WDR.de
Computer
Jörg Schieb
Januar 2010
Die vielen Gerüchte, Spekulationen und Mutmaßungen der vergangenen Wochen haben sich nun weitgehend bestätigt: Apple hat am Mittwoch in San Francisco einen Tablet-PC vorgestellt. Das "iPad" getaufte Gerät wiegt 700 Gramm, ist gerade mal einen Zentimeter dick, kommt ohne Tastatur aus und wird genauso wie iPhone und iPod Touch durch Berührung mit der Fingerkuppe bedient.
Noch mehr technische Details gefällig? Bittesehr: Zehn Stunden soll der Akku halten. 9,7 Zoll misst die Diagonale des Displays. Damit liegt das iPad in punkto Größe irgendwo zwischen Smartphone und Notebook. Das schlanke Gerät ist eindeutig für zu Hause gedacht: Die User sollen damit Bücher lesen (eBooks), im Web Surfen, E-Mails austauschen, Fotos und Videos anschauen, fernsehen, Musik anhören oder spielen. Zum Arbeiten ist das iPad definitiv nicht gedacht - Eingaben sind mit der virtuellen Tastatur zwar möglich, aber alles andere als komfortabel.
Etwas überrascht hat mich, dass sich Apple für ein Display im 4:3-Format entschieden hat, denn 16:9 wäre moderner, ergonomischer und vielleicht auch praktischer, zumindest wenn man Filme auf dem Gerät anschauen will.
In punkto Bedienung hat sich Apple nicht viel Neues einfallen lassen, sondern das bewährte Konzept von iPhone und iPod Touch übernommen - und ein bisschen weiterentwickelt. Kann man machen, ist aber nicht unbedingt einfallsreich. Jedenfalls wirkt das iPad dadurch unweigerlich wie ein übergroßes iPhone. Immerhin: Der Bildschirm lässt sich besser individualisieren. Speziell fürs iPad entwickelte oder angepasste Anwendungen (Apps) nutzen den größeren Bildschirm aus, etwa Spiele, die ebenfalls bei der Apple-Veranstaltung in Kalifornien vorgestellt wurden.
Eingebaut sind darüber hinaus Bluetooth, WLAN, Kompass und Bewegungssensoren, so wie in einem iPhone 3GS. Eine Kamera gibt es überraschenderweise nicht, dabei gilt das heute fast schon als Standard in jedem Netbook. Videokonferenzen sind mit dem iPad also nicht möglich, als Fotoapparat taugt das iPad ebenfalls nicht.
Im iPad ist keine Festplatte eingebaut, sondern ein Flash-Speicher - der ist schneller, aber auch deutlich teurer. Ein iPad mit 16 GByte soll knapp 500 Dollar kosten, für 100 Dollar mehr gibt es 32 GByte und für 200 Dollar mehr 64 GByte. Die Europreise stehen noch nicht fest. Ende März soll der iPad in den USA zu haben sein, ab Juni international.
Auch ein iPad mit Mobilfunk (UMTS) ist geplant, der etwa vier Wochen später auf den Markt kommen soll. Telefonieren ist mit dem iPad allerdings nicht möglich. Dafür soll der iPad den eBook-Readern Konkurrenz machen, allen voran dem Sony Reader und dem Kindle von Amazon.
In den USA sind die eBook-Lesegeräte ein Erfolg, hierzulande weniger. Während Sony Reader und Kindle aber nur einen schwarzweißen Monitor bieten, kann der iPad mit einem farbigen Display aufwarten (dafür hält der Akku nicht so lange).
Beflügelt vom Erfolg bei iTunes und AppStore will Apple mit einem weiteren Onlineshop starten: iBook ist eine digitiale Buchhandlung, in der sich iPad-User mit eBooks versorgen können, zunächst nur in den USA. Apple kooperiert zunächst mit einer Handvoll Verlagen.
Das iPad ist Evolution, nicht Revolution. Apple bietet nicht so viele bahnbrechende Neuerungen und Unterschiede zu vergleichbaren Geräten wie seinerzeit das iPhone. Es sieht schick aus, es verfügt über eine bewährte Benutzeroberfläche, es gibt zweifellos ein paar interessante Ansätze, aber so ein bisschen vermisse ich den Wow-Effekt. Apple hat mich schon mal mehr überrascht.
Die Überraschung war wahrlich, dass es keine wirkliche Überraschung gab. Aber ich denke dennoch, dass der "Apple Effekt" vorhanden ist, vielleicht nicht im Funktionsumfang, aber dafür in der Qualität und Usability des Geräts. Für Zu Hause ist es doch das praktische, kleine Accessoire. Und ganz sicher eleganter und intuitiver zu bedienen, als jedes Windows Pendant.
Henning Langen am 28.01.10 9:21
Bei den vielen kursierenden Gerüchten blieb ja auch nicht viel Platz für Überraschungen.
Was mich überrascht und gefreut hat, ist der (relativ) moderate Preis. Da mein MacBook Pro jetzt fast vier Jahre alt ist und noch mit einem CoreDuo läuft, steht eine Neuanschaffung an. Ich überlege derzeit statt eines neuen MBP lieber zum fast gleichen Preis zwei Geräte zu kaufen: Einen iMac fürs Arbeiten und ein iPad für unterwegs. Mit iWork-Programmen kann ich alles abdecken, was bei mir unterwegs an Arbeit anfällt (incl. Email), dazu noch komfortabel lesen oder Videos sehen. Es kommt darauf an, wie gut man wirklich Dateien von Textverarbeitung und Tabellenkalkulation im iPad abspeichern, bearbeiten und mit dem iMac abgleichen kann.
Knud Vöcking am 28.01.10 10:31
Kann hier nicht folgen:
- Die Termine für den Verkaufsstart in Europa stimmen nicht. Das Gerät wird auch in Europa ab März verkauft, lediglich die Datentarife für die Modelle mit 3G/UMTS werden erst für Juni/Juli erwartet.
- Warum muss man Alles neu machen. Die Bedienung des iPhone hat dem Gerät eine Anwenderzufriedenheit von um die 90% eingebracht (weit vor jedem anderen Gerät). Wenn ich ein nagelneues Gerät herausbringen kann, dass schon 75 Millionen Menschen ohne die geringste Lernkurve bedienen können, dann mache ich das. Kein Mensch kann sich für einen "Wow-Effekt" etwas kaufen.
- Weder werden Bücher, noch Magazine im 16:9 Format veröffentlicht. Das Format von allen gängigen Digitalkameras ist weit näher an 4:3 als 16:9. Präsentationen und Textdokumente schaut man i.d.R. auch nicht in 16:9 - die meisten Projektoren sind auch 4:3.
- Nur für zu Hause? Sehe ich überhaupt nicht. iWork läuft darauf, man kann einen Projektor anschliessen, 3G ist vorhanden... das ist für unterwegs genauso geeignet wie jedes Netbook auch. Ich kann z.B. mein 17" MBP zu Hause lassen und das iPad für meine Vorlesungen verwenden. VGA Adapter dran, Beamerkabel rein und 2kg Gewicht gespart.
marv08 am 28.01.10 13:56
„Eine Kamera gibt es überraschenderweise nicht, dabei gilt das heute fast schon als Standard in jedem Netbook ... Videokonferenzen sind mit dem iPad also nicht möglich, als Fotoapparat taugt das iPad ebenfalls nicht ... Telefonieren ist mit dem iPad allerdings nicht möglich ... Zum Arbeiten ist das iPad definitiv nicht gedacht -- Eingaben sind mit der virtuellen Tastatur zwar möglich, aber alles andere als komfortabel.“
So liest sich die Beschreibung eines unvollendeten Torsos - Ausgeburt eines Zwitters, dem umfassende kommunikative Funktionalität gegenüber aktuellen multimedialen Ansprüchen nun wirklich nicht bescheinigt werden kann.
30 iPads für rund 600 neugierige Medienvertreter. Und so stürzten sich gleich nach der Apple-Zeremonie ihres Messias (BILD am 30.01.2010: „i = Ikone“) auf seine iPads wie hungrige Fliegen auf den so stechend duftenden neuen Apfel. Pferdegeflüster wird Apple sicher nicht für eine vollmundig propagierte Technik-Revolution genügen, von der nach berechtigter Auffassung mancher Analysten und Anwender sicher nicht die Rede sein kann.
Rolf Badenhausen am 30.01.10 12:43
Erst einmal abwarten, bis man dieses Gerät selbst in den Händen hält und erste Bedienversuche damit unternimmt.
Es füllt wirklich die Lücke zwischen iPod/iPhone und einem Laptop. Diese suche ich schon lange.
Daniel am 31.01.10 11:00
... dann warten wir mal ab, mit welchen zusätzlichen Hardware-Upgrades so mancher Netbook-Hersteller in wenigen Wochen oder Monaten eine insgesamt sinnvollere Alternative zum iPad anbieten wird!
Rolf Badenhausen am 1.02.10 11:41
Mich würde mal interessieren wie das IPad im Vergleich zb. zum Dell Pad, abschneidet.
Aber leider ist der Herr Schieb ja hartgesottener Apple- und Microsoft-Fan.
Andere Systeme haben da wenig Aussicht auf Erfolg auch einmal vorgestellt zu werden :-(
Tja, so ein Mist wenn ein Produkt ausgerechnet aus Europa kommt, wie zb. ein Betriebssystem, samt darauf aufbauender Distribution, oder ein offenes Office ...
Die Produkte "Made in USA" sind einfach ungeschlagen ... (?)
Carsten Werner am 1.02.10 17:20
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Die Klatschpresse hat Brangelina, die Fachpresse und die Blogwelt haben Apple. Seit Wochen werden Gerüchte kolportiert, was Apple wohl im Schilde führt, ob ein Tablet-PC auf den Markt kommt und wann, wie er aussieht, was er kann, wie groß er ist, was er kosten soll, wie er heißt und womöglich auch noch, wie er riechen wird. Es gibt keinen Aspekt, der nicht vorab diskutiert würde.
Apple genießt diese kostenlose Publicity. Das Apfel-Unternehmen muss gar nicht viel tun, um den Gerüchtemotor am Laufen zu halten. Nur: Klappe halten. Stillschweigen bewahren. Nichts nach außen dringen lassen. Das ist in der IT-Branche schwierig genug - aber das kann Apple richtig gut. Denn jeder Apple-Mitarbeiter weiß: Eine falsche Bemerkung - und man kann sich die Papier abholen.
Mittwochabend deutscher Zeit findet in San Francisco eine Art Messe statt. Da wird Apple-Chef Steve Jobs nach langer Zeit mal wieder auf der Bühne stehen und in gewohnt lässiger Art eine Produkt-Show abziehen. Ganz sicher wird er auch einen Tablet-PC vorstellen, den iSlate, iPad, iTable oder MacBook Touch. Irgendeinen Namen muss das Ding ja haben. Und die Jünger im Saal werden vor Begeisterung toben, darunter jede Menge kritischer Journalisten und kritischer Verbraucher.
Man muss staunen, wie das immer wieder funktioniert. Wie es Apple gelingt, jedes Mal aufs Neue Begeisterung zu entfachen, jeden kritischen Unterton im Keim zu ersticken. Zugegeben: Apple ist extrem innovativ, aber keineswegs über jeden Zweifel erhaben. Ganz sicher nicht.
Und wenn Mittwochabend Apples Tablet-PC hochgehalten wird, dürften viele ihn bestaunen, als ob es der erste Tablet-PC der Welt wäre. Wer aber bei der Wahrheit bleiben möchte, muss zugeben: Microsoft hat die ersten Tablet-PCs gebaut. Schon vor Jahren. Die waren nicht besonders erfolgreich, da nicht ausgereift. Aber die Idee umgesetzt hat als Erster Microsoft.
Gut, sagen da manche: Es hat auch schon Handyhersteller gegeben, und zwar jede Menge, bevor Apple ein Smartphone gebaut und den Markt umgekrempelt hat. Stimmt. Und da liegt die große Stärke von Apple: Den Dingen Würze zu geben, die Geräte schick zu machen, die Handhabung ergonomisch und menschlich, ein bisschen sexy sogar.
So gesehen darf man wirklich gespannt sein, was Apple unter einem Tablet-PC versteht.
Tablett, auf so etwas mache ich wie man in Bayern sagt Brotzeit, ja natürlich ist was anderes gemeint One tatsch, igitt, überall fettige Fingerabdrücke, auf dem Brotzeittablett normal aber auf high tech hätte ich beinahe gesagt. Stimmt ja alles nicht mehr, is ja alles selbstverständlich. Simmt eigentlich aber wir alten Technikfreaks müssen das überdenken. Warum eigentlich ?
MG am 27.01.10 1:01
Zitat: "Mittwochabend wird Apple wohl eine neue Computergattung vorstellen, den Tablet-PC."
Wie kann man nur so einen Unsinn schreiben? Sogar Herr Schieb schreibt später im Hauptartikel, dass das gar nicht stimmt, es im Gegenteil schon lange Tablet-PCs gibt. Nur den lesen die meisten dann gar nicht mehr. Also erst mal schön in der Gerüchte-Suppe mit umrühren. So etwas nennt man wohl Volksverdummung.
Philo am 27.01.10 10:08
schieb is powered by M$!
zualt umzu veraeppelt zu werden am 27.01.10 15:47
Die Äppel-Fanboys wirds freuen: Ein neues stylisches Konsumprodukt, mittels dessen man sich wieder einmal vom Windowspöbel absetzen zu können glaubt.
Und wieder mit "intuitiver" Bedienung, an der sich schon so viele die Zähne ausgebissen haben.
Die entsprechenden Diskussionen werden im "Macuser"-Forum nicht lange auf sich warten lassen. I-Tand halt..... ;)
Gert am 27.01.10 17:20
Von mir aus - ich kauf dennoch keinen Apple - ist mir einfach zu schön.
Volkmann am 27.01.10 18:34
Es gibt wie in vielen Bereichen des Lebens immer verschiedene Lager, aber auch eine Erfahrungswelt (zugegeben subjektiv) jenseits aller Lager.
Und es wurde schon immer viel abgeguckt. Und es wäre auch Unsinn, jedes Rad zweimal erfinden zu müssen.
Zwei Erfahrungen habe ich, die ich seit Jahren mit beiden Systemen arbeite, jedoch immer wieder gemacht: Wenn Apple etwas auf den Markt bringt, dann funktioniert es auf Anhieb und muss nicht erst über Anwenderfehlermeldungen monatelang nachgebessert werden und es ist immer viel benutzerfreundlicher und besser gestaltet. Ist mir egal ob es "stylisch" ist, ich bevorzuge, was einfach gut funktioniert. Und da hat Apple oft die Nase vorn. Also Ehre wem Ehre gebührt!
Gudrun am 27.01.10 18:44
Erst einmal ist dieses sagenumwobene Apple TabletPC-Teil eines: Vaporware.
Bisher hat niemand von diesen Apple-Fanatischen Journalisten dieses Teil jemals in eigenen Händen gehalten, geschweige denn es einmal getestet.
Oder haben Sie Herr Schieb damit schon einmal rumgespielt ?
Konkret wird diese Sache also erst überhaupt, wenn es vorgestellt oder käuflich zu erwerben ist.
Apple nutzt hier anscheinend die gleichen Tricks wie Microsoft. Die Gerüchteküche würzen und Luftschlösser in die Welt setzen.
Und wo wir gerade dabei sind: Xerox-Ings. haben als erstes so etwas erfunden - es nur nicht auf den Markt gebracht. Microsoft und Apple, wie auch Google und Co., haben die Idee dahinter nur adaptiert - und werden oder haben es auch als Produkt umgesetzt.
Zu @Gudrun:
ich liebe auch Apple .. allerdings eher als Hacker - kein System läßt sich momentan sooo leicht manipulieren oder gar mißbrauchen ;-)
Schande - weil das eigentliche Betriebssystem dahinter, das exzellente FreeBSD - ebenfalls ein OpenSource-System wie Linux, unschuldig in Verruf gerät.
Carsten Werner am 27.01.10 22:06
Klein muss es sein damit man es immer dabei hat. Überall, manche Leute können ohne Handy und Laptop keine 5 Minuten mehr überleben, wie auf der Intensivstation. One Tatsch, igitt. Mir reichen schon die Spuckspritzer auf dem Bildschirm, entschuldigung, ordinär aber aus dem richtigen Leben, und dann die ganzen Fingerabdrücke vom bedienen, nein daran gewöhne ich mich schwer. Aber wie immer im richtigen Leben, viele werden Freude daran haben und das Ding lieben, stolz darauf sein es zu besitzen. Warum nicht ? Ist mir jetzt jemand böse wegen meine "spießigen Meinung" ? Vielleicht gibt es ja noch ein paar "Spießer" ..kicher..
MG am 28.01.10 20:46
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Die Aufregung war groß, als wieder mal eine
Sicherheitslücke im Internet Explorer entdeckt wurde. Viele haben vor der Verwendung des Internet Explorer gewarnt, darunter auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik BSI.
Immerhin hat Microsoft diesmal schneller als sonst reagiert und innerhalb weniger Tage einen
Sicherheitsflicken (Patch) herausgebracht. Der Patch steht bereits zum Download bereit. Doch niemand muss sich durch komplizierte Anleitungen klicken, denn Microsoft hat das Sicherheits-Update auch in das automatische Windows Update eingebaut. Und das bedeutet: Wer die Funktion "Windows Update" aufruft, egal ob im "Start"-Menü oder im Internet Explorer, kann das wichtige Update laden und installieren. Vollautomatisch.
Man kann es nicht nur, man sollte auch. Denn dieses Sicherheits-Update ist wirklich ungemein wichtig. Darüber hinaus kann es sicher nichts schaden, sich mal andere Browser wie Firefor, Opera, Safari oder Chrome anzuschauen - und auch zu installieren. Dann hat man eine Alternative an der Hand, wenn der Internet Explorer mal wieder tabu sein sollte.
was nützt es mir einen Zweit-Browser zu installieren, ihn dann vielleicht monatelang nicht anzufassen, um dann, wenn wieder eine eklatante Sicherheitslücke auch an die IT-Ferne Presse heranreicht, den Browser zu wechseln ... denn dann ist auch dieser veraltet, sprich gefährdet.
Was mir am Windows immer wieder stark negativ auffällt: Windows wird zentral Aktualisiert, aber was ist mit dem Flash-Player, was mit dem Acrobat-Reader, wo bleibt die zentrale Update-Instanz für meine Treiber und all die anderen Programme ... Updates nach Gutsherren-Art. Warum schafft es Microsoft nicht, wie bei Linux-Systemen seit Jahrzehnten üblich, zentral und ohne KnowHow das "gesamte" System UpToDate zu halten ... das kann doch nicht so schwer sein?!
und Hr. Schieb: was fällt so schwer ein bejahendes Statement zu europäischen Produkten, wie eben den "Opera" abzugeben - als Dauer-Einsatz-Browser. Oder muß man sich jetzt für Produkte aus der Region schämen ... also Dingen wie Linux, OpenOffice, MySQL, KDE, QT, usw. ... ?
Carsten Werner am 25.01.10 20:57
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Früher war Google everybody's darling. Heute hingegen ist das rasant wachsende Internetunternehmen vielen nicht mehr geheuer - und für viele sogar ganz konkret zum Gegner geworden. Selbst Apple, anfangs auf Kuschelkurs mit Google, kehrt dem Unternehmen allmählich den Rücken.
Wenn sich die Gerüchte bewahrheiten, die derzeit im Web und in Blogs kursieren, wird Apple alle iPhone-Benutzer demnächst nicht mehr mit Google suchen lassen, sondern mit Bing, der Suchmaschine von Microsoft.
Klar, Apple sieht in Google zunehmend eine ernsthafte Konkurrenz, keinen Partner mehr, schließlich baut Google mittlerweile selbst Handys. Zudem welche, die verblüffend unverblümt versuchen, das iPhone nachzuahmen. Der Android Market ist das Gegenstück zu Apples AppStore. Und der Browser Google Chrome macht es Apples Browser Safari sicher nicht leichter, erfolgreich zu sein.
Deshalb geht Apple jetzt lieber mit dem einstigen Erzrivalen Microsoft zusammen. Erstaunlich. Allzu viele Alternativen gibt es aber halt nicht. Microsoft baut zwar auch Handys, aber das stört keinen, die sind einfach nicht erfolgreich genug. Google hingegen traut Apple anscheinend durchaus zu, schnell zu lernen und dann womöglich doch erfolgreich zu sein (noch ist es nicht so). So gesehen ist die offensichtlich geplante Allianz von Apple und Microsoft also durchaus nachvollziehbar.
Die nächste Betriebssystemversion der iPhone-Software, die nächste Woche vorgestellt wird, soll konsequent auf Bing umschwenken. Für deutsche User ist das keine gute Nachricht, da die deutschsprachige Version von Bing bei weitem nicht so gut ist wie die amerikanische. Aber erst mal abwarten, ob international auf Bing umgestellt werden soll oder nur in den USA.
Kommenden Dienstag (26.01.10) werden wir es wissen. Denn da hat Apple zu einer kleinen Konferenz geladen. Vermutlich stellt das Apfel-Unternehmen da auch den iSlate vor, den ersten Tablet-PC von Apple, den viele als ein übergroßes iPhone bezeichnen. Auch der Tablet-PC wird wohl auf Bing setzen und nicht mehr auf Google.
Das wird kein guter Tag für den erfolgsverwöhnten Internetkonzern.
nur ist der wahrgenommene Marktanteil und der Reale nicht identisch. In den Medien wirkt der Eindruck Apples IPhone hätte sicherlich 20-30% Markanteil, korrekt ist er aber unter/bei 10% weltweiter Marktanteil. Die wirklichen Größen sind RIM und Nokia. Insbesondere Nokia ist ein Schwergewicht - noch - in diesem Markt der Smartphones (SP*). Und wie die Sache in einem halben Jahr ausschaut, aufgrund der Schwemme an Linuxbasierten SP*, wie zb. PalmPre, Maemo und insbesonder Android-basierten Handies wird sich zeigen. Es könnte auch passieren das der Marktanteil von Apple für 2010 sich rückläufig gestaltet. Aber wie heißts so schön: abwarten und Tee trinken ;-)
Carsten Werner am 21.01.10 19:48
Meinst Du statt "dearling" vielleicht "darling"? Und wieso ist Yahoo! kein denkbarer Partner für Apple?
Beim Lesen des Artikels kam mir eine erschreckende Idee: Wenn Apple irgendwann eine starke Partnerschaft mit Microsoft eingehen sollte, dann wäre es durchaus im Bereich des Möglichen, seitens Apple die teure Sparte "Softwareentwicklung" einzudampfen und stärker an Microsoft oder Drittunternehmer abzugeben.
@Carsten Werner:
Die starke Dominanz Nokias gilt für den deutschen Markt, aber nicht unbedingt international.
Madoc am 22.01.10 10:30
Also in Regionen/Kontinenten wie zb. Afrika oder Südamerika sieht es recht gut aus für das europäische Unternehmen namens Nokia.
OK, man kann dort natürlich keine Macho-Sumo-Smartphones, wie ein Apple IPhone, für einen dreistellingen Betrag dort absätzen - kein Wunder bei hautptsächlich 2 oder 3unterstellingen Monatslöhnen. Aber rein Mengenmäßig liegt Nokia vorn ;-)
Und das Geschäft mit dem Micro-Payment - übrigens darüber könnte Herr Schieb auch mal nen Bericht verfassen - entwickelt sich dort, als Ersatz-Transfer-Banking (hab ich jetzt wirklich diesen Mäander geschrieben?), prächtig.
Carsten Werner am 22.01.10 19:15
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Die gezielten Angriffe auf Firmencomputer von Google und vielen anderen Firmen im Dezember des vergangenen Jahres sind laut Expertenmeinung ungewöhnlich geschickt und elegant erfolgt. Keine Tat von Hobby-Hackern, sondern ein minutiös geplanter Angriff, der gut versteckt wurde. Deshalb hat es auch relativ lange gedauert, bis bekannt wurde, wie eigentlich der Angriff genau erfolgt ist.
Zuerst war von einer Sicherheitslücke im Adobe PDF Reader die Rede. Nun ist klar: Es wurde auch ein "Zero Day Exploit" im Internet Explorer ausgenutzt, eine Sicherheitslücke also, die bis zu diesem Tag selbst in Fachkreisen unbekannt war: Beim für den Benutzer unbemerkten Nachladen von Schriften (Fonts) werden dem PC Schnüffelprogramme untergejubelt. Google hat die Sicherheitslücke mittlerweile an Microsoft gemeldet. Dort tüftelt man an einer Lösung.
Nun mehren sich die Warnungen vor dem Internet Explorer (IE): Wer Microsofts Browser benutzt, muss derzeit vorsichtig sein, denn die genutzte Sicherheitslücke ist gefährlich: Hacker können über eine ganz normale Webseite, die mit dem Internet Explorer nur einmal angesteuert werden muss, beliebige Schadprogramme in den Rechner laden und dann so ziemlich alles mit dem PC anstellen. Microsoft rät daher, den Internet Explorer nur im sogenannten abgesicherten Modus zu benutzen und zudem die Sicherheitseinstellung auf "hoch" zu setzen, nur dann ist die Sicherheitslücke ungefährlich.
Warum auf den Arbeitsrechnern von Google überhaupt der Internet Explorer zum Surfen benutzt wird und nicht Google Chrome, verrät einem niemand - aber interessant ist diese Frage schon, finde ich.
Weniger ist oft mehr und so wird in meinem Browser nur das geladen, was ich brauche. Die Gefahr, sich ein solches Drive-By-Virus zu fangen wächst mit jeder Einstellung, welche die anzeige dynamischer Inhalte zuläßt. Leider sind für die meisten Internet-User statische Inhalte zu langweilig und Flash-Inhalte freuen sich zunehmender Beliebtheit. Das nutzen die Hacker aus. Weil man heute per Java-Script und Flash so ziemlich alles den Leuten unterjubeln kann, ist es bei mir grundsätzlich deaktiviert oder wird restriktiv behandelt. Ob die Webdesigner das wollen oder nicht, das ist mir egal, solange ich die Inhalte zu lesen bekomme, die ich auch lesen will. Gute Websites verzichten im Übrigen auf solche Spielereien und sind meist barrierefrei!
Dietmar Kuchen-Windmüller am 15.01.10 17:40
Was mich wundert ist, das es sonst keinen Wundert. Der IE ist doch ein Paradebeispiel für einen, gemessen an Browsern wie Opera, Firefox oder den Webkit basierendem Konqueror oder Safari, um Jahre technisch rückständigen Browser, mit dem schlechtesten Sicherheitskonzept und ständigen Übergriffen auf Windowssysteme, wenn mal wieder mit dem IE im Internet gesurft wird.
Statt darüber zu berichten wie man evtl. oder überhaupt und welche Webseiten Sicher sind - einfach mal ne Empfehlung aussprechen: nimmt stattdessen einfach Opera, Firefox oder Konqueror. Und Lücken, wie beim IE mit dem unsäglichen ActiveX gehören der Vergangenheit an.
PS1: kann ich mir nicht verkneifen ... einfach ein europäisches System nutzen, zb. Mandriva. Da ist alles drin was man braucht, nicht nur das Betriebssystem wird ständig Aktualisiert, sondern praktisch alles und man muß nicht ständig daran rumdoktorn.
PS2: Ich hoffe nur, das Herrn Schieb keine Zacken aus der Krone fallen, nur weil er mal, statt einem US-Produkt, ein europäisches Produkt empfehlen muß (?!)
Grüsse
Carsten
Carsten Werner am 15.01.10 19:14
hallo leute,
wie kommt man an einem neuen browser ohne das man den internet explorer benutzen muss.
freue mich auf hilfe.
gruss heidi
heidi wagner am 15.01.10 21:24
Hallo
Der Firefox kann, wie Opera und andere, durchaus gute Surfprogramme, kostenlos runtergeladen werden. Gefunden wird er über google in Sekunden.
Es wundert mich nicht, das dieses "all in one" Paket das Windows darstellt, Sicherheitstechnisch ein Schweizer Käse ist. MS kauft alles und jeden auf der ein besseres Produkt auf dem Markt anbieten kann oder will. Hoffen wir das dies irgendwann mal vorbei geht.
Günther am 15.01.10 21:59
Mich wundert es nicht das auch bei Google die IE Versionen von MS laufen. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, davon sind auch Googler nicht ausgenommen. Nebenbei bemerkt ist es mit großem Aufwand verbunden irgendeine jüngere Windows Version vom Explorer zu befreien.
Firefox rulz.
Vielen Dank an Hr. Schieb für die vielen Jahre voller Megatips
Günther am 15.01.10 22:09
Mich wundert, dass sich wer (wie s.o. Herr Schieb) darüber wundert, dass Google und auch viele andere Firmen sowie User den IE nutzen.
Der WDR und/oder deren Webdesigner, sowie Google, viele Firmen und Webseiten-Bastler und auch ich, sind doch gewiss nicht so dämlich, ihre Inet-Veröffentlichungen nicht auch im IE zu kontrollieren!?
Gerade Google ist wohl unabdingbar dazu gezwungen, seine Produkte unbedingt auch IE-lauffähig zu gestalten.
Klaus aus DO am 16.01.10 6:26
Die ganze Sache lässt mich ziemlich kalt.Ich benutze Opera & Firefox.
Aber ich möchte schon wissen,wie man einen Browser im abgesicherten Modus laufen lassen kann?
Ralli aus Do am 16.01.10 17:38
Das war mal wieder der "Schenkelklopper der Woche". Mich hat es nicht verwundert das Win7 auch eine Sicherheitslücke hat,bzw der Browser. Ich verstehe es auch nicht warum immer noch so viele User dieses Betriebssystem nutzen.Ich selber bin nachdem mir WinXP das erste mal abgestürzt ist auf Linux Ubuntu um gestiegen und bin seitdem ohne Probleme im Internet unterwegs.Meine Empfehlung ist steigt um und lasst Microsoft auf ihrem Mist sitzten
roland aus Iserlohn
roland am 16.01.10 22:14
Hallo, Herr Schieb,
habe gerade auf der Microsoft Seite zu diesem Problem nachgesehen und finde die von Ihnen genannten Schutzmaßnahmen nicht. Vielmehr empfiehlt man dort einen Virenscanner und eine Firewall einzurichten. Was soll der verunsicherte Anwender denn nun tun? Im Moment surfe ich mit Opera, mein Zweit-Browser, meine Tochter findet den aber blöd und meine Standard-Verknüpfungen (in Outlook etc) sind alle noch am IE 7. Wie gefährlich ist die Sache denn nun wirklich? Microsoft spielt es in dem o.g. Artikel ziemlich runter, finde ich!
Wäre für eiunen kurzen Tipp sehr dankbar, die übrige Fan-Gemeinde ebenso.
MfG
Martin Schlömer
(Link gelöscht. Anm.d.Red.)
Martin Schlömer am 18.01.10 12:12
zum Kommentar Martin Schlömer ...
Zum Thema "MS spielt es runter": was bleibt MS auch anderes übrig - MS hatte und hat stätig ein Sicherheits-Problem und um den derzeit ramponierten Ruf nicht noch weiter zu gefährten setzt man auf Beschwichtigung - kennt man doch auch von Politikern und von Bossen der Großunternehmen.
Fakt ist: ca. 95% aller Angriffe aus dem Internet werden "erfolgreich" über den Internet-Explorer verübt! Daher kann eigentlich die Losung nur heißen: Opera oder Firefox nutzen. Ideal für die eigene Sicherheit ist und bleibt aber: derzeit Linux verwenden.
Hintergrund liefert mein PS: weltweit finden mehrmals im Jahr sog. Hacker-Konteste statt - das sind Wettkämpfe von Hackern gegen Rechner auf denen Windows, Linux oder auch Apple-MacOS drauf sind - mit dem Ziel diese eben zu sabotieren oder zu "Entern". Die Reihenfolge der erfolgreichen sog. Hacks: Erst verliert MacOS, danach Windows (ich rede hier vom aktuellen Windows), Linux hingegen wird seltenst "gehackt" - und das liegt definitiv nicht an der Verbreitung. Hier sind schließlich echte Profis am Werke.
Schönen Gruss - Carsten Werner
Carsten Werner am 18.01.10 17:36
Das Problem betrifft nur leider auch die Nachfolgeversionen. Sowohl der IE7 als auch der IE8 haben - insbesondere im Vergleich zu anderen Browsern - größere Sicherheitsmängel. Und solange Microsofts Politik darin liegt, es dem Anwender SCHÖN bequem und einfach machen - oder anders ausgedrückt: ihn zu entmündigen - wird sich daran auch nichts ändern.
Zudem: der MS-IE behindert massiv die technische Entwicklung des Web. Es kotzt mich ständig an, bei der Webseitengetaltung zwei Versionen erstellen zu müssen. Eine Speizielle für den IE ... und bei dem Rest kann ich selbst nach HTML5-Konvention schon arbeiten.
Microsoft ist das Unternehmen was massiv Innovation und technischen Fortschritt stört und aufhält. Schlimmer aber ist die Tatsache jegliche gemeinschaftlich erstellte "echte" Standards zu ignorieren oder besser gesagt zu torpetieren - im Zeitalter von Papier war das ja noch ganz witzig - aber die Welt wird mehr und mehr durch elektronische Dokumente beschrieben. Und dazu braucht es nun einmal offizielle und institutionelle Vereinbarungen ... damit auch in 20, 40 oder gar 80 Jahren diese Dokumente zu nutzen sind. Mit Produkten von Microsoft: nicht möglich!
Allein einmal ein Dokument in Word2000 mit Word2007 öffnen (natürlich mit Tabellen, bedingten Formatierung usw.) -> viel Spaß ;-) [auch wenn letzter Absatz ein wenig den Kontext verläßt - sorry!]
Gruss Carsten
Carsten Werner am 19.01.10 22:43
Hallo Herr Schieb,
wie benutze ich den IE im abgesicherten Modus?
Wie und wo stelle ich die Sicherheit
"hoch" ein?
Vielen Dank,
Jutta 20.01.2010
Jutta Köhler am 20.01.10 15:31
@Jutta Köhler: Starten Sie den IE über "Start/Programme/Zubehör/Systemprogramme/Internet Explorer (ohne Add-Ons)". Der Internet-Explorer startet im abgesicherten Modus. (Es kann dabei vorkommen, dass bestimmte Inhalte in Websites nicht angezeigt werden.)
Sicherheit hoch einstellen: Klicken Sie in der Menüleiste im IE auf "Extras" und wählen Sie "Internetoptionen" aus. Wählen Sie im folgenden Menü den Reiter "Sicherheit". Nun sehen Sie im unteren Feld "Sicherheitsstufe in dieser Zone" einen kleinen. Schieberegler. Diesen schieben Sie nach oben auf "Hoch", indem sie ihn mit gedrückter linker Maustaste nach oben ziehen. Zum Schluss klicken Sie auf "Übernehmen" und "OK". Wenn Sie diese Einstellung rückgängig machen wollen, wiederholen Sie die Schritte, bis Sie wieder im unteren Feld "Sicherheitsstufe in dieser Zone" sind. Klicken Sie dort auf "Alle Zonen auf Standardstufe. zurücksetzen". Schauen Sie sich auch nach Alternativen wie z.B. Fire-Fox um, wie sie von einigen Kommentatoren beschrieben sind. Schöne Grüße aus Aachen.
Dietmar Kuchen-Windmüller
Dietmar Kuchen-Windmüller am 20.01.10 17:56
Ferner empfielt sich unter dem InterExplorer ActiveX und den FlashPlayer auszuschalten - dauerhaft ...
was man beim IE im Menü unter: Extras->InternetOptionen->Sicherheit->Sicherheitszone "Internet" hier "Stufe anpassen"=>ActiveX 'deaktivieren' kann.
Damit sollte dann auch der FlashPlayer ebenfalls deaktiviert sein.
Der Haken an der Sache - was auch die Lösung von Herrn Kuchen-Windmüller betrifft - die Webseiten fühlen sich mehr nach Internet Anno 1996 an. Viele Funktionen und Möglichkeiten der Webseiten gehen nicht mehr.
Daher schliesse ich mich meinem Vorredner an: Einfach mal den FireFox oder Opera probieren ;-)
Flash geht, aktuelle Web-Standards gehen und selbst JavaScript - um Webseiten interaktiver zu gestalten - geht.
Carsten Werner am 20.01.10 22:05
Naja,
das der ach so tolle Firefox auch lücken ohne Ende hat wird immer wieder gerne vergessen...Würde Linux und co genau so verbreitet sein wie Windows, wollte ich nicht wissen wieviele Lücken es dort gibt.
Marc Wessels am 20.01.10 22:59
Der Aussage das es nur am Marktanteil liegt, warum eine Software unsicher ist kann ich aber aus eigener Erfahrung nicht bestätigen.
Das müßte zb. beim Bereich Web und Applikations-Servern bedeuten, da hier OpenSource - ergo Linux und BSD -mit fast 70% Marktführer ist auch die meisten erfolgreichen Angriffe zu verzeichnen hätte, weil Microsoft nur bei 30% liegt. Richtig ist aber, dass 80% aller erfolgreichen Angriffe bei Server von Microsoft gelingen, obwohl diese doch hautpsächlich von Unternehmen eingerichtet und gepflegt werden.
Es ist einfach eine Frage der Entwicklungs- und Pflege-Philosophie.
Zudem: OpenSource und Propietär (also Software die nicht offen zur Verfügung steht) kann man das auch mit Banken vergleichen. Bei der einen steht der Safe in einer Filiale mit offenen Fenster und beleuchtet, bei der anderen sind die Vorhänge verchlossen und das Licht aus ...
wo ist der Einbruch leichter und wohl auch Erfolgreicher ?!
Carsten Werner am 21.01.10 19:02
@Marc wessels,siehe kommentar Carsten Werner vom 18.01.10 17:36 !!
Linux ist vom aufbau ganz anders als windoof und MacOs,und solange Mircrosoft an ihrer Philosophie fest hält wird es immer wieder sicherheits probleme geben,die werden erst dann um denken wenn keine "normaluser" mehr ihren mist haben will
MFG
roland am 23.01.10 22:04
Eigentlich kein Problem, wenn da nicht,manche Downloadprogramme gehen über den WinExplorer. Aber zum surfen,raten Sie mal. Firefox 3.6 was sonst ? Man gönnt sich doch sonst nichts. Natürlich geprahlt, wer angibt hat mehr vom Leben.
MG am 27.01.10 1:20
Statt Geld in Werbung zu investieren, sollte die Firma M dies in Entwicklung stecken,zum Wohle ihrer Kunden. Selbst benutze ich eine OPENsuse 11.2.Ich habe nur gute Erfahrungen gemacht. Würde auch nie wechseln,ausser zu einer anderen Linux-Distribution.
bernd am 29.01.10 0:29
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Bei Katastrophen wie dem jüngsten Erdbeben auf Haiti erweist sich das Internet immer mehr als unverzichtbares und äußerst nützliches Medium.
Innerhalb kürzester Zeit organisieren sich die Menschen, nutzen die zahlreichen Möglichkeiten, die das Netz heute so bietet. Augenzeugen berichten über Twitter, was sie sehen - oder stellen Videos bei Youtube ein. Korrespondenten nutzen Youtube, um Filme und Berichte abzusetzen. Irgendwo gibt es immer Zugang zum Netz. Wenn nicht im betroffenen Ort selbst, dann direkt im nächsten. DSL, WLAN, Mobilfunknetz - irgendein Weg findet sich fast immer.
#haiti help ist mittlerweile einer der zehn populärsten Hashtags auf Twitter. Hier organisieren sich Hilfskräfte aus aller Welt, verabreden sich und koordinieren ihr Handeln. Einer der größten Vorteile von Twitter, eben auf der ganzen Welt genutzt werden zu können, am PC und auch auf dem Handy, zahlt sich in solchen Situationen immer ganz besonders aus.
Längst kursieren reichlich Fotos von Vermissten in Foren, Blogs oder in Online-Fotoalben. Wer hat meine Verwandten gesehen, wer meine Freunde? Die Menschen tauschen sich im Web aus, helfen sich gegenseitig, informieren sich oder machen auch oft einfach nur ihrem Herzen Luft.
Auch für Freunde und Verwandte, die in irgend einem anderen Winkel der Erde wohnen oder sich gerade nicht zu Hause auf Haiti aufhalten, ist das Internet jetzt eine große Hilfe. Sie können sich online informieren und versuchen, mit zu Hause Kontakt aufzunehmen. Das Telefonnetz mag zusammengebrochen sein, das Internet funktioniert häufig trotzdem.
Auf das Internet ist eben Verlass. Das wird bei aller (oft berechtigten) Kritik leider häufig vergessen.
Linkliste: Das Haiti-Erdbeben im Netz [tagesschau]
Schwerpunkt: Erdbeben in Haiti
das es bei Umweltkatastrophen immer die ärmeren Regionen der Welt besonders hart trifft :-(
Man kann sich, zb. auf YouTube, nur immer wieder fassungslos die Videos anschauen.
An all den technischen Fortschritten kann in der Tat das Internet vielen Menschen helfen. Und allein die Hilfe durch die Satellitengestützte Sicht auf verschüttete Menschen ... hat hoffentlich geholfen?
PS: gibt es eigentlich schon Spendenaktionen?
Carsten Werner am 14.01.10 22:51
Internetexplorer was ist das ? Blöde Frage, natürlich braucht man ihn ab und zu selbst als unbeirrbarer Firefoxer. Es ist immer gut auf Sicherheitslücken hingewiesen zu werden, man hat aber immer mit solchen gerechnet weshalb der nur eine Nebenrolle spielt. Übrigens nach der neuen Rechtsprechung muss MS auch alternative Browser anbieten. Wenn da kein Zacken aus der Krone bricht.
MG am 15.01.10 17:48
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Vor fast genau zehn Jahren konnte AOL vor Kraft kaum laufen. Auf rund 165 Milliarden Dollar wurde der Wert des Onlineriesen damals geschätzt. AOL war ein derart wertvolles Unternehmen, dass sogar eine Fusion auf Augenhöhe mit dem traditionsreichen Medienkonzern Time Warner möglich war.
Doch es sollte ein Abstieg in atemberaubendem Tempo folgen. Ein Dienst nach dem anderen musste schließen. Jetzt werden die Niederlassungen in Deutschland sogar komplett dicht gemacht.
So kann es kommen, wenn man den Markt falsch einschätzt und nicht die richtigen Entscheidungen fällt. AOL hat zu lange das Internet unterschätzt, war zu lange davon ausgegangen, mit einem eigenen, geschlossenen Onlinedienst punkten zu können, der nur den eigenen Kunden offen steht. Dabei wollten die Menschen irgendwann nur noch einen gut funktionierenden und vor allem günstigen DSL-Zugang. Stattdessen hat AOL seine Kunden auf die eigenen Onlineangebote gelenkt. Das hat nur eine Weile funktioniert - dann irgendwann nicht mehr.
Heute ist AOL nur noch mit einem kostenlosen E-Mail-Dienst, einem Infoportal und dem AOL Instant Messenger vertreten. Zu wenig, um als Haifisch im Becken zu schwimmen. AOL ist sozusagen zum Goldfisch geschrumpft. Wenn die Mitarbeiter in Deutschland den Hut nehmen müssen, wird das Infoportal weiter reduziert, was es sicher nicht attraktiver macht.
Onlinedienste wie E-Mail oder Instant Messenger lassen sich problemlos auch aus dem Ausland aufrechterhalten. Aber immer mehr User werden sich fragen, wieso sie AOL die Treue halten sollten, denn Innovationen oder vorzüglicher Kundensupport sind in Zukunft kaum zu erwarten.
Schade um AOL.
Hallo,
Es war nicht anders zu erwarten. Wer im Internet nachsieht, wird auf viele Foren treffen, wo sich unzufriedene Kunden gemeldet haben. Auch der Messanger von AOL war nicht der Hit, insbesondere dann, wenn man diesen auf einen Netzwerkcomputer installiert hatte. Danach lief auf dem Computer im Netzwerk nichts mehr. Mit einigem Aufwand konnte man das Problem beheben.
Ich mochte AOL nie.
Martin am 12.01.10 17:14
Mit AOL ist es wie mit CompuServ. Damals in der 1980er, mit nem Analog-Modem mit 9600Baud unterwegs - im Rausch der Geschwingkeit - war es ein Riese ... und nun: wer kennt noch CS ? praktisch Niemand.
Und nun trifft es eben ein weiteren Dinosaurier.
Und wer ist das nächste Echsentier? Microsoft ... ;-)
Carsten Werner am 12.01.10 18:27
Als Internetnutzer der ersten Stunde war ich erst Kunde von CompuServe (auch mit analogem Modem mit sagenhaften 9600 bit/s unterwegs), später dann war ich Kunde von AOL. Das Surfen im Internet war damals langsam und sauteuer (manchmal mehrere 100 DM pro Monat). Als ich Mitte der 1990er Jahre eine Email an AOL schickte und eine Flatrate oder sowas anregte und auf erste Angebote von Wettbewerbern verwies, lehnte man das rigoros ab. Das führte dann recht bald zu meiner Kündigung bei AOL und dem Nutzen eines Wettbewerbsangebots, zumal mir das nackte Internet und ein Emailprovider reichten. Den AOL-Schnickschnack brauchte ich nicht.
Diese Marktferne hat dann wohl dazu geführt, das auch AOL den Weg alles Irdischen gehen musste. Ich bedaure das in keinster Weise. Wohl hausgemacht, die Probleme
Ewald Ahlering am 12.01.10 19:04
Jetzt wo ich es lese wird es mir richtig bewusst. Früher vor oder kurz vor DSL Zeiten hatte man massenweise AOL CD,s , viele Bekannte waren bei AOL. Die haben scheinbar an den falschen Strippen gezogen. All zu scharf macht schartig.
MG am 12.01.10 20:28
was heisst Schade? Das ist so als hätte jeder Autohersteller seine eigenen Strassenkarten verkauft.
Seien wir froh den Unsinn los zu sein. Die Mitarbeiter freilich sehen das anders, aber die Schuld liegt bei den Versagern in den ManagerEtagen.
#k.
Kand.in.Sky am 12.01.10 21:59
Wenigstens konnten sich alle dank AOL mit praktischen CD-Glasuntersetzern eindecken, die einem von AOL auch noch frei Haus geliefert wurden.
Samlerstücke werden es aber aufgrund der Menge wahrscheinlich trotzdem niemals werden... ;-)
g. am 13.01.10 7:57
"Ja, bin ich denn schon draußen?" :-)
j. am 13.01.10 8:55
Tja, AOL verlangte halt einen extra Obulus für ihre Zusatzdienste, die nur keiner haben wollte.
Folglich liefen denen die Kunden weg...
Und statt flott auf diese Tatsache zu reagieren wird die Sache ausgesessen, in der Hoffnung "irgendwann werden sie es schon mögen". Klappte dann ja auch nicht...
Wie heisst es immer wieder so schön, gilt für DDR wie auch bei AOL: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. ;-)
Frank am 13.01.10 8:58
Ist ja auch so, dass Warren Buffett, der Multimilliardär , seine Aktien immer in Hamburgern, Bier, Cola usw. hält.
Im Notfall kann man Internet nicht essen.
Blink1 am 13.01.10 12:23
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Wer sich den aktuellen Blockbuster Avatar anschauen will, hat in manchen Kinos die Qual der Wahl: Traditionell - oder lieber ganz effektvoll in 3D? Viele schauen sich das Spektakel in der 3D-Fassung an und tragen stundenlang eine spezielle 3D-Brille auf der Nase.
3D ist derzeit voll en vogue und auch ein großes Thema auf der
Consumer Electronics Show (CES), eine der größten Messen für Unterhaltungselektronik, die derzeit in Las Vegas stattfindet. Ob Fernsehgerät, Beamer, BluRay-Player, PC oder Fotoapparat: Nahezu jede Gerätewelt ist irgendwo auf den Messefluren auch mit 3D-Funktion zu bestaunen.
Vor allem die Fernsehwelt setzt auf die dritte Dimension. Die ersten 3D-tauglichen Fernseher gibt es bereits. Bei einigen muss man die farbigen Brillen aufsetzen, um in den Genuss der dritten Dimension zu kommen, bei anderen so genannte Shutter-Brillen (da wird abwechselnd das linke und rechte Auge abgedunkelt). Grundsätzlich ist auch 3D ohne Brille möglich. Allerdings leidet dann die Bildauflösung - und man muss an einer ganz bestimmten Position vor dem Fernseher sitzen. Noch nicht wirklich praxistauglich, meinen die meisten Experten.
Aber was sollen die 3D-Fernseher zeigen? Filme mit räumlicher Tiefe liefern zum Beispiel spezielle Blu-Ray-Player, die mit einer 3D-Option ausgerüstet sind. Auch Sonys Spielekonsole Playstation 3 wartet mittlerweile mit 3D-Spielen auf. In den USA geht ein Fernsehkanal an den Start, der rund um die Uhr 3D-Filme zeigt, vor allem Dokumentationen und Naturbilder. Selbst einige Sportsender haben angekündigt, einzelne Sportveranstaltungen auch in 3D auszustrahlen. Zumindest in den USA ist ein 3D-Fieber ausgebrochen.
Ich persönlich halte das alles allerdings für absoluten Humbug. Wer möchte sich denn dauerhaft mit einer Hightech-Brille auf der Nase vor den Fernseher setzen? Das macht man vielleicht ein, zwei Mal, um das dreidimensionale Erlebnis zu genießen. Aber dauerhaft? Man stelle sich vor: Die ganze Familie sitzt vor dem Fernseher, und alle haben eine Brille auf...
Nein, ich kann mir beim besten Wille nicht vorstellen, dass sich 3D zu Hause durchsetzt. Im Kino, einverstanden. Aber nicht zu Hause. Könnte gut sein, dass in Las Vegas eine Modeerscheinung zu sehen ist, die ganz schnell wieder in der Versenkung verschwindet. Ärgerlich für alle, die dann - als "Early Adaptors" - in die neue Technologie investiert haben.
Sehr geehrter Herr Schieb,
Ihre Meinung über 3D Fernsehen werden Sie spätestens dann revidieren, wenn Sie die Fernseher von der Charisma Technologies GmbH erlebt haben.
Unter www... lesen Sie was Sie erleben können. Es wird in Kürze in Düsseldorf einen Händler geben der diese Geräte vorführt. Sollten Sie es eiliger haben, lassen Sie es sich direkt im Werk in Oldenburg eine vorführen. Sie werden nicht überzeugt sondern begeistert sein.
Mit freundlichem Gruß
Thomas Belting
(Link gelöscht. Anm.d.Red.)
Thomas Belting am 10.01.10 10:32
Beim Iphone ist es genauso die, ein Hype um Standardware.
peter am 10.01.10 15:50
Hallo Peter,
mit dem IPhone können Sie übrigens auch die komplette Charisma-TV Anlage steueren. Sie haben in Ihrem Auto mit dem IPhone telefoniert oder Musik gehört. Zuhause öffnen Sie mit dem IPhone Ihre Garage und wenn Sie dann möchten steuern Sie über Ihr IPhone in jedem Raum den Sie betreten Ihre Charisma-TV Anlage. Genial oder?
Grüße
Thomas Belting
Thomas Belting am 10.01.10 17:14
Was hat das denn mit einem Iphone zu tun? Das kann man mit jedem Smartphone auf dem Markt.
peter am 12.01.10 10:40
Hmmmm... Herr Schieb, also wirklich: Was für einen "early adaptor" meinen Sie denn? Adapter DVI auf HDMI? Adapter Scart auf Cinch? Adapter Schuko auf Gardena? Oder doch eher einen "early adopter"???
Denglisch ist tricky, newohr?!
Zum Thema: Die Entwickung Walter Bruchs, das PAL-Farbfernsehsystem, hat von 1964 bis heute überdauert und war noch dazu abwärtskompatibel zur Gerber-Norm ("Schwarzweiß-TV") von 1948. Und alles war gut... Jetzt überschlägt man sich in immer schnellerer Folge mit mehr Formaten, mehr Tonkanälen, mehr Pixeln, mehr Dimensionen... alles Digital-Phänomenal und schön bunt. Zur Serienreife kommt man da ja gar nicht mehr, das muß eher auf den Markt und wieder runter. Werden eigentlich nur noch Spielzeuge gebaut?
Thorsten am 12.01.10 16:00
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Jetzt ist es offiziell: Google bringt ein eigenes Handy auf den Markt. Das Nexus One getaufte Geräte wird es zunächst nur in den USA und einigen asiatischen Ländern geben. Eine Besonderheit: Google verkauft sein Handy in den USA ausschließlich im Web, nicht über Ladengeschäfte oder in Kooperation mit Providern. Eine gänzlich andere Vermarktungsstrategie als bei Apple oder anderen Herstellern.
Das Nexus One bietet solide, gute Technik und will eindeutig dem Apple iPhone Konkurrenz machen. Es sieht nicht nur recht ähnlich aus, sondern wird auch ähnlich bedient: per Touchscreen. Hier allerdings ist das iPhone nach wie vor überlegen, denn das iPhone verfügt über ein Multitouch-Display, kann also mit mehreren Fingern gleichzeitig bedient werden, während Googles Handy das nicht bietet. Schade, denn so lassen sich schicke Effekte wie das Verkleinern oder Vergrößern von Fotos mit zwei Fingern in der Google-Welt noch nicht nutzen.
Dafür bietet das Display des mit Android 2.1 betriebenen Google-Smartphones eine etwas höhere Auflösung als das iPhone. Mehr Platz für Inhalte und Programme. Im Inneren des 130 Gramm leichten Geräts werkelt ein Handy-Chip, der mit 1 GHz getaktet wird, der derzeit schnellste Prozessor in der Smartphone-Welt. Das Nexus One reagiert schnell und zügig auf Eingaben.
Technisch gesehen hat das Nexus One zu bieten, was anspruchsvolle Handybenutzer heute so erwarten: Bluetooth, WLAN und eine eingebaute Kamera mit 5 Megapixel. Das allerdings bieten heute im wesentlichen alle hochwertigen Smartphones und Blackberries. Darüber hinaus ist eine recht ausgeklügelte Spracherkennung eingebaut. Das ist wohl auch der Grund, weshalb das Handys erst mal nur in den USA und englischsprachigen Ländern angeboten wird, denn so etwas lässt sich nicht leicht auf andere Länder übertragen.
Ohne Mobilfunkvertrag kostet das Handy 530 Dollar (380 Euro), mit Vertrag 180 Dollar (130 Euro), jeweils ohne Mehrwertsteuer. Wie die Mobilfunkverträge im einzelnen aussehen werden, steht derzeit noch nicht fest. Das Nexus One soll es schon im Frühjahr auch in Deutschland geben, die genauen Konditionen sind allerdings noch nicht bekannt.
Das Nexus One bringt eindeutig Dynamik in den Smartphone-Markt, vor allem preislich. Ein iPhone-Killer, wie von vielen erwartet, ist das Nexus One allerdings nicht. Da hätten sich die Ingenieure noch den ein oder anderen Gag einfallen lassen müssen. Insgesamt wirkt das iPhone nach wie vor eleganter, vor allem bei der Bedienung. Auch andere Hersteller haben mittlerweile schicke Smartphones im Angebot, die es in punkto Leistungsumfang mit iPhone und Nexus One aufnehmen können. Geschäftsleute wissen nach wie vor die speziellen E-Mail-Funktionen der Blackberries zu schätzen.
Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Apple wird sich jetzt noch mehr anstrengen müssen - und die hohen Preise wird auch Apple in Zukunft wohl nicht mehr nehmen können. Das sind gute Nachrichten für alle Smartphone-Fans. Datenschützer hingegen betrachten die ersten Schritte von Google im Handymarkt mit Sorgenfalten auf der Stirn. Denn so kann Google noch mehr Daten über seine Benutzer sammeln - und niemand weiß, was damit konkret angestellt wird.
"Ein iPhone-Killer, wie von vielen erwartet, ist das Nexus One allerdings nicht."
Diesen Kommentar liest man immer und überall wenn ein technisch dem iPhone weit überlegenes Handy auf den Markt kommt. Und dann auch noch eines mit freiem Betriebssystem. Warum sind die Journalisten eigentlich unisono so Apple-geil? Ich hab das Gefühl, dass das iPhone, bzw. dessen Beliebtheit, zu großen Teilen dem einstimming singenden "Journalisten"-Chor geschuldet ist. Gibt es irgendeinen Kodex unter Journalisten sich bloß nicht mit Fakten und technischen Details an Hardware ranzuwagen? Warum wird dieser Teil, wenn Hardware mit Gefühlsware von Apple verglichen wird, komplett ausgeblendet?
Früher hat man sich die Fakten, die Hardware und die Leistungsdaten von Handys angeschaut. Heute sieht man ein angebissenen Apfel und kann sich sicher sein, der Journalisten-Chor singt ein einstimming ein Loblied auf die Gottheit Steve Jobs. Das erste iPhone hatte nicht mal alle grundlegenden Handyfunktionen abgedeckt, das iPhone ist in ein schreckliches Vertragskorsett gepresst, man kann nicht mal den selber Akku tauschen, DRM, iTunes Bindung und und und.
Ich finde das iPhone auch toll, aber ich finde genügend Argumente warum es wirklich niemandem zu empfehlen sei, bei vergleichbar leistungsstärkerer und offener Konkurrenz die noch dazu preislich weit überlegen sind.
Das iPhone lebt von dem Hype den Journalisten immer wieder und wieder gerne befeuern. Sachlichkeit würde in den iPhoe v.s. alle anderen Handys echt mal gut sein.
Sorry für's Frustablassen ;)
Aber das lag mir auf dem Herzen!
Liebe Grüße
Torben.
Torben am 6.01.10 22:54
Hier kann geholfen werden ...
viele Journalisten arbeiten auf nem Apple, PowerBook, IBook oder nem PowerMac ... daher die Apple-Lastigkeit. Und beim Thema Windows ist die Sache auch klar ... schliesslich hat MS nen Marktanteil von ca. 85%. Und die Linux-Fraktion (ergo also auch Android) ... das ist doch was für Bastler. Richtig angeschaut. Fehlanzeige.
PS1: Android kann übrigens in Ver. 2.1 doch schon mehrfingerbedienung.
PS2: Herr Schieb: seien sie doch mal kreativ und gehen auch mal journalistische Wege abseits und berichten doch mal von/über europäische Produkte. Zb. über Mandriva (was aus Paris kommt) oder über das neue KDE 4.4 (für Sie: das ist eine grafische Oberfläche für u.a. Linux - und wenn das wie Win7 ausschaut - KDE4 gabs schon davor ;-))
... statt immer nur über US-Waren zu berichten.
MfG Carsten Werner
Carsten Werner am 11.01.10 23:29
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