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Computer
Jörg Schieb
26.12.09
Neue Software zu Weihnachten bekommen? Dann wird's spannend, denn nur die wenigsten Hersteller legen ihrer Software heute noch ein Handbuch bei. Handbücher sind out, total out. Bestenfalls eine achtseitige Broschüre "How to start" liegt bei, die ersten Schritte mit der neuen Software.
Warum? Klar: Softwarehersteller wollen Kosten sparen. Dicke Handbücher sind teuer, sie müssen nicht nur geschrieben und redigiert werden, sondern natürlich auch gelayoutet und gedruckt. Manche Hersteller legen ihrer Software die Handbücher immerhin als PDF bei, dann kann man sie am eigenen PC lesen oder bei Bedarf auch ausdrucken (und selbst die Kosten übernehmen). Viele verzichten heute aber gänzlich auf Handbücher. Nach dem Motto: Finden Sie doch selbst raus, wie alles funktioniert.
Aber man muss auch nicht unbedingt lesen. Es gibt mittlerweile gut gemachte Videotrainings im Netz, so genannte "Screencasts". Das sind abgedrehte Bildschirmbilder, oft mit erklärenden Kommentaren versehen. Eine hervorragende Seite ist zum Beispiel
learn2use.de. Hier gibt es Hunderte von Erklärungsvideos zu Standard-Software.
Wer wissen will, wie man einen Serienbrief mit Word gestaltetet (und ausdruckt), ein Foto tricktechnisch nachbearbeitet oder mit Excel komplizierte Kalkulationen durchführt, kann es sich hier erklären lassen - kostenlos. Denn learn2use ist eine Community, hier erklären Usern anderen Usern wie's geht. Technisch nicht immer perfekt, aber doch oft erstaunlich gut. Reinschauen lohnt sich.
Auch auf Youtube gibt es ungezählte Erklärvideos, einfach mal den Suchbegriff "Screencast" eingeben, kombiniert mit dem Titel der jeweiligen Software.
Gut gemacht ist auch der Onlinedienst
Screentoaster. Auch hier: Unzählige richtig gut gemachter Erklärfilme, allerdings sind die meisten in englischer Sprache. Entscheidender Vorteil bei Screentoaster: Hier gibt es auch gleich die nötige Software, um solche Erklärfilme herzustellen. Wer sich bei Screentoaster anmeldet, kann ohne eine Software kaufen oder aufwändig installieren zu müssen, den Bildschirminhalt aufnehmen und als Video speichern. Ideal, wenn man jemand anderem etwas erklären möchte.
Vieles lässt sich in Videos viel besser erklären - und verstehen! -, als in einem Handbuch. Deswegen ist es eigentlich gar nicht so schlimm, wenn es immer seltener Handbücher gibt.
Wie kann man nur diesen Tipp in die Welt lassen: einfach seine Frage in eines der genannten Foren/Webportale stellen und jemand wird sich schon finden es bereitwillig zu lösen.
Warum nicht: schaue einfach nach, ob es schon eine Lösung zu diesem oder einem ähnlichen Problem gibt ... ist meistens viel Zielführender.
Zudem: unter Windows fällt mir momentan keine gute Webseite ein; bei OpenSource (Anm. d. Red.: link gelöscht), auch bei sog. anderen Distributionen :-)
Ferner: einige Bilder und Text zusammen, sagen mehr, als ein 5-Minuten-Video aus.
Und zu den Geräten im Rechner ... einfach bei einem Komplett-Kauf sich vom Verkäufer eine Liste mit den verbauten Hauptkomponenten geben lassen. Bei einigen großen Herstellern muß man zudem nur die Seriennummer auf dessen Webpräsenz eingeben und erhält ebenfalls zumeist eine detaillierte Aufschlüsselung der verbauten Gerätekomponenten.
Hierzu übrigens: nicht immer werden die originären Geräte eines Herstellers (zb. der Grafikchip) verbaut, sondern leider angepasste ... daher lieber, zb. bei einem Notebook, die Webseite des Notebook-Herstellers aufsuchen.
Und bei dem Tool "Everex" ... warum nicht die schon gegebenen Bordmittel nutzen:
unter Windows: zb. winscd oder den Gerätemanager und bei Linux: hwinfo (detailliert, aber Krude), sysinfo oder kinfocenter.
Insbesondere bei Windows ... jedes Programm, jeder Dienst mehr, erlahmen das System langfristig.
Carsten Werner am 27.12.09 1:16
Irgendwie funktioniert der RSS Feed hier nicht..
Escort München am 3.06.10 14:26
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