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<title>Schieb-Blog</title>
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<modified>2012-08-13T12:41:04Z</modified>
<tagline><![CDATA[J&ouml;rg Schieb &uuml;ber seine Beobachtungen im digitalen Universum]]></tagline>
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<copyright>Copyright (c) 2012, jschieb</copyright>

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<title>Das Internet wird immer schneller - aber nur langsam</title>
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<modified>2012-08-13T12:41:04Z</modified>
<issued>2012-08-12T11:56:27Z</issued>
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<summary type="text/plain">Wer schon mal versucht hat, unterwegs auf seinem Smartphone oder Tablet den Segen von UMTS, die Weiterentwicklung HSDPA und anderen Netzen auszukosten, weiß nur zu gut: Die von den Netzanbietern versprochene Bandbreite steht in Wirklichkeit nur recht selten zur Verfügung....</summary>
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<email>joerg@schieb.de</email>
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<![CDATA[<p><!-- Abnehmender Redakteur: ??--><img alt="Report: State of the Internet" src="http://wdrblog.de/joergschieb/state_internet.jpg" width="170" height="220" align="right"  title="Report: State of the Internet; Rechte: Akamai"/>Wer schon mal versucht hat, unterwegs auf seinem Smartphone oder Tablet den Segen von UMTS, die Weiterentwicklung HSDPA und anderen Netzen auszukosten, weiß nur zu gut: Die von den Netzanbietern versprochene Bandbreite steht in Wirklichkeit nur recht selten zur Verfügung. In Ballungsgebieten und Großstädten ist einfach zu viel los - da müssen sich zu viele Menschen die verfügbare Bandbreite teilen. Die Folge: Die Daten kommen deutlich langsamer an als technisch machbar wäre. Nur morgens um zwei Uhr mag das mit dem Turbo-Internet auf Smartphone oder Tablet klappen...</p>

<p>Das Netz wird gefühlt also immer langsamer - nicht nur unterwegs, sondern auch zu Hause. Das könnte aber auch an den Ansprüchen liegen: Wir alle wollen online immer mehr Multimedia nutzen, das verbraucht nun mal Bandbreite. In diesem Zusammenhang ist der neueste <a href="http://www.akamai.com/html/about/press/releases/2012/press_080912.html">State of the Internet Report</a> von Netzanbieter Akamai interessant. Demnach wird das Netz weltweit faktisch nämlich immer schneller. Obwohl wir etwas ganz anderes zu bemerken meinen.</p>

<p>Am schnellsten surfen die Menschen in Südkorea: Hier stehen 53% der Bevölkerung wenigstens 10 MBit/Sekunde zur Verfügung. Die Spitzengeschwindigkeit wurde in Hongkong gemessen: 49,3 MBit/Sekunde. Deutschland liegt abgeschlagen: Wir Deutschen surfen mit durchschnittlich 5,8 MBit/Sekunde, die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 23,4 MBit/Sekunde. Tendenz laut dieser Studie langsam steigend.</p>

<p>Akamai ist eine verlässliche Quelle, denn Akamai liefert über das Internet Audios, Videos und Multimedia-Dateien aus. Daher können die Betreiber genau sagen, wo im Durchschnitt wie viel Bandbreite zur Verfügung steht. Dazu misst das Unternehmen die Werte in 182 Ländern und wertet sie penibel aus. </p>

<p>Laut Akamai-Studie stagniert der Ausbau des Internet derzeit. In Deutschland müsste weiterhin dringend etwas passieren, denn der "Hunger" nach immer mehr Bandbreite wächst, eben weil immer mehr Menschen Videos aus dem Netz anschauen, nicht nur am PC oder auf dem Tablet, sondern auch auf dem Fernseher zu Hause. Wenn das klappen soll, muss verlässlich überall genügend Bandbreite zur Verfügung stehen. Klappt aber nicht: Gerade in ländlichen Gebieten sieht es noch immer nicht so gut aus. Highspeed-Internet? Kennt man dort nur aus den Prospekten...</p>

<p><strong>Ein wichtiger Hinweis in eigener Sache: </strong>Dies ist mein letztes Posting hier im Schieb-Blog. Aber keine Sorge: Es geht weiter - nur unter anderer Flagge... Am Montag (13.08.2012) startet ein neues WDR.de-Blog namens Digitalien. Gemeinsam mit vier weiteren Kolleginnen und Kollegen (Insa Moog, Stefan Domke, David Ohrndorf und Dennis Horn) blogge ich über aktuelle Themen aus dem Netz: Wo gibt es spannende Videos, wo tun sich interessante Trends auf, was wird woanders gebloggt, gepostet oder getwittert... In unserem 5er-Team wollen wir noch schneller noch mehr Themen aufspüren und darüber berichten. </p>

<p>Ich freue mich darauf - und wünsche viel Spaß beim Lesen!<br />
</p>]]>

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<title>Millionen legale Downloads mit Bittorent</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2012/08/internet_archive.html" />
<modified>2012-08-10T08:49:50Z</modified>
<issued>2012-08-09T21:08:30Z</issued>
<id>tag:wdrblog.de,2012:/joergschieb//32.10498</id>
<created>2012-08-09T21:08:30Z</created>
<summary type="text/plain">Über eine Million Bücher, rund 120.000 Audiodateien und nicht weniger als 10.000 Filme zum kostenlosen Download - das klingt nach einem durch und durch illegalen Angebot. Doch weit gefehlt: Das &quot;Internet Archive&quot; unter archive.org ist eine der interessantesten Quellen für...</summary>
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<![CDATA[<p><!-- Abnehmender Redakteur: ??--><img alt="Filme mit Charly Chaplin im kostenlosen Download bei archive.org" src="http://wdrblog.de/joergschieb/assets_c/2012/08/chaplin-thumb-230x170-3576.png" width="230" height="170" align="right"  title="Filme mit Charly Chaplin im kostenlosen Download bei archive.org; Rechte: archive.org"/>Über eine Million Bücher, rund 120.000 Audiodateien und nicht weniger als 10.000 Filme zum kostenlosen Download - das klingt nach einem durch und durch illegalen Angebot. Doch weit gefehlt: Das "Internet Archive" unter <a href="http://www.archive.org">archive.org</a> ist eine der interessantesten Quellen für legale Medien-Downloads im Netz. Denn alles, was die Betreiber dieser wirklich interessanten Mediathek online anbieten, kann kostenlos geladen werden - völlig legal. </p>

<p>archive.org stellt ausschließlich rechtefreie Kulturwerke zur Verfügung. Das können alte Filme sein, die nicht mehr urheberrechtlich geschützt sind, ebenso Bücher oder Audioaufnahmen. Wer nun meint, es könne sich dabei nur um langweilige Inhalte handeln, der ist schief gewickelt: Denn archive.org hat wirklich Spannendes zu bieten, etwa Filme von und mit Charly Chaplin, wirklich tolle Konzertmitschnitte sowie jede Menge Klassiker zum Schmökern.</p>

<p>Wer in der Online-Mediathek stöbern möchte, der kann die Webseite des Internet-Archivs bemühen. Seit neuestem lassen sich die oft voluminösen Mediendateien nicht nur vom Web-Server runter laden, sondern auch bequem per Bittorent. Wer den passenden Link anklickt und einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_BitTorrent-Clients">Torrent-Client</a> auf seinem Computer installiert hat, kann die gewünschte Datei aus dem Bittorent-Netzwerk laden. </p>

<p>Wer mit dem Opera-Browser surft, muss keine Software einrichten, da Opera Bittorent von Hause aus unterstützt. Alle anderen User müssen erst einen Client einrichten, also eine spezielle Software installieren. Zugegeben: Das kostet ein bisschen Mühe und vielleicht auch ein wenig Überwindung - aber es lohnt sich.</p>

<p>Denn ist erst mal ein Bittorent-Client auf dem eigenen Rechner installiert, geht das Herunterladen von Dateien im Bittorent-Netzwerk grundsätzlich erst mal kinderleicht. Niemand muss sich Gedanken darüber machen, wie das Netzwerk funktioniert - es funktioniert halt. Allerdings gibt es immer wieder auch Stolperfallen, weil Teile des Bittorent-Netzwerks ausfallen oder einfach abgeschaltet werden.</p>

<p>Großer Vorteil: Der Download ist in der Regel schneller erledigt, da die Dateien nicht von einem einzelnen Server geladen werden, sondern aus einem verteilten Netzwerk kommen. Alle im Bittorent-Netzwerk aktiven User bilden einen Verbund und helfen beim Austausch der Dateien. </p>

<p>Ich finde es einen mutigen, aber auch sinnvollen Schritt, dass das Internet Archive nun auch das Bittorent-Protokoll unterstützt. Mutig, weil viele mit dem Begriff Bittorent immer noch vor allem illegale Downloads verbinden (was falsch ist). Sinnvoll, weil dadurch die Infrastruktur von archive.org entlastet wird. Downloads werden wirklich deutlich und spürbar schneller.</p>

<p>Dass sich archive.org für Bittorent geöffnet hat, dürfte Bittorent Auftrieb verleihen: Es werden sich mehr Menschen damit beschäftigen als bisher. Die Betreiber von archive.org wollen die Technik aber nicht allein für Downloads einsetzen. Schon bald soll ein verteiltes Archivsystem entstehen - ein Archiv mit legalen Inhalten. Das könnte helfen, das durchaus negative Image von Bittorent aufzupolieren.</p>]]>

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<title>Einmal virtuell das Kennedy Space Center besuchen</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2012/08/space_center.html" />
<modified>2012-08-05T14:57:30Z</modified>
<issued>2012-08-04T15:00:00Z</issued>
<id>tag:wdrblog.de,2012:/joergschieb//32.10489</id>
<created>2012-08-04T15:00:00Z</created>
<summary type="text/plain">In Deutschland ist Google Streetview bekanntlich nicht ganz unumstritten. Viele mögen den Panoramadienst von Google nicht besonders, zumindest dann nicht, wenn deutsche Straßen und Häuserfassaden gezeigt werden. Ganz anders sieht es aus, wenn man sich im Ausland umschauen kann, etwa...</summary>
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<email>joerg@schieb.de</email>
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<![CDATA[<p><!-- Abnehmender Redakteur: ju--><img alt="Kennedy Space Center in Google Streetview" src="http://wdrblog.de/joergschieb/kennedy.jpg" width="230" height="151" align="right" title="Kennedy Space Center in Google Streetview; Rechte: Google"/>In Deutschland ist Google Streetview bekanntlich nicht ganz unumstritten. Viele mögen den Panoramadienst von Google nicht besonders, zumindest dann nicht, wenn deutsche Straßen und Häuserfassaden gezeigt werden. Ganz anders sieht es aus, wenn man sich im Ausland umschauen kann, etwa um die eigene Urlaubsreise zu planen, da riskiert man dann doch gerne mal einen Blick in Online-Panoramadienst.</p>

<p>Seit kurzem lohnt es sich einmal mehr, Google Streetview einen Besuch abzustatten. Denn jetzt lässt sich auch das <a href="http://www.nasa.gov/centers/kennedy/home/index.html">Kennedy Space Center</a> virtuell besuchen. Niedlich: Google hat das Streetview-Männchen hier extra in einen Raumanzug gesteckt. Wer es auf die Onlinekarte zieht, darf sich auf jede Menge spannende Aufnahmen freuen. </p>

<p>Google hat das gesamte Gelände fotografiert. Jetzt kann sich jeder virtuell auf dem Gelände bewegen und à la <a href="http://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=0CF4QFjAA&url=http%3A%2F%2Fmaps.google.com%2Fmaps%2Fms%3Fie%3DUTF8%26oe%3DUTF8%26msa%3D0%26msid%3D102800861047933070862.000489b927be6fa825cf5&ei=SkEcUIazNaT24QTUuYDADA&usg=AFQjCNFYIoN1Krtr2o6WtzlyBf8ezVBtAQ&sig2=oQOLI-pFmHOf33qkFeDOZQ">Streetview erkunden</a>. Man kann einen Blick in Montagehallen werfen, zwei Shuttles aus der Nähe betrachen, die Startrampe erklimmen, von der die Space Shuttles bis 2011 gestartet sind oder auch einfach mal in aller Ruhe durch die Kontrollräume flanieren.</p>

<p>Da sind wirklich beeindruckende Aufnahmen dabei. Laut Google bestehen die Ansichten des Kennedy Space Centers aus rund 6.000 Panoramen. Wer alles entdecken will, muss also Zeit mirbringen - es lohnt sich. </p>

<p>Immer wieder präsentiert Google besondere Ort in einer Streetview-Ansicht. Das Kennedy Space Center ist das bislang umfangsreichste Angebot seiner Art, verrät Produktmanager Ryan Falor in seinem <a href="http://google-latlong.blogspot.de/2012/08/celebrate-kennedy-space-centers-50th.html">Latlong-Blog</a>. Noch für ein anderes Einzelprojekt wurden mehr Aufnahmen gemacht.</p>

<p>So ein (virtueller) Besuch im Kennedy Space Center ist auf jeden Fall mal etwas für möglicherweise verregnete Sommertage - macht aber ehrlich gesagt auch bei Sonnenschein Spaß.<br />
</p>]]>

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<title>Microsoft startet outlook.com</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2012/08/ms_outlook.html" />
<modified>2012-08-01T14:26:34Z</modified>
<issued>2012-08-01T08:22:18Z</issued>
<id>tag:wdrblog.de,2012:/joergschieb//32.10484</id>
<created>2012-08-01T08:22:18Z</created>
<summary type="text/plain">Microsoft ersetzt den angestaubten und unbeliebten E-Mail-Dienst Hotmail überraschend durch ein neues Angebot namens outlook.com. Hier will Microsoft alles besser machen und mehr Nutzer davon überzeugen, sich bei Microsofts Onlinediensten wie zu Hause zu fühlen. Vor allem will Microsoft damit...</summary>
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<![CDATA[<p><!-- Abnehmender Redakteur: ju--><img alt="Benutzeroberfläche von outlook.com" src="http://wdrblog.de/joergschieb/outlook_de.jpg" width="230" height="170" align="right" hspace="3" vspace="3" title="Benutzeroberfläche von outlook.com; Rechte: Microsoft"/>Microsoft ersetzt den angestaubten und unbeliebten E-Mail-Dienst Hotmail überraschend durch ein neues Angebot namens outlook.com. Hier will Microsoft alles besser machen und mehr Nutzer davon überzeugen, sich bei Microsofts Onlinediensten wie zu Hause zu fühlen. Vor allem will Microsoft damit seinem Hauptkonkurrenten Google Konkurrenz machen, der mit Google Mail sehr erfolgreich ist. </p>

<p>Die Zeiten von Hotmail sind damit endgültig vorbei. Hotmail war einer der ersten kostenlosen E-Mail-Dienste überhaupt und wurde 1998 von Microsoft gekauft. Allerdings ist es Microsoft nicht gelungen, daraus einen schicken E-Mail-Service zu machen. Im Gegenteil: Hotmail ist immer mehr zur Spam-Schleuder verkommen. Kaum jemand wollte noch eine E-Mail-Adresse mit @hotmail.com am Ende haben.</p>

<p>Deshalb ist es eine gute Entscheidung, einen Schlussstrich zu ziehen und bei Hotmail den Stecker zu ziehen. Denn bei Hotmail fühlt sich sowieso niemand mehr zu Hause. Outlook hingegen hat einen guten Klang, ist ein angesehens und bekanntes E-Mail-Programm, das es jetzt eben auch im Web gibt. Das dürfte das Image spürbar beflügeln. Alle User, die bereits ein Konto bei hotmail.com oder live.com haben, können dieses Konto zu outlook.com umziehen. E-Mails, Einstellungen, Kontakte - wird alles auf Wunsch übernommen.</p>

<p>Die Benutzeroberfläche von outlook.com wirkt aufgeräumt - und das ist gut so. User können ihr Konto auf Wunsch mit Facebook, Twitter oder LinkedIn verknüpfen - aber auch nur, wenn sie wollen. Google+ ist ausdrücklich nicht unter den unterstützten Netzwerken dabei. Eine klare Kampfansage in Richtung Google. Auch andere Argumente gehen in diese Richtung: Microsoft durchsuche die E-Mails nicht, um passende Werbung anzuzeigen, heißt es. Bei Google Mail ist genau das der Fall. Microsoft versucht erkennbar, unzufriedene User von einem Wechsel zu outlook.com zu überzeugen.</p>

<p>Google Mail soll rund 425 Millionen Benutzer haben, während Hotmail 350 Millionen User zählt. Es ist also kein Kampf David gegen Goliath, sondern ein Wettrennen auf Augenhöhe, das Microsoft durchaus gewinnen kann. Viele Funktionen in outlook.com werden erst mit der Zeit freigeschaltet. Aber die <a href="http://windows.microsoft.com/en-us/windows/outlook/home?WT.mc_id=MSCOM_EN_US_HP_FEATUREHOME_131Z5ENUS24606">Liste der Funktionen</a> klingt durchaus interessant: Man kann Dokumente in seinem Skydrive-Ordner online speichern, Anhänge online betrachten und vieles mehr wie nahezu unbegrenzten Speicherplatz. </p>

<p>Google bekommt Konkurrenz - das ist gut.</p>]]>

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<title>Apple an Twitter interessiert</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2012/07/apple_twitter.html" />
<modified>2012-07-29T13:47:53Z</modified>
<issued>2012-07-29T07:34:56Z</issued>
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<created>2012-07-29T07:34:56Z</created>
<summary type="text/plain">Kaum ein Unternehmen hat derzeit derart prall gefüllte Kassen wie Apple: iPhone, iPad, iTunes, App-Store - verkauft sich alles fast wie von alleine und beschert dem Unternehmen satte Gewinne. Bislang werden die üppigen Erträge gebunkert. Doch jetzt denkt das Unternehmen...</summary>
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<![CDATA[<p><!-- Abnehmender Redakteur: js--><img alt="twitter_256.jpg" src="http://wdrblog.de/joergschieb/images/twitter_256.jpg" width="256" height="144" align="right"  hspace="3" vspace="3" title="Twitter-App auf einem Smartphone; Rechte: dpad"/>Kaum ein Unternehmen hat derzeit derart prall gefüllte Kassen wie Apple: iPhone, iPad, iTunes, App-Store - verkauft sich alles fast wie von alleine und beschert dem Unternehmen satte Gewinne. Bislang werden die üppigen Erträge gebunkert. Doch jetzt denkt das Unternehmen offensichtlich darüber nach, auf Einkaufstour zu gehen, kleine Firmen aufzukaufen oder sich an großen Projekten zu beteiligen.</p>

<p>Wie die <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/apple-wollte-twitter-anteile-und-kaufen-a-846936.html">New York Times berichtet</a>, denkt Apple (mal wieder) darüber nach, sich bei Twitter zu beteiligen. Vor zwei Jahren wollte Apple Twitter sogar komplett übernehmen. Das hat Twitter nicht zugelassen. Sinnvoll wäre es auf jeden Fall für Apple, denn in Sachen "soziale Netzwerke" hat das Unternehmen bislang nichts zu bieten. Einzige Ausnahme: "Ping", eine Art kollaboratives Bewertungsnetzwerk für Musik und Filme innerhalb von iTunes. Doch obwohl iTunes viele Mitglieder hat, nutzt kaum einer Ping. Ich auch nicht. Die meisten kennen Ping nicht einmal.</p>

<p>Kein Wunder. Denn wenn man etwas zu sagen hat, dann macht man das heute halt auf Facebook, Twitter oder Google+ und ganz sicher nicht in einem total unbekannten Netzwerk. Schon allein deshalb wäre es für Apple interessant, sich Twitter einzuverleiben. Was man da alles anstellen könnte: Eine nahtlose Verzahnung mit iTunes und App-Store, eine noch engere Einbindung in iOS und später auch in Mac OS X. Das würde die Attraktivität der Betriebssysteme erhöhen und vermutlich auch die Absätze bei iTunes und im App-Store.</p>

<p>Deswegen ist es keine Überraschung, dass sich Apple nun bemüht, Anteile an Twitter zu ergattern. Facebook wird Apple nicht kaufen können - und auch nicht wollen. Facebook macht Apple schon in zu vielen Bereichen Konkurrenz, etwa durch Kooperationen mit Spotify. Twitter wäre daher ein idealer Partner oder Übernahmekandidat. Auf rund 10 Milliarden Dollar wird der Wert von Twitter taxiert. Grundsätzlich wäre es für Apple kein Problem, die Kohle auf den Tisch zu legen - allerdings wollen die Twitter-Gesellschafter das Unternehmen derzeit nicht komplett verkaufen. Deshalb versucht Apple nun, zumindest laut New York Times, mehrere hundert Millionen Dollar in Twitter zu investieren.</p>

<p>Twitter wiederum könnte das Geld und eine noch engere strategische Partnerschaft mit Apple gut gebrauchen, denn irgendwie tritt Twitter derzeit auf der Stelle. Es gibt zwar immer wieder Bemühungen, ein bisschen schicker, ein bisschen mehr "social" zu werden.</p>

<p>Aber es kommt bei den Menschen nicht wirklich an. Immer wieder höre ich die Frage: "Wozu sollte ich twittern?" Noch hat sich Twitter nicht unersetzbar gemacht. Hinzu kommen <a href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2012/07/twitter_ko.html">technische Probleme</a>. So war Twitter einen Tag vor der offiziellen Eröffnung der Olympischen Spiele in London mehrere Stunden gar nicht oder nur schwer zu erreichen. Solche Pannen kratzen erheblich am Image eines Nachrichtendienstes.</p>

<p>Für Twitter wäre ein Schulterschluss mit Apple von daher eine Chance. Für Apple ebenso.</p>]]>

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<title>Zitter-Twitter: Schwächeln vor Olympia</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2012/07/twitter_ko.html" />
<modified>2012-07-27T09:11:55Z</modified>
<issued>2012-07-26T17:30:54Z</issued>
<id>tag:wdrblog.de,2012:/joergschieb//32.10475</id>
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<summary type="text/plain">Der Kurznachrichtendienst Twitter hat sich eine Menge vorgenommen: Wenn am Freitag (27.07.2012) in London die Olympischen Sommerspiele beginnen, soll es beim Nachrichtendienst mit dem blauen Vogel als Maskottchen so richtig zur Sache gehen. In den Augen der Twitter-Manager ist Olympia...</summary>
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<![CDATA[<p><!-- Abnehmender Redakteur: sal/me--><img alt="Silhouette einer Frau vor Twitter-Homepage" src="http://wdrblog.de/joergschieb/twitter_frau.jpg" width="230" height="158" align="right" hspace="3" vspace="3" title="Silhouette einer Frau mit Handy vor Twitter-Homepage; Rechte: dpa/Picture Alliance">Der Kurznachrichtendienst Twitter hat sich eine Menge vorgenommen: Wenn am Freitag (27.07.2012) in London die Olympischen Sommerspiele beginnen, soll es beim Nachrichtendienst mit dem blauen Vogel als Maskottchen so richtig zur Sache gehen. In den Augen der Twitter-Manager ist Olympia eine große Chance für den Onlinedienst, deutlich mehr User zu erreichen als sonst.</p>

<p>Erfahrungsgemäß ist das auch so: Großereignisse wie Olympia lassen die Leute deutlich eifriger kommunizieren als sonst. Man informiert sich über aktuelle Ereignisse, kommentiert sportliche Ereignisse, tauscht sich mit Freunden aus. Da Twitter außerdem diverse Projekte für London 2012 geplant hat, so betreibt Twitter zum Beispiel gemeinsam mit dem amerikanischen Fernsehsender NBC einen eigenen Twitter-Kanal, in dem es 20 Stunden am Tag Infos aus London gibt, dürfte es richtig rappeln bei Twitter.</p>

<p>Aber so richtig gut vorbereitet scheint der Zwitscher-Dienst nicht zu sein. Noch haben die Olympischen Spiele nicht mal richtig begonnen - trotzdem ist Twitter heute in die Knie gegangen. Millionen User in aller Welt konnten stundenlang weder die Webseite erreichen, noch mit Twitter-Apps wie TweetDeck wie gewohnt twittern oder Tweets lesen. Es gab erhebliche Störungen im Netzwerk.</p>

<p>Mittlerweile läuft Twitter wieder. Eine offizielle Erklärung, was die Ursache für die Störung war, liegt bislang nicht vor. Immer wieder erstaunlich, wie wortkarg sich Unternehmen geben können, die mit Kommunikation ihr Geld verdienen - wenn es um eigene Pannen oder Defizite geht, schweigen sie gerne. </p>

<p>Was auch immer die Gründe für den Engpass gewesen sein mögen: Wenn schon ein Tag vor Olympia bei Twitter die Lichter flackern, lässt das nicht hoffen, dass der Plauderdienst gut für die zu erwartende Last der kommenden Tage und Wochen gerüstet ist. Aufs Siegertreppchen gehört Twitter heute ganz sicher nicht. Aber mal sehen: Vielleicht ist Twitter eher in der Langstrecke erfolgreich.<br />
 </p>]]>

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<title>Youtube verpixelt auf Wunsch Gesichter</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2012/07/youtube_pixel.html" />
<modified>2012-07-19T11:44:39Z</modified>
<issued>2012-07-19T10:59:58Z</issued>
<id>tag:wdrblog.de,2012:/joergschieb//32.10462</id>
<created>2012-07-19T10:59:58Z</created>
<summary type="text/plain">Wer auf Youtube Videos veröffentlicht, in denen Personen zu sehen sind, geht immer ein gewisses Risiko ein: Theoretisch braucht man von jedem einzelnen, der im Video auftaucht und zu erkennen ist, eine möglichst schriftliche Einverständniserklärung für die Veröffentlichung. Unnötig zu...</summary>
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<![CDATA[<p><!--Abnehmender Redakteur: fom--><img alt="Moderator Jörg Schieb, halb verpixelt" src="http://wdrblog.de/joergschieb/youtube_pixel.jpg" width="230" height="151" align="right" hspace="3" vspace="3" title="Moderator Jörg Schieb, halb verpixelt; Rechte: WDR/Jörg Schieb">Wer auf Youtube Videos veröffentlicht, in denen Personen zu sehen sind, geht immer ein gewisses Risiko ein: Theoretisch braucht man von jedem einzelnen, der im Video auftaucht und zu erkennen ist, eine möglichst schriftliche Einverständniserklärung für die Veröffentlichung. Unnötig zu erwähnen, dass so gut wie niemand daran denkt, alle vorher danach zu fragen... </p>

<p>Noch problematischer ist es, im Internet Videos hochzuladen, in denen Menschen in heiklen Situationen zu sehen sind. Man denke nur an Aufnahmen von öffentlichen, aber verbotenen Demonstrationen oder von Videos mit politischem Hintergrund. Vor allem in totalitären Staaten oder in Ländern mit eingeschränkten Menschenrechten ist es mitunter richtig gefährlich, in einem unpassenden Moment fotografiert oder gefilmt zu werden. Gleichzeitig ist es aber äußerst sinnvoll und oft auch hilfreich, Videos von Demos oder Missständen zu veröffentlichen. </p>

<p>Ein Dilemma. Youtube hat deshalb jetzt eine sehr sinnvolle Funktion eingeführt: Ab sofort lassen sich Gesichter in Videos ganz einfach verpixeln. Auf Wunsch analysiert Youtube das Video und verfremdet alle darin enthaltenen Gesichter. Das Ergebnis sieht aus, wie man es von Google Streetview her kennt: Über dem Gesicht wird eine digitale Milchglasscheibe gelegt. Unmöglich, das eigentliche Gesicht danach noch zu erkennen. </p>

<p>Wer diese Funktion nutzen möchte, ruft nach dem Upload des Videos die Funktion "Video verbessern" auf und klickt hier auf "Weitere Optionen". Hier verbirgt sich die Funktion "Gesichter unkenntlich" machen, die schon ganz gut funktioniert - aber nicht in jedem Fall jedes Gesicht automatisch erkennt und verpixelt. In einer Vorschau-Funktion lässt sich das Ergebnis aber vorab überprüfen. Ebenfalls praktisch: Bei Bedarf kann das Original-Video gelöscht werden.</p>

<p>Wirklich nützlich - und ab sofort für jeden in Youtube verfügbar. Die Verpixelung kann nicht nur bei neu hochgeladene Videos angewendet werden, sondern genauso einfach auch bei bereits hinterlegten Clips.</p>]]>

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<title>flickr soll unbedingt besser werden</title>
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<modified>2012-07-18T13:05:25Z</modified>
<issued>2012-07-18T11:57:13Z</issued>
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<summary type="text/plain">Bei Yahoo geht es seit einer Weile drunter und drüber: Fünf Chefs in fünf Jahren - das sorgt nicht gerade für Ruhe im Unternehmen. Doch jetzt soll alles anders werden, denn seit heute (18.07.2012) ist Marissa Mayer der neue Boss...</summary>
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<![CDATA[<p><!--Abnehmender Redakteur: rk--><img alt="Zwei Menschen fotografieren sich selbst" src="http://wdrblog.de/joergschieb/flickr_230.jpg" width="230" height="162" align="right" hspace="3" vspace="3" title="Zwei Menschen fotografieren sich selbst; Rechte: Yahoo/flickr">Bei Yahoo geht es seit einer Weile drunter und drüber: Fünf Chefs in fünf Jahren - das sorgt nicht gerade für Ruhe im Unternehmen. Doch jetzt soll alles anders werden, denn seit heute (18.07.2012) ist Marissa Mayer der neue Boss des Internetkonzerns. Die Neubesetzung des Chefsessels ist eine der spektakulärsten Personalien in der IT-Branche der vergangenen Jahre.</p>

<p>Denn die 37-Jährige kommt von Google, war dort eine der ersten Mitarbeiterinnen (Mitarbeiternummer 20) und gilt als ausgesprochen schlau. Marissa Meyer ist Programmiererin und versteht ihr Handwerk. Sie hat ein gutes Gespür für Trends und verfügt über genügend Entschlossenheit, ihre Ideen auch umzusetzen. Für Google ein Verlust, dass sie nicht mehr da ist - für Yahoo zweifellos eine Chance.</p>

<p>Marissa Mayer hat noch nicht ganz Platz genommen auf ihrem zweifellos bequemen Bürostuhl im Chefzimmer, da werden bereits Forderungen laut. Nicht von Mitarbeitern oder Geschäftsfreunden, sondern von der flickr-Gemeinde. All jene Menschen - und ich gehöre schon sehr lange dazu -, die den <a href="http://flickr.com">Onlinedienst flickr</a> benutzen, um ihre Fotos zu speichern und zu verteilen. Die Fans der Fotoseite wollen von Marissa Meyer, dass sie flickr wieder sexy macht - oder "awesome", wie die Amerikaner auch gerne dazu sagen. </p>

<p>Es gibt sogar eine eigens eingerichtete <a href="http://dearmarissamayer.com/">Webseite</a>, auf der eben jener Aufruf zu lesen ist: "Dear Marissa Mayer, please make flickr awesome again!" Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen - außer vielleicht eine bescheidene Nachfrage: wie denn?</p>

<p>Aber es stimmt: flickr braucht dringend frischen Wind. Als flickr 2004 gegründet wurde, war der Onlinedienst innovativ, einfallsreich, beliebt - und praktisch. Praktisch ist flickr immer noch, aber seitdem Yahoo den Fotodienst gekauft hat, ist nichts mehr passiert. Wichtige Trends wurden verschlafen, etwa das Einbinden von Social Networks, die Unterstützung von Mobilgeräten oder das Anbieten von Profifunktionen, etwa um Fotos online zu bearbeiten.</p>

<p>Der Aufschrei ist also verständlich. Gäbe es eine wirklich interessante Alternative - die meisten User wären wohl längst weg. Aber zum Glück will nicht jeder seine Fotos bei Facebook und Co. speichern und herzeigen. Viele halten flickr trotz ansteigendem Frustpegel die Treue. Ein auf Fotos spezialisierter Onlinedienst ist dringend nötig und auch sinnvoll.</p>

<p>Da Yahoo derzeit andere Sorgen hat, vor allem was den Umsatz betrifft, darf wohl bezeifelt werden, dass sich Frau Mayer nach dem Jobwechsel gleich als erstes um flickr kümmert. Aber da Marissa Mayer als technik-affin gilt, ist es nicht ausgeschlossen, dass der Aufschrei der flickr-Gemeinde eine gewisse Wirkung entfaltet. Wünschenswert wäre es allemal.</p>]]>

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<title>Apple - wieder ein bisschen grüner</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2012/07/it_umwelt.html" />
<modified>2012-07-15T11:40:17Z</modified>
<issued>2012-07-15T09:00:39Z</issued>
<id>tag:wdrblog.de,2012:/joergschieb//32.10456</id>
<created>2012-07-15T09:00:39Z</created>
<summary type="text/plain">IT-Unternehmen ziehen sich gerne ein grünes Mäntelchen um. Umwelt? Ein ganz wichtiges Thema. Provider zum Beispiel weisen mit Vorliebe darauf hin, wie viel &quot;grünen&quot; Strom sie benutzen, um ihre Serverparks zu betreiben (wenn irgendwie möglich, 100%). Auch Internetriese Google verbraucht...</summary>
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<email>joerg@schieb.de</email>
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<![CDATA[<p><!--Abnehmender Redakteur: ??--><img alt="Grünes Apple-Logo" src="http://wdrblog.de/joergschieb/assets_c/2012/07/green_apple-thumb-230x120-3495.png" width="230" height="120" align="right" hspace="3" vspace="3" title="Grünes Apple-Logo; Rechte: Apple">IT-Unternehmen ziehen sich gerne ein grünes Mäntelchen um. Umwelt? Ein ganz wichtiges Thema. Provider zum Beispiel weisen mit Vorliebe darauf hin, wie viel "grünen" Strom sie benutzen, um ihre Serverparks zu betreiben (wenn irgendwie möglich, 100%). Auch Internetriese Google verbraucht am liebsten regenerative Energien. Alles löblich - und auch dringend nötig. Denn eins ist klar: Computer zu bauen und zu benutzen ist alles andere als umweltschonend. Sie zu entsorgen erst recht.</p>

<p>Auch Computerhersteller Apple erweckt gerne den Eindruck, Hardware mit Apfel-Logo würde auf besonders umweltschonende Art und Weise hergestellt. Darauf gibt es sogar Brief und Siegel: Apple ist durch das Umweltsiegel <a href="http://www.epeat.net/">EPEAT</a> zertifiziert. Zumindest bislang war das so. Doch sich um die Umwelt zu kümmern kostet Geld - und bedeutet eben auch: weniger Profit. Darum hat sich das Apple-Management gedacht, man könne künftig einfach auf den Kostenfaktor EPEAT-Siegel <a href="http://www.epeat.net/2012/06/news/apple-leaves-epeat/">verzichten</a> - und hat diese Entscheidung auch vor einigen Tagen bekannt gegeben.</p>

<p>Die Reaktion der Kundschaft war allerdings alles andere als erfreut. Öffentliche Einrichtungen, Wirtschaft und private Kunden zeigten sich empört. Nicht wenige haben mitgeteilt, dann halt künftig keine Apple-Rechner mehr zu kaufen, darunter die Stadt San Francisco. Innerhalb kürzester Zeit ist derart viel Druck entstanden, dass selbst Apple das nicht ignorieren konnte. Apple-Manager Bob Mansfield (der demnächst in Rente geht) hat in einem <a href="http://www.apple.com/environment/letter-to-customers/">öffentlichen Statement</a> mehr oder weniger laut "mea culpa" gerufen und die Entscheidung revidiert. Mansfield schreibt sogar ausdrücklich, die Entscheidung sei "ein Fehler" gewesen. </p>

<p>Chapeau! Eine schnelle, eine gute Reaktion. Apple will seine Mac-Rechner also auch künftig mit dem Umweltgütesiegel auszeichnen lassen. Dazu müssen etliche Kriterien den strengen Richtlinien des Siegels entsprechen: Altgeräte müssen sich leicht recyceln lassen, auch Lebensdauer, Energieverbrauch und Verpackung stehen auf dem Prüfstand. Da wollte Apple also offensichtlich in Zukunft etwas lockerer sein. Im Internetzeitalter verbreiten sich solche Nachrichten allerdings im Blitztempo und können innerhalb kürzester Zeit Reaktionen auslösen - und Einfluss auf Unternehmensentscheidungen nehmen. Gut so!</p>

<p> </p>]]>

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<title>Tausenden PCs droht Internet-Aus</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2012/07/dns-ok.html" />
<modified>2012-07-16T08:51:12Z</modified>
<issued>2012-07-09T14:09:24Z</issued>
<id>tag:wdrblog.de,2012:/joergschieb//32.10443</id>
<created>2012-07-09T14:09:24Z</created>
<summary type="text/plain">Grob geschätzt 300.000 Usern weltweit geht am Montag (09.07.2012) plötzlich das Internet verloren. Wenn sie wie gewohnt mit ihrem Rechner online gehen wollen, erscheinen statt Webseiten ausschließlich Fehlermeldungen. Grund ist ein im PC eingenistetes Schadprogramm namens &quot;DNS Changer&quot;. Es sorgt...</summary>
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<![CDATA[<p><!--Abnehmender Redakteur: YD--><img alt="Webseite dns-ok.de überprüft PC" src="http://wdrblog.de/joergschieb/assets_c/2012/07/dns-ok-thumb-230x146-3445.png" width="230" height="146" align="right" hspace="3" vspace="3" title="Webseite dns-ok.de überprüft PC; Rechte: WDR">Grob geschätzt 300.000 Usern weltweit geht am Montag (09.07.2012) plötzlich das Internet verloren. Wenn sie wie gewohnt mit ihrem Rechner online gehen wollen, erscheinen statt Webseiten ausschließlich Fehlermeldungen. Grund ist ein im PC eingenistetes Schadprogramm namens "DNS Changer". Es sorgt dafür, dass der Rechner keine Webseiten mehr finden kann - weil die amerikanische Polizeibehörde FBI jetzt den Stecker zieht.</p>

<p>Zum Hintergrund: Bereits im November vergangenen Jahres hat das FBI eine Betrügerbande dingfest gemacht, die allerlei Schadprogramme entwickelt und betrügerische Webseiten betrieben hat. Besonders trickreich: Der "DNS Changer". Der manipuliert auf infizierten Systemen das interne Internet-Telefonbuch. Bei jeder angesteuerten Webseite wird nachgeschaut, von welchem Server der PC seine Daten empfängt. Die Betrüger haben die Zugriffe geschickt umgeleitet: Selbst beim Ansteuern eigentlich seriöser Webseiten wurden auf dem infizierten PC manipulierte, betrügerische Webseiten präsentiert. Hier haben die Kriminellen Kreditkartendaten abgegriffen, unseriöse Software verkauft oder Klickbetrug betrieben.</p>

<p>Im November hat das FBI die betrügerischen Webseiten abgeschaltet, nicht aber das "Telefonbuch" (DNS-Server) der Betrüger, denn wenn sie den Server ebenfalls abgeschaltet hätten, wären alle infizierten Rechner von einem Moment auf den anderen nicht mehr in der Lage gewesen, ins Internet zu gehen oder E-Mails abzurufen. Selbst das Herunterladen von Schutz-Software, um den Schädling zu entfernen, wäre dann sehr schwierig geworden. Darum hat das FBI allen Betroffenen eine Karenzzeit von sechs Monaten eingeräumt, um die Schadprogramme von den PCs zu entfernen. </p>

<p>Unter <a href="http://www.dns-ok.de">www.dns-ok.de</a> kann jeder herausfinden, ob sein Rechner betroffen ist oder nicht. Der Test dauert nicht mal eine Sekunde - man hat sofort Klarheit. Wer betroffen ist, sollte seinen PC schnellstens säubern und vom "DNS Changer" befreien. Was zu tun ist, erfährt man zum Beispiel auf <a href="http://blog.botfrei.de/2011/11/trojaner-andert-dns-einstellungen/">dieser Webseite</a>. Betroffene sollten schnell handeln, denn infizierte Rechner können ab Montag, 9. Juli 2012, überhaupt nicht mehr online gehen. </p>]]>

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<title>Wer sich mit Google streitet, braucht Nerven</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2012/07/google_streit.html" />
<modified>2012-07-04T12:35:53Z</modified>
<issued>2012-07-04T11:23:29Z</issued>
<id>tag:wdrblog.de,2012:/joergschieb//32.10431</id>
<created>2012-07-04T11:23:29Z</created>
<summary type="text/plain">Geschichten à la &quot;David gegen Goliath&quot; können sich immer einer gewissen Aufmerksamkeit sicher sein. So ist es auch in diesem Fall: Der 21-jährige Informatik-Student Philip M. hat mächtig Ärger mit Google. Philip M. betreibt einen Onlinedienst, der es jedem erlaubt,...</summary>
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<![CDATA[<p><!--Abnehmender Redakteur: Bg--><img alt="Lupe mit Google-Logo" src="http://wdrblog.de/joergschieb/assets_c/2011/10/Bildschirmfoto 2011-10-10 um 16.32.22-thumb-240x157-2368.png" width="240" height="157" align="right"  hspace="3" vspace="3" title="Lupe mit Google-Logo; Rechte: Google">Geschichten à la "David gegen Goliath" können sich immer einer gewissen Aufmerksamkeit sicher sein. So ist es auch in diesem Fall: Der 21-jährige Informatik-Student Philip M. hat mächtig Ärger mit Google. Philip M. betreibt einen Onlinedienst, der es jedem erlaubt, mit wenigen Mausklicks Kopien von Youtube-Videos zu machen - ausdrücklich für den privaten Gebrauch. Das können Downloads von Clips sein oder ins MP3-Format gewandelte Mitschnitte von Youtube-Videos.</p>

<p>Kopien zum Download anbieten? Das ist nicht in Ordnung, meint der Onlineriese - und beschuldigt den jungen Mann, gegen die Vertragsbedingungen verstoßen zu haben. In der Tat sieht Google ausdrücklich vor, dass solche Dienste nicht angeboten werden dürfen. Wenn Google eine Download-Funktion anbieten wollte, hätte Google das längst gemacht. Doch Philip M. argumentiert, es gäbe bei uns nun mal ein Recht auf Privatkopie - und das dürfe einem Niemand absprechen, auch Google nicht. Ein eigens angefertigtes Rechtsgutachten soll diese Auffassung belegen. </p>

<p>Unterschiedliche Ansichten also, und darum gibt es nun Streit. Ein Gespräch zwischen Google und M. hat bislang nicht stattgefunden, das verweigere der Internetriese aus dem Silicon Valley. Darum hat der 21-Jährige jetzt eine <a href="http://www.change.org/freedomonyoutube">Online-Petition</a> ins Leben gerufen, in verschiedenen Sprachen. Das Ziel: Youtube dazu zu bewegen, das Recht auf Privatkopie zu achten. 220.000 Menschen haben bereits unterschrieben. Keine kleine Zahl. Gut möglich, dass hier gerade ein Shitstorm gegen Google losbricht.</p>

<p>David gegen Goliath: In der Bibel gewinnt der kleine David, weil er schlau ist. In der Realität gewinnt allerdings in der Regel eher Goliath. Doch das Internet verändert alles: Hier lassen sich Kräfte bündeln, und der Einzelne ist schnell gar nicht mehr so allein. So wird auch ein David groß und stark ... Gut möglich, dass Google seiner Haltung auf Dauer nicht wird treu bleiben können. Ich finde die Argumentation jedenfalls interessant: Das Recht auf Privatkopie gibt es schließlich tatsächlich, allerdings gilt es auch nicht uneingeschränkt. Das Recht, eine eigene Online-Petition zu starten, hat aber definitiv jeder - und davon hat M. Gebrauch gemacht.</p>]]>

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<title>Chaos bei Facebook-Mail-Umstellung</title>
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<modified>2012-07-03T08:27:56Z</modified>
<issued>2012-07-03T06:56:15Z</issued>
<id>tag:wdrblog.de,2012:/joergschieb//32.10427</id>
<created>2012-07-03T06:56:15Z</created>
<summary type="text/plain">Der neueste Fall von ungenierter und konsequenter User-Bevormundung bei Facebook lässt das Unternehmen weder sympathisch wirken, noch macht es einen professionellen Eindruck. Denn egal, was die Erklärung für den neuesten Lapsus ist: Man kann angesichts der Dreistigkeit des Vorgehens nur...</summary>
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<![CDATA[<p><!--Abnehmender Redakteur: uz--><img alt="Facebook Logo auf Bildschirm durch Lupe" src="http://wdrblog.de/joergschieb/fb_screen.jpg" width="230" height="153" align="right" hspace="3" vspace="3" caption="Facebook Logo auf Bildschirm durch Lupe; Rechte: Picture Alliance">Der neueste Fall von ungenierter und konsequenter User-Bevormundung bei Facebook lässt das Unternehmen weder sympathisch wirken, noch macht es einen professionellen Eindruck. Denn egal, was die Erklärung für den neuesten Lapsus ist: Man kann angesichts der Dreistigkeit des Vorgehens nur den Kopf schütteln. </p>

<p>Was ist passiert? Facebook hat klammheimlich allen Usern eine E-Mail-Adresse verpasst und ohne Nachfrage diese auf @facebook.com endende E-Mail-Adresse zum Nonplusultra erklärt, zur wichtigsten Mail-Adresse für jeden, ob es einem passt oder nicht - und das, obwohl gefühlt 99,9% aller User nicht mal wissen, dass sie überhaupt eine Mail-Adresse bei Facebook haben.</p>

<p>Weil Facebook genau das stören dürfte, hat das Unternehmen zum Gegenschlag ausgeholt und vergangene Woche erst mal die Standard-Mail-Adresse im Profil durch die Mail-Adresse bei Facebook ersetzt. Einfach so. Ohne Nachfrage. Ohne Nachricht. Wenn Mails von Nicht-Mitgliedern dort ankommen, merkt man es kaum, denn solche Mails landen in einem gut versteckten Ordner. Danke, Facebook!</p>

<p>Wen das stört - und ganz ehrlich: Wen nervt ein derart dreister Eingriff nicht? -, der muss die Haupt-Mail-Adresse in seinem Profil wieder anpassen. Immerhin ist die eigene Mail-Adresse noch eingetragen, aber eben nicht mehr als wichtigster Kontakt.</p>

<p>Und als wäre das noch nicht genug: Weil Facebook eigenmächtig den Hauptkontakt innerhalb des Facebook-Imperiums auswechselt, ändern sich auch die Adressbücher. Nach und nach. Wer sein Adressbuch bei Facebook speichert und/oder mit Facebook synchronisiert, etwa auf dem Smartphone, bemerkt nicht, dass auch dort die Mail-Adressen geändert werden. Bei mir wird zum Beispiel aus joerg@schieb.de plötzlich schieb@facebook.com. Und das eben nicht nur im Profil, sondern auch in den Adressbüchern von Freunden. Auch hier: Ungefragt, ohne Nachricht.</p>

<p>Wer das nicht bemerkt und mir eine Mail schreibt, schreibt an den Facebook-Account, wo ich nicht jeden Tag reinschaue, ob neue Post angekommen ist (Benachrichtigungen sind abgeschaltet). Die Folge: Ein absolutes Chaos. Das verärgert verständlicherweise immer mehr Facebook-User. Erst Recht, weil man nicht mal sagen kann, dass es konsequent jedem passiert: Manche Profile wurden verändert, manche aber auch nicht. Manche Adressbücher werden angepasst, manche nicht. Facebook gibt bislang keine vernünftigen und befriedigenden Antworten, wie sich all das verhindern und vor allem rückgängig machen lässt.</p>

<p>Ich frage mich: Wann begreift Facebook eigentlich mal, dass seine nunmehr 900 Millionen Mitglieder weltweit keine Schafherde sind, die man nach Belieben über die Weide schicken kann? Ich fürchte: Vermutlich nie.</p>

<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_120703.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>]]>

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<title>Schaltsekunde legt Linux-Server lahm</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2012/07/schaltsekunde.html" />
<modified>2012-07-02T08:20:17Z</modified>
<issued>2012-07-01T16:58:42Z</issued>
<id>tag:wdrblog.de,2012:/joergschieb//32.10424</id>
<created>2012-07-01T16:58:42Z</created>
<summary type="text/plain">Als WDR.de-Redakteur Georg Berg Sonntagmorgen seinen Dienst aufgenommen hat, staunt er nicht schlecht: Einige Server von WDR.de, sportschau.de und WDR2.de reagieren ungewohnt langsam, einige sind zeitweise gar nicht zu erreichen. Auch das für die Bearbeitung der Texte und Bilder nötige...</summary>
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<email>joerg@schieb.de</email>
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<![CDATA[<p><!--Abnehmender Redakteur: Bg--><img alt="Ungewöhnlich hohe Server-Last durch Schaltsekunde" src="http://wdrblog.de/joergschieb/schluckauf.jpg" width="230" height="147" align="right" hspace="3" vspace="3" caption="Ungewöhnlich hohe Server-Last durch Schaltsekunde; Rechte: Mozilla Foundation">Als WDR.de-Redakteur Georg Berg Sonntagmorgen seinen Dienst aufgenommen hat, staunt er nicht schlecht: Einige Server von WDR.de, sportschau.de und WDR2.de reagieren ungewohnt langsam, einige sind zeitweise gar nicht zu erreichen. Auch das für die Bearbeitung der Texte und Bilder nötige Redaktionssystem arbeitet nicht so rund wie sonst. Da hilft nur eins: Die für solche Dinge zuständigen Techniker alarmieren, die allerdings auch nicht gleich wissen, wo die Ursache für das Problem liegt. </p>

<p>Nach intensiver Recherche wird aber klar: Schuld war die Schaltsekunde, die in der Nacht zum 1. Juli <a href="ftp://hpiers.obspm.fr/iers/bul/bulc/bulletinc.43">eingelegt wurde</a> - das Wochenende war also eine ganze Sekunde länger als sonst. Die Zusatzsekunde hat bei einigen Servern mit Linux-Betriebssystem einen folgenreichen Schluckauf verursacht. Anfällige Linux-Systeme haben pünktlich um zwei Uhr nachts, als die zusätzliche Sekunde eingeführt wurde, mit plötzlichen "Lasten" zu kämpfen. Normalerweise ein Anzeichen dafür, dass ein Server besonders viel zu tun hat, etwa weil viele Anfragen kommen. Aber nachts um 2 Uhr herrscht normalerweise Ruhe.</p>

<p>Das Problem: Die Server haben sich nicht von selbst wieder beruhigt. Um das Problem zu lösen, muss wahlweise die Uhrzeit neu gestellt oder der Server neu hochgefahren werden - allerdings machen Techniker das nicht so gerne, erst recht nicht, wenn die Ursache des Problems nicht bekannt ist. </p>

<p>Offensichtlich sind viele von der Problematik überrascht worden, selbst in der <a href="http://blog.mozilla.org/it/2012/06/30/mysql-and-the-leap-second-high-cpu-and-the-fix/comment-page-1/#comment-1472">Mozilla Foundation</a>, wo der Firefox-Browser herkommt, hatte man mit dem Schaltsekunden-Schluckauf zu kämpfen. Betroffen waren vor allem Server, auf denen das Datenbanksystem MySQL oder Java (Tomcat) laufen. Der heimische PC war ebenso wenig betroffen wie Tablets oder Smartphones. </p>

<p>Die Beseitigung des Problems war in diesem Fall trivial. Betroffen waren aber vergleichsweise viele Systeme - man hat es vereinzelt beim Surfen im Web am Sonntagmorgen gemerkt. Hinzu kommt natürlich, dass Sonntag morgens nur wenige IT-Experten und Techniker Dienst haben, um so ein Problem zu lokalisieren und zu beseitigen.</p>

<p>Beeindruckend an der Sache ist, wie ein vergleichsweise simples und eigentlich unbedeutendes Ereignis - das Einfügen einer Sekunde -, zu ungeheuren, nicht vorhersehbaren Folgen führen kann. Schaltsekunden werden immer wieder eingefügt, derartige Probleme hat es allerdings bislang nicht gegeben. </p>

<p>Einige Onlinedienste wie Google sind sich immerhin des grundsätzlichen Problems bewusst und haben vorgebaut: An Tagen, an denen Schaltsekunden eingefügt werden, gilt im Google-Imperium eine ganz eigene Zeit. Die zusätzliche Sekunde wird in kleinen Einheiten über den Tag verteilt auf die Server übertragen - so kommt es zu keinerlei Problemen.</p>

<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_120701.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>]]>

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<title>Google bläst zum Angriff</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2012/06/google_io.html" />
<modified>2012-06-28T09:33:34Z</modified>
<issued>2012-06-28T08:00:07Z</issued>
<id>tag:wdrblog.de,2012:/joergschieb//32.10415</id>
<created>2012-06-28T08:00:07Z</created>
<summary type="text/plain">Apple, Microsoft und Google - das sind die drei wichtigsten Player derzeit am Markt. Alle drei wollen es gerade wissen, versuchen sich neu zu erfinden, neue Märkte zu erobern und die eigenen Märkte zu verteidigen. Denn eines ist klar: Man...</summary>
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<email>joerg@schieb.de</email>
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<![CDATA[<p><!--Abnehmender Redakteur: ???--><img alt="Google-Datenbrille Glass" src="http://wdrblog.de/joergschieb/assets_c/2012/06/google_glass-thumb-230x164-3388.jpg" width="230" height="164" align="right" hspace="3" vspace="3" caption="Google-Datenbrille Glass; Rechte: Google">Apple, Microsoft und Google - das sind die drei wichtigsten Player derzeit am Markt. Alle drei wollen es gerade wissen, versuchen sich neu zu erfinden, neue Märkte zu erobern und die eigenen Märkte zu verteidigen. Denn eines ist klar: Man kann heute nicht mehr nur Hardware bauen (Apple), nur eine Suchmaschine anbieten (Google) oder Software entwickeln (Microsoft) - man muss irgendwie alles machen, alles miteinander vernetzen und vor allem im Internet eine große Rolle spielen.</p>

<p>Apple und Microsoft hatten ihre großen Auftritte in den letzten Wochen. Apple hat angekündigt, einen 3D-Onlinekartendienst einzuführen und attackiert damit Google. Microsoft baut mit dem Surface einen eigenen Tablet-Rechner und greift Apple an. Und Google? Auch Google zeigt sich angriffslustig. Auf der Entwicklerkonferenz Google I/O in San Francisco hat Firmengründer Sergey Brin diverse Neuigkeiten präsentiert und Ankündigungen gemacht. So zeigte Brin erstmals die "Projekt Glass" genannte Datenbrille von Google öffentlich - und nannte auch ein paar Daten. Rund 1500 Dollar soll die Brille kosten. Außerdem kommt sie erst im Januar und nicht, wie ursprünglich erwartet, noch in diesem Jahr. Die Brille soll mit Internetverbindung und einem Mikrodisplay ausgestattet sein, so dass die Nutzer beim Tragen der Brille Daten lesen können. Außerdem soll "Project Glass" eine Kamera beinhalten.</p>

<p>Wichtiger war aber die Präsentation des Tablet Nexus 7, ein neuer Tablet mit Android-Betriebssystem, der als klare Kampfansage an Apple (iPad) und Microsoft (<a href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2012/06/microsofts_ipad.html">Surface</a>) verstanden werden darf. Schon der Preis dürfte für Unruhe im Markt sorgen: Nur 199 Dollar soll das Gerät kosten. Für ein iPad blättert man ein Mehrfaches hin.</p>

<p>Das von Hersteller Asus produzierte Nexus 7 hat einen hochauflösenden Bildschirm zu bieten, im Inneren werkelt ein Tegra-3-Prozessor, der ebenfalls serienmäßig eingebaute NFC-Chip erlaubt drahtlose Kommunikation mit anderen Geräten und auch das Bezahlen im Vorbeigehen an modernen Kassen. Inhalte sollen Nexus-7-Benutzer über das Onlineportal Google Play beziehen, also eBooks, Spiele, Musik und Filme. </p>

<p>Der Preis des Tablet ist erstaunlich niedrig. Da dürfte nicht nur Apple zu schlucken haben, sondern vor allem Amazon. Denn in den USA ist der Amazon Kindle ein echter Verkaufsschlager: Ebenfalls nur 199 Dollar teuer, verkauft sich der günstige Tablet-Rechner wie von selbst. Bei uns spielen die Kindle-Tablets bislang keine große Rolle. Nicht zuletzt, weil es die interessanten Geräte bei uns noch gar nicht zu kaufen gibt.</p>

<p>Gleichzeitig hat Google angekündigt, künftig in Google Play auch Filme und Serien anzubieten - zum Ausleihen und Kaufen. Allerdings erst mal nur in den USA. Klar ist, dass sich Google, Apple, Microsoft und Amazon einen erbitterten Kampf um online verkaufte Medien liefern werden. Das Gezerre um Marktanteile hat gerade erst begonnen - und es sind vor allem die Hardwaregeräte, die - günstig angeboten - als Türöffner fungieren sollen. Wann Google Play auch in Deutschland Filme anbietet, steht in den Sternen. Auch, wann das Nexus 7 in Deutschland zu haben sein wird, ist unklar.</p>

<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_120628.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>]]>

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<title>Matt tanzt wieder</title>
<link rel="alternate" type="text/html" href="http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2012/06/matt_tanzt.html" />
<modified>2012-06-27T18:39:03Z</modified>
<issued>2012-06-27T10:52:13Z</issued>
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<created>2012-06-27T10:52:13Z</created>
<summary type="text/plain">Wer schon länger Youtube-Videos schaut, der kennt sicher Matt Harding. Der charmante Kerl aus Connecticut hat es vor einigen Jahren mit seiner Weltreise zu durchaus respektablen Ruhm gebracht. Denn Matt hat nicht etwa die üblichen, tendenziell eher langweiligen Urlaubsvideos ins...</summary>
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<email>joerg@schieb.de</email>
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<content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="de" xml:base="http://wdrblog.de/joergschieb/">
<![CDATA[<p><!--Abnehmender Redakteur: ???--><img alt="Matt Harding tanzt wieder" src="http://wdrblog.de/joergschieb/matt.jpg" width="230" height="169" align="right" align="right" hspace="3" vspace="3" caption="Matt Harding tanzt wieder; Rechte: Matt Harding/Youtube">Wer schon länger Youtube-Videos schaut, der kennt sicher Matt Harding. Der charmante Kerl aus Connecticut hat es vor einigen Jahren mit seiner Weltreise zu durchaus respektablen Ruhm gebracht. Denn Matt hat nicht etwa die üblichen, tendenziell eher langweiligen Urlaubsvideos ins Netz gestellt, sondern er hat sich dabei gefilmt, wie er an den schönsten und aufregendsten Plätzen der Welt eine Art Freudentanz hingegt. Technisch und in Sachen Choreografie zweifellos unbegabt, aber ungeheur sympathisch. </p>

<p>Eine ganz neue Art von Reisetagebuch. Der Games-Entwickler hat sich damals nämlich nicht nur die "Hotspots" dieser Welt ausgesucht, also die typischen Plätze von Sightseeing-Touristen, sondern er hat auch auf Bergspitzen, im Dschungel, auf leeren Straßen oder sogar unter Wasser getanzt - und gedreht. Wer sich die Videos anschaut, bekommt ein bisschen den Flair von "Discovery Channel" geboten, nur die Bilder sind nicht so geleckt.</p>

<p>"Where is Matt?" sind die schnell geschnittenen Videos überschrieben. Sieben Jahre ist das nun fast schon her. Seitdem herrschte Ruhe. Doch mittlerweile <a href="http://youtu.be/Pwe-pA6TaZk">tanzt Matt Harding wieder</a>. Der bekannteste Globetrotter der Youtube-Welt fliegt wieder durch die Gegend und dreht Videos. Diesmal hat Matt unter anderem Nordkorea, die Mongolei, Afghanistan und Südafrika besucht. Klar, dass seine neuen Videos nun automatisch für Aufmerksamkeit sorgen. Technisch besser - und auch aufwändiger inszeniert. Matt tanzt immer noch, aber nicht mehr allein, sondern immer mit anderen. Mit Menschen aus den jeweiligen Ländern. Meistens lässt er sich Tanzschritte zeigen, von für die jeweilige Region typischen Tänzen.</p>

<p>Mir gefallen die Videos von Matt Harding außerordentlich gut, denn sie haben etwas ungemein Fröhliches. Sie sind außerdem auch ein bisschen Völkerverständigung - und zeigen, dass man mit wenig Aufwand selbst Wildfremde dazu bekommt, etwas gemeinsam zu unternehmen, und sei es nur, ein Tanzvideo zu drehen. Zwar vermarktet Matt sein Projekt mittlerweile - es gibt T-Shirts von ihm und er hält auch Vorträge -, aber das ist in Ordnung. Die Idee ist nach wie vor genial - und die Videos sind sehenswert.</p>

<p><a href=http://medien.wdr.de/download/1190894909/schieb/wdr_joerg_schieb_blog_120627.mp3 title="Link &ouml;ffnet in neuem Fenster" target="_blank"><strong>Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast</strong></a><br /></p>]]>

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