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Computer
Jörg Schieb
Webseite mit Gesten und Sprache steuern
An der grundlegenden Art und Weise, wie wir Webseiten bedienen, hat sich seit Erfindung des World Wide Web eigentlich nicht allzu viel verändert: Wir klicken Links an, scrollen die Seiten nach oben oder unten und machen Eingaben mit der Tastatur. Viel mehr ist es im Grunde genommen nicht.
Aber ist das eigentlich noch zeitgemäß? Im Zeitalter von Tablets mit berührungsempfindlichem Display ist diese Frage wohl erlaubt. Hier tippen wir auf die Webseite, der Finger wird zum Mausersatz. Immerhin. Aber ginge es nicht noch ganz anders?
Diese Frage hat sich auch Andreas Lutz gestellt. Der Webdesigner hat eine
Webseite gebaut, die nicht mit Maus und Tastatur bedient wird, sondern per Stimme - und durch Bewegung!
Dazu ist allerdings ein PC mit Webcam nötig. Die Kamera fängt das Bild vor dem Rechner und damit die Bewegungen des Benutzers ein, übersetzt seine Gesten in konkrete Befehle. Wer mit seinen Fingern in der Luft rumfuchtelt, kann virtuelle Bilderstapel über den Bildschirm bewegen, aus Menüs und Optionen auswählen oder Gegenstände verschieben.
Simple Bewegungen mit dem Körper oder mit der Hand genügen, um die Software zum Vor- oder Zurückblättern zu bewegen. Anfangs haut das nicht immer hin, aber nach ein wenig Übung klappt’s meist ganz ordentlich. Das Vergrößern und Verkleinern von Fotos funktioniert ähnlich wie auf dem iPhone: Wer die Hände in der Luft zusammen bewegt, verkleinert das Objekt. Hände auseinander bewegen vergrößert sie.
Auch auf Stimme und Geräusche reagiert die Webseite. Wer einen bestimmten Menüpunkt ansteuern will, kann ihn einfach sagen, etwa "Music", prompt poppt das Musikangebot auf. Das Stichwort "Design" veranlasst die Webseite, Details über das Grafikdesign der Website zu verraten.
Audiovisuelle Navigation nennt sich das Konzept. Wirklich perfekt funktioniert das alles noch nicht, aber es ist ein Anfang, ein Beweis, dass es theoretisch möglich ist, bestimmte Webseiten und Angebote ganz anders zugänglich zu machen. Spannend finde ich, das mal auszuprobieren und zu erforschen.
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Eigentlich 'ne super Sache, solange die Gesten auf Seiten des Nutzers interpretiert werden und nicht erst an 'nen Server übertragen wird.
frankie am 9.05.10 16:40
@Frankie-fuer deinen Wunsch muesstest du erstmal eine software installieren,so aber leauft diese software auf dem Zielserver.Da dabei deine webcam laeuft und mit dem server interagiert-wie nett,schon kann der serverbetreiber sich ein nettes Filmchen von dir abspeichern. :)
Fazit:
Keine "nette Idee"-Ziel verfehlt.
schwarzseher am 9.05.10 20:21
Aller Anfang ist schwer und wer am Start einer neuen Entwicklung sofort mit Ablehnung reagiert, der bedenkt nicht, für wie viele Menschen mit Behinderungen dies ein Segen sein kann.
Ich bin gespannt, wie sich der humane Fortschritt entwickelt und bin immer dafür die Technik an den Bedürfnissen der Menschen anzupassen und nicht umgekehrt.
Michael am 10.05.10 10:50
solange das ganze in meinem rechner stattfindet wäre es eine akzeptabele aber nicht notwendige spielerei und für leute mit behinderung ist sowas ein wirklicher segen ... irgendwann kommt eine verdrahtete badekappe auf die birne und es geht über gedankenströme ;) garantiert
hans klein am 10.05.10 19:21
An sich ne gute Sache, ich frag mich nur, ob das auch dauerhaft brauchbar bleibt.
roulettestrategie am 12.05.10 6:22
Fortschritt?
Hilfreich fuer "Behinderte"?
Ja klar,fuer "geistig minderbemittelte"!
Ich soll einem _externem_(!)Rechner zugriff auf meine Hardware einreaumen?
Wie dumm ist das denn?
Geht nur ueber den Einsatz von scripten(JAVA,js whatever).
Es gibt aber nun einmal _keine_vertrauenswuerdigen Seiten im Netz-alles kann gehackt werden und schadcode eingeschleust werden!
"Die Zeit",USFinanzministerium,
selbst die ct' sind schon als Virenschleudern missbraucht worden.
Eure SoftwareFW und AV Suiten koennt ihr in dem Zusammenhang vergessen-die werden einfach ausgeschaltet und umfunktioniert als Helfer bei einem Angriff.
Wer "gestikulieren" kann,kann auch ein keyboard bedienen,eine Maus schubsen und notfalls geht auch eine Sprachsteuerung die eben lokal installiert wird und mittlerweile ausgereift ist.
Was also soll jemand mit dieser gefeahrlichen Spielerei?
Robin am 12.05.10 7:44
Ich erinnere mich letztes Jahr zum 1. April. Der Browser Hersteller Opera hat ein Video erstellt mit "Face Gestures" als UI. Damals dachte ich noch, es sei ein Aprilscherz. War wohl doch ein wenig voreilig, oder? (Anm. d. Red.: Link wurde entfernt)
JensRuhri am 13.05.10 7:45
@Robin: Da die Seite auf Flashbasis läuft, musst du keinem externen Rechner Zugriff gewährleisten. Das Tracking wird alles lokal ausgeführt, somit sind deine Befürchtungen was Hacking und Viren angeht grundlos.
dirk am 14.05.10 16:38
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