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Jörg Schieb
Twitter will gegen Spam vorgehen
Für viele ist der Microblogging-Dienst Twitter mittlerweile eine wichtige Infoquelle. Das wissen leider auch alle jene, die das Internet gerne mit Spam-Nachrichten überfluten. Weil Twitter-Nachrichten mit einer höheren Aufmerksamkeit und weniger Argwohn betrachtet werden als E-Mails, versuchen sie verstärkt, Nachrichten mit Werbeinhalten über Twitter zu verschicken - oder, schlimmer noch, die Leser auf manipulierte Webseiten zu locken, etwa Phishing-Seiten.
In letzter Zeit haben die Fälle dramatisch zugenommen. Deshalb hat Twitter reagiert und eine Art Filter an den Start gebracht. Über Twitter verschickte Direktnachrichten werden ab sofort gescannt und auf Auffälligkeiten hin untersucht. Das soll Phishing-Links und Cyber-Attacken unterbinden, denn Twitter will Links in Direktnachrichten verstärkt durch eigene Kurzadressen ersetzen, zu erkennen an der Adresse twt.tl am Anfang.
In der Tat könnte das eine gute Technik sein, um auffällige Aussendungen zu erkennen - und auch umzulenken, um Schaden von den Usern abzuwenden.
Allerdings muss Twitter dazu auch wirklich alle Direktnachrichten scannen, also "lesen" und nach Stichwörtern und Auffälligkeiten durchsuchen. Wie genau das gehen soll, erklärt der Twitter-Sicherheitschef in seinem
Blogeintrag allerdings nicht.
Aber hat Twitter wirklich nur die Sicherheit seiner User im Auge? Schon gibt es erste Spekulationen in der Blogosphäre, es könnte mehr dahinter stecken. Denn Twitter ist auf der Suche nach einer Möglichkeit, seinen Dienst endlich auch zu monetarisieren, sprich: Geld damit zu verdienen. Wer die Inhalte von Nachrichten kennt, der kann auch besser passende Werbung platzieren. Steckt womöglich das dahinter?
Auszuschließen ist das nicht - aber bislang eben reine Spekulation.
Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast
Gibt es denn in twitter wirklich was anderes als spam?
permalink am 11.03.10 21:35
bei dem ganzen Twittern von Herrn Schieb gewinnt man langsam das Gefühl er sei am Unternehmen Twitter beteiligt :-)
Aber - hoffentlich - Spaß beiseite, allein in meinem persönlichen Umfeld nutzt praktisch keiner Twitter. Einige hatten sich vor ewigen Zeiten dort einmal registriert ... nun dümpelt ihr Account vor sich hin ;-) ein Daten-Zombie ...
Übrigens schon wieder ein Thema für Herrn Schieb: verlassene/aufgegebene Accounts bei verschiedenen Diensten. Und hierzu: wie siehts mit meinen Daten aus, wenn ein Dienst (nennen wir ihn mal 'Social') "zurückgebaut" wird - was passiert mit meinen Daten - evtl. ein Weiterverkauf oder ein ungewolltes rumgereiche dieser meiner Daten, ergo misbrauch?
Carsten Werner am 12.03.10 23:48
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