Mittwoch, 18.01.2012

Internet-Startups aus Deutschland zunehmend erfolgreich

Zwei junge Menschen mit Notebook auf den Knien Sie heißen Soundcloud, Gidsy, Amen, Zapitano und Co. - und verändern gerade erfolgreich die Internetlandschaft. Alles Portale, die von kleinen Startups in Berlin gemacht werden. In Deutschland erdacht, in Deutschland entwickelt, in Deutschland programmiert und gestaltet - und für die ganze Welt ins Netz gebracht. Berlin entwickelt sich zu einem Think Tank fürs Web.

Die Zeiten, in denen deutsche Internetunternehmen nur bereits vorhandene Konzepte aus USA kopiert und auf den deutschen Markt übertragen haben, scheinen vorbei. Mittlerweile entstehen in Deutschland richtig gute Ideen - und sie werden auch noch umgesetzt, was ich wirklich erfreulich finde. Es gibt zahlreiche gute Beispiele. Das Portal Soundcloud etwa entwickelt sich zu einer Art Youtube für Audios und hat gerade richtig viel Kapital bekommen (es ist von 50 Millionen Dollar die Rede), um weiterzumachen und den Dienst fest zu etablieren.

Gidsy ist eine Art Online-Marktplatz für Erlebnisse und Veranstaltungen. Auch die Social Community Zapitano oder das ausgefallene Bewertungsportal Blog: Amen machen von sich Reden. Sie stellen zwar das Internet nicht auf den Kopf, ergänzen es aber sinnvoll und finden weltweit Beachtung. Was nicht nur daran liegt, dass viele deutsche Startups ihre Angebote erst mal in englischer Sprache entwickeln, damit sie weltweit für Neugierde sorgen, sondern auch daran, dass die Projekte internationaler gedacht und aufgestellt sind - und eben oft auf einer wirklich guten Idee basieren.

Besonders viel Aufmerksamkeit bekommen einige Startups, weil nicht die Stadtsparkasse oder Volksbank den Unternehmen Geld leiht (was die meisten Banken und Sparkassen in Deutschland ohnehin viel zu selten machen - ein großer Fehler, aber ein anderes Thema), sondern Megapromis wie US-Schauspieler Ashton Kutcher. Kutcher ist dafür bekannt, nicht nur ein echter aktiver Twitter-Fan zu sein, der Millionen von Followern hat, sondern auch schlau in Internet-Startups zu investieren.

Es spricht für den Mimen, dass er dabei nicht nur amerikanische Unternehmen im Blick hat, sondern durchaus auch solche in Übersee. Kutcher hat nicht nur ins Bewertungsportal Amen Geld investiert, sondern kürzlich erst WWW: 1,2 Millionen Euro in das Berliner Startup WWW: Gidsy. Kutcher ist sogar persönlich in Berlin vorbei gekommen und hat sich alles erklären lassen, bevor er den Scheck unterschrieben hat.

Bei uns ist eine neue Generation von Unternehmern an den Start gegangen: Sie versuchen nicht, eine bereits bewährte Idee zu kopieren, sondern sie sind smart und kreativ genug, eigene Ideen zu entwickeln - und diese dann auch noch auf wirtschaftlich solide Beine zu stellen. Sie können Investoren aus aller Welt begeistern und ihre Projekte verlässlich entwickeln. Das sind gute Nachrichten für den Standort Deutschland: Wir brauchen Know-how im IT-Bereich - und haben davon offensichtlich eine ganze Menge.


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