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Computer
Jörg Schieb
Screen Toaster dreht Filmchen vom PC-Bildschirm
Man kann das Internet für alles Mögliche benutzen, zum Beispiel um anderen Leuten die eigenen Fotos zu zeigen, die selbst geschriebenen Texte zu präsentieren, die eigene Musik vorzuspielen, die eigenen Videos herzuzeigen und vieles andere mehr.
Jetzt kann man auch denkbar einfach und bequem Screen-Filmchen drehen. Videos vom Computerbildschirm. Kein Screenshot, sondern ein Screen-Video.
Bislang brauchte man dafür Spezialprogramme, manche davon sogar sehr teuer. Doch jetzt gibt es
Screen Toaster, einen ganz neuen Service, der wirklich einfach in der Handhabung ist. Wenn ich jemandem etwas zeigen will, was am Computer passiert, etwa wie man eine Software bedient, was auf einer Webseite zu sehen ist oder dergleichen, dann kann ich das mit Screen Toaster wirklich sehr einfach hinbekommen: Webseite aufrufen, Service starten und mit der Aufzeichnung loslegen.
Das Tolle: Man muss keine Software laden oder installieren. Screen Toaster lädt automatisch eine Java-Anwendung. Und der "gedrehte" Film mit den Bildschirmaufnahmen wird als Flash-Video auf den Servern von Screen Toaster gespeichert. Dort kann man sich die Filme dann jederzeit kostenlos angucken, wie in diesem
Beispiel.
Noch ist Screen Toaster in "Closed Beta", das bedeutet, man kann sich dort nur auf Einladung registrieren (und den Service nutzen). Aber das soll sich schon sehr bald ändern.
Meiner Meinung nach entsteht hier ein neuer Trend, der Trend, Bildschirmaufnahmen online zu stellen - schnell, unkompliziert, kostenlos.
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Warum werden hier immer öfter Tipss gegeben, die man eh nicht nutzen kann??
Das ist der zweite Tipp innerhalb kürzester Zeit, den man nur mit einer Einladung nutzen kann.
Was soll das?
Frank am 21.10.08 11:06
ja was für ein tolles Programm - der Screen-Toaster!? Aber Herr Schieb, solch ein Programm in höchsten Tönen zu empfehlen, ohne jeglichen Hinweis auf Urheberrechtsprobleme die man sich damit sehr leicht einhandeln kann, ist nicht gerade seriös und zeigt für meinen Geschmack zu wenig journalistische Kompetenz.
Zu Ihrer Information empfehle ich Ihnen einen Artikel von FAZ-Online: "Der Täter heißt Google", vom 20. Okt. 08 und ein Urteil vom Landgericht Hamburg (Aktenzeichen 308 O 42/06, 248/07)
G. Lauterbach am 21.10.08 11:13
@frank: Also zum einen stimmt es nicht, dass ich hier zum "zweiten Mal" etwas vorstelle, was Closed Beta wäre - zum anderen: Ich stelle hier ein neues Angebot vor, einen neuen Trend, und da bleibt es nicht aus, dass es manchmal noch nicht für jeden zugänglich ist. Wenn ich hier über Windows 7 schreibe oder über das Google-Handy, bevor es das im Laden gibt, dürfte das doch wohl auch in Ordnung gehen!? Das Blog ist keine Tippsecke, sondern berichtet aus der IT-Szene. Früher als andere... ;-)
Jörg Schieb am 21.10.08 15:09
@lauterbach: Über das Urteil des Landgerichts Hamburg habe ich hier auch bereits geschrieben; einen Zusammenhang erkenne ich indes nicht. Auch mit Youtube oder einem Handy kann man Urheberrechte verletzen. Ein Grund, darüber nicht mehr zu berichten?
Jörg Schieb am 21.10.08 15:11
Sehr geehrter Herr Schieb,
neben den obigen Beiträgen, die Sie ja bereits treffend beantwortet haben, möchte ich hier die "alte" Datenschutzdebatte einführen: Ich mag es nicht, wenn mir jemand bei der Arbeit am PC über die Schulter schaut, daher käme ich auch nie auf die Idee, meinen Desktop ins Netz zu stellen (obwohl ich auch an "verteilten Systemen" arbeite).
Dieser Aspekt ist sicherlich nicht der Kern Ihres Berichtes, aber dennoch nennenswert.
MfG, Jan
Jan am 21.10.08 17:56
So wie Jan sehe ich es auch.
Irgendwie läuft die Sache immerr in Richtung Aufgabe von Intimität, denn das da andere mitlesen können (und werden), sollte ja wohl klar sein.
Manchmal beschleicht mich der Verdacht, daß solche Programme nur zu dem Zweck erstellt werden, mehr über die Nutzer zu erfahren.
Vermutlich bringt das auch mehr Geld von Wirtschaft und Geheimdiensten, als der Verkauf an die User.
Nichts desto trotz ist die Idee, die dahintersteht, schon nicht schlecht.
Bei entsprechender Verschlüsselung könnte ein Tutor z.B. einem unbedarften Nutzer bei der Nutzung eines Softwareprogramms unter die Arme greifen.
Aber auf meinen Rechner wird so etwas genausowenig kommen, wie Picasa oder Google Desktop.
Gert am 21.10.08 21:18
Ich kann die Datenproblematik nicht nachvollziehen. Denn dieses Angebot zeichnet ja nichts unbemerkt auf. Im Gegenteil: Ich bestimme wann und was aufgezeichnet wird, und das zu einem speziellen Zweck, etwa, wenn ich jemandem zeigen möchte, wie er/sie eine bestimmte Funktion in einem Programm nutzt, mal als Beispiel.
Jörg Schieb am 21.10.08 21:33
Das Java-Programm nützt aber überhaupt nichts, wenn man von Direct-X Spielen Videos erstellen will, um bspw. jemandem zu zeigen, wie man eine schwierige Stelle meistern kann. Dann braucht man ein Programm wie FRAPS, das Screenshots, Videos, Benchmarks etc. erstellt.
Norbert G. am 22.10.08 3:32
Nochmal ich mit einer grundsätzlichen Aussage, nachdem ich mir hier meine (und andere) Postings nochmal durchgelesen habe:
Die Kritik bezieht sich natürlich auf das Programm und dessen Möglichkeiten zum Mißbrauch.
Nicht aber auf die Praxis von Jörg Schieb, hier solche Sachen vorzustellen und zu erläutern. Das da anschließend unterschiedliche Meinungen auflaufen, ist wohl klar.
Ich bin bei solchen Sachen immer sehr skeptisch, weil "noch kein Wissenschaftler etwas Gutes erfunden hat, aus dem die Militärs (wahlweise Amerikaner) nicht etwas Entsetzliches gemacht haben."
Aber ich finde die lockere Art gut, mit der Herr Schieb hier solche Sachen für uns findet und einstellt und an dieser Stelle möchte ich ihm auch mal für seine Arbeit danken.
Ich seh hier immer wieder gerne herein.
Grüße Gert
Gert am 22.10.08 7:51
Jörg Schieb hat recht:
Jeder kann doch selbst entscheiden, ob er was aufzeichnet oder nicht.
Die Aufzeichnung kann man ja auch selber gebrauchen als Erinnerung für irgendwelche Vorgänge.
Es gibt ja auch schon sehr gute Websites mit solchen Aufzeichnungen.
Frank am 22.10.08 10:20
Es gibt kostenlose Programme wie AutoScreenRecorder von Wisdom-Soft, die die gleiche Aufgabe erfüllen.
Tom am 2.11.08 9:59
Hallo Jörg,
ich arbeite am Skoffer Projekt (Anm. d. Red.: link gelöscht) mit, welches eine simple Programmierschnittstelle anbietet um "One Click Screencasting" in jede gewünschte Website-Software einbauen zu können. Es gibt bereits plugins für WordPress (Anm. d. Red.: link gelöscht) )und MediaWiki (Anm. d. Red.: link gelöscht)
Das Projekt ist unkommerziell und von jedem ohne Registrierung nutzbar. Der Skoffer Screencast Recorder nimmt auch Ton auf, und die Videos werden nicht runtergerechnet.
Liebe Grüße, Stefan Schulze Steinmann
Stefan Schulze Steinmann am 14.12.08 14:26
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