Donnerstag, 16.02.2012
Apple kündigt Berglöwen an
Wenn Apple eine neue Software ankündigt, dann niemals, ohne sich für die Zeit bis zur Markteinführung einen Codenamen dafür auszudenken, gerne aus der Tierwelt. Heute hat Apple überraschend eine neue Version des Apple-Betriebssystems Mac OS X 10.8 angekündigt, die im Spätsommer erscheinen soll. Codename: "Mountain Lion" - Englisch für "Berglöwe".
Insgesamt 100 neue Funktionen verspricht die Apfel-Company. Einige erinnern an Funktionen, die man aus der Welt der Smartphones und Tablets kennt. Ein Trend, der schon länger zu beobachten ist: Desktop-Rechner und mobile Geräte gleichen sich in punkto Bedienung an. Den Weg beschreitet Apple schon etwas länger. Auch Microsoft plant für sein neues Windows 8 eine Annäherung.
Apple holt zum Beispiel die von iPhone und iPad bekannten iMessages (Chats) in die Desktop-Welt. Außerdem synchronisieren sich nun mehr Anwendungen als bisher auf Wunsch mit der Datenwolke (Cloud). Apple setzt weiter erkennbar darauf, Daten in die Cloud zu verlagern und Apple-Anwender von dem Nutzen zu überzeugen.
Etwas völlig Neues ist der geplante GateKeeper. Eine durchaus interessante Schutzfunktion, damit niemand versehentlich Programme startet, die aus dem Internet geladen wurden und die möglicherweise Schaden anrichten könnten. Durchaus ein guter Gedanke. Auf Wunsch akzeptiert der GateKeeper nur Programme, die aus dem Mac AppStore geladen wurden. Das wäre natürlich ein Traum von Apple: Die totale Kontrolle über den Mac, auch noch Jahre nach dem Kauf...
Doch GateKeepter akzeptiert auf Wunsch auch Programme mit Zertifikat. So ließe sich die Echtheit überprüfen. Malware, also Programme, die Schaden anrichten können, hätten es so erst mal schwerer. Grundsätzlich ein guter Gedanke. Man wird sehen, wie das in der Praxis umgesetzt ist. Bedenklich ist dabei aber, dass Apple mehr Kontrolle bekommt und genau mitbekommt, welche Software man einsetzt.
Apple gibt Gas. Kaum jemand hat zu diesem Zeitpunkt mit einer neuen Version des Betriebssystems gerechnet. Aber offensichtlich möchte Apple Microsoft ein wenig die Schau stehlen. So allmählich kommt nämlich Windows 8 in Fahrt: Ende des Monats soll die erste offizielle Betaversion von Windows 8 für Konsumenten zu haben sein. Da wollte Apple offensichtlich etwas entgegenzusetzen haben - und hat deswegen jetzt den Berglöwen von der Leine gelassen...
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wenn ich einen besseren, schnelleren PC (auch von Apple) haben wollte/will, kauf(te) ich mir einen mit entsprechend ausgestatteter Hardware.
Volkmann am 16.02.12 20:17
Zitat:"Aber offensichtlich möchte Apple Microsoft ein wenig die Schau stehlen. "
Da muss man ja erst mal drauf kommen-MÖCHTE, ha.
Möchte, ne, ne ne. OS X 10.7 und jetzt 10.8 und ios 5 ist da sicher absolut richtungsweisend. Und klar-wie Steve Jobs (R.I.P) schon sagte:
"Redmond, start your photocopiers".
Zitat"So allmählich kommt nämlich Windows 8 in Fahrt."
Ja, ja, wenn man M$ mit der DB vergleicht, kommt M$ sicher so langsam in Fahrt. Sicher sollte man hier so langsam betonen.
Eine Memory-Oberfläche, die dem IQ eines 4-jährigen entspricht, bringt einen so richtig in Fahrt. Ach ne, es war ja so langsam. :-)
icke am 2.03.12 22:33
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Donnerstag, 16.02.2012
Endlich gelungene Urlaubsfotos
Man kennt das: Wer eine Sehenswürdigkeit fotografieren möchte, ein Gebäude etwa oder einen schönen Platz, der hat gewöhnlich auch störende Passanten im Bild. Andere Touristen laufen durchs Bild, machen auch Fotos - sieht alles nicht so prickelnd aus wie in Reiseführern und Hochglanzmagazinen.
Klar, denn Foto-Profis suchen sich natürlich einen günstigen Zeitpunkt aus, wenn nicht nur das Licht stimmt, sondern auch möglichst niemand die Postkartenidylle stört. Als einfacher Tourist muss man aber natürlich nehmen, was kommt. Und das bedeutet meist: Jede Menge andere Touristen auf dem eigenen Foto. Unschön, aber nicht zu ändern.
Bislang. Denn jetzt bietet der App-Entwickler Scalado eine Lösung für das Problem an. Scalado ist spezialisiert auf schlaue Foto-Apps für Smartphones wie Android-Handys oder iPhone. Eine App heißt
Remover und verspricht wirklich Bemerkenswertes. Denn wie man in dem Werbevideo gezeigt bekommt, kann Remover aus einem Foto störende Touristen oder Gegenstände wegretuschieren. Einfach so. "Like magic", wie die Amerikaner gerne sagen. Magisch.
Eigentlich ist der Trick ganz einfach: Wer mit Remover ein Foto schießt, der macht unbemerkt gleich mehrere Dutzend Aufnahmen. Remover beobachtet alles eine Weile und speichert diverse Fotos. Später analysiert die Software die Aufnahmen und kann Erkennen, was auf dem Bild statisch ist - etwa das Gebäude im Hintergrund, die Skulptur davor oder die Person, die man fotografieren möchte - und was sich bewegt hat.
Alles, was sich bewegt, gehört nicht eigentlich ins Bild - und lässt sich in der App per Fingertipp entfernen. Weil die App mehrere Fotoaufnahmen gemacht hat, kennt die Software den Hintergrund und kann das tatsächlich bewerkstelligen. Im Video sieht alles ganz einfach aus: Innerhalb weniger Sekunden lässt sich tatsächlich alles beseitigen, was stört. Sieht beeindruckend aus.
Schöne Idee, aber es gibt natürlich Grenzen. Wenn zum Beispiel ein Tourist die ganze Zeit auf einem Stein rumlungert und sich nicht bewegt, kann er auch nicht wegretuschiert werden. Auch wer zu sehr mit der Kamera wackelt, wird keine sauberen Retuscheergebnisse bekommen. Kurz: In der Realität werden die Ergebnisse natürlich nicht ganz so beeindruckend sein wie im Werbevideo. Aber: Es wird trotzdem bessere Fotos geben als bisher.
Wird - weil noch ist die App nicht offiziell zu haben. Erst Ende des Monats, wenn sich die komplette Mobilfunkbranche auf dem "Mobile World Congress" in Barcelona trifft. Die Remover-App soll zunächst für Android angeboten werden, später auch für iPhone und iPad. Was die App kosten soll, steht noch nicht fest. Aber einen "Wau"-Effekt hat sie auf alle Fälle zu bieten. Netter Einfall.
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Einsamer Fortschritt! Fotos von Situationen, wie sie es in Wirklichkeit nie gegeben haz. Das verhilft dem Medium Bild zu einem neuen Tiefpunkt in Sachen Glaubwürdigkeit. Nebenbei lassen sich noch tolle Effekte erzielen: Hält man z.B. auf der Autobahn bei einem schweren Unfall in Gegenrichtung auf der linken Spur an (wie neulich erst direkt vor mir gesehen), kann man mit seinem aus dem Fenster gehaltenen Handy über die Leitplanken hinweg die Toten und Schwerverletzten fotografieren, ohne vom Gewusel der Rettungskräfte auf dem Bild gestört zu werden. Hat doch was. Und ist sicher auch von der Klientel her die Zielkundschaft. Bilder vom Kölner Dom ohne Menschenmassen davor findet man jedenfalls auch zuhauf im Web. Aber echte, mit richtigem Licht im richtigen Augenblick. Für die richtigen Fans von sinnfreien Apps kommt sicher bald der "Motivgenerator". Dann kann man Brad Pitt direkt vor der eigenen Haustür fotografieren. Ohne vom Sofa aufzustehen oder seinen alten Kumpel Brad telefonisch behelligen zu müssen.
Joschi am 16.02.12 12:34
"Gelungene Urlaubsfotos" mit dem Handy - das ist schon ein Widerspruch an sich!
Gute Fotos kann man mit einer DSLR, Bridge oder halbwegs guten Digicam machen. Eine Handykamera taugt aber höchstens für Schnappschüsse oder Spaßfotos, deren Qualität gerade mal dafür ausreicht, sie z.B. in soziale Netzwerke hochzuladen, mehr aber auch nicht.
Solche Apps sind Spielereien, die eigentlich niemand braucht.
Sehr, sehr fragwürdig finde ich es, diese App schon so jubelnd zu bewerten, bevor sie überhaupt auf dem Markt ist bzw. bevor man sie testen konnte. Oder ist dieses Blog jetzt eine reine Werbeplattform geworden? Ich hoffe nicht...
A. Friend am 17.02.12 9:36
Ist nun mal so: wenn sich nicht(s) grundsätzlich(es) an der Funktion verbessern läßt dann wird eben an der Ästhetik gefeilt und an der (technischen)"Effektenbörse" gedoktert solange bis wieder was echt Neues entwickelt und erfunden ist. Ich sehe allerdings keinen Quantensprung sich ankündigen.
Volkmann am 24.02.12 21:50
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