Es gibt schöne und sinnvolle Dinge, die kommen aus dem Osten - und kaum einer weiß, dass sie aus dem Osten kommen. Zu diesen Dingen gehört die Zeitung "SPIESSER", die vor allem an Schulen bundesweit kostenlos verteilt wird. Ihre Redaktion hat ihren Sitz in Dresden.
Entstanden ist "SPIESSER" als kleine Schülerzeitung an einem Dresdener Gymnasium. Dann wurde sie über die Stadtgrenzen hinaus verteilt, mittlerweile erscheint sie in einer Auflage von rund einer Million Exemplaren. Eine ostdeutsche Erfolgsgeschichte. "Eine junge Erfolgsgeschichte", korrigiert uns Margarethe Grambow, die Online-Chefin.
Sie selbst ist zwar Ostdeutsche und hat auch in Jena studiert. Die Redaktion allerdingst ist gesamtdeutsch - vor allem mit Blick auf die rund 250 Autoren, die bundesweit verteilt sind und dem Blatt zuliefern.
Auch "Spiesser" hat sich unserem Thema mit einem Ost-West-Spezial gewidmet. Wie denken Ostdeutsche über Westdeutsche, was Westdeutsche über Ostdeutsche? "Das Thema ist auf jeden Fall noch in den Köpfen", sagt Margarethe, auch wenn sie findet, dass in ihrem Alter die Vorurteile nicht mehr so relevant seien. "Es mischt sich, in der Schule, im Studium... Und sobald man jemanden kennt, verschwinden auch die Vorurteile." Unterschiede gäbe es dennoch. "Ich erlebe die Ostdeutschen bei Präsentationen zum Beispiel als deutlich zurückhaltender, Westdeutsche sind sehr viel selbstbewusster."
Zum Schluss bleibt eine Frage: Können Ostdeutsche mit westdeutschem Spott umgehen? "Nord- oder süddeutsch?" kontert sie.
Jan berichtet über die "Spiesser"-Redaktion [1LIVE | 22.07.2009 | am nachmittag]
"SPIESSER" gibt's auch online - das Surfen lohnt sich...
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