WDR.de
Computer
Jörg Schieb
2.04.10
Ab heute gibt es ihn also offiziell zu kaufen, den iPad von Apple - zumindest in den USA.
Allzu große Hoffnungen dürfen sich iPad-Fans allerdings nicht machen, am ersten Verkaufstag tatsächlich ein Gerät zu ergattern. Denn der
iPad gilt als ausverkauft.
Seit Wochen kann der flache Tablet-PC im Web vorbestellt werden. Wie nicht anders zu erwarten, haben viele von dieser Möglichkeit auch Gebrauch gemacht. So viele, dass die erste Lieferung bereits komplett reserviert ist.
Einige Geräte landen zweifellos in Apple Stores, um noch mehr Neugierige in willige Käufer zu konvertieren. In Deutschland soll der iPad ab Ende April zu haben sein. Angesichts des ungeheuren Ansturms auf die per Finger zu bedienenden Flach-PCs für zu Hause dürfte es allerdings auch hierzulande schwierig werden, ein Gerät zu ergattern, zumindest anfangs. (Wenngleich der Andrang auf neue Gadgets in den USA in der Regel deutlich größer ist als bei uns.)
Erstaunlich genug, dass Apples Auftragsbücher so prall gefüllt sind. Denn bislang hat kaum jemand den iPad zu Gesicht bekommen, geschweige denn ausgiebig getestet. Bislang, denn mittlerweile konnten immerhin einige US-Journalisten und Blogger das neue Gerät testen. Wenige Tage vor dem Verkaufsstart.
In einem Punkt sind sich die Tester einig: Wie bei Apple durchaus üblich, ist auch der iPad edel gestaltet. Das Bedienen per Finger scheint einfach zu sein, zuverlässig zu funktionieren und sogar Spaß zu machen. Der Bildschirm liefert ein klares Bild - allerdings ist der iPad offensichtlich doch recht schwer, wenn man längere Zeit damit arbeitet.
Gut: Der Akku soll besser durchhalten als erwartet. Zehn Stunden und mehr sind für den iPad offensichtlich kein Problem. Erstaunliche Nachrichten, denn bislang war der Akku bei Apple-Produkten immer der Schwachpunkt, bei den iPhones der ersten Generationen wie bei vielen Notebooks.
Während das Lesen mit dem iPad wohl Spaß macht, gilt das fürs Eingeben von Texten weniger. E-Mails zu schreiben, zum Beispiel, ist mit dem iPad zwar möglich, aber eben auch mühsam, berichten die Tester. Das kann nicht wirklich überraschen.
Moniert haben die Tester auch, dass sich weder der Speicher erweitern, noch der Akku austauschen lässt. Letzteres ist bei Apple praktisch ein Dauer-Malus: Ob iPhone, iPod oder MacBoook Air - nirgendwo lässt sich der Akku austauschen, was ich persönlich sehr ärgerlich finde und auch nicht besonders kundenfreundlich.
Aber ein KO-Kriterium scheint das offensichtlich nur für wenige zu sein.
Akkus … die waren immer Apples Stärke. Mein iBook G4 hatte 6-7 Stunden Akkulaufzeit, während meine Dell-Freunde oft schon nach zwei Stunden nachladen mussten. Die ersten iPhones waren tatsächlich schwächer, was aber insbesondere mit der Leistungsfähigkeit des Geräts zusammenhing - mein Nokia-Handy hielt nur deshalb eine Woche, weil es eben kein Anwendungen hatte, die Strom verbraucht hätten.
Und bei meinem MacBook kann ich den Akku durchaus selbst wechseln - allerdings finde ich die neuen MacBook Pros, die dank fest verbautem Akku auch teilweise 10 Stunden erreichen, sehr interessant.
Natürlich gibts an Apples Politik viel zu kritisieren - niemals aber waren die Akkus ein Problem.
Nathanael am 3.04.10 13:19
Akkus waren bei Apple wirklich nie ein Problem, es gab höchstens mal eine suboptimale Firmware - aber das erlebe ich mit meinem Blackberry genauso, obwohl ich mein iPhone viel intensiver nutze. Und bei den neuen Notebooks kommt keine Konkurrenz an die Laufzeiten von Apple, wenn man nicht Extra-Akkus oder Zweitakkus verwendet.
Dirk Vollmerhaus am 3.04.10 19:04
Ich habe den letzten iPad (WiFi 64 GB) Im Apple Store in Santa Barbara, California erhalten. Dies wurde mit grossem Applaus der gesamten Apple Store Crew nebst Foto gewürdigt. Für mich und meine Familie ein echo amerikanisches Erlebnis.
Wir sind begeistert Von der iPad Technik.
Diesen Kommentar schrieb ich auf meinem iPad im Bett liegend.
RudiBee am 4.04.10 17:22
Sieht ja sehr toll aus, die überstarke Bindung an Apple und viele Einschränkungen wird die Euphorie nach den ersten Erfahrungen stark bremsen. Die Anbieter werden allerdings ein innovatives Geschäftsmodell vorfinden und nutzen bis der Anwender merkt, dass nichts kostenlos zu haben ist. Wie vielen Berichten zu entnehmen ist, gab es schon nach dem ersten Ansturm für die Käufer jede Menge Geräte ganz normal und ohne Anstehen zu kaufen. Mal abwarten, ob und wie lange der Hype in Deutschland anhält.
Trueffelschwein am 5.04.10 10:45
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