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Computer
Jörg Schieb
Die Online-Zeitung meiner Freunde
Es sind nicht immer die Programme von großen und bekannten Herstellern, die für Aufsehen sorgen und die Art und Weise verändern, wie wir Computer benutzen. Im Gegenteil: Im Grunde ist das eigentlich sogar eher selten der Fall. Gute Ideen entstehen oft in ganz kleinen Programmierschmieden.
Die neueste Software, die derzeit mächtig für Aufsehen sorgt und Staunen bei Technik-Bloggern, Medien-Experten und Fachleuten hervorruft, ist
Flipboard. Ein kostenlos erhältliches Programm, das ausschließlich für Apples iPad angeboten wird, dort aber eine wunderbare Figur macht. Flipboard ist durchaus auch auf anderen Geräten wie iPhone, Android-Handys oder auf normalen PCs denkbar. Das iPad mit seinem Touchscreen scheint für Flipboard aber wie geschaffen zu sein.
Flipboard präsentiert auf dem iPad eine Art interaktive Onlinezeitung, mit aktuellen Artikeln, Fotos und Videos. Alles sieht ansprechend und übersichtlich gestaltet aus. Per Fingerzeig kann man durch die Onlineausgabe blättern, per Fingertippen Videos starten oder Artikel öffnen und lesen. Die Bedienung ist intuitiv und macht Spaß.
Nun aber die Überraschung: Die Onlinezeitung ist nicht etwa von einer professionellen Redaktion zusammengestellt, sondern wird automatisch erzeugt - für jeden Leser ganz individuell. Jedesmal neu.
Was im Onlinemagazin erscheint, welche Artikel, Bilder, Videos und Links, das entscheiden die Freunde des Lesers. Denn Flipboard bezieht seine Inhalte aus den Nachrichten und Empfehlungen der vernetzten Freunde aus Twitter und Facebook. Empfiehlt ein Freund oder Kollege hier einen Artikel, erscheint er in Flipboard. Wird ein Foto oder Video gelobt, erscheint es in Flipboard. Ebenso natürlich alle Postings, Fotos und Nachrichten der Freunde selbst. Im Augenblick werden als Quelle Twitter und Facebook unterstützt, weitere soziale Netzwerke sollen folgen.
Persönliche Nachrichten und öffentlich zugängliche Inhalte werden in Flipboard geschickt miteinander verwoben. Zum ersten Mal stehen redaktionelle Inhalte von journalistischen Webseiten gleichwertig neben Postings aus sozialen Netzwerken oder Fotos von professionellen Agenturen.
Das Ergebnis ist wirklich beeindruckend. Alle Experten sind sich einig: Ein zukunfsweisendes Konzept, geschickt umgesetzt, ansprechend gestaltet - und vielleicht die schickste App, die es derzeit für das iPad gibt. Flipboard bringt Dynamik in die Medienwelt, die bemerkenswerte Software holt das Echtzeitweb auf ein komfortables, intuitiv bedienbares Gerät wie das iPad, ohne dass man sich mit Spezial-Software oder diversen Webseiten rumschlagen müsste. Das ist - einfach nur genial.
Den Machern kann man gar nicht genug Respekt zollen, denn das Ergebnis ihrer Arbeit sieht aus wie aus einem Science-fiction-Film. Wenn man bedenkt, dass wir hier erst die erste Version dieser Software sehen, darf man auf die weitere Entwicklung gespannt sein.
Mir gefällt Flipboard außerordentlich gut - und es hat mich überzeugt.
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Das gibt's doch schon länger und nennt sich Google Reader. Der funktioniert doch auch auf dem iPad, oder?
Madoc am 28.07.10 13:53
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