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Computer
Jörg Schieb
3.01.08
"Standortpeilung" ist eins der ganz großen Themen dieses Jahr. Nicht allein, um mit dem Handy in der Hand einen Stadtplan abrufen zu können (was natürlich sehr praktisch sein kann), sondern auch, um zum Beispiel Fotoaufnahmen nicht mit Zeit und Datum, sondern eben auch mit Ortsangaben zu versehen.
Das Problem: Ein GPS-Modul ins Handy einzubauen ist a) recht teuer und kostet b) auch ziemlich viel Energie. Der Akku ist rasend schnell leer, wenn man die GPS-Funktion nutzt.
Deutlich genügsamer ist die Peilung über die Funkmasten der Mobilfunkanbieter. Das ist zwar ungenauer (in der Stadt auf wenige Meter, auf dem Land auf wenige Dutzend Meter) entlastet aber den Akku - und kostet nichts extra.
Apple bastelt gerade an einer Firmware 1.1.3, die wohl demnächst für das iPhone angeboten wird. Dann kann das iPhone seine aktuelle Position ermitteln - ohne Extra-Hardware. Einige
Videos des Bloggers Gizmodo zeigen, wie das aussieht.
Überschrift: "iPod kann bald Standort ermitteln"
Sie meinen wohl iPhone anstatt iPod.
Holger am 3.01.08 12:29
Hier stehts richtig, das iPhone kann den Standort ermitteln, nicht der iPod (touch). ;)
Eine sehr nette Technik und eine schöne Alternative zu GPS. Das Akku-Problem kann ich nämlich auch bestätigen.
Gerade beim iPhone ist die Akkulaufzeit ja eh etwas, worauf man achten muss. Durch die Technik bedingt, zieht es ja eh einiges an Strom. Da kommt diese Technik gerade gelegen.
ukroell am 3.01.08 12:39
Über die neue Funktion der Standortanzeige in Google-Maps wird bereits viel spekuliert und ebensoviel Unfug verbreitet. Gearlive, die eine Beta-Version der Firmware 1.1.3 ausführlich getestet haben, versteigen sich sogar zu der Behauptung, der Standort des betreffenden iPhones würde "trianguliert".
Keine Handy-Software der Welt verfügt über eine derartige Funktion. In den Mobilfunknetzen werden die Verbindungen über Funkzellen aufgebaut. Meldet sich ein Funktelefon durch Einschalten des Geräts im Netz an, wird in der Netzdatenbank automatisch der Standort des Geräts erfasst und an das Gerät zurückgemeldet. Um gegenseitige Störungen auszuschließen, wird jede Einzelwabe mit einer anderen Frequenz betrieben, eine Triangulation mit einem Handy ist daher technisch nicht möglich.
Die für das iPhone entwickelte Google-Maps-Software nutzt den zurückgemeldeten Standort des Sendemastes der Funkzelle und suggeriert mit kreisförmiger graphischer Darstellung der Wabe den vermeintlichen Standort des iPhones.
Die tatsächliche Standortpeilung ist den Netzbetreibern und den Strafverfolgungsbehörden vorbehalten.
Enrique Bergemann am 3.01.08 15:10
Für GPS-Tracking gibt es bereits eine Freeware für eine stattliche Anzahl Mobiltelefone: TrekBuddy. Seit Version 0.9.68 kann diese auch die vom Provider o2 ausgesendete Gaus-Krüger Koordinaten der Basistationen verwerten, eine zusätzliche GPS-Bluetooth-Maus ist nicht mehr erforderlich. Erste Ergebnisse zeigen aber, dass der tatsächliche Standort auch schon mal um einen Kilometer neben dem im Telefon errechneten Standort liegt. Für eine vernüftige Standortermittlung ist dies zu ungenau. Da die Berechnungen im iPhone mit den gleichen Basiswerten kakuliert werden (Standort BTS, Signallaufzeiten), wird auch das iPhone keine genaueren Ergebnisse liefern können.
Helmut am 3.01.08 17:05
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