Wenn es etwas gibt, dass der Sektor Ost unserem geliebten Sektor voraus hat, dann ist es das Meer. Der Geruch vom Wasser. Das Kreichen der Möwen. Der Sandstrand. Nach einer Woche voller Eindrücke, nach über 1.000 Kilometer Autofahrt sind wir gerade in Warnemünde gelandet. Der erste Eindruck: Hier bleiben wir.
Nicht vorenthalten möchte ich euch, dass uns das Zahlen der Maut auf dem Weg nach Warnemünde wirklich begeistert hat!
VIDEO: Die Maut-Anlage begeistert mit seinem Kleingeld-Trichter
Liebe Schiwa,
wenn Ihr heute in Warnemünde seit geht doch mal ins "neptun"-Hotel.- Auch ein Ort sehr bewegter Geschicht.In der Bar ganz oben haben wir mal wilde Partys gefeiert.Was ich 1984 als Abiturient nicht wußte war,daß es so stasidurchsetzt war. Ich glaube der alte Hoteldirektor ist immer noch da.
Meine Mutter hatte eine Haus in Westberlin geerbt und verkauft und mir tolle Urlaube wie auch Neptun -Hotel ,Mittelasien usw. bezahlt. Auch interessant Prora -Rügen das "lange Haus" bei Binz wo mal eine Unteroffiziersschule der NVA war wo ich mal ausgebildet wurde.
Liebe Grüße aus Münster, Torsten
Hallo Jan,
Bei Tante Gisela hast Dus meineserachtens echt mal getroffen.Angies einstigen Friseur hättest Du auch porträtieren können. Ist schwer in 1,30 min,weiß ich. Reportage ist, wenn man spontan anhält, aussteigt und mit den "Ureinwohnern" spricht, Safari, wenn man an ihnen vorbeidröhnt und es aus der Reisebusperspektive beschreibt. Also die Ureinwohner trifft man da auch in Kneipen die handys legen sie neben ihre Gläser und man weiß als "Wissender" das es Prepaidhandys sind auf denen eh kein Guthaben drauf ist und da sowieso niemand anrufen wird . Zu erzählen haben die aber auch was. Und das vorurteilsfrei aufzunehmen ohne es zu werten ist auch Reportage über den tatsächlichen Stand der Entwicklung dort. es gibt da auch diesen Tischlermeister aus Dargun der ein Mädchen vom Flüchtlingsdreck heiratete in der DDR - Zeit schon erfolgreich als selbstständiger Tischlermeister Möbel baute und nach der Wende damit noch erfolgreicher wurde. Und uns Geld und was zu essen gab, wenn wir als zerlumpte Tramps da oben ankamen nach einer Tramptour durch die DDR oder Bulgarien ("nächstes Jahr am Balaton").-war mal ein Film der das Lebsngefühl beschreibt. Am Kummerower See oder in Waren /Müritz kann man auch herrlich campen oder als Journalist lebensnah Leute interviewen. Echt lernen kann man sowas durch ein Volontariat bei der "Schweriner Volkszeitung". ich denke nicht, daß es allein schon einen "Überwertigkeistkomplex" begründet, wenn man halt in Köln geboren wurde, was halt zufällig in den westlcihen Besatzungszonen lag. Den "Pobjeda" (Sieg)-Panzer den du als Kind im Ort von Tante Gisela gesehen hast, war ein typisch sowjetisches Siegerdenkmal damit die Deutschen (Ostdeutschen) auch nie vergessen, wer da angefangen und wer dann gewonnen hat. Seltsamerweise haben richtige Durch -und Durch-"Wessis", die voll in den Kategorien der 80-ziger Jahre dachten, nach ihrer Zeit in Eggesin total verwandelt in den Westen zurückkamen und gern dahin wieder zurück gehen würden, weil sie dort etwas fanden, was es im "Westen" nicht gibt. Also auch sowas gibts. Eggesin war früher ein großer NVA- Stützpunkt, heute BW. (Waldmeer , Sandmeer, nichts mehr genannt das Land der drei Meere.)Na wie gesagt muß man immer sehen wie man sowas macht im Journalisimus, ob ich in Mecklenburg zur Dorfdisko gehen würde,würde ich mir auch schwer überlegen, die enden sehr oft in einer Saalschlacht mit der Dorfjugend.-Also nur in entsprechender Begleitung. Der Mecklenburger an sich ist mir mit seiner ruhigen Art sympathischer als der "Berliner" vor allen die "Berliner" aus Jüterbog usw., also den Randgebieten der Hauptstadt die auch immer eine Überwertigkeitskomplex hatten. Ganz objektiv ist wohl niemand. Wie gesagt ich lese Eure Blogs und höre Eure Beiträge, viel Spaß noch,
Torsten
Torsten Bärwald am 19.07.09 11:04
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Ein historischer Tag: Jan Böhmermann, nur ein ganz normaler, einfacher 1LIVE-Reporter, lässt sich von Angela Merkels Friseur die Haare schneiden:
Nur einen Tag nach Angela Merkels Geburtstag sind wir in ihrer Stadt: in Templin, im Westen der Uckermark, 85 Kilometer von Berlin entfernt. Der Weg hierhin führte über absolutes Niemandsland. Wunderschönes Niemandsland, über das Jan ja bereits ausführlich berichtet hat. Unsere erste Station: der Friseursalon von Horst Sydow. Bei ihm war Angela Merkel Stammgast - bis sie nach dem Abitur die Stadt verließ. Genau so wie der Rest ihrer Familie. Ihr Vater war erst gestern im Laden und hat sich von Horst Sydow die Haare schneiden lassen. Heute sitzt Jan auf seinem Platz und lässt sich für nur 4 Euro 50 einen Schnitt verpassen.
Ob Angela Merkel als Teenager irgendwelche speziellen Wünsche hatte, wollen wir wissen. "Nein, sie war ein ganz einfaches Mädchen", sagt Herr Sydow. Sie wollte die Haare einfach nur kurz tragen - wie seinerzeit alle in ihrem Alter. Teure Pflegeprodukte - Fehlanzeige. "Ich kenne die ganze Familie. Auch ihr Bruder kommt noch manchmal zu mir. Von denen will keiner Extras haben."
Uns beiden ist Horst Sydow direkt unglaublich sympathisch. Der 75-Jährige erzählt munter vor sich hin, während er Jan die Haare schneidet. Dabei outet er sich als eingefleischter Schalke-Fan. Er ist sogar Mitglied des Schalke-04-Fan-Clubs "Templiner Knappen e.V.". Schalke ist eben überall.
Jan meldet sich aus dem Friseursalon [1LIVE | 18.07.2009 | 11:10 Uhr]
Jan lässt sich eine neue Frisur verpassen [1LIVE | 18.07.2009 | eine Stunde später]
Zwei Straßen weiter, auf dem Marktplatz von Templin hat schon das Stadtfest begonnen. Heute Abend treten hier echte Größen auf: Guildo Horn, Antonia aus Tirol und Jürgen, der Star aus Big Brother. Schade, dass Jan und ich weiter müssen. Vorher kauft er aber Mitbringsel ein, wir essen eine leckere Bratwurst und er spricht mit den Templinern:
Jan meldet sich vom Stadtfest [1LIVE | 18.07.2009 | kurz nach eins]
Sehr schön: ein Schalker Fan im Osten! Das gefällt mir sehr!
Thomas am 25.07.09 22:38
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