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Computer
Jörg Schieb
21.01.10
Früher war Google everybody's darling. Heute hingegen ist das rasant wachsende Internetunternehmen vielen nicht mehr geheuer - und für viele sogar ganz konkret zum Gegner geworden. Selbst Apple, anfangs auf Kuschelkurs mit Google, kehrt dem Unternehmen allmählich den Rücken.
Wenn sich die Gerüchte bewahrheiten, die derzeit im Web und in Blogs kursieren, wird Apple alle iPhone-Benutzer demnächst nicht mehr mit Google suchen lassen, sondern mit Bing, der Suchmaschine von Microsoft.
Klar, Apple sieht in Google zunehmend eine ernsthafte Konkurrenz, keinen Partner mehr, schließlich baut Google mittlerweile selbst Handys. Zudem welche, die verblüffend unverblümt versuchen, das iPhone nachzuahmen. Der Android Market ist das Gegenstück zu Apples AppStore. Und der Browser Google Chrome macht es Apples Browser Safari sicher nicht leichter, erfolgreich zu sein.
Deshalb geht Apple jetzt lieber mit dem einstigen Erzrivalen Microsoft zusammen. Erstaunlich. Allzu viele Alternativen gibt es aber halt nicht. Microsoft baut zwar auch Handys, aber das stört keinen, die sind einfach nicht erfolgreich genug. Google hingegen traut Apple anscheinend durchaus zu, schnell zu lernen und dann womöglich doch erfolgreich zu sein (noch ist es nicht so). So gesehen ist die offensichtlich geplante Allianz von Apple und Microsoft also durchaus nachvollziehbar.
Die nächste Betriebssystemversion der iPhone-Software, die nächste Woche vorgestellt wird, soll konsequent auf Bing umschwenken. Für deutsche User ist das keine gute Nachricht, da die deutschsprachige Version von Bing bei weitem nicht so gut ist wie die amerikanische. Aber erst mal abwarten, ob international auf Bing umgestellt werden soll oder nur in den USA.
Kommenden Dienstag (26.01.10) werden wir es wissen. Denn da hat Apple zu einer kleinen Konferenz geladen. Vermutlich stellt das Apfel-Unternehmen da auch den iSlate vor, den ersten Tablet-PC von Apple, den viele als ein übergroßes iPhone bezeichnen. Auch der Tablet-PC wird wohl auf Bing setzen und nicht mehr auf Google.
Das wird kein guter Tag für den erfolgsverwöhnten Internetkonzern.
nur ist der wahrgenommene Marktanteil und der Reale nicht identisch. In den Medien wirkt der Eindruck Apples IPhone hätte sicherlich 20-30% Markanteil, korrekt ist er aber unter/bei 10% weltweiter Marktanteil. Die wirklichen Größen sind RIM und Nokia. Insbesondere Nokia ist ein Schwergewicht - noch - in diesem Markt der Smartphones (SP*). Und wie die Sache in einem halben Jahr ausschaut, aufgrund der Schwemme an Linuxbasierten SP*, wie zb. PalmPre, Maemo und insbesonder Android-basierten Handies wird sich zeigen. Es könnte auch passieren das der Marktanteil von Apple für 2010 sich rückläufig gestaltet. Aber wie heißts so schön: abwarten und Tee trinken ;-)
Carsten Werner am 21.01.10 19:48
Meinst Du statt "dearling" vielleicht "darling"? Und wieso ist Yahoo! kein denkbarer Partner für Apple?
Beim Lesen des Artikels kam mir eine erschreckende Idee: Wenn Apple irgendwann eine starke Partnerschaft mit Microsoft eingehen sollte, dann wäre es durchaus im Bereich des Möglichen, seitens Apple die teure Sparte "Softwareentwicklung" einzudampfen und stärker an Microsoft oder Drittunternehmer abzugeben.
@Carsten Werner:
Die starke Dominanz Nokias gilt für den deutschen Markt, aber nicht unbedingt international.
Madoc am 22.01.10 10:30
Also in Regionen/Kontinenten wie zb. Afrika oder Südamerika sieht es recht gut aus für das europäische Unternehmen namens Nokia.
OK, man kann dort natürlich keine Macho-Sumo-Smartphones, wie ein Apple IPhone, für einen dreistellingen Betrag dort absätzen - kein Wunder bei hautptsächlich 2 oder 3unterstellingen Monatslöhnen. Aber rein Mengenmäßig liegt Nokia vorn ;-)
Und das Geschäft mit dem Micro-Payment - übrigens darüber könnte Herr Schieb auch mal nen Bericht verfassen - entwickelt sich dort, als Ersatz-Transfer-Banking (hab ich jetzt wirklich diesen Mäander geschrieben?), prächtig.
Carsten Werner am 22.01.10 19:15
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