Montag, 30.01.2012

Zynga soll Spiel-Ideen geklaut haben

Icon-Grafik von TinyTower Mit Computer- und Videospielen kann man gutes Geld verdienen. Das beweist nicht zuletzt Shootingstar Zynga, ein Unternehmen, das mit Browser-Games und Spielen in sozialen Netzwerken wie Facebook bekannt und erfolgreich geworden ist. FarmVille, Mafia Wars, CityVille - das sind absolute Bestseller. Spiele, von denen wohl fast jeder schon mal gehört hat.

Zynga hat in 2010 rund 850 Millionen Dollar umgesetzt und im Dezember 2011 beim Börsengang unglaubliche eine Milliarde Dollar eingenommen. Rund 1300 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen mittlerweile. Da sollte man annehmen, dass hier gute Ideen entwickelt werden.

Doch nun muss sich der Platzhirsch einiges an Kritik gefallen lassen, auch an Spott und Häme mangelt es nicht. Denn so wie es aussieht, hat Zynga sich ideenmäßig bei anderen Entwicklern bedient - und das sogar recht großzügig.

Das Zynga-Spiel "Dream Heights", das es auf Facebook und für Mobilgeräte gibt, ähnelt doch verblüffend dem Spiel "Tiny Tower" der Softwareschmiede Nimblebit. Bei beiden Games sollen die Spieler einen Wolkenkratzer bauen, die Etagen mit Ladengeschäften füllen und möglichst allen Einwohnern einen Arbeitsplatz beschaffen. Ein typisches Aufbau-Strategiespiel, optisch ansprechend gemacht.

Nimblebit hat lediglich drei Mitarbeiter und lebt von der Hand in den Mund, kann aber trotzdem beachtliche Erfolge vorweisen: Apple ihr Spiel "Tiny Tower" in 2011 zum "iPhone Game of the Year" gekürt. Was für eine Ehre! Wenig später ist Zynga mit dem Klon "Dream Heights" an den Start gegangen.

Immerhin haben sich die Nimblebit-Mitarbeiter ihren Humor bewahrt. Sie wissen genau, dass sie juristisch kaum gegen Zynga vorgehen können - Spielideen lassen sich kaum bis gar nicht schützen. Aber sie machen das Beste aus der Situation und haben eine Art offenen WWW: Brief an Zynga geschrieben.

Darin schreiben Sie: "Wir haben gehört, dass Ihr ein neues iPhone Spiel namens Dream Heights" auf den Markt bringt. Wir gratulieren. Wir wollen uns dafür bedanken, dass Ihr offensichtlich so große Fans von unserem Spiel Tiny Tower seid."

Dann wünschen sie den Kollegen von Zynga noch viel Glück und meinen: "Wir werden versuchen, Euch auch mit unseren zukünftigen Spielen zu inspirieren."

Bumm, das sitzt. Und funktioniert, denn natürlich schlägt sich jeder sofort auf die Seite des David, der sich mal wieder gegen Goliath behaupten muss. Blogger, Gamer, überhaupt alle sind empört. Vor allem, weil es sich hier um keinen Einzelfall handelt. Auch andere Hersteller werfen Zynga vor, sich ungeniert bei ihnen zu bedienen. Die ebenfalls kleine Spieleschmiede Buffalo Studios hat WWW: BingoBlitz entwickelt. Auch hier habe sich Zynga recht WWW: großzügig bedient, meint die US-Fachpresse.

Keine Frage: Gute Konzepte sind selten, auch und besonders in der Spielewelt - und sie werden immer kopiert. Kleine Hersteller übernehmen Ideen der Großen, aber eben auch umgekehrt. Vermeiden lässt sich das wohl kaum. Es ist immer eine Frage, wie elegant man so etwas macht - oder eben, wie unelegant. Unelegant ist unsympathisch.

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Naja so GANAZ Neu ide Idee ja generell eh nicht. Ich sag nur Sim Tower. Das ist wohl auch der Grund warum keine Anwälte eingeschaltet wurden.

Ryo am 30.01.12 23:35

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Freitag, 27.01.2012

Twitter führt sanfte "Selbstzensur" ein

Silhouette einer Frau vor Twitter-Homepage Bislang galt der Nachrichtendienst Twitter als Hort der Menschenrechte, als sichere Basis für Rede- und Meinungsfreiheit. Man muss praktisch keine Daten hinterlassen, um sich bei Twitter anzumelden, kann nahezu anonym Tweets um die ganze Welt schicken und Tweets anderer User lesen.

Kurz: Twitter entspricht dem Ideal vieler Internetbenutzer. So viel Freiheit gibt es im Netz mittlerweile selten. Und davon profitieren alle. Twitter ist deshalb zum Beispiel auch in totalitären Ländern geschätzt und beliebt, der Dienst hat bereits mehrfach tatkräftig dazu beigetragen, Demonstrationen zu organisieren und sogar Regierungen zu stürzen.

Doch Twitter will (und muss) wachsen. Das Unternehmen will auch Büros in anderen Ländern eröffnen, auch in Deutschland soll jetzt eine Dependance entstehen. Das bedeutet aber auch, dass dann nationales Recht geachtet werden muss. Darum führt Twitter jetzt eine Art WWW: Selbstzensur ein: Künftig können einzelne Tweets, die gegen nationales Recht verstoßen, im jeweiligen Land ausgeblendet werden, um das nationale Recht zu berücksichtigen und damit die Mitarbeiter in diesem Land nicht zu gefährden, die anderenfalls ggf. haftbar gemacht werden könnten.

Bislang hat Twitter so gut wie keine Nachricht geblockt. Und wenn, dann wurde die Nachricht auch gleich komplett gesperrt, für die ganze Welt. Das soll sich nun eben ändern: Eine Naziparole könnte in Deutschland gesperrt werden, da hier verboten, im Rest der Welt aber weiter zu sehen sein. Umgekehrt könnten ägyptische oder iranische Twitter-User nicht mehr sehen, was ihre Landsleute schreiben, sofern die Tweets gegen geltendes nationales Recht verstoßen. Im Rest der Welt wären die Tweets aber immerhin noch verfügbar.

Unterm Strich wird sicher in Zukunft mehr geblockt, "zensiert" wie manche Kritiker sagen. Allerdings bleibt ja immer noch der Umweg: Wenn - um nur ein praktisches Beispiel zu nennen - ein Server in Neuseeland Tweets aus einem Krisengebiet mitliest und auf einer Webseite zusammenstellt, wären die Inhalte über Umweg wieder überall sichtbar, auch in dem Land, wo sie eigentlich gesperrt sein sollten.

Das ist das Charmante am Internet: Daten und Informationen suchen sich immer ihren Weg. So gesehen ist das ausgewählte Ausblenden von Nachrichten besser, als Nachrichten aus dem kompletten Twitter-Universum zu entfernen. Noch besser wäre natürlich, zumindest im Interesse der Rede- und Meinungsfreiheit, jede Form von Zensur zu unterlassen. Aber das ist wohl nur theoretisch denkbar.

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Was ist eigentlich an Twitter, Facebook und Co. so interessant? Die Unternehmen bieten halt Webspace gegen Geld bzw. Werbung an... wieso wird hier nicht öfters mal Strato oder Hetzner erwähnt... die hosten einen Großteil der Deutschen Unternehmen und privaten Webseiten.

Konrad am 27.01.12 22:36

Kriminelle u.Terroristen finden immer Wege, sowas zu umgehen. Vermutlich soll Einfluß aus d. Ausland auf d. öff. Meinung im Inland unterbunden werden; u. damit teils sogar d. freie Meinungsbildung. Wie b. digitalen Sat-TV. Ich wär ja blöd, meine Sat-Anl. nur noch auf digital umzustellen. Dann entgingen mir d. zehntausenden ausl. Sat-Sender, die ich brauche, um mich realistisch über andere Länder zu informieren. Und sei es nur, um festzustellen, wie dort die Meinung beeinflusst wird. Die ausl. Mitbürger werden deshalb wohl kaum auf digital umstellen. Natürlich möchte ich keinesfalls Nazi-Propaganda aus US auf Twitter u. Co. lesen. Aber ich kann ja überall selber wählen, was ich zur Kenntnis nehmen will. Unterm Strich eine Einschränkg. d. Meinungsfreiheit. Demokratie muß eigentlich andere Meinungen aushalten.

Schmidtchen Mayer am 28.01.12 11:59

Selbstsensur? Klingt ja lustig ...

http://www1.wdr.de/themen/digital/index.html

krza am 28.01.12 20:10

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Dienstag, 24.01.2012

Die Blüten-App

Falschgeld erkennen Den sprichwörtlichen falschen Fuffziger kennen wir alle. Aber würden wir ihn auch erkennen, wenn wir einen in der Hand halten? Schwierig, schwierig ...

Selbst Profis fällt es angesichts moderner Vervielfältigungstechniken nicht immer leicht, echtes von falschem Geld zu unterscheiden. Viele Blüten sehen einfach täuschend echt aus. Darum haben viele Geschäfte heute auch ein kleines Gerät auf oder unter der Ladentheke stehen, für den diskreten Blüten-Check. Dank Speziallicht wird erkennbar, ob es sich um echtes Geld handelt.

In Zukunft soll dazu ein Smartphone ausreichen. Dann soll jeder erkennen können, ob er einen falschen Fünfziger in Händen hält, ob Blüte oder echtes Geld. Einfach mit dem Smartphone ein Foto von der Banknote machen - und wenige Augenblicke später verrät die App, ob es sich um Falschgeld handelt oder nicht.

Entwickelt wurde diese interessante und bislang einzigartige App von Professor Volker Lohweg am Institut "Industrial IT" der Hochschule Ostwestfalen Lippe in Lemgo. Die Forscher tüfteln schon etwas länger an diesem WWW: Blüten-Check - doch jetzt ist die Lösung marktreif. Selbst Laien sollen mit Hilfe der Smartphone-App schnell und unkompliziert Blüten erkennen können.

Klingt vielversprechend. Möglich wird das, weil moderne Smartphones heute mehr sehen können als wir Menschen. Die hochauflösenden Kameras liefern Bilder in brillanter Qualität. Sofern zumindest eine Bildauflösung von 600 dpi (Dots per Inch, Punkte pro Zoll) angeboten wird - und das trifft auf die meisten modernen Smartphones heute zu. Dann lässt sich mit Hilfe geeigneter Software erkennen, ob eine Banknote im komplizierten und nicht fälschbaren Stahlstichdruck hergestellt wurde - oder eben anders, in einer Fälscherwerkstatt.

Stahlstichdruck erlaubt einen sehr feinen Druck und extrem hoher Auflösung, so lassen sich selbst komplizierte Muster drucken. Der Druck ist dreidimensional, es sind Erhebungen fühlbar. Eine moderne Handy-Kamera kann das erkennen. Die Blüten-App identifiziert mithilfe von Bildverarbeitung und Mustererkennung, ob die Muster auf der Banknote hinreichend fein sind - und damit, ob die Banknote echt oder falsch ist.

Ich konnte das leider nicht ausprobieren. Bei Schummerlicht wird das aber wohl eher nicht funktionieren, sondern nur bei guter Beleuchtung. Aber die Idee ist gut: Im Zweifel einfach das Geld für den Autokauf per App checken.

Wann genau die App allgemein erhältlich ist und ob sie echtes Geld kosten wird, steht derzeit noch nicht fest. Aber wenn wir in Zukunft öfter mal Menschen sehen, die Geldscheine fotografieren, wissen wir: Hier macht keiner Erinnerungsfotos von liebgewonnenen Euro-Scheinen, sondern vermutlich gerade nur einen knallharten Blüten-Check.

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Freitag, 20.01.2012

Filehoster dichtgemacht - zu Recht

mega_kl.jpg Na bitte, es geht doch. Es braucht keine merkwürdig konstruierten Gesetze wie SOPA oder PIPA, gegen die Wikipedia und viele andere Portale diese Woche aus gutem Grund so leidenschaftlich protestiert haben, um gegen Internet-Piraterie vorzugehen. Wenn der Wille nur ausgeprägt genug ist, reicht der rechtlich vorhandene Rahmen völlig aus, um einen Filehoster wie Megaupload abzuschalten.

Man braucht gar nicht groß drumherum zu reden: Megaupload ist zweifelsohne eine der größten Austauschplattformen für unerlaubt vervielfältigte Inhalte. Zwar kann man hier - theoretisch - auch private Dateien austauschen. Nur: Wer macht das schon? Die Mehrzahl der über Megaupload verteilen Dateien dürften illegale Inhalte (gewesen) sein. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Besonders bedenklich wird die Sache in meinen Augen aber vor allem dadurch, dass sich die "Unternehmer" dahinter mit diesem "Service" völlig ungerechtfertigt eine goldene Nase verdienen.

Von daher ist es richtig, ein Exempel zu statuieren und dem Filehoster Megaupload den Stecker zu ziehen. Das Problem ist natürlich, dass die Karawane lässig weiterzieht, zum nächsten Filehoster. Und wenn der dicht gemacht wird, wieder zum nächsten. Allerdings lohnt sich der Aufwand (aus Sicht der Strafverfolgungsbehörden und der Rechteinhaber) trotzdem. Denn wenn die Betreiber sogar verhaftet werden und mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen müssen, traut sich vielleicht irgendwann keiner mehr, so einen Dienst aufzumachen.

Schade wäre natürlich, wenn alle Filehoster aus dem Internet verschwänden. Denn manchmal ist es praktisch, eine große Datei, die sich aufgrund ihres Volumens nicht per E-Mail verschicken lässt, auf einem Server zu lagern und an Freunde oder Bekannte weitergeben zu können. So etwas sollte auch in Zukunft möglich sein. Es sollte aber nicht den illegalen Austausch von Musik und Filmen rechtfertigen.

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Zitat"Denn manchmal ist es praktisch, eine große Datei, die sich aufgrund ihres Volumens nicht per E-Mail verschicken lässt, auf einem Server zu lagern und an Freunde oder Bekannte weitergeben zu können."

Ja sichi :)) LÖL

JimKnopf am 20.01.12 12:16

Hello Jorg.
Möglicherweise bin ich blöd-aber wenn ich Guttes Geld ausgeben für eine Kaffee machine dar ich das Kaffee an Jeder das es trinken will-Verschenken oder soar die ganze strasse trinken lassen. Wenn ich viel geld ausgebe für eine CD ist es mir verboten es auszuleihen USW, und wenn ich taanzen will Muß ich in Wirklichkeit Allein Tanzen. Der kaffee machine Hersteller Verbietet mir nicht das Kaffee machine weiter zu geben wenn ich eine Neue Kaufe, so das Jemanden Anders Kaffee trinken kann. Also Warum die Problem Mit Musik? oder Filme.
PS Schau Sehr Gerne Deine Beiträge in AKS Keep it up.

John in Germany am 20.01.12 13:04

@john: Ein hinkender Vergleich. :) Eine CD weitergeben, die man gekauft hat - gar kein Problem. Aber öffentlich stellen, damit sich jeder gratis die Musik ziehen kann? Nicht ok. Darüber kann man streiten und diskutieren, aber jedenfalls rechtlich derzeit nicht erlaubt. Auf zumindest verständlichen Gründen. Nicht falsch verstehen: Ich bin schon auch dafür, nach Lösungen zu suchen, etwa entsprechende Abgaben etc., aber solche Lösungen müssen gefunden werden. Filme online zu stelen, bevor sie im Kino laufen zB, ist dann noch ein Schritt weiter: Für diese Filme hat doch niemand bezahlt, und nicht der Filmverleih entscheidet, wann ein Film online geht, sondern die User?

Jörg Schieb am 20.01.12 16:40

@Jorg.
Danke-Das ist Klar, habe nicht gedacht an die Neue Filme.
Recht hast Du-etwas Muß getan werden, feste regeln das Jeder Versteht. Welt weit zu viel gefragt, aber von hier aus Europa ware eine Anfang.
PS ich habe Slim Browser gestern gefunden-finde ich gut.

John in Germany am 20.01.12 17:37

Die Verhaftungen finde ich berechtigt. Das sind Kriminelle, die sich an den Leistungen anderer bereichern. Weiter so.

Kai-Uwe am 20.01.12 18:22

Besser man geht lieber einmal in ein wirklich schönes Konzert oder Musical und entscheidet dann ob man sich dazu die CD als Erinnerung kauft. In Wirklichkeit werden wir doch immer mehr und an jeder Ecke mit irgendwelchen Dingen überfrachtet, die Kiddis haben mehr Musik auf ihren Handys, als Geld in der Tasche, aus jedem zweiten Auto wummert der Bass. Das ist Reizüberflutung pur und ich bin oftmals froh, wenn ich zu Hause mal kein Radio oder TV sehe und mich einfach nur mal so gehen lassen kann. Ob diese Aktion wirklich was bewirkt oder das Unrechtbewusstsein derer schärft, die solche Inhalte illegal teilen, wag ich zu bezweifeln.

Dietmar Kuchen-Windmüller am 20.01.12 19:12

Prinzipiell war die Schließung ansich richtig, andererseits könnte man mit diesem Argument auch jeden anderen bekannten Filehoster jeglicher Art "ausheben".

Stefan am 20.01.12 20:07

QDietmar Kuchen-Windmüller: "Ob diese Aktion wirklich was bewirkt oder das Unrechtbewusstsein derer schärft, die solche Inhalte illegal teilen, wag ich zu bezweifeln." ---> Das wage ich auch zu bezweifeln, wobei ich fehlendes Unrechtsbewusstsein durchaus verstehen kann, weil das besagten teilen eben gar nicht erst illegeal sein sollte. Aber solange sich die Politik willfährig vor den Bug der Unterhaltungsindustrie spannen lässt ... bleiben die Interessen der Menschen halt auf der Strecke.

Karl-Heinz Moser am 20.01.12 20:08

Ohja, das böse MegaUpload! Es ist so böse, weil es ein Produkt angeboten hat, für das viel Werbung gemacht wird (Kinofilme), die mal aber als Produkt nicht erwerben sondern lediglich im Glotzen-Zoo (auch Kino genannt) mit anderen Leuten, die man garnicht leiden kann, unter Aufsicht ansehen darf.

Da der WDR, die ARD und das ZDF ja leider unfähig sind alle von uns GEZ-Zahlern gezahlten Inhalte online auf Immer und Ewig anzubieten, sind wir - die Konsumenten - leider auf Dienste wie MegaUpload, Uploaded.to, Sockshare, RapidShare, Netload.in, Duckload & Co. angewiesen.

Wie wäre es denn, wenn Sie statt hier rum zu blödeln in einem völlig unbedeutsamen einfach mal dafür sorgen, dass wir unsere bezahlten Inhalte online ansehen dürfen?

Hans Wurst am 20.01.12 20:11

Die voherigen Kommentare lassen ahnen, dass hier sorgfältig ausgewählt wird.

Also ich will es mal so sagen: Rechtlich betrachtet haben Sie da sicher Recht.

Wie aber kann es sein, dass ein großer Hoster einfach abgeschaltet wird? Inklusive aller einwandfreien Dateien, d.h. Urlaubsvideos, Backups etc.
Ich kann Dateien auch über Dropbox und ähnliches tauschen. Würden Sie das genauso begrüßen?

Aber was mich doch am allermeisten stört, ist das Urheberrecht und die derzeitige Umsetzung. Für eine Neuordnung nehme ich gerne durchaus in Kauf, dass eine Hollywood-Produktion ein beschränkteres Budget hat. Als freier Künstler kann man seine Produkte höchsten vermarkten lassen, wenn man bereit ist auf den Großteil des Gewinns zu verzichten. Hier gibt es viel zu tun.

Ihren Kommentar finde ich sehr einseitig und recht gedankenlos.

Zufällig hatte dieser unsympathische Kinble tatsächlich geplant einen Service aufzubauen, bei dem Künstler ihre Werke einstellen konnten und lediglich 10% an den Dienst leisten müssten. Völlig ohne Label... vielleicht war das zuviel der guten Ideen.

Daniel am 20.01.12 20:34

...naja...eine bissl populistisch ist dein Beitrag schon...oder?!
Ich persönliche glaube nicht das damit ein exemple Statuiert wird...wie schon geschrieben wurde..."die karawane zieht weiter"...und wenn es im zweifelsfall zu "moblieME" oder "Dropbox" ist...denn im Prinzip ist das ja nichts anderes...!

Fläschi am 20.01.12 20:34

Urheberrechtsverletzungen im großen Stil bekämpfen. Verantwortliche verfolgen ... gerne!

Aber bitte, Strukturen und Plattformen sperren und ggf. zerstören. Nein so ist das nicht richtig.
Wer eine Plattform schafft, die 4% des Traffic weltweit generiert, dann wurde dort Infrastruktur geschafft, die zum Guten genutzt werden kann.

Man sperrt und baut auch den Parkplatz an der A1 nicht ab, weil der Leiter der Autobahnmeisterei dort Drogen und Raubkopien verkauft. Oder doch?

Wenn eine solche Struktur entsteht, weil Nachfrage herrscht!! Und die Nachfrage nur deswegen nicht befriedigt wird, weil Contentmafia (Rechteverwalter) nicht in der Lage ist sich auf internationaler Ebene zu einigen, dann liegt der Fehler am System, nicht an der Infrastruktur.
Eine halbe Milliarde Verlust ... sicher doch.

Es wird Zeit endlich das Urheberrecht an die Möglichkeiten der heutigen Zeit anzupassen und dem Urheber wieder die Macht zu geben.

Über die moralischen Werte und Ambitionen im Rahmen eines Strafverfahrens einer Nation, die geheime Foltergefängnisse in Europa betrieb/betreibt(?) möchte ich gar nicht erst reden.

Solange Finanzen vorgeben was richtig und was falsch ist und damit verfolgt wird, läuft etwas arg schief!

beejay am 20.01.12 20:43

Zwar kann man hier - theoretisch - auch private Dateien austauschen. Nur: Wer macht das schon?

Ich!
Mal in ein Forum oder Kommentar eine Datei verlinken, usw..
Z.B. habe ich da mal eine PDF mit der Skizze (inkl. Werbeblabla zur Grundaustattung) eines "Flachdachbungalow F115" aus den 70ern hochgeladen.
Das dürfte FBI und BKA ja jetzt mal richtig interessieren.
Auweiha, evtl. macht da der Hausbauer Stunk ;-) .


Die haben geglaubt so etwas aus Amerika betreiben zu können.
Wenn das nun gefährlich wird, gibt es eben in der Zukunft "Megaupload.to" auf Tonga, oder "Megaupload.cc" auf den Coconut Islands usw..


Man hätte ähnlich dem falschen DNS-Server noch kurz weiterlaufen lassen sollen, und in allen Medien darauf hinweisen die Daten zu sichern.
Dass in der Zeit evtl. noch ein paar der geschützten Inhalte heruntergeladen würden, steht rechtlich wohl hinter dem Recht die Daten zu sichern. Auch in Deutschland. Das eine ist ein virtueller Schaden der auf den kurzen Zeitraum im Verhältnis eh nichts mehr ausmacht, das andere sind Daten bei denen evtl. jemand keine Kopie mehr hat (ob das so clever ist mal außen vor).

Zum aktiven Tausch von Geschütztem:
Wenn sich keiner mehr traut kommt evtl. die Zeit der WLAN-Tauschpunkte (Kabellose "Tote Briefkästen"), deren Standorte (ungefähr) im Internet gelistet wären.

Es wäre interessant zu wissen ob und wie Polizei und Justiz den AP dann orten würden.
"ob", weil die BnetzA eigentlich nur ausrückt wenn einer falsch funkt (Piratensender, in den Polizeifunk quatscht...) oder zu stark sendet. Und gerade im WLAN ist das schwer nachweisbar, da da jeder senden darf.

Tobias Claren am 20.01.12 21:18

Hallo Jörg,

das klingt heuchlerisch. LG

Jochen Goerdts am 20.01.12 22:24

Interessant ist doch, dass die USA es schaffen kann internationale Haftbefehle durchzusetzen. Wegen des Angebots Copyright-Verletzungen begehen zu können. Personen, die keine US-Bürger sind, müssen mit über 20 Jahren Haft rechnen. Aber die USA schaffte es nicht einen Haftbefehl gegen Osama durchzusetzen? Die USA schaffen es nicht mal ihrer eigenen Straftäter international habhaft zu werden. Wenn es um Computerdateien geht, klappt das aber. Ich finde das bedenklich. Genauso bedenklich, wie die Möglichkeit, dass auch andere Länder in Zukunft internationale Haftbefehle wegen national geltender Gesetze durchsetzen. Das Gerechtigkeitsprinzip basiert auf Gleichbehandlung. Genau das sehe ich hier verletzt. Sonst müsste nämlich die USA mit den arabischen Dikataturen zusammenarbeiten und revolutionäre Blogger ausliefern, weil eben jene gegen nationale Gesetze verstossen. Und Landesverrat wiegt doch schwerer als der neueste Hollywood-Schinken, oder nicht? Soviel ich gehört habe, lagen auf MU massenhaft Dateien, für die die USA nicht im geringsten zuständig ist. Trotzdem wurde ein Exempel geschaffen. Es wird wohl so weiter gehen wie bisher: Geld regiert die Welt.

Georg am 20.01.12 23:15

Dass es Wikipedia an den Kragen gehen könnte, wäre ein echt dicker Hund. Ich weiß wie hohe Standards bzgl. Quellennachweis etc. anlegt werden. Hier geht es Information und nicht um den Klau leichter Unterhaltung.

Aber die Musik- und Filmbranche muss sich auch langsam mal was überlegen. Auch hier gibt es eine Evolution. Die alten Mönche vervielfältigen auch nicht mehr per Hand, die hat der alte Gutenberg arbeitslos gemacht. Die Schriftsetzer sind auch weitest gehend ersetzt durch Druck vor der Platte. Aus Büchern werden Hörbücher und E-Books, die zusammen mit den DVDs generöse im Internet verteilt werden.

Durch das Zumachen eines oder mehrerer Hoster wird sich die Entwicklung nicht aufhalten lassen. Die P2P Seiten sind schon auf dem richtigen Weg, ein wenig mehr Gehirnschmalz und höhere Bandbreiten und wir haben in absehbarer Zeit wirkliches rotierendes, verteiltes Hosting ohne eine Platform dazwischen. Da macht sich dann nichts mehr zu.

Also Musik- und Filmindustrie anpassen oder aussterben. Bei dem Müll der gedreht wird wäre es um Filme vielleicht nicht mal schade - aber Bücher…

Owala am 20.01.12 23:23

Ich finde es ist eine eher populistische Maßnahme die von einem doch eher populistischen Kommentar gefolgt wird. Wir sollte uns glücklich schätzen über die Freiheit des Internet und die Möglichkeiten die sich hiermit verbinden und mögliches Potential zu erkunden. Aber stattdessen schießt man sich auf Filesharingportale ein. Weder durch die Schließung von megaupload oder einem anderen Portal wird sich etwas erreichen lassen. Es wurde auch davor urheberrechtliches Material kopiert und weitergegeben. Früher waren es die Kopien eines Buches gefolgt vom Brennen einer CD. Es ist auch Unsinn von einem Schaden von ca. 500 Mio $ zu sprechen, da es auszuschließen ist dass jede Person die einen Film heruntergeladen hat auch diesen andernfalls im Kino gesehen hätte. Vielmehr wurde bereits untersucht, dass eben solche Personen die hier immer wieder als "Piraten" diffarmiert werden prozentual deutlich häufiger dem Kino einen Besuch abstatten als Personen, die dies nicht machen. Auch die Musikindustrie hat langsam verstanden, dass man nicht einfach gegen das Internet wirken sollte sondern es als weiteren Absatzmarkt verstanden.

Käptn Crunch am 21.01.12 0:35

Da hinkt die Film- und Musikindustrie dem Trend und der Nachfrage jahrzehntelang hinterher anstatt sie von vorneherein zum Anbieten von legalen Inhalten zu nutzen, und ausbaden müssen das jetzt die User von Megaupload, und bald auch andere. Wer seine Privatdateien auf andere Hoster ausgelagert hat sollte jetzt schnell eine externe Festplatte kaufen um sie sich wieder runter zu laden. Wer weiß wann der nächste Filehoster geschlossen wird.

Und was die illegalen Tauschbörsen angeht, die über diese Filehoster betrieben werden: Der Erfolg dieser illegalen Tauschbörsen liegt doch auch darin begründet, dass Vieles legal nicht oder nur mit großem Aufwand und vielen Kosten (Import aus USA oder Japan) zu bekommen ist. Oder dass aus marketingtechnischen Gründen ein Produkt den potentiellen Käufern vorenthalten wird. Ich denke da an CD Veröffentlichungen, die erst mal wochenlang im Radio laufen bevor man sie legal kaufen kann, damit genug Nachfrage da ist das Lied auch gleich auf Platz 1 der Charts zu befördern. Oder Serien, die wegen vermutetem Mangel an Interesse oder weil man sich nicht über die Rechte einigen kann nicht als DVD veröffentlicht werden.
Auch das Angebot an legalen Downloads für Menschen mit wenig Platz für große Film- oder CD Sammlungen ist nicht gerade berückend. Und bei legalen Internet Filmanbietern wie Maxdome ist das Angebot oft zeittich begrenzt: Meinen Lieblingsfilm darf ich nur 48 Std. ansehen und wenn ich ihn an nem verregneten Herbsttag noch mal sehen will muss ich noch mal zahlen, falls er dann überhaupt noch online ist. Und wenn ich ihn jede Woche mal ansehen will kann es ganz schön teuer werden, weil so ein begrenzt nutzbarer Download schon so viel kostet wie eine DVD im Discount.

Aber die Film- und Musikindustrie will lieber an ihren veralteten Marketing- und Verkaufsstrategien festhalten als eine vorhandene Nachfrage legal zu befriedigen und selber dran zu verdienen. Das ist so als wenn die Pferdekutschenbesitzer keine Autos auf die Straße lassen würden weil sie die für Pferdekutschen gebaut haben.
An ihren Verlusten sind sie selber schuld, weil sie die Zeichen der Zeit nicht erkannt haben.

Aber man kann den Fortschritt nicht aufhalten. Entweder man macht mit und gestaltet den Fortschritt mit oder man kommt unter die Räder (und nicht unter die der Pferdekutschen). Aber genau das versucht die Film- und Musikindustrie schon seit Jahren - den Fortschritt aufzuhalten, im Namen des "Urheberrechts" - wo sie selbst den Urhebern den kleinsten Teil am Gewinn abgeben - wie heuchlerisch! Viele Künstler wollen aus dem System der Musikindustrie ausbrechen und ihre Rechte selbst vermarkten, aber genau das will die Industrie nicht. Lieber blockiert sie die Straße zu neuen Geschäftsmodellen mit Pferdemist...

HahDee am 21.01.12 1:54

Naja einen hoster dicht zu machen der an sich gegen keine Gesetze verstoßen hat is echt ne leistung. Vorallen weil das unternehmen nicht in den USA ansässig ist ist Fraglich warum sich das FBI für diesen Fall zuständig sieht. Wahrscheinlich einer der ersten Schritte in richtung totale Zensur (wir deutschen hatten das thema schon mal durch (2.wk)) ...

Aber wozu rechtliche Grundlagen beachten - Gesetze interessieren doch eh keien - so zumindest scheint es im Falle Megaupload zu sein.

Zu SOPA ist auch interessant zu wissen, dass einige der hauptbefürworter damals quasi alleinige Anbieter von Filesharing-Software wie torrent, emule, kaaza, limewire ect.pp waren und das für mehr als 10 Jahre. Cnet (und andere Seiten, die Cnet-Inhalte eingebettet hatten) habenteilweise sogar tests durchgeführt mit welcher methode/Software man am besten dateien downloaden kann (natürlich wurden in den Tests nur nicht copyright geschützte sachen verwendet) . Oder auch der mp3-Suchdienst von Cnet ist so angelegt gewesen dass man noch nicht einmal cnet verlassen musste um die Dateien zu Downloaden - einfach einen Haken setzen um zu den Suchergebnissen zu kommen und dann hatte man die direkten Links zu den mp3-Dateien. Aber wenn man nun bedenkt dass cnet eigentlich eine division von cbs ist fragt man sich warum verteilen die Filesharing software und kreischen dann rum dasses zu viel internetpiraterie gibt.

Cillit_Bang am 21.01.12 4:37

...haha, dieser Blog wird "moderiert". Soviel zur
Freien Meinungsauesserung!
Die USA mischt sich überall dort ein wo sie finanzielle
Interessen haben, nicht aber da wo es
Nötig wäre (Burma -Menschenrechte)
Und wenn sie die USA dann wieder weg sind
(Irak) gehts mit den Attentaten munter weiter
Und mal ehrlich, es hat immer filesharing gegeben
Oder wer hat nicht Schallplatten oder CDs unter
Freunden getauscht und kopiert. Und trotzdem wurde
Musik verkauft.
Wer kontrolliert und bestimmt eigentlich das internationale
Recht BTW wieso machen sich labender wie Neuseeland
Und Hong Kong zum Handlanger der USA?
Freie Daten und Meinung Für Alle

Madter of Universe am 21.01.12 9:39

Eine bericht im FS über eine Firme das geld verdient mit Down Load Freaks. Frage wie so bekommen die die aktuelle Post Addresse das die IP verbindet von Der Provider?, oder hab ich das Falsch Verstanden?. Face Book und Twitter werden eine Praktisch in der arme Gedrukt-Klasse, es gibt welche die haben tausende nutzlose freunde, und dafur geben die alles Preis.

Klar ist wer Illegal Vervielfältigt und weiter verkauft Müß Bestraft werden. Aber was ist mit die produkte das von Städte Kommen das alle rechte Ignorieren-und auch Patente?.
Ich bin der meinung das wasser ist tiefer als wir Wissen.

John in Germany am 21.01.12 10:20

Seltsam das niemand Ursachen bekämpft sondern immer nur das Ergebnis angefasst wird.
Meine Vorredner haben ja schon genug zu den Ursachen geschrieben.

Wann schliesst endlich mal jemand Banken und Sparkassen?
Dort wird nicht nur mein Geld verwaltet sondern auch Schwarzgeld verteilt, Geld gewaschen, Geld für Straftaten verliehen und von Spekulationen reden wir lieber nicht. Das ganze passiert International und schadet niemandem?

John Mock am 21.01.12 11:01

Unglaublich armselig, wie diese Kommentare "moderiert", also passend zur der Meinung des Herrn Schieb aussortiert werden.

Mein Kommentar, der ausschließlich gepflegte Wortwahl und Darstellung meiner Meinung in angemessenster Forum enthielt (und somit in jeder Hinsicht den Blogregeln entsprach), wurde nicht veröffentlicht. Klar, war meine Meinung doch genau der von Herrn Schieb entgegengesetzt.

Das zeigt auf, dass diese Moderation nicht zum Aussortieren von Spammern und unflätigen Schimpfern verwendet wird, sondern als Zensur.

Schon mal daran gedacht, dass dieses ein sehr schlechtes Bild auf den WDR insgesamt wirft? Was dazu wohl die Zentralredaktion sagt?

Horst am 21.01.12 14:56

Zu 99% lese ich hier leider nur Unfug.
Es traf mit "Kimble"keinen falschen!
Einfach mal bei Gulli den Nachruf auf G.v.Gravenreuth nachlesen-da ist dann auch ein wenig ueber den "Herrn"Schmitz aka Kimble zu finden.
Die Story dort ist nicht komplett,aber wenn man sich Muehe gibt findet man sicher auch noch Details dazu warum er bei seiner Verurteilung hier in DE so glimpflich davonkam-er hatte fleissig geloggt und die logs den Behoerden im Austausch fuer ein wenig Nachlass uebergeben.Namen und Daten lieferte er en masse.
Megaupload war von vornherein auf den upload von illegalem material eingerichtet-erfolgreiche uploader wurden be\entlohnt.
Aber auch die "legale"Industrie wie der groesste NBiederleandische carrier Cogent waren letztlich beteiligt(mal bei Wickipedia nach Cogent Communications suchen)bei denen hatte man reichlich angemietet.
Kimbel wird sicher das gleiche Spielchen mit den US Behoerden treiben wollen,wie damals in DE-geloggtt hat er sicher reichlich.
Nur denke ich da es Ihm diesmal nichts nutzen wird. :D
Nichts gegen eine Revision des Urheberrechtes,der GEMA,der GEZ usw.
Das alles ist Steinzeit.
Ich mag Piratebay :)
Aber Typen wie Kimbel-nein Danke!

robin am 21.01.12 15:08

>>Na bitte, es geht doch... ...Filehoster wie Megaupload abzuschalten.>Man braucht gar nicht groß drumherum zu reden... ...traut sich vielleicht irgendwann keiner mehr, so einen Dienst aufzumachen.>Schade wäre natürlich... ...nicht den illegalen Austausch von Musik und Filmen rechtfertigen.<<

Oh, wie wirtschaftlich-politisch korrekt oder doch unglaubwürdig? Nur ein toter Indianer ist ein guter Indianer aber einige wenige sollten wir doch behalten wegen der kulturellen Vielfalt, nicht wahr?
Tatsächlich schade wäre es, wenn weitere und dabei noch so performante Filehoster wie MU verschwänden, aber auch wenn auf Autobahnen nur noch Fahrräder erlaubt wären oder wenn keine Tiere mehr geschlachtet werden außer jemand möchte mal ein Steak essen.


kugelfisch am 21.01.12 16:29

Klaro wird dieser_blog_moderiert!
Dies ist nun einmal keine Pinnwand auf dem jeder Vollhorst seinen Mist abladen kann.
Mit "Zensur"hat dies also nichts im geringsten zu tun wenn Herr Schieb bestimmte Postings nicht freischaltet,sondern mit der Tatsache das dies_SEIN_blog ist und keine oeffentliche Klagemauer!Nennt sich auch "Hausrecht".
Btw. einfach mal bei dem oben bereits erweahnten Wikipedia nachlesen was Zensur bedeutet.

humpty dumpty am 22.01.12 6:35

"Schade wäre natürlich, wenn alle Filehoster aus dem Internet verschwänden. (...) So etwas sollte auch in Zukunft möglich sein."

Selbst wenn jede Datei einzeln begutachtet werden würde (wofür einem Filehoster schlicht und einfach die Ressourcen fehlen), könnte man illegale Dateien ganz einfach in ein verschlüsseltes Archiv packen und es zum Beispiel "Urlaubsvideos" nennen.
Auch das Verstecken von Daten in (legalen) Dateien ist technisch möglich, wenn auch mit Aufwand verbunden.
Wie wollen Sie also zwischen legal und illegal unterscheiden?!?
Solange Sie nicht sämtliche Filehoster dichtmachen wollen, werden darüber immer auch illegale Dateien verbreitet werden.
Und selbst wenn es keine Filehoster mehr gäbe, würden die betreffenden Personen sicher andere Wege finden, Filesharing zu betreiben.
Die Filehoster sind ja selbst erst durch den (langsamen) Untergang der Peer-to-Peer-Netzwerke entstanden.

"Es sollte aber nicht den illegalen Austausch von Musik und Filmen rechtfertigen."

Das tut es auch nicht.
"Rechtfertigen" hieße, sich auf ein Gesetz beziehen zu können, das jemandem den illegalen Austausch erlauben würde.
Das ist jedoch ein Widerspruch in sich, sonst wäre es ja nicht illegal!

Außerdem hätte ich noch eine Frage:
Was denken Sie, warum Filesharing überhaupt in so großem Maßstab betrieben wird?

Meiner Meinung nach ist das der Fall, weil es keine Möglichkeit gibt, jederzeit (also 24/7) digitale Inhalte jeder Art legal zu kaufen und herunterzuladen, ohne dabei einen Qualitätsnachteil zu erleben.
Oft wird eine minderwärtige Komprimierung verwendet, um die Downloaddatenrate nicht übermäßig zu strapazieren.
Wenn meine Datenrate allerdings entsprechend hoch (oder meine Geduld entsprechend groß) ist, möchte ich auch Full-HD mit den auf Bluray-Disk üblichen 25000 kbps herunterladen können.
Außerdem sollten die Medien nicht kopiergeschützt sein, denn ich will bei einem Film, den ich mir gekauft habe, auch bestimmen können, auf welchen Geräten, mit welchem Codec (neu) komprimiert und mit welcher Software ich ihn abspielen oder konvertieren will.

Die Statistik beweist, dass sich der Anteil der Contenindustrie am BIP in so gut wie jedem Land der Welt seit 1980 auf einem konstanten Wert hält.
Die Industrie kann sich von da her also nicht beschweren. Ein höherer Anteil hieße für jeden von uns, dass wir andere Bedürfnisse zurückstufen müssten.

Nicht, dass Sie mich falsch verstehen: Ich bin kein Befürworter von Urheberrechtsverletzungen, aber ich denke, man muss oftmals einen Schritt zurück gehen, um den ganzen Zusammenhang zu sehen und die Schuld liegt meistens nicht auf einer Seite allein!

Pseudo Nym am 23.01.12 14:01

Zweifelsfrei sind diverse 'Tauschaktionen' nach geltendem Recht eine Urheberrechtsverletzung.
Captain Crunch hat mein nun folgendes 'Aber...' auch schon mal kurz erwähnt.
Die Industrie rechnet sich die Zahlen schön. Wedelt wild mit virtuellen Verlusten rum. Und diverse Staatsmächte schliessen sich diesen Fake-Rechnungen auch noch an. Reden von volkswirtschaftlichem Schaden, wenn mal wieder Plagiate von diversen Nobelmarken vernichtet werden.
Welcher geistig intakte Mensch glaubt den Sch...?
Leutz mit entsprechender finanzieller Ausstattung kaufen sich weiterhin das Original und keine Billigkopie. 'Virtuell' dann z.B. 2.000 vernichtete, gefälschte Gucci-Taschen(die auf Polenmärkten etc. von einkommensschwachen Damen, die 'auch mal was hippes besitzen wollen' und für ein paar Euro-Fuffzig den Besitzer wechseln) hochzurechnen ist hirnrissig. Niedriglöhner, HartzIV-Empfänger usw. kaufen in Ermangelung der Billigkopie wohl eher kein Original. Zum Phantasiepreis. Oft unter den gleich schlechten Arbeitsbedingungen in Billiglohnländern produziert.
Hochgerechnet wird aber weiterhin. Als wäre jeder gefakte Sportschuh, jedes gefakte Shirt auch als 'Original' gekauft worden.

Und den Scheiß macht die Medienindustrie auch. Dinosaurier setzen lieber auf Strafverfolgung, als die Zeichen der Zeit zu erkennen.
Daß medialer Tiefschlaf und Nichterkennen der Zeichen der Zeit eher ungesund ist, hat aktuell Kodak vorgeführt.


Micha am 24.01.12 8:33

Urheberrechtsschutz- JA.
Überzogene Gewinnerwartungen- NEIN.
Begründung meiner Meinung/Einstellung?
Als Facharbeiter mit Gesellenbrief und diversen Zusatzqualifikationen hab ich in den '80ern ca. 1.500DM pro Monat aufs Konto bekommen. Eintritt zum Konzert von XY 30DM. Anno 2006 landeten 'satte' 1.200€ auf dem Konto(dank diverser Lohnverzichte- zum Erhalt des Arbeitsplatzes?). Zur gleichen Zeit hats exakt vorerwähnter XY aber nicht so mit Lohnverzicht. Die Karte geht nun für 75€ über den Tisch.
Von mir aus können Promi und Co. täglich in den Medien mit ihren Villen mit 10Bädern protzen. Ihre zig-millionenschweren Scheidungen auch noch vermarkten.
Besitzneid? Mitnichten. Den materiellen Müll möcht ich garnicht an der Backe haben.
Aber für den überkadiedelten Mist möchte ich bitteschön als 'Kunde' nicht auch noch zur Kasse gebeten werden. Und bei Zuwiderhandlung durch FBI und USAmiland weltweit verfolgt.
Da läuft was falsch.
Das kanns ja nicht sein.

Micha am 24.01.12 9:16

Interressant fände ich übrigens auch eine Gegenrechnung mit z.B. Festplatten, (die ja auch immer größer werden, kann mir kaum vorstellen, dass man 1Tb Platte mit Urlaubsbildern voll bekommt)oder mp3-Playern, (die boomten fast nur durch illegal getauschte Musik), sogar die Breitbandangebote und Preise der Internetanbieter (Telekom, 1&1, etc. wären doch unsinnig ohne downloads), der Kauf von CD,DVD und Blueray Brennern und Rohlingen, Merchendisingprodukte verkaufen sich doch auch viel besser, wenn die Band, Film, Serie bekannter ist. Ich war schon auf vielen Konzerten von Bands, auf die ich ohne downloads nie gegangen wäre. Klar werde ich durch die Vielzahl wählerischer, entdecke z.B. japanische und afrikanische und französische Pop und Rockmusik, die ich nie in einem Laden auch nur gesehen hätte. Früher habe ich meinen Videorecorder programmiert, Kassetten aufgenommen und getauscht, bin Mitglied in Bücherein und habe mir dort Bücher und CD's ausgeliehen um sie anzuhören.
Ideen entstehen eben nicht in einem luftleeren Raum, sondern in einer Gesellschaft, die die Möglichkeit dazu bietet, sich mit vielen Dingen auseinanderzusetzen und nicht nur im Radio die Top 50 hoch und runter zu hören. Das nenne ich Wissensgesellschaft. Ich gehe immer noch ins Kino für einen Kinofilm und zu Konzerten, weil ich vorher die Auswahl hatte, vielleicht würde ich sonst vor der Glotze versauern.

Noch ein Micha am 24.01.12 21:45

Gut ist jedenfalls, dass Schluss ist mit den ganzen Gratis-Gewaltvideokram vom Strassenrand oder Netz.
Mal interessant zu sehen, ob es Auswirkungen auf die Gewaltstatistiken hat. (sofern's beim Abschalten der Hoster bleibt).

777 am 27.01.12 23:17

Statt Plattformen zu schliessen sollten sich die, die ihre Felle davonschwimmen sehen, Gedanken machen, wie sie ihre Geschäftsmodelle an die Entwicklungen anpassen.

datenschuzz am 11.05.12 11:51

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Mittwoch, 18.01.2012

Internet-Startups aus Deutschland zunehmend erfolgreich

Zwei junge Menschen mit Notebook auf den Knien Sie heißen Soundcloud, Gidsy, Amen, Zapitano und Co. - und verändern gerade erfolgreich die Internetlandschaft. Alles Portale, die von kleinen Startups in Berlin gemacht werden. In Deutschland erdacht, in Deutschland entwickelt, in Deutschland programmiert und gestaltet - und für die ganze Welt ins Netz gebracht. Berlin entwickelt sich zu einem Think Tank fürs Web.

Die Zeiten, in denen deutsche Internetunternehmen nur bereits vorhandene Konzepte aus USA kopiert und auf den deutschen Markt übertragen haben, scheinen vorbei. Mittlerweile entstehen in Deutschland richtig gute Ideen - und sie werden auch noch umgesetzt, was ich wirklich erfreulich finde. Es gibt zahlreiche gute Beispiele. Das Portal Soundcloud etwa entwickelt sich zu einer Art Youtube für Audios und hat gerade richtig viel Kapital bekommen (es ist von 50 Millionen Dollar die Rede), um weiterzumachen und den Dienst fest zu etablieren.

Gidsy ist eine Art Online-Marktplatz für Erlebnisse und Veranstaltungen. Auch die Social Community Zapitano oder das ausgefallene Bewertungsportal Blog: Amen machen von sich Reden. Sie stellen zwar das Internet nicht auf den Kopf, ergänzen es aber sinnvoll und finden weltweit Beachtung. Was nicht nur daran liegt, dass viele deutsche Startups ihre Angebote erst mal in englischer Sprache entwickeln, damit sie weltweit für Neugierde sorgen, sondern auch daran, dass die Projekte internationaler gedacht und aufgestellt sind - und eben oft auf einer wirklich guten Idee basieren.

Besonders viel Aufmerksamkeit bekommen einige Startups, weil nicht die Stadtsparkasse oder Volksbank den Unternehmen Geld leiht (was die meisten Banken und Sparkassen in Deutschland ohnehin viel zu selten machen - ein großer Fehler, aber ein anderes Thema), sondern Megapromis wie US-Schauspieler Ashton Kutcher. Kutcher ist dafür bekannt, nicht nur ein echter aktiver Twitter-Fan zu sein, der Millionen von Followern hat, sondern auch schlau in Internet-Startups zu investieren.

Es spricht für den Mimen, dass er dabei nicht nur amerikanische Unternehmen im Blick hat, sondern durchaus auch solche in Übersee. Kutcher hat nicht nur ins Bewertungsportal Amen Geld investiert, sondern kürzlich erst WWW: 1,2 Millionen Euro in das Berliner Startup WWW: Gidsy. Kutcher ist sogar persönlich in Berlin vorbei gekommen und hat sich alles erklären lassen, bevor er den Scheck unterschrieben hat.

Bei uns ist eine neue Generation von Unternehmern an den Start gegangen: Sie versuchen nicht, eine bereits bewährte Idee zu kopieren, sondern sie sind smart und kreativ genug, eigene Ideen zu entwickeln - und diese dann auch noch auf wirtschaftlich solide Beine zu stellen. Sie können Investoren aus aller Welt begeistern und ihre Projekte verlässlich entwickeln. Das sind gute Nachrichten für den Standort Deutschland: Wir brauchen Know-how im IT-Bereich - und haben davon offensichtlich eine ganze Menge.


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Dienstag, 17.01.2012

Wikipedia geht aus Protest 24 Stunden offline

Logo Wikipedia dunkel Kleine Vorwarnung: Am Mittwoch geht bei Wikipedia gar nichts mehr. Kein technisches Problem, auch kein finanzielles, sondern eine öffentliche Demonstration.

Die Wikipedia-Macher haben beschlossen, gegen zwei geplante US-Gesetze zu protestieren, die in der Öffentlichkeit, aber auch in der Politik heftig umstritten sind. Selbst das Weiße Haus hat sich unjüngst kritisch geäußert. Damit auch alle mitbekommen, was die Gesetzentwürfe für Folgen haben könnten, geht der englischsprachige Zweig von Wikipedia weltweit für 24 Stunden offline - andere Sprachen sollen nicht betroffen sein.

Ein durchweg gelungener Coup. Denn wenn das mit Abstand wichtigste Nachschlagewerk der Welt, und als solches kann man Wikipedia zweifellos mittlerweile bezeichnen, einen ganzen Tag lang nicht zu erreichen ist, dann dürfte das für reichlich Gesprächsstoff sorgen. Viele werden sich nach den Gründen fragen.

Das lenkt die Aufmerksamkeit dann auch gleich auf den "Stop Online Piracy Act" (SOPA) und den "Protect IP Act" (PIPA). Beide Gesetzentwürfe sind heftig umstritten und werden von vielen abgelehnt. Wikipedia-Gründer Jimmy Wales hat eine eindeutige WWW: Meinung dazu: Sein Urteil: Es handele sich dabei um eine "destruktive Gesetzgebung".

Beide Gesetze dienen dazu, die Urheberrechte im Internet besser zu schützen und Missbrauch zu erschweren. Klingt erst mal gut - aber die Methoden sind zweifelhaft. So ist vorgesehen, dass Internet-Provider und Suchmaschinen dazu verdonnert werden können, bestimmte Webangebote komplett auszusperren. Das Ganze, ohne dass die Betroffenen vor Gericht angehört werden. So etwas öffnet einem gewissen Missbrauch Tür und Tor. Kein Wunder, dass ein solches Vorhaben in der Online-Community umstritten ist. Auf so etwas reagiert die Community stets allergisch.

Die für Wikipedia verantwortliche Wikimedia Foundation ist mit ihrer Kritik keineswegs allein. Auch die angesehene "Electronic Frontier Foundation" (EFF) ist dagegen, ebenso die Mozilla Foundation (der wir Firefox verdanken) und viele andere.

Es geht nicht darum, kriminelle Webseiten zu schützen, es geht darum, maßvoll dagegen vorzugehen. Denn in der Tat: Wenn Webangebote aus aller Welt mehr oder weniger ohne richterlichen Beschluss aus dem Web entfernt werden können, dann kommt das einer Zensur schon recht nahe und wird von vielen zumindest als Zensur empfunden. Wikipedia-Gründer Wales zumindest spricht unverhohlen von "Zensur".

Der Protest scheint Wirkung zu zeigen: Der Kreis der Unterstützer für die Gesetzesvorhaben wird immer kleiner - auch in der Politik. Neben Wikipedia protestieren auch WWW: viele andere Onlineportale gegen SOPA und PIPA, darunter das Download-Portal Tucows, sowie viele bekannte Blogs und Portale. Andere Anbieter wollen ihre Dienste nicht komplett abschalten, aber doch auf ihren Seiten ihren Protest deutlich machen. Der "Blackout Day" zieht immer größere Kreise.

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Viele Menschen, besonders die, denen es nur ums Geld geht, beharren nur noch auf IHRE Rechte und gerade das Urheberrecht ist in dem Sinne schon ein Gummibegriff mit fatalen Auswüchsen. Unknown Persons und Kritiker erhalten Denk- und Redeverbot. Besitzstandswahrung wird heute vor alles gesetzt und längst ist auch Bildung zur Ware verkommen, deren Zugangsbarrieren immer höher gelegt werden. Demokratie wird schleichend durch Autokratie des Kapitals ersetzt. Die Zeit wird kommen, in der wir uns das nicht länger leisten können!

Dietmar Kuchen-Windmüller am 17.01.12 16:27

Es ist wie überall...die Vereinigten Staaten versuchen global ihre Interessen wirtschaftlicher und moralischer (?) Art durchzudrücken. Der Begriff "Demokratie" wird zur Keule, denen in jüngerer Vergangenheit Hunderttausende zum Opfer gefallen sind. Staatsoberhäupter werden im Auftrag ermordet, politische Gegner bis in den hintersten Winkel der Welt mit Drohnen verfolgt und getötet. Wer nicht für die USA ist, ist automatisch dagegen und wird zum Feind, wer dafür ist aber nie ein Freund, sondern bestenfalls ein Aufmarschgebiet, Absatzmarkt oder Öllieferant. Ich schäme mich langsam für unsere Regierung, daß sie da keine klarere Position im Sinne von Frieden und Freiheit bezieht und auch, für alle Staaten deutlich sichtbar, dagegen ansteuert. Wikipedia ist da nur ein Indiz des alltäglichen Lebens. Weshalb läßt die Welt sich das gefallen?

K. Jeschonek am 17.01.12 16:37

Na und. Davon geht die Welt nicht unter.
Übrigens ist in China ein Sack Reis umgefallen. Dazu gibt es nach der Tagesschau einen Brennpunkt.

Gorem am 17.01.12 16:55

@Gorem-wie weare es einmal ueber die(offensichtlich sehr kurze)eigene Nasenspitze hinauszudenken.
Was International in den Einschreankungen der Freiheit im Internet(und auch im RL) abgeht ist Teil einer Gesamtstrategie,die weit ueber das was Orwell in seinem Prophetischem Buch geschildert hat,hinausgeht.

robin am 17.01.12 20:44

"Offline" waren die nicht.
Ich habe es getestet, wenn man gleich wenn die Wikipedia-Seite erschied den Stopp-Knopf drückte, blieb die auch bestehen.
SUche war dann möglich. Einen Bruchteil einer Sekunde nach dem erscheinen des Ergebnisses kam dann wieder die schwarze Seite. Wenn man aber wieder schnell genug Stopp drückte, blieb auch die.

Wer unbedingt Wikipedia brauchte konnte das also umgehen.

Tobias Claren am 20.01.12 20:51

Bitte, Winkinpedia ist bestimmt keine Offenbahrung aber das einzige in dieser Richtung welches existiert. Also muss man sich damit begnügen.

MG am 20.01.12 21:01

Ich musste schmunzeln als anstatt wie von mir eigentlich erwartet eine aktuelle Stunde "angeklickt" zum Thema SOPA/PIPA eine aktuelle Stunde "angeklickt" zum Thema Lebensmittelinhaltsstoffe kam.
Ich bewundere ansonsten die prägnante und informative Sendung, doch das fand ich lächerlich.

tripplo V am 20.01.12 22:31

Ausgerechnet die Republikaner, die der Meinung sind der Staat hätte sich in die Belange seiner Bürger nicht einzumischen, und die deswegen auch gegen Sozialhilfe, Krankenversicherung oder Arbeitslosengeld sind - ausgerechnet die sehen die Beschränkung der Internetfreiheit nicht als Eingriff des Staates in die Belange der Bürger an. Wie heuchlerisch kann man denn sein?

HahDee am 21.01.12 3:07

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Freitag, 13.01.2012

Mehr Vielfalt in der Smartphone-Welt

Nokia Lumia 900 "Today we are going to reinvent the phone". Heute erfinden wir das Telefon neu - das waren die Worte des im Oktober 2011 verstorbenen Apple-Chef, als er im WWW: Januar 2007 vor Publikum das iPhone vorgestellt hat. Bescheiden wie immer.

Fünf Jahre ist das jetzt her. Selbst Kritiker müssen mittlerweile einräumen: Steve Jobs sollte Recht behalten. Das iPhone hat die Welt der Smartphones zweifellos auf den Kopf gestellt, und zwar komplett. Einstige Marktführer wie Nokia sind in erhebliche Bedrängnis geraten, eigentlich alle Hersteller. Der Markt ist ordentlich durcheinander gewirbelt worden.

Es hat sich jede Menge getan. Das neueste iPhone 4S kann heute sogar gesprochene Anweisungen verstehen. Das Grundkonzept von Apple, Musik- und Mediaplayer, ein Mobiltelefon und das Internet in einem kompakten Touchscreen-Gerät zu vereinen, hat sich definitiv durchgesetzt. Eigentlich alle Hersteller versuchen seitdem, dem iPhone Konkurrenz zu machen. Lange Zeit hat das gar nicht, dann eher schlecht als recht geklappt. Mittlerweile sind jedoch durchaus interessante Alternativen auf dem Markt.

Vor allem Google-Handys mit Android-Betriebssystem erfreuen sich zunehmender Popularität. Android ist mittlerweile das am weitesten verbreitete Betriebssystem im Smartphone-Bereich, also das erfolgreichste. Erfolgreicher als iOS von Apple. Das neue Galaxy Nexus mit Android 4.0 hat alles, was das Herz anspruchsvoller Smartphone-Fans höher schlagen lässt.

Ähnliches gilt für das neue Modell Titan von Hersteller HTC, ebenfalls ein Android-Handy, das über ein exzellentes Display, reichlich Speicher und eine schnelle CPU verfügt. Solche Geräte können sich durchaus mit dem iPhone messen lassen.

Selbst Microsoft kann derweil einige Erfolge verbuchen, hat technologisch und in Sachen Bedienkomfort deutlich aufgeholt: Smartphones mit Windows Phone 7 werden nicht nur neugierig angeschaut und dann wieder weggelegt, sondern mittlerweile durchaus auch in respektabler Stückzahl verkauft. Das neueste Modell mit Windows Phone, das Nokia Lumia 900, ist gerade erst auf der Blog: CES in Las Vegas vorgestellt worden und begeistert viele.

Alle Smartphones setzen übrigens auch auf den App-Gedanken. Apple hatte die Idee dazu - und alle anderen machen mit. Mittlerweile kann man auf jedem Smartphone Apps laden und benutzen. Für jede Smartphone-Welt gibt es eigene Onlineshops, um sich mit Apps zu versorgen, ob kostenlose oder kostenpflichtige.

Die CES in Las Vegas macht deutlich: Die Wettbewerber haben ihre Lektion gelernt. Nicht nur Apple kann heute schicke, moderne Smartphones bauen, andere Hersteller ebenfalls - und machen es auch. Gut für uns Konsumenten, denn Auswahl bedeutet nun mal Auswahl und sorgt bekanntlich immer für sinkende Preise.

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Leider sehr unterbewertet ist die Tatsache, dass es mittlerweile auch haufenweise sehr brauchbare Smartphones für kleines Geld gibt. Für deutlich unter 200 Euro (ohne Vertrag) bekommt man schon sehr brauchbare Geräte. Nicht mit der neuesten CPU, nicht mit riesigen Displays, aber man kann damit alles machen, was man mit den sündhaft teuren Flaggschiffen auch tun kann.

Kurz: Die Dinger sind nicht mehr nur Luxus für Technikfans und Internetsüchtige.

joh am 13.01.12 8:07

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Mittwoch, 11.01.2012

Trends, die aus der Wüste kommen

Microsoft-Chef Steve Ballmer auf der CES Ab in die Wüste. Einmal im Jahr zieht es die IT-Branche nach Las Vegas. Denn im Januar findet in Las Vegas traditionell die "Consumer Electronics Show" (CES) statt. Die größte Messe ihrer Art auf amerikanischem Boden. Die Cebit im März in Hannover ist zwar viel größer, trotzdem finden viele die CES im Januar wichtiger, vor allem die amerikanischen Unternehmen.

Auf der Messe wird normalerweise viel Pulver verschossen. Wer etwas zu zeigen hat, der zeigt es her - in der Regel mit viel Tamtam. Viele Jahre lang hat Microsoft-Gründer Bill Gates die Show eröffnet. Da war immer eine Menge los. Doch seit einigen Jahren nicht mehr: Bill Gates ist sozusagen in Rente, seitdem erledigt der jetzige Microsoft-Chef Steve Ballmer den Job.

Aber auch Ballmer hat die CES dieses Jaht zum letzten Mal eröffnet. Nicht, weil auch er sich zur Ruhe setzen wollte, sondern weil Microsoft nicht mehr zur CES kommt. Das Unternehmen findet die Messe offensichtlich nicht mehr wichtig genug. Ein letzter großer Auftritt also. Doch den hat Steve Ballmer nicht dazu genutzt, um mit einem großen Donnerhall abzutreten. Fast hätte man den Eindruck gewinnen können, Microsoft seien die Ideen ausgegangen. Allzu viel Neues gab es von Steve Ballmer, den ich wirklich schätze, jedenfalls nicht zu hören.

Immerhin: Microsoft kündigte an, dass die beliebte und auch wirklich gute Gestensteuerung Kinect, die es bislang - zumindest offiziell - nur für die Spielekonsole Xbox 360 gibt, nun auch für den PC angeboten wird. Das eröffnet ganz neue Möglichkeiten, wie wir den PC bedienen können - eben durch Gesten. Dann hat Ballmer Tablets mit Windows gezeigt und neue Windows-Phones. Alles nett, aber alles nichts, wo man ins Staunen käme.

Einer der wichtigsten Trends findet derzeit ohne Microsoft statt: Fernsehen aus dem Internet. Vor allem Google will sich hier in Stellung bringen. Google-TV ist längst erfunden - und soll nun langsam Fahrt aufnehmen. Darum geht Google mit vielen Fernseher-Herstellern Kooperationen ein, versucht sie zu überzeugen, Googe-TV direkt in ihre Geräte einzubauen. Angeblich zahlt Google dafür sogar Geld.

Die beiden koreanischen Hersteller Samsung und LG Electronics sind die ersten, die im großen Stil Blog: Smart-TVs mit serienmäßig eingebautem WWW: Google-TV bauen - und diese Geräte sind auch auf der CES zu sehen. Wer so einen Fernseher im Wohnzimmer stehen hat, kann nicht nur ins Internet und Youtube-Videos gucken, sondern auch die speziellen Kanäle von Google-TV. Da hat Google eine Menge in Vorbereitung - und gibt auch einiges an Geld aus, um mit Google TV erfolgreich zu sein. Es werden sogar eigene Shows produziert, die exklusiv auf Google-TV gezeigt werden.

Auch Apple mischt kräftig im Fernsehgeschäft mit. WWW: Apple TV gibt es längst - als Settop-Box, damit lässt sich jeder Fernseher via Apple mit Videos und Shows versorgen. Aber das ist erst der Anfang. Auch Apple plant Gerüchten zufolge einen eigenen Apple-Fernseher. Den kann man auf der CES allerdings nicht sehen, da Apple schon seit Jahren die Messe meidet. Apple präsentiert sich nur auf eigenen Messen oder Veranstaltungen. Gut möglich, dass uns da schon bald - mit entsprechenden Onlinediensten im Hintergrund - ein Apple-Fernseher vorgestellt wird. Aber eben nicht auf der CES.

Trends auf der CES sind ultraleichte Notebooks, die teilweise äußerst elegant aussehen und bezahlbar sind. Auch bezahlbare Tablets sind zu sehen, teilweise schon für 250 Dollar, was im Vergleich zum mehr als doppelt so teurem iPad ein regelrechter Schnäppchenpreis ist.

Möglicherweise gibt es aber auch noch kleinere Neuerungen, die interessant sind. Die Consumer Electronics Show geht vom 10. bis 13. Januar, daher dürften in den nächsten Tagen durchaus noch ein paar interessante Produkte und Trends auftauchen.


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Erstens, in die Fußtapfen eines Bill Gates zu treten, das wird niemanden mehr gelingen weil er ein Pionier war in Sachen Betriebsystem. Die Nachfolger haben es selbstvertändlich viel schwerer. Die weitere Entwicklung schreitet so rasant fort das man schon nicht mehr immer ganz folgen kann. Damit meine ich die etwas ältere Generationen. Unsere jungen Freaks sind voll auf der Höhe. Und die produzierenden Firmen auch. Scient Fiktion ist schon Vergangenheit. Die Gegenwart muss aufpassen das sie nicht überholt wird. In diesem Sinne.

MG am 11.01.12 18:53

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Samstag, 07.01.2012

Microsoft legt Flusi neu auf

Microsoft Flight: Blick aus dem Fenster des Flugzeugs Es gibt nur ganz wenige Computerspiele, die auf eine derart lange Tradition zurückblicken können wie der "Flightsimulator" von Microsoft.

Die erste Version des von Fans liebevoll "Flusi" genannten Simulationsprogramms für den PC ist bereits 1982 auf den Markt gekommen, die letzte Version, Flightsimulator X getauft, hat Microsoft 2006 herausgebracht. Seitdem herrschte Funkstille - keine neue Version mehr.

Große Hoffnung, dass sich das noch mal ändern könnte, hat sich eigentlich niemand mehr gemacht. Denn Microsoft hat 2009 die Flusi-Entwicklungsabteilung aufgelöst. Zum Entsetzen aller, die gerne selbst fliegen oder sich für Fliegerei interessieren. Denn Microsofts Flugsimulator galt schon immer als Software-Meisterwerk: Unglaublich realistisch, optisch ansprechend, realitätsgetreue Nachahmungen von Flugzeugen und Flughäfen, selbst Funkgespräche kann man im Flusi führen als säße man in einem echten Cockpit.

Zwar soll man bekanntlich aufhören, wenn es am Schönsten ist - aber irgendwie hat sich Microsoft wohl eines Besseren belehren lassen. Der Flugsimulator wird nun doch neu aufgelegt - und schlicht "WWW: Flight" heißen. In einem WWW: Video sind erste Eindrücke zu sehen: Beeindruckend realistische Grafik, im Cockpit wie draußen, atemberaubende Landschaften, so wie man das vom Flugsimulator gewohnt ist. Da moderne Grafikkarten heute deutlich mehr können als noch vor ein paar Jahren, wird auch aus ihnen alles herausgeholt und das Auge verwöhnt.

Eins ändert sich allerdings: das Vertriebskonzept. Die für Frühjahr angekündigte neue Version wird kostenlos zu haben sein. Microsoft setzt auf das Free2play-Konzept. Das eigentliche Spiel ist gratis - nur wer Extras will, muss dafür bezahlen.

So wie es derzeit aussieht, wird Flight wohl einen Flugzeugtyp bieten und die Landschaft von Hawaii. Hier kann man gratis fliegen. Andere Flugzeuge, andere Flughäfen, andere Landschaften kosten dann. Wieviel, das ist noch nicht bekannt.

Es gibt mittlerweile auch andere gute Flugsimulatoren, etwa Ace Combat, die ebenfalls eine exzellente Grafik bieten. Doch während man bei Ace Combat vor allem ballernd durch die Wolken fliegt, liegt der Focus bei Flight eindeutig darin, einfach zu fliegen und dabei die Landschaft zu genießen. Das Flugerlebnis soll so realistisch wie möglich sein. Das war den Machern des Flusi schon immer wichtig, das hat ihn schon immer ausgemacht.

Auf der am 10. Januar in Las Vegas startenden "Consumer Electronics Show" (CES) will Microsoft seinen neuen Flusi erstmals öffentlich zeigen, dann wird man auch damit fliegen können. Ich bin sicher: Zahllose Flugliebhaber wären gerne dort, um sich einen ersten Eindruck machen zu können. Die meisten werden aber warten müssen, bis Flight offiziell für alle zu haben ist. Ein bisschen Geduld also. Lange soll es ja nicht mehr dauern.

Einen Tipp noch für alle, die einen wirklich kostenlosen Flugsimulator vorziehen: WWW: Flight Gear ist komplett und dauerhaft kostenlos, nicht nur Free2Play, denn Flight Gear ist OpenSource. Optisch vielleicht nicht ganz so ausgebufft und realitätsnah wie Flight, aber doch durchaus sehenswert. Es gibt jedenfalls eine wachsende Zahl von Fans - und eine große Auswahl an Flugzeugen, Flughäfen und Extras. Guten Flug!

Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast

Herr Schieb da kann ich Ihnen und den Kommentarlesern nur eines sagen, so ein Flugsimulator ist für einen Interessenten schön aber auch zeitaufwändig. Nur echte Entussiasten werden die Routine durchführen für einen Flug. Im Alltag am PC sieht das alles anders aus, man möchte nur einmal kurz eine Runde drehen und das ohne viel Tastaturbefehle zu merken. Im Prinzip meinen es die Programme gut, sehr realistisch. Nur haben die "Piloten" meistens nicht die Geduld oder nehmen sich die Zeit. Bei Google Eardh gibt es auch eine Möglichkeit des Überfluges, nicht wie beim Flugsimulator aber über den Globus. Sogar Battlefield Viethnam, ein Spiel mit 4 CD's beeinhaltet einen Flugsimulator im PC realistischen kampfeinsatz. Nur ein Beispiel von vielen. Also, wir "Flieger" haben noch ein großes Betätigungsfeld. Ein verbesserter "Userfreundlicher" Flusi wäre natürlich etwas was man sich unbedingt einmal anschauen muss als erfahrener "Aironautiker".

MG am 9.01.12 20:48

Das traurige am Flusi ist immer, dass man die Flughäfen und Erweiterungen, welche man für die Vorgängerversion hatte, nun alles wieder neu kaufen muß. Also bleibt zunächst bei mir alles beim guten alten FS2004 !

MFG
Black Baron

B.Süselbeck am 13.01.12 17:03

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Donnerstag, 05.01.2012

Wenn dies, dann das

Rezepte lösen bei ifttt Aufgaben Es gibt so viele praktische Dienste im Web. Man kann online Fotos veröffentlichen, auf Twitter Nachrichten herausposaunen, auf Facebook diskutieren, sich per RSS-Feed auf dem Laufenden halten lassen, Dateien in der Cloud speichern und und und.

Einige Dienste sind miteinander verknüpft - oder es gibt zumindest Lösungen, um sie miteinander zu verknüpfen. Automatisch eine Twitter-Nachricht verschicken, wenn ein neues Posting auf Facebook geschrieben wurde? Kein Problem - auch umgekehrt nicht.

Doch jetzt habe ich einen Onlinedienst entdeckt, der wirklich Erstaunliches bietet: Unter WWW: www.ifttt.com lassen sich diverse populäre Onlinedienste nach allen Regeln der Kunst miteinander verbinden, die Funktionen verzahnen. Ein bisschen umständlich ist nur der Name des Projekts: ifttt. Kann man eigentlich nicht aussprechen, steht aber für "if this then that" - wenn dies, dann das.

Die Idee ist genial: Wenn in einem Onlinedienst etwas ganz Bestimmtes passiert, soll eine vorher festgelegte Aktion folgen. Beispiel: Wenn ich mein Profilfoto auf Facebook ändere - manche Leute machen das regelmäßig -, dann erkennt ifttt das und passt automatisch auch das Profilbild in meinem Twitter-Account an. Praktisch.

Das Internet übernimmt wiederkehrende Aufgaben - auf Mausklick. Die Flexibilität ist denkbar groß. Wenn ich ein neues Foto bei Facebook hochlade, kann das automatisch in der Dropbox gespeichert werden. Sie wollen an einem bestimmten Tag, zu einer bestimmten Zeit etwas auf Twitter oder Facebook posten? Lässt sich einrichten. Sie wollen per E-Mail informiert werden, wenn auf Ihrer Lieblings-Webseite ein neuer Artikel erscheint - womöglich zu einem bestimmten Thema? Keine große Sache. Wenn es morgen regnet, wollen Sie eine Vorwarnung per E-Mail? Selbst das ist möglich.

Es gibt hunderte sogenannter "Rezepte", auf die man zurückgreifen kann. Wenn dies, dann das. Wer kein passendes Rezept findet, kann selbst eins erstellen. ifttt.com bietet Zugriff auf die meisten wichtigen Onlinedienste, kann sie überwachen oder auf Wunsch auch befüttern - ob Facebook, Twitter, Google, Evernote, Dropbox, Youtube, Instagram, flickr oder viele, viele andere.

Ich bin begeistert von den Möglichkeiten. Hat man erst mal verstanden, was sich mit ifttt.com alles machen lässt, fallen einem Dutzende von Jobs ein, die sich auf diese Weise automatisieren lassen - bequem, schnell und kostenlos.

Nur eins muss man allerdings haben: Vertrauen. Denn wer seine eigenen Onlinekonten auslesen oder sogar füttern will, muss ifttt.com natürlich die Zugangsdaten verraten oder den Zugriff auf die eigenen Onlinekonten gewähren, damit der Onlinedienst alles automatisch erledigen kann. Aber da wird man in jedem Einzelfall gefragt - und muss dann entscheiden, ob man das möchte oder nicht.

Geniales Konzept. Wer Ideen hat, was sich damit alles erledigen und automatisieren lässt: Unbedingt verraten. Wir wollen es wissen.


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Das hört sich erst einmal gut an und wenn man den Überblick behält, alles immer im Griff hat eine Hilfe, Unterstützung ? Aber bekanntlich gibt es nichts für nichts. Da bleibt eine Spur Misstrauen auf den noch nicht defenierten Haken der da irgendwo versteckt sein könnte. Mir persönlich ist das eine Spur zu undurchsichtig. Ich würde es nicht machen.

MG am 5.01.12 15:39

"ein neuer service" - was verstehen sie denn unter neu? na ja, ... gibts meines wissens schon mindestens ein gutes halbes jahr

jochen am 6.01.12 7:49

automatisch eine Twitter-Nachricht posten wenn mein Profil auf Facebook ein neues Bild erhält ... manchmal frage ich mich wieso ich ohne all das noch überleben kann ... und viel mehr frage ich mich, wer aus der Normalbevölkerung sich noch um wichtige Dinge kümmert ... das alles natürlich von meinem eiFön aus gesendet

nought nihil am 6.01.12 8:22

reicht es nicht, daß ich meine Daten so windigen Unternehmen wie Facebook in die Hand gebe? Muß ich jetzt auch noch Drittunternehmen den Zugriff darauf erlauben?

Naja, wer sich schon in die Fänge der Social Media begeben hat, dem ist das dann wahrscheinlich auch grad egal...

Olly am 6.01.12 8:26

Erstaunlich, dass sogar sogenannte "Experten" immer noch glauben, im Netz gäbe es tatsächlich irgendetwas umsonst. Ja, macht euch nur gläsern, verratet "Big Brother" alles über euch. Speichert eure Daten irgendwo am Ende der Welt. Und kombiniert schön, damit auch wirklich jeder alles weiß.
Bis eines Tages jemand den Stecker zieht. Jeder weiß alles über euch, nur ihr selbst, ihr wisst es nicht mehr.

Snoopy am 6.01.12 9:15

Ist das eine Werbeplattform für Web2.0-Social-Media-Dienste? *Mein* Dienst ist nicht dabei. Klasse statt Masse.

Hertener am 6.01.12 13:29

Hallo Herr Schib,
mit großem Interesse verfolge ich alles was ich in Ihren immer sehr interessanten Beiträgen rund um den Computer sehen und erfahren kann.
Als sehr alter Oldie habe ich so meine Probleme mit PC, Internet und besonders mit Angriffen aus dem Internet. Gerne würde ich alle verdächtigen Emails ungeöffnete an eine Adresse/Stelle schicken, die sich mit der Kriminalität im Internet befasst. Können Sie mir eine entsprechende Stelle bzw. Adresse nennen?
Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen A.Görlach

Albert Görlach am 17.01.12 19:01

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