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Computer
Jörg Schieb
9.02.10
Seit es Daten gibt - egal ob nun auf Papier, Diskette, CD oder im Internet - , gibt es auch Datenmissbrauch. Das Internet hat die Problematik allerdings enorm verschärft, nicht zuletzt, weil wir alle fleißig mitmachen beim Daten sammeln und Daten erfassen - mehr oder weniger freiwillig.
Datenschutz geht uns alle an. Deshalb steht beim diesjährigen "Safer Internet Day" eben dieses Thema im Vordergrund. Prominente sollen uns durch die Kampagne "Ich schütze mein Privatleben - auch im Netz" wachrütteln. Wir sollen vorsichtiger sein beim Hochladen von Informationen, Fotos und Videos, nicht alles ohne weiteres online stellen. Denn: Das Internet vergisst nichts - und allzu leicht lassen sich aus an mehreren Stellen verteilte Infohäppchen zu einem interessanten Gesamtbild zusammensetzen. All das sollen wir uns noch mal vor Augen führen. Recht so!
Da machen dann auch Prominente wie Anke Engelke, Dietmar Bär oder Anna Maria Mühe mit. Mit der Kampagne "Ich schütze mein Privatleben - auch im Netz" wollen sie deutlich machen, wie wichtig es ist, nicht alles im Netz preiszugeben.
Die Befürchtung vieler Datenschützer: der gläserne Datensurfer. Nicht vollkommen unbegründet. Darum ist es auch so wichtig, die Menschen für das Thema zu sensibilisieren, damit sie kompetenter werden und selbst entscheiden, was sie von sich preisgeben wollen und wo. Medienkompetenz ist zweifellos der beste Datenschutz.
Warum Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner in diesem Zusammenhang nun ausgerechnet das Thema Google Street View aus der Mottenkiste holt, ist mir allerdings schleierhaft. Da gibt es in meinen Augen drängendere Probleme, etwa die Frage, welche Daten Google, Facebook und viele andere US-Unternehmen eigentlich erheben (dürfen) und was sie mit den Daten anstellen. Bei Google Street View hingegen ist ziemlich klar, was erfasst wird - nämlich eine öffentlich zugängliche Straßenansicht. Gesichter und KfZ-Kennzeichen werden automatisch verfremdet, also eigentlich kaum Grund zur Aufregung.
Doch die Deutschen mögen Google Street View nicht - zumindest dann nicht, wenn die eigenen Häuser online zu sehen sind. Klar, dass der Paris-Aufenthalt oder der USA-Trip minutiös mit Streetview geplant wird. Aber den eigenen Marktplatz, das eigene Haus im Internet sehen? Bitte nicht!
Andere Themen sind wahrlich wichtiger - aber zugegebenermaßen auch komplizierter, schwieriger zu erklären und noch schwieriger zu lösen. Wie schafft man es zum Beispiel, international verbindliche Regeln für Datenschutz zu formulieren - und durchzusetzen? Wie kann man mehr Transparenz schaffen für die Konsumenten, wie für mehr Mitbestimmung sorgen? Das alles muss wohl durchdacht sein und ohne Hysterie diskutiert werden, denn es gibt für alles ein Für und Wider.
Der Safer Internet Day ist wichtig, denn alle müssen sich Gedanken um mehr Datensicherheit machen, die Politik, die Betreiber und natürlich auch wir Datensurfer - am besten nicht nur einmal im Jahr, sondern das ganze Jahr.
Achtet auf Eure Daten! Ja es stimmt. Firewall, Antivirenprogramm, alles da. Kein Homebanking, was soll hier schon, falls einer die Sicherheitsprogramme überwindet schon ausspionieren können ?
Die Versicherungsdaten die gescannt und digital gespeichert wurden. Wird von Kontonummer abgebucht....Man denkt an alles, aber an Kleinigkeiten ? Genau das ist es, man sollte Wechseldatenträger verwenden die nur im Offlinebetrieb benutzt werden sollten. Andere Daten, die Adresse steht im Telefonbuch, da blieben nur noch sehr persönliche Dinge..und der Wechseldatenträger.
MG am 9.02.10 21:54
Panik ist nicht angesagt, aber vorsicht. Wer zum Beispiel seine Adressen aus msn oder dem iPhone mit facebook "synchronisiert", gibt diese Daten eben facebook, und die gehen damit eigenständig auf Kundenfang. Und dort wird deutlich, wieviel mehr Daten sagen, wenn sie gesammelt und ausgewertet werden: facebook weiß dann nämlich besser, wer wen kennt, als wir selbst.
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Streetview: Ich bezweifle, dass "die Deutschen" streetview nicht wollen. Es wird lediglich durch die Politik/Medien das Augenmerk ständig darauf umgelenkt, weil es so schön bildlich zu verstehen ist.
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Die heransgehensweise mancher Politiker erinnert mich an die Drogendiskussion vor einigen Jahren, wo namhafte Politiker davor warnten, dass sich Kinder Haschsisch spritzen würden.
Dem völlig Ahnungslosen lässt sich die Gefahr durch streetview am ehesten verkaufen.
Michael am 10.02.10 10:07
mir fällt da auch nur wieder Facebook ein welches seinen benutzern anbietet die kontaktliste bei anderen anbietern zu "scannen" und diese dann mit sinnlosen einladungs-mails zuspammt. die benutzer haben natürlich auch schuld das sie sich selber zu IMs von Facebook machen.
karl am 10.02.10 10:30
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