Der amerikanische Onlinedienst Facebook wächst derzeit schneller als alle anderen sozialen Netzwerke: Über 400 Millionen Menschen sind
nach eigenen Angaben weltweit bereits registriert. In letzter Zeit lässt sich Facebook immer neue Dinge einfallen, um seine Mitglieder bei Laune zu halten und enger an sich zu binden.
Wenn es stimmt, was der in der Regel bestens informierte Blog
techcrunch berichtet, plant Facebook, schon sehr bald einen eigenen E-Mail-Dienst einzuführen. Bislang können sich Facebook-Benutzer nur untereinander Nachrichten zuschicken.
Diese Beschränkung soll offenbar fallen. Schon bald könnte dann jeder E-Mails mit der Absenderkennung @facebook.com verschicken. Für alle, die sich sowieso ständig bei Facebook aufhalten, vermutlich eine verlockende Perspektive - obwohl gerade erst ein
ernsthaftes Sicherheitsleck in den sozialen Netzwerken entdeckt wurde.
Einen eigenen Mail-Dienst in Facebook zu integrieren, ist aus Sicht des Netzwerks ein schlauer Schachzug, denn die meisten User halten ihrem Mail-Anbieter lange Zeit die Treue. Die Bindung wird also enger.
Gleichzeitig handelt sich Facebook aber auch Probleme ein. Denn E-Mail ist ein schwieriges Geschäft. Wie genau das alles aussehen wird, ob man auch per POP3 oder IMAP auf seine Mails wird zugreifen können (etwa mit dem Handy) oder nur über die Oberfläche von Facebook, das steht noch nicht fest. Facebook ist aber kein kleiner Fisch im Teich, sondern ein Hai - und muss sich deshalb mit anderen Haien messen lassen. Nur ein bisschen E-Mail, das wird wohl nicht gehen, sofern man Erfolg haben möchte.
Einfach wird es nicht. Als Anbieter muss man sich mit Spam-Problemen und Hack-Angriffen rumschlagen. Außerdem ist es ein teurer Spaß, als Mail-Provider aufzutreten - und es stellt sich erneut die Frage, wie Facebook eigentlich Geld verdienen will. Aber irgendeine Idee wird Facebook-Gründer Mark Zuckerberg wohl sicher haben. Er verrät sie nur nicht.
Wieso Geld verdienen überlegen. Der Mann sitzt auf einem Goldesel, der auf einem Silberberg steht. Millionen Personen mit teilweise detailiert aufgeschlüsselten und offen dargebotenen sozialen Strukturen und Befindlichkeiten ... eine Heerschar von Commercials lechzt geradezu nach diesen Daten. Er muß den Vertrieb dieser Daten nur sehr geschickt anbringen. Eine gute Möglichkeit hierzu hat er ja schon: nen API um eben diese Daten abzugreifen. Dem Anwender wird das natürlich als tolle Möglichkeit verkauft darüber auch mit anderen Programmen oder selbsterstellten Services, via Scripting per zb. Ruby, Python, Perl und Co. darauf zugreifen zu dürfen. Der Umfang und die Möglichkeiten ist doch nur durch die dann vergebenen Rechte beschränkt. Wer zahlt kriegt halt mehr "Freiraum".
Carsten Werner am 5.02.10 18:02
Datenschutz?
Ich für mein Teil setze als Browser den FIREFOX (mit den AddOns Ghostery, NoScript und Addblock+) ein. Auf diese Weise haben die sogenannten "Tracker" keine Chance..
Andree am 6.02.10 10:00
Facebook will Nutzerdaten zu Geld machen und alles was dazu beiträgt wird auch umgesetzt. Schön zu sehen war das vor kurzem als Facebook die Privatsphäreneinstellungen gelockert hat, damit mehr Seiten aufrufbar und dadurch monetarisiert(Werbeklicks) werden können.
Franz am 7.02.10 18:18
Daran ist ja nun auch nichts verwerflich. Jedes Unternehmen muss sich finanzieren. Mich interessiert vor allem ob FB an besondere Features denkt oder nur auf Grund der Bereits vorhandenen Kunden den Service tragen möchte.
Hendrik am 9.02.10 0:51
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Sorgenfalten auf der Stirn sind für Datenschützer nichts Ungewöhnliches - doch diesmal haben sie wirklich allen Grund dazu. IT-Experten vom Isec Forschungslabor haben ein Sicherheitsproblem entdeckt, das wirklich bedenklich ist. In einem 15-seitigen Aufsatz (
PDF) beschreiben die Experten ausführlich und verständlich, wie sich mit vergleichsweise geringem Aufwand (und das macht es so erschreckend) jeder Benutzer von Social Networks im Web "entanonymisieren" lässt.
Entanonymisieren - klingt nicht gut, und ist auch nicht gut. In der Praxis bedeutet das nämlich, dass jede Webseite, die entsprechend präpariert wurde und die in der Studie erwähnten Tricks anwendet, die Identität jedes Datensurfers ermitteln kann, der vorbeikommt. Da könnte man auch mit dem Personalausweis vor der Webcam rumwedeln... Der Trick erlaubt, ganz konkret herauszufinden, dass Person xyz mit dem Profil auf Xing, Facebook oder Co. vorbei schaut.
Potenziell betroffen und damit gefährdet sind alle, die sich in sozialen Netzwerken tummeln und dort sozialen Gruppen angeschlossen haben. Es gibt Tausende solcher Gruppen, zu jedem nur denkbaren Thema. Hier treffen sich Leute, um sich auszutauschen oder zu informieren.
Durch das Surfverhalten in den sozialen Netzwerken und den Besuch von Gruppen entsteht eine Art Fingerabdruck. Dieser Fingerabdruck ist normalerweise unsichtbar, kann aber durch einen Trick sichtbar gemacht und dann analysiert werden - bis zur Enttarnung, bis zur Feststellung der konkreten Identität ist es dann nur noch ein erstaunlich kleiner Schritt.
Das klingt komplizierter, als es ist - leider. Es braucht nur relativ simple Programme, um den Fingerabdruck zu lesen und auszuwerten. Möglich wird das alles deswegen, weil zum einen die sozialen Netzwerke verraten, wer in einer Gruppe Mitglied ist - und zum anderen alle Browser einer Webseite auf Nachfrage mitteilen, welche Webseiten in der Vergangenheit angesteuert wurden. Wer diese Erkenntnisse geschickt miteinander kombiniert, hat schnell herausgefunden, wer auf einer Webseite vorbeisurft.
Die Folge: Im günstigsten Fall erscheint perfekt auf einen zugeschnittene Werbung. Im ungünstigsten Fall jubeln einen Betrüger konkrete Software unter, um einen weiter auszuspionieren, auch Phishing-Angriffe lassen sich auf diese Weise perfektionieren. Man kann sich leicht ausmalen, wie die zumeist kreativen Online-Betrüger die neuen Erkenntnisse für sich zu nutzen wissen.
Es wird jetzt zu diskutieren sein, wie konkret die Bedrohung ist, wie sich die Sicherheitslücke schließen lässt (in den sozialen Netzwerken, aber auch in den Browsern) und wie man sich als Internetbenutzer am besten verhält.
Folgender Trick würde das Problem auf jeden Fall reduzieren: Für soziale Netzwerke wie Xing, Facebook, SchuelerVZ und Co. verwendet man einen anderen Browser als für den Rest. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass kein Fingerabdruck weitergegeben werden kann. Wer keine sozialen Netzwerke nutzt und hier auch keine Gruppen ansteuert, muss sich derzeit ebenfalls keine Sorgen machen.
Sicher hilft es auch, die Funktion PRIVATES SURFEN im Browser zu aktivieren. Und auf solche zu verzichten, die explizit ein Profil anlegen, wie etwa Google Chrome.
A. S. Tarantoga am 3.02.10 10:56
zum Titel: nur den, der's will - eintragen muss man sich dort ja wohl noch selber ;)
NetzNutzer am 3.02.10 15:56
Mich überrascht der naive Tunnelblick der Isec-Autoren. Längst und vielmehr im Visier fragwürdiger privater und kommerzieller Ausspähungen: IP-Adresse und DNS, unsere in der Regel unsichtbaren User-Abdrücke eines zellular organisierten Lokalisierungssystems, höchst begehrt als ziemlich verlässliche persönliche Koordinaten im GPS der Datenwelt. Auch Google will’s nun wissen. Wer die Golem-Meldung vom 28.1.2010 (Link von der Redaktion entfernt) gelesen hat, wird sich kaum noch Gedanken um seine Anonymität im Netz der Netze machen müssen. (Zwar soll in diesem Fall nicht die vollständige IP-Adresse des Users protokolliert und weitergereicht werden, sondern nur die ersten 24 Bit – also die ersten drei von vier Tupeln einer IP-Adresse. Das dürfte aber genügen, um die "Herkunft des Nutzers" im Rahmen einer ausgeklügelten Profil-Statistik ausreichend genau zu bestimmen.)
Aber vielleicht fühlt man sich bei Google nur als unschuldiger Nachahmer: Wer etwa auf irgendeiner Wikipedia- Diskussionsseite unangemeldet und anonym seinen Senf dazuschreibt, wird nichtsdestoweniger mit der Veröffentlichung seiner vollständigen IP belohnt. Und dabei spielt es bekanntlich keine Rolle, ob man mit einem privatisiert laufenden IE oder dem neuesten Firefox-Browser online geht. Ich kenne eine Reihe von Dienstleistungsunternehmen und wahrlich "gemeinnützigen Seitenbetreibern", die IP-Adressen ihrer Besucher systematisch erfassen und an Dritte weiterreichen.
MfG 212.227.126.186
B. Flor am 3.02.10 17:07
In der Tat läßt die IP Rückschlüsse auf den Provider und damit auch auf die Region und den Anwender zu.
Ferner: neben den bekannten Cookies - die selbst seit Jahren eigentlich als Fingerabdruck bekannt sein sollten, trotzdem von den Anwendern nicht regelmäßig gelöscht - sind hier die Flash-Dateien von Internetseitenbesuchen als Identifizierungsmittel sehr beliebt.
Diese Dateien (mit Endung .SWF) bieten weitaus bessere Möglichkeiten etwas über den dann nicht mehr anonymen Besucher zu erfahren. Und die Funktion "Internetspuren löschen" bei den Browsern tilgt dieses "Wissen" nicht, ebenso wie die im Browser-Cache befindlichen Fotos im .JPG-Format.
Aber auch die Art sich mit dem stets gleichen Nicknamen bei den verschiedenen Diensten anzumelden, macht es den "Statistikern" leicht, hier eine Zuordnung und eindeutige Indentifizierung zu ermöglichen. Ergo: verschiedene Nicknamen verwenden, zB. sich als "Turmfalke", "Hexaglot" oder "Kabelbau" anmelden. Eine direkte Zuordnung ist dann praktisch unmöglich. Auch einmal den Schriftstil und Ausdruck variieren, das hilft.
Das wäre doch mal eine schöne Aufgabe für Herrn Schieb: 1) wie kann man die Cookies tilgen, wo werden die JavaScript und Flash-Dateien abgelegt und gelöscht. Und zwar bitte nicht nur für den IE, sondern auch für Opera, FireFox, Konqueror, Safari und Chrome.
2) Welche Möglichkeiten der IP-Verschleierung oder Vortäuschung gibt es, was zudem auch noch in der EU erlaubt ist, zb. durch Proxy-Einträge im Browser oder die Möglichkeit einen Proxydienst per Betriebssystem einzurichten, und bitte nicht nur für Windows, sondern auch für Apple und für Linux (ist bei allen Linux-Distributionen übrigens gleich :-))
3) Tipp: statt nur einen Nicknamen mit einem Passwort, lieber auf einen Handzettel verschiedene Nicknamen mit schwierigen/verschiedenen Passwörtern notieren, das ist wesentlich sicherer als eine "Monokultur". Und den Handzettel, wenn als Datei -> dann bitte nur verschlüsselt. Und Diebe in der Realwelt nehmen sich eh nur das Portemonnaie oder den schicken LCD aus dem Wohnzimmer.
PS: Lobenswert das man auf Ihrer Seite den Cooky-Eintrag abwählen kann ;-)
Carsten Werner am 3.02.10 22:18
„Aber auch die Art sich mit dem stets gleichen Nicknamen bei den verschiedenen Diensten anzumelden, macht es den "Statistikern" leicht, hier eine Zuordnung und eindeutige Indentifizierung zu ermöglichen. Ergo: verschiedene Nicknamen verwenden, zB. sich als "Turmfalke", "Hexaglot" oder "Kabelbau" anmelden. Eine direkte Zuordnung ist dann praktisch unmöglich. Auch einmal den Schriftstil und Ausdruck variieren, das hilft.“
Das hilft m. E. wohl kaum noch: Es zählt mittlerweile zu den leichtesten Übungen eines System-Administrators, aus einem bestimmten IP-Adressenbereich auftauchende Tarnnamen-Varianten auszufiltern und einem bestimmten User-Profil - sprich „Interessenvertreter“ - zuzuordnen. So erklärt sich übrigens nicht nur bei „Wiki“ das krasse Missverhältnis zwischen der Anzahl tatsächlich erfasster IPs und sich darunter schier explosionsartig vermehrenden Benutzernamen. Wer sich IT-Experte nennt und meint, seine IP-Adresse tatsächlich verschleiern oder gegen eine andere (möglicherweise längst anderswo vergebene) eintauschen zu müssen, begibt sich zumindest in technischer Hinsicht auf potenziellen Kollisionskurs mit dem Router seines Netzproviders. Wer sich obendrein noch IT-Rechtsexperte nennt, wird sich zu solchem Vorgehen sicherlich seine Gedanken über potenzielle Straftatrelevanz gemacht haben ...
B. Flor am 4.02.10 11:21
Darum ja auch meine anderen Punkte ;-)
(Herr Schieb: das wär doch mal was als filmischen Beitrag beim WDR?)
Aber das Hauptproblem an der Sache: diese "Schikanen", dieses "Gläserne" ist bei der Allgemeinheit noch nicht Publik genug. Dazu gab es Heute (04.02. 20-21U) bei 3Sat ein sehr gut gemachtes Spezial. Und weder die ÖR, noch die Privaten, forcieren hier die Bewußtseinsbildung und Aufklärung ...
Aber es geschieht ja Besserung - derzeit leider nur bei Sendern wie 3Sat oder dem WDR - die "leider" nicht alle ansehen - und das bei den exzellenten Themen und Moderationen von zb. dem Herrn Yogeshwar (Quarks & Co) ...
stattdessen gucken sich die Leute dann den Herrn Bohlen an :-(
Carsten Werner am 4.02.10 21:54
Ich empfinde es als spannend, wie sich die Kultur verändert, mit eigenen persönlichen Daten umzugehen. Es ist wichtig und ein gutes Zeichen, dass Datenschutzbeauftragte, Piraten oder der Chaos Computer Club heute auch in der Nicht-Fachpresse so viel Beachtung finden.
Ich habe bei ISEC den Test gemacht und kann sagen, es funktioniert. Dass mit dieser Methode Benutzer eines Portals de-anonymisiert werden können, ist allein das Verschulden des Betreibers. Die Portale werden, wenn Sie nicht an Zuspruch verlieren wollen, ihre Hausaufgaben machen müssen.
Dabei bahnt sich weiteres Ungemach an. iPad und Apples Allmacht werfen ihre ersten Schatten voraus. Aber das ist ein anderes Thema.
Dirk Forke, Preußisch Oldendorf am 6.02.10 13:00
Ich habe einen Work-Around für Firefox 3.6 unter Mac OS getestet. Man geht auf "about:config" in der Adresszeile und sucht dann nach "layout.css.visited_links_enabled". Diesen Wert stellt man mit einem Doppelklick auf den Eintrag auf "false". Danach werden besuchte Links nicht mehr farblich markiert und die Sicherheitslücke ist geschlossen. Die History bleibt erhalten und der lästige private Modus entfällt.
D.M. am 8.02.10 0:53
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Die vielen Gerüchte, Spekulationen und Mutmaßungen der vergangenen Wochen haben sich nun weitgehend bestätigt: Apple hat am Mittwoch in San Francisco einen Tablet-PC vorgestellt. Das "iPad" getaufte Gerät wiegt 700 Gramm, ist gerade mal einen Zentimeter dick, kommt ohne Tastatur aus und wird genauso wie iPhone und iPod Touch durch Berührung mit der Fingerkuppe bedient.
Noch mehr technische Details gefällig? Bittesehr: Zehn Stunden soll der Akku halten. 9,7 Zoll misst die Diagonale des Displays. Damit liegt das iPad in punkto Größe irgendwo zwischen Smartphone und Notebook. Das schlanke Gerät ist eindeutig für zu Hause gedacht: Die User sollen damit Bücher lesen (eBooks), im Web Surfen, E-Mails austauschen, Fotos und Videos anschauen, fernsehen, Musik anhören oder spielen. Zum Arbeiten ist das iPad definitiv nicht gedacht - Eingaben sind mit der virtuellen Tastatur zwar möglich, aber alles andere als komfortabel.
Etwas überrascht hat mich, dass sich Apple für ein Display im 4:3-Format entschieden hat, denn 16:9 wäre moderner, ergonomischer und vielleicht auch praktischer, zumindest wenn man Filme auf dem Gerät anschauen will.
In punkto Bedienung hat sich Apple nicht viel Neues einfallen lassen, sondern das bewährte Konzept von iPhone und iPod Touch übernommen - und ein bisschen weiterentwickelt. Kann man machen, ist aber nicht unbedingt einfallsreich. Jedenfalls wirkt das iPad dadurch unweigerlich wie ein übergroßes iPhone. Immerhin: Der Bildschirm lässt sich besser individualisieren. Speziell fürs iPad entwickelte oder angepasste Anwendungen (Apps) nutzen den größeren Bildschirm aus, etwa Spiele, die ebenfalls bei der Apple-Veranstaltung in Kalifornien vorgestellt wurden.
Eingebaut sind darüber hinaus Bluetooth, WLAN, Kompass und Bewegungssensoren, so wie in einem iPhone 3GS. Eine Kamera gibt es überraschenderweise nicht, dabei gilt das heute fast schon als Standard in jedem Netbook. Videokonferenzen sind mit dem iPad also nicht möglich, als Fotoapparat taugt das iPad ebenfalls nicht.
Im iPad ist keine Festplatte eingebaut, sondern ein Flash-Speicher - der ist schneller, aber auch deutlich teurer. Ein iPad mit 16 GByte soll knapp 500 Dollar kosten, für 100 Dollar mehr gibt es 32 GByte und für 200 Dollar mehr 64 GByte. Die Europreise stehen noch nicht fest. Ende März soll der iPad in den USA zu haben sein, ab Juni international.
Auch ein iPad mit Mobilfunk (UMTS) ist geplant, der etwa vier Wochen später auf den Markt kommen soll. Telefonieren ist mit dem iPad allerdings nicht möglich. Dafür soll der iPad den eBook-Readern Konkurrenz machen, allen voran dem Sony Reader und dem Kindle von Amazon.
In den USA sind die eBook-Lesegeräte ein Erfolg, hierzulande weniger. Während Sony Reader und Kindle aber nur einen schwarzweißen Monitor bieten, kann der iPad mit einem farbigen Display aufwarten (dafür hält der Akku nicht so lange).
Beflügelt vom Erfolg bei iTunes und AppStore will Apple mit einem weiteren Onlineshop starten: iBook ist eine digitiale Buchhandlung, in der sich iPad-User mit eBooks versorgen können, zunächst nur in den USA. Apple kooperiert zunächst mit einer Handvoll Verlagen.
Das iPad ist Evolution, nicht Revolution. Apple bietet nicht so viele bahnbrechende Neuerungen und Unterschiede zu vergleichbaren Geräten wie seinerzeit das iPhone. Es sieht schick aus, es verfügt über eine bewährte Benutzeroberfläche, es gibt zweifellos ein paar interessante Ansätze, aber so ein bisschen vermisse ich den Wow-Effekt. Apple hat mich schon mal mehr überrascht.
Die Überraschung war wahrlich, dass es keine wirkliche Überraschung gab. Aber ich denke dennoch, dass der "Apple Effekt" vorhanden ist, vielleicht nicht im Funktionsumfang, aber dafür in der Qualität und Usability des Geräts. Für Zu Hause ist es doch das praktische, kleine Accessoire. Und ganz sicher eleganter und intuitiver zu bedienen, als jedes Windows Pendant.
Henning Langen am 28.01.10 9:21
Bei den vielen kursierenden Gerüchten blieb ja auch nicht viel Platz für Überraschungen.
Was mich überrascht und gefreut hat, ist der (relativ) moderate Preis. Da mein MacBook Pro jetzt fast vier Jahre alt ist und noch mit einem CoreDuo läuft, steht eine Neuanschaffung an. Ich überlege derzeit statt eines neuen MBP lieber zum fast gleichen Preis zwei Geräte zu kaufen: Einen iMac fürs Arbeiten und ein iPad für unterwegs. Mit iWork-Programmen kann ich alles abdecken, was bei mir unterwegs an Arbeit anfällt (incl. Email), dazu noch komfortabel lesen oder Videos sehen. Es kommt darauf an, wie gut man wirklich Dateien von Textverarbeitung und Tabellenkalkulation im iPad abspeichern, bearbeiten und mit dem iMac abgleichen kann.
Knud Vöcking am 28.01.10 10:31
Kann hier nicht folgen:
- Die Termine für den Verkaufsstart in Europa stimmen nicht. Das Gerät wird auch in Europa ab März verkauft, lediglich die Datentarife für die Modelle mit 3G/UMTS werden erst für Juni/Juli erwartet.
- Warum muss man Alles neu machen. Die Bedienung des iPhone hat dem Gerät eine Anwenderzufriedenheit von um die 90% eingebracht (weit vor jedem anderen Gerät). Wenn ich ein nagelneues Gerät herausbringen kann, dass schon 75 Millionen Menschen ohne die geringste Lernkurve bedienen können, dann mache ich das. Kein Mensch kann sich für einen "Wow-Effekt" etwas kaufen.
- Weder werden Bücher, noch Magazine im 16:9 Format veröffentlicht. Das Format von allen gängigen Digitalkameras ist weit näher an 4:3 als 16:9. Präsentationen und Textdokumente schaut man i.d.R. auch nicht in 16:9 - die meisten Projektoren sind auch 4:3.
- Nur für zu Hause? Sehe ich überhaupt nicht. iWork läuft darauf, man kann einen Projektor anschliessen, 3G ist vorhanden... das ist für unterwegs genauso geeignet wie jedes Netbook auch. Ich kann z.B. mein 17" MBP zu Hause lassen und das iPad für meine Vorlesungen verwenden. VGA Adapter dran, Beamerkabel rein und 2kg Gewicht gespart.
marv08 am 28.01.10 13:56
„Eine Kamera gibt es überraschenderweise nicht, dabei gilt das heute fast schon als Standard in jedem Netbook ... Videokonferenzen sind mit dem iPad also nicht möglich, als Fotoapparat taugt das iPad ebenfalls nicht ... Telefonieren ist mit dem iPad allerdings nicht möglich ... Zum Arbeiten ist das iPad definitiv nicht gedacht -- Eingaben sind mit der virtuellen Tastatur zwar möglich, aber alles andere als komfortabel.“
So liest sich die Beschreibung eines unvollendeten Torsos - Ausgeburt eines Zwitters, dem umfassende kommunikative Funktionalität gegenüber aktuellen multimedialen Ansprüchen nun wirklich nicht bescheinigt werden kann.
30 iPads für rund 600 neugierige Medienvertreter. Und so stürzten sich gleich nach der Apple-Zeremonie ihres Messias (BILD am 30.01.2010: „i = Ikone“) auf seine iPads wie hungrige Fliegen auf den so stechend duftenden neuen Apfel. Pferdegeflüster wird Apple sicher nicht für eine vollmundig propagierte Technik-Revolution genügen, von der nach berechtigter Auffassung mancher Analysten und Anwender sicher nicht die Rede sein kann.
Rolf Badenhausen am 30.01.10 12:43
Erst einmal abwarten, bis man dieses Gerät selbst in den Händen hält und erste Bedienversuche damit unternimmt.
Es füllt wirklich die Lücke zwischen iPod/iPhone und einem Laptop. Diese suche ich schon lange.
Daniel am 31.01.10 11:00
... dann warten wir mal ab, mit welchen zusätzlichen Hardware-Upgrades so mancher Netbook-Hersteller in wenigen Wochen oder Monaten eine insgesamt sinnvollere Alternative zum iPad anbieten wird!
Rolf Badenhausen am 1.02.10 11:41
Mich würde mal interessieren wie das IPad im Vergleich zb. zum Dell Pad, abschneidet.
Aber leider ist der Herr Schieb ja hartgesottener Apple- und Microsoft-Fan.
Andere Systeme haben da wenig Aussicht auf Erfolg auch einmal vorgestellt zu werden :-(
Tja, so ein Mist wenn ein Produkt ausgerechnet aus Europa kommt, wie zb. ein Betriebssystem, samt darauf aufbauender Distribution, oder ein offenes Office ...
Die Produkte "Made in USA" sind einfach ungeschlagen ... (?)
Carsten Werner am 1.02.10 17:20
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Die Klatschpresse hat Brangelina, die Fachpresse und die Blogwelt haben Apple. Seit Wochen werden Gerüchte kolportiert, was Apple wohl im Schilde führt, ob ein Tablet-PC auf den Markt kommt und wann, wie er aussieht, was er kann, wie groß er ist, was er kosten soll, wie er heißt und womöglich auch noch, wie er riechen wird. Es gibt keinen Aspekt, der nicht vorab diskutiert würde.
Apple genießt diese kostenlose Publicity. Das Apfel-Unternehmen muss gar nicht viel tun, um den Gerüchtemotor am Laufen zu halten. Nur: Klappe halten. Stillschweigen bewahren. Nichts nach außen dringen lassen. Das ist in der IT-Branche schwierig genug - aber das kann Apple richtig gut. Denn jeder Apple-Mitarbeiter weiß: Eine falsche Bemerkung - und man kann sich die Papier abholen.
Mittwochabend deutscher Zeit findet in San Francisco eine Art Messe statt. Da wird Apple-Chef Steve Jobs nach langer Zeit mal wieder auf der Bühne stehen und in gewohnt lässiger Art eine Produkt-Show abziehen. Ganz sicher wird er auch einen Tablet-PC vorstellen, den iSlate, iPad, iTable oder MacBook Touch. Irgendeinen Namen muss das Ding ja haben. Und die Jünger im Saal werden vor Begeisterung toben, darunter jede Menge kritischer Journalisten und kritischer Verbraucher.
Man muss staunen, wie das immer wieder funktioniert. Wie es Apple gelingt, jedes Mal aufs Neue Begeisterung zu entfachen, jeden kritischen Unterton im Keim zu ersticken. Zugegeben: Apple ist extrem innovativ, aber keineswegs über jeden Zweifel erhaben. Ganz sicher nicht.
Und wenn Mittwochabend Apples Tablet-PC hochgehalten wird, dürften viele ihn bestaunen, als ob es der erste Tablet-PC der Welt wäre. Wer aber bei der Wahrheit bleiben möchte, muss zugeben: Microsoft hat die ersten Tablet-PCs gebaut. Schon vor Jahren. Die waren nicht besonders erfolgreich, da nicht ausgereift. Aber die Idee umgesetzt hat als Erster Microsoft.
Gut, sagen da manche: Es hat auch schon Handyhersteller gegeben, und zwar jede Menge, bevor Apple ein Smartphone gebaut und den Markt umgekrempelt hat. Stimmt. Und da liegt die große Stärke von Apple: Den Dingen Würze zu geben, die Geräte schick zu machen, die Handhabung ergonomisch und menschlich, ein bisschen sexy sogar.
So gesehen darf man wirklich gespannt sein, was Apple unter einem Tablet-PC versteht.
Tablett, auf so etwas mache ich wie man in Bayern sagt Brotzeit, ja natürlich ist was anderes gemeint One tatsch, igitt, überall fettige Fingerabdrücke, auf dem Brotzeittablett normal aber auf high tech hätte ich beinahe gesagt. Stimmt ja alles nicht mehr, is ja alles selbstverständlich. Simmt eigentlich aber wir alten Technikfreaks müssen das überdenken. Warum eigentlich ?
MG am 27.01.10 1:01
Zitat: "Mittwochabend wird Apple wohl eine neue Computergattung vorstellen, den Tablet-PC."
Wie kann man nur so einen Unsinn schreiben? Sogar Herr Schieb schreibt später im Hauptartikel, dass das gar nicht stimmt, es im Gegenteil schon lange Tablet-PCs gibt. Nur den lesen die meisten dann gar nicht mehr. Also erst mal schön in der Gerüchte-Suppe mit umrühren. So etwas nennt man wohl Volksverdummung.
Philo am 27.01.10 10:08
schieb is powered by M$!
zualt umzu veraeppelt zu werden am 27.01.10 15:47
Die Äppel-Fanboys wirds freuen: Ein neues stylisches Konsumprodukt, mittels dessen man sich wieder einmal vom Windowspöbel absetzen zu können glaubt.
Und wieder mit "intuitiver" Bedienung, an der sich schon so viele die Zähne ausgebissen haben.
Die entsprechenden Diskussionen werden im "Macuser"-Forum nicht lange auf sich warten lassen. I-Tand halt..... ;)
Gert am 27.01.10 17:20
Von mir aus - ich kauf dennoch keinen Apple - ist mir einfach zu schön.
Volkmann am 27.01.10 18:34
Es gibt wie in vielen Bereichen des Lebens immer verschiedene Lager, aber auch eine Erfahrungswelt (zugegeben subjektiv) jenseits aller Lager.
Und es wurde schon immer viel abgeguckt. Und es wäre auch Unsinn, jedes Rad zweimal erfinden zu müssen.
Zwei Erfahrungen habe ich, die ich seit Jahren mit beiden Systemen arbeite, jedoch immer wieder gemacht: Wenn Apple etwas auf den Markt bringt, dann funktioniert es auf Anhieb und muss nicht erst über Anwenderfehlermeldungen monatelang nachgebessert werden und es ist immer viel benutzerfreundlicher und besser gestaltet. Ist mir egal ob es "stylisch" ist, ich bevorzuge, was einfach gut funktioniert. Und da hat Apple oft die Nase vorn. Also Ehre wem Ehre gebührt!
Gudrun am 27.01.10 18:44
Erst einmal ist dieses sagenumwobene Apple TabletPC-Teil eines: Vaporware.
Bisher hat niemand von diesen Apple-Fanatischen Journalisten dieses Teil jemals in eigenen Händen gehalten, geschweige denn es einmal getestet.
Oder haben Sie Herr Schieb damit schon einmal rumgespielt ?
Konkret wird diese Sache also erst überhaupt, wenn es vorgestellt oder käuflich zu erwerben ist.
Apple nutzt hier anscheinend die gleichen Tricks wie Microsoft. Die Gerüchteküche würzen und Luftschlösser in die Welt setzen.
Und wo wir gerade dabei sind: Xerox-Ings. haben als erstes so etwas erfunden - es nur nicht auf den Markt gebracht. Microsoft und Apple, wie auch Google und Co., haben die Idee dahinter nur adaptiert - und werden oder haben es auch als Produkt umgesetzt.
Zu @Gudrun:
ich liebe auch Apple .. allerdings eher als Hacker - kein System läßt sich momentan sooo leicht manipulieren oder gar mißbrauchen ;-)
Schande - weil das eigentliche Betriebssystem dahinter, das exzellente FreeBSD - ebenfalls ein OpenSource-System wie Linux, unschuldig in Verruf gerät.
Carsten Werner am 27.01.10 22:06
Klein muss es sein damit man es immer dabei hat. Überall, manche Leute können ohne Handy und Laptop keine 5 Minuten mehr überleben, wie auf der Intensivstation. One Tatsch, igitt. Mir reichen schon die Spuckspritzer auf dem Bildschirm, entschuldigung, ordinär aber aus dem richtigen Leben, und dann die ganzen Fingerabdrücke vom bedienen, nein daran gewöhne ich mich schwer. Aber wie immer im richtigen Leben, viele werden Freude daran haben und das Ding lieben, stolz darauf sein es zu besitzen. Warum nicht ? Ist mir jetzt jemand böse wegen meine "spießigen Meinung" ? Vielleicht gibt es ja noch ein paar "Spießer" ..kicher..
MG am 28.01.10 20:46
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Die Aufregung war groß, als wieder mal eine
Sicherheitslücke im Internet Explorer entdeckt wurde. Viele haben vor der Verwendung des Internet Explorer gewarnt, darunter auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik BSI.
Immerhin hat Microsoft diesmal schneller als sonst reagiert und innerhalb weniger Tage einen
Sicherheitsflicken (Patch) herausgebracht. Der Patch steht bereits zum Download bereit. Doch niemand muss sich durch komplizierte Anleitungen klicken, denn Microsoft hat das Sicherheits-Update auch in das automatische Windows Update eingebaut. Und das bedeutet: Wer die Funktion "Windows Update" aufruft, egal ob im "Start"-Menü oder im Internet Explorer, kann das wichtige Update laden und installieren. Vollautomatisch.
Man kann es nicht nur, man sollte auch. Denn dieses Sicherheits-Update ist wirklich ungemein wichtig. Darüber hinaus kann es sicher nichts schaden, sich mal andere Browser wie Firefor, Opera, Safari oder Chrome anzuschauen - und auch zu installieren. Dann hat man eine Alternative an der Hand, wenn der Internet Explorer mal wieder tabu sein sollte.
was nützt es mir einen Zweit-Browser zu installieren, ihn dann vielleicht monatelang nicht anzufassen, um dann, wenn wieder eine eklatante Sicherheitslücke auch an die IT-Ferne Presse heranreicht, den Browser zu wechseln ... denn dann ist auch dieser veraltet, sprich gefährdet.
Was mir am Windows immer wieder stark negativ auffällt: Windows wird zentral Aktualisiert, aber was ist mit dem Flash-Player, was mit dem Acrobat-Reader, wo bleibt die zentrale Update-Instanz für meine Treiber und all die anderen Programme ... Updates nach Gutsherren-Art. Warum schafft es Microsoft nicht, wie bei Linux-Systemen seit Jahrzehnten üblich, zentral und ohne KnowHow das "gesamte" System UpToDate zu halten ... das kann doch nicht so schwer sein?!
und Hr. Schieb: was fällt so schwer ein bejahendes Statement zu europäischen Produkten, wie eben den "Opera" abzugeben - als Dauer-Einsatz-Browser. Oder muß man sich jetzt für Produkte aus der Region schämen ... also Dingen wie Linux, OpenOffice, MySQL, KDE, QT, usw. ... ?
Carsten Werner am 25.01.10 20:57
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