WDR.de
Computer
Jörg Schieb
8.01.08
Schon seit etlichen Monaten laufen die Vorbereitungen. Jetzt ist die neue Suchmaschine
Wikia Search offiziell gestartet, als "Alphaversion", also noch im Vor-Vor-Stadium. Oft heißt es in den Medien, mit Wikia Search würde niemand geringerem als Google Paroli geboten. In Wahrheit ist aber erst mal nur eine weitere Suchmaschine an den Start gegangen. Zu den gut 1.000 Suchdiensten im Web gesellt sich eine weitere dazu. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Eigentlich erst mal nicht sonderlich spektakulär.
Wenn da nicht
Jimmy Wales wäre, der für Wikia Search verantwortlich zeichnet. Wales ist immerhin der Gründer von Wikipedia. Und mit Wikipedia ist es schließlich auch gelungen, den Markt der Nachschlagewerke durcheinander zu wirbeln. Ob Wikia Search ähnlich erfolgreich sein wird, wird sich noch zeigen. Derzeit sind alle aus der IT-Branche auf der CES (Consumer Electronic Show) in Las Vegas. Merkwürdigerweise ist Wikia Search hier kein Thema. Allzu ernst scheint man das Projekt erst mal nicht zu nehmen.
Das kann auch Vorteile haben, denn so kann sich der neue Suchdienst in aller Ruhe entwickeln. Wie bei Wikipedia setzt auch Wikia Search auf die Mitarbeiter der Nutzer. Wikia Search ist eine Mitmach-Suchmaschine. Mit allen Vor- und Nachteilen, die so ein Konzept hat: Wenn alle mitmachen können, ist das irgendwo demokratisch, bietet aber auch Möglichkeiten der Manipulation, eines der größten Probleme, mit dem sich Wikipedia derzeit rumschlagen muss.
Allzu gut funktioniert Wikia Search derzeit noch nicht. Wer "Schieb" eingibt, bekommt als erstes meine private Homepage präsentiert. Prima. Aber wer Wikia Search zum Beispiel nach "WDR" befragft - immerhin der größere Name -, der bekommt auf Platz 1 eine Webseite der "Wyker Dampfschiff Reederei" präsentiert. Ich bezweifle mal, dass danach die meisten Leute suchen. ;-)
Ob sich das durch die Mitmachfunktion rasch ändert, wird sich zeigen.
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