WDR.de
Computer
Jörg Schieb
6.02.08
eBay will sein Bewertungssystem ändern - und nicht etwa die Kunden laufen Sturm, sondern die Händler (die natürlich auch irgendwo Kunden sind, nämlich bei eBay).
Was ist da los? Bislang können Käufer und Verkäufer sich nach Abschluss eines Geschäfts gegenseitig bewerten. Positiv. Neutral. Negativ. Der Mausfinger entscheidet.
Schnell geliefert? Lausig verpackt? Guter Service? Kunden haben eine Menge zu bewerten. Aber umgekehrt? Hauptsache, es wird pünktlich bezahlt, könnte man meinen. Mehr erwartet ein Verkäufer von seinen Kunden doch im Grunde nicht. Was soll der also eigentlich bewerten?
Diese Frage hat sich auch der neue eBay-Chef gestellt, und er will die Bewertung der Käufer abschaffen, vermutlich schon im Frühjahr. Oder besser: John Donahoe will neutrale und schlechte Bewertungen von Käufern abschaffen. Völlig zu Recht, wie ich finde. Denn in der Praxis war es meistens so, dass Händler, die sich von einem Kunden eine schlechte Beurteilung eingefangen haben, dann den Spieß einfach umgedreht haben.
Und darüber beschweren sich nun Händler? Man fasst es nicht. Ich kenne keine passende Statistik, würde aber davon ausgehen, dass mehr Kunden als Verkäufer bei eBay geprellt werden. Sicher, auch Verkäufer werden reingelegt. Aber eine offizielle Beschwerde bei eBay, dass ein Kunde doch nicht bezahlt hat, ist nach wie vor möglich. Ansonsten: Geschäfte über Treuhandkonten abwickeln, und alle sind zufrieden.
Nein, ich denke, Kunden und Konsumenten ganz allgemein sollten auf jeden Fall die Möglichkeit haben, sich unbeschwert über ihre Erfahrungen und Eindrücke austauschen zu können. Sind alle Bewertungen fair? Natürlich nicht. Aber das muss einen Händler im Zweifel anspornen, noch besser zu werden.
Hallo Herr Schieb,
eigentlich bin Ihrer Meinung und die von Ebay.
Ich sehe aber nicht nur die Beschwerde, wegen der Zahlungsmoral, nein viel schlimmer sind die Spass Käufer, oder diejenigen die von das Rückgaberecht gebrauch machen, aber die Ware in einem schlechten Zustand zurück schicken.
Wie kann man dann der Verkäufergemeinde mitteilen, das ein schwarzes Schaaf unterwegs ist.
Es ist nicht ganz gerecht so, ich kann da nur aus Erfahrung schreiben, meine Bewertung war 100% bis eine negative Bewertung nach vier Wochen der Auslieferung kam, Grund das Paket war beschädigt der Kunde hat das Paket selber nicht angenommen sondern sein Nachbar, nach vier Wochen der Lieferung konnte ich, keine Beschwerde beim Paketdienst mehr einreichen.
Ebay sagt Pech gehabt.
Ich denke das Bewertungssystem muss Grundsätzlich neu überdacht werden.
Horst aus Aachen am 6.02.08 21:28
Ich habe als Käufer einem Händler eine neutrale Bewertung gegeben, weil er die Ware erst nach 1 Monat verschickt hat und mir dafür von ihm eine negative Beurteilung eingehandelt. Mein Punktestand ist somit seit Jahren negativ (<100%). Ich finde, dass dieses Bewertungssystem überarbeitungswürdig ist. Es sollte ein ebay-Gremium geben, dass sich einer gerechten Beurteilung widmet, auch wenn das etwas kostet (Umlage allgemein, pro Fall - Käufer/Verkäufer je nach Beschwerdeführung).
Hans Suppé am 6.02.08 22:26
Ich verkaufe seit 4 Jahren bei eBay (momentan 634 positive Bewertungen) und habe noch nie eine negative Bewertung erhalten.
Warum?
Vermutlich deshalb, weil ich meine Artikel ehrlich und so genau wie möglich beschreibe und bei den Versandkosten nicht "abzocke".
Ich begrüße diese neue Regelung, denn welcher Verkäufer regt sich darüber auf, wenn er ehrlicher Natur ist?
Christian aus Brunsbüttel am 7.02.08 0:05
Also bei den Leuten, die hier so positiv über dieses neue Bewertungssystem lamentieren, haben offenbar keine Ahnung, oder müssen einfach nur ihren Senf dazu tun. Und der Typ, der da 634 positive Bewertungen erhalten hat, soll sich nicht wundern, wenn ein Kunde mal seine Ware nicht bekommt. Wie soll es dann weitergehen ? Willst du die Ware auf deine Kosten dem Kunden nochmal schicken ? Oder eine negative Bewertung dafür kassiern, obwohl es nicht dein verschulden ist ? Und das dumme Gerede, dass der Verkäufer ja nichts zu verlieren hat, ist auch aus dem Mund eines Amateurs. Jede Listung bei eBay kostet den Verkäufer Geld. Es kann also in Zukunft jeder dusselige Kunde drauf losbieten und nimmt dann die Ware nicht ab. Der Verkäufer kann nichts tun. Hat nur seine Arbeit, muss jeden unbezahlten Artikel bei eBay melden, bekommt zwar die Provisionen von eBay zurück, bleibt aber mit den Einstellungskosten sitzen. Die ersetzt nämlich eBay nicht. Und ein Powerseller kann so monatich echt viel Geld verlieren. Ist das dann plötzlich alles legitim und egal ?
Leute, bevor ihr wild drauf los eure Kommentare zu diesem Thema schreibt, analisiert die Sache mal etwas intensiver. Ciao!
Herby am 7.02.08 8:32
Bei gewerblichen Verkäufern mag eine solche Änderung gerechtfertigt sein, aber für den privaten Verkäufer, der nur seinen Keller ausräumt, gibt es dann kaum eine Möglichkeit sich gegen ungerechtfertigte und erpresserische Bewertungen zu wehren. Denn immer, wenn es zum Konflikt kommt hält EBay sich fein raus. Was dringend geändert werden muss, ist die unendliche Gültigkeit der Beurteilungen.Innerhalb von 2 - 3 Jahren kann sich das Verhalten von Käufern wie auch Verkäufern gewaltig ändern.
Dirk Overmans am 7.02.08 10:30
Hallo,
Ende vergangen Jahres habe ich eine Auktion beobachtet, bei der sich im Nachhinein Spaßbieter mit einem Verkäufer einen üblen Scherz erlaubt haben - Teleskop auf 7000 € hochgejubelt (siehe Komentar):
Also ich denke mal, die "Bucht" täte gut daran bei weniger als 10 Verkäufen/Jahr dem Verkäufer weiterhin die Bewertung zu erlauben - professionelle Verkäufer müssen halt damit leben --> "unternehmerisches Risiko" - aber dem Privatmann ist mit dem neuen Ansatz nicht geholfen.
Frank am 7.02.08 10:34
Seit vielen Jahren verkaufe ich bei ebay meine gebrauchten Bücher und CDs.
Da kommt es schon mal vor, dass jemand sich weigert zu bezahlen und mich dann noch beschimpft und mir eine schlechte Bewertung gibt.
Wo ist da bitteschön die Gerechtigkeit?
Ich habe 2 negative Bewertungen von Leuten erhalten, die nicht gezahlt haben...da verstehe einer den Sinn von Bewertungen.
Nerthus am 7.02.08 10:41
Das ist eine gute Maßnahme von ebay, wenn sie denn tatsächlich durchgesetzt wird.
Ich habe als Käufer die Erfahrung gemacht, dass ein Verkäufer mich negativ bewertet hat, obwohl er sein Geld unverzüglich bekommen hat. Da ich die Ware nie bekommen habe, habe ich ihn mit negativ bewertet. Diese Bewertung wurde aber von ebay offensichtlich gelöscht, tauchte in der Statistik jedenfalls nie auf. Der Verkäufer war ein sogenannter ebay-shop. Wenn ein Käufer bezahlt hat ist es für mich ein Unding, dass er negativ bewertet werden kann.
Achim am 7.02.08 12:09
Ich bin Veerkäufer und ein ehrlicher Nutzer.
Spaßbieter hatte ich schon eine Menge.
Der aktuelle Fall ist aber absolute Spitze.
Ein Käufer aus den Staaten bietet auf 4 Artikel. Als ihm die Portokosten (reine Portokosten der Post ohne Verpackungsaufschlag)mitgeteilt werden, kommt lapidar eine Email, dass er jetzt doch nicht kaufen möchte.
Dann erfragt er am 31.01.2008 die Zahlungsmodalitäten und gibt am 06.02.2008 bei Ebay an, dass er am 15.01.2008 (also 2 Wochen vor dem Erfragen der Zahlungsmodalitäten) das Geld abgeschickt hätte, was jedoch bis heute nicht bei mir ankam.
Am 07.02.2008 bewertet er mich als Verkäufer negativ.
Und, wie seine Bewertungen zeigen, macht er dieses Spielchen öfter.
So einen Kunden sollte man weiter bewerten dürfen, damit man ihn gleich als Bieter ausschließen kann.
Jan Ossowicz am 7.02.08 13:07
Ich halte die Änderung für richtig. Einen gewissen Bodensatz von Querschlägern wird es immer geben, und die treffen alle Verkäufer gleichmäßig. Unterbunden wird mit der Änderung dagegen die mehr oder weniger unterschwellige Drohung mit einer Rachebewertung, die von gar nicht so wenigen Verkäufern dazu benutzt wird, ihr Profil "sauber" zu halten.
Die Bewertungsprofile werden insgesamt aussagekräftiger werden, wenn niemand mehr aus Sorge um sein Profil berechtigte Bschwerden runterschluckt.
Im übrigen lassen sich Bewertungen seit Jahr und Tag kommentieren, und wenn man einen roten Punkt von einem notorischen Bewertungsrambo eingefangen hat, kann man sachlich darauf hinweisen - die meisten potentiellen Käufer wissen das sehr wohl richtig zu deuten.
Hans am 7.02.08 13:41
ebay ist ein verseuchtes überkommenes Konzept die Hilflosen versuche es noch zu retten sind Ruhrend aber zu Spät. Ebay schützt nur seine eigenen interessen und das ist eben kein tragfähiges Konzept. Tschüß ebay
jpschulze am 8.02.08 6:58
Leider haben viele Schreiber keine Ahnung, wie sehr diese Änderung des Bewertungssystems Einfluß nehmen wird auch auf die Bewertungsprofile der seriösen Gewerbetreibenden, die nicht nur an einem kurzzeitigen Erfolg auf der Ebay-Plattform interessiert sind.
Es wird gerne behauptet, daß mit der Bezahlung des Käufers die Angelegenheit erledigt ist und daher der Verkäufer kein Anrecht auf eine negative Bewertung mehr hätte. Das ist aber wegen des gesetzlich vorgeschriebenen Widerrufs-/Rücktrittsrechts eben nicht zutreffend! Wenn nach der Zahlung die Ware in einem gebrauchten, also wertmindernden Zustand zurückgeschickt wird, dann beginnen oft erst die richtigen Probleme. Es ist schwierig genug, eine Wertminderung korrekt festzustellen, aber daß dieser reduzierte Kaufpreis auch vom Käufer akzeptiert wird, ist kaum auf Anhieb zu erwarten. Bisher wird hier fleißig zu feilschen versucht, künftig wird der Verkäufer einfach negativ bewertet und er kann sich nicht einmal dagegen wehren, weil die Käufer ja nichts mehr zu befürchten haben. Damit bekommen die Käufer ein unnötiges Druckmittel in die Hand, um den Verkäufer zum Nachgeben zwingen zu können.
Das eigentliche Ziel, die schwarzen Schafe unter den Verkäufern mit deutlich mehr sichtbaren negativen Bewertungen hervorzuheben, wird verfehlt werden, wenn nämlich alle Bewertungsprofile mehr oder weniger schlechter ausfallen werden. Ändert sich aber bei allen etwas, dann fallen die größeren Änderungen bei denen, die Negativbewertungen verdient haben, kaum mehr auf. Es gibt dann nicht mehr Verkäufer mit ganz wenigen negativen Bewertungen, sondern diese werden zum Normalbild werden. Damit schwindet aber auch die Aussage- und Unterscheidungskraft. Ein guter Ruf ist manchmal entscheidend, um sich gegen die Konkurrenz abzuheben, wenn z.B. alle ähnliche Preise haben.
Es gibt sicherlich einige Verkäufer, die das Bewertungssystem mißbrauchen. Diese "Rachebewerter" lassen sich aber problemlos ermitteln (immerhin folgt hier eine Negative als Reaktion auf eine neutrale oder negative Bewertung durch einen Kunden) und Ebay könnte diese Verkäufer bei Überschreiten eines bestimmten Schwellenwerts ermahnen oder sogar im Wiederholungsfall ganz aussperren. Damit wäre allen geholfen, ohne das bestehende Bewertungssystem gleich vollständig abzuwerten. Hier aber wird nur einseitig verändert und die ehrlichen Verkäufer sind dann die Dummen.
Als Geschäftsführer einer Firma, die u.a. auch über Ebay verkauft und seit Jahren ein 99,9% Profil vorzuweisen hat, habe ich ein vitales Interesse, daß unsere Stammkunden nicht das Gefühl haben, daß wir uns in Service und Kundenbetreuung verschlechtern. Für uns gab es in den letzten 12 Monaten keine einzige Negativbewertung, weil wir die Handvoll Problemfälle zur Zufriedenheit der Kunden klären konnten, bevor eine Bewertung abgegeben worden ist. Am Schluß waren also beide Seiten zufriedengestellt. Künftig werden aber auch wir sicherlich übereilt abgegebene Negativbewertungen abbekommen, z.B. wenn ein versichertes Paket auf dem Postweg verloren geht oder zu spät beim Kunden eintrifft oder wenn originalverpackte Neuware beim Kunden nicht funktioniert. Dies darf man aber doch nicht den Verkäufern ankreiden, auch wenn dies manche Kunden so sehen.
Wer nun argumentiert, daß diese Änderung ja gleichermaßen alle Verkäufer betrifft, der irrt. Jene Gruppe an Verkäufern, denen Bewertungen bisher schon egal waren, weil es nur darum ging, möglichst billig zu verkaufen und bei denen Service nach der Lieferung ein Fremdwort ist (z.B. beim Widerruf oder einem Gewährleistungsfall), werden zwar mehr negative Bewertungen bekommen, aber dennoch so weitermachen wie bisher. Nur die seriösen Verkäufer bekommen diese Veränderung wirklich zu spüren - aber nicht im guten.
R.Federle am 8.02.08 21:22
Ich möchte die Gelegenheit nutzen, hier einen Diskussionsbeitrag zu wiederhiolen, den ich im selben Wortlaut auch direkt im Diskussionsforum bei Ebay eingestellt habe:
Durch meine eigene langjährige Tätigkeit als Einzelhändler beobachte ich - wie viele Kollegen - seit langem eine stetig wachsende Zahl unverschämter bzw. unseriöser Kunden, die durch ihr Verhalten immense wirtschaftliche Schäden verursachen. Nicht selten übersteigt der Schaden durch die Rücksendung unsorgfältig behandelter (Neu-)ware die ursprüngliche Handelsmarge um ein Vielfaches. Ich kann daher den lauten Aufschrei gerade der professinellen Ebay-Händler gegen die Abschaffung der negativen Käuferbewertungsmöglichkeit sehr gut verstehen.
Eines wird in der aktuellen Diskussion und Berichtserstattung in den Medien m.E. aber bisher komplett übersehen: Moral- und anstandslose Kunden schädigen letztlich zuvorderst ja nicht die Händler. Denn der Handel ist logischerweise gezwungen die so entstehenden Kosten in der allgemeinen Preiskalkulation durch Umlage zu berücksichtigen - im Endeffekt zahlt also der anständige Kunde die Zeche und ist letztendlich der Dumme.
Wir reden hier im Grunde also von nichts anderem als einem üblen Schmarotzertum zu Lasten anständiger Kunden und zu Gunsten verantwortungslos agierender Zeitgenossen. Und Ebay ist gerade auf dem besten Wege dazu, diesen Schmarotzern ihr Leben noch leichter zu machen!
Bei konsequenter Überlegung entsteht also der Eindruck, dass es gerade diese Schmarotzer sind, um die Ebay durch die neuen Bewertungsregeln verstärkt buhlt und von denen sich Ebay einen neuen Aufschwung verspricht.
Dies erscheint mir, mit Verlaub gesagt, sehr kurzsichtig. Bei aller negativen Gesamttendenz in Sachen Moral und Anstand - die Anständigen stellen immernoch die weitaus große Mehrheit. Und diese anständigen Kunden zu benachteiligen bzw. im Endeffekt schlicht zu schädigen, kann einem langfristigen guten Ruf und Erfolg von Ebay m.E. nicht förderlich sein.
Gegenvorschlag:
Warum modifiziert Ebay das Bewertungsverfahren stattdessen nicht einfach folgendermassen:
Die Bewertungen sowohl des Käufers als auch des Verkäufers zu einem Geschäftsvorfall werden erst veröffentlicht, wenn beide Bewertungen vorliegen.
Die Einführung dieses Verfahrens wäre technisch sehr einfach zu lösen und hätte den klaren Vorteil, dass Rachebewertungen so gut wie ausgeschlossen sind. In einem solchen System würde ein Verkäufer (in Unkenntnis einer negativen Gegenbewertung) wohl nie ohne einen wirklich triftigen Grund einen Kunden negativ bewerten und damit die Aussicht auf eigene weitere Geschäfte mit diesem Kunden zunichtemachen.
Und gleich noch eine Modifikation bzw. Ergänzung zu diesem Vorschlag:
Liefert eine Partei ihre Bewertung nicht innerhalb einer fest gesetzten Frist ab, verliert sie ihren eigenen Anspruch auf eine Bewertungsmöglichkeit und es wird nur die Wertung des Geschäftspartners veröffentlicht. Das erhöht den Druck auf alle Beteiligten, zügig eine Bewertung vorzunehmen und damit eine zeitnahe Veröffentlichung zu ermöglichen.
Hat über diese simple, eigentlich auf der Hand liegende Lösung im Hause Ebay tatsächlich bisher noch niemand nachgedacht? Falls doch: Was spricht dagegen? Falls aber tatsächlich nein: Technische Machbarkeit prüfen und schleunigst umsetzen - und natürlich nicht vergessen ein dem Umsatzvolumen von Ebay angemessenes Honorar an mich zu entrichten ;-)
F. Wagler am 12.02.08 2:43
Die Lösung zu dem hier angesprochenen Problem, wäre ein qualifiziertes Bewertungssystem.
Käufer
======
Käufer können sich bis heute keine objektive Meinung über den Vertragspartner bilden, da das Bewertungssystem von eBay lediglich ein Durchschnittswert aufzeigt, in wie weit es in der Vergangenheit zu Unstimmigkeiten kam. Da die Historie auch noch zeitlich gebunden ist (ca. 6 Monate), können frühere Negativ-Bewertungen nicht mehr abgerufen werden. Die Tatsachen werden hier stark verschleiert.
Verkäufer
=========
Der Internet-Handel für Gewerbebetreibende ist kein Zuckerschlecken. Anders als der Käufer kann sich der Verkäufer seine Kunden nicht aussuchen. Willigt der Käufer (trotz seiner negativer Bewertungen) den Kaufvertrag ein, ist dieser umgehend bindend. Der Verkäufer hat zu keiner Zeit die Möglichkeit, den Kaufvertrag als nichtig zu erklären.
Rücknahme von Bewertungen
=========================
Das größte Manko des Systems von eBay ist, das bei Unstimmingkeiten die kompletten Bewertungen aus beiden Profilen gelöscht werden. Die Beurteilung, wer am Scheitern des Kaufs schuld trägt, bleibt also offen. Man kann "Interessenten" nur empfehlen nach den Hinweisen in den Profilen zu suchen, wie viele Bewertungen bereits zurückgenommen worden sind (immer im Vergleich Käufer Verkäufer ).
Da der Hinweis nicht auf den ersten Blick ins Auge springt, wird auch hier wieder das Profil in den meisten Fällen positiv aufgewertet.
Qualifiziertes Bewertungssystem
===============================
Hätte das Auktionshaus ein qualifiziertes Bewertungssystem, das den User bei der Suche eines Artikels unterstützt, wäre die Problematik hier schnell vom Tisch. Oder wer kauft schon gerne von einem Händler, der das Geld kassiert, aber die Ware nicht rausgibt. Oder wie gerne würden Händler zur EM Flachbildschirme verkaufen, die nicht innerhalb 14 Tagen (und das auch noch beschädigt) ohne Angabe von Gründen zurückgegeben werden.
Ein simples Bewertungssystem wäre schon mit weniger als 5 Fragen abgedeckt:
- Ware erhalten [ja/nein]
- Geld erhalten [ja/nein]
- Artikel entspricht Angebot [1..6]
- Dauer der Lieferung [1..6]
Wann hat ein Bewertungssystem überhaupt einen Nutzen?
Um den Usern glaubhaft zu machen, dass das System funktioniert, muss das Konzept eines qualifizierten Bewertungssystems in die Artikelsuche / den Artikelkatalog mit aufgenommen werden. Es muss sofort ersichtlich sein, das dem Käufer als auch dem Verkäufer das "Recht" eingeräumt wird, gezielt nach einem passenden Artikel und Vertragspartner zu suchen.
Ob das mit geltendem Recht unter einen Hut gebracht werden kann, müsste man natürlich erst einmal prüfen.
Zudem dürfte ebay die subjektive Meinungsäußerung in Bewertungen nicht mehr anbieten. Hier finden die meisten Rechtsstreitigkeiten Ihre Früchte (Rufmord, Verleumdung, geschäftsschädigend Aussagen...).
S. Schweiger am 17.02.08 17:33
Der Autor verkauft sicher nichts bei eBay und ist noch nie von Käufern erpresst worden. Bei eBay gibts genug Käufer,die einen Artikel kaufen, weglicken und danach nach Rabatt schreien, zu dem der VK nicht liefern kann. Der Autor schreibt schnell und viel, denkt aber leider nicht genug nach und wird hoffentlich auch mal Opfer der Geil-ist-geiz-Käufer, die bei eBay Verkäufer anschwärzen, weil Sie es am allerliebsten umsonst haben wollen.
Schulnote für den Beitrag: 5 minus
ichwersonst am 12.07.08 4:06
Zum Anfang dieses Eintrags
Zum Seitenanfang
Das Bild ist aus dem 15. Jahrhundert - und entfacht im 21. Jahrhundert einen handfesten Streit, weil das Bild in der Online-Enzyklopädie
Wikipedia zu sehen ist. Die Miniatur zeigt das Gesicht des Propheten
Mohammed. Allerdings verbietet der Islam, ein Bild von Mohammed oder den anderen Propheten zu zeigen. Viele Gläubige fühlen sich deshalb durch den Wikipedia-Eintrag beleidigt. Es gibt sogar bereits eine
Online-Petition, die Wikipedia auffordert, die Bilder zu entfernen.
90.000 Muslime haben bereits virtuell unterschrieben. Wikipedia will zwar auf der einen Seite nicht die Gefühle der gläubigen Muslime verletzen, auf der anderen Seite aber auch nicht auf die Bilder verzichten - und erklärt das haarklein auf einer
eigenen Seite.
Nun wird online diskutiert und argumentiert, ob und wie man die Regeln des Islam auszulegen hat.
Nur weil irgendwelche Spinner Hirngespinsten nachlaufen und meinen es gebe irgendwelche Götter, soll der normal denkende Mensch in seinen Handlungsweisen eingeschränkt werden?
Die Intoleranz der Islamisten ist vollkommen inakzeptabel.
Karl am 6.02.08 14:16
Das kollektive Beleidigtsein gewisser Bevölkerungsgruppen nimmt unerträgliche Ausmaße an. Es gibt Milliarden von Menschen, die nicht dem Islam angehören, und die müssen sich auch nicht an dessen Glaubensgrundsätze halten. Die Meinungsfreiheit hat Vorrang. Auch mir - ich bin Katholik - gefallen viele schmähende und verletzende Äußerungen über meinen Glauben nicht. Aber mein Glaube hat mich mit so viel Toleranz ausgestattet, daß ich so etwas gut ertragen kann. Im übrigen geht es hier nicht einmal um Beleidigung, sondern nur um eine Abbildung. Auch wir Christen sollen uns kein Bild von Gott machen. Wenn aber jemand wieder einen alten Mann mit Rauschebart zeichnet und sagt, das sei Gott, lachen wir darüber (ich jedenfalls kann darüber lachen) und fahren nicht etwa mit Teppichmessern bewaffnet zum nächsten Flughafen.
Rainer am 6.02.08 14:39
die laufen doch nicht ganz rund! die sollen erstmal bei sich für Frieden sorgen und sich dann über Bilder aufregen. Schließlich schicken wir denen jährlich Millionen an Förder- und Aufbaugeldern.
Freddyworks am 6.02.08 14:41
Was bilden sich diese Muslime eigentlich ein. Die, die hier leben haben zu akzeptieren, das Bilder über jede Relegion und ihrer Gründer veröffentlich werden können. Ob es sich dabei um Mohammed oder irgend eines anderen Religionsstifters handelt. Es waren halt alles Menschen des öffentlichen Interesses und damit hat es sich.
Mueller am 6.02.08 18:42
Ich beglückwünsche WIKIPEDIA zu seiner unbeugsamen Haltung. Endlich mal jemand, der nicht sofort einknickt und zu Kreuze kriecht, wenn ein Moslem die Stirn runzelt. Leider vermisse ich bei unseren Schwachmaten in den politischen Gremien von Bund, Ländern und Gemeinden auf diesem Gebiet jegliches Rückrat. Kein Wunder, dass die Forderungen von Moslems gegenüber Andersgläubigen immer dreister werden. Toleranz ist unbekannt. Entgegenkommen wird als Schwäche ausgelegt und ausgenutzt. Ein gegenseitiges Geben und Nehmen der unterschiedlichen Kulturen im Alltag? Sorry – das habe ich noch nicht erlebt und wird von unseren Schwachmaten auch nicht ernsthaft eingefordert. Ach übrigens – ich bin auch beleidigt, und zwar wenn ich an die Erschwernisse und Gefahren für Leib und Leben bei der christlichen Religionsausübung in den muslemischen Ländern denke.
casalingo am 6.02.08 23:14
Was für ein Schwachsinn. Die haben doch echt mal den Turban ab. Sonst aber keine Probleme?
Traurig nur, daß wir uns mit so einem Mist auseinanderseten müssen. Einfach ignorieren.
Stefan am 7.02.08 14:52
Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen!!! Viel zu viele Muslime sind derart intolerant und verbohrt, dass sie gleich zum "heiligen Krieg" aufrufen wenn sie sich in ihrer kruden Weltanschauung gestört fühlen. "Und willst du nicht mein Bruder sein, dann schlag ich dir den Schädel ein." scheint ihr Lebensmotto zu sein.
Wenn ihnen die Lebensweise in Europa nicht passt, sollen sie doch in den Iran oder so gehen. Und dort bleiben!!!
Da können sie dann auch wieder ganz legal Frauen unterdrücken, schlagen und "Ehrenmorde" begehen.
Allen anderen, recht schaffenden Menschen, egal welche Weltanschauung sie haben, rufe ich zu: Null Toleranz gegenüber Intoleranz!
UND
Lasst euch nicht die Butter vom Brot nehmen. Sonst wedelt irgendwann der Schwanz mit dem Hund!
Michael am 7.02.08 16:52
Hier hab ich einen, wie ich finde passenden Kommentar auf der Petitionsseite gefunden:
# 109,095:
Feb 7, 2008, Anonymous , California
Please remove your bombs from the women and children too please.. It offends me that your religion likes to blow people up ( as it seems today at least). So remove the bombs and maybe we'll remove the pictures.
Stimmt zwar nicht ganz, aber trotzdem finde ich dass da was dran ist.. Immer wieder sterben unschuldige Menschen durch fanatische Gläubige.. Aber dagegen gibt es keine Petitionsaktionen was?? Lächerlich..
Benjamin C. am 7.02.08 21:32
Ich unterstütze die konsequente Haltung von Wikipedia vollkommen.
Wo werden die Forderungen dieser Menschen Enden, die solche Bilder entfernt sehen möchten?
Vielleicht dort, das man das
original Bild, von dem ein Foto auf
Wikipedia zu sehen ist, welches 1436 gezeichnet wurde und wohl in der Bibliothèque Nationale in Paris hängt, am besten verbrennt?
Mich würde interessieren ob es wirklich die Breite Masse der Muslime stört oder nur eine Minderheit.
Aber im Grunde ändert es nichts an
meiner Meinung.
Laut Koran ist auch das Essen von Schweinefleisch verboten und ich
esse es (als nicht Moslem!) trotzdem ;-)
Somit schaue ich mir, als nicht
Moslem, auch ein Bild an, welches es lt. Koran nicht geben darf.
Moslems, die ihren Glauben leben und sich dadurch gestört fühlen,
sollen sich das Bild halt nicht ansehen oder www.wikipedia-durch-koran-zensiert.org
aufrufen.
Nils G am 10.02.08 0:46
Wikipedia ist doch so eine Art Online-Lexikon. Die Zeiten in der aus glaubensgründen historische Tatsachen oder wissenschaftlich Erwiesenes versteckt oder geleugnet werden mußte sind vorbei. Es lebe die Aufklärung. Auch wenn die arabische Halbinsel noch nicht in der Neizeit angekommen ist. Die sollen weiter gucken daß sie in ruhe ihre Kamele füttern und im Namen Allahs ihre Töchter verstümmeln und Frauen mißhandeln. Da mischen wir uns ja auch nicht ein. Auch wenn es unsachlich ist, aber das was die machen ist es auch. Wir sollten Wikipedia unterstützen und eine Petition zum Erhalt solcher Bilder ins Leben rufen. Denn sie sind nun mal Teil der Geschichte. Wenn die Moslems egal ob Türken oder Araber zu Ignorant oder zu dumm sind sich mit ihrer Geschichte auseinander zu setzen tut es mir leid. Ich als Christ bin auch nicht unbedingt stolz auch die Kreuzzüge oder die Inqisition. Aber auch sie sind Teil der Geschichte und ich habe noch nix von einer Petition gehört dies doch freundlicherweise mal wegzulassen....
Entschuldigt bitte die etwas überzogene Polemik aber soviel Dummheit und Ignoranz KOTZT mich an
Kay Franke am 12.02.08 13:49
Wenn doch nur unsere Politiker auch so standhaft wären wie Wikipedia.
Aber leider werden Sie wohl die Islamisierung mit allen Konsequenzen (Scharia) nicht aufhalten.
frank am 20.02.08 17:07
Kleinkind Alarm!
Niemand zwingt jemandem von Islam sich die fotos anzusehen *G*
deaktiviert doch extra die foto ansicht ^^ Oder sperrt das Bild für euren Pc. Ihr Muslime (ich weiß eigentlich ob das überhaupt so richtig ist?)(gilt nicht für alle sondern nur für extreme hardcore) führt euch nicht auf wie kleine Kids.
Wir sind eine Normal denkende Masse. Wir akzeptieren euch, aber wie erlauben es nicht, dass etwas was man nicht zu 100% weiß unser Leben beherrscht. Noch dazu habt ihr das Recht da zu sein, eure Kultur auszuleben wie ihr wollt. ABER!
Ihr dürft Religion nicht als Ausrede verwenden wie z.B für Dinge die gegen das Gesetz verstoßen. Wo ist eigentlich euer Problem? Seid friedlich, seid leise, lasst uns leben wie ihr wollt. Verhaltet euch so wie das Gesetz euch sagt. Wolltet ihr nicht, dass alle Menschen ein tolles Leben haben? Jeder kann ja eh machen was er will, solange er sich nach dem Gesetz richtet und er selbst mit den Konsequenzen auskommt.
Martin D. am 9.01.09 1:28
Zum Anfang dieses Eintrags
Zum SeitenanfangPermanente URL dieser Seite: http://wdrblog.de/joergschieb/archives/2008/02/06/
Der WDR ist nicht für Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.