WDR.de
Computer
Jörg Schieb
Dezember 2009
Praktisch jeder telefoniert heute mit einem Handy. Viele haben nicht mal mehr einen Festnetzanschluss, sondern verlassen sich ausschließlich auf ihr Mobiltelefon. Klar, dass der
jüngste Coup des Chaos Computer Club (CCC) viele Handybenutzer enorm verunsichert.
Da stellen sich viele die Frage: Ist das Telefonieren mit dem Handy noch sicher?
Klare Antwort: Nein. Sicher ist es auf keinen Fall mehr, das wurde eindrucksvoll belegt.
Die Nachricht vom geknackten GSM-Code macht derart schnell die Runde und weckt derart großes Interesse in Fachkreisen, dass wohl davon auszugehen ist, dass nun eine Art Dammbruch eintritt: Schnell werden immer einfacher zu bedienende Programme verfügbar sein, die alles Mögliche erlauben - und vor allem früher oder später auch Leuten, die technisch nicht ausgesprochen versiert sein müssen. Auch das gezielte Ausspitzeln einzelner Gebäude aus einem Auto heraus, zum Beispiel, ist dann durchaus denkbar.
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass der Einzelne nun nicht gleich den Aus-Knopf seines Handys betätigen sollte, in der ständigen Sorge, anderenfalls abgehört zu werden. Aber das Problem ist vermutlich doch größer als ursprünglich (von mir) gedacht. Wegducken geht nicht mehr: Handyhersteller und vor allem Mobilfunkprovider müssen dringend den veralteten und nachgewiesenermaßen unsicheren A5/1-Algorithmus durch einen zeitgemäßen ersetzen.
Das ist schon allein aus psychologischen Gründen erforderlich. Denn wenn sich erst mal die Erkenntnis durchsetzt, dass jedes Gespräch abgehört werden kann und sich niemand mehr traut, mit dem Handy auch wichtige Telefonate zu führen, dann schadet das dem Handy als Kommunikationsmittel insgesamt.
Kriminelle schert es natürlich nicht, dass es kriminell ist, Handys abzuhören. Die stellen sich einzig und allein eine Frage: Wie effektiv ist es, Handys abzuhören? Konkret in einzelne Gespräche reinzuhören, das halte ich für extrem aufwändig. Bis da mal was Interessantes abfällt, könnte eine lange Zeit vergehen. Kommt aber natürlich auch darauf an, welche Opfer man sich aussucht - zum Abhören.
Was aber, wenn ein Programm entwickelt wird, dass Handygespräche mitschneidet und nach Schlüsselwörtern durchsucht? Durchaus denkbar, heutzutage - und in Geheimdienstkreisen zweifellos auch längst im Einsatz.
Das Vertrauen ins Handy ist also arg ramponiert, bei vielen vielleicht sogar zerstört. Das kann nur durch ein beherztes Gegenlenken wieder gerettet werden: sichere Algorithmen, die zeitgemäß sind und auch einer kritischen Kontrolle standhalten. Die Entscheidung, welcher Algorithmus das sein soll, muss nicht übers Knie gebrochen werden. Aber nun wären Signale schön, Signale, dass etwas passieren wird - und bis wann.
Jörg, Du hast mir da nichts Neues gesagt. Und auch dieser Kommentar wird nur abgsendet, wenn meine Mailaddresse angegeben wird...pfui!!!
Muuir kkdkkd am 31.12.09 21:28
@1 Geht auch ohne eigene Mail.
Von IP schon mal gehört?
Nuuir jkdkkd am 1.01.10 11:54
Nun ... und auch hier gilt wieder, das GSM-Netz wir ständig durch UMTS-Handys verdrängt. Zudem: einfach mal wochentags im ICE 1-Klasse sitzen und im Großraumabteil einfach nur zuhören ... was da teilweise für die jeweilige Firma eigentlich diskrete Sachen von gestandenen Managern praktisch "öffentlich" hinausposaunt wird ... da braucht es keinen GSM-Hack :-)
Und nochmal: die eigentliche Gefahr geht längst auch bei Handys von Trojanern und Viren aus - in Form von ungewollt laufenden Apps. Und dort ist man derzeit wirklich ungeschützt. Etwas was man am IPhone sehr gut selbst nachvollziehen kann.
Carsten Werner am 1.01.10 23:40
DAS ist nicht wirklich bahnbrechend neu, denn jeder Anbieter ist verpflichtet eine Leitung zum BND und BKA zu legen. Die haben längst Zugriff und nutzen das auch extrem aus. Selbstverständlich, so las ich mal, nur um uns vor Gefahren zu schützen..
Wo habe ich das bloss gelesen? Ach ja, bei Grimms Märchen...
Dieter Abstrus am 15.01.10 6:36
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So genannte Hacker haben eine alles andere als geheime Leidenschaft: Sie spüren mit Akribie und Hingabe Sicherheitslücken auf. Sie zeigen uns Dinge, die ganze normale Menschen eigentlich für unmöglich halten - eben bis ein Hacker beweist, dass es doch geht, immer mit dem Ergebnis, dass es hundertprozentige Sicherheit nicht geben kann.
So auch jetzt wieder. Der auf Kryptografie (Verschlüsselung) spezialisierte IT-Experte
Karsten Nohl hat auf einem Kongress des Chaos Computer Club (CCC) gezeigt, dass sich Handygespräche grundsätzlich abhören lassen. Das Verschlüsselungsverfahren der Handywelt wurde geknackt. Drei Monate hat es offensichtlich gedauert, die eigentlich geheimen Schlüssel der GSM-Welt zu enträtseln.
Wir alle benutzen Handys - und viele fürchten, sie könnten nun quasi auf Schritt und Tritt abgehört werden. Aber so einfach ist es dann doch nicht. Man braucht nämlich nicht nur die geeignete Technik und Software, sondern vor allem auch noch eine gehörige Portion krimineller Energie. Denn selbstverständlich ist es strafbar, Mobiltelefone abzuhören. Darüber hinaus ist es nicht möglich, ganz gezielt ein bestimmtes Handy zu belauschen, sondern nur alle Handys in Reichweite der manipulierten Sendestation.
Die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines GSM-Hackangriffs zu werden, geht also auch weiterhin gegen Null.
Die Experten haben gezeigt, dass die Sicherheitsstandards im GSM-Netz einige Mängel aufweisen, die - bei gelassener Betrachtung - mal nachgebessert werden müssten. Aber gewiss nicht von heute auf morgen.
Für allzu großes Kopfzerbrechen beim Mobiltelefonieren oder beim mobilen Datenverkehr besteht also auch künftig kein Anlass. Jedes Festnetzgespräch, jede verschickte E-Mail ist um ein Mehrfaches unsicherer, nach wie vor.
Abgesehen davon: Die meisten schreien ohnehin derart laut in ihr Handy, dass jeder im Umkreis von 10 Metern mühelos alles mithören kann. Die meisten Handygespräche scheinen also sowieso nicht besonders vertraulich zu sein.
Ziemlich naive Meinung. Schonmal was von Industriespionage gehört? Gerade KMU sind in diesem Bereich sehr unvorsichtig.
specialK am 30.12.09 15:02
Die Sicherheitslücken in GSM sind doch schon seit Jahren bekannt. Nur besteht jetzt die möglichkeit sich günstige gebrauchte GSM Hardware bei Ebay zu bestellen (ca. 1500 Euro) und im heimischen Hobbykeller sein eigenes GSM Netz zu basteln. Die notwendigige Software gibts bei gnuradio.
Also durchaus ein anspruchsvolleres Hobby als Amateurfunken ;) und wenn sich dann ausversehen ein Handy aus der Nachbahrschaft in mein bastel GSM Netz einwählt dann liegt das daran das sich das Handynetz nicht gegenüber dem Handy authenfiziert. Sondern das die Netz betreiber naiv gedacht haben gibt ja nur unsere Netze wiso sollte sich das Netz gegenüber dem Handy ausweisen müssen. Das ist dann das eigentliche Sicherheitsproblem. Sein eigenes Handy Netz auf freien (!) Frequenzen zu betreiben ist durchaus legal.
Oliver G. am 30.12.09 15:31
Irgendwie stößt der Artikel ins gleiche Horn, wie es die Verlautbarungen unseres BMI immer so gerne tun: Es besteht _großer_ Terrorverdacht, aber _wir_ sind sicher.
Wäre es nicht richtiger, die Netzbetreiber anzurufen, sich baldmöglichst mit der Problematik auseinanderzusetzen, statt abzuwiegeln und mit Argumenten wie „Ach die meisten schreien ohnehin in ihr Handy“ zu kommen?
Problem an den Radsätzen der Deutschen Bahn? Ach - bis jetzt ist ja nicht viel passiert und die meisten fahren eh' mit dem Auto…
Irgendwie unprofessionell.
nik am 30.12.09 15:31
Mich wundert es, das es jetzt erst bekannt wird...
das Handygespräche abgehört werden können - genau wie Festnetz, E-Mail, etc. - ist doch für interessierte doch schon lange bekannt....oder wie war es mit der Einführung der Verbindungsdaten....da wurde doch immer schon damit geworben, das die Gespräche nicht aufgezeichnet werden...wer zwischen den Zeilen lesen kann - und das sind eine Menge Leute - der wusste damals schon, das diese Möglichkeit besteht, zumindest für staatliche Stellen sowie die Betreiber.....
Das Neue daran ist doch nur, das diese Möglichkeit jetzt auch für andere besteht...und der CCC ist bekannt dafür, solche Dinge aufzuspüren, aber nicht zu verwenden!
Nur sollten unsere staatlichen Stellen auch die Möglichkeiten die sie haben benutzen, um solche Mißbräuche zu unterbinden....
Wobei man dem CCC dankbar sein sollte für ihre Arbeit, die leider niemand anerkennt....im Gegensatz, im Laufe der letzten 25 Jahre wurde der CCC oft genug angefeindet und immer wieder versucht ihn zu behindern, und wenn das nicht klappte wurde der CCC mit Prozessen überhäuft.
Ich für meinen Teil bin dem CCC dankbar für seine unermüdliche Arbeit und Einsatz!
Zum Glück sind mittlerweile auch einige Firmen dankbar dafür, denn sonst gäbe es nicht immer wieder Updates um Sicherheitslücken zu schließen! Denn die meisten Firma entwickeln doch erst Updates, wenn es bekannt, bzw. entdeckt wird.
Und seien wir ehrlich - GsD wurde es im Artikel erwähnt - um solche Maßnahmen zu benutzen, benötigt man erhebliche kriminelle Energie.
Gruß
Astoba
Astoba am 30.12.09 15:41
Hier die Nacktscanner dort die Kameraüberwachung und die Verbindungdaten- sammel Wut.
Nun kommt das Handy dazu oder war auch schon immer da. Egal!
Wieso schreiben Sie Herr Schieb solche Artikel in den Blog. Wie Ihre letzten Zeilen doch schon sagt ist doch eh alles Egal! Halt Langeweile zwischen den Tagen! Prost Neu Jahr
nn-men am 30.12.09 16:47
"manipulierten Sendestation"? habe ich da was falsch verstanden?
man hällt doch plump gesagt nur eine Antenne in die Luft, und schreibt mit! wie soll man so was nachweisen?!
und "man-in-the-middle" Attacken gibt's doch schon länger, und werden vermutlich auch von der Polizei und/oder Geheimdiensten eingesetzt?!
Stefan am 30.12.09 16:49
Sicher, es ist unwahrscheinlich ist, das der Durschnittstelefonierer abgehört wird. Das ist aber gar nicht das Problem. Das GSM Netz wird doch inzwischen für viel mehr als Telefonieren benutzt. Benutzeridentifikation, Bezahlvorgänge, Handytickets, Bankgeschäfte und vieles mehr. Dafür werden sich Kriminelle interessieren. Wer Anwendungen auf Basis von GSM baut, darf sich nicht allein auf die GSM-Verschlüsselung verlassen. Und leider musste erst wieder der CCC herkommen, um uns das zu sagen. Das erinnert fatal an viele Software-Firmen in den 90ern und teilweise noch heute, die Sicherheitsprobleme lieber verschweigen anstatt sie zu beheben und ihre Kunden zu informieren.
Martin am 30.12.09 17:18
Stimmt, sooo neu ist diese Tatsache nun wirklich nicht. Aber vielleicht ganz gut, wieder einmal öffentlich darüber zu berichten.
Dank an den CCC, der gerne immer wieder einmal unsere heile "Daten"-Welt durchschüttelt ;-)
Bernd Neumann am 30.12.09 17:30
Schon mal was vom IMSI-Catcher gehört? Den benutzt die Polizei schon länger.
hans am 30.12.09 17:53
Ist doch gut, dass endlich das Monopol von Polizei und sonstigen Überwachungsbehörden fällt. Diese Bande konnte schon immer einfach in die Gespräche reinschnüffeln, aber nun kann endlich auch der Bürger mithören. Eine gute Entwicklung!
Melanie am 30.12.09 18:10
"Man braucht nämlich nicht nur die geeignete Technik und Software, sondern vor allem auch noch eine gehörige Portion krimineller Energie."
Was für ein Stuss! Ist gerade für Kriminelle echt schwierig krimintelle Energie zu entwickeln. Da fühl ich mich sicher.
Den Artikel einfach wegschmeissen und nochmal schreiben bitte.
fightling am 30.12.09 21:17
Dabei ist die Möglichkeit ein Gespräch mitzubelauschen, seit es bei den Handy per Java und SDK-basiert programmierbare Apps gibt, schon seit Jahren möglich. Das erste Mal wurde davon im Fernsehen Anno 2007 bei einem "privaten" Sender berichtet. Und ein Jahr davor schon bei einer ComputerTechnik-Zeitschrift.
Zudem: die Nutzerzahlen im GSM-Netz schrumpfen, während der Nutzeranteil per UMTS steigt - und dort ist es weitaus schwieriger, ja fast unmöglich - selbst für Geheimdienste.
Also wäre hier evtl. einmal der Rat angebracht: Leute installiert/downloaded nicht irgendwelche Apps herunter, bei denen ihr nicht wißt was sie machen :-)
Nur Apps von vertrauenswürdigen Quellen. JAMBO und Co. gehören nicht dazu.
Carsten Werner am 30.12.09 21:34
Schlecht geschriebener Artikel. Wieder wird nur verharmlost und mit einer beschränkten These, die Leute würden ja eh so laut schreien, wenn sie telefonieren, so dass das Gespräch eh öffentlich wäre. Erstens hört man immer nur eine Seite, wenn man jemanden beim telefonieren zuhört und zweitens ist es sehr wohl einfach jemand bestimmtes abzuhören. Wenn ich meine Mitbewohner oder meine Freundin abhören will, dann brauche ich mich mit der gefakten Station ja nur in der Nähe befinden. Außerdem lassen sich sicher auch mehrere Gespräche gleichzeitig abhören, encrypten und auswerten. GSM gehört abgeschafft oder abhörsicher programmiert. Eine Katastrophe ist das und so Schreiberlinge wie Jörg Schieb hören von solchen Missständen, denken zwei Minuten drüber nach und zucken mit Schultern und haben es fünf Minuten später wieder vergessen. Wo ist da der kritische Journalist, der Forderungen stellt, der aufrüttelt, wenn er schon die große Plattform hat? Traurig...
egal am 30.12.09 21:55
Ich sehe nur zwei Gründe, warum einem der beschriebene Umstand egal sein kann:
1. man hat die Ausmaße nicht verstanden oder
2. man versteht sie, aber resigniert vor der endlosen Maße an Problemen, die die IT Industrie produziert hat.
Warum es jetzt aber "jedes Festnetzgespräch, jede verschickte E-Mail [...] um ein Mehrfaches unsicherer" sein soll, will mir nicht ganz einleuchten.
Hierbei handelt es sich regelmäßig um drahtgebundene Kommunikation, wo man erstmal an ein Kabel herankommen muss, um etwas zu hören. Bei Funk kann ich zwar immernoch an die Kabel ran, sofern die Sender verkabelt sind. Aber um ein vielfaches einfacher ist es doch, bequem vom Auto aus den Funk "aufzufangen".
Ich hätte kein Problem damit, wenn die Mobilfunkprovider auf den Umstand hinweisen würden. Und zwar nicht im Kleingedruckten, bei dem man über Zoomfunktionen moderner Browser und PDF Reader dankbar ist. Sondern unversteckt und in deutlicher Schriftgröße ein "Hinweis: Ihre Mobilfunkgespräche können von Dritten mitgehört werden".
Ich glaube, dann haben wir ganz schnell ein abhörsichers Mobilfunknetz.
Oder wurde hier nur ein bisschen geschoben?
Masenharte am 31.12.09 0:17
einfach eine lachnummer
fdsfsdfdgddf am 31.12.09 1:54
Liebe Kommentatoren,
ist es nicht toll, dass man hier Artikel und Postings kommentieren kann? ;-) Auf diese Weise entsteht eine interessanter Diskussion, zumindest wenn inhaltlich argumentiert wird. Und dafür sind solche Foren ja auch da.
Ein paar, aus meiner Sicht, wichtige Punkte: a) ein Blog darf und soll die persönliche Meinung des Autors widerspiegeln. Das könnte man mal respektieren, auch wenn man nicht derselben Meinung ist oder zu denselben Schlüssen kommt. b) Kritischer Journalismus könnte ja auch bedeuten, sich nicht automatisch in das Fahrwasser von Kritikern zu begeben! c) Ich habe nicht bestritten, dass der Verschlüsselungsstandard überholt ist und überarbeitet werden sollte, es muss aber d) dringend der Eindruck vermieden werden, jedes Handygespräch wäre nun automatisch potenzielles Ziel einer Abhörattacke. Dieser Eindruck entsteht beim Laien schnell, und damit ist niemandem gedient. e) Natürlich ist jetzt belegt, dass sich Handygespräche - auch von Nicht-staatlichen Stellen - abhören lassen. Darauf sollte man reagieren, aber doch bitte professionell und kritisch, nicht hysterisch. f) Die Umfragen auf der Straße zeigen deutlich, dass die meisten Menschen eh damit rechnen, abgehört zu werden. ;-) g) Industriespionage: Wichtiges Thema, keine Frage, aber da weiß doch eh jedes Kind, dass die Amerikaner potenziell JEDES Telefomngespräch abhören. Wer also Opfer von Industriespionage werden kann, schützt sich sowieso - nicht erst jetzt.
Jörg Schieb am 31.12.09 9:54
Natürlich ist es so, dass die Wahrscheinlichkeit, dass man über die Luftschnittstelle abgehört wird fast bei Null ist. Es ist für die Industriespionage im großen Stil einfach so viel einfacher, sich direkt an den Netzbetreiber zu wenden, zum Beispiel in dem man dort einen Praktikanten einschleust, oder in dem an durch Lobbyarbeit internationale Verträge so hinbiegt. (Siehe SWIFT-Weitergabe an die USA)
Das große Problem ist, dass manche Leute so doof sind und wirklich problematische Dinge darüber machen. Das krasseste Beispiel ist das mTan-Verfahren, bei dem ein geheimer Schlüssel per GSM verschickt wird. Da rentiert sich der Angriff relativ schnell, da man diese Daten relativ einfach automatisiert auswerten kann. Es ist da relativ einfach möglich, ein Programm zu schreiben, welches die mTans automatisch mit anderen Daten bündelt und diese für Überweisungen nutzt. Da glaube ich, dass da demnächst im großen Stil was gemacht wird.
Was man jetzt als Normalmensch machen kann ist ganz einfach VoIP über ein VPN. Das geht recht einfach, da es inzwischen zumindest unter Maemo DAU-geeignete Lösungen gibt.
Christian Berger am 31.12.09 10:44
wundert das denn noch jemanden? überrascht es jemand anderen? eigentlich hoffe ich nun, dass bald der erste geschickte tastaturverwender möglichst unschöne krankendaten einiger politiker aus den absolut sicheren neuen datenbanken der kassen zaubert. guten rutsch :)
lecktron am 31.12.09 10:58
"Schusswaffen tödlich
Doch die Wahrscheinlichkeit, von einer Kugel getroffen zu werden, geht gegen Null, meint..."
fightling am 31.12.09 12:15
Hallo Jörg Schieb,
das Wort heißt 'Diskussion' und nicht 'Diskurs', denn daß ist etwas ganz anderes.
Übrigens hab ich beim Lesen des obigen Beitrags eine Szene im Kopf, die wie folgt geht: Passant zum Feuerwehrmann: 'Es brennt!' - Feuerwehrmann zum Passanten: 'Ja stimmt, aber es brennt schon länger! Kein Grund zur Aufregung!' - Passant zum Feuerwehrmann: 'Wie wäre es z.B. mit Löschen?' - Feuerwehrmann: '?????'
Hans Möller am 31.12.09 13:37
"Die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines GSM-Hackangriffs zu werden, geht also auch weiterhin gegen Null."
Ich halte einen solchen Standpunkt für absolut naiv. Ich gehe davon aus,
daß seit Jahren jedes Telefonat und jede Mail etc. von Geheimdiensten gespeichert wird. Das ist technisch möglich und was immer technisch möglich ist, wird - das zeigt die Erfahrung - in der Regel auch gemacht. Es gibt Leute, die sich nicht darum scheren , ob es für ihre Handlungsweise eine gesetzliche Grundlage gibt. Und von unserer werten Regierung kann man - auch das zeigt die Erfahrung - wohl kein all zu großes Engagement erwarten, um die grundgesetzlich garantierten Bürgerrechte zu schützen.
Wacht auf, Leute!
Detlev Wulf am 31.12.09 14:16
Wenn sich sogar diejenigen Journalisten der öffentlich-rechtlichen Anstalten, die sich zumindest für das Internet und neue Technologien zu interessieren scheinen, zu solch einem naiven und oberflächlichen Geschreibsel verleiten lassen, um angeblich locker, frisch und modern daherzukommen, wird mir ganz anders. Herr Schieb, gab es in diesem Jahr nicht genug Beweise über Datenmissbrauch, dass jegliche Form journalistischen Anstands das Gleichsetzen von Menschen, die freiwillig in ihr Handy brüllen und Menschen, die unfreiwilligen Abhörmaßnahmen ausgesetzt sind, nicht prinzipiell verbietet?
netzbenutzer am 31.12.09 14:30
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Die letzten Tage im Jahr sind genau die richtige Zeit für einen Blick zurück: Was ist in diesem Jahr alles passiert, was haben wir fast schon wieder vergessen, was waren bewegende Momente?
Wer solche Jahresrückblicke mag, wird "zwischen den Jahren" in Zeitungen, Zeitschriften, Radio und Fernsehen leicht fündig.
Aber auch im Internet entwickelt sich eine gewisse Tradition zum Jahresrückblick. Ein echter Geheimtipp ist das privat gedrehte und auf Youtube veröffentlichte
Video, das zwei Kölner aus Spaß an der Freude gemacht haben - um ihre Freunde zu erfreuen.
Dabei herausgekommen ist ein Jahresrückblick der etwas anderen Art: Malte Fuhrer und Jan-Philipp Scherz haben das zurückliegende Jahr 2009 auf 5:39 Minuten gerafft. Die beiden singen im Takt zu Michael Jacksons "Man in the mirror" selbst getextete Reime. Witzig, originell und unverkrampft - und schon von über 60.000 Neugierigen angeklickt.
Ob Wirtschaftskrise, Michael Jacksons Tod, der Einsturz des Kölner Stadtarchivs oder der Friedensnobelpreis für Barack Obama: Die Liste der Themen ist lang - und bunt. Das Ergebnis jedenfalls ist absolut sehenswert.
Absolut hitverdächtig, mit einfachen Mitteln aber von ausserordentlicher Qualtität! Spaß- und Lachfaktor inbegriffen!
100 Watt-Glühbirnen gibt's nicht mehr - Alder! Dafür gibt's das Personenstandsrechtsreformgesetz.
Bleibt den Beiden nur zu wünschen, dass sich keiner wegen der Rechte an der Komposition aufregt und dass sie für nächstes Jahr Nachschub liefern.
Dietmar Kuchen-Windmüller am 29.12.09 3:41
Einfach genial ...
Gibt es von den letzten Jahren
auch etwas (bei YouTube) ?!
Wäre super ...
Alexander Bergmeister am 31.12.09 0:37
Also laut Ohrenarzt vernehme ich noch Töne in Frequenzbereichen, jenseits von Gut und Böse. Aber bei dem Video verstehe ich von 80% kein Wort.
Honk am 3.01.10 10:09
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Neue Software zu Weihnachten bekommen? Dann wird's spannend, denn nur die wenigsten Hersteller legen ihrer Software heute noch ein Handbuch bei. Handbücher sind out, total out. Bestenfalls eine achtseitige Broschüre "How to start" liegt bei, die ersten Schritte mit der neuen Software.
Warum? Klar: Softwarehersteller wollen Kosten sparen. Dicke Handbücher sind teuer, sie müssen nicht nur geschrieben und redigiert werden, sondern natürlich auch gelayoutet und gedruckt. Manche Hersteller legen ihrer Software die Handbücher immerhin als PDF bei, dann kann man sie am eigenen PC lesen oder bei Bedarf auch ausdrucken (und selbst die Kosten übernehmen). Viele verzichten heute aber gänzlich auf Handbücher. Nach dem Motto: Finden Sie doch selbst raus, wie alles funktioniert.
Aber man muss auch nicht unbedingt lesen. Es gibt mittlerweile gut gemachte Videotrainings im Netz, so genannte "Screencasts". Das sind abgedrehte Bildschirmbilder, oft mit erklärenden Kommentaren versehen. Eine hervorragende Seite ist zum Beispiel
learn2use.de. Hier gibt es Hunderte von Erklärungsvideos zu Standard-Software.
Wer wissen will, wie man einen Serienbrief mit Word gestaltetet (und ausdruckt), ein Foto tricktechnisch nachbearbeitet oder mit Excel komplizierte Kalkulationen durchführt, kann es sich hier erklären lassen - kostenlos. Denn learn2use ist eine Community, hier erklären Usern anderen Usern wie's geht. Technisch nicht immer perfekt, aber doch oft erstaunlich gut. Reinschauen lohnt sich.
Auch auf Youtube gibt es ungezählte Erklärvideos, einfach mal den Suchbegriff "Screencast" eingeben, kombiniert mit dem Titel der jeweiligen Software.
Gut gemacht ist auch der Onlinedienst
Screentoaster. Auch hier: Unzählige richtig gut gemachter Erklärfilme, allerdings sind die meisten in englischer Sprache. Entscheidender Vorteil bei Screentoaster: Hier gibt es auch gleich die nötige Software, um solche Erklärfilme herzustellen. Wer sich bei Screentoaster anmeldet, kann ohne eine Software kaufen oder aufwändig installieren zu müssen, den Bildschirminhalt aufnehmen und als Video speichern. Ideal, wenn man jemand anderem etwas erklären möchte.
Vieles lässt sich in Videos viel besser erklären - und verstehen! -, als in einem Handbuch. Deswegen ist es eigentlich gar nicht so schlimm, wenn es immer seltener Handbücher gibt.
Wie kann man nur diesen Tipp in die Welt lassen: einfach seine Frage in eines der genannten Foren/Webportale stellen und jemand wird sich schon finden es bereitwillig zu lösen.
Warum nicht: schaue einfach nach, ob es schon eine Lösung zu diesem oder einem ähnlichen Problem gibt ... ist meistens viel Zielführender.
Zudem: unter Windows fällt mir momentan keine gute Webseite ein; bei OpenSource (Anm. d. Red.: link gelöscht), auch bei sog. anderen Distributionen :-)
Ferner: einige Bilder und Text zusammen, sagen mehr, als ein 5-Minuten-Video aus.
Und zu den Geräten im Rechner ... einfach bei einem Komplett-Kauf sich vom Verkäufer eine Liste mit den verbauten Hauptkomponenten geben lassen. Bei einigen großen Herstellern muß man zudem nur die Seriennummer auf dessen Webpräsenz eingeben und erhält ebenfalls zumeist eine detaillierte Aufschlüsselung der verbauten Gerätekomponenten.
Hierzu übrigens: nicht immer werden die originären Geräte eines Herstellers (zb. der Grafikchip) verbaut, sondern leider angepasste ... daher lieber, zb. bei einem Notebook, die Webseite des Notebook-Herstellers aufsuchen.
Und bei dem Tool "Everex" ... warum nicht die schon gegebenen Bordmittel nutzen:
unter Windows: zb. winscd oder den Gerätemanager und bei Linux: hwinfo (detailliert, aber Krude), sysinfo oder kinfocenter.
Insbesondere bei Windows ... jedes Programm, jeder Dienst mehr, erlahmen das System langfristig.
Carsten Werner am 27.12.09 1:16
Irgendwie funktioniert der RSS Feed hier nicht..
Escort München am 3.06.10 14:26
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Die erste und zweite Generation der sogenannten Tablet-PCs hat sich nicht wirklich durchgesetzt. Die meisten Geräte haben doch zu träge auf den Spezialstift reagiert, mit dem so ein Tablet-PC bedient wird. Abgesehen davon waren und sind Tablet-PCs recht teuer und lagen auch nicht gerade leicht in der Hand. Noch nicht wirklich praxistauglich, also nicht überzeugend genug, um vom Notebook auf den Tablet-PC zu wechseln.
Doch 2010 könnte das Jahr der Tablet-PCs werden. Viele Hersteller haben Geräte in Vorbereitung, fast fertig oder sogar schon fertig. Mit besonders viel Neugierde schaut man nach Cupertino, denn da scheinen Apples Ingenieure an einer Art iTablet zu basteln, als Macbook Touch bezeichnet. Im Grunde ein iPhone oder iPod Touch in Groß: Mit riesigem, berührungsempindlichem Display.
Wenn das Display ähnlich akkurat arbeitet wie das im iPhone und dann auch noch ein gestochen scharfes Bild liefert, ist der Erfolg praktisch garantiert. Vor allem, weil Apple wohl besser als jeder andere Hersteller in der Lage ist, intuitiv bedienbare Oberflächen zu gestalten. Auf Youtube ist jetzt ein
Video aufgetaucht, in dem angeblich ein Prototyp dieses iTablet zu sehen ist. Von der Bedienung her sieht alles nach einem großen iPhone aus und daher glaubwürdig. Manche vermuten aber auch eine Fälschung dahinter ... Heute ist Erstaunliches möglich, wirklich schwer zu sagen, ob man getäuscht werden soll oder nicht.
Gerüchten zufolge könnte der iTablet schon im März auf den Markt kommen. Ob es stimmt oder nicht, wird sich zeigen, denn wie immer hält sich Apple bedeckt.
Dass Apple aber an einem Tablet arbeitet, darf als sicher gelten. Nach dem großen Erfolg des Amazon Kindle (zum Lesen von eBooks und Dokumenten), dem Sony Reader und den Meldungen verschiedener Hersteller, darunter Microsoft, an einer neuen Tablet-PC-Generation zu arbeiten, wäre es schon sehr verwunderlich, wenn Apple seine ungeheure Erfahrung im Bereich der Touchdisplay-Bedienung nicht schlau einsetzen würde.
Denkbar wäre dann auch ein erweiterter AppStore: Mit Anwendungen, die nicht auf dem iPhone, sondern auf einem iTablet laufen. Größeres Display, mehr Möglichkeiten.
Ich denke, das Video ist eine Fälschung. Wenn der Typ da drauf herumtippt, wackelt es, als ob es ein sehr, sehr leichtes Gerät sei.
Wenn man bedenkt, wie schwer ein iPhone ist (Akku!), dann müsste so ein Tablet wesentlich schwerer sein.
Oder man benutzt ein Display aus Kunststoff ...
Flusskiesel am 22.12.09 9:06
Boah ne, was ein Mist! Wieso stehen eigentlich alle Leute auf Geräte, die mit normalen Händen und Fingern nicht mehr bedient werden können?
Jetzt mal unabhängig davon, ob es eine Fälchung ist. Die idee selber scheint (leider) ja Anklang zu finden.
Bernd Wiebus, 47 am 22.12.09 15:42
@ Bernd Wiebus, lese aber auch, die sog. "Seniorenhandys" hätten die größten Zuwachsraten. Quasi Geräte, die man auch ohne Fähigkeiten aus einem Kampfjetlehrgang bedienen kann.
Kleinteilstopper am 23.12.09 12:56
"Mit riesigem, berührungsempindlichem Display."
So 30", oder was? :P
Die sollen erstmal diese Spielzeug-Netbooks weiter entwickeln, anstatt solche Krücken auf dem Markt zu werfen. Aber Äußerlichkeiten lassen sich wohl noch immer besser verkaufen, als innere Werte!
In diesem Sinne: Frohe Weihnachten und happy Marketing!
Dominik am 23.12.09 23:18
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Auch wenn sich der Internet Explorer in letzter Zeit wieder etwas mehr Respekt verschafft hat als in den Jahren zuvor: Vielen ist der Microsoft Browser nach wie vor ein Dorn im Auge.
Vor allem stört die User die Tatsache, dass jeder, der Windows kauft oder benutzt, den Internet Explorer quasi wie selbstverständlich vorgesetzt bekommt
Weil Menschen im allgemeinen und Computerbenutzer im besonderen aber eher bequem sind, belassen es viele dabei - und surfen eben mit dem IE. Wenn er doch nun schon mal da ist.
Trotzdem ist es Firefox gelungen, in Deutschland beachtliche Marktanteile zu ergattern. In der neuesten
W3B-Umfrage des Hamburger Marktforschungsunternehmens Fittkau & Maaß werden dem Firefox knapp 45 Prozent Marktanteil attestiert. Damit wäre Firefox Marktführer.
Dieser Trend könnte sich noch verstärken. Denn Microsoft wurde von der EU-Kommission nun gezwungen, Windows für andere Browser zu öffnen. Künftig haben Benutzer von Windows XP, Vista und Windows 7 die Wahl, sie können praktisch jeden bekannten Browser installieren, ob Internet Explorer (klar), Firefox, Safari, Chrome oder Opera (sowie einige andere). Ob mehrere Browser parallel installiert werden oder der IE durch einen anderen Browser ersetzt wird, das bleibt jedem selbst überlassen.
Die üppige Browserauswahl wird künftig über die Update-Funktion bereitgestellt, so dass auch bereits installierte und in Betrieb befindliche Windows-Versionen diese Auswahl anbieten. Begrüßenswert!
An alles wurde gedacht. Damit wirklich kein Browser benachteiligt oder bevorzugt wird, ist die Reihenfolge der angebotenen Browser zufällig. Jeder Browser steht also mal am Anfang, mal am Ende der Liste.
Viele PC-Benutzer werden nun zum ersten Mal überhaupt mitbekommen, dass es andere Browser gibt - und vielleicht auch mal einen ausprobieren, was sie sonst nie gemacht hätten, weil es ihnen zu lästig oder kompliziert erscheint, sich die Alternativen im Netz zu besorgen. Nicht wenige, da bin ich sicher, werden es als lästig oder unnötig empfinden. Motto: Browser ist Browser.
Insgesamt ist es aber auf jeden Fall zu begrüßen, dass Windows-Benutzer künftig die freie Wahl haben. Das bedeutet mehr Wettbewerb und spornt alle an, ihre Browser noch besser zu machen.
Allerdings sollten dieselben Regeln für alle gelten. Und das bedeutet: Auch Apple sollte in seinem Mac OS nicht nur den eigenen Safari-Browser anbieten dürfen, sondern auch die Alternativen für den Mac. Warum nicht auch im iPhone? Denn da hat Apple zweifellos eine marktbeherrschende Stellung.
Dies ist eine der sinnlosesten Regelungen in der EU. Wenn einer bisher zu blöd war einen anderen Browser als IE zu nutzen, dann wird er durch die Wahlmöglichkeit auch nicht klüger. Im Gengenteil, er wird verwirrter, denn eine gute Sachentscheidung ist durch die Aufzählung mehrere Browser nicht gegeben, dazu bedarf es tieferer Kenntnisse, was erfordert, das einer einen zusammenhängenden Text lesen und verstehen kann.
noch nicht ganz verblödet am 17.12.09 17:35
Da muss ich dem "Vorschreiber" recht geben. Außerdem ist dieser Satz ja eh vollkommen sinnfrei:
"Insgesamt ist es aber auf jeden Fall zu begrüßen, dass Windows-Benutzer künftig die freie Wahl haben."
Ich als Windows User habe schon vorher die freie Wahl... Unter Win 98, Win 2000, XP, Vista und auch unter Win 7. Firefox und andere konnte ich vorher auch schon installieren und vor allem auch nutzen...
Außerdem, warum geht die EU nicht mal gegen Apple vor? So viel ich weiß ist da standardmässig auch der Safari installiert. Außerdem, ganz schlimm beim Mac, das Betriebssystem... Alles PC-Hardware aber die Software ist an Hardware gebunden wo auf dem Gehäuse nen angefressener Apfel drauf ist... Ist auch wettbewerbsverzerrend...
Armagh am 17.12.09 19:35
Mal wieder typisch EU. Sinnlos, überflüssig und übertrieben. Was spricht dagegen, daß ein Anbieter seinen Browser direkt integriert ? Nichts ! Das hat doch nichts mit dem Markt zu tun. Jeder kann sich doch einen anderen Browser installieren. Ich nutze seit Jahren den Mozilla. Komfortabel, schnell, individuell und relativ sicher. Was will man mehr ?
Prof. Balthasar am 17.12.09 21:24
Schon mal daran gedacht das man erst mit dem IE in das Inet musste um einen anderen Browser zu laden? Das ist nun nicht mehr nötig. Ich kann vor der ersten Inet Benutzung entscheiden. Und viele sind einfach zu faul wenn alles funktioniert sich darum zu kümmern. Ich kenne genug solcher Fälle die trotz guter Argumente nicht umsteigen aus Bequemlichkeit.
ArChAnGeL am 18.12.09 9:24
Wenn ich mir ein Linux installiere bekomme ich auch EINEN Browser vor die Nase gesetzt. Wenn ich einen anderen möchte, muss ich mir den auch selbst downloaden.
Die EU sollte mal "Linux" verklagen weil die ja die Installation des IEs auf ihrem Betriebssystem verhindern.
Alex am 18.12.09 11:11
Wie steht es dann ohne den IE um die Updates für Windows, insbesondere die automatischen?
Wird MS das regeln oder sonnen sich ein paar Beamte nur in einem Scheinerfolg?
Oldie44 am 18.12.09 16:44
Irgend ne Ahnung wie sehr das verallgemeinerbar ist?
Roulette Strategies am 18.12.09 19:24
@Alex
Micro$oft bietet seinen IE überhaupt nicht für Linux an ;-). Ausserdem geht es um ein marktbeherschendes OS welches Linux nun nicht wirklich ist.
ArChAnGeL am 18.12.09 21:37
@Alex: Deine Argumentation ist nicht von Sachkenntnis geprägt.
Wie ArchAnGeL schon richtig schrieb, liegt es an Microsoft, seinen Internet Explorer auch für andere Betriebssysteme erst zugänglich zu machen. Das der IE nicht auf Linux läuft, hat u.a. auch mit Microsoft's restriktiver Lizenzpolitik zu tun, aber teilweise auch mit den anderen Architekturen für Linux. Und unter Linux gibt es ja diverse Architekturen.
Ausserdem gibt es "das Linux" nicht; Linux ist nur der Kernel. Es gibt kein "Linux", sondern diverse Distributionen und ausserdem hat "Linux" keinen monopolitischen (und missbrauchenden) Marktanteil, wie das bei Microsoft der Fall ist.
Also, sich erst einmal sachkundig machen.
Torsten am 18.12.09 23:53
Was für ein Schwachsinn, genau so wie DIN Gurken und sparlampen.
Wir die EU nehmen den Bürgern das Denken komplett ab, na dann.
Freidenker am 19.12.09 7:44
Hier scheint einigen nicht klar zu sein, dass es um Microsofts marktbeherschende Stellung auf dem Betriebssysteme-Markt geht welche dazu ausgenutzt wird den Internet Explorer auf soviele Computer wie möglich zu drücken.
tom am 20.12.09 20:10
Gegen solche Fritzchen Doof ist sowieso kein Kraut gewachsen. Also lasst sie doch mit dem IE surfen. Meine Fresse, diese EU kostet uns Hunderte von Milliarden und dann kommt so ein Schwachsinn heraus. Kopfschüttel
operafox am 21.12.09 21:24
Der Internetexplorer ist nur für User unangenehm die unter Verfolgungswahn leiden und auch nicht, bei sogenannnten kostenlosen downgeladenen Anwendungen. Da kommt nach der Installation gleich der Internetexplorer. Nein, natürlich will niemand den guten alten Internetexplorer verurteilen doch wie ich persönlich favorisiere den Firefox wegen seiner verschiedenen Funktionen, Möglichkeiten und weil er einfach ein Stück freier Entscheidung ist. Der Knebel Microsoft, bei einer Neuinstallation innerhalb eines Dreivierteljahres sich telefonisch den neuen Code holen zu müssen, auch das geht gegen den Internetexplorer indirekt. Und, wer alle Tricks und Vorzüge des Firefox kennt, der weiß welchen Browser er am liebsten benutzt.
MG am 21.12.09 21:54
@Alex: Linux verklagen - wie soll denn das gehen? Es gibt kein Unternehmen namens "Linux". LOLOL
Peter am 22.12.09 9:29
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Zum SeitenanfangHacker, Cracker und Datendiebe haben ein waches Auge. Sie suchen sich immer die Sicherheitslücken aus, die am meisten Ausbeute versprechen. Deshalb verwenden sie am liebsten Lecks in Betriebssystemen oder in Programmen, die möglichst viele Menschen verwenden.
Jahrelang waren Windows und Internet Explorer die meist-gehackten Programme.
Vorbei. Im vergangenen Jahr wurde der Adobe Reader besonders oft gehackt. Eine Anwendung, die fast jeder PC-Benutzer auf seinem Computer hat, um PDFs anschauen und ausdrucken zu können. Das Programm ist gratis, PDFs sind heute wichtig - deswegen benutzt es fast jeder.
Wie das amerikanische Wirtschaftsmagazin
Forbes jetzt berichtet, haben auf IT-Sicherheit spezialisierte Experten im vergangenen Jahr sage und schreibe 45 sicherheitsrelevante Fehler im Adobe Reader entdeckt - die von Hackern ausgenutzt wurden oder hätten ausgenutzt werden können. Das sind 31 Lücken mehr als im Jahr zuvor.
Bedenklich.
Hacker scheinen sich nun verstärkt auf Sicherheitslecks in Anwendungen zu stürzen. Denn diese Sicherheislecks werden in der Regel nicht so schnell gestopft: Während mittlerweile viele Anwender verstanden haben, dass sie ihr Betriebssystem regelmäßig auf den neuesten Stand bringen müssen (oder es gleich automatisch vom Betriebssystem selbst erledigen lassen), sind sie bei den Anwendungen nachlässig und kümmern sich nie oder selten um Updates.
Da kommen womöglich unbequeme Zeiten auf die Anbieter von Anwendungs-Software zu: Sie müssen künftig schneller auf entdeckte Fehler und Lecks reagieren - und die Anwender auch, sie müssen dafür sorgen, dass gestopfte Sicherheitslecks auch auf ihren Rechnern gestopft werden. Indem sie Updates einspielen!
Es gibt eine Open-Source Alternative namens SumatraPdf. Diese ist von den Adobe Sicherheitslücken nicht betroffen und braucht auch weniger Prozessorgeschwindigkeit.
Julia M am 11.12.09 23:27
Wo wird schon nicht gehackt. Da bleibt der gute Acrobat auch nicht verschont. In den letzten Jahren hat mich aber die Größe und langwierige Updaterei gestört. Ich benutze schon seit geraumer Zeit den Foxit Reader, der ist schlanker und sicherer und es klappt auch nicht immer mit dem hacken, da wird das Hackebeil stumpf, hoffentlich.
MG am 12.12.09 16:05
Irgendwie schaft es Microsoft immer noch nicht seinen "Windows Updater" oder wie der genau heißt, auch für Programme Dritter bereit zustellen, wie es bei fast allen Linux-, BSD-Betriebssystemen möglich ist.
peter am 12.12.09 16:23
Vielleicht sollte nicht immer halbfertige Software auf den Markt kommen, dann hätten auch Hacker es viel schwerer. Aber solange wir User die Softwaretester sind wird sich nichts ändern.
Stephan am 13.12.09 8:49
Das ist der Nachteil von nicht-offener Software (Open-Source). Die Hintertüren der US-Geheimdienste zum Zwecke der Wirtschaftsspionage werden immer wieder von Dritten geknackt.
Johann Enderling am 16.12.09 1:57
Ist der FoxitReader 3.00 sicher?
Wolfgang am 16.12.09
Wolfgang am 16.12.09 20:24
1. Natürlich wurden auch mehr Fehler gefunden, weil mehr danach gesucht wurde.
2. Mit Tests wird man das schwer in den Griff kriegen. Denn wenn man damit Sicherheitslücken finden würde, wären die nur die Spitze des Eisbergs.
Interessant finde ich eher die Frage, ob es im Opensource Bereich weniger Sicherheitslücken gibt, weil jeder den Quellcode lesen kann, oder weil diese Software meist weniger verbreitet ist. Falls zweiteres, wie gut würde das "öffentliche" Reparieren von Sicherheitslücken bei zunehmenden Angriffen mitwachsen? Ich behaupte linear, vielleicht sogar überkompensierend.
vm am 21.12.09 20:00
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Die Entscheider der Welt treffen sich in Kopenhagen, um über die Folgen des Klimawandels zu debattieren - und natürlich auch, um erforderliche Gegenmaßnahmen zu diskutieren.
Erstmals können wir alle bei einer solchen Konferenz mehr oder weniger live dabei sein. Übers Internet. Wir können sogar unsere Meinung sagen: in 150 Zeichen langen Kurznachrichten - oder, indem wir Videobotschaften schicken oder offizielle Beiträge der Konferenz auf Youtube kommentieren. Das ganze Programm des Web 2.0 wird also geboten.
Das dänische Außenministerium nennt das Ganze "Bürgerdialog". In der Tat: Die Betreiber haben nicht nur eine
Webseite zur Konferenz eingerichtet, sondern auch spezielle Seiten bei
Twitter und
Facebook. Hier kann sich die Internetwelt informieren und diskutieren. Angeblich wollen die Deligierten sogar während der Konferenz Antworten auf Grußbotschaften aus der Internet Community zurück senden.
Eine sympathische Idee. Man will die Öffentlichkeit nicht nur informieren, sondern sie - très modern! - auch einbeziehen und so dokumentieren, dass der Klimawandel ein globales Problem und Thema ist.
Gut gemeint von den Betreibern, aber vermutlich wirkungslos. Denn die meisten Politiker bestaunen das Internet doch immer noch eher als merkwürdiges Phänomen, das nicht besonders ernst genommen werden muss - außer als Bedrohung, versteht sich. Ob sich die Entscheiderelite ernsthaft mit den Fragen, Sorgen, Anregungen und Forderungen der Webgemeinde beschäftigt?
Vermutlich nicht.
Vielleicht aber auch doch. Denn eine große Stärke des Internet ist seine Unberechenbarkeit. Hier lassen sich schnell Massen mobilisieren, überall auf der Welt. Und die kann man dann doch irgendwann nicht mehr ignorieren, auch wenn vermutlich der einzelne Kommentar, die einzelne Videobotschaft, untergeht.
So gesehen ist es auf jeden Fall zu begrüßen, was die Veranstalter in Kopenhagen auf die Beine gestellt haben. Allerdings: Englisch muss man schon können, denn allzu viele Sprachen werden auf den Konferenzseiten nicht gesprochen. Noch nicht.
Wieso muss man sich bei Twitter und Facebook anmelden um an einer temporäreren Veranstaltung teilzunehmen? Nur damit ich später irgendwelche nervigen Mitteilungen bekomme?
Peter am 9.12.09 23:25
Ich finde das eine tolle Sache. Allerdings muss ich auch sagen, dass dieses Thema wichtig für Alle ist. Somit sollte sich ein Umweg über evt. Mitgliedschaften in Internetforen gespart werden. Warum also ausschließlich über Twitter und Facebook? Es muss weitere Möglichkeiten geben.
Tangram am 12.12.09 9:17
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Man muss sich wahrlich keine Casting-Shows im Fernsehen anschauen, um zu erkennen: Es gibt eine Menge Menschen mit Talent. Das Web ist voll davon. Die einen machen klasse Musik, die anderen können exzellent fotografieren, wieder andere beeindruckende Filme machen.
Ein Filmemacher aus Uruguay hat einen rund
5-minütigen Kurzfilm geschaffen, "Panic Attack" heißt er, im Original: "Ataque de Panico!"
Eine Art Weltuntergangsfilmchen, der voll ist von Spezialeffekten und aussieht, als wäre er dem jüngsten Roland Emmerich Katastropfenfilm entnommen (na, eigentlich sieht dieser Film von
Federico Almarez sogar besser aus). Da erscheinen plötzlich böse Roboterwesen und zerstören mit viel Getöse eine komplette Stadt, legen sie in Schutt und Asche. Sicher kein geniales Drehbuch (deswegen der Vergleich mit Emmerich), aber gute Bilder (ich sag ja: Emmerich).
Allerdings soll der fünfminütige Film auf Youtube nur 500 Dollar in der Produktion gekostet haben. 500 Dollar - so viel gibt ein Filmstudio bei einem Blockbuster ansonsten vermutlich schon für den Frischobst-Teller auf dem Set aus - pro Tag!
Aber die Mühe hat sich offensichtlich gelohnt. Hollywood ist auf den Filmemacher und Special-Effects-Spezialisten aufmerksam geworden und hat ihm laut Medienberichten wohl die Regie über einen Science-fiction-Film
angeboten, der ein Budget von 30 bis 40 Millionen Dollar haben soll.
Was zwei Dinge beweist: a) Auf Youtube gibt es nicht nur Schrott und süße Kätzchenfilme zu sehen. Und b): Das Internet ist in der Tat eine gute Plattform, um auf sich aufmerksam zu machen.
PS: Die Sache mit den 500 Dollar glaube ich trotzdem nicht. Allein die Software, die nötig ist, um derartige Spezialeffekte herzustellen, kostet ein Mehrfaches. Und selbst wenn Federico Almarez diese Software bereits besitzt und alles selbst gemacht hat, so dürften die Kosten für Statisten oder Material deutlich höher liegen. Aber egal - ich will die Legende nicht zerstören, denn zum einen ist der Kurzfilm auch dann noch beeindruckend, wenn er 5.000 Dollar gekostet hat und zum anderen ist es in der Medienwelt ja üblich, Legenden zu schaffen.
Hallo,
ihr Kalender ist meiner Meinung nach falsch. Ich glaub der 6. Dezember 09 war auf einem Sonntag. Aber Ihre Beiträge gefallen mir immer sehr gut.
Besonders toll fand ich Ihre Tagestipps.
Mit freundlichen Güßen
Hans-Günther Vahle am 9.12.09 13:36
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Kaum ein Tag vergeht, an dem Google nicht irgend einen neuen Service vorstellt. Allzu oft muss man sagen: Gute Idee, gab's so noch nicht... Manchmal macht aber auch Google nur das, was andere schon längst auf die Beine gestellt haben - und dann nicht mal unbedingt besser.
Aktuelles Beispiel: Das neue
Google-Wörterbuch. Hier kann man Übersetzungen nachschlagen, also zum Beispiel, was "Lattenzaun" auf Englisch heißt ("paling") - oder "Taschenrechner" ("pocket calculator").
Pratktisch, dass einem viele der Begriffe auch vorgelesen werden, aber keineswegs alle.
Vermutlich haben die Googleianer das Tool ("Werkzeug") aber vor allem für sich selbst enwickelt. Schließlich ist Google mittlerweile überall auf der Welt vertreten - und nicht überall wird fließend Englisch gesprochen, was IT-Manager schon mal gerne vergessen. Jetzt können sie sich also Wörter wie "Datenschutz" übersetzen lassen ("privacy"). Aber schon beim schönen deutschen Wort "Datenschutzbeauftragter" muss Google Dictionary passen - oder will passen, wer weiß das schon so genau...
Sage und Schreibe 26 Sprachen spricht das Dictionary - aber eben immer nur in die Richtung Englisch. Eine Übersetzung von Deutsch ins Französische ist (zumindest hier) nicht möglich. Kommt aber vielleicht noch.
Bestens bewährte Wörterbücher wie
leo.org oder
Pons müssen sich hinter dem neuen Wörterbuch von Google aber ganz sicher nicht verstecken - im Gegenteil. Ich finde sie im Funktionsumfang und auch in punkto Bedienung nach wie vor überlegen. Aber das muss natürlich jeder selbst beurteilen.
ich gründe hiermit die
" Deutsche Einsteinpartei "
DEP = Deutsche Einsteinpartei am 4.12.09 18:25
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