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Computer
Jörg Schieb
Skype-Verschlüsselung teilweise geknackt
Skype ist beliebt: Über eine halbe Milliarde Menschen nutzen den Onlinedienst, um sich über das Internet anzurufen, um miteinander zu chatten oder Videogespräche zu führen.
Die Sprach- und Bildqualität von Skype ist nicht perfekt, aber doch mittlerweile schon ziemlich gut. So gut, dass ich Skype zum Beispiel sogar dazu verwende, um
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Sype hat verschiedene Vorteile. Einer ist zweifellos, dass man das kostenlos erhältliche Skype unter Windows, Mac OS X, Linux und auch auf vielen Smartphones nutzen kann. Wenn beide Gesprächspartner Skype nutzen, kosten die Gespräche und Chat nichts. Wer mag, kann mit Skype aber auch reguläre Telefonanschlüsse anrufen, das allerdings nur gegen Gebühr.
Ein weiterer Pluspunkt war bislang, dass Skype den Datenverkehr automatisch verschlüsselt. Das Abhören von Gesprächen und Chats - bislang nahezu unmöglich.
Doch jetzt ist es Experten gelungen, den sorgfältig gehüteten Verschlüsselungsalgorithmus von Skype zumindest teilweise zu knacken. Oder besser: Es ist gelungen, den Verschlüsselungsalgorithmus von Skype nachzubilden. In Insiderkreisen durchaus eine kleine Sensation, da sich Experten seit Jahren die Zähne an Skype ausgebissen hatten - was für Skype spricht!
Nun also ein erstes kleines Leck. Was aber nicht gleich bedeutet, dass jedes Skype-Gespräch abgehört werden könnte oder Skype an sich unsicher wäre. Die Skype-Konten zum Beispiel werden mit anderen Verschlüsselungsverfahren geschützt, etwa den als sicher geltenden Advanced Encryption Standard (AES). Die eigentliche Kommunikation beim Gespräch oder Chat schützt Skype mit dem jetzt in Teilen offengelegten Algorithmus, nur der ist gefährdet.
Wie genau das funktioniert und welche Folgen die neuen Erkenntnisse haben, erfährt die Öffentlichkeit erst auf dem nächsten "Chaos Communications Congress" (27C3), der Ende des Jahres in Berlin stattfinden soll. Erst dann will Sean O'Neil, dem der ungewöhnliche Coup gelungen ist, weitere Details verraten.
Gespräche und Chats mit Skype gelten erst mal weiterhin als sicher.
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In Fachkreisen bestand bislang weitgehend Einigkeit darüber, dass "Security by Obscurity" - der Versuch, Sicherheit durch Geheimhaltung der angewandten Algorithmen zu erzielen - kein ernstzunehmendes Sicherheitskonzept darstellt. Dies war auch einer der Kritikpunkte an Skype.
Wenn nun einige der von Skype genutzten Verschlüsselungsverfahren offengelegt wurden, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass nunmehr die über dieses System geführte Kommunikation abhörbar ist.
Michael Kallweitt am 12.07.10 10:18
Es gibt halt doch gute Hacker und das sollte man (mal wieder)als Warnung auffassen, wie sicher unsere Daten sind. Und ich unterstelle einem Unternehmen wie Skype, dass sie besser sind, als unsere Behörden, wo viel sensiblere Daten verwahrt werden.
Driver am 12.07.10 10:21
Zum Thema zum nächsten C3-Treffen ...
wer sich mit der Programmiersprache C auskennt, lese einfach die schon veröffentlichten Sourcen hierzu durch ... ist zwar in Teilen noch etwas umständlich, aber um sich mit dem algorithmischen Teil einmal auseinander zu setzen ists sehr lesenswert ;-)
Carsten Werner am 16.07.10 14:44
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