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Computer
Jörg Schieb
Google Buzz will Social Network werden
Da hat Google Dienstagabend (09.02.10) vergleichsweise still und leise ein neues Produkt vorgestellt (oder besser: eine Erweiterung von Gmail, das in Deutschland Google Mail heißt) - und damit nicht weniger als eine kleine Revolution in Gang gebracht, in diesem Punkt sind sich nahezu alle Berichterstatter und Blogger einig.
Google Buzz heißt der neue Service, der in Google Mail eingebaut wird und auf den Social-Community-Trend setzt. Derzeit wollen sich alle vernetzen, online Freundschaften schließen, Fotos hochladen und kommentieren, sich miteinander austauschen, sich mitteilen und vieles andere mehr. Die E-Mail ist dafür nicht der richtige Weg. Twitter ist auch nur bedingt geeignet. Optimal ist eine Kombination aus allem - darum ist Facebook so populär.
Lange hat Google tatenlos zugeschaut und wenig unternommen, um die wachsende Populartität der Social Community für sich zu nutzen. Zuletzt wurde
Google Wave vorgestellt, das so ein bisschen in die Richtung geht, aber weitgehend ignoriert wurde.
Das könnte bei Google Buzz anders sein. Denn hier packt Google alles zusammen, was viele Onliner heute so mögen: Man kann direkt aus seinem Google-Konto heraus seinen Freunden folgen, man kann chatten und Videos austauschen, man kann sein flickr-Fotoalbum einbinden, Fotos veröffentlichen und Fotos von Freunden kommentieren, dasselbe mit Youtube-Videos, man kann Twitter-Nachrichten absetzen und verfolgen und vieles weitere mehr.
Google Buzz soll zur Kommunikationszentrale werden - und ist damit durchaus ein direkter Angriff auf Facebook, Twitter und Co. Denn dass es den Bedarf gibt, sich intensiv mit anderen auszutauschen, auch live, das ist unbestreitbar.
Jetzt ist die Frage, ob es Google gelingt, die Menschen von Google Buzz zu überzeugen und die Aufmerksamkeit von anderen Social Community Angeboten wie Facebook abzuziehen. Das ist Google durchaus zuzutrauen, schließlich hat Google eine Menge Macht im Web und vor allem jede Menge Möglichkeiten, auf die eigenen Angebote hinzuweisen.
Es ist aber auch eine Frage, wie gut Google die Versprechungen einlösen kann, denn Google Buzz ist keineswegs fertig, sondern wird nun Schritt für Schritt in Google Mail integriert. Auch auf dem Handy kann man Google Buzz nutzen. Klar, schließlich gehört dem Thema "Mobile" die Zukunft.
Wenn all das gut gelöst ist, einfach zu handhaben und auch schnell (wovon bei Google in der Regel auszugehen ist), dann hat Google Buzz durchaus das Zeug, erfolgreich zu werden. Datenschützer hingegen können schon mal ihre Flinten reinigen, denn bei Google Buzz entstehen gleich neue Datenschutzprobleme: Vieles, was man bei Google Buzz veröffentlicht, kann erst mal jeder sehen, die gesamte Web-Öffentlichkeit - es sei denn, der Benutzer schließt es ausdrücklich aus. Da sind Missverständnisse und Schwierigkeiten programmiert.
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So kann man auch mit kleinen Sachen Kindern eine Freude machen - vor allem so marktgerecht rechtzeitig, wenn der Hype ums sinnlose "Bilder tauschen", "Videos hochladen" und gefakte "Followers horten" wieder abebbt.
vaikl am 10.02.10 13:23
Populartität muss Popularität heißen. Ein Fipptehler...
Tofey am 10.02.10 20:19
Also wie man Twitter mit Facebook und dann noch mit Wave in einen Topf werfen kann ...
Alle bedienen zwar sog. soziale Bedürfnisse ab - aber mit ganz unterschiedlichen Intensionen und Strukturen. Zudem ist Wave noch in der Entwicklung und eh ein neuer Dienst der eher für Service-Orientierte Strukturen steht und eher was im Bereich "interne Unternehmensabbildung von Kommunikation" ist. Daher ja auch die Freigabe von Server und Client. Und hier kann Wave in der Tat neue Ansätze für Kommunikation schaffe. Sozusagen das neue Emailsystem. Was man übrigens auch recht schön bei Lotus Vulcan sehen kann ... die haben sich nicht mal die Mühe gemacht, das anders ausschauen zu lassen.
Aber zurück zu Google Buzz - ich glaube trotz der allg. Marktdurchdringung von Google im Bereich Suchmaschine werden sie Facebook nicht so viel Prozente abtrotzen können. Zudem werden die Leute - hoffentlich - aufmerksamer was mit ihren Daten passiert und hier hat Google noch keine wirklich ausreichend befriedigende Antwort geliefert wie die Regeln zum Daten/Privatsphären-Schutz denn nun ausschauen.
Also Abwarten und Tee trinken ;-)
Carsten Werner am 10.02.10 21:15
Haben T- Trinker schon mal was modernisiert--also, echt. DU, ??
T- Trinker saugen doch alles aus!
Gurgler am 10.02.10 23:57
Man kann seinen eigenen Twitter-Account mit allen Tweets seiner Twitter-Friends meines Wissens nach (noch) nicht in Buzz integrieren und Nachrichten über Buzz gehen auch nicht automatisch über Twitter raus.
Daher würde mich interessieren:
Wie kann man mit Buzz "Twitter-Nachrichten absetzen und verfolgen", wie im Artikel geschrieben?
Andreas am 11.02.10 10:32
Jope jetzt will google auch dort mitmischen...aber ich weiss nicht so recht...irgendwie steuert das doch in Richtung komplette Überwachung...naja muss jeder selbst entscheiden.
Liebe Grüße und klasse Blog den du hier hast!
Rob am 11.02.10 12:05
Sorry falsche url...jetzt stimmts ;-)
Rob am 11.02.10 12:05
Jetzt will man mal „Google Buzz“ als Social Sphere Komponente in die eigene Webseite als „Buzz(er)“ Einpflegen, und dann das... „3“ Fehler im W3C Markup Validation Service>> NEIN…. Kotz, denn ich hab mir doch sooooo viel Mühe gegeben die letzten 90 oder waren es 120??? Fehler auszumerzen…. kann mir jemand ernsthaft erklären aus welchem Grund Google einen solchen fehlerhaften, (aus W3C Sicht) CODE für ein Gadget zur Verfügung stellt ?? Ich sage häää… und will es nicht verstehen.
Muss ich mir jetzt ernsthaft darüber Gedanken machen wie dieser von Google bereitgestellte „Google Buzz“ Code Snipe so zu verändern ist, dass er eben auch noch angezeigt wird???
Ich finde Google Buzz sinnvoll da sowieso viele ein Google Account unterhalten und Inhalte also Content somit leicht zu transferieren ist. Die W3C Fehler nerven hat jemand eine Idee… oce
olaf am 14.05.10 21:37
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