WDR.de
Kultur
Glossenblog
BlogDie verbreitete Reaktion auf moderne Kunst besteht bekanntlich in dem Satz "Das könnte ich auch!" Weil diese Äußerung jedoch unfehlbar den Banausen verrät, vermeide ich sie tunlichst. Ich schluckte sie sogar hinunter, als ich jetzt von dem Urheberrechtsstreit las, bei dem es um
Kaugummis ging, die in horizontalen Reihen auf eine schwarz grundierte Leinwand aufgeklebt waren.
Weil Künstler häufig selbst im Verdacht der Hochstapelei stehen, geben sich professionelle Hochstapler kaum je als Künstler aus. Sie bevorzugen im Gegenteil Berufe, von denen niemand annimmt, "das könnte ich auch." Deshalb spielte Frank W. Abagnale alias Leonardo di Caprio den Piloten und den Arzt. Unter lauter Piloten und Medizinern in deren Rolle nicht enttarnt zu werden, ist wirklich eine höhere Kunst als die, sich als zweifelhafter Künstler unter lauter zweifelhafte Künstler zu schmuggeln.
Ich gestehe, dass ich begabte Hochstapler bewundere. Insbesondere, wenn sie ihre Rolle so perfekt spielen, dass sie eigentlich schon gar nicht mehr hochstapeln. So wie Herr L., der zwei Jahre lang Leiter einer
Drogenfachklinik am Niederrhein war. Er hatte sich als promovierter Psychologe erfolgreich beworben. Seine Doktorarbeit trug den schönen Titel: "Das Leben feiern." Mit diesem optimistischen Ansatz ging er auf die Abhängigen zu. Offensichtlich mit Erfolg. "Herr L. war in der Therapie gut", bestätigte der Geschäftsführer des Klinikträger.
Das Geheimnis seiner Erfolgs offenbarte eine Verkehrskontrolle, in der Dr. L. keinen Führerschein vorweisen konnte. Ich verstehe nicht, warum er den nicht gefälscht hat - wo doch all seine Zeugnisse einschließlich Promotionsurkunde falsch waren. Herr L. ist nämlich ein ehemaliger Drogenabhängiger mit einschlägiger Therapie-Erfahrung - und offensichtlich der Gabe, sich in die andere Seite hineinzudenken.
Könnte der Erfolg von L. nicht zum Vorbild in manchen anderen Bereichen werden? Wahrscheinlich könnten Strafgefangene in der Rolle der Anstaltsleitung die peinlichen Ausbruchspannen in unseren Gefängnissen deutlich senken. Sie kennen sich einfach besser aus. Spielsüchtige, die wegen Überschuldung ihren Job verloren haben, wünsche ich mir an der Spitze unserer Banken. (Promotionsthema: "Das Leben spielen.")
Aber vielleicht sind meine Wünsche ja gar nicht so weit von der Realität entfernt. Vielleicht sitzen ja auf wichtigen Posten der Republik Menschen, die zwar nicht für ihren Job qualifiziert sind, aber Spaß an der Schauspielerei haben und testen, was man unserer Gesellschaft so alles zumuten kann. Und die sitzen dann am liebsten auf Posten, die man ihnen gar nicht zugetraut hätte, wie zum Beispiel
Herr S. im Vorstand der Bundesbank.
Trackback-URL zu diesem Eintrag:
http://www.wdrblog.de/cgi-bin/mt-tb.cgi/2672
Zum SeitenanfangWas den Sport angeht, war ich in der Schule der reinste Churchill. Dass ein ansonsten guter Schüler bei ihm jede unnötige Anstrengung vermied, ärgerte meinen Sportlehrer so, dass er mir gern mal eine lateinische Weisheit unter die Nase rieb: "Mens sana in corpore sano" - ein gesunder Geist braucht einen gesunden Körper. Ich konnte allerdings kontern, dass es im Original "Orandum est, ut sit mens sana in corpore sano." heißt, also: man soll darum bitten - die Götter natürlich -, dass im gesunden Körper ein gesunder Geist sei. Und deshalb habe ich dann auch nicht Sport studiert, sondern Theologie.
Dieser Tage fiel mir der alte Spruch wieder ein, als ich herumrecherchierte, was man im Spätsommer noch Schönes unternehmen könnte. In Essen lädt die Uni zu einer Summer School in Sachen
"Mind/Body Medicine" ein, vielleicht kann man da ja auch als Nichtmediziner Gasthörer sein. Im Programm stehen so schöne Dinge wie "Relaxation Response" und "Love Response". Im Prinzip, so erfahre ich, geht es der "MBM" darum, dass ein gesunder Geist die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert.
Für Cato und Co. war der gesunde Geist das Ziel, der gesunde Körper ein Mittel, eine Bedingung. Für die moderne Alternativmedizin dagegen dient das Mentale der Krankheitsabwehr. In der Antike galt das Philosophieren eben als erstrebenswerteste Lebensform. Heute ist sie wohl so etwas wie ein probates Mittel der Demenzprophylaxe. Meinem Sportlehrer würde das gefallen.
Gesundheit ist im modernen Leben die Hauptsache. Und deshalb ist beim Denken das Wichtigste: positiv denken. Zu meiden seien vor allem "selbstschädigende Gedanken", erfahre ich von einem Naturheilkunde-Professor, denn die lösen Stress aus. Also sollte ich wohl Sondersendungen über Pakistan meiden, nach den Sommerferien keine Kontoauszüge lesen und vor allem niemals an den Tod denken. Schon wieder etwas, was einem bei Kenntnis lateinischer Sprüche schwer fällt, hieß es doch einmal: "Memento mori" - Gedenke des Todes! Wahrscheinlich sind die Leute deshalb auch so früh gestorben. Es fehlte die richtige Mind-Body-Balance.
Nicht, dass ich etwas gegen Naturheilverfahren hätte. Es hilft, was nützt. Je billiger und je weniger Nebenwirkungen - desto besser. Bei manchen Vorschlägen werde ich als Theologe allerdings an Jesus erinnert, der seine Wunderheilungen gern mit dem Satz abschloss. "Dein Glaube hat dir geholfen." Übrigens protestierte Jesus damit auch gegen den Glauben seiner Zeit, Krankheit käme von Sünde - der Kranke sei also selber schuld. Diesem antiken Mythos kommen wir inzwischen leider wieder nahe. Selbstschädigende Gedanken, schlechte Laune und dann auch noch keine Lust auf Yoga: Da darf man sich über Magengeschwüre und Verkalkung nicht wundern.
Gesundheit wird schon aus Kostengründen erste Bürgerpflicht, und nicht nur Kranke geraten unter Druck. Wahrscheinlich übersetzt man im heutigen Lateinunterricht: "Positiver Geist in fittem Körper." Die Bundesregierung hat schon vor Jahren einen "nationalen Aktionsplan" unter dem Titel "Fit statt fett" beschlossen - und mich wundert bis heute, dass der unter kein Antidiskriminierungsverbot der EU fällt. "Du malst ja schon die Gesundheitsdiktatur an die Wand, nur weil du von deinem Sportlehrer traumatisiert wurdest", scherzt mein Sohn. "Principiis obsta!" entgegne ich. "Hä?" "Wehret den Anfängen! - und bevor du auf den Bolzplatz gehst, werden erst mal Vokabeln gelernt."
Trackback-URL zu diesem Eintrag:
http://www.wdrblog.de/cgi-bin/mt-tb.cgi/2657
Zum SeitenanfangAls Jugendlicher habe ich an einer Wallfahrt nach Kevelaer teilgenommen. Angemeldet hatte ich mich nicht nur aus spirituellen Gründen. Ein weiteres Motiv hieß Ursula, eine ausgesprochen nette Mitschülerin aus der Parallelklasse. Sie wollte ebenfalls nach Kevelaer pilgern. Ursula hatte es sich dann aber kurzfristig anders überlegt, meine Anmeldung war allerdings ohne Gesichtsverlust nicht mehr zurückzuziehen. Interessante Erfahrungen machte ich auf dem langen Marsch aber auch ohne Ursula. Ich erfuhr oder besser erwanderte, dass man ohne Mofa eine Strecke von 90 Kilometern zurücklegen und dabei auch noch reden, beten, singen oder schweigen kann, je nachdem, was der Pfarrer vorgab. Außerdem habe ich eine Menge über Blasen gelernt, bei der gemeinsamen abendlichen Wundversorgung in Pfarrheim oder Turnhalle. Am besten in Erinnerung habe ich den Rückweg von Kevelaer. Der war nämlich eine echte Wallfahrt – mit dem Bus.
Noch anstrengender als die Wallfahrt nach Kevelaer stelle ich mir die
Echternacher Springprozession vor. Die hat sprichwörtliche Berühmtheit erlangt, weil man sich dort ursprünglich nach dem Muster "Drei Schritte vor, zwei Schritte zurück" bewegte. Gänzlich auf die Vorwärtsbewegung verzichten die
Rückwärtsläufer. In Österreich haben sie kürzlich ihre Weltmeister ermittelt. Über 10.000 Meter siegte dort ein 26-jähriger Geologe aus Münster – in sagenhaften 41 Minuten und 26,13 Sekunden. Der Retrolauf-Fan liebäugelt nun damit, auch noch den Marathon-Weltrekord im Rückwärtslauf zu knacken. Dazu braucht er nicht nur eine ausgeprägte Wadenmuskulatur, sondern auch einen starken Nacken, wegen des ständigen Rückwärtsguckens.
Den Spaß an der konsequenten Rückwärtsbewegung hat inzwischen auch die Politik entdeckt. Die Bundesregierung will zurück in die Zeit vor dem
Atomkonsens, wobei es noch Streit über die Frage gibt, wie weit man zurückgeht. Die Opposition sehnt sich zurück nach einer Rot-Grünen Regierung, wobei es noch Streit über die Frage gibt, wie viel Agenda 2010 dazugehört. Die neue Landesregierung in Düsseldorf möchte zurück in die Zeit vor den schwarz-gelben Reformen, dabei aber die Schwarz-Gelben gerne mitnehmen, worüber die sich schwarz ärgern. Die CDU in NRW scheint sich insgeheim nach ganz alten Zeiten zu sehnen, als innerhalb der Partei die Fetzen flogen, etwa zwischen Westfalen und Rheinländern. Eine neue Lust gibt es auch am Rücktritt, wie Koch, Köhler und Co. beweisen.
BP-Chef Tony Hayward lamentierte nach der Öl-Katastrophe, er wolle sein altes Leben zurück. Durch seinen Rückzug als Chef bekam er das, einige Millionen Abfindung inklusive. Nur der Oberbürgermeister von Duisburg stemmt sich noch gegen den Trend.
Mein Tribut an den Trend ist eine neue Brille im Retro-Look. Ansonsten geht mir das ständige Zurück mächtig auf die Nerven, ich finde, das sollte Kolumnisten vorbehalten sein. Die Politikerinnen und Politiker, die sich zur Wahl stellen, werde ich mir deshalb künftig noch genauer anschauen. Vor allem ihre Nackenmuskulatur.
Trackback-URL zu diesem Eintrag:
http://www.wdrblog.de/cgi-bin/mt-tb.cgi/2648
Zum Seitenanfang
In der Nähe der Nahe gibt es ein Dorf namens
Sommerloch. Alljährlich in der heißen Jahreszeit ist es Pilgerziel von Journalisten. Mit Reportagen aus dem Örtchen versuchen sie, das Sommerloch in ihrer Zeitung oder Sendung zu stopfen. Deshalb kennt inzwischen jeder Deutsche das malerische, von Weinbergen umgebene Sommerloch. Wobei die meisten Leser, Hörer und Fernsehzuschauer von all den Reportagen wahrscheinlich nur behalten haben, dass dieses Dorf irgendwie malerisch wirkt, weil es von Weinbergen umgeben ist.
Die nachrichtenarme Zeit ist eine harte Zeit für meine Zunft. Beim Blick auf die Terminpläne der Agenturen packt mich die Verzweiflung: Ministranten- statt Ministertreffen, Auftritte von Sternchen, aber nicht von Stars, dritte Liga statt Bundesliga. Noch nicht einmal eine Kommunalwahl steht an, die uns im vergangenen Jahr noch über den Sommer rettete. Ich schaue aus dem Fenster und sehe tief hängende Wolken vor einem milchig-trüben Himmel, was meine Laune nicht hebt. Selbst das Wetter gibt derzeit wenig Anlass zur Berichterstattung. Wehmütig erinnere ich mich an bessere Zeiten – als ein CDU-Hinterbänkler Mallorca zum deutschen Bundesland machen wollte. Oder als
Kuno der Killerwels einen unschuldigen Dackel in den Mönchengladbacher Stadtweiher zog und verspeiste. Oder
Sammy, der Kaiman, nicht nur die Badegäste an einem Baggersee nahe Dormagen tagelang in Atem hielt. Der Bericht über eine
Ausstellung künstlerisch gestalteter Toiletten kann gegen diese Tier-Geschichten nicht wirklich anstinken.
Wenn die Themennot besonders groß ist, tröste ich mich mit Gedanken an die, die es noch schlimmer erwischt hat. Etwa die Arbeiter, die im Golf von Mexiko ein Bohrloch zu stopfen versuchen. Sie arbeiten mit Schlamm und Zement, müssen trotz Hitze ständig Gummistiefel tragen und den Gestank austretenden Öls ertragen. Ich darf mich in normalen Schuhen bewegen und in einem Büro sitzen, wo es nach dem Parfüm der Kollegin riecht. Und mit Schlamm und Zement habe ich höchstens indirekt zu tun, wenn es um den Einsturz des Kölner Stadtarchivs geht. Diese Gedanken bringen mich bei der Themensuche aber nicht weiter, doch zum Glück ist bald Wochenende.
Dann will mich mein jüngerer Bruder mal mit auf den Golfplatz nehmen. "Du brauchst mal Entspannung, Muße, da ist Golf genau richtig", sagt er. "Du wirst sehen, wie erholsam es ist, über den Golfplatz zu schlendern und ohne Hast einzulochen." Der Begriff "einlochen" erinnert mich ans Sommerloch und macht mich wieder nervös. Doch vielleicht gibt das Wochenend-Vergnügen ja auch eine Reportage her, nach dem Motto "Golf im Selbstversuch". Mein Bruder hat an alles gedacht, etwa die Ausrüstung für einen blutigen Anfänger wie mich. Einen netten Platz hat er auch ausfindig gemacht, in der Nähe der Nahe.
Trackback-URL zu diesem Eintrag:
http://www.wdrblog.de/cgi-bin/mt-tb.cgi/2637
Zum SeitenanfangAls ich Kind war, begann die Vorfreude auf den Urlaub meist an ungemütlichen Spätwintertagen. Im Wohnzimmer versammelte sich die ganze Familie und blätterte dickleibige Prospekte, in denen Pensionen und Hotels verzeichnet waren. Weil mein Vater nicht länger als drei Stunden mit dem Auto zum Urlaubsort fahren wollte, konzentrierte sich die Suche auf Urlaubsquartiere in der Nähe, etwa in der Eifel oder im Sauerland, im Bergischen Land oder im Taunus. Trotzdem schaute ich mir in den Prospekten am liebsten die geraniengeschmückten Häuser in den Alpen und die schicken Hotels an der Nordsee-Küste an. Doch unsere Urlaubsplanung war wie ein Labyrinth, in dem jeder Weg im Mittelgebirge endete. Eines Tages, so nahm ich mir vor, würde ich in den Alpen oder am Meer den Sommerurlaub genießen.
Das ist lange her, und meine Begeisterung für geraniengeschmückte bayerische Gemütlichkeit ist auch längst Geschichte. Die Urlaubsplanung hat sich ebenfalls grundlegend geändert. Inzwischen bietet das Internet die Möglichkeit, sich die Reise am Computer selbst zusammenzustellen. So habe ich mir vor einigen Jahren einen Kurztrip nach Spanien gegönnt – mit einem Billigflug nach Barcelona, einem günstigen Leihwagen ab Flughafen und einem preiswerten Apartment mit Meeresblick. Dank Google Maps konnte ich vorher checken, dass die gebuchte Immobilie tatsächlich am Meer lag. Das Apartment lag dann auch am Meer, aber sehen konnte ich es nur aus dem Badfenster. Das Leihauto war zwar vollgetankt, verfügte aber nicht über das gesetzlich vorgeschriebene Ersatzrad. Das erklärte mir gestenreich der spanische Polizist, der am Flughafenzubringer die Verkehrskontrolle durchführte. Ich hatte den Verdacht, dass er vor allem Leihwagen inspizierte. Aber vielleicht war ich einfach schlecht drauf, weil mein rebellierender Magen noch mit der Verarbeitung des Sandwichs aus dem Flugzeug beschäftigt war.
Die Entscheidung für ein Urlaubsziel ist seit den Zeiten, als alle noch mit dicken bunten Katalogen die Ferien des Jahres planten, nicht unbedingt einfacher geworden. Schließlich wollen auch ökologische, soziale und politische Aspekte berücksichtigt sein – und der Klimawandel. Im vergangenen Jahr verbrachten mein Bruder und seine Familie ihren Osterurlaub frierend in einem andalusischen Hotel, das zwar allerlei Annehmlichkeiten aufwies, aber keine Heizung. Als sie nach Deutschland zurückkamen, mussten sie, hustend und schniefend, dann auch noch die frisch erworbene Bräune der Daheimgebliebenen bewundern. Bekannte, die im Mai auf Mallorca weilten, bekamen es mit Starkregen und Sturzbächen zu tun. Sie wollen nun im nächsten Jahr an der Ostsee Urlaub machen.
In diesem Jahr, so habe ich überlegt, werde ich nach Spanien reisen. Oder nach Kreta. Griechenland wie Spanien haben zwar mit unsolider Haushaltsführung beinahe unseren guten
Euro ruiniert. Allerdings haben die Griechen Besserung gelobt, und das sollte man als Tourist auch einmal honorieren, vielleicht durch einen Aufenthalt in einer kleinen Pension, die durch die Athener Spargesetze besonders gebeutelt wird. Die Spanier wiederum haben, zumindest in Katalonien, den
Stierkampf verboten. Meine Reise dorthin wäre also ein kraftvolles Zeichen für den Tierschutz. Klimatisch versprechen beide möglichen Urlaubsziele für Ende September angenehme Temperaturen von Luft und Wasser. Die Entscheidung wird schwer. Im Moment liegt Kreta knapp vorn – berühmt unter anderem für ein antikes Labyrinth, aber nicht für seine Mittelgebirge.
Trackback-URL zu diesem Eintrag:
http://www.wdrblog.de/cgi-bin/mt-tb.cgi/2633
Zum SeitenanfangObwohl sie fasst das Gesündeste gleich nach der Milch sein sollen, muss ich bekennen: Ich mag keine Bananen. Zu süß und mehlig. Schon als Kind aß ich sie nicht gern, es sei denn in Form von Bananenbrei, also geschlagenen Bananen - wahrscheinlich auch, weil meine Oma dafür ein besonderes Verwöhn-Ritual anwandte. Sie schlug die Bananen mit einer Gabel gekonnt auf, bis die Masse fast wie Pudding wirkte, und das tat sie möglichst im Freien, auf dem Balkon oder bei offenem Fenster. Ihre Begründung: "Die Gase müssen heraus."
Oma wusste nämlich, dass die Bananen in Übersee unreif geerntet und erst nach der Reise gelb werden. Dabei, so ihre Theorie, entstünden Reifungsgase, die nicht bekömmlich seien. Ob letzteres wirklich stimmt, weiß ich nicht. Aber wie kontaminiert die Früchte mitunter sein können, zeigt die
Meldung der Polizei, die in einer Bananenreiferei in der Nähe von Köln 50 Kilogramm Kokain gefunden hat, versteckt zwischen den krummen Früchten. Ein im wahrsten Sinne des Wortes nahe liegendes Versteck: Kommen doch die Früchte ebenso wie die Drogen meist aus Bananenrepubliken.
Der Begriff gibt meiner Tochter zu grübeln, die gerade im Politikunterricht lernt, was eine Republik ist. "In einer Bananenrepublik haben dann ja die Bananen das Sagen", meint sie. "Eher die Bananenhersteller", sage ich. "Wie gut, dass bei uns keine Bananen wachsen", sagt meine Tochter. Recht hat sie. Deshalb kann sich bei uns die Politik um echte Landesprobleme kümmern. Zum Beispiel gerechte Steuern für Hotelbesitzer einführen. Oder einen
Krisengipfel einberufen, wenn es in den Zügen zu heiß wird. Außerdem können
ein deutscher EU-Kommissar, die deutsche Kanzlerin und ihr Wirtschaftsminister in aller Ruhe darüber nachdenken, ob unrentable Kohlebergwerke noch vier oder acht Jahre erhalten bleiben sollen. Ich vermute, am Ende werden die Kohle-Subventionen mit der Uransteuer finanziert, welche die Atomkrafterzeuger zahlen, weil auch ihre Meiler ein bisschen länger laufen dürfen. Eine Verlängerung wäscht sozusagen die andere. Und weil in unserer Republik die wirklichen Probleme mit solcher bestechenden Eleganz gelöst werden, kann die Regierungschefin eine
fröhliche Bilanz ihrer Arbeit ziehen und beruhigt in den Urlaub fahren.
"Das meinst Du jetzt nicht ernst?", sagt meine Tochter. Offenbar haben auch schon 15-Jährige mitbekommen, dass es in der Berliner Koalition überhaupt nicht rund läuft, auch nicht gerade, sondern kurvenreich und krumm, bananenkrumm geradezu. Aber was soll die Kanzlerin machen außer gute Miene zum bösen Spiel in ihrem bananenrepublikanischen Kabinett? Vielleicht sollte sie zum Rezept meiner Oma greifen und alles kräftig zu Brei schlagen. Doch ich bezweifle, ob die Gase, die aus diesem Brei entwichen, Reifungsgase wären.
Trackback-URL zu diesem Eintrag:
http://www.wdrblog.de/cgi-bin/mt-tb.cgi/2630
Zum SeitenanfangMeine erste Nachbarin hieß Sabine, war mittelblond, sportlich und ein toller Kumpel. Nur fürs Fußballspielen hatte sie nicht viel übrig. Ihre Mutter leider auch nicht. Deren Leidenschaft galt den Blumen. Mit viel Engagement brachte sie in ihrem Vorgarten Tulpen, Rosen, Dahlien und anderes Grünzeugs zum Blühen. Wenn beim Fußballspiel auf der Straße das Spielgerät in ihren Blumen landete, kam sie aus dem Haus gerannt und hielt uns Nachwuchskickern eine Gardinenpredigt. Die heißt wohl so, weil man erst lauernd hinter der Gardine stehen muss, bevor man so richtig schimpfen kann.
Nachbarschaft kann schön und schrecklich zugleich sein, so meine frühe Erkenntnis. Allerdings überwog manches Mal das Schreckliche. Als ich einmal meine noch nicht bezogene Wohnung renovierte, an einem schönen Sommertag kurz nach 22 Uhr, hielt plötzlich ein Polizeiwagen vor dem Haus. Kurz darauf klingelten die Ordnungshüter bei mir, obwohl mein Klingelschild noch gar nicht beschriftet war. Man hätte sich über Bohrgeräusche aus meiner Wohnung beschwert, erklärten mir die Polizisten. Wer sie gerufen hatte, wollten sie nicht verraten. Doch ich hatte rasch den Malocher in Verdacht, der über mir wohnte und gerne, mit einem Netzunterhemd bekleidet, auf ein Kissen gestützt im Fenster lag und das Treiben auf der Straße beobachtete. Dieser Nachbar trug den gut deutschen Namen Gerhard und erwies sich in den Folgejahren als äußerst lärmempfindlich. Betätigte ich spätabends die Klospülung, ließ er am Folgetag seiner Wut freien Lauf – durch Gebrüll im Treppenhaus, kaum hatte ich den Hausflur betreten.
Ärger zwischen Nachbarn gibt es leider auf allen Ebenen, ich sage nur: Polen. Während wir Deutschen unsere östlichen Nachbarn gerne als Kollektiv von Autodieben verunglimpfen, halten nicht wenige Polen uns für ein Volk von Ewig-Gestrigen, organisiert in den Vertriebenen-Verbänden. Ein anderes Beispiel: Bei der Fußball-WM sahen die Fans hierzulande oft rot, wenn orangefarbene Trikots ins Bild kamen. Das heiß ersehnte Finale zwischen Deutschen und Niederländern, bei dem man seinen nachbarschaftlichen Gefühlen so richtig freien Lauf hätte lassen können, kam allerdings nicht zustande, weil die Deutschen im Halbfinale patzten. Im
Nachhinein sollten wir allerdings froh sein, mit Blick auf die Gesundheit unserer Nationalspieler.
Im frisch gewählten Düsseldorfer Landtag gab jetzt Streit, weil die CDU-Abgeordneten ihre Büros nicht in unmittelbarer Nachbarschaft zu denen der Linkspartei haben wollten. Vielleicht hatten sie die Befürchtung, dass die Links-Parlamentarier spätabends noch die Toilettenspülung betätigen. SPD und Grüne haben dagegen eine Politik der Einladung ausgerufen, und die Einladung ist an alle Nachbarn im Parlament gerichtet. Bei denen stößt diese Einladung aber erst einmal auf Ablehnung. Bei der ersten Debatte im Parlament entgegnete der FDP-Fraktionschef
Gerhard Papke, "wer mit seinen Nachbarn reden möchte, sollte ihnen nicht die Fenster einwerfen". Ob Herr Papke ein Netzunterhemd unter seiner Anzugjacke trug, ist nicht überliefert.
Trackback-URL zu diesem Eintrag:
http://www.wdrblog.de/cgi-bin/mt-tb.cgi/2626
Zum SeitenanfangMeine Tochter beendet zur Zeit einen Jahresaufenthalt in England. Und das Zurückkommen fällt ihr ganz schön schwer: Lauter neue Freunde, lauter bewegende Erlebnisse - und Köln ist halt nicht London. Von Wolke sieben wieder auf heimatlichem Boden zu landen, dessen Duft man seit der Kindheit eingeatmet hat, fühlt sich mitunter hart an.
Lukas wird es ähnlich gehen. Wenn er zurückkehrt zu seinen Kollegen, ist er voller Eindrücke aus Südafrika. Die Euphorie im Team hat ihn getragen, trotz der Enttäuschung gegen Spanien. Mit der Weltelite konnte er sich mess(i)en. Und dann erzählen die Kollegen von
Marienfeld und Tröpolach und den gewonnenen Testspielen gegen Lippstadt und Betzdorf. Der 1. FC Köln ist eben keine Nationalmannschaft. Poldi wird wieder den harten Klang des Wortes Pflichtspiel zu hören bekommen.
Und wieder anders, aber doch ähnlich mag es auch Jürgen gehen. Nach Jahrzehnten der Sozenvorherrschaft hatte er die Staatskanzlei in Düsseldorf erobert und wollte zur großen Landesvaterkarriere à la Johannes Rau ansetzen. Aber nach nur einer Legislatur war der Traum ausgeträumt. Jürgen wachte nur zögernd auf. Zum Schluss wollte er sich wenigstens etwas Prominentenfeeling bewahren:
Referentin, Fahrer und Dienstwagen für ein paar Jahre. Aber auch das wurde ihm nicht recht gegönnt. Ein paar Tage vor dem Auszug aus dem Regierungssitz hat er noch
mit Vorvorgänger Wolfgang bei poschiertem Kalbsfilet und Aprikosentarte zusammen gesessen. Gewiss haben die beiden darüber geplauscht, wie man auch nach dem Karriereende öffentlich eine gute Figur macht. Bald heißt der Alltag wieder: "Rheinerft: Hier lebe ich - hier arbeite ich - hier kaufe ich ein". So steht es über Jürgen Rüttgers' Porträt bei
"in-pulheim.de".
Dass wir Lukas und Jürgen in diesen Tagen so gut verstehen, liegt natürlich daran, dass wir alle ein wenig ihr Schicksal teilen: Die WM ist vorbei. Keine Vuvuzelas mehr auf den Straßen, keine Flaggen auf dem Balkon und im Fernsehen die gewohnte Alltagskost. Statt Schiedsrichterentscheidungen zu debattieren, müssen wir auf der Arbeit wieder über das Wetter und das Kantinenessen reden. Und zu allem Überfluss brechen auch noch die Sommerferien aus und das bedeutet: Den Blagen ist ständig langweilig.
Womit sollen wir sie und uns trösten? Meine Tochter lieferte darauf selbst eine Antwort. Sie erzählte, wie sie in einem Londoner Pub das Achtelfinale Deutschland gegen England gesehen hat, mit einem ganz dezenten schwarz-rot-goldenen Schal um den Hals. Erst traute sie sich nicht auf die Toilette, weil sie fürchtete, dass man ihr den Platz wegnehmen würde. Und als das englische Neu-Wembley-Tor nicht anerkannt wurde, stieß ihr ein Fan kurzerhand das Bierglas um. "Siehst Du", sagte ich ihr: "Zu Hause ist es doch am schönsten." Das möchte ich auch dem Lukas zurufen: Nur in Köln ist er der Prinz, selbst wenn er keine Tore schießt. Und dem Jürgen: In Pulheim wird ihn keiner mehr hämisch auf Inder, Rumänen,
Berger oder Wüst ansprechen. Wir alle sollten uns sagen: Heimspiel ist eben doch am schönsten - und in gut einem Monat ist wieder Bundesliga.
Trackback-URL zu diesem Eintrag:
http://www.wdrblog.de/cgi-bin/mt-tb.cgi/2608
Zum Seitenanfang
Das Land lag unter einer bleiernen Hitzeglocke. Schon war das Betreten mancher
Wälder verboten worden, um die Brandgefahr zu begrenzen. Den Schulen wurde erlaubt, ihre
Stunden zu kürzen. Einzelne Bürger bedienten sich
heimlich öffentlicher Zapfstellen, um an Wasser zu gelangen. Der
Gesundheitsminister appellierte an die Bevölkerung, viel zu trinken und sich nicht zu lange in der Sonne aufzuhalten. Er wollte verhindern, dass die Menschen kollabierten. Aber er drang nicht durch. Besonders bei
sommerlichen Großveranstaltungen mussten zahlreiche Menschen ärztlich versorgt werden, weil nicht genug Wasser zur Verfügung stand. Die
Ernte der Landesfrüchte begann der Trockenheit wegen erst mit Verspätung.
Was sich wie der Beginn eines Romans über eine Umweltkatastrophe liest, ist derzeit Realität in NRW. Wir haben seit ein paar Tagen Hochsommer – und schon lesen sich die Wettermeldungen wie ein Szenario aus Inneraustralien. Bei mir löst diese Berichterstattung ein Gefühl von Heimatlosigkeit aus. In der Schule habe ich gelernt, dass wir in der gemäßigten Zone leben. Aber das ist für die Medien wohl zu langweilig geworden. Deshalb machen wir im Winter ein wenig auf Arktis, sobald wir Schnee schaufeln müssen, und im Sommer spielen wir Statisten in "Die Wüste lebt".
Angesichts des Trends zu mentalen Klimaextremen bin ich froh, dass dieses Land gesellschaftlich und politisch seine Identität als gemäßigte Zone offensichtlich bewahren möchte. Wie anders könnte man den gerade ausgestandenen
Kampf um das Bundespräsidialamt deuten? Da trat
einer aus der Zone an gegen einen in jeder Hinsicht Gemäßigten. Letzterer ist es dann, nach einigen Anlaufschwierigkeiten, auch geworden. Christian Wulff könnte man literarisch geradezu als die „Ausweitung der gemäßigten Zone“ bezeichnen. Jedes Extrem ist ihm fremd. Als er nominiert wurde, hörte man von den Bürgern dennoch die Kritik, dass er ein Politiker sei. Man wünschte sich für das höchste politische Amt im Staat also eher einen Nicht-Politiker. Das war sicher auch ein Votum gegen jene „Ausweitung der Kampfzone“, die sich in den letzten Monaten in der Politik abzeichnet, seit die Bundesregierung dazu überging, sich selbst auch Opposition zu sein.
Nun wird Schloss Bellevue aber doch keine Gauck-Behörde. Christian Wulff, dem zunächst nicht mal alle eigenen Leute die Stimme geben wollten, wird noch mehr den lieben Schwiegersohn geben müssen, als man es eh von ihm erwartet hat. Erst recht, wenn ihm vielleicht bald die starke Schwiegermutter abhanden kommen sollte. Gemäßigt kommt von Maß. Wulff wird - auch eingedenk der finalen Redepanne seines Vorgängers – stets maßvoll reden. Angesichts der bevorstehenden Sparpolitik wahrscheinlich auch thematisch: vom Maßhalten. Streithähne wird er dazu aufrufen, sich zu mäßigen.
So wird er niemand ärgern – aber ich fürchte, er wird auch nur auf mäßiges Interesse stoßen. Denn Aufmerksamkeit erhält doch nur das Sensationelle, das Bedrohliche, das Drama. Wer das sucht, dem bleibt ja der Wetterbericht.
Trackback-URL zu diesem Eintrag:
http://www.wdrblog.de/cgi-bin/mt-tb.cgi/2604
Zum SeitenanfangDen ersten richtig warmen Sommertagen wohnt ein Zauber inne. Der kühle Frühling ist bloß noch Erinnerung, und für Klagen über die Hitze ist es noch zu früh. Das Leben verlagert sich nach draußen, in Biergärten und Straßencafés. Dort können wir an der frischen Luft Fernsehen gucken, genauer gesagt Fußball, noch genauer: die Spiele der
FIFA WM 2010. So heißt das Ereignis in Südafrika offiziell, und so müssen es die Medien transportieren, haben die FIFA-Bosse festgelegt. Über die Macht der FIFA wird noch zu reden sein, aber sicherheitshalber erst nach der WM, pardon der FIFA WM 2010.
Fast noch interessanter als der Fußball ist das Theater drum herum, sowohl im fernen Südafrika als auch bei uns. Die französische Mannschaft hat ein
starkes Stück abgeliefert, bei dem allerdings nicht ganz klar ist, wer in diesem Stück der Schurke ist: ein Spieler, der den Trainer aufs Unflätigste beschimpft hat, der Trainer, der in einem ganz eigenen Kosmos zu leben scheint, oder die Staatssekretärin, die den Fußballern der Grande Nation das Grand-Hotel nicht gönnte? Was die Equipe Tricolore außerhalb des Rasens bot, war auf jeden Fall unterhaltsamer als das Trauerspiel der Italiener auf dem Rasen. Pomadig wird solch eine Leistung gerne von den Experten im Studio genannt, wobei die Experten mitunter auch äußerst pomadig wirken.
Das kann die Begeisterung für das große Theater auf und neben dem Rasen hierzulande nicht dämpfen. Mit Fähnchen bestückt und in schwarz-rot-goldene Fahnen gehüllt, erleben die Deutschen die WM als buntes, gemeinschaftsförderndes Spektakel. Ob das auch noch gilt, wenn die deutsche Elf ausscheidet, bleibt abzuwarten. Fest steht aber: Theater gibt es in diesem Sommer satt. Dafür sorgt nicht zuletzt die Regierung in Berlin. In ihrem postmodernen Stück reden die Akteure viel und aneinander vorbei, sogar Wildsäue rennen über die Bühne. Einer spielt eine Doppelrolle, als oberster Diplomat und polternder Parteiführer. Als Anleihe aus dem klassischen Theater tritt regelmäßig ein Chor auf, der nur einen Satz skandiert: "Wir müssen sparen!" Dabei richtet er seinen Blick, wenn man genau hinschaut, nur auf das Publikum auf den billigen Rängen. Prima auch der Auftritt des blinden Sehers, der eine
geringere Neuverschuldung prophezeit. Allerdings ist sein Stimmchen etwas dünn und provoziert noch lauteres Lamento des Chors.
Manch einer wünscht sich ein Ende des Berliner Stücks, doch wie bei zeitgenössischem Theater üblich, weiß man vorher nie, wann es vorbei ist. Das gilt auch für das Stück, das in Düsseldorf gegeben wird. Derzeit heißt es
"Regierungsbildung", ein schlichter Titel für ein Werk voller Raffinesse, mit vielen plötzlichen Wendungen, einer zaudernden Frau und einem gealterten Regenten, dessen Tage gezählt sind. In Nebenrollen treten auf: Narren, Naturliebhaber und Neureiche, die öfter mal ihr Kostüm wechseln. Deutlich hörbar sind die Souffleure, die berlinernd den Akteuren den Text vorsprechen. Und ein Chor, da gehe ich jede Wette ein, wird bestimmt auch noch auftreten.
Wenn der Weltmeister der FIFA WM 2010 feststeht, ist das Sommertheater also längst noch nicht vorbei. Zwar animieren Bundestagsdebatten, Talkshows und Politmagazine nicht gerade zum Public Viewing, aber vor dem heimischen Fernseher bleibt uns der Brummton erhalten, den wir inzwischen lieben gelernt haben. Nur stammt er diesmal nicht von der Vuvuzela, sondern vom Chor der politischen Kassandra-Rufer: "Wir müssen sparen!"
Trackback-URL zu diesem Eintrag:
http://www.wdrblog.de/cgi-bin/mt-tb.cgi/2601
Zum SeitenanfangPermanente URL dieser Seite: http://wdrblog.de/glossenblog/
Der WDR ist nicht für Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.