut. Reinschauen lohnt sich.</p>

<p>Auch auf Youtube gibt es ungezählte Erklärvideos, einfach mal den Suchbegriff "Screencast" eingeben, kombiniert mit dem Titel der jeweiligen Software. </p>

<p>Gut gemacht ist auch der Onlinedienst <a href="http://www.screentoaster.com">Screentoaster</a>. Auch hier: Unzählige richtig gut gemachter Erklärfilme, allerdings sind die meisten in englischer Sprache. Entscheidender Vorteil bei Screentoaster: Hier gibt es auch gleich die nötige Software, um solche Erklärfilme herzustellen. Wer sich bei Screentoaster anmeldet, kann ohne eine Software kaufen oder aufwändig installieren zu müssen, den Bildschirminhalt aufnehmen und als Video speichern. Ideal, wenn man jemand anderem etwas erklären möchte.</p>

<p>Vieles lässt sich in Videos viel besser erklären - und verstehen! -, als in einem Handbuch. Deswegen ist es eigentlich gar nicht so schlimm, wenn es immer seltener Handbücher gibt. </p>

<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_091226.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>]]>

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<title>Jetzt kommen die Tablet-PCs</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2009/12/jetzt_kommen_di.html" />
<modified>2009-12-21T15:08:00Z</modified>
<issued>2009-12-21T12:01:32Z</issued>
<id>tag:wdrblog.de,2009:/joergschieb//32.8263</id>
<created>2009-12-21T12:01:32Z</created>
<summary type="text/plain">Die erste und zweite Generation der sogenannten Tablet-PCs hat sich nicht wirklich durchgesetzt. Die meisten Geräte haben doch zu träge auf den Spezialstift reagiert, mit dem so ein Tablet-PC bedient wird. Abgesehen davon waren und sind Tablet-PCs recht teuer und...</summary>
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<email>joerg@schieb.de</email>
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<![CDATA[<p><img alt="Apples erster Tablet?" src="http://wdrblog.de/joergschieb/tablet.jpg" width="210" height="157" align="right"  hspace="3" vspace="3" title="Rechte: Youtube"  />Die erste und zweite Generation der sogenannten Tablet-PCs hat sich nicht wirklich durchgesetzt. Die meisten Geräte haben doch zu träge auf den Spezialstift reagiert, mit dem so ein Tablet-PC bedient wird. Abgesehen davon waren und sind Tablet-PCs recht teuer und lagen auch nicht gerade leicht in der Hand. Noch nicht wirklich praxistauglich, also nicht überzeugend genug, um vom Notebook auf den Tablet-PC zu wechseln.</p>

<p>Doch 2010 könnte das Jahr der Tablet-PCs werden. Viele Hersteller haben Geräte in Vorbereitung, fast fertig oder sogar schon fertig. Mit besonders viel Neugierde schaut man nach Cupertino, denn da scheinen Apples Ingenieure an einer Art iTablet zu basteln, als Macbook Touch bezeichnet. Im Grunde ein iPhone oder iPod Touch in Groß: Mit riesigem, berührungsempindlichem Display. </p>

<p>Wenn das Display ähnlich akkurat arbeitet wie das im iPhone und dann auch noch ein gestochen scharfes Bild liefert, ist der Erfolg praktisch garantiert. Vor allem, weil Apple wohl besser als jeder andere Hersteller in der Lage ist, intuitiv bedienbare Oberflächen zu gestalten. Auf Youtube ist jetzt ein <a href="http://www.youtube.com/watch?v=iVzmHsl2FoY">Video</a> aufgetaucht, in dem angeblich ein Prototyp dieses iTablet zu sehen ist. Von der Bedienung her sieht alles nach einem großen iPhone aus und daher glaubwürdig. Manche vermuten aber auch eine Fälschung dahinter ... Heute ist Erstaunliches möglich, wirklich schwer zu sagen, ob man getäuscht werden soll oder nicht.</p>

<p>Gerüchten zufolge könnte der iTablet schon im März auf den Markt kommen. Ob es stimmt oder nicht, wird sich zeigen, denn wie immer hält sich Apple bedeckt.</p>

<p>Dass Apple aber an einem Tablet arbeitet, darf als sicher gelten. Nach dem großen Erfolg des Amazon Kindle (zum Lesen von eBooks und Dokumenten), dem Sony Reader und den Meldungen verschiedener Hersteller, darunter Microsoft, an einer neuen Tablet-PC-Generation zu arbeiten, wäre es schon sehr verwunderlich, wenn Apple seine ungeheure Erfahrung im Bereich der Touchdisplay-Bedienung nicht schlau einsetzen würde. </p>

<p>Denkbar wäre dann auch ein erweiterter AppStore: Mit Anwendungen, die nicht auf dem iPhone, sondern auf einem iTablet laufen. Größeres Display, mehr Möglichkeiten.</p>

<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_091221.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>]]>

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<title>Mehr Abwechslung beim Surfen</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2009/12/mehr_abwechslun.html" />
<modified>2009-12-17T13:03:40Z</modified>
<issued>2009-12-17T11:20:00Z</issued>
<id>tag:wdrblog.de,2009:/joergschieb//32.8257</id>
<created>2009-12-17T11:20:00Z</created>
<summary type="text/plain">Auch wenn sich der Internet Explorer in letzter Zeit wieder etwas mehr Respekt verschafft hat als in den Jahren zuvor: Vielen ist der Microsoft Browser nach wie vor ein Dorn im Auge. Vor allem stört die User die Tatsache, dass...</summary>
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<email>joerg@schieb.de</email>
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<![CDATA[<p><img alt="Freie Auswahl: Welcher Browser soll es denn sein?" src="http://wdrblog.de/joergschieb/assets_c/2009/12/16708317-thumb-210x137-37.jpg" width="210" height="137" align="right" hspace="3" vspace="3" title=" Computermonitore; Rechte: dpa"  />Auch wenn sich der Internet Explorer in letzter Zeit wieder etwas mehr Respekt verschafft hat als in den Jahren zuvor: Vielen ist der Microsoft Browser nach wie vor ein Dorn im Auge. </p>

<p>Vor allem stört die User die Tatsache, dass jeder, der Windows kauft oder benutzt, den Internet Explorer quasi wie selbstverständlich vorgesetzt bekommt</p>

<p>Weil Menschen im allgemeinen und Computerbenutzer im besonderen aber eher bequem sind, belassen es viele dabei - und surfen eben mit dem IE. Wenn er doch nun schon mal da ist.</p>

<p>Trotzdem ist es Firefox gelungen, in Deutschland beachtliche Marktanteile zu ergattern. In der neuesten <a href="http://www.w3b.org/technik/firefox-setzt-langjahriger-internet-explorer-dominanz-ein-ende.html">W3B-Umfrage</a> des Hamburger Marktforschungsunternehmens Fittkau & Maaß werden dem Firefox knapp 45 Prozent Marktanteil attestiert. Damit wäre Firefox Marktführer.</p>

<p>Dieser Trend könnte sich noch verstärken. Denn Microsoft wurde von der EU-Kommission nun gezwungen, Windows für andere Browser zu öffnen. Künftig haben Benutzer von Windows XP, Vista und Windows 7 die Wahl, sie können praktisch jeden bekannten Browser installieren, ob Internet Explorer (klar), Firefox, Safari, Chrome oder Opera (sowie einige andere). Ob mehrere Browser parallel installiert werden oder der IE durch einen anderen Browser ersetzt wird, das bleibt jedem selbst überlassen.</p>

<p>Die üppige Browserauswahl wird künftig über die Update-Funktion bereitgestellt, so dass auch bereits installierte und in Betrieb befindliche Windows-Versionen diese Auswahl anbieten. Begrüßenswert!</p>

<p>An alles wurde gedacht. Damit wirklich kein Browser benachteiligt oder bevorzugt wird, ist die Reihenfolge der angebotenen Browser zufällig. Jeder Browser steht also mal am Anfang, mal am Ende der Liste.</p>

<p>Viele PC-Benutzer werden nun zum ersten Mal überhaupt mitbekommen, dass es andere Browser gibt - und vielleicht auch mal einen ausprobieren, was sie sonst nie gemacht hätten, weil es ihnen zu lästig oder kompliziert erscheint, sich die Alternativen im Netz zu besorgen. Nicht wenige, da bin ich sicher, werden es als lästig oder unnötig empfinden. Motto: Browser ist Browser. </p>

<p>Insgesamt ist es aber auf jeden Fall zu begrüßen, dass Windows-Benutzer künftig die freie Wahl haben. Das bedeutet mehr Wettbewerb und spornt alle an, ihre Browser noch besser zu machen.</p>

<p>Allerdings sollten dieselben Regeln für alle gelten. Und das bedeutet: Auch Apple sollte in seinem Mac OS nicht nur den eigenen Safari-Browser anbieten dürfen, sondern auch die Alternativen für den Mac. Warum nicht auch im iPhone? Denn da hat Apple zweifellos eine marktbeherrschende Stellung.</p>

<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_091216.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>]]>

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<entry>
<title>Adobe Reader besonders oft gehackt</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2009/12/adobe_reader_be.html" />
<modified>2009-12-11T19:14:41Z</modified>
<issued>2009-12-11T16:13:06Z</issued>
<id>tag:wdrblog.de,2009:/joergschieb//32.8246</id>
<created>2009-12-11T16:13:06Z</created>
<summary type="text/plain">Hacker, Cracker und Datendiebe haben ein waches Auge. Sie suchen sich immer die Sicherheitslücken aus, die am meisten Ausbeute versprechen. Deshalb verwenden sie am liebsten Lecks in Betriebssystemen oder in Programmen, die möglichst viele Menschen verwenden. Jahrelang waren Windows und...</summary>
<author>
<name>jschieb</name>
<url>http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2007/09/jrg_schieb.html</url>
<email>joerg@schieb.de</email>
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<![CDATA[<p>Hacker, Cracker und Datendiebe haben ein waches Auge. Sie suchen sich immer die Sicherheitslücken aus, die am meisten Ausbeute versprechen. Deshalb verwenden sie am liebsten Lecks in Betriebssystemen oder in Programmen, die möglichst viele Menschen verwenden. </p>

<p>Jahrelang waren Windows und Internet Explorer die meist-gehackten Programme.</p>

<p>Vorbei. Im vergangenen Jahr wurde der Adobe Reader besonders oft gehackt. Eine Anwendung, die fast jeder PC-Benutzer auf seinem Computer hat, um PDFs anschauen und ausdrucken zu können. Das Programm ist gratis, PDFs sind heute wichtig - deswegen benutzt es fast jeder.</p>

<p>Wie das amerikanische Wirtschaftsmagazin <a href="http://www.forbes.com/2009/12/10/adobe-hackers-microsoft-technology-cio-network-software.html">Forbes jetzt berichtet</a>, haben auf IT-Sicherheit spezialisierte Experten im vergangenen Jahr sage und schreibe 45 sicherheitsrelevante Fehler im Adobe Reader entdeckt - die von Hackern ausgenutzt wurden oder hätten ausgenutzt werden können. Das sind 31 Lücken mehr als im Jahr zuvor.</p>

<p>Bedenklich.</p>

<p>Hacker scheinen sich nun verstärkt auf Sicherheitslecks in Anwendungen zu stürzen. Denn diese Sicherheislecks werden in der Regel nicht so schnell gestopft: Während mittlerweile viele Anwender verstanden haben, dass sie ihr Betriebssystem regelmäßig auf den neuesten Stand bringen müssen (oder es gleich automatisch vom Betriebssystem selbst erledigen lassen), sind sie bei den Anwendungen nachlässig und kümmern sich nie oder selten um Updates.</p>

<p>Da kommen womöglich unbequeme Zeiten auf die Anbieter von Anwendungs-Software zu: Sie müssen künftig schneller auf entdeckte Fehler und Lecks reagieren - und die Anwender auch, sie müssen dafür sorgen, dass gestopfte Sicherheitslecks auch auf ihren Rechnern gestopft werden. Indem sie Updates einspielen!</p>

<p><br />
<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_091211.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p></p>]]>

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<title>Klima-Konferenz zum Mitmachen</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2009/12/klima-konferenz.html" />
<modified>2009-12-09T15:43:49Z</modified>
<issued>2009-12-07T18:30:39Z</issued>
<id>tag:wdrblog.de,2009:/joergschieb//32.8236</id>
<created>2009-12-07T18:30:39Z</created>
<summary type="text/plain">Die Entscheider der Welt treffen sich in Kopenhagen, um über die Folgen des Klimawandels zu debattieren - und natürlich auch, um erforderliche Gegenmaßnahmen zu diskutieren. Erstmals können wir alle bei einer solchen Konferenz mehr oder weniger live dabei sein. Übers...</summary>
<author>
<name>jschieb</name>
<url>http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2007/09/jrg_schieb.html</url>
<email>joerg@schieb.de</email>
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<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="de" xml:base="http://wdrblog.de/joergschieb/">
<![CDATA[<p><img alt="Vorschaubild für cop15.jpg" src="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/assets_c/2009/12/cop15-thumb-210x156-1.jpg" width="210" height="156" class="mt-image-right c1" title="Rechte: dpa" hspace="3" vspace="3" align="right" />Die Entscheider der Welt treffen sich in Kopenhagen, um über die Folgen des Klimawandels zu debattieren - und natürlich auch, um erforderliche Gegenmaßnahmen zu diskutieren.</p>
<p>Erstmals können wir alle bei einer solchen Konferenz mehr oder weniger live dabei sein. Übers Internet. Wir können sogar unsere Meinung sagen: in 150 Zeichen langen Kurznachrichten - oder, indem wir Videobotschaften schicken oder offizielle Beiträge der Konferenz auf Youtube kommentieren. Das ganze Programm des Web 2.0 wird also geboten.</p>
<p>Das dänische Außenministerium nennt das Ganze "Bürgerdialog". In der Tat: Die Betreiber haben nicht nur eine <a href="http://www.cop15.dk/">Webseite zur Konferenz</a> eingerichtet, sondern auch spezielle Seiten bei <a href="http://www.twitter.com/cop15">Twitter</a> und <a href="http://www.facebook.com/cop15">Facebook</a>. Hier kann sich die Internetwelt informieren und diskutieren. Angeblich wollen die Deligierten sogar während der Konferenz Antworten auf Grußbotschaften aus der Internet Community zurück senden.</p>
<p>Eine sympathische Idee. Man will die Öffentlichkeit nicht nur informieren, sondern sie - très modern! - auch einbeziehen und so dokumentieren, dass der Klimawandel ein globales Problem und Thema ist.</p>
<p>Gut gemeint von den Betreibern, aber vermutlich wirkungslos. Denn die meisten Politiker bestaunen das Internet doch immer noch eher als merkwürdiges Phänomen, das nicht besonders ernst genommen werden muss - außer als Bedrohung, versteht sich. Ob sich die Entscheiderelite ernsthaft mit den Fragen, Sorgen, Anregungen und Forderungen der Webgemeinde beschäftigt?</p>
<p>Vermutlich nicht.</p>
<p>Vielleicht aber auch doch. Denn eine große Stärke des Internet ist seine Unberechenbarkeit. Hier lassen sich schnell Massen mobilisieren, überall auf der Welt. Und die kann man dann doch irgendwann nicht mehr ignorieren, auch wenn vermutlich der einzelne Kommentar, die einzelne Videobotschaft, untergeht.</p>
<p>So gesehen ist es auf jeden Fall zu begrüßen, was die Veranstalter in Kopenhagen auf die Beine gestellt haben. Allerdings: Englisch muss man schon können, denn allzu viele Sprachen werden auf den Konferenzseiten nicht gesprochen. Noch nicht.</p>
<p><a href="http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_091207.mp3" title="Link öffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>

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<title>Panic Attack: Bewerbungsvideo bei Youtube</title>
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<modified>2009-12-05T15:46:07Z</modified>
<issued>2009-12-05T14:49:59Z</issued>
<id>tag:wdrblog.de,2009:/joergschieb//32.8231</id>
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<summary type="text/plain">Man muss sich wahrlich keine Casting-Shows im Fernsehen anschauen, um zu erkennen: Es gibt eine Menge Menschen mit Talent. Das Web ist voll davon. Die einen machen klasse Musik, die anderen können exzellent fotografieren, wieder andere beeindruckende Filme machen. Ein...</summary>
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<email>joerg@schieb.de</email>
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<![CDATA[<p><img alt="Filmausschnitt Panic Attack" src="http://wdrblog.de/joergschieb/panic%20attack-thumb.jpg" width="210" height="125" align="right" hspace="3" vspace="3" title="Rechte: Panic Attack/Youtube" />Man muss sich wahrlich keine Casting-Shows im Fernsehen anschauen, um zu erkennen: Es gibt eine Menge Menschen mit Talent. Das Web ist voll davon. Die einen machen klasse Musik, die anderen können exzellent fotografieren, wieder andere beeindruckende Filme machen.</p>

<p>Ein Filmemacher aus Uruguay hat einen rund <a href="http://www.youtube.com/watch?v=-dadPWhEhVk">5-minütigen Kurzfilm</a> geschaffen, "Panic Attack" heißt er, im Original: "Ataque de Panico!" </p>

<p>Eine Art Weltuntergangsfilmchen, der voll ist von Spezialeffekten und aussieht, als wäre er dem jüngsten Roland Emmerich Katastropfenfilm entnommen (na, eigentlich sieht dieser Film von <a href="http://www.imdb.de/name/nm1793079/">Federico Almarez</a> sogar besser aus). Da erscheinen plötzlich böse Roboterwesen und zerstören mit viel Getöse eine komplette Stadt, legen sie in Schutt und Asche. Sicher kein geniales Drehbuch (deswegen der Vergleich mit Emmerich), aber gute Bilder (ich sag ja: Emmerich).</p>

<p>Allerdings soll der fünfminütige Film auf Youtube nur 500 Dollar in der Produktion gekostet haben. 500 Dollar - so viel gibt ein Filmstudio bei einem Blockbuster ansonsten vermutlich schon für den Frischobst-Teller auf dem Set aus - pro Tag! </p>

<p>Aber die Mühe hat sich offensichtlich gelohnt. Hollywood ist auf den Filmemacher und Special-Effects-Spezialisten aufmerksam geworden und hat ihm laut Medienberichten wohl die Regie über einen Science-fiction-Film <a href="http://twitchfilm.net/news/2009/11/is-federico-alvarez-panic-attack-headed-tot-he-big-screen-sam-raimi-knows.php">angeboten</a>, der ein Budget von 30 bis 40 Millionen Dollar haben soll. </p>

<p>Was zwei Dinge beweist: a) Auf Youtube gibt es nicht nur Schrott und süße Kätzchenfilme zu sehen. Und b): Das Internet ist in der Tat eine gute Plattform, um auf sich aufmerksam zu machen.</p>

<p>PS: Die Sache mit den 500 Dollar glaube ich trotzdem nicht. Allein die Software, die nötig ist, um derartige Spezialeffekte herzustellen, kostet ein Mehrfaches. Und selbst wenn Federico Almarez diese Software bereits besitzt und alles selbst gemacht hat, so dürften die Kosten für Statisten oder Material deutlich höher liegen. Aber egal - ich will die Legende nicht zerstören, denn zum einen ist der Kurzfilm auch dann noch beeindruckend, wenn er 5.000 Dollar gekostet hat und zum anderen ist es in der Medienwelt ja üblich, Legenden zu schaffen. </p>

<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_091205.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>]]>

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<title>Google mit eigenem Wörterbuch</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2009/12/worterbuch_mit.html" />
<modified>2009-12-04T14:36:57Z</modified>
<issued>2009-12-04T13:19:25Z</issued>
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<summary type="text/plain">Kaum ein Tag vergeht, an dem Google nicht irgend einen neuen Service vorstellt. Allzu oft muss man sagen: Gute Idee, gab&apos;s so noch nicht... Manchmal macht aber auch Google nur das, was andere schon längst auf die Beine gestellt haben...</summary>
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<![CDATA[<p><img alt="Puppe mit Wörterbuch" src="http://wdrblog.de/joergschieb/dict-thumb.jpg" width="210" height="164" align="right" hspace="3" vspace="3" title="Rechte: dpa" />Kaum ein Tag vergeht, an dem Google nicht irgend einen neuen Service vorstellt. Allzu oft muss man sagen: Gute Idee, gab's so noch nicht... Manchmal macht aber auch Google nur das, was andere schon längst auf die Beine gestellt haben - und dann nicht mal unbedingt besser.</p>

<p>Aktuelles Beispiel: Das neue <a href="http://www.google.com/dictionary">Google-Wörterbuch</a>. Hier kann man Übersetzungen nachschlagen, also zum Beispiel, was "Lattenzaun" auf Englisch heißt ("paling") - oder "Taschenrechner" ("pocket calculator"). </p>

<p>Pratktisch, dass einem viele der Begriffe auch vorgelesen werden, aber keineswegs alle.</p>

<p>Vermutlich haben die Googleianer das Tool ("Werkzeug") aber vor allem für sich selbst enwickelt. Schließlich ist Google mittlerweile überall auf der Welt vertreten - und nicht überall wird fließend Englisch gesprochen, was IT-Manager schon mal gerne vergessen. Jetzt können sie sich also Wörter wie "Datenschutz" übersetzen lassen ("privacy"). Aber schon beim schönen deutschen Wort "Datenschutzbeauftragter" muss Google Dictionary passen - oder will passen, wer weiß das schon so genau...</p>

<p>Sage und Schreibe 26 Sprachen spricht das Dictionary - aber eben immer nur in die Richtung Englisch. Eine Übersetzung von Deutsch ins Französische ist (zumindest hier) nicht möglich. Kommt aber vielleicht noch.</p>

<p>Bestens bewährte Wörterbücher wie <a href="http://dict.leo.org/">leo.org</a> oder <a href="http://www.pons.eu/">Pons</a> müssen sich hinter dem neuen Wörterbuch von Google aber ganz sicher nicht verstecken - im Gegenteil. Ich finde sie im Funktionsumfang und auch in punkto Bedienung nach wie vor überlegen. Aber das muss natürlich jeder selbst beurteilen.</p>

<p><br />
<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_091204.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p></p>]]>

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<title>Der merkwürdige Reiz, Farmer zu werden</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2009/11/der_merkwurdige.html" />
<modified>2009-11-29T10:18:52Z</modified>
<issued>2009-11-29T10:16:49Z</issued>
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<summary type="text/plain">Alle reden derzeit von der Schweinegrippe - dabei ist im Augenblick ein ganz anderer Virus im Umlauf, der reihenweise gesunde Menschen niederstreckt und sie merkwürdige Dinge zu ihren Freunden und Kollegen sagen lässt. Sätze wie: &quot;Willst Du nicht mal meine...</summary>
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<![CDATA[<p><img alt="Spielszene Farmville" src="http://wdrblog.de/joergschieb/farmville-thumb.jpg" width="210" height="145" align="right" hspace="3" vspace="3" title="Rechte: dpa" />Alle reden derzeit von der Schweinegrippe - dabei ist im Augenblick ein ganz anderer Virus im Umlauf, der reihenweise gesunde Menschen niederstreckt und sie merkwürdige Dinge zu ihren Freunden und Kollegen sagen lässt. Sätze wie: "Willst Du nicht mal meine Felder düngen?" Oder: "Du könntest auch mal wieder auf Deiner Farm aufräumen!" </p>

<p>Wenn Sie Menschen solche Sätze sagen hören, können Sie sicher sein: Ihr Gegenüber ist mit dem Farmville-Virus infiziert - und zwar ganz akut.</p>

<p>Für alle, die Farmville nicht kennen: Das ist das mit Abstand populärste Onlinespiel auf Facebook, das sich derzeit epidemisch ausbreitet. Rund 68 Millionen Facebook-Benutzer sollen bereits virtuelle Farmer geworden sein und das Spiel regelmäßig spielen.</p>

<p>Und darum geht's: Wer sich bei Farmville anmeldet (kostenlos), bekommt ein kleines Stück Land und soll hier die ersten Felder bestellen. Erdbeeren, Kartoffeln, Weizen, Baumwolle, so etwas lässt sich hier anbauen. Das ist so einfach, das klappt auch ohne Handbuch. Ein virtuelles Männchen flitzt über den Bildschirm und erledigt die Arbeiten. Später kann man auch Schuppen bauen, irgendwann sogar richtige Häuser, man kann mit dem Traktor die Felder bestellen und aus immer mehr Pflanzen auswählen. Ein typisches Aufbauspiel - es geht immer irgendwie weiter.</p>

<p>Doch eins ist bei Farmville dann doch anders: Weil Facebook nunmal ein soziales Netzwerk ist und Farmville in Facebook läuft, muss auch das Spiel irgendwie soziale Aspekte haben. Jeder kann jeden einladen, zum Nachbarn zu werden. Und Nachbarn ist man behilflich: Da klickt man mal aufs Nachbarfeld vorbei, düngt die Felder des Freundes, verscheucht umher streunende Füchse oder jagt Maulwürfe. Für solche Hilfsdienste gibt es Extrapunkte. Außerdem kann jeder im Facebook-Profil über die heldenhaften Taten lesen.</p>

<p>In Kollegenkreisen ist Farmville derzeit ein Dauerbrenner. Der absolute Renner und häufigstes Thema am Mittagstisch. Alle reden darüber, amüsieren sich über den Erfolg oder Misserfolg der Freunde oder Kollegen in ihrer Eigenschaft als virtueller Farmer. </p>

<p>Vor allem Frauen spielen gerne Farmville. Vielleicht deswegen: Wie ein Freund, wie ein Kollege seine Farm organisiert, das sagt eine Menge über ihn oder sie aus: Werden alle Tiere ordentlich in Reih' und Glied aufgestellt - oder dürfen die Tiere wild umherlaufen? Gibt es eine Monokultur auf den Feldern - oder Vielfalt? Stehen Bäume und Sträucher derselben Gattung streng nebeneinander oder herrscht eher Chaos? Wird rechtzeitig geernet, oder verdorrt das Obst und Gemüse schon mal am Baum?</p>

<p>Ein Fest für Soziologen und Psychologen! Und alle, die es eigentlich werden wollten...</p>

<p>Obwohl das Spiel kostenlos ist, verdient der Hersteller Zynga daran. Denn wie bei "Free-to-Play"-Spielen üblich, ist das Spiel gratis. Aber wer das ein oder andere Extra haben möchte, etwa verspielte Accessoires für den Farmer-Vorgarten, der kann sich diesen Wunsch im Spiel nur mit virtueller Währung erfüllen (Farmville Dollar) - und muss dafür letztlich in harter Währung zahlen. Das machen zwar nur drei bis fünf Prozent aller Spieler, aber das reicht völlig.</p>

<p>Weil solche Spiele in der Regel reine Modeerscheinungen sind und spätestens nach einem Jahr wieder von der Bildfläche verschwinden, muss sich der Hersteller auch beeilen - und genug Geld verdienen, um "The next big thing" aus der Taufe zu heben. Die nächste große Idee. </p>

<p>So, ich muss jetzt aber auf meiner Farm ein paar Äpfel pflücken - sonst fallen die am Ende noch verfault vom Baum. </p>

<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_091128.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>]]>

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<title>Murdoch und Microsoft vermarkten gemeinsam News</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2009/11/murdoch_und_mic.html" />
<modified>2009-11-23T12:09:52Z</modified>
<issued>2009-11-23T10:22:08Z</issued>
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<created>2009-11-23T10:22:08Z</created>
<summary type="text/plain">Wenn Rupert Murdoch sich was vornimmt, dann zieht er das auch durch - jedenfalls erst einmal. Und weil Rupert Murdoch nun mal einer der mächtigsten Medienmensch der Welt ist - dem Australier gehören unzählige, teilweise auch sehr namhafte Zeitungen in...</summary>
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<![CDATA[<p><img alt="Rupoert Murdoch" src="http://wdrblog.de/joergschieb/15284463-thumb.jpg" width="210" height="140" align="right" hspace="3" vspace="3" title="Rechte: dpa" />Wenn Rupert Murdoch sich was vornimmt, dann zieht er das auch durch - jedenfalls erst einmal. Und weil Rupert Murdoch nun mal einer der mächtigsten Medienmensch der Welt ist - dem Australier gehören unzählige, teilweise auch sehr namhafte Zeitungen in aller Welt -, schaut ihm nahezu die gesamte Medienbranche dabei auf die Finger.</p>

<p>Diesmal macht er laut Spiegel Online gemeinsame Sache mit Microsoft - um gegen Google zu wettern. Der Plan: Künftig sollen Inhalte der Mediengruppe News Corp. nicht mehr in Google-Suchergebnissen auftauchen, sondern nur noch bei Bing, der Suchmaschine von Microsoft. Microsoft will sich dieses Bündnis Medienberichten zufolge etwas kosten lassen, für die Inhalte also bezahlen. Wie viel und ob direkt oder indirekt, ist bislang nicht bekannt.</p>

<p>Fest steht: Eigentlich alle Onlineportale sind auf der Suche nach Einnahmequellen. Schon lange ärgert sich Murdoch über den Internetriesen Google. Sein Argument: Google erfasst die Inhalte der News-Anbieter im Web, präsentiert sie in Suchergebnissen - und verdient mit Anzeigen prächtig Geld. Was zweifellos richtig ist, Google schwimmt in Geld. </p>

<p>Verschwiegen wird dabei allerdings, dass Google den Onlineseiten natürlich auch jede Menge Besucher schickt, denn Google präsentiert keineswegs die kompletten Artikel, sondern nur Titelzeile, Teaser und vereinzelte Bilder. Wer mehr lesen will, muss die Onlineseite besuchen - und genau da schickt Google die Leute hin. Wer das nicht möchte, kann Google jederzeit aussperren. Dazu reicht ein kleiner technischer Kniff. Es dauert nicht mal zwei Minuten, um Google von einer Webseite auszusperren.</p>

<p>Also wird jetzt mit spitzen Bleistift nachgerechnet, was mehr bringt: Die Nummer eins im Suchmaschinengeschäft komplett aussperren und mit der Nummer drei kooperieren, dafür aber für die bereitgestellten Inhalte bezahlt werden. Oder doch lieber mehr Traffic von Numero Uno bekommen, aber auf direkte Einnahmen verzichten. </p>

<p>Schwierige Entscheidung.</p>

<p>Aber wenn einer die Spielregeln im Online-Newsgeschäft verändern kann, dann wohl Murdoch. Gut möglich, dass nun auch Google in die Schatulle greift und für hochwertige Inhalte bezahlt. Bei Youtube ist das schließlich auch schon lange üblich.</p>

<p>Alle arbeiten derzeit an Modellen, um die hochwertigen Inhalte, die schließlich mit viel Aufwand hergestellt werden, irgendwie zu refinanzieren. Die Werbeerlöse allein reichen nicht aus. Aber vor jedem Seitenbesuch eine Bezahl-Seite zu schalten, davor scheuen viele Anbieter zurück, schließlich ist die Internetgemeinde gewohnt, Inhalte im Web kostenlos zu bekommen. und das dürfte sich auch nicht allzu schnell ändern.</p>

<p>Man darf gespannt sein, ob sich Rupert Murdoch durchsetzt - und die Kooperation mit Microsoft wirklich aufgeht.</p>

<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_091123.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>]]>

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<title>Wie Google wirklich funktioniert - ein Erklärungsversuch</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2009/11/wie_google_wirk.html" />
<modified>2009-11-21T13:46:24Z</modified>
<issued>2009-11-21T12:47:26Z</issued>
<id>tag:wdrblog.de,2009:/joergschieb//32.8158</id>
<created>2009-11-21T12:47:26Z</created>
<summary type="text/plain">Nicht jeder zerbricht sich den Kopf darüber, wie Suchmaschinen eigentlich zu ihren Ergebnissen kommen - vor allem so schnell. Hauptsache, die Fundstellen sind einigermaßen brauchbar. Dennoch kann es ganz erhellend sein, mal zu erfahren, wie Google, Yahoo und Co. eigentlich...</summary>
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<email>joerg@schieb.de</email>
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<![CDATA[<p><img alt="Suchmaschine von innen" src="http://wdrblog.de/joergschieb/insidesearch-thumb.jpg" width="210" height="166" align="right" hspace="3" vspace="3" title="Rechte: insideyoursearch.com" />Nicht jeder zerbricht sich den Kopf darüber, wie Suchmaschinen eigentlich zu ihren Ergebnissen kommen - vor allem so schnell. Hauptsache, die Fundstellen sind einigermaßen brauchbar. </p>

<p>Dennoch kann es ganz erhellend sein, mal zu erfahren, wie Google, Yahoo und Co. eigentlich funktionieren, wie sie arbeiten. Ausgerechnet ein britischer Cerealienhersteller hat nun ein Angebot ins Netz gestellt, das einen mal "hinter den Vorhang" von Google schauen lässt.</p>

<p>Wer die Webseite <a href="http://www.insideyoursearch.com/">insideyoursearch.com</a> ansteuert, bekommt die Suchmaske von Google zu sehen - allerdings spiegelverkehrt, weil wir sozusagen von drinnen nach draußen schauen, dabei zusehen, wie eigentlich die Suchtreffer ermittelt werden.</p>

<p>Und siehe da: Kaum hat man einen Suchbegriff eingetippt, macht sich eine konservativ gekleidete Bibliothekarin auf die Suche, forscht in Büchern und Karteikästen nach passenden Antworten und notiert diese im Blitztempo für den wartenden Internetbenutzer auf der anderen Seite der Mattscheibe.</p>

<p>Witzig gemacht - und auch ein echter Hingucker. </p>

<p>Am Ende gibt es nur einen dezenten Hinweis, dass eben ein bestimmter Frühstückskeks die Dame mit der nötigen Energie versorgt, das alles so schnell zu bewerkstelligen. Virales Marketing as its best. </p>

<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_091121.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>]]>

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<title>Wolkige Versprechungen: Cloud Computing</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2009/11/wolkige_verspre.html" />
<modified>2009-11-19T11:20:04Z</modified>
<issued>2009-11-19T08:47:43Z</issued>
<id>tag:wdrblog.de,2009:/joergschieb//32.8152</id>
<created>2009-11-19T08:47:43Z</created>
<summary type="text/plain">Derzeit gibt es in der IT-Industrie wolkige Zukunftspläne. Ob Google, Microsoft, Amazon oder Apple: Alle reden vom so genannten &quot;Cloud Computing&quot;, der zunehmenden Vernetzung von Computer, Handy und Fernseher via Internet. Experten erwarten in diesem Bereich enorme Wachstumsraten. Der gemeine...</summary>
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<email>joerg@schieb.de</email>
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<![CDATA[<p><img alt="Wolken" src="http://wdrblog.de/joergschieb/clouds-thumb.jpg" width="210" height="173" align="right" hspace="3" vspace="3" title="Rechte: dpa" />Derzeit gibt es in der IT-Industrie wolkige Zukunftspläne. Ob Google, Microsoft, Amazon oder Apple: Alle reden vom so genannten "Cloud Computing", der zunehmenden Vernetzung von Computer, Handy und Fernseher via Internet. </p>

<p>Experten erwarten in diesem Bereich enorme Wachstumsraten. Der gemeine Computerbenutzer hingegen denkt, das alles habe mit ihm gar nichts zu tun. </p>

<p>Hat es aber.</p>

<p>Denn Cloud Computing ist nicht nur ein erkennbarer Trend, sondern teilweise längst Gegenwart. Spätestens, seitdem auch Microsoft auf Cloud Computing setzt wie jetzt mit Windows Azure, ist potenziell jeder betroffen. Jeder sozusagen ein Tropfen in der Wolke.</p>

<p>Die Idee hinter Cloud Computing ist einfach: Programme und Daten werden nicht mehr länger auf dem eigenen Computer gespeichert, sondern auf Servern irgendwo im Netz. Klarer Vorteil: Einmal im Web hinterlegt, kann man bequem von überall darauf zugreifen: Vom Computer zu Hause oder am Arbeitsplatz zum Beispiel, mit dem Smartphone oder auch immer öfter vom Fernseher aus. Einzige Bedingung: Internetzugang.</p>

<p>So etwas kann durchaus praktisch sein. Denn wer wichtige Dokumente und Fotos in der Cloud speichert - also im Internet - muss sich in der Tat keine Gedanken mehr darüber machen, wo er diese wichtigen Dokumente hinterlegt hat. Sie sind immer da und griffbereit. Backups werden auch noch gemacht. Automatisch.</p>

<p>Auch Programme lassen sich auf diese Weise benutzen. Die vielen Google-Anwendungen wie Mail, Calendar oder Text und Tabellen sind zweifellos die bekanntesten Vertreter dieses Genre. Hier muss man nichts installieren, man muss nie die Software auf den neuesten Stand bringen. Einfach Browser starten - und loslegen.</p>

<p>Allerdings hat die Medaille auch eine Kehrseite. Denn wer so arbeitet, lagert Dokumente und Fotos auf Computern aus, die er selbst nicht kontrollieren kann. Stichwort: Datensicherheit. Außerdem schärft man durch die Verwendung von Onlineprogrammen sein eigenes Profil, wird immer interessanter für die Werbeindustrie. Das muss einen nicht stören, kann es aber. Jeder sollte sich also über die Vor- und Nachteile im Klaren sein.</p>

<p>Viele nutzen heute schon Cloud Computing, ohne es zu wissen. Wer seine Fotos in einem Online-Fotoalbum wie flickr oder Picasa ablegt, seine Mails mit Google Mail austauscht, Videos anschaut oder Onlineanwendungen nutzt, der ist schon längst Teil der Wolke.</p>

<p>Cloud Computing wird uns noch viele interessante Diskussionen bringen, etwa, wie viel Zeit und Geld sich dadurch sparen lässt (weniger eigene Hardware nötig, keine Pflege der Software erforderlich), aber auch, welche Sicherheitsrisiken damit verbunden sind. Den Begriff Cloud Computing sollte sich daher besser jeder gut einprägen.</p>

<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_091119.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>]]>

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<title>Googles Betriebssystem fast fertig?</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2009/11/googles_betrieb.html" />
<modified>2009-11-16T15:26:36Z</modified>
<issued>2009-11-15T10:43:27Z</issued>
<id>tag:wdrblog.de,2009:/joergschieb//32.8145</id>
<created>2009-11-15T10:43:27Z</created>
<summary type="text/plain">Google drückt derzeit mächtig auf die Tube: Der Suchdienst wird ständig erweitert, der hauseigene Browser Chrome im Blitztempo aufgepeppt und viele der zahlreichen Google-Dienste (Mail, Picasa, Docs, Calendar, Wave und viele andere) ständig um neue Funktionen ergänzt. Man könnte den...</summary>
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<name>jschieb</name>
<url>http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2007/09/jrg_schieb.html</url>
<email>joerg@schieb.de</email>
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<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="de" xml:base="http://wdrblog.de/joergschieb/">
<![CDATA[<p><img alt="Google Chrome Logo" src="http://wdrblog.de/joergschieb/chrome-thumb.jpg" width="138" height="131" align="right" hspace="3" vspace="3" title="Rechte: Google" />Google drückt derzeit mächtig auf die Tube: Der Suchdienst wird ständig erweitert, der hauseigene Browser Chrome im Blitztempo aufgepeppt und viele der zahlreichen Google-Dienste (Mail, Picasa, Docs, Calendar, Wave und viele andere) ständig um neue Funktionen ergänzt. Man könnte den Eindruck bekommen, Googles Entwickler schliefen niemals.</p>

<p>Und nun das: Wie der in der Regel gut unterrichtete Onlinedienst <a href="http://www.techcrunch.com/2009/11/13/google-chrome-os-to-launch-within-a-week/">techcrunch mitteilt</a>, soll in der kommenden Woche für die meisten völlig überraschend Googles Betriebssystem Chrome OS fertig werden - und auf den Markt kommen. </p>

<p>Damit hatte wirklich kaum jemand gerechnet. Aber offensichtlich hat es Google wohl geschafft, sein Betriebssystem klammheimlich fertigzustellen - jedenfalls ohne großes Mediengetöse.</p>

<p>Chrome OS basiert auf den gleichnamigen Browser und ist sehr spärlich ausgestattet, dafür aber kostenlos zu haben (wie Linux). Anders als andere Betriebssysteme setzt Chrome OS voll und ganz aufs Internet. Wer Google kennt, den wundert das nicht: Auf Anwendungen jeder Art auf dem Computer selbst wird konsequent verzichtet, schließlich lässt sich heute alles direkt im Web erledigen, egal ob man Mails austauschen, Fotos bearbeiten, Texte schreiben, Zahlenkolonnen verarbeiten, Termine verwalten oder Blogs schreiben will. </p>

<p>Denn für alles hat Google entsprechende Onlinedienste im Angebot: Google Documents statt Microsoft Word oder Excel, Picasa statt iPhoto, Gmail statt Outlook und Google Calendar statt iCal. So will Google die Benutzer noch enger an seine Onlinedienste binden.</p>

<p>Google wird mit seinem Betriebssystem sicher nicht gleich Windows und Mac OS X verdrängen - aber durchaus bedrängen. Als erstes werden wohl kostengünstige Netbooks, die es schon ab 300 Euro zu kaufen gibt und derzeit sehr beliebt sind, mit Google Chrome OS ausgestattet werden. Das spart Kosten und Ressourcen. </p>

<p>Allerdings mangelt es derzeit offensichtlich noch an Gerätetreibern. Bedeutet: Viele Geräte oder Hardwarebausteine (Drucker, Laufwerke, Mäuse, Bildschirme...) werden von Chrome OS noch nicht unterstützt. Auf den meisten PCs wird Chrome OS daher noch gar nicht laufen.</p>

<p>Die Hersteller müssen erst entsprechende Software schreiben, damit Google Chrome OS damit klar kommt. Allein schon deshalb ist nicht damit zu rechnen, dass Chrome OS gleich aus dem Stand die Betriebssystemwelt ins Wanken bringt. Doch viele Hardwarehersteller haben hinter vorgehaltener Hand ihre Unterstützung zugesagt: Sie wollen Gerätetreiber entwickeln. </p>

<p>Ein kleines Beben wird es aber schon geben, sollte Chrome OS tatsächlich diese Woche zum Download bereit stehen. Zusätzliche Konkurrenz für Windows, Mac OS X und Linux - das kann nur gut sein. Vielfalt ist immer gut. Auswahl sowieso.</p>

<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_091114.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>]]>

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<title>Wurmkur für das iPhone</title>
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<modified>2009-11-11T08:26:10Z</modified>
<issued>2009-11-10T15:43:25Z</issued>
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<summary type="text/plain">Fast alle schwärmen vom iPhone - und viele haben es tatsächlich in der Tasche (ich auch). Da wundert es fast schon ein bisschen, dass bislang noch kein ernsthafter Virus oder Wurm aufgetaucht ist, denn genügend &quot;Nährboden&quot; gäbe es für ein...</summary>
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<![CDATA[<p><img alt="iPhone 3gs" src="http://wdrblog.de/joergschieb/iphone_3gs-thumb.jpg" width="210" height="137" title="Rechte: Apple"   align="right" hspace="3" vspace="3" />Fast alle schwärmen vom iPhone - und viele haben es tatsächlich in der Tasche (ich auch). </p>

<p>Da wundert es fast schon ein bisschen, dass bislang noch kein ernsthafter Virus oder Wurm aufgetaucht ist, denn genügend "Nährboden" gäbe es für ein solches Schadprogramm eigentlich. </p>

<p>Doch nun ist tatsächlich ein erster Wurm namens ikee aufgetaucht, der ausschließlich iPhones befällt. Aber kein Grund, das iPhone in Quarantäne zu schicken: Allzu großen Schaden richtet Ikee nämlich nicht an: Auf infizierten iPhones erscheint als Hintergrundbild ein Foto des Musikers Rick Astley und der Text "ikee is never going to give you up (You have been Rickrolled)". </p>

<p>Betroffen sind ausschließlich iPhones, die mit Jailbreak geknackt wurden (etwa, um den Knebelverträgen mit T-Mobile zu entgehen) und die außerdem auch noch eine SSH-Software installiert haben, mit der man sich in andere Computer oder Server einwählen kann. Haben wirklich nicht viele. Außerdem versucht der neue Wurm ausschließlich iPhones auszutricksen, die im australischen UMTS-Netz eingebucht sind. Ein relativ kleiner Adressatenkreis, also.</p>

<p>Aber: Der iPhone-Wurm ikee zeigt, dass es durchaus geht, dass auch ein iPhone Sicherheitslücken aufweist. Nun wird Apple natürlich - zu Recht! - sagen, dass nur geknackte iPhones betroffen sind. Stimmt. Aber auch andere Szenarien sind theoretisch denkbar, auch auf nicht geknackten iPhones. Zwar gelangen Anwendungen normalerweise ausschließlich über Apples AppStore ins Handy (außer bei geknackten iPhones), und dieser AppStore wird streng kontrolliert. Aber auch das schützt nicht zu 100 Prozent.</p>

<p>Man muss klar sehen: iPhone-Benutzer sind eine attraktive Zielgruppe. Es gibt sehr viele davon, und iPhonianer laden eine Menge Programme nach. Da fällt es also nicht auf, wenn auch mal ein faules Ei darunter ist. Außerdem sind auf modernen iPhones jede Menge interessanter Daten gespeichert. Lukrativ für potenzielle Hacker und Datendiebe.</p>

<p>Viren- und Wurmwellen wie in der PC-Welt sind dennoch nicht zu befürchten. Es gibt so viele unterschiedliche Handys, Modelle und Betriebssysteme, dass es jeder Wurm schwer hätte, sich rasend zu verbreiten. Hinzu kommt, dass längst nicht alle Handys ständig online sind. Bei iPhone und Android (Google-Handy) mag das anders sein, deshalb sind diese Handywelten noch am ehesten gefährdet. Aber der Rest ist mehr offline als online. Noch.</p>

<p>Kein Handybenutzer muss sich also derzeit ernsthafte Sorgen machen, Opfer eine Viren- oder Wurmattacke zu werden. Es werden sicher eher andere Gefahren auf die Mobilwelt zukommen. Anwendungen mit Trickbetrügereien zum Beispiel. Oder Schnüffelangriffe à la Phishing. So etwas halte ich für wahrscheinlicher und ist wohl nur eine Frage der Zeit.</p>

<p><a href=http://ondemand.wdr.de/ir_flash/2009/computer/joerg_schieb_blog/2009/iphone_wurm_091109_44100.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Gespräch über iPhone Wurm auf 1LIVE</strong></a><br /></p>]]>

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<title>Suchen in Echtzeit mit Leapfish</title>
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<modified>2009-11-07T17:46:37Z</modified>
<issued>2009-11-07T15:26:18Z</issued>
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<summary type="text/plain">Führende Suchmaschinen wie Google, Bing und Yahoo bemühen sich derzeit erkennbar, moderne Elemente des Web wie soziale Netzwerke stärker zu berücksichtigen. Aus gutem Grund, denn vor allem in den USA spielt längst dort die Musik. Viele User wollen heute wissen,...</summary>
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<name>jschieb</name>
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<![CDATA[<p><img alt="Inhalte vieler Dienste werden zusammengetragen" src="http://wdrblog.de/joergschieb/leapfish-thumb.jpg" width="210" height="193" title="Rechte: Leapfish" hspace="3" vspace="3" align="right" />Führende Suchmaschinen wie Google, Bing und Yahoo bemühen sich derzeit erkennbar, moderne Elemente des Web wie soziale Netzwerke stärker zu berücksichtigen. </p>

<p>Aus gutem Grund, denn vor allem in den USA spielt längst dort die Musik. Viele User wollen heute wissen, was zu einem Thema getwittert wird - oder in sozialen Netzwerken diskutiert und "gepostet", neudeutsch für aufgeschrieben.</p>

<p>Bislang bleiben diese Inhalte weitgehend verborgen. Sie erscheinen nicht in den Trefferlisten. So nach und nach binden die Suchmaschinen sie zwar auch ein, aber noch eher halbherzig. Deswegen erregt die neue Suchmaschine <a href="http://www.leapfish.com">Leapfish</a> eine gewisse Aufmerksamkeit, denn Leapfish verspricht, eine Echtzeit-Suchmaschine zu sein. Die Idee: Alles, was gerade im Web stattfindet, kann auch gefunden werden - und nicht erst nach Tagen, wie in herkömmlichen Suchmaschinen so häufig.</p>

<p>Zwar durchsucht auch Leapfish auf Wunsch das gewöhnliche Web, doch aktuelle Inhalte aus Twitter, Facebook und Videoplattformen haben Vorrang. Leapfish kommt modern und aufgeräumt daher, bietet Suchergebnisse aus den unterschiedlichsten Quellen an und ist auch sehr übersichtlich. Die User sollen mit Leapfish "das Web erleben". </p>

<p>Es stimmt schon: Wer intensiv moderne Dienste wie Twitter und Co. nutzt, hat andere Nutzungsgewohnheiten als klassische Websurfer - und sucht deshalb auch anders, will andere Fundstellen präsentiert bekommen. Da ist eine aktuelle Diskussion im eigenen Freundeskreis über ein bestimmtes Thema im Zweifel interessanter und daher wichtiger, als eine gut gemachte Webseite zum selben Thema. Das versucht Leapfish zu berücksichtigen.</p>

<p>Derzeit gibt es Leapfish nur auf Englisch; deutschsprachige Inhalte werden kaum und nicht wirklich intelligent genutzt. Aber man bekommt schon einen guten Eindruck, wie Leapfish tickt und worauf es ankommt. Ein interessanter Ansatz. Google, Yahoo, Bing und Co. kommen da ein bisschen in Bedrängnis, was die Innovationskraft betrifft. </p>

<p>Ich bin gespannt, wie sich das weiter entwickelt.</p>

<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_091107.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>]]>

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<title>Handy am Steuer? Das wird teuer!</title>
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<modified>2009-11-05T11:09:10Z</modified>
<issued>2009-11-05T08:03:57Z</issued>
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<summary type="text/plain">Ich wasche meine Hände in Unschuld: Als artiger und vor allem auf Sicherheit bedachter Bürger habe ich eine Freisprecheinrichtung im Auto. Ich greife also grundsätzlich nicht zum Handy und halte es mir ans Ohr. Das habe ich übrigens auch schon...</summary>
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<![CDATA[<p><img alt="Seniorin telefoniert mit dem Handy am Steuer" src="http://wdrblog.de/joergschieb/13110007-thumb.jpg" width="210" height="139"  title="Rechte: dpa"; hspace="3" vspace="3" align="right" />Ich wasche meine Hände in Unschuld: Als artiger und vor allem auf Sicherheit bedachter Bürger habe ich eine Freisprecheinrichtung im Auto. Ich greife also grundsätzlich nicht zum Handy und halte es mir ans Ohr. Das habe ich übrigens auch schon so gehandhabt, als es noch nicht verboten war, während des Fahrens mit dem Handy in der Hand zu telefonieren. Ich finde es einfach komfortabler.</p>

<p>Wer aber handyfonierend von der Polizei erwischt wird, muss 40 Euro Strafe zahlen - und bekommt einen Punkt auf sein Konto in Flensburg überwiesen. Recht riskant also, die Sache.</p>

<p>Was aber, wenn man nicht mit dem Handy telefoniert, sondern mit einem Funktelefon, also einem drahtlosen Telefon von zu Hause, das man auf der kurzen Fahrt zum Bäcker mitgenommen hat? </p>

<p>Ist doch logisch: Kostet auch 40 Euro, wenn man dann beim Telefonieren erwischt wird - denkt man da. Von wegen. Das Oberlandesgericht Köln hat jetzt in einer <a href="http://www.olg-koeln.nrw.de/presse/archiv/archiv_2009/031__11-04_handyverbot-mobillteil.pdf">Pressemeldung</a> ein Urteil bekanntgegeben, das das Gegenteil belegt. Ein Autofahrer hatte gegen das Bußgeld der Polizei geklagt, weil er nicht mit dem Handy, sondern mit einem drahtlosen Festnetztelefon telefoniert hatte und dabei erwischt wurde. </p>

<p>"Ein Bonner Autofahrer war etwa 3 km von seinem Haus entfernt, als in seiner Tasche das Mobilteil seines Festnetz-Telefons piepte. Er nahm es heraus, schaute es an und hielt es an sein Ohr. Normalerweise ist ab 200 m Entfernung vom Haus keine Kommunikation mit der Basisstation mehr möglich. Das Bonner Amtsgericht hielt auch das Mobilteil einer Festnetzanlage für ein Mobiltelefon im Sinne von § 23 Abs. 1 a StVO. Dieser Auslegung hat sich der 1. Strafsenat des Oberlandesgerichts Köln nicht angeschlossen. Schnurlostelefone bzw. deren "Mobilteile" bzw. "Handgeräte" könnten nach dem allgemeinen Sprachverständnis nicht als Mobiltelefone im Sinne des sogenannten Handyverbots angesehen werden."</p>

<p>Ich musste das zwei Mal lesen, um es zu glauben. Denn es ist wohl kaum zu glauben!</p>

<p>Ganz ehrlich: Bei solchen Entscheidungen muss man sich doch an den Kopf fassen (natürlich ohne Handy!): Da beschäftigt sich also ein halbes Dutzend hoch dotierter Juristen, Anwälte und Richter ernsthaft mit der Frage, ob der Gesetzgeber mit dem Wörtchen "Handy" auch ein drahtloses Festnetztelefon meinen könnte - und kommen absurderweise auch noch zu dem Schluss, dass dem nicht so ist. </p>

<p>Ein Glücksfall für den Bonner Autofahrer, der nun natürlich punktefrei ins Flensburg bleibt. Für die Gesellschaft aber ist das eine Niederlage. Denn wir müssen nicht nur die Prozesskosten für diese Farce tragen, sondern auch noch mit der Gewissheit leben, dass solche Wortklaubereien ernsthaft Gerichte beschäftigen, die dann auch noch zu absurden Ergebnissen kommen. </p>

<p>Ich glaube, ich mache einen Shop auf für Funknetzattrappen. Da kann man dann sein richtiges Handy reinstecken und bei einer Polizeikontrolle einfach behaupten, man hätte sein Funknetztelefon von zu Hause mitgenommen. </p>

<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_091105.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>]]>

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<title>Bump doch mal: Visitenkarte 2.0</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2009/11/eigentlich_soll.html" />
<modified>2009-11-01T13:52:20Z</modified>
<issued>2009-11-01T12:22:03Z</issued>
<id>tag:wdrblog.de,2009:/joergschieb//32.8122</id>
<created>2009-11-01T12:22:03Z</created>
<summary type="text/plain">Wenn das iPhone eine Stärke hat, dann ist es zweifellos die Möglichkeit, in Sekunden die verrücktesten Programme darauf zu installieren. Es gibt unzählige so genannter Apps, teilweise kostenlos, teilweise kostenpflichtig, die dem iPhone witzige oder nützliche Funktionen spendieren. Eine, die...</summary>
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<name>jschieb</name>
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<email>joerg@schieb.de</email>
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<![CDATA[<p><img alt="Zwei iPhones" src="http://wdrblog.de/joergschieb/bump-thumb.jpg" width="210" height="143" title="Rechte: Bump Technologies"; hspace="3" vspace="3" align="right" />Wenn das iPhone eine Stärke hat, dann ist es zweifellos die Möglichkeit, in Sekunden die verrücktesten Programme darauf zu installieren. Es gibt unzählige so genannter Apps, teilweise kostenlos, teilweise kostenpflichtig, die dem iPhone witzige oder nützliche Funktionen spendieren.</p>

<p>Eine, die mir besonders gut gefällt und sich auch als überraschend praktisch erweist, ist Bump. Die Software ist gratis und macht Visitenkarten überflüssig (zumindest in einer Welt, in der alle ein iPhone benutzen). Für mich jedenfalls eine tolle Sache, weil ich ständig vergesse, Visitenkarten einzustecken - und garantiert keine zur Hand habe, wenn ich eine brauche.</p>

<p>Bump funktioniert so: Wenn zwei iPhone-Besitzer ihre Kontaktdaten austauschen wollen, dann nehmen sie ihr Lieblingsspielzeug in die Hand, schütteln es einmal kurz - und die beiden iPhones nehmen per Bluetooth Kontakt miteinander auf und tauschen ihre jeweiligen Daten aus. Das geht kinderleicht und rasend schnell, wie dieses <a href="http://www.bumptechnologies.com/">Video</a> zeigt. </p>

<p>Wer auf einer Messe oder auf einer Veranstaltung ständig Visitenkarten austauscht, wird das schnell zu schätzen wissen, denn so landen die Visitenkarten nicht in der Tasche, sondern dort, wo man sie heute am schlauesten aufbewahrt. Im Kontaktordner des Handys.</p>

<p>Was mal wieder beweist: Es braucht nur geniale Ideen, einfach und alltagstauglich, um zu überzeugen. Wenn Sie mich also mal irgendwo treffen, scheuen Sie sich nicht, ihr iPhone in die Hand zu nehmen und es vor meinen Augen hin und her zu schütteln. Ich weiß dann, was zu tun ist... ;-)</p>

<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_091101.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>]]>

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