Und wieder einmal bin ich um eine Erkenntnis reicher: Bislang dachte ich, die Currywurst-Champus-Kombination sei so ein exklusives Düsseldorfer Volltusen-Schickimicki-Ding (das es zugegebener Maßen auch in meiner Lieblings-Currywurstbude gibt). Verfehlt! Das gibt es auch in D wie Dresden!
Bescheiden wie Jan und ich sind, gönnen wir uns allerdings "nur" die Business Class (im Ernst: Wenn eins nicht geht, dann Currywurst und Champus!). Und die schmeckt ausgezeichnet. Nur eins irritiert mich. Hier gibt es - wie in D wie Düsseldorf - auch Erdnuss-, Honig-Senf-Mayo- und diverse andere Saucen. Doch als ich bestellen möchte, wird mir klar, dass diese Saucen nicht auf der Pommes, sondern auf der Wurst landen. Kein Missverständnis, sondern pure Realität: Es gibt in der Dresdener Neustadt Menschen, die Currywurst mit Saté-Sauce essen. Das tut unsere reizende Begleiterin auch. Und ich gestehe: Ich habe das Zeug probiert - und es schmeckt.
Als öffentlich-rechtliches Blog darf ich euch jetzt nicht die genaue Adresse durchgeben, das wäre zu kommerziell. Ich sage nur eins: Der Besuch der Dresdner Neustadt lohnt sich - nicht nur wegen der Currywurst. Hier fühlt man sich ein bisschen wie in Berlin, aber irgendwie besser, weil unaufgeregter. Nachts sitzen alle ewig lange draußen, trinken, essen, quatschen. Während wir hier nur im Netz von dem Unwetter im richtigen Sektor lesen, genießen wir seit Beginn unserer Tour bestes Wetter. Wir sitzen noch spät abends im T-Shirt draußen und quatschen - nicht über Ost oder West sondern über all das, was uns in unserer Lebensrealität bewegt. Und nicht-überraschender Weise sind wir uns mit unserer Ost-Begleitung auch in diesem Punkt den ganzen Abend einig.
Haha, das freut mich aber, dass ihr diese Bude entdeckt habt. Wir waren letzten Herbst in Dresden und in einem Hostel fast direkt gegenüber dieser Bude untergebracht und es jeden Abend genossen, dort unser Abendessen zu essen. Ist wirklich gut dort!
Jens am 24.07.09 9:17
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