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31.05.09Der Prophet gilt nichts in seiner Heimat. Das hat Jesus gesagt und erfahren. Und daran darf man an Pfingsten wohl einmal erinnern. Die in der Heimat sind eben meistens geistlos, uninspiriert, ohne Phantasie. Da kann der Prophet zum Beispiel mit flammenden Worten - auch das ein typisch pfingstliches Wunder - eine geradezu himmlisch schnelle Verbindung vom Hauptbahnhof zum Flughafen beschwören. Die Münchner wollen sie doch nicht. Ja, die Deutschen insgesamt wollen sie nicht. Statt dessen hören Völker aus der Ferne die Botschaft und nehmen sie an. Allerdings sind es diesmal nicht - wie in der Pfingstgeschichte - Parther, Meder und Elamiter, dafür aber Chinesen und Iraner.
Zugegeben: Es geht in diesem Gleichnis nicht um den Messias, sondern um den Transrapid. Der hatte hierzulande keine Chance. Statt dessen fährt er seit langem in Schanghai. Und demnächst soll er vielleicht auch
von Teheran nach Maschhad fahren, eine Strecke, die wiederum die religiösen Anspielungen rechtfertigt. Denn Maschhad ist ein wichtiges schiitisches Wallfahrtsziel. In Zukunft soll es Millionen Pilger nicht nur magnetisch anziehen. Sie sollen auch magnetisch-schwebend zu ihm gelangen. Wieder einmal beweist der unvergleichliche Ahmadinedschad, dass Fundamentalismus und Fortschritt einander nicht ausschließen. Und die deutsche Wirtschaft beweist wieder einmal, dass schlechte Menschenrechtslage und gute Geschäfte ebenfalls kein Widerspruch sind.
Hierzulande haben Hochgeschwindigkeitszüge bekanntlich große
Probleme mit ihren Achsen. Das Transrapid dagegen braucht gar keine Achsen. Statt dessen fährt er jetzt auf der einstigen Achse des Bösen. Vielleicht kommt ja der nächste Bauauftrag aus
Nordkorea. Kim Jong Il hat atomtechnisch die Nase vor den Mullahs, da will er sich verkehrstechnisch sicher nicht überholen lassen.
Für Menschen, die keine Propheten sind - und keinen Welthandel betreiben - sind solche Nachrichten sehr verwirrend. Die Diktatoren spielen mit Raketen und Atomtests. Die übrige Welt ist mit dem Geld beschäftigt, das futsch ist. Ein bisschen Inspiration vom Heiligen Geist könnte die Welt an diesem Pfingsten schon gebrauchen. Der Geist kommt laut Bibel stets als
Taube und nie als Falke (was erweckte Christen in den USA gern vergessen). Heute sind die Städte zwar voll von Tauben, aber die bringen weder Frieden noch Inspiration. Die kacken nur alles voll. Nicht einmal der sprichwörtliche Spatz in der Hand kann als Ersatz dienen. Die Spatzen pfeifen vielmehr von den Dächern, dass der Transrapid die Iraner so wenig glücklich machen wird wie die Atombombe die Nordkoreaner und uns die Banken. Dazu muss man kein Prophet sein.
Wenn man noch etwas hinzufügen möchte, bei uns ist auch nichts unmöglich, den Transrapid noch einmal aufzuwärmen müßig, der Urheber ist ja schon abgeschoben wo er kein Unheil mehr anrichten kann, wenigtens nicht alleine,in der EU, und der gute Barrak erinnert sich an seine Sponsoren, er richtet warnende Worte in Richtung Nordkorea. Na ja nur kurz, der Kommentar würde sonst zu lang.. schönen Pfingstmontag Allen noch.
MG am 1.06.09 12:47
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