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Jörg Schieb
Tankstelle für Gratis-Musik
Für viele Musikfans ist Youtube eine der wichtigsten Anlaufstellen. Hier gibt es fast jeden Song zum Anschauen und Anhören. Doch weil sich Google und GEMA derzeit nicht darüber einigen können, wie viel der Internetkonzern für jeden angespielten Song zahlen soll, musste Youtube jetzt mehrere Tausend Musiktitel sperren - deutsche User können diese Songs derzeit nicht sehen und erst recht nicht hören.
Nun sucht so mancher Musikfan nach einer Alternative im Web. Vor einigen Tagen ist ein deutsches Musikportal an den Start gegangen, das Musik zum Nulltarif bietet, und das in wirklich guter Qualität.
simfy.de wurde in Köln gegründet und bietet bereits rund drei Millionen Songs als Musikstream an. Beinahe alle wichtigen Musiklabels machen mit, mit Ausnahme von Warner Music. Die meisten aktuellen Hits und Songs kann man sich bei Simfy aber anhören.
Die Musik ist tatsächlich kostenlos. Man muss sich allerdings registrieren, persönliche Daten werden nicht abgefragt. Die Benutzeroberfläche gefällt mir richtig gut: Hier findet man sich prima zurecht. Ausgesuchte Musik startet sofort.
Geld verdienen will der Anbieter in Zukunft mit Zusatzdiensten, etwa mit Werbejingles zwischen den abgespielten Musiktiteln. Es gibt jedoch auch einen kostenpflichtigen Premiumtarif: Hier stehen alle sechs Millionen Musiktitel zur Verfügung. Außerdem kann man sich die Musik dann auch auf Smartphones holen und unterwegs anhören.
Viele vergleichen Simfy.de mit dem Musikportal
last.fm. Allerdings kann man bei Simfy ganz gezielt nach einzelnen Musikstücken suchen und diese auch direkt und beliebig oft abspielen - das geht bei last.fm nicht. last.fm spielt Musik wie in einem Radio ab, man kann bestenfalls einen Titel überspringen, der einem nicht gefällt. Dafür gibt es jede Menge Community-Funktionen.
Auch Apple plant einen Musik-Streaming-Dienst. Allerdings ganz sicher keinen kostenlosen. Hier ist Simfy dem Branchenprimus Apple einen deutlichen Schritt voraus.
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Was waren das noch für Zeiten, in denen man seine Musik noch im Plattenladen vorhören durfte. Heute wird man an jeder Ecke mit Musik bedudelt, dass es schon erdrückend ist. Jeder, der heute einen PC besitzt, kann irgendwie damit auch Musik abspielen. Klang und Inhalt spielt dabei keine Rolle, Hauptsache es quackt und schäppert irgenwas und wenn aus dem Handy einer Arbeitskollegin dann "Words don't come easy" die nächste SMS ihres neuen Lovers ankündigt, kann einem vor Schreck der Füller aus der Hand rutschen. Selbst beim anspruchsvollen Radio verzichtet man immer mehr auf Qualität, Musik kommt als digitales Konstrukt aus dem "Radiomax" und ist bis ins unerträgliche überkomprimiert. Ich verstehe Musik als Kunst, die man am Besten Live geniesst oder zumindest von einer guten audiophilen CD oder LP und nicht als "Wegwerfprodukt" des IT-Zeitalters.
Dietmar Kuchen-Windmüller am 23.05.10 1:57
Wenn es um Musik im Netz geht sollte man auch freie Musikplattformen wie Jamendo nicht vergessen.
Thomas Irgang am 23.05.10 10:56
Schlecht recherchiert, Herr Schieb: Ein Blick in die Pressemitteilungen von Simfy hätte offenbart, dass Ende April ein Vertrag mit Warner abgeschlossen wurde und der Katalog somit auch lizensiert wurde.
Leider sind offenbar die wichtigsten Künstler wie Madonna oder Peter Fox nur zahlenden Premium-Kunden zugänglich.
Sebastian Fricke am 24.05.10 12:44
Hallo Herr Schieb!
Vielen Dank für diesen Artikel. Jetzt kann ich endlich wieder Musik in guter Qualität online hören. :-)
Markus am 24.05.10 15:44
Ich merke gerade das ich diesen Blog deutlich ofter lesen sollte- da kommt man echt auf Ideen.
Roulette Spiel am 27.05.10 7:23
An sich n cooler post, aber kannst beim nachsten mal n bisschen detailierter sein?
roulette strategie am 28.05.10 8:46
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