WDR.de
Computer
Jörg Schieb
Bump doch mal: Visitenkarte 2.0
Wenn das iPhone eine Stärke hat, dann ist es zweifellos die Möglichkeit, in Sekunden die verrücktesten Programme darauf zu installieren. Es gibt unzählige so genannter Apps, teilweise kostenlos, teilweise kostenpflichtig, die dem iPhone witzige oder nützliche Funktionen spendieren.
Eine, die mir besonders gut gefällt und sich auch als überraschend praktisch erweist, ist Bump. Die Software ist gratis und macht Visitenkarten überflüssig (zumindest in einer Welt, in der alle ein iPhone benutzen). Für mich jedenfalls eine tolle Sache, weil ich ständig vergesse, Visitenkarten einzustecken - und garantiert keine zur Hand habe, wenn ich eine brauche.
Bump funktioniert so: Wenn zwei iPhone-Besitzer ihre Kontaktdaten austauschen wollen, dann nehmen sie ihr Lieblingsspielzeug in die Hand, schütteln es einmal kurz - und die beiden iPhones nehmen per Bluetooth Kontakt miteinander auf und tauschen ihre jeweiligen Daten aus. Das geht kinderleicht und rasend schnell, wie dieses
Video zeigt.
Wer auf einer Messe oder auf einer Veranstaltung ständig Visitenkarten austauscht, wird das schnell zu schätzen wissen, denn so landen die Visitenkarten nicht in der Tasche, sondern dort, wo man sie heute am schlauesten aufbewahrt. Im Kontaktordner des Handys.
Was mal wieder beweist: Es braucht nur geniale Ideen, einfach und alltagstauglich, um zu überzeugen. Wenn Sie mich also mal irgendwo treffen, scheuen Sie sich nicht, ihr iPhone in die Hand zu nehmen und es vor meinen Augen hin und her zu schütteln. Ich weiß dann, was zu tun ist... ;-)
Der aktuelle Blog-Eintrag als Podcast
Klingt ja eigentlich ganz gut. Wie so Vieles in unserer globalisierten, ach so grenzenlosen Welt- natürlich mal wieder nicht ohne das große Aber... Blackberrys, Palms und Nokia N-Modelle können vielleicht bald ähnliches? Natürlich markengebunden. Es ist eigentlich an der Zeit, daß sich die großen Handyhersteller mal zusammensetzen und einen einheitlichen Standard schaffen. Wie würde ein WWW funktionieren, wenn jeder Compi-Hersteller sein eigenes Süppchen kochen würde? So nach dem Motto: 'ich hab 'nen Asus- Mist jetzt kann ich keine E-Mail an den Freund mit 'nem Fujitsu...' and so on. OK- Apple war schon immer 'ein wenig anders'- Markenübergreifende Lösungen (bei den Ladegeräten soll's schliesslich auch) wären aber allemal wünschenswert. Also- Nix für ungut- aber solange dies nur Wunschdenken bleibt: 'Joerg- vergiss die Visitenkarten nicht!'
Michael Schlücker am 2.11.09 8:27
cool - und was passiert, wenn
ein bus voller iphonverwender
über kopfsteinpflaster fährt ??
wählscheibe am 2.11.09 8:47
@wählscheibe: wär schon ein lustiger Effekt - allerdings muss dazu erst von beiden Seiten das Programm gestartet werden, wird also nix mit dem Kontaktdaten abziehen... ;)
martinalex am 2.11.09 17:13
Ich kann mir doch nicht wegen jedem neuen Programm ein neues Handy kaufen. Das wäre ja gut zum Schaffen von Arbeitsplätzen, aber der Resourcenverbrauch ist nicht zu verantwworten. Auch für Kommunikationstechnoleogien müssen vereinbarte einheitliche Standards geschaffen werden, selbst dann, wenn sich einzelne Anbieter dann einem stärkeren Wettbewerb ausgesetzt sähen.
Helmut F. Ruppert am 23.11.09 11:23
Zum Anfang dieses Eintrags
Zum SeitenanfangPermanente URL dieser Seite: http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2009/11/eigentlich_soll.html
Der WDR ist nicht für Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.