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<title>Von Sektor zu Sektor - 20 Jahre Mauerfall</title>
<link>http://wdrblog.de/einslive-osttour/</link>
<description>20 Jahre Deutsche Einheit - und dennoch kennen viele den Osten nicht.
Das wollen wir ändern. Wir verlassen den Sektor, um den anderen Sektor
zu erkunden.</description>
<language>de</language>
<copyright>Copyright 2009</copyright>
<lastBuildDate>Sun, 26 Jul 2009 21:24:19 +0100</lastBuildDate>
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<title>Auf Wiedersehen, Osten!</title>
<description><![CDATA[<p>Von Sektor zu Sektor - das hatten wir uns zum Ziel gesetzt. Wir wollten 20 Jahre nach dem Mauerfall die andere Hälfte Deutschlands erkunden, die Vorurteile checken, unseren Beitrag gegen die  vorherrschende Unkenntnis über den Osten leisten. <a href="http://www.einslive.de/magazin/aktionen/2009/von_sektor_zu_sektor/karte.jsp" target="_blank">3.291 Kilometer</a> haben wir dabei in zwei Wochen zurück gelegt, haben täglich mehrfach berichtet - on air und online. Und jetzt, zum Schluss unserer Tour, heißt es: Fazit ziehen. Und Abschied nehmen.</p>

<p><img alt="Dessau, Dresden; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/dessau-dresden.jpg" width="400" height="120" /></p>

<p>Ich für meinen Teil werde den Osten nicht vermissen, weil ich ab jetzt immer und immer wieder in den Osten fahren werde. Dresden und Leipzig, Warnemünde und die Ostsee - ich habe ein schlechtes Gewissen, dass ich offenbar doch so westdeutsch bin, dass ein Kurztrip dorthin bisher überhaupt nicht zur Diskussion stand. Und das obwohl es hier in ganz vielen Städten die ganz wichtige Kombination aus guter Kultur, viel Geschichte, ausgeprägtem Nachtleben und (nicht zu vergessen) verdammt <a href="http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/_test.html" target="_blank">leckerer Currywurst</a> gibt.</p>

<p><img alt="Unsere Gesprächspartner; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/gespraechspartner.jpg" width="400" height="120" /></p>

<p>In Erinnerung bleiben werden mir die Gespräche mit Gleichaltrigen. "Ost- oder westdeutsch, ganz ehrlich das interessiert mich nicht. Wir haben hier ganz andere Probleme." Diesen Satz haben wir sehr oft gehört. Tatsächlich bestimmen Arbeits- und Ausländerlosigkeit vielerorts das Leben im Osten Deutschlands. </p>

<p>Wenn ich die gesamte Tour mit einem Wort beschreiben müsste, wäre es: beeindruckend! Und deshalb bleibe ich bei unserer Forderung, die wir irgendwann auf der Tour im Auto hatten: Schluss mit den Klassenfahrten nach Rom, Paris oder London! Wir fordern Abschlussfahrten nach Dresden, Leipzig oder zu den <a href="http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/als_wir_unsere.html" target="_blank">Sorben</a>! Ihre Geschichte war eben auch ausgesprochen beeindruckend!</p>

<p><img alt="Görlitz, Ostro mit srobisch-deutschem Straßenschild; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/sorben_goerlitz.jpg" width="400" height="120" /></p>

<p>Vielen Dank euch für eure Aufmerksamkeit und eure Kommentare! Einige von euch waren uns über die gesamte Tour hinweg treu. Tausend Dank an Jan, den weltbesten Reisebegleiter, für die beiden unvergesslichen Wochen. Unsere nächste Tour haben wir im übrigen auch schon geplant: Zwei Wochen Iran. Nach der Wende. Hoffentlich nicht erst in 20 Jahren. </p>

<p><strong><a href="http://wdrblog.de/einslive-osttour/090726_jan_fazit_1.MP3">Jan zieht Fazit [1LIVE | 26.07.2009 | 9:07 Uhr] </a></p>

<p><a href="http://wdrblog.de/einslive-osttour/090726_jan_fazit_2.MP3">Jan zieht Fazit [1LIVE | 26.07.2009 | 9:36 Uhr]</a></strong></p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/von_sektor_zu_s.html</link>
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<pubDate>Sun, 26 Jul 2009 21:24:19 +0100</pubDate>

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<title>Zum Abschluss Magdeburg</title>
<description><![CDATA[<p>Guten Abend West-Sektor! Wir sind zurück. In Köln und Düsseldorf. Zum Fazit ziehen bin ich heute Abend zu müde. Dafür gibt's ein Video, das unsere letzte Schalte heute Nachmittag live aus Magdeburg dokumentiert.</p>

<p><strong><a href="http://www.wdr.de/themen/global/flashplayer/wsPlayer.swf?dslSrc=rtmp://gffstream.fcod.llnwd.net/a792/e1/media/1live/aktion/090724_magdeburg.flv&amp;mediaDuration=20&amp;cfgFile=http://www.wdr.de/mediathek/1live/codebase/skin/mediathek.cfg&amp;autoPlay=true&amp;red=1livefs">VIDEO: Die vorerst letzte Schalte aus Magdeburg</a></strong></p>

<p><img alt="Magdeburg; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/magdeburg.jpg" width="400" height="196" /></p>

<p><strong><a href="http://wdrblog.de/einslive-osttour/090724_magdeburg.MP3">Jan berichtet live aus Magdeburg [1LIVE | 24.07.2009 | 15:10 Uhr]</a></strong></p>

<p>Mehr dazu morgen!</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/zum_abschluss_m.html</link>
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<pubDate>Fri, 24 Jul 2009 22:09:12 +0100</pubDate>

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<title>Reporter- statt Agententausch</title>
<description><![CDATA[<p>Tief im Südwesten von Berlin verbindet die Glienicker Brücke die Hauptstadt mit Potsdam. Eine unspektakuläre Brücke, könnte man meinen, wenn man heute auf ihr steht. Doch im Kalten Krieg wurden hier über Jahrzehnte hinweg zwischen den USA und der Sowjetunion Agenten ausgetauscht. Ein guter Ort also, um am letzten Tag unserer Tour durch die ehemalige DDR Jan Böhmermann gegen eine echte Ost-Reporterin auszutauschen. </p>

<p><img alt="Caro und Jan auf der  Glienicker Brücke; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/berlin_caro_bruecke.jpg" width="400" height="150" /></p>

<p>Wir treffen Caro Korneli, Moderatorin bei Radio Fritz. Mit ihr spricht Jan über seine Vorurteile und über Sex. Dabei erinnert er sich einmal mehr an seine <a href="http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/durch_die_nacht.html">unvergessliche Nacht mit den Rostocker Mädchen.</a> </p>

<p><strong><a href="http://wdrblog.de/einslive-osttour/sektor_zu_sektor_berlin_schalte_2.mp3">Jan mit Caro auf der Glienicker Brücke [1LIVE | 24.07.2009 | früh am Morgen]</a></strong></p>

<p><img alt="Caro und Jan auf der Glienicker Brücke; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/berlin_caro_col.jpg" width="400" height="150" /></p>

<p>Der Reportertausch ist vollzogen: <strong><a href="http://wdrblog.de/einslive-osttour/sektor_zu_sektor_berlin_schalte_3.mp3">Caro übernimmt den Job von Jan [1LIVE | 24.07.2009 | zwischen 9 und 10 Uhr]</a></strong></p>

<p><img alt=" Glienicker Brücke; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/berlin_bruecke.jpg" width="400" height="150" /></p>

<p>Unser Aufenthalt in Berlin nähert sich seinem Ende so wie sich unsere Tour ihrem Ende naht. Die gute Nachricht ist: Wir fahren gleich wieder durch den Osten der Republik! Unsere vorerst letzte Station heute Nachmittag: Magdeburg.</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/reporter_statt.html</link>
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<pubDate>Fri, 24 Jul 2009 10:52:27 +0100</pubDate>

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<title>Endstation Berlin?</title>
<description><![CDATA[<p>Kann mir irgend jemand plausibel erklären, was Berlin oder das Brandenburger Tor mit Star Wars zu tun haben? Eigentlich sollte der Trip in die Hauptstadt der Höhepunkt unserer Reise sein. Doch in  Berlin angekommen, müssen wir uns irgendwie erst einmal aklimatisieren. Nach zwei Wochen ehrlicher Ost-Idylle jetzt das kommerzielle Touristen-Chaos, dem wir uns letztlich auch beugen - nur zu Dokumentationszwecken, versteht sich.</p>

<p><img alt="Jan mit Stormtrooper; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/berlin_starwars.jpg" width="400" height="241" /></p>

<p>Irgendwie fühlt sich Berlin diesmal anders an als sonst. Und ich weiß immer noch nicht, woran es liegt. Ist es die Tatsache, dass die Rückfahrt kurz bevorsteht und damit das Ende unserer Ost-Tour? Sind es einfach die Eindrücke der letzten zwei Wochen, die in einem sehr krassen Gegensatz zum Treiben hier stehen? Oder sind wir mittlerweile so im Ost-Rausch, dass wir uns im Westen einfach nicht mehr wohl fühlen können?</p>

<p>Vielleicht liegt es auch ganz simpel an unserer ersten Station, dem Brandenburger Tor. Hier wimmelt es von Touristen aus aller Welt und aus Bersenbrück bei Osnabrück - wie Max, Jens, Christopfer und Peter, die Jan für seine Schalte bei 1LIVE einspannt.</p>

<p><img alt="Die Jungs aus Bersenbrück; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/berlin_osna.jpg" width="400" height="189" /><br />
<strong><a href="http://wdrblog.de/einslive-osttour/2307sektor_zu_sektor.mp3">Jan berichtet aus Berlin [1LIVE | 23.07.2009 | nachmittags]</a></strong></p>

<p>Fest steht: Das kann noch nicht das Ende unserer Tour gewesen sein. Auch nicht das Ende dieses Blog-Eintrags. Stattdessen würd ich gern noch ein paar sinnlose Fakten zu unserer Reise loswerden: Während ich tanke, wischt Jan immer die Windschutzscheibe. Wenn es eine Hymne für diesen Trip gibt, dann "Jungle Drum" von Emiliana Torrini. Wenn es eine Sache gibt, die uns in Hotels wichtig ist, dann ist es WLAN - dafür lassen wir uns sogar neue Zimmer geben. In diesem Sinne: Gute N8 aus einem Berliner Hotel mit Highspeed-Internet.</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/kann_mir_irgend.html</link>
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<pubDate>Fri, 24 Jul 2009 02:01:55 +0100</pubDate>

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<title>Ost, östlicher, Görlitz</title>
<description><![CDATA[<p>Stellt euch vor, ihr müsst nur über eine kleine Fußgängerbrücke gehen und ihr landet direkt in Polen. So ist es in Görlitz. </p>

<p><strong><a href="http://www.wdr.de/themen/global/flashplayer/wsPlayer.swf?dslSrc=rtmp://gffstream.fcod.llnwd.net/a792/e1/media/1live/aktion/deutschland_polen.flv&amp;mediaDuration=20&amp;cfgFile=http://www.wdr.de/mediathek/1live/codebase/skin/mediathek.cfg&amp;autoPlay=true&amp;red=1livefs">VIDEO: Jan dokumentiert, wie nah beide Länder sind.</a></strong></p>

<p><img alt="Görlitzer Altstadtbrücke; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/goerlitz_grenze.jpg" width="400" height="267" /></p>

<p>Wir sind in der östlichsten Stadt Deutschlands angekommen, in der Mitte Europas. <a href="http://www.einslive.de/magazin/aktionen/2009/von_sektor_zu_sektor/karte.jsp" target="_blank">In Görlitz an der Neiße.</a> Im Zweiten Weltkrieg wurde hier sehr wenig zerstört, seit 1990 dagegen sehr viel restauriert. Und so wirkt die Stadt mit ihrer historischen Altstadt malerisch, wunderschön, ein wenig so, als wäre hier die Zeit stehen geblieben. Für meinen Geschmack ist Görlitz sogar fast schon zu schön, zu sauber, zu glatt. Eben wie eine Filmkulisse. </p>

<p><img alt="Görlitz; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/goerlitz.jpg" width="400" height="214" /></p>

<p>Kein Wunder, dass hier Quentin Tarantino ein paar Szenen für seinen Film "Inglorious Bastards" gedreht hat und die wunderschönen Gebäude als Kulisse für "Der Vorleser" mit Kate Winslet und Jackie Chans "In 80 Tagen um die Welt" dienten. </p>

<p><img alt="Görlitz; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/goerlitzkl.jpg" width="200" height="267" align="right" vspace=5 hspace=5/>Wo wir bei Promis sind: Michael Ballack kommt aus Görlitz. Und 1LIVE-Moderator Simon Beeck auch (in dieser Kirche wurde er getauft). Als wir nahe der Altstadtbrücke für einen kleinen Snack Halt machen, schicken wir ihm eine MMS, über die er sich total freut. Denn auch wenn er als Kind die Stadt verlassen hat, weiß er noch ganz genau, dass es damals nicht möglich war, einfach so über die Brücke nach Polen zu laufen.</p>

<p>Übrigens: Bei der mitteleuropäischen Zeit richten wir uns nach Görlitz.</p>

<p><strong><a href="http://wdrblog.de/einslive-osttour/sektor_zu_sektor_goerlitz_1.mp3">Jan berichtet aus Görlitz - Teil 1 [1LIVE | 23.07.2009 | am frühen Morgen]</a></strong></p>

<p><strong><a href="http://wdrblog.de/einslive-osttour/sektor_zu_sektor_goerlitz_2.mp3">Jan berichtet aus Görlitz - Teil 2 [1LIVE | 23.07.2009 | etwas später am frühen Morgen]</a></strong></p>

<p><a href="http://www.einslive.de/includes/bildergalerie.jsp?gal=1890&kap=1&img=83#anker" target="_blank">Hier gibt's die Bilder aus Görlitz...</a></p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/gorlitz.html</link>
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<pubDate>Thu, 23 Jul 2009 01:04:58 +0100</pubDate>

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<title>Currywurst mit Erdnuss-Sauce</title>
<description><![CDATA[<p>Und wieder einmal bin ich um eine Erkenntnis reicher: Bislang dachte ich, die Currywurst-Champus-Kombination sei so ein exklusives Düsseldorfer Volltusen-Schickimicki-Ding (das es zugegebener Maßen auch in meiner Lieblings-Currywurstbude gibt). Verfehlt! Das gibt es auch in D wie Dresden!</p>

<p><img alt="dresden_currywurst.jpg" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/dresden_currywurst.jpg" width="400" height="188" /></p>

<p>Bescheiden wie Jan und ich sind, gönnen wir uns allerdings "nur" die Business Class (im Ernst: Wenn eins nicht geht, dann Currywurst und Champus!). Und die schmeckt ausgezeichnet. Nur eins irritiert mich. Hier gibt es - wie in D wie Düsseldorf - auch Erdnuss-, Honig-Senf-Mayo- und diverse andere Saucen. Doch als ich bestellen möchte, wird mir klar, dass diese Saucen nicht auf der Pommes, sondern auf der Wurst landen. Kein Missverständnis, sondern pure Realität: Es gibt in der Dresdener Neustadt Menschen, die Currywurst mit Saté-Sauce essen. Das tut unsere reizende Begleiterin auch. Und ich gestehe: Ich habe das Zeug probiert - und es schmeckt.</p>

<p><img alt="dresden_currywurst_2.jpg" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/dresden_currywurst_2.jpg" width="400" height="187" /></p>

<p>Als öffentlich-rechtliches Blog darf ich euch jetzt nicht die genaue Adresse durchgeben, das wäre zu kommerziell. Ich sage nur eins: Der Besuch der Dresdner Neustadt lohnt sich - nicht nur wegen der Currywurst. Hier fühlt man sich ein bisschen wie in Berlin, aber irgendwie besser, weil unaufgeregter. Nachts sitzen alle ewig lange draußen, trinken, essen, quatschen. Während wir hier nur im Netz von dem Unwetter im richtigen Sektor lesen, genießen wir seit Beginn unserer Tour bestes Wetter. Wir sitzen noch spät abends im T-Shirt draußen und quatschen - nicht über Ost oder West sondern über all das, was uns in unserer Lebensrealität bewegt. Und nicht-überraschender Weise sind wir uns mit unserer Ost-Begleitung auch in diesem Punkt den ganzen Abend einig.</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/_test.html</link>
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<pubDate>Wed, 22 Jul 2009 22:33:32 +0100</pubDate>

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<title>Keine Spiesser</title>
<description><![CDATA[<p>Es gibt schöne und sinnvolle Dinge, die kommen aus dem Osten - und kaum einer weiß, dass sie aus dem Osten kommen. Zu diesen Dingen gehört die Zeitung "SPIESSER", die vor allem an Schulen bundesweit kostenlos verteilt wird. Ihre Redaktion hat ihren Sitz in Dresden.</p>

<p><img alt="spiesser_margarethe.jpg" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/spiesser_margarethe.jpg" width="400" height="150" /></p>

<p>Entstanden ist "SPIESSER" als kleine Schülerzeitung an einem Dresdener Gymnasium. Dann wurde sie über die Stadtgrenzen hinaus verteilt, mittlerweile erscheint sie in einer Auflage von rund einer Million Exemplaren. Eine ostdeutsche Erfolgsgeschichte. "Eine junge Erfolgsgeschichte", korrigiert uns Margarethe Grambow, die Online-Chefin. </p>

<p>Sie selbst ist zwar Ostdeutsche und hat auch in Jena studiert. Die Redaktion allerdingst ist gesamtdeutsch - vor allem mit Blick auf die rund 250 Autoren, die bundesweit verteilt sind und dem Blatt zuliefern. </p>

<p><img alt="spiesser_red.jpg" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/spiesser_red.jpg" width="400" height="180" /></p>

<p>Auch "Spiesser" hat sich unserem Thema mit einem Ost-West-Spezial gewidmet. Wie denken Ostdeutsche über Westdeutsche, was Westdeutsche über Ostdeutsche? "Das Thema ist auf jeden Fall noch in den Köpfen", sagt Margarethe, auch wenn sie findet, dass in ihrem Alter die Vorurteile nicht mehr so relevant seien. "Es mischt sich, in der Schule, im Studium... Und sobald man jemanden kennt, verschwinden auch die Vorurteile." Unterschiede gäbe es dennoch. "Ich erlebe die Ostdeutschen bei Präsentationen zum Beispiel als deutlich zurückhaltender, Westdeutsche sind sehr viel selbstbewusster." </p>

<p>Zum Schluss bleibt eine Frage: Können Ostdeutsche mit westdeutschem Spott umgehen? "Nord- oder süddeutsch?" kontert sie.</p>

<p><strong><a href="http://wdrblog.de/einslive-osttour/2207sektor_zu_sektor.mp3">Jan berichtet über die "Spiesser"-Redaktion [1LIVE | 22.07.2009 | am nachmittag]</a></strong></p>

<p><a href="http://www.spiesser.de/">"SPIESSER" gibt's auch online - das Surfen lohnt sich...</a></p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/keine_spiesser.html</link>
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<pubDate>Wed, 22 Jul 2009 16:40:34 +0100</pubDate>

</item>

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<title>D wie Dresden und Düsseldorf</title>
<description><![CDATA[<p>Dresden erinnert mich an Prag. Monumentale, historische Bauten, großzügige Plätze mit diversen Cafés und Restaurants, der Fluß (hier die Elbe) und jede Menge Touristen. <a href="http://www.einslive.de/includes/bildergalerie.jsp?gal=1890&kap=1&img=73#anker" target="_blank">Dresden</a> ist international.</p>

<p><img alt="Patrick; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/dresden_patrick.jpg" width="400" height="150" /></p>

<p>Kein Tourist aber Amerikaner ist Patrick, den ich vor der Frauenkirche treffe. Seit Monaten hat er hier in Dresden gelebt und gearbeitet, seine erste Station in Ostdeutschland. Ob er als Ausländer einen Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschen sehen würde, will ich wissen. "Ja, auf jeden Fall. Die Menschen hier sind anders. Sie sind freundlicher, wärmer und bescheidener." Einfach "down to earth", also geerdeter. Zwei Monate hat er in Köln gelebt, außerdem in Heidelberg und Konstanz. "Da waren die Leute immer gehetzter. Sie helfen dir, sprechen mit dir, wirken aber, als müssten sie gleich zum nächsten Termin."</p>

<p><img alt="Karsten und seine österreichische Freundin Nadine; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/dresden_karsten.jpg" width="400" height="150" /></p>

<p>Die meisten jungen Ossis, die wir antreffen, sehen das Ost-West-Ding überbewertet. So wie Karsten aus Weißwasser. Vorurteile gegen Wessis hat er keine. "Das ist doch alles eins", sagt er, die Mauer sei schließlich vor 20 Jahren gefallen. "Es gibt echt andere Dinge, die mir gegen den Strich gehen." </p>

<p><img alt="Paul und Hans; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/dresden_nuernberg.jpg" width="400" height="150" /></p>

<p>Damit steht er nicht alleine da. Auch Hans und Paul sehen das so. Sie leben mittlerweile in Nürnberg, Paul kommt aber aus Dresden. Auf den Treppen der Frauenkirche schnacken wir nicht über den Ost-West-Gegensatz, sondern vor allem über die Rivalität zwischen Leipzig und Dresden. Wir haben gehört, die sei vergleichbar mit der zwischen Köln und Düsseldorf. Hans bringt es auf den Punkt: "Was ist besser: Hund oder Katze? Beide haben was, oder?" </p>

<p><img alt="dresden.jpg" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/dresden.jpg" width="400" height="180" /></p>

<p>Ich finde ja, das muss ich vor allem nach Jans Radio-Beitrag ganz klar festhalten: Düsseldorf ist wesentlich schöner als Köln - so wie Dresden wirklich mit seiner Altstadt und den historischen Gebäuden mich persönlich mehr beeindruckt hat als Leipzig. In Köln kann man arbeiten (das tue ich ja ;-) und auch ganz gut feiern, okay, kulturell ist in der Domstadt auch viel los. Aber wir Düsseldorfer haben die schöne Altstadt, die Rheinuferpromenade, Altbier und Fortuna Düsseldorf. Vor allem aber sind wir die toleranteren Weltbürger - oder gibt es einen Laden in Köln, in dem man Altbier kaufen kann? Wir dulden sogar als solche ausgewiesene Kölsch-Läden.</p>

<p>Vielleicht sollten Jan und ich als nächstes nicht auf Ost-West-Freundschafts-Mission gehen, sondern was für die Städtepartnerschaft Düsseldorf - Köln tun. Die Leipziger und Dresdener, um das auch mal festzuhalten, sind da im übrigen diplomatischer, differenzierter und weniger aufgeregt als wir, wenn es um ihre Städterivalität geht.<br />
</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/dresden_erinner.html</link>
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<pubDate>Wed, 22 Jul 2009 09:14:25 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<title>Öffentlicher Gruppendildo</title>
<description><![CDATA[<p>Lieber Westsektor!</p>

<p>Ich sitze bei einer heißen ERASCO-Weltkultursuppe („Soljanka“) an meinem Laptop und komme aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus: Seit Dresden vor ein paar Wochen der UNESCO-Weltkulturerbe-Titel entzogen worden ist, hat das einstige Elbflorenz viel von seiner Schönheit verloren. Nächste Woche soll die Frauenkirche abgebaut werden und weite Teile der vormals so malerischen Altstadt werden gesprengt. Ohne UNESCO-Weltkulturerbe-Titel hat Dresden keinen Sinn mehr. Scheiß Feldschlößchenbrücke!<img alt="Frauenkirche-kl.jpg" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/Frauenkirche-kl.jpg" width="400" height="165" /><strong>[Hier sieht man sie nochmal von innen: die Dresdner Frauenkirche]</strong></p>

<p>Die letzten vier Tage verliefen wechselhaft, wie Ihr der <a href="http://www.einslive.de/includes/bildergalerie.jsp?gal=1890&kap=1&img=1#anker">1LIVE-Bildergalerie</a> und den Schilderungen der iranischen Internetfee Schiwa Schlei entnehmen könnt. Ich habe in Rostock <a href="http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/durch_die_nacht.html">drei attraktive Arzthelferinnen</a> kennengelernt, Cocktails (ich nur „Virgin Colada“) mit ihnen getrunken und beinahe wäre was gelaufen (z.B. Gespräche, Küssen mit Zunge oder Soft Petting) – leider war die hartnäckige Schiwa mit dabei und hat mich, als die Stimmung testosteronbedingt ins Sexistische zu kippen drohte, in ihrer Funktion als Frauenbeauftragte dieses Reportageprojektes mit strengem Blick aus dem schmalen Spalt ihrer Dienstburka angefunkelt. Immer diese emanzipierten Iranerinnen, pah!<img alt="VIP-kl.jpg" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/VIP-kl.jpg" width="400" height="205" /><strong>[Mal ohne Burka: Schiwa gilt im Ostsektor als Wessi und wird darum von den sehr zuvorkommenden Einheimischen nur mit VIP-Shuttles durch die Gegend chauffiert. Zum Dank erhalten die freundlichen Ostdeutschen kleine Taschenspiegel, Feuerwasser und Glasperlen.]<br />
</strong><br />
Angekotzt von der Tatsache, dass wir das bezaubernde Warnemünde nach zwei Tagen verlassen mussten, fuhren wir (also Schiwa, ich habe geschlafen) am Montag in Richtung Sorbenland. Ich dachte bislang, Sorben seien sowas wie Hobbits und wären erst seit der Festnahme von Sorbenführer Radovan Karadzic wieder ein bisschen näher an Europa herangerückt. Falsch. Die Sorben sind in Wirklichkeit echsenartige Fabelwesen, legen Eier und tragen spitze, purpurfarbene Zaubererhüte, damit man sie im Alltag besser erkennt. Das ist natürlich auch ein Scherz, und nicht mal ein guter. <img alt="Nazis-kl.jpg" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/Nazis-kl.jpg" width="400" height="264" /><strong>[In Stralsund haben wir die ersten und bislang einzigen Nazis in freier Wildbahn gesehen. Ich habe versucht, sie aus dem Auto heraus zu fotografieren. Dieses Bild ist dabei herausgekommen. Ich vermute, Nazis lassen sich – ähnlich wie Vampire – nicht auf Film bannen und haben wahrscheinlich auch kein Spiegelbild.]</strong></p>

<p>Nun also Dresden, gelegen im „Tal der Ahnungslosen“. Passt ja zu Schiwa und mir. Meine bezaubernde Kollegin <a href="http://fritz.de/fritzinside/fritz_team/1731.html">Caro Korneli von Radio Fritz</a> ist in Dresden geboren. „DDR war mir egal, ich hab mich immer nur gefragt, warum es ausschließlich braune Zopfgummis gab,“ erzählt sie mir am Telefon. Das sind also die Osterinnerungen unserer Generation. „Und gib‘ zu, Du denkst auch, im Osten haben die früher den ganzen Tag gefickt, weil sie sonst nix zu tun hatten, oder?“ Das denken also die Ostdeutschen meiner Generation was gleichaltrige Westdeutsche über sie denken. Recht hat Caro, wie fast immer. Beweis: Dieses öffentliche Lovetoy in der Dresdner Fußgängerzone (wahrscheinlich noch aus DDR-Zeiten).<img alt="Dildo-kl.jpg" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/Dildo-kl.jpg" width="400" height="167" />Ihr merkt, mir steckt die Rostocker Partynacht noch in den Knochen. Also entschuldigt die etwas vulgären Ausbrüche in diesem Text. Etwas oversexed aber beinahe erholt (ist es die Ostluft?), sagt „Tschüßie“ (so sagt man hier): </p>

<p>Euer, Jan Böhmermann</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/offentlicher_gr.html</link>
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<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 18:44:55 +0100</pubDate>

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<item>
<title>Eine Familie - ganz viel Geschichte</title>
<description><![CDATA[<p>In den wesentlichen Dingen sind Jan und ich uns extrem einig. Er ist der weltbeste Beifahrer, den man sich wünschen kann. Er legt genau so viel Wert auf gutes Essen wie ich (das bisherige Highlight war natürlich unser Mahl im Auerbachs Keller in Leipzig, in dem auch schon Goethe vor uns saß). Und wir lassen uns gerne treiben. </p>

<p><img alt="Parkplatz; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/090715_parkplatz.jpg" width="400" height="159" /></p>

<p>So auch vor einigen Tagen in Löcknitz. Eigentlich haben wir hier einen Termin mit dem stellvertretenden Bürgermeister (auf dem Foto oben rechts hinter Jan). Doch dann, auf dem Parkplatz eines überdimensional geratenen Supermarkts ("Es kommen viele aus Polen, um hier einzukaufen", so der Grund für seine Größe) entdecken wir einen VW-Bus mit Kölner Kennzeichen. Sektor-Kinder tief im Osten. Natürlich verwickeln wir die Großfamilie in ein Gespräch und natürlich lassen wir uns gerne einladen, vorbeizuschauen. Und so geht's nach Dorotheenwalde. Hier sind wir "gegenüber dem blauen Haus" verabredet - es ist so klein, dass Straßenschilder nur irritieren würden. </p>

<p><img alt="Gisela Munecke; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/090715_munecke.jpg" width="400" height="215" /></p>

<p>Herzlich empfängt uns Gisela Munecke und hat schon den Kaffeetisch eingedeckt. Mit am Tisch sitzen ihr Mann Rolf, die Tochter Christine Wolff, wiederum deren Tochter Regina und deren Mann Detlev Wolff. Während das alte Paar in Köln lebt, lebt die Tochter mit ihrer Familie in Oberhausen. Wenn wir uns irgendwo auf einem Parkplatz in Köln-Porz begegnet wären, würden wir sie wahrscheinlich für eine ganz normale Familie halten. Hier aber, rund 800 Kilometer weiter, am Kaffeetisch unweit der deutsch-polnischen Grenze wird uns bewusst, dass diese drei Generationen alle wesentlichen Aspekte der jüngeren deutschen Geschichte abdecken.</p>

<p><img alt="Detlev Wolff; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/090715_wolff.jpg" width="400" height="217" /></p>

<p>Da ist zunächst Detlev Wolff. Eindrucksvoll erzählt er, wie er als Ostdeutscher im Alter von 22 Jahren über die Grenze in die Bundesrepublik flüchtete. Die Flucht war gelungen, seine Hose beim Überqueren des Zauns gerissen - da hat er zunächst im nächsten Dorf irgendwo geklingelt. Zu RAF-Zeiten keine so gute Idee. Vor lauter Angst haben ihm die ersten die Tür wieder vor der Nase zugeschlagen, bis er eine Familie antraf, die ihn reinbat, die seine Hose flickte, "während ich nachts die erste Banane meines Lebens aß." </p>

<p><img alt="Familie Wolff; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/090715_wolff_alle.jpg" width="400" height="222" /></p>

<p>Seine Frau Christine wuchs im Rheinland auf. "Ich konnte mir die Mauer gar nicht vorstellen. Dazu war sie viel zu weit weg." Das verbindet sie und ihre Tochter Regina. "Man kennt natürlich die ganzen Geschichten, aber erlebt habe ich das ja nicht", sagt die 23-jährige Arzthelferin. Ein paar Tage Urlaub hier bei der Oma in der beschaulichen Natur macht sie gerne. Hier zu leben ist für sie, die in Oberhausen lebt, allerdings unvorstellbar: "Zu ruhig!"</p>

<p><img alt="Ehepaar Munecke; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/090715_munecke_mann.jpg" width="400" height="224" /></p>

<p>Die Gastgeberin Gisela hat am meisten Geschichte erlebt: Sie ist in Stettin (heutiges Polen) geboren, dann kauften ihre Eltern rund eine halbe Stunde entfernt hier in Dorotheenwalde das Haus, wo sie aufwuchs. Nach der Wende hat sie sich ihr einst enteignetes Haus wieder geholt, restauriert und fährt jetzt immer wieder mit ihrer Familie und ihrem Mann hin. Der hat übrigens auch viel zu erzählen. Er hat das Dritte Reich, den Nationalsozialismus, den Krieg erlebt. Aber dafür bleibt uns leider keine Zeit mehr. </p>

<p>Wir fahren weiter nach Neubrandenburg. Rechts und links sind Felder, soweit das Auge sehen kann. Keine Häuser, keine Rastplätze, nichts. Beinahe überfahre ich eine Schlange - Jan und ich können es nicht fassen. Eine Schlange mitten auf der Straße! Beeindruckend. </p>

<p><strong><a href="http://wdrblog.de/einslive-osttour/090721_c_vonsektorzusektor.mp3">Jan berichtet von der Drei-Generationen-Familie [1LIVE | 21.07.2009 | 15:35 Uhr]</a></strong><br />
</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/in_den_wesentli.html</link>
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<category></category>
<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 12:55:44 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<title>Zu Gast bei den Sorben</title>
<description><![CDATA[<p>Als wir <a href="http://www.einslive.de/magazin/aktionen/2009/von_sektor_zu_sektor/karte.jsp" target="_blank">unsere zweiwöchige Tour durch den Osten</a> vorbereiten, gibt es ein Thema, das mich direkt begeistert: die Sorben. Die Sorben sind eine westslawisches Volk, das nicht im Sorbenland oder Sorbistan sondern in der Lausitz lebt. Eine ethnische Minderheit mit eigener Sprache, eigener Kultur, eigener Identität, aber eben keinem eigenen Land. Ihre Zahl wird auf bis zu 60.000 geschätzt.</p>

<p><img alt="Marco hilft spontan Freunden aus dem Dorf; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/sorben_idylle.jpg" width="400" height="178" /></p>

<p><br />
Jadwiga, Marco und Florian sind Sorben. Wir treffen sie in Sachsen, unweit von Dresden im Kreis Bautzen, genauer gesagt in Ostro - "das Zuhause von vielen Sorben". Dass dieses idyllische Dorf anders ist als die meisten deutschen Städte wird uns direkt am Ortseingang bewusst. Hier - wie auch in der Umgebung - sind die Straßenschilder zweisprachig. Es gibt einen Kindergarten, in dem man nicht deutsch sondern sorbisch spricht, eine sorbische Schule und sorbische Medien - inklusive Radio- und Fernsehprogramm.</p>

<p><img alt="Straßenschild; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/sorben_strassenschild.jpg" width="400" height="185" /></p>

<p>Wenn Jadwiga, Marco und Florian mit einander reden, sprechen sie natürlich auch sorbisch. Wenn sie das nicht tun, unterscheidet sie auf dem ersten Blick nichts von typisch deutschen Twens. Sie studieren, gehen einer Ausbildung nach und vertreiben ihre freie Zeit mit Freunden im Jugendzentrum. Hier haben Marco und Florian ihren Proberaum. Sie sind Teil einer Metalband, in der sorbisch gesungen wird. </p>

<p><img alt="Proberaum; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/sorben_proberaum.jpg" width="400" height="181" /></p>

<p>Metal und sorbisch - das ist nicht für jeden die perfekte Kombination. Die Idylle in Ostro wirkt traditionell, und die Sorben sind streng katholisch. "Was heißt streng, wir wissen, was uns die Religion bedeutet", sagt Marco. Mittlerweile sind wir mit ihm und seinen Freunden im Proberaum angekommen, wo Florian und Marco einen Song anstimmen.</p>

<p><img alt="Jadwiga und Florian; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/sorben_proberaum2.jpg" width="399" height="190" /></p>

<p>Die drei (die ersten Sorben, die ich in meinem Leben kennen gelernt habe) faszinieren mich. Sie scheinen zwei Dinge zu vereinbaren, die man normalerweise nicht gut vereinbaren kann: Tradition und Moderne.  Zu großen Feiertagen trägt Jadwiga natürlich Tracht. Jetzt dagegen steht sie im modernen Outfit vor einem. Sie fühlen sich als Sorben, sind aber gegen jegliche Autnomiebestrebungen. Sie sind stolz auf ihre Herkunft und pflegen ihre Kultur, sind dabei aber sehr offen. Sie wirken in keinem Moment altmodisch, konservativ oder aufgesetzt. Ganz im Gegenteil. Sie kommen sogar cool rüber, weil sie so offen und selbstbewusst mit ihrem Anders-Sein umgehen. Großartig heißt wulkotny. Wulkotny! </p>

<p><a href="http://www.rbb-online.de/radio/sorbisches_programm/sorbisches_programm.html" target="_blank">Auf den Seiten der Kollegen vom rbb</a> könnt ihr hören, wie sorbisch klingt. Bei den Kollegen des MDR erfahrt ihr mehr <a href="http://www.mdr.de/sorbisches-programm/rundfunk/1911300.html" target="_blank">über die Geschichte der Sorben.</a></p>

<p><strong><a href="http://wdrblog.de/einslive-osttour/090721_jan_gesprarch_1.mp3">Jan zu Gast bei den Sorben - Teil 1 [1LIVE | 21.07.2009 | 05:30 Uhr]</a></strong><br />
<strong><a href="http://wdrblog.de/einslive-osttour/090721_jan_gesprarch_2.mp3">Jan zu Gast bei den Sorben - Teil 2 [1LIVE | 21.07.2009 | 07:20 Uhr]</a></strong><br />
<strong><a href="http://wdrblog.de/einslive-osttour/090721_jan_gesprarch_3.mp3">Jan zu Gast bei den Sorben - Teil 3 [1LIVE | 21.07.2009 | 08:45 Uhr]</a></strong></p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/als_wir_unsere.html</link>
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<category></category>
<pubDate>Mon, 20 Jul 2009 23:21:55 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<title>Sektor, ab in den Osten!</title>
<description><![CDATA[<p>Es fällt uns schwer, verdammt schwer. Aber wir müssen uns von Warnemünde verabschieden.  Die nächste Station unserer Tour wartet rund 450 Kilometer und damit rund fünf Auto-Stunden entfernt. Wir fahren einmal quer durch den Osten runter in die Nähe von Dresden, an die deutsch-tschechisch-polnische Grenze.  </p>

<p>Vorher meldet sich Jan beim Sender und damit auch euch. Unsere Message: Vergesst Paris, Rom und London in der Oberstufe! Alle Abschlussklassen aus Nordrhein-Westfalen sollten ihre Klassenfahrt in den Osten verlegen. Urlauber sowieso!</p>

<p><strong><a href="http://wdrblog.de/einslive-osttour/urlausparadies.MP3">Urlaubsparadies Ostsee | 1LIVE | 20.07.2009 | nachmittags]</a></strong></p>

<p><strong><a href="http://wdrblog.de/einslive-osttour/vorschau_dienstag.mp3">Jan meldet sich von der Autofahrt [1LIVE | 20.07.2009 | später Nachmittag]</a></strong></p>

<p><br />
</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/sektor_ab_in_de.html</link>
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<category></category>
<pubDate>Mon, 20 Jul 2009 22:02:59 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<title>Durch die Nacht in Rostock</title>
<description><![CDATA[<p>1. Junggesellenabschiede sind überall gleich.</p>

<p><img alt="nachtleben_04.jpg" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/nachtleben_04.jpg" width="400" height="120" /></p>

<p>2. Diese beiden Damen waren Jan nicht gut genug.</p>

<p><img alt="nachtleben_01.jpg" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/nachtleben_01.jpg" width="400" height="119" /></p>

<p>3. Man muss nur "Hey, Girls" rufen, schon hat man mit Jule, Steffi und Tina drei reizende Rostocker Perlen am Start - zumindest, wenn man Jan Böhmermann ist. </p>

<p><img alt="nachtleben_02.jpg" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/nachtleben_02.jpg" width="400" height="120" /></p>

<p><img alt="nachtleben_05.jpg" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/nachtleben_05.jpg" width="400" height="120" /></p>

<p><img alt="nachtleben_03.jpg" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/nachtleben_03.jpg" width="400" height="120" /></p>

<p>P.S: Die auf dem letzten Foto ist Jule, aber von ihr erzählt euch Jan besser selbst. Gute N8!</p>

<p><strong><a href="http://wdrblog.de/einslive-osttour/090820_nachtleben_8_36.mp3">Jan über seine "biene" Tour mit Jule, Steffi und Tina [1LIVE | 20.07.2009 | gegen halb 9]</a></strong></p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/durch_die_nacht.html</link>
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<category></category>
<pubDate>Mon, 20 Jul 2009 00:41:31 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<title>Ein erstes Fazit</title>
<description><![CDATA[<p>Als wir beschlossen, 20 Jahre nach der deutschen Einheit durch den Osten zu touren, gab es einen guten Grund dafür. Uns war aufgefallen, dass die Wenigsten die Bundesländer jenseits der ehemaligen Grenze zur DDR kennen. Man - auch ich - fährt nach Berlin. Vielleicht noch nach Leipzig oder Dresden. Ansonsten aber bestimmen Vorurteile und Unkenntnis unser Bild von der anderen Hälfte der Republik. </p>

<p><img alt="Collage: Bauhaus in Dessau und Spinnerei in Leipzig; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/fazitcol.jpg" width="403" height="114" /></p>

<p>Nach einer Woche Ost-Tour kann ich nur sagen: Das ist sehr sehr schade. Es gibt Orte, die ich auf jeden Fall wieder besuchen werde. Plätze, die ich nur ungern verlassen habe. Es gibt natürlich auch Orte, die ich niemals wieder freiwillig aufsuchen werde. Das hat gar nichts damit zu tun, dass sie sich hier im Osten befinden, sondern eher mit ihrer Eigenschaft, eine öde,  triste Kleinstadt zu sein. </p>

<p><img alt="Strandkörbe; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/strandkoerbe.jpg" width="400" height="115" /></p>

<p>Als uns der stellvertretende Bürgermeister in Löcknitz sagt, die jungen Menschen wollten nicht zurück kommen, fühle ich mich an Bodenwerder in Niedersachsen erinnert. Dort, in der Nähe von Hameln, bin ich aufgewachsen. In einer Stadt, in der es irgendwann nicht mal mehr ein Kino gab, geschweige denn ein Gymnasium. Kaum einer meiner Mitschüler ist wieder zurück gegangen. Das ist einfach so - egal ob Ost oder West.</p>

<p><img alt="Strand von Warnemünde; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/090719_strand.jpg" width="400" height="157" /></p>

<p>Was mir jetzt schon in Erinnerung bleiben wird, ist diese beeindruckende Natur. Auch wenn man sich an das Radioprogramm nur schwer gewöhnen kann: Es ist fantastisch, eine Dreiviertelstunde lang mit dem Auto über Pflastersteine zu tuckern, umgeben von Natur,  von blühenden Sonnenblumen- oder Kornfeldern so weit das Auge blicken kann. Solche Weiten habe ich nicht mal in Niedersachsen oder Bayern gesehen. Es ist toll, durch Wälder zu fahren, die mich an den Schwarzwald erinnern lassen. Und am besten ist es natürlich, hier in Warnemünde am Meer zu sitzen. Hier ist es einfach deutsch - nicht typisch ost- oder westdeutsch, einfach nur deutsch. Auf 20 Jahre deutsche Einheit! </p>

<p><strong><a href="http://wdrblog.de/einslive-osttour/090719_fazit.MP3">Hört hier Jans Wochenrückblick [1LIVE | 19.07.2009 | vormittags]</a></strong></p>

<p><a href="http://www.einslive.de/includes/bildergalerie.jsp?gal=1890&kap=1&img=1#anker" target="_blank">Hier geht's zu unserer Reise-Bildergalerie...</a><br />
</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/ein_erstes_fazi.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/ein_erstes_fazi.html</guid>
<category></category>
<pubDate>Sun, 19 Jul 2009 11:45:40 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<title>Ein Tag am Meer</title>
<description><![CDATA[<p>Wenn es etwas gibt, dass der Sektor Ost unserem geliebten Sektor voraus hat, dann ist es das Meer. Der Geruch vom Wasser. Das Kreichen der Möwen. Der Sandstrand. Nach einer Woche voller Eindrücke, nach über 1.000 Kilometer Autofahrt sind wir gerade in Warnemünde gelandet. Der erste Eindruck: Hier bleiben wir.</p>

<p>Nicht vorenthalten möchte ich euch, dass uns das Zahlen der Maut auf dem Weg nach Warnemünde wirklich begeistert hat!</p>

<p><strong><a href="http://www.wdr.de/themen/global/flashplayer/wsPlayer.swf?dslSrc=rtmp://gffstream.fcod.llnwd.net/a792/e1/media/1live/2009/07/090727_vonsektorzusektor.flv&amp;mediaDuration=20&amp;cfgFile=http://www.wdr.de/mediathek/1live/codebase/skin/mediathek.cfg&amp;autoPlay=true&amp;red=1livefs" />VIDEO: Die Maut-Anlage begeistert mit seinem Kleingeld-Trichter</a></strong></p>

<p><img alt="Warnemünde; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/warnemuende_ankunft.jpg" width="400" height="225" /></p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/ein_tag_am_meer.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/ein_tag_am_meer.html</guid>
<category></category>
<pubDate>Sat, 18 Jul 2009 19:55:21 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<title>Bei Merkels Friseur</title>
<description><![CDATA[<p>Ein historischer Tag: Jan Böhmermann, nur ein ganz normaler, einfacher 1LIVE-Reporter, lässt sich von Angela Merkels Friseur die Haare schneiden:</p>

<p><img alt="Jan bei Angela Merkels Friseur; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/templin_friseur_col.jpg" width="400" height="554" /></p>

<p>Nur einen Tag nach Angela Merkels Geburtstag sind wir in ihrer Stadt: in Templin, im Westen der Uckermark, 85 Kilometer von Berlin entfernt. Der Weg hierhin führte über absolutes Niemandsland. Wunderschönes Niemandsland, über das Jan ja bereits ausführlich berichtet hat. Unsere erste Station: der Friseursalon von Horst Sydow. Bei ihm war Angela Merkel Stammgast - bis sie nach dem Abitur die Stadt verließ. Genau so wie der Rest ihrer Familie. Ihr Vater war erst gestern im Laden und hat sich von Horst Sydow die Haare schneiden lassen. Heute sitzt Jan auf seinem Platz und lässt sich für nur 4 Euro 50 einen Schnitt verpassen.</p>

<p><img alt="In Templin beim Friseur; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/templin_friseur_drei.jpg" width="400" height="203" /></p>

<p>Ob Angela Merkel als Teenager irgendwelche speziellen Wünsche hatte, wollen wir wissen. "Nein, sie war ein ganz einfaches Mädchen", sagt Herr Sydow. Sie wollte die Haare einfach nur kurz tragen - wie seinerzeit alle in ihrem Alter. Teure Pflegeprodukte - Fehlanzeige. "Ich kenne die ganze Familie. Auch ihr Bruder kommt noch manchmal zu mir. Von denen will keiner Extras haben." </p>

<p><img alt="Jan beim Friseur; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/templin_friseur_fl.jpg" width="400" height="225" /></p>

<p>Uns beiden ist Horst Sydow direkt unglaublich sympathisch. Der 75-Jährige erzählt munter vor sich hin, während er Jan die Haare schneidet. Dabei outet er sich als eingefleischter Schalke-Fan. Er ist sogar Mitglied des Schalke-04-Fan-Clubs "Templiner Knappen e.V.". Schalke ist eben überall.</p>

<p><strong><a href="http://wdrblog.de/einslive-osttour/templin_allerbester_ort.mp3">Jan meldet sich aus dem Friseursalon [1LIVE | 18.07.2009 | 11:10 Uhr]</a></strong></p>

<p><strong><a href="http://wdrblog.de/einslive-osttour/090718_templin.MP3">Jan lässt sich eine neue Frisur verpassen [1LIVE | 18.07.2009 | eine Stunde später] </a></strong></p>

<p>Zwei Straßen weiter, auf dem Marktplatz von Templin hat schon das Stadtfest begonnen. Heute Abend treten hier echte Größen auf: Guildo Horn, Antonia aus Tirol und Jürgen, der Star aus Big Brother. Schade, dass Jan und ich weiter müssen. Vorher kauft er aber Mitbringsel ein, wir essen eine leckere Bratwurst und er spricht mit den Templinern:</p>

<p><strong><a href="http://wdrblog.de/einslive-osttour/stadtfest_templin.MP3">Jan meldet sich vom Stadtfest [1LIVE | 18.07.2009 | kurz nach eins]</a></strong><br />
</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/bei_merkels_fri.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/bei_merkels_fri.html</guid>
<category></category>
<pubDate>Sat, 18 Jul 2009 12:14:27 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<title>Tante Angela</title>
<description><![CDATA[<p><img alt="Disco-kl.jpg" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/Disco-kl.jpg" width="400" height="225" /><strong>Bald kenne ich die ehemalige DDR wie meine Ostentasche. </strong>Dieser Spitzenwitz kommt von meinem Cousin Magnus, der sich (wie wahrscheinlich alle internetfähigen Mitglieder meiner West/Ost/Ostost-Großfamilie) heute auf dieses Blog verirrte. Grund war mein hier von Schiwa ja bereits ausführlich dokumentierter Besuch bei meiner Großtante Gisela in Neubrandenburg. Die neugierige aber kluge Sippschaft konnte dank Internet mal schnell nachgucken, wie es dem entfernten Tantchen so geht und braucht sich jetzt nicht selbst erkundigen oder gar vorbeifahren.</p>

<p>Mal fürs Protokoll: Mein Vater ist Westdeutscher, meine Mutter eine im heutigen Polen geborene Deutsche, ein paar Verwandte sind auf der Nachkriegsreise in den Westen in der DDR hängengeblieben, andere sind gar nicht erst aus Polen abgehauen und die ärmsten Säue der Riesenfamilie hat es nach Köln verschlagen. Liebe Leser, jetzt wisst Ihr, ich bin ein gesamtdeutsches, ja beinahe <a href="http://www.boehmermann.de">gesamteuropäisches Menschenkind</a>. Ich habe also qua Geburt das Recht dazu, mich über Ossi und Wessi lustig zu machen, wie ich will. Ich bin irgendwie immer auch selbst damit gemeint. Schnarch…</p>

<p>Wenn sich "lustige" "Künstler" selbst erklären, muss ich kotzen.</p>

<p>Darum schnell zurück zum gewohnt überheblichen Sarkasmus! Ost-Ostdeutschland ist so dünn mit Menschen besiedelt wie der Intimbereich einiger Teilnehmer der journalistisch hochwertigen, "<a href="http://www.bild.de/BILD/lifestyle/mode-beauty/beauty/2009/07/deutschland-waxing-umfrage-intimfrisur/intimrasur-waxing-studio-rasieren-schamhaar-schmerzen.html">großen BILD-Umfrage zum Rotwerden</a>" mit Haaren. Oder das neue ZDF-Nachrichtenstudio mit Leben und Charme. Kurz: Es ist nichts los hier, menschlich. Auf unserer zweistündigen E-Klasse-Odyssee von Neubrandenburg (Tante Gisela) nach Templin (Tante Angela) haben Schiwa und ich ungelogen vielleicht vier Ureinwohner gesehen. Die haben uns mürrisch angeguckt und hätten uns sicherlich 100 Begrüßungshiebe mit ihren Ureinwohnerkeulen verpasst, wenn wir in unserer Wessi-Schüssel nicht so schnell gewesen wären: 40 Stundenkilometer. Schneller ging nicht, Unwetter und beschissene Landstraßenverhältnisse – sagen wir es ruhig mal, so wie es ist – haben uns einen schief in die Fahrbahnmitte gepinselten Strich durch die Rechnung gemacht. Manchmal ist der Osten Deutschlands eben auch und noch DDR.</p>

<p>Aufs Stichwort: Jetzt logieren Schiwa und ich im Templiner Seehotel. Auch ein Stück gute, alte DDR. Die beiden Bilder dieses Blogeintrags zeigen unsere Unterkunft von innen. Oben sieht man den vom Hotel organisierten "Tanz ins Wochenende" und unten das, was die Gäste des Hauses stattdessen machen.<br />
<img alt="Abendcafe-kl.jpg" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/Abendcafe-kl.jpg" width="400" height="196" />Am Samstag ist Templin, der Heimatort von Geburtstagskind Angela Merkel, der <em>allerbeste Ort</em> im <em>allerbesten Samstag</em> auf 1LIVE. Hoffentlich wird das Wetter besser. Nass macht der landschaftlich bezauberndste Teil des Ostsektors bestimmt nicht mehr Spaß.<br />
<strong><br />
Folgende küchensoziologische Theorien möchte ich am Ende dieses ungemütlichen Unwettertages aufstellen:</strong></p>

<p>1. Der Osten wäre noch gastlicher und noch weltoffener, wenn hier mehr Besucher aus dem Westen vorbeikämen! Bitte gerne auch recht viele "Menschen mit Migrationshintergrund", das täte den Ossis gut.</p>

<p>2. DDR-Hotels sind deshalb so hellhörig, damit die Stasi bei der Installation von Abhörtechnik sparen konnte.</p>

<p>3. Angela Merkel ist das personifizierte Templin.</p>

<p><a href="http://twitter.com/janboehm">Achja, bitte "followed" mich nicht bei Twitter. Das ist nämlich voll uncool.</a></p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/tante_angela.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/tante_angela.html</guid>
<category></category>
<pubDate>Fri, 17 Jul 2009 23:26:34 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<title>Familienvereinigung</title>
<description><![CDATA[<p>Der heutige Nachmittag steht ganz im Zeichen der Familie. Die Schwester von Jans Oma, Tante Gisela, lebt hier in Neubrandenburg - und wir haben uns zum spontanten Kaffeeklatsch angemeldet. </p>

<p><img alt="Onkel August, Jan, Tante Gisela; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/tante_gisela.jpg" width="400" height="188" /><br />
 <br />
Herzlich werden wir empfangen. Tante Gisela hat extra Kirschkuchen gebacken. Sehr lecker. Ausgesprochen nett. Und dann vergeht der Nachmittag wie er immer vergeht, wenn man bei der Familie zu Besuch ist. Es fallen alle möglichen Namen von Verwandten mit der Erklärung, was aus ihnen geworden ist. Vor allem aber werden Anekdoten von früh augetauscht - ohne Rücksicht auf Verluste. Und so erfahre ich einiges mehr über Jan, mit dem ich ja schon seit Montag ununterbrochen zusammen bin. Ich muss ja noch eine Woche mit ihm klar kommen - deshalb sei hier nur so viel verraten: Er soll schon als Kind total unterhaltsam gewesen sein. Er soll auf Familienfeiern gezaubert haben. Herrlich. Wieso nur kann ich mir das nur so super vorstellen?</p>

<p><strong><a href="http://wdrblog.de/einslive-osttour/tante_gisela_akt.mp3">Jan meldet sich aus Tante Giselas Wohnzimmer [1LIVE | 17.07.2009 | 17:10 Uhr]</a></strong></p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/familienvereini.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/familienvereini.html</guid>
<category></category>
<pubDate>Fri, 17 Jul 2009 16:35:48 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<title>Löcknitz, Stettin, Pasewalk</title>
<description><![CDATA[<p>Liebe britische Besatzungszone, hier schreibt zum ersten Mal <a href="http://www.boehmermann.de" target="_blank">Jan Böhmermann</a>, Schiwas Boytoy auf der "Von Sektor zu Sektor"-Tour. </p>

<p>Heute waren die 1LIVE-Internetiranerin und ich dort, wo Vorpommern beinahe schon Pommern heißt. Also im äußersten Osten Ostdeutschlands – wir waren so weit im Osten, dass das größte Teil Ostdeutschlands westlich von uns lag! Nun, da alle Ossis Wessis waren, hätte ich natürlich vortrefflich über sie lästern können. Gemäß des politisch korrekten öffentlich-rechtlichen Witzehandbuchs darf man über Wessis nämlich jederzeit mies kalauern, über Ossi jedoch nicht. Hab ich aber nicht gemacht, ich hatte anderes zu tun.</p>

<p>Schließlich wollte uns <strong>Horst Heiser</strong> (Linkspartei), der stellvertretende Bürgermeister von Löcknitz, die angesagten Hotspots seiner Gemeinde zeigen. Er durfte vorne in unserer dicken Westbonzen-E-Klasse sitzen, zeigte sich darüber aber empörend wenig begeistert. Ganz schön verwöhnt zwanzig Jahre nach dem Mauerfall, diese ostdeutsche Polit-Elite.</p>

<p><strong><a href="http://wdrblog.de/einslive-osttour/090717_loecknitz_1.mp3">Mein Bericht aus Löcknitz [1LIVE | 17.07.2009 | kurz nach 6 Uhr]</a></strong></p>

<p>Löcknitz fühlt sich an wie Pulheim oder Bergheim – ob das ein Kompliment oder eine Beleidigung ist, möge jeder Leser bitte selbst entscheiden. Das besondere an diesem sympathischen Nest im Ostzonenrandgebiet: Es wächst stetig, den Polen sei Dank! Vom kleinen deutschen Löcknitz bis zum großen polnischen Stettin sind es nur 20 Minuten mit dem Auto, viele Polen haben sich darum in Ostvorpommern ein Häuschen gekauft und leben nun in Löcknitz mehr oder weniger einträchtig neben ihren deutschen Nachbarn.</p>

<p><img alt="Grenzbaum; Rechte: WDR/Böhmermann" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/Grenzbaum-kl.jpg" width="400" height="132" /></p>

<p>Herr Heiser redet über seine polnischen Nachbarn bevorzugt in der dritten Person Singular. <em>Der Pole</em> hat hier gekauft, <em>der Pole </em>ist ein guter Nachbar, <em>der Pole</em> ist sehr reinlich und korrekt. <em>Der Pole</em> ist vor allem: nicht weit weg. Schiwa und ich fahren mit unserer schwarzen E-Klasse mal rüber nach Stettin und laufen ein bisschen durch die Stadt. Einer bleibt natürlich immer am Auto, sicher ist sicher. Liebe politisch korrekte Leserschaft: Wir hegen und pflegen natürlich an dieser Stelle<em> absichtlich </em>das Vorurteil des stehlenden Polen, damit wiederum die Polen ihr Vorurteil, die arroganten Deutschen dächten merkwürdige Dinge über sie, durch uns bestätigt sehen. Auch so geht Völkerverständigung.</p>

<p>Weil Stettin etwas zu chaotisch war, Schiwa darum beinahe einen Unfall gebaut hätte und wir nicht riskieren wollten, dass es zu diplomatischen Verwicklungen zwischen Polen und Iran kommt, weil unsere 1LIVE-Quotenperserin heimlich ohne Visum in mein deutsches Lieblingsnachbarland eingereist ist, brausten wir nach nur einer Stunde Aufenthalt lieber wieder zurück. Außerdem wollten wir unsere harten Westeuros nicht gegen Zlotys tauschen, tschuldi, liebe Polen.</p>

<p><strong><a href="http://wdrblog.de/einslive-osttour/090717_loecknitz.mp3">Mein Bericht aus Löcknitz [1LIVE | 17.07.2009 | kurz nach 8 Uhr]</a></strong></p>

<p>Folgende Fragen stelle ich mir am Ende dieses Tages: Warum war eigentlich jeder Deutsche schon einmal in Frankreich, aber die wenigsten in Polen?! Warum habe ich nicht gewusst, dass es in Deutschland so derart naturbelassene, malerische und weite Landschaften gibt wie hier in Ostvorpommern? Und: Wer textet in Neubrandenburg eigentlich die Straßenschilder?<br />
<img alt="Schild; Rechte: WDR/Böhmermann" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/Fuzo-kl.jpg" width="400" height="139" /></p>

<p><a href="http://twitter.com/janboehm" target="_blank">Ganz heiße, aktuelle Neuigkeiten aus dem Osten poste ich übrigens auch fleißig beim Sinnlos-Dienst Twitter. Checkt das aus.</a></p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/locknitz_stetti.html</link>
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<category></category>
<pubDate>Thu, 16 Jul 2009 22:33:04 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<title>Grenzüberschreitung</title>
<description><![CDATA[<p>Ein weiteres Mal haben Jan und ich die Grenze überschritten - diesmal die Grenze nach Polen. Doch der Abstecher nach Stettin erweist sich im Nachhinein als eher überflüssig. Diese Stadt ist für kurze, unvorbereitete Besuche nicht gemacht... Ein bisschen enttäuscht verlassen wir das Land der kürzesten Hotpants der Welt, um uns dann an der Grenze zu amüsieren. Hier herrscht absolute Stille. Keine Beamten, keine Shops, nichts. Absolutes Niemandsland, in dem wir erstmal eine kleine Pause einlegen.</p>

<p><strong><br />
<a href="http://wdrblog.de/einslive-osttour/090716_grenze_polen.mp3">Jan meldet sich von der Grenze [1LIVE | 16.07.2009 | nachmittags]</a></strong></p>

<p><br />
<img alt="Grenze; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/grenze.jpg" width="400" height="470" /></p>

<p>P.S.: Für alle Viersener, Mönchengladbacher und andere Rheinländer, die gerne mal über die Grenze nach Holland fahren, um Pommes mit feister Saté Sauce zu essen und Chocomel zu trinken - der Trip hier über Grenze lohnt sich weniger. Es gibt die "billigsten Zigaretten der Welt" (was nur davon zeugt, dass der Verkäufer nicht viel herumgekommen zu sein scheint). Und man bestätigt uns: Wirklich günstig sind die Waren auch nicht...</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/grenzuberschrei.html</link>
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<category></category>
<pubDate>Thu, 16 Jul 2009 22:05:36 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<title>Die dunkle Seite</title>
<description><![CDATA[<p>Gibt es im Osten tatsächlich mehr Rechtsextreme? Werde ich komisch angeschaut oder behandelt werden, wenn ich durch die Fußgängerzone laufe? Ich gebe zu, dass ich mir vor meiner Tour zumindest ein paar Gedanken gemacht habe. Die macht man sich zwangsläufig, wenn Freunde und Kollegen, die normalerweise nicht im Verdacht stehen, sensibel oder über-vorsichtig zu sein, einen bitten: "Du passt aber auf."</p>

<p><img alt="Wand im Jugendzentrum; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/090715_dessau_antifa.jpg" width="400" height="175" /></p>

<p>Fakt ist, dass die Wahlergebnisse in Dessau-Roßlau einen nicht aufschrecken lassen: Bei der letzten Europawahl im Juni gab es <a href="http://www.stala.sachsen-anhalt.de/wahlen/ew09/" target="_blank">knapp über 2 Prozent für DVU und REP</a>. Fakt ist auch, man sieht im Stadtbild kaum Ausländer. Auf dem Weg aus dem Parkhaus beschließen wir, die Zeit zu messen: Wie lange kann man durch die Innenstadt laufen, ohne auf einen Menschen mit offensichtlichem Ausländer-Background zu treffen? Ganz ehrlich: über eine halbe Stunde lang! Nur 2,16 Prozent der Einwohner von Dessau-Roßlau sind Menschen ausländischer Herkunft. Die ersten Asiatinnen treffe ich kochend in der Einkaufspassage. Was bei uns im Rheinland die Döner-Buden sind, sind hier die Asia-Treffs. Das hat etwas mit der DDR-Vergangenheit zu tun. Es waren nicht die Italiener, Griechen oder eben Perser wie ich oder besser gesagt meine Eltern, die ihr Land verlassen haben, sondern Menschen aus Vietnam, Angola oder Mosambik. </p>

<p>Dennoch, dass ich komisch angesprochen oder angesehen werde, das ist hier in Dessau nicht der Fall. Ich fühle mich nur deshalb etwas unwohl, weil es mich irritiert, wie deutsch diese Stadt ist. Unwohl fühlt sich Mario auch. Wir treffen ihn gemeinsam mit Steffen und Marco in einem alternativen Jugendzentrum in Dessau. Das Gebäude gleicht einem Sicherheitstrakt. Kameras der Polizei nehmen draußen am Eingang das Gelände ins Visier. Die Scheibe der Eingangstür wird mittlerweile von einer Holzplatte gesichert, weil die Scheibe zuvor zu oft eingeschlagen worden war.</p>

<p><img alt="Schild am Jugendzentrum; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/090715_dessau_schild.jpg" width="400" height="164" /></p>

<p>Im Gebäude fühle ich mich an meine Zeit im AStA, also im Studentenparlament, erinnert. Wir könnten uns in jedem westdeutschen Antifa-Büro Deutschlands aufhalten - es würde genau so aussehen. Was wir zu hören bekommen, klingt allerdings anders. </p>

<p><img alt="Collage zeigt den Eingangsberiech: Überwachungskameras der Polizei und Tür des Zentrums; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/090715_dessau_antifa_col.jpg" width="399" height="172" /></p>

<p>"Die Wahrscheinlichkeit, in Sachsen-Anhalt Opfer einer rassistischen Tat zu werden, ist zehn Mal höher als in NRW", sagt uns Steffen. Natürlich erinnern auch wir uns an die ganz großen Fälle: 2000 wurde im Stadtpark von Dessau Alberto Adriano aus Mosambik vn Neonazis so schwer zusammen geschlagen, dass er wenige Tage später starb. Der Asylbewerber Oury Jalloh verbrannte 2005 unter mysteriösen Umständen in einer Zelle des Polizeireviers Dessau. Und erst letzten Sommer töteten zwei Männer vor dem Bahnhof von Dessau einen auf der Parkbank schlafenden Behinderten offenbar, weil sie "den Asozialen" vernichten wollten. </p>

<p>Damit sich so etwas nicht wiederholt, engagieren sich Steffen, Mario und Marco in zwei unterschiedlichen Projekten, die auch die Bundesregierung fördert. Ihr Ziel sei es, eine Politik des Hinschauens zu etablieren, ihr Traum eine Zivilgesellschaft. "Das Problem ist, vielen Bürgern ist es einfach egal - das liegt an der Demokratieverdrossenheit. Und an der autoritären Erziehung in 40 Jahren DDR."  </p>

<p><img alt="Jan am Eingang des Jugendzentrums; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/090715_dessau_jan.jpg" width="400" height="173" /></p>

<p>Engagiert und eindrucksvoll erzählen sie uns über eine Stunde lang von ihren Eindrücken, von Beispielen, von Opfern, die nicht einmal ein Guthabenkonto einrichten können, weil ihnen die Bank das verwehrt. Was bei mir allerdings hängen bleibt ist ein Satz, den Mario ganz zum Schluss eher beiläufig sagt, als Jan wissen möchte, ob die drei selbst denn keine Angst hätten: "Die Nazis wissen, wo ich wohne, wo mein Auto steht. Wenn ich vor dem Fernseher sitze, hänge ich immer mit einem halben Ohr am offenen Fenster, was dort passiert." Es wäre schließlich nicht das erste Mal, dass sein Auto beschädigt werden würde. </p>

<p>Jan und ich ziehen weiter. Er muss sich im übrigen keine Sorgen machen, versichern uns die Drei: "Du gehörst keiner potenziellen Opfergruppe an." Er sei weder homosexuell, noch Punker, noch Schwarzer oder ein Mensch mit Migrationshintergrund. "Ist das jetzt ein Kompliment?" fragt er und lacht.</p>

<p><strong><br />
<a href="http://wdrblog.de/einslive-osttour/090716_jan_dessau_rassismus.mp3">Jans Beitrag: Wie rechts ist der Osten? [1LIVE | 16.07.2009 | früh morgens]</a></strong></p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/die_dunkle_seit.html</link>
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<category></category>
<pubDate>Thu, 16 Jul 2009 07:57:53 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<title>Die Bauhaus-Stadt</title>
<description><![CDATA[<p>Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören. Und so haben wir Leipzig verlassen. <a href="http://www.einslive.de/magazin/aktionen/2009/von_sektor_zu_sektor/karte.jsp" target="_blank">Unsere Tour</a> führt uns rund 70 Kilometer nördlich nach Dessau, genauer gesagt nach Dessau-Roßlau. (Die beiden Städte, die von gleich zwei Flüssen getrennt werden, schlossen sich im Zuge einer Gebietsreform in Sachsen-Anhalt im Sommer 2007 zusammen.)</p>

<p>Wir machen da weiter, wo wir auch in Leipzig angefangen haben - bei der Kultur. Schließlich steht Dessau für Bauhaus. Gegründet wurde das Bauhaus zwar vor mittlerweile genau 90 Jahren in Weimar. Doch schon ein paar Jahre später, 1925, zog diese interdisziplinär arbeitende Schule für Architektur, Design und Kunst eben hierhin nach Dessau.</p>

<p><img alt="Collage: Am Bauhaus in Dessau; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/collage_dessau.jpg" width="400" height="584" /></p>

<p>In der prallen Mittagssonne lassen wir uns von dem Bau inspirieren, beobachten Niederländer beim Einparken und Japaner beim Fotografieren, Jan meldet sich im Radio bei den 1LIVE-Hörern, und zum Abschluss gibt's ein kühles Getränk im Museumsbistro. Arbeiten kann so wunderbar sein!</p>

<p><strong><a href="http://wdrblog.de/einslive-osttour/090714_dessau.mp3">Jan meldet sich live aus Dessau bei den 1LIVE-Moderatoren Michael Dietz und Christian Terhoeven [15.07.09 | früher Nachmittag]</a><br />
</strong></p>

<p><a href="http://www.bauhaus-dessau.de/">Erfahrt hier mehr über das Bauhaus Dessau...</a></p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/die_bauhausstad.html</link>
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<category></category>
<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 22:17:58 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<title>&quot;Das T-Shirt ist kein Medium&quot;</title>
<description><![CDATA[<p>Hinter den schönen Fassaden von Leipzig lebt es sich zum Teil sehr trist: Jeder Fünfte ist hier arbeitslos - was man wissen muss, denn dem Stadtbild selbst sieht man es tatsächlich nicht an. Jan und ich haben uns beim Thema Beschäftigung dagegen entschieden, einen Arbeitslosen zu porträtieren. Denn wen auch immer wir treffen würden: Es dürfte keinen Unterschied machen, ob man als 25-Jähriger in Halle/Westfalen oder unweit von Leipzig in Halle an der Saale keinen Job hat. </p>

<p><img alt="T-Shirts; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/spreadshirt_shirts.jpg" width="400" height="190" /></p>

<p>Es geht auch anders: Mit einer simplen innovativen Idee hat es zum Beispiel ein Student aus Leipzig mit seinem Freund geschafft. Beide haben 2002 Spreadshirt gegründet. Die Firma bietet jedem die Möglichkeit, sich per Internet T-Shirts mit dem Motiv seiner Wahl zu bestellen. Wer möchte, kann sich außerdem über Spreadshirt.net seinen eigenen kostenlosen Shop einrichten lassen und darüber selbst entworfene Kreationen vertreiben. Klingt simpel, ist aber extrem erfolgreich: International beschäftigt die Firma 300 Mitarbeiter und wächst - trotz Finanzkrise - weiter und weiter.</p>

<p><img alt="Farbrollen; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/farbrollen.jpg" width="400" height="155" /></p>

<p>Durch den Seiteneingang landen wir ungewollt mittendrin in der Produktion. Es geht hier zu wie in einem riesigen Copyshop, was mich überrascht. Mehrere 1.000 T-Shirts werden hier täglich produziert - und dennoch wird jedes Teil einzeln bedruckt. Ich hatte es mir technischer, automatisierter vorgestellt.  Eben nicht wie in einem nur etwas größer geratenem Copyshop. </p>

<p><img alt="Produktionshalle Spreadshirt; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/spreadshirt_halle.jpg" width="400" height="252" /></p>

<p>Über die Lautsprecher dröhnt Musik, die in regelmäßigen Abschnitten von Computer-Sounds übertönt wird. Am Ende der Halle steht das Kapital - lange Reihen von T-Shirts, Kapuzenpullover, sogar Unterhosen. Alle Farben, alle Größen. Und um euch zu beruhigen: S wird von den weiblichen Kunden selten bestellt. "Bei den Frauen geht es ab M los, bei den Männern verkaufen wir am meisten T-Shirts in  L oder XL", sagt uns Eike Sievert, die Pressesprecherin von Spreadshirt. Übrigens: Auch sehr gut laufen die Hunde-T-Shirts. Unfassbar.</p>

<p><img alt="Hunde-T-Shirt; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/spreadshirt_hund.jpg" width="400" height="194" /></p>

<p>Sie führt uns mit Ali durch die Halle. Lässig und jung wirkt hier alles, aber nicht aufgesetzt. Das liegt möglicherweise am Durchschnittsalter des Unternehmens, das bei jungen 29 Jahren liegt. So jung ist Mitbegründer und mittlerweile Technik-Chef Matthias Spieß  zwar nicht mehr. Als er uns mit T-Shirt und Jeans begrüßt, erinnert uns der ganze Style, die Atmosphäre dennoch eher an die New Economy. Auch der eingerichtete "Ethikrat" klingt danach. Der wacht darüber, dass keine sexistischen Motive oder rassistischen, demokratiefeindlichen Sprüche auf den Textilien landen. </p>

<p><img alt="Mitbegründer Matthias Spieß im Gespräch mit Jan Böhmermann; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/spiess_jan.jpg" width="400" height="244" /></p>

<p><strong><br />
<a href="http://wdrblog.de/einslive-osttour/sektor_zu_sektor_1_090715.mp3">Jan im Gespräch mit Spreadshirt-Gründer Matthias Spieß [1LIVE | 15.07.09 | früh am Morgen]</a><br />
</strong></p>

<p>Obamas Wahlplakat, Robbie Williams oder die Logos der Fußballvereine HSV und Bayern München sind zwar weder demokratiefeindlich noch sexistisch - trotzdem dürfen auch sie nicht gedruckt werden. "Das fällt leider unter die Copyright-Bestimmungen." Selbst Sätze wie "Ich habe auch Augen Du Arsch" oder Wörter wie "Zicke" sind Dinge, die sich Menschen schützen lassen haben. "Deshalb darf niemand mehr das Wort Zicke auf ein T-Shirt drucken. Würden wir das machen, würden auch wir rechtlich zur Rechenschaft gezogen werden."  Denn - diese Erklärung gefällt mir am besten:"Das T-Shirt ist noch kein Medium."</p>

<p><strong><br />
<a href="http://wdrblog.de/einslive-osttour/sektor_zu_sektor_2_090715.mp3">Jan berichtet bei den 1LIVE-Moderatoren Tobi Schäfer und Andreas Bursche über Spreadshirt [1LIVE | 15.07.09 | etwas später am frühen Morgen]</a><br />
</strong></p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/das_tshirt_ist.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/das_tshirt_ist.html</guid>
<category></category>
<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 08:27:18 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<title>In der Spinnerei</title>
<description><![CDATA[<p>Wunderbare Stadthäuser, wohin wir blicken. Dazwischen breite Alleen - auch am Morgen nach dem sentimentalen ersten Abend im Osten bleibe ich dabei: Leipzig ist beeindruckend schön. Wie hoch hier wohl die Mieten sind, frage ich mich - zumal ich die Angewohnheit habe, in fremden Städten (übrigens auch in Urlaubsregionen, in die ich niemals ziehen würde) nach dem Preis von Wohnungen zu schauen, um mir einen Augenblick lang vorzustellen, wie es wäre, hier zu leben. Ganz abwegig erscheint mir die Vorstellung hier in Leipzig jedenfalls nicht. </p>

<p><img alt="Fassade: Altes Haus neben restauriertem; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/alt_neu.jpg" width="400" height="225" /></p>

<p>Eine Wohnung zu finden, dürfte hier relativ einfach sein. Überall hängen Schilder, die auf leeren Wohnraum hindeuten. Leipzig, die "Boomtown" des Ostens, hat schließlich ein Problem: Über 40.000 Wohnungen stehen hier leer. Ein Kontrast aus (Gewerbe-)Neubaten, massenhafter Sanierung - vor allem der Jugendstilhauser - und Verfall prägt die Stadt. Interessant dabei finden wir die vollkommen neue Nutzung manch alter Gebäude. Ein Beispiel hierfür ist die Spinnerei Plagwitz. </p>

<p><img alt="Eingang der Galerie ASPN; Rechte: WDR; Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/spinnerei_01.jpg" width="400" height="225" /></p>

<p>Vor ein paar Wochen erst war Bundeskanzlerin Angela Merkel hier, um die Feierleichkeiten zum 125. Geburtstag einzuläuten. So alt ist dieses Gelände, wo einst die Leipziger Baumwollspinnerei, die europaweit größte Fabrik ihrer Art, stand. Statt der Fabrikarbeiter von einst treffen wir hier auf Künstler, Mitarbeiter von Werbeagenturen und Galeristen. Eine von ihnen ist Arne Linde. </p>

<p><img alt="Arne Linde; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/arne_lind.jpg" width="400" height="184" /></p>

<p>Mitte der 90er kam die Wuppertalerin zum Studieren nach Leipzig. "Ich wollte einfach mal etwas anderes sehen", erinnert sie sich zurück und bereut gar nichts. Die Studienbedingungen waren super: "Wir saßen mit zehn Leuten im Seminar." Außerdem war es hier ursprünglicher. "Als Westkind wusste ich zum Beispiel nicht, dass man mit Kohle heizen kann - ich dachte bis dahin, Zentralheizung wäre Menschenrecht." </p>

<p><img alt="Spinnerei-Gelände; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/spinnerei_05.jpg" width="400" height="191" /></p>

<p>Mittlerweile hat Arne Linde mit ASPN auf dem Gelände der Spinnerei eine eigene kleine Galerie. Während im Nebengebäude eine der typischen Holzfiguren von Stephan Balkenhol mitten im Raum steht, werden bei ihr gerade Fotos eines Berliner Künstlers aufgehangen. Ein paar Häuser weiter - ebenfalls auf dem Gelände - hat auch Neo Rauch sein Atelier. Obwohl er als einer der zeitgenössischen deutschen Künstler gefeiert wird, ist er seiner Geburtsstadt Leipzig treu geblieben. "Oft kommen hier Touristen rein, die erfahren haben, dass er sein Atelier hier hat und fragen, wo genau das Gebäude steht", erzählt die 32-Jährige, die ihn kennt und als umgänglichen Künstler schätzt.</p>

<p>Als Düsseldorferin fühle ich mich hier wohl. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass die ganzen talentierten Studenten der Kunstakademie Düsseldorf auch gerne in einem solch großzügigen Umfeld kreativ werden würden. Ich erinnere mich an eine Begegnung auf einer Vernissage: Jochen, Mitte 20, faszinierender Maler, erzählte stolz, er habe gerade für ein paar Monate im Rahmen eines Stipendiums ein Atelier zur Verfügung gestellt bekommen. Ein Loch, müsste man mit ostdeutschem Blick feststellen. Es kommt offenbar immer auf den Blickwinkel an.</p>

<p><strong><br />
<a href="http://wdrblog.de/einslive-osttour/boehmermanninleipzig.mp3">Hört, wie Jan sich mit Arne Linde bei 1LIVE-Moderator Torsten Schorn gemeldet hat. [1LIVE | 14.07.2009 | vormittags]  </a></strong></p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/in_der_spinnere.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/in_der_spinnere.html</guid>
<category></category>
<pubDate>Tue, 14 Jul 2009 13:50:02 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<title>24 Stunden Leipzig</title>
<description><![CDATA[<p>Leipzig, 8:36 Uhr, zumindest wettertechnisch trübe Aussichten. Doch die Nacht war extrem erholsam, der Fernseher liefert mir übers Digitalradio 1LIVE - was will man mehr? </p>

<p>Nebenan, im Zimmer 143, hat sich Jan Böhmermann noch einmal für eine Dreiviertelstunde hingelegt. Sei ihm gegönnt, denn während ich hier das Onliner-Dasein im Tiefschlaf genossen habe, hat er sich heute früh rausgeschlagen, Leipziger nach dem Feiern getroffen (ist hier eben nicht anders als am Düsseldorfer Hauptbahnhof morgens früh gegen 6 - für alle Nicht-Düsseldorfer oder Umland-Techno-Pilger: Hier befindet sich mit dem Rheingold der Afterhourschuppen) und schon die ersten drei Radiogespräche mit Tobi Schäfer und Andreas Bursche hinter sich gebracht. Wir sind ja nicht zum Spaß hier ;-) </p>

<p>Ich plane derweil den ersten Tag. Um 10 Uhr steht der erste Termin bevor. Um 14 Uhr haben wir ein Date mit einem der Spreadshirt-Gründer. Kriegen wir es zwischendurch noch hin, euren Tipps zu folgen? Denn davon gibt's einige.</p>

<p><strong><br />
<a href="http://wdrblog.de/einslive-osttour/leipzig_3.mp3">Für alle Langschläfer, die Jan heute früh nicht hören konnten: Hier sein Gespräch mit Tobi Schäfer und Andreas Bursche [1LIVE | 14.07.2009 | früh am Morgen]</a></strong></p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/24_stunden_leip.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/24_stunden_leip.html</guid>
<category></category>
<pubDate>Tue, 14 Jul 2009 08:44:33 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<title>In Love with Leipzig</title>
<description><![CDATA[<p><img alt="Leipzig; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/090713_leipzig2.jpg" width="400" height="184" /></p>

<p>Liegt es daran, dass wir nach der langen Fahrt einfach nur überwältigt sind von den vielen Eindrücken des Tages und noch mehr von dieser mondänen, unfassbar schönen Stadt? Oder ist diese Stadt, diese "Mischung aus Paris und Riga", wie Jan sie beschreibt, wirklich so wunderbar?</p>

<p><img alt="Leipzig: Musikanten auf einem Bus; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/090713_leipzig3.jpg" width="400" height="204" /></p>

<p>Fakt ist: Nach mehr als 500 Kilometern und drei Bundesländern sind wir beide erst einmal einfach nur froh, ein paar Schritte durch die Leipziger Fußgängerzone zu schlendern und uns draußen etwas zu essen zu gönnen. Vielleicht ist es einfach diese sentimentale Grundstimmung, die mich ein wenig in Leipzig verlieben lässt. Ob diese Liebe von Dauer ist, erfahrt ihr morgen.</p>

<p>Bis dahin Gute N8 aus Leipzig</p>

<p><img alt="Leipzig; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/090713_leipzig.jpg" width="400" height="225" /><br />
</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/in_love_with_le.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/in_love_with_le.html</guid>
<category></category>
<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 23:12:54 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<title>Angekommen</title>
<description><![CDATA[<p><img alt="Grenzschild in Obersuhl; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/090713_grenze.jpg" width="400" height="194" /></p>

<p>20 Jahre sind keine Ewigkeit. Und dennoch kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, dass hier in dieser Idylle mal Grenzposten standen. Jan und ich sind mittlerweile im Osten angekommen. Genauer gesagt halten wir uns im Grenzgebiet zwischen Obersuhl (Westen / Hessen) und Untersuhl ( Osten / Thüringen) auf.</p>

<p><img alt="Grenzposten; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/090713_obersuhl_grenzposten.jpg" width="400" height="181" /></p>

<p>Fachwerkhäuser, Bauern- und Gutshöfe, Schafe auf den Weiden, geschlossene Wirtshäuser (ist ja Montag, dazu noch 15 Uhr), leer gefegte Bürgersteige - hier sieht es aus wie in jeder deutschen Kleinstadt. Wären da nicht die historischen Überbleibsel. Mitten auf dem Feld sehen wir einen alten Grenzposten - ein Relikt aus alten Zeiten.</p>

<p><img alt="Ronnie; Rechte: WDR/Schlei" src="http://wdrblog.de/einslive-osttour/090713_ronnie.jpg" width="400" height="304" /></p>

<p>"Hier war die Welt zu Ende", erzählt uns Ronnie. Ihn treffen wir bei der Feuerwehr in Obersuhl draußen an den Wagen. Der mittlerweile 28-Jährige war acht, als die Mauer fiel. "Bis dahin konnte man nur mit dem Zug über die Grenze fahren." Ansonsten ging nichts, sagt er. Heute allerdings ist von dieser Trennung nicht mehr viel zu spüren. Bis auf die zwei Bundesländer - denn wie gesagt: Obersuhl ist Hessen, Untersuhl Thüringen.</p>

<p><a href="http://www.untersuhl.de/" target="_blank">Hier erfahrt ihr mehr über Untersuhl...</a></p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/angekommen.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/einslive-osttour/archives/2009/07/angekommen.html</guid>
<category></category>
<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 15:57:36 +0100</pubDate>

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<title>Abfahrt</title>
<description><![CDATA[<p>Die Ruhe vor dem Sturm: Bevor es gleich erstmal in Richtung Leipzig losgeht, hat Jan Böhmermann on air in 1LIVE von unserer Tour berichtet.</p>

<p><strong><br />
<a href="http://wdrblog.de/einslive-osttour/090713_jan_A.MP3">Hört rein: Jan Böhmerman im Gespräch mit den 1LIVE-Moderatoren Tobi Schäfer und Andreas Bursche [1LIVE | 13.07.2009 | gegen 8:20 Uhr]</a></strong><br />
</p>]]></description>
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<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 09:45:02 +0100</pubDate>

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<title>Schiwa Schlei</title>
<description><![CDATA[<p>Wenn eine Perserin, also Iranerin bloggt, geht's immer um Demokratiebewegung. Um Zivilcourage. Um politischen Wandel. Um Revolution. So auch hier. Zumindest im weitesten Sinne.</p>

<p>Zwei Wochen lang fahre ich mit meinem Kollegen Jan Böhmermann durch den Osten der Republik. Wir checken die Vorurteile und erkunden die gar nicht mehr so "neuen" Bundesländer. 20 Jahre deutsche Einheit - wir möchten nicht in (N)ostalgie verfallen - sondern uns ganz der Gegenwart widmen. Von Sektor zu Sektor. Begleitet uns - on air am Radio oder online via Blog!</p>]]></description>
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<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 23:18:34 +0100</pubDate>

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