<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">
<channel>
<title>Digitalistan</title>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/</link>
<description>Digitalistan: Heimatkundliches aus dem Land der Einsen und Nullen</description>
<language>de</language>
<copyright>Copyright 2013</copyright>
<lastBuildDate>Wed, 19 Jun 2013 13:10:15 +0100</lastBuildDate>
<generator>http://www.movabletype.org/?v=4.38</generator>



<item>
<dc:creator>Jörg Schieb</dc:creator>
<title>PRISM and President</title>
<description><![CDATA[<p><!-- abnehmender Redakteur: ju -->Der US-Präsident weilt für 25 Stunden auf deutschem Boden - und Berlin ist im <a href="http://www.youtube.com/watch?v=8XjdinaS8O0">Ausnahmezustand</a>. Tausende Polizisten bewachen alles und jeden, sind allgegenwärtig. Vor dem Ritz-Carlton Hotel, wo die First Family komfortabel übernachtet, stehen schwerbewaffnete Sondereinsatzkommandos der Polizei samt Panzerwagen. Das übliche Bild eben, wenn US-Präsidenten reisen - auch wenn sich da nicht unbedingt der Eindruck aufzwingt, ein Freund wäre zu Besuch.</p>

<p><img alt="yeswescan.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/yeswescan.jpg" width="512" height="288" align="none"  title="Sie verlassen den Sektor: Ihre Privatsphäre endet hier" alt="Sie verlassen den Sektor: Ihre Privatsphäre endet hier; Rechte: Digitale Gesellschaft" /> <small>Sie verlassen den Sektor: "Ihre Privatsphäre endet hier"</small></p>

<p><strong><big>Erhebliche Proteste im Web - und auf der Straße</big></strong><br />
Gegen die <a href="http://www.tagesschau.de/inland/obama3320.html">Proteste im Web</a> können die Polizeisperren jedenfalls nichts ausrichten. Doch hier regt sich immer größerer Mißmut gegen den US-Präsidenten. Obama hat in den letzten Wochen eine Menge Vertrauen verspielt. Viele sind verstört, dass selbst Barack Obama, der mit Twitter und Facebook groß geworden ist und eigentlich für Menschenrechte, Demokratie und Meinungsfreiheit steht, dass ausgerechnet diese Lichtgestalt nun so ungeniert die doch erheblichen Eingriffe in die Grundrechte der Internetbenutzer verteidigt und alle Bedenken ignoriert. </p>

<p>Gemeint sind natürlich die <a href="http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/nsa_und_fbi_belauschen_das_int.html">Schnüffelaktionen von NSA und FBI</a>, deren Ausmaß wir bislang nur grob kennen und die unseren <a href="http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/bnd_lauschen.html">Innenminister ohnehin nicht jucken</a>. Zweifellos sind diese Lauschaktionen noch unter George W. Bush auf den Weg gebracht worden, und ebenso zweifellos hätte sich niemand gewundert, wenn Bush Junior das alles gewohnt vehement verteidigt hätte. Ein Senator Obama, ein Präsidentschaftskandidat Obama hat und hätte solche Aktionen aber wohl eher gegeißelt - als unzumutbare Eingriffe in die Rechte vieler.</p>

<p><img alt="obama.png" src="http://wdrblog.de/digitalistan/obama.png" width="512" height="288" align="none"  alt="Obama lauscht; Rechte: Digitale Gesellschaft" title="Obama lauscht" /><br />
<small>Yes, we scan: Obama als Filmplakat à la "Das Leben der anderen"</small></p>

<p><br />
<strong><big>Eigentlich heilige Grundrechte werden unterwandert</big></strong><br />
Doch der Präsident Obama ist nicht so mutig. Plötzlich ist jede Form von Schnüffelei, ohne jede vernünftige Aufklärung, völlig in Ordnung. Der flüchtige Whistleblower Snowden, der den Stein ins Rollen gebracht hat, weist in einem Interview mit der britischen Tageszeitung <a href="http://www.guardian.co.uk/world/2013/jun/17/edward-snowden-nsa-files-whistleblower">Guardian völlig zu Recht auf die Unverhältnismäßigkeit der Mittel</a> hin - zumindest kann man es so sehen. Es sterben in den USA mehr Menschen durch Unfälle in der Badewanne und durch Waffengewalt von Polizisten als durch Terrorangriffe. Trotzdem werden für die Terrorabwehr Milliarden Dollar ausgegeben und eigentlich heilige Grundrechte unterwandert. Das wird man doch wohl zumindest merkwürdig finden dürfen - und auch kritisieren.</p>

<p><a href="http://digitalegesellschaft.de/2013/06/yes-we-scan-kundgebung-am-checkpoint-charlie/">Yes, we scan</a> - so wird Präsident Obamas Haltung mittlerweile im Web aufs Korn genommen. Eine Abwandung seines Schlachtrufs "Yes, we can" aus dem Wahlkampf. Immer mehr Internetbenutzer wollen es nicht glauben, dass US-Behörden im großen Stil das Netz belauschen - und niemand unternimmt etwas dagegen, auch Obama nicht. Es gibt sogar Proteste auf der Straße während des Obama-Besuchs, etwa am Checkpoint Charly in Berlin. Da wo früher Schilder standen, die einen davor warnten, dass man den westlichen Sektor verlässt, werden jetzt Transparente hochgehalten, dass man hier seine Freiheit und Privatsphäre aufgibt. Darüber berichten sogar <a href="http://www.theatlantic.com/international/archive/2013/06/yes-we-scan-germans-protest-at-checkpoint-charlie-as-obama-arrives-in-berlin/277008/">amerikanische Medien</a>.</p>

<p><br />
<strong><big>Widerstand und Proteste nehmen zu</big></strong><br />
Also ich habe den Eindruck, das ist erst der Anfang. Der Widerstand beginnt sich zu formen und konkretisieren. Wer das nicht ernst nimmt, ist wirklich schlecht beraten. Im Netz können sich Meinungen sehr schnell verbreiten und auch hochschaukeln. Das wird ganz sicher kein Strohfeuer bleiben. Der Ärger über die PRISM-Affäre wird aber auch wirtschaftliche Konsequenzen haben. Google, Yahoo, Facebook, Microsoft und Co. verlieren - indirekt - Verrtrauen. Es wird weniger User geben, folglich weniger Umsatz - und das freut diese Megakonzerne sicher gar nicht. Schon jetzt ist zu merken, dass den Managern eigentlich der Kragen platzt, sie aufgrund der US-Gesetze aber nicht anders können als sie gerade agieren. </p>

<p>Das werden sich die Milliarden Dollar schweren Konzerne nicht gefallen lassen. Sie werden sich bewegen, sie werden Druck ausüben - und ironischerweise könnte das eher etwas bewirken, als wenn Millionen User Magenschmerzen haben oder sich beschweren. Wenn es deutsche User sind, kümmert das in Washington sowieso niemanden. Aber wenn das Silicon Valley unruhig wird, das könnte die Dinge in Bewegung bringen. Lassen wir uns überraschen.</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/yeswescan.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/yeswescan.html</guid>
<category>Jörg Schieb</category>
<pubDate>Wed, 19 Jun 2013 13:10:15 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Jörg Schieb</dc:creator>
<title>Ja, wo lauschen sie denn?</title>
<description><![CDATA[<p><!-- abnehmender Redakteur: Sven Gantzkow-->Es gibt Bilder, die verwirren mich - und Aussagen, die ärgern mich. In <a href="http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video1313500.html">diesem Tagesschau-Beitrag</a> über die Abhöraktionen der USA im Internet und die geplanten Budgeterhöhungen für den BND sehen wir unser aller Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, wie er lässig aus seiner Dienstlimousine steigt und auf einen Hauseingang zuschreitet. "CSU: Näher am Menschen", steht darüber. </p>

<p>Der anschließende O-Ton von Friedrich in Sachen <a href="http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/nsa_und_fbi_belauschen_das_int.html">PRISM-Abhörskandal</a> lässt aber gleich jede Hoffnung schwinden, dass der Minister wirklich nah dran ist am Menschen. Im Gegenteil: Der CSU-Politiker lässt jedes Fingerspitzengefühl, jedes Verständnis für Sorgen oder Misstrauen großer Teile der deutschen Bevölkerung vermissen.</p>

<p><img alt="friedich.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/friedich.jpg" width="512" height="288" align="none" title="Bundesinnenminister Friedrich echauffiert sich über alle, die PRISM kritisieren" alt="Bundesinnenminister Friedrich echauffiert sich über alle, die PRISM kritisieren; Rechte: Tagesschau" /><br />
<small>Bundesinnenminister Friedrich echauffiert sich über alle, die PRISM kritisieren</small></p>

<p><br />
<strong><big>Bundesinnenminister will mehr Überwachung</strong></big><br />
"Noch bevor man genau weiß, was die Amerikaner da genau machen, regen sich alle auf", resümiert Friedrich. Nun gut. Weiß er denn mehr als wir? Oder gibt er sich möglicherweise mit denselben (wenigen) Informationen zufrieden, die wir haben, die wir übrigens auch nur aufgrund von journalistischer Arbeit und Recherche haben? Allzu viel zur Aufklärung beigetragen haben deutsche Politiker und Behörden bislang nicht. Man muss den Eindruck gewinnen, Friedrich gibt sich damit zufrieden. Den Bundesinnenminister stört nicht die Abhörpraxis, ihn stört die Kritik daran.</p>

<p>Ich glaube, er will nicht mal wissen, welchen Umfang die Lauschaktionen möglicherweise haben. "Diese Mischung aus Antiamerikanismus und Naivität geht mir gehörig auf den Senkel", ist sein Fazit. Antiamerikanismus, weil man nicht möchte, dass US-Behörden - möglicherweise!? - alles notieren, mitschreiben, auswerten, was im Internet passiert? Das soll Antiamerikanismus sein? Merkwürdige Einschätzung. </p>

<p>Also mir geht auf den Senkel, lieber Herr Friedrich, wenn jede Form von Kritik gleich als Staatsverrat gebrandmarkt wird. "Naivität"? Die lässt sich wohl eher dem Bundesinnenminister vorwerfen. Denn er scheint ernsthaft zu glauben, das geht schon alles in Ordnung und mit rechten Dingen zu, was die amerikanischen Schlapphüte und Agenten da treiben. In Wahrheit ist er vermutlich neidisch, was die da alles stemmen können, wieviel Manpower die haben, weches Equipment zur Verfügung steht.</p>

<p><img alt="stopwatchingus.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/stopwatchingus.jpg" width="512" height="288" align="none" alt="Antiamerikanismus? Eine Onlinepetition gegen Lauschaktionen der US-Behörden; Rechte: stopwatching.us" title="Antiamerkanismus? Eine Onlinepetition gegen Lauschaktionen der US-Behörden" /><br />
<small>Antiamerkanismus? Eine Onlinepetition gegen Lauschaktionen der US-Behörden</small></p>

<p><br />
<strong><big>Warum setzt sich kaum jemand für unsere Interessen ein?</strong></big><br />
Was mich gehörig irritiert, ja aufregt: Dass es so wenige deutsche Politiker gibt, die es zu stören scheint, wenn ihre Bürger belauscht werden - ungefragt. Haben wir Deutschen denn keinen Schutz verdient, keine Aufklärung, keine Transparenz? Oder wurde am Ende doch (an)gefragt - und nun will es keiner zugeben? </p>

<p>Jedenfalls ist die Verunsicherung in der Bevölkerung riesig. Alle fürchten nun, ständig und überall belauscht und bespitzelt zu werden. Das scheint kaum jemanden zu jucken in der Politik. Allein Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger beweist Stehvermögen und <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ueberwachung-fdp-kritisiert-spionage-plaene-des-bnd-scharf-a-906078.html">kritisiert öffentlich die Pläne</a>, ausgerechnet jetzt den BND mit 100 Millionen Euro zusätzlich auszustatten, um das Internet zu überwachen. Sie kritisiert auch konkret die <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/gastbeitrag-leutheusser-schnarrenberger-ueber-prism-skandal-a-904884.html">Speicherpraxis der USA</a>. </p>

<p>Die Ministerin fragt völlig zu Recht, was das alles soll. Sie verlangt nach Aufklärung, ob und in welchem Ausmaß deutsche Bürger betroffen sind. Recht so! Sie gibt auch zu bedenken, dass es kein guter Zeitpunkt ist, sich für 100 Millionen Euro mehr BND-Budget zwecks Internetüberwachung auszusprechen, wenn gerade alle irritiert sind. Das nenne ich "nah dran" am Menschen. Den Bundesinnenminister tangiert das alles nicht. Er will noch mehr Überwachung - ausgerechnet jetzt. Besonders taktvoll ist das nicht. </p>

<p><br />
<strong><big>Live-Anbindung oder nicht? Die Frage bleibt ungeklärt</strong></big><br />
Mittlerweile kommen immerhin die amerikanischen Onlinedienste ein wenig mit der Sprache raus und berichten, etwa <a href="http://www.apple.com/apples-commitment-to-customer-privacy/">hier</a>, in welchem Umfang Daten an die Behörden rausgegeben wurden. Google, Apple, Microsoft, Yahoo und Co. berichten nahezu einheitich von 5.000 bis 10.000 Anfragen oder Anordnungen pro Jahr, darunter auch viele polizeiliche Anfragen. Das klingt noch vergleichsweise überschaubar. Und offensichtlich, das berichtet Facebook, wurden die angeforderten Daten oft sogar auf Datenträgern wie CDs oder DVDs per Kurier übertragen. Das klingt nicht nach einer Live-Anbindung an die Datenbanken der großen Onlinedienste. Das sind spannende Informationen, die aber leider - aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen in den USA - nur tröpfchenweise zu uns dringen.</p>

<p>Ob Bundeskanzlerin Angelia Merkel ihre Chance ergreift, diese Woche beim Aufeinandertreffen mit Präsident Barack Obama tatsächlich das Thema anzuschneiden, womöglich mit Nachdruck, bleibt abzuwarten. Allzuviel Hoffnung darf man sich aber wohl nicht machen.</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/bnd_lauschen.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/bnd_lauschen.html</guid>
<category>Jörg Schieb</category>
<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 16:40:57 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Jörg Schieb</dc:creator>
<title>Office kommt aufs iPhone</title>
<description><![CDATA[<p><!-- abnehmender Redakteur: YD-->Microsoft Office ist eine der populärsten und erfolgreichsten Anwendungen überhaupt. Praktisch jeder kennt Word, Excel, Powerpoint, Outlook und Co., aus denen das Büropaket <a href="http://office.microsoft.com/de-de/">Microsoft Office</a> besteht. Für Apples iPhone und iPad gab es bislang lediglich Viewer-Apps, die es erlauben, gespeicherte Office-Dokumente anzuschauen. Eine mehr oder weniger echte Office-Anwendung, die auch das Bearbeiten von Office-Dokumenten unterwegs erlaubt, fehlte bislang. Darüber hat sich Microsoft sogar in einem Werbespot lustig gemacht: Mit dem iPad könne man nicht mal Powerpoint bearbeiten, mit dem <a href="http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/03/surfacepro.html">Surface von Microsoft</a> allerdings schon.</p>

<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/86JMcy5OqZA" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
<small>Microsofot veralbert Apple in einem Werbespot</small></p>

<p><br />
<strong></big>App für iOS ist Viewer und Editor in einem </big></strong><br />
Doch jetzt gibt es eine App für iOS-Geräte: Die <a href="http://blogs.office.com/b/office365tech/archive/2013/06/14/office-mobile-for-iphone.aspx">Office Mobile for iPhone</a> getaufte App erlaubt, in der Microsoft-Cloud gespeicherte Office-Dokumente im Apple-Smartphone anzuschauen und zu bearbeiten, ob Word, Excel oder Powerpoint. Die App versucht, das Layout der Dokumente möglichst 1:1 umzusetzen und im kleinen Display des Smartphones anzuzeigen: Unterstützt werden Charts, Animationen und SmartArt-Grafiken. Auch das Bearbeiten und Kommentieren der Dokumente ist möglich, sofern das Layout dadurch nicht verändert wird.</p>

<p>Microsofts App ist kostenlos, setzt allerdings ein Abo des Online-Pakets Office 365 voraus. Es reicht also nicht, eine übliche Office-Software auf PC oder Mac im Einsatz zu haben. Kostenpunkt für das Office-365-Abo: ab neun Euro im Monat. Die Daten sind in SkyDrive gespeichert, dem Cloud-Speicher von Microsoft. Ein Austausch der Dokumente mit anderen Usern ist jederzeit möglich, auch als E-Mail-Anhang. Klingt soweit ganz gut. Was mir allerdings völlig unverständlich ist: Microsoft hat seine Office-App fürs iPhone optimiert und nicht etwa fürs iPad. Dabei würde es doch deutlich mehr Sinn machen, auf einem iPad Office-Dokumente anzuschauen und zu bearbeiten. Doch Microsoft ist anderer Meinung: iPad-Nutzer sollen die Web-Version von Office 365 nutzen. </p>

<p><img alt="officemobile.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/officemobile.jpg" width="512" height="288" align="none"  title="Office Mobile: Word, Excel und Powerpoint auch unterwegs bearbeiten - auf dem iPhone" alt="Office Mobile: Word, Excel und Powerpoint auch unterwegs bearbeiten - auf dem iPhone; Rechte: Microsoft"  /><br />
<small>Office Mobile: Word, Excel und Powerpoint auch unterwegs bearbeiten - auf dem iPhone</small></p>

<p><br />
<strong></big>In Deutschland etwas später verfügbar</big></strong><br />
Während US-User das neue Office Mobile bereits im amerikanischen AppStore finden, müssen sich deutsche Benutzer noch bis zum 18. Juni gedulden, erst dann wird auch die deutsche Version zum Download bereit stehen. Ob Microsoft hier die üblichen 30 Prozent Marge an Apple abtreten muss, ist nicht bekannt. Einige Brancheninsider vermuten eine Ausnahmeregel für Microsoft, denn Apple hat ein starkes Interesse, dass Microsoft Office auch in iOS genutzt werden kann.</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/ios_office.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/ios_office.html</guid>
<category>Jörg Schieb</category>
<pubDate>Fri, 14 Jun 2013 23:18:58 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Stefan Domke</dc:creator>
<title>LinkLounge 13/24: Gerafftes, Enthülltes und Remixtes</title>
<description><![CDATA[<p><!-- Abnehmender Redakteur: uz --></p>

<p>Bald kommt angeblich der echte Sommer. Zum Wetter passend empfehlen wir daher einen coolen Zeitraffer und ein chilliges Remix-Projekt. Und sollte es wider Erwarten doch regnen, bleibt zumindest Zeit für unser gutes Dutzend weiterer Link-Tipps:</p>

<p><strong><big><a href="http://wdrblog.de/digitalistan/autoren/stefan_domke.html">Stefan Domke</a> </big></strong> </p>

<p>Seit man nicht nur auf den Kölner Ringen, sondern <a href="http://www.spiegel.de/reise/fernweh/schlaegerei-am-mount-everest-ueli-steck-im-interview-a-899357.html">sogar auf dem Mount Everest in eine Massenschlägerei</a> geraten kann, habe ich von einer Besteigung endgültig Abstand genommen. Dann doch lieber im Bürostuhl entspannt zurücklehnen und diesen fantastischen Zeitraffer-Clip genießen, den Fotograf und Filmer <a href="http://www.eliasaikaly.com/">Elia Saikaly</a> rund um den Gipfel gedreht hat, während rund um ihn fast alles schlief:</p>

<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/67992157?byline=0&amp;portrait=0&amp;color=f2b138" width="512" height="288" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>

<p>Mein anderer Linktipp hat hingegen nichts, was zum entspannten Zurücklehnen  animieren könnte. Es ist eine Klick- und Guck-Empfehlung <a href="http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/799280_reportage-dokumentation/15028746_die-story-im-ersten-der-fall-mollath">für die ARD-Doku "Der Fall Mollath"</a>. In 45 Minuten arbeitet das Autorenteam des Bayrischen Fernsehens die Umstände auf, die dazu führten, dass <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gustl_Mollath">Gustl Mollath</a> seit sieben Jahren in der geschlossenen Psychiatrie sitzt. Mich hat der Film erst wie ein Krimi gepackt und am Ende unglaublich erschüttert und aufgewühlt- auch, wenn <a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/gustl-mollath-bleibt-weiteres-jahr-in-psychiatrie-a-905355.html">er einige Fragen </a> nicht beantworten kann. Wer sich intensiver mit dem Thema beschäftigen will, dem empfehle ich außerdem <a href="http://www.sueddeutsche.de/thema/Fall_Mollath">das Dossier der Süddeutschen Zeitung</a>.</p>

<p><br />
<strong><big><a href="http://wdrblog.de/digitalistan/autoren/david_ohrndorf.html">David Ohrndorf</a> </big></strong> <br />
Eindeutig das beste Fundstück der Woche: Die Antwort auf die Frage "Wie hätte 'Get Lucky' von Daft Punk geklungen, wenn es Jahrzehnte früher produziert worden wäre?" PVNova hat den Track neu interpretiert. In seinem <a href="http://pvnova.over-blog.com/article-evolution-of-get-lucky-118394493.html">Blog</a> schreibt er auch über seine Motivation für diesen Remix und er ruft dazu auf, ihm eigene Aufnahmen für sein nächstes Werk zu schicken.<br />
 <br />
<object height="81" width="100%"> <param name="movie" value="https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F96017719"></param> <param name="allowscriptaccess" value="always"></param> <embed allowscriptaccess="always" height="81" src="https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F96017719" type="application/x-shockwave-flash" width="100%"></embed> </object> <br />
 <br />
Es ist ja nicht so ganz einfach, leere Räume in Videos darzustellen. Schön hinbekommen hat das Daniel Silva. Er hat ein altes leerstehendes Kloster in Portugal gefilmt und nachcoloriert.<br />
 <br />
<iframe src="http://player.vimeo.com/video/65775054" width="500" height="281" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe> <p></p>

<p><big><strong><a href="http://wdrblog.de/digitalistan/autoren/insa_moog.html">Insa Moog</a></strong></big><br />
Die Enthüllungen von <a href="http://www.guardian.co.uk/world/2013/jun/09/nsa-whistleblower-edward-snowden-why">Edward Snowden</a> über das US-Überwachungsprogramm <a href="http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/nsa_und_fbi_belauschen_das_int.html">PRISM</a> beschäftigen die (Netz-)Öffentlichkeit intensiv. Während hier abgebildet wird, <a href="http://obamaischeckingyouremail.tumblr.com/">wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/PRISM_%28%C3%9Cberwachungsprogramm%29">PRISM</a> faktisch funktioniert</a>, haben die Kollegen von <a href="http://www.zeit.de/politik/2013-06/umfrage-internet-nutzung-digitale-ueberwachung">Zeit-Online mal die deutschen User gefragt</a>, was die von der US-Überwachung halten. Menschen mit besserer Schulbildung gehen demnach "offenbar sorgloser mit ihren Daten um als andere". Was das über den BILD-Kolumnisten Franz Josef Wagner sagt, nun ja, <a href="http://www.bild.de/news/standards/franz-josef-wagner/lieber-ed-snowden-30786862.bild.html">er wendet sich</a> jedenfalls Anfang der Woche an Whistleblower Snowden. Wagner hat nun <a href="http://www.mobilegeeks.de/lieber-franz-josef-wagner/">auch Post von Blogger Sascha Pallenberg</a> bekommen. Danke dafür.<br />
 <br />
Und dann wäre hier noch dieses Video über ein Schwein, ein Huhn und viele Eier. Viel Spaß damit!<br />
<iframe src="http://player.vimeo.com/video/67487897" width="500" height="281" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe> <p><a href="http://vimeo.com/67487897">Chicken or the Egg</a> from <a href="http://vimeo.com/user18693271">KIMWU</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p></p>

<p><br />
<strong><big><a href="http://wdrblog.de/digitalistan/autoren/jorg_schieb.html">Jörg Schieb</a></big></strong> <br />
 <br />
Dass die US-Geheimdienste uns ausschnüffeln, haben die meisten immer geahnt - deswegen fällt die Überraschung durch den <a href=" http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/nsa_und_fbi_belauschen_das_int.html">PRISM-Skandal</a> geringer aus als erwartet. Aber es gibt interessante Reaktionen. Erstmals regt sich auch eine nennenswerte Zahl von Amerikanern auf, es gibt sogar eine <a href=" https://optin.stopwatching.us/">Online-Petition namens Stop Watching us</a>, in der offiziell dazu aufgerufen wird, das Belauschen einzustellen. Interessant auch die <a href="http://www.prism-break.org">Übersicht der Electronic Frontier Foundation</a>, die auflistet, welche Alternativen man nutzen kann, um der Datensammelei (etwas) zu entgehen.<br />
 <br />
Wer regelmäßig twittert, wüsste vielleicht ganz gerne, was mit seinen Tweets passiert. Eine kleine Statistik ware fein. Und die bietet Twitter sogar, allerdings sehr versteckt. Wer die <a href=" https://analytics.twitter.com/">Analytics-Funktion</a> von Twitter aufruft, bekommt erst mal einen Warnhinweis: Das Konto sei nicht qualifiziert, nur für alle, die englisch twittern, werben wollen etc. Doch davon sollte man sich nicht abschrecken lassen: Wer danach unter "Analytik" auf "Timeline-Aktivität" klickt, bekommt eine schöne Übersicht über seine Tweets geboten - und kann sehen, wie oft auf Tweets geantwortet oder wie oft sie retweetet wurden. Praktisch.<br />
 <br />
Diese Woche hat Apple mal wieder Hof gehalten und diverse <a href=" http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/ios7.html">Neuigkeiten verkündet</a>.  Vor der Keynote wurde ein Video gezeigt, über das wenig gesprochen wurde, das aber sehr ästhetisch ist - und die Klarheit von Design deutlich machen will. Das gelingt - und Zuschauen wirkt irgendwie beruhigend. Sicher auch dank der Musik.<br />
 <br />
<iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/VpZmIiIXuZ0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/linklounge_1324_gerafftes_enth.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/linklounge_1324_gerafftes_enth.html</guid>
<category>Stefan Domke</category>
<pubDate>Thu, 13 Jun 2013 19:23:06 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Jörg Schieb</dc:creator>
<title>Facebook führt Hashtags ein</title>
<description><![CDATA[<p><!-- abnehmender Redakteur: he -->Spätestens, seitdem der Hashtag <a href="https://twitter.com/search?q=%23aufschrei">#aufschrei</a> für den angesehenen Internetpreis <a href="http://www.grimme-institut.de/html/?id=7">Grimme Online Award</a> nominiert ist, dürfte klar sein: Hashtags helfen beim Ordnen von Gedanken und Nachrichtenströmen, sind beim Aufspüren von News oder Informationen behilflich und sind ganz allgemein eine praktische Sache. Hashtags sind eine Erfindung der Twittersphäre und erweisen sich im Alltag als praktisch. In sozialen Netzwerken gibt es sie bislang eher nicht.</p>

<p><img alt="hashtag.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/hashtag.jpg" width="512" height="288" align="none" alt="Der Beweis: Softwareentwickler können ab sofort Hashtags definieren; Rechte: Facebook" title="Der Beweis: Softwareentwickler können ab sofort Hashtags definieren" /><br />
<small>Der Beweis: Softwareentwickler können ab sofort Hashtags definieren</small></p>

<p><br />
<strong><big>Hashtags kommen - und helfen ordnen</big></strong><br />
Momentan tüftelt Facebook allerdings an einem eigenen Hashtag-System. Bereits vor drei Wochen berichteten <a href="http://allfacebook.de/features/facebook-arbeitet-an-hashtags-fur-statusupdates#more-30319">Blogs</a> darüber, die sich intensiv mit den Möglichkeiten in und auf Facebook beschäftigen und einen intensiven Blick in das aktuelle "Software Development Kit" (SDK) für Facebook geworfen haben. Das ist eine Art Softwarepaket für App-Entwickler, die mit Facebook zusammenarbeiten. Da kann man immer sehen, welche Funktionen zur Verfügung gestellt werden. </p>

<p>Seit Donnerstag (13.06.2013) sind die Hashtags in Fotos von Facebook offiziell aktiviert. User können Hashtags zu Bildern hinzufügen, dazu muss das übliche "#"-Zeichen verwendet werden. Das Hashtag wird in der Suche genutzt. Außerdem können sich User Fotos mit demselben Hashtags anzeigen lassen. Klickt der Nutzer ein Hashtag, bekommt er andere Fotos, Beiträge und Seiten zum Thema gezeigt. In der deutschen Benutzeroberfläche von Facebook klappt das derzeit noch nicht, soll aber recht bald freigeschaltet werden. </p>

<p>Offensichtlich hat sich Facebook eine Menge vorgenommen. Auch sogenannte "Hovercards" sind vorgesehen: Fährt man künftig mit der Maus über einen Hashtag in einem Statusupdate oder Beitrag, erscheint eine Tafel, in der dann weitere Postings oder auch verknüpfte Gruppen zu sehen sein sollen. Ein weiterer Mausklick - und man ist da. Hashtags sollen also helfen, die auf Facebook ohnehin vorhandenen Infos und Daten noch besser zu verknüpfen. Jeder wird solche Hashtags definieren können, womöglich sogar nachträglich.</p>

<p><img alt="fb_handy.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/fb_handy.jpg" width="512" height="288" align="none" title="Demnächst auch in der Facebook-App: Hashtags im sozialen Netzwerk" alt="Demnächst auch in der Facebook-App: Hashtags im sozialen Netzwerk"/><br />
<small>Demnächst auch in der Facebook-App: Hashtags im sozialen Netzwerk</small></p>

<p><br />
<strong><big>Geld verdienen mit präzis geschalteten Anzeigen</big></strong><br />
Dass sich Hashtags in der Twitter-Welt bewährt haben, daran besteht kein Zweifel. Ohne Hashtags wäre es deutlich schwieriger, aus dem Nachrichtenstrom die passenden Informationen herauszufiltern. Darüber hinaus werden Hashtags mittlerweile von vielen Usern schlau eingesetzt, um Projekte zu labeln und organisieren. Einen ganz ähnlichen Effekt könnten Hashtags in Facebook haben - und hier gibt es deutlich mehr zu ordnen. Die Arbeit machen im Wesentlichen die User, darüber werden sich Mark Zuckerberg und seine Mitarbeiter freuen. </p>

<p>Aber auch Anzeigen lassen sich mit Hashtags besser verkaufen: Anzeigenkunden könnten gezielt Anzeigen schalten, die nur erscheinen sollen, wenn ein bestimmtes Schlagwort markiert ist (oder sogar mehrere). Das erhöht die Treffergenauigkeit, und damit auch den Schaltpreis, denn je präziser eine bestimmte Anzeige passt, desto mehr kann das Werbenetzwerk (in diesem Fall Facebook) dafür verlangen. Es geht also keineswegs nur um Komfort für die User, sondern auch ums Geldverdienen. </p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/facebook_will_hashtags_einfuhr.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/facebook_will_hashtags_einfuhr.html</guid>
<category>Jörg Schieb</category>
<pubDate>Thu, 13 Jun 2013 12:50:03 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Jörg Schieb</dc:creator>
<title>Telekom will nur auf 2 MBit drosseln</title>
<description><![CDATA[<p><!-- Abnehmender Redakteur: me -->Auch ein Unternehmen von der Größe der Telekom kann auf Dauer nicht jedem Druck standhalten. Wie wir alle wissen, hat die Telekom vor, DSL-Anschlüsse künftig nach dem Verbrauch eines bestimmten Kontingents zu drosseln. Derzeit ist von 75 GB im Monat (bis 16 MBit/Sekunde) bis 400 GB (bei 200 MBit/Sekunde) die Rede. Wer mehr online geht, sollte damit leben, dass die Telekom das DSL-Tempo drosselt - auf unfassbare 384 KBit/Sekunde. Das reicht vielleicht für E-Mails, aber schon Webseiten lassen sich damit nur sehr träge darstellen, über Streamingdienste wie Onlineradio, Youtube oder Video on Demand muss man gar nicht erst nachdenken.</p>

<p><strong><big>Geplante Tempobremse soll gelockert werden</strong></big><br />
Die Ankündigung der Tempobremse hat der Telekom nicht nur den Spottnamen Drosselkom eingebracht, sondern auch jede Menge Proteste. Jetzt hat die Telekom ein Einsehen und hat offiziell bestätigt: Nach Erreichen des Kontingents wird nur auf 2 MBit/Sekunden gedrosselt.  "Wir haben verstanden, dass unsere Kunden sich Sorgen machen", sagte Michael Hagspihl, der Telekom-Geschäftsführer fürs Marketing. Ein in meinen Augen kluger Schachzug, denn der Ansehensverlust aufgrund der Drossel-Pläne ist groß. Nun auf ein immerhin vertretbares Niveau zu reduzieren, könnte die Empörung ein wenig reduzieren. </p>

<p>Wer keine Drosselung und damit eine echte Flatrate will, muss ab 2016 etwa 10 bis 20 Euro mehr bezahlen. Dass die Telekom die Tempobremse weniger drastisch anziehen könnte als ursprünglich geplant, war schon am Dienstag abend (11.06.2013) durch die Onlinewelt gegangen. So berichtete <a href="http://stadt-bremerhaven.de/deutsche-telekom-lenkt-ein-drosselung-auf-2-mbit-nicht-384-kbit/">Caschys Blog</a>, zwei Informanten hätten ihm gesteckt, die Telekom wolle nach Erreichen der Kapazitätsgrenzen nun doch nur auf zwei MBit/Sekunde drosseln. 2 MBit/Sekunde wäre allerdings immer noch zu wenig für Video on Demand und viele Videodienste, aber surfen könnte man damit durchaus.</p>

<p><strong><big>Wie sich die Pläne der Telekom auswirken könnten</strong></big><br />
Ob das Einlenken der Telekom reicht, die Kritik an der Telekom zu stoppen, wird sich zeigen. Denn was bleibt, ist der Versuch der Telekom, die Netzneutralität zu unterwandern. Heute ist ein Aufklärungsvideo von Alexander Lehmann im Netz aufgetaucht, der schon andere Videos wie "Du bist Terrorist" gemacht hat. Ein Animationsfilm, der die Pläne der Telekom aufs Korn nimmt - spöttisch. </p>

<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/AQTkUhjVUf4" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/telekom_2mbit.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/telekom_2mbit.html</guid>
<category>Jörg Schieb</category>
<pubDate>Wed, 12 Jun 2013 11:40:28 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Anita Horn</dc:creator>
<title>Apps zum (Weg-)laufen</title>
<description><![CDATA[<p><!-- rk: --> Lauf-Apps gibt es viele. Die meisten liefern jedoch vor allem Kontrolle über die erbrachte Leistung, sprich gelaufene Kilometer, Strecke und Schnelligkeit. Wer mehr Spaß in seine Laufeinheit bringen möchte, für den gibt es ein paar Gratis-Apps, die von lockerem Traben bis zu echtem Intervall-Training alles ermöglichen. Allerdings nicht ganz ohne Haken.</p>

<p><strong>Figure Running</strong><br />
Hier geht es nicht um Kilometersammeln, sondern um Kreativität. Diese App empfängt den User in komplett pinker Aufmachung und ist einfach in der Bedienung. Wer eine Strecke aufmalen möchte, kann zwischen verschiedenen Stiftfarben wählen und hat einen Radiergummi zur Hand. So kann man gewisse Streckenabschnitte unsichtbar laufen, wenn man für die Zeichnung mal absetzen muss. Von Sonne, Mond und Sternen über Strichmännchen und Schriftzügen bis hin zur Freiheitsstatue in New York sind die verschiedensten Kunstwerke in der Galerie zu bestaunen. Auch wenn nicht immer alle Werke eindeutig erkennbar sind, wie zum Beispiel dieses Lauf-Strichmännchen.</p>

<p><img alt="FigureRunning; Rechte: WDR/Horn" src="http://wdrblog.de/digitalistan/figurerun.jpg" width="400" height="512" align="none"  /></p>

<p>Vor Kurzem wurde das Programm aus holländischer Hand als beste Aktiv-Sport-App ausgezeichnet. Allerdings gibt es auch ein paar Minuspunkte. Man kann keine Figuren von anderen Usern nachlaufen, indem man sie sich auf das eigene Handy lädt, sondern die Bilder nur in der Galerie ansehen. Es gibt keine Navigation, so dass man eine Figur am Rechner plant und sie draußen nachläuft. Und das GPS-Signal hängt manchmal. </p>

<p><strong>Zombie-Run</strong><br />
Wer gerne mehr Action beim Laufen hat, ist bei der Zombie-Run-App richtig. Hier kann man sich per GPS auf einer Open-Street-Map orten lassen und dann auswählen, wie viele Zombies im Umfeld auftauchen sollen. Die erscheinen als grüne Männchen auf der Karte. </p>

<p><img alt="ZombieRun; Rechte: WDR/Horn" src="http://wdrblog.de/digitalistan/ZombieRun.jpg" width="400" height="512" align="none"  /></p>

<p>Der Läufer selbst wird als blinkender Punkt dargestellt. Kommt man einem Zombie zu nah, wird er rot. Kolidiert man mit ihm, ist das Spiel aus. Je nach Fitnesslevel kann man die Geschwindigkeit der Zombies festlegen. Möglich sind drei, acht und zwölf Kilometer die Stunde. Nachteil ist, dass man nicht navigiert wird oder per Audio gewarnt wird, wo wie viele Zombies nahen. Man muss die ganze Zeit auf sein Handy gucken, was im Straßenverkehr gefährlich ist und bei Sonnenschein auch kaum noch machbar ist, weil das Display dann schnell zu dunkel ist.  Außerdem kann man sein Laufergebnis nicht mit Freunden teilen oder speichern. Fördert den Spieltrieb, ist aber eher als Aufwärmtraining als für Dauerläufe geeignet. </p>

<p><strong>Google Maps Fahrrad-Routenplaner </strong><br />
Seit Kurzem bietet Google Maps eine vierte Option zur Routenplanung an. Sowohl in der App als auch auf der Homepage ist als neuer Button das Fahrrad hinzugekommen. Diese speziellen Radkarten des ADFC sind ebenfalls für Jogger gut geeignet, da für die Routenplanung möglichst wenige Hauptverkehrsstraßen einbezogen werden. Alle möglichen Radstrecken erscheinen als grüne Linien auf der Karte, die eigene Route wird als blaue Route eingezeichnet, die man manuell nachbearbeiten kann. Einbezogen werden zum Beispiel für Fahrräder freigegebene Einbahnstraßen, Kieswege im Park und Fahrradwege. Die Fahrzeit wird unter Berücksichtigung der Wegbeschaffenheit, Ampelvorkommen und Steigung kalkuliert. Läufer brauchen natürlich entsprechend länger. Allerdings kann man, wenn man die Route am Rechner plant und als eigene Karte im Programm speichert, nur auf dem Handy ansehen. Eine Navigation, die vor allem das Ausprobieren neuer Strecken für Radfahrer und Läufer interessant machen würde, ist mit der gespeicherten Karte nicht möglich. Dazu muss die Routenplanung direkt auf dem Smartphone stattfinden. </p>

<p><strong>Runtastic und Co </strong><br />
Neben Runtastic gibt es viele weitere kostenpflichtige und -freie App-Angebote für Smartphones. Endomondo Sports Tracker, MapMyRun und RunStar sind nur einige Beispiele für ernsthafte Laufaufzeichnungen. Dabei ist immer der Standortzugriff für die GPS-Ortung notwendig. Für einige Apps muss man sich registrieren, um Statistiken und andere Funktionen nutzen zu können. Wer Bedenken beim Standortzugriff und den App-Berechtigungen hat, kann sich auch eine Pulsuhr mit Schrittzähler, GPS und entsprechendem Online-Begleitprogramm wie zum Beispiel von Polar zulegen oder ein GPS-Gerät für Outdoor-Sport wie von Garmin kaufen. Allerdings ist solch ein Equipment selten unter 300 Euro zu haben. Da sind die Gratis-Apps zumindest für Gelegenheitsläufer die günstigere Wahl.  </p>

<p><br />
<em>Unsere Blogger Anita Horn und Dennis Horn sind weder verwandt noch verheiratet, aber umso besser vernetzt. Sie entdecken jede Woche digitale Perlen: spannende Webseiten, lustige Links und Angebote, die den Alltag bereichern - hier im Blog und jeden Donnerstag in der <a href="http://www.wdr5.de/sendungen/lebensart.html">WDR5 LebensArt</a> im Radio.</em></p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/apps_zum_weg-laufen.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/apps_zum_weg-laufen.html</guid>
<category>Anita Horn</category>
<pubDate>Wed, 12 Jun 2013 07:00:00 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Stefan Domke</dc:creator>
<title>Penis pfui, Mordaufruf hui?</title>
<description><![CDATA[<p><a href="http://www.zeit.de/2012/32/Zensur-Facebook-Nackter-Mann">Wer ein Penis-Foto auf Facebook veröffentlicht</a>, muss damit rechnen, dass es innerhalb kürzester Zeit gelöscht wird. Deutlich länger Zeit lässt sich Facebook hingegen, wenn es um einen religiös motivierten Mordaufruf geht. Trotz zahlreicher Hinweise ignorierte das Unternehmen tagelang eine entsprechende Fotomontage auf der Facebookseite der radikalen Muslimbruderschaft. Das Bild zeigte den islamkritischen deutsch-ägyptischen Politologen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hamed_Abdel-Samad">Hamed Abdel-Samad</a>, dem der stempelartige Aufduck "Gesucht als Toter" auf der Stirn prangte.</p>

<p>Inzwischen ist das Foto, das auch auf salafistischen und den Muslimbrüdern nahestehenden Seiten verbreitet wurde, zwar gelöscht worden. Doch tagelang geschah nichts, obwohl sich zahlreiche Facebook-Nutzer per Online-Formular an das Unternehmen gewandt hatten und um Entfernung baten. Dabei ist genau dies der Weg, den Facebook selbst für Fälle vorschlägt, in denen die selbst auferlegten <a href="https://www.facebook.com/communitystandards">Standards der Facebook-Gemeinschaft</a> verletzt werden.</p>

<p><img alt="Der Politologe Abdel-Samad (Bildrechte: WDR/dpa)" src="http://wdrblog.de/digitalistan/Abdel-Samad.jpg" width="512" height="288" align="center"  /></p>

<p>Doch immer wieder ist erst öffentlicher Druck nötig, damit das milliardenschwere Unternehmen zumindest mit Verzögerung reagiert. Erst vor wenigen Wochen hatte sich die Aktivistengruppe <a href="http://www.womenactionmedia.org/">"Women, Action and the Media"</a> in einem <a href="http://www.womenactionmedia.org/facebookaction/open-letter-to-facebook/">offenen Brief an Facebook</a> gewandt, um gegen "Rape Culture"-Gruppen im Facebook-Netzwerk zu protestieren, <a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/facebook-und-gewalt-gegen-frauen-nackt-geht-gar-nicht-geknebelt-schon-1.1678049">in denen sexistische Tiraden und Gewaltverherrlichung im Mittelpunkt stehen und reich bebildert werden</a>. Viele Medien griffen das Thema auf und in der Folge kündigten erste Werbekunden (<a href="http://www.zeit.de/news/2013-05/29/internet-facebook-raeumt-maengel-bei-kontrolle-von-inhalten-ein-29131424">z.B. der Autohersteller Nissan</a>) Konsequenzen an, wenn Facebook nicht entschiedener gegen solche Vorfälle vorgehen werde. Und siehe da: Der ansonsten so schwerfällige Social-Netzwerk-Riese reagierte plötzlich ganz schnell und versprach <a href="https://www.facebook.com/notes/facebook-safety/controversial-harmful-and-hateful-speech-on-facebook/574430655911054">in einem Blogeintrag</a> Besserung. </p>

<p>Es ist also offenbar vor allem das Druckmittel Geld, das ein solches Unternehmen im Gegensatz zu Appellen an die Moral ganz schnell zum Einlenken bewegt. Für uns "Normal-User" könnte daher in Zukunft der indirekte Weg der erfolgsversprechendere sein: Beim nächsten Fall nicht nur den Lösch-Antrag an Facebook schicken, sondern gleichzeitig deutsche Unternehmen kontaktieren, die im Umfeld solcher Seiten Werbung für sich machen.<br />
</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/penis_pfui_mordaufruf_hui.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/penis_pfui_mordaufruf_hui.html</guid>
<category>Stefan Domke</category>
<pubDate>Tue, 11 Jun 2013 12:55:00 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Jörg Schieb</dc:creator>
<title>Hilfe, es werden immer mehr</title>
<description><![CDATA[<p><!-- Abnehmender Redakteur: ??? -->Ein Smartphone haben heute viele von uns in der Hosen- oder Jackentasche. Und die meisten wissen die unfassbar vielen Möglichkeiten zu schätzen, die so ein tragbarer Minicomputer mit mobiler Onlineanbindung unterwegs zu bieten hat. Immer und überall auf alle möglichen Daten zugreifen zu können - das hat schon was. Aber kaum einer macht sich Gedanken darüber, was so ein Smartphone eigentlich ist und dass die vielen Möglichkeiten durchaus auch einige <a href="http://www.chip.de/news/Android-Millionen-Handys-mit-Malware-infiziert_61659730.html">Risiken bergen</a>.</p>

<p><img alt="android.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/android.jpg" width="512" height="288" align="none" alt="Besonders gefährdet: Smartphones mit Android-Betriebssystem; Rechte: Google" title="Besonders gefährdet: Smartphones mit Android-Betriebssystem" /><br />
<small>Besonders gefährdet: Smartphones mit Android-Betriebssystem</small></p>

<p><br />
<strong><big>Sicherheitslücken im Minicomputer zum Mitnehmen</big></strong><br />
Gemeint ist die Tatsache, dass moderne Smartphones wirklich Computer im Taschenformat sind. Sie verfügen nicht nur über mehr Arbeitsspeicher als die meisten PCs vor einigen Jahren, sondern auch über mehr Rechenpower. Man darf sich nicht davon irritieren lassen, dass sie so klein sind und auf dem Display vergleichsweise wenig zu sehen ist. Es sind Computer - und sie haben ein Betriebssystem. Und deshalb sind sie durchaus auch angreifbar, vor allem durch Viren, Würmer und Trojaner.</p>

<p>Solche Schadprogramme, auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Handymalware">Handy-Malware</a> genannt, entstehen nicht von selbst. Sie werden von Kriminellen entwickelt, in der Regel um Daten auszuspionieren - und auf direktem oder indirektem Weg Geld zu verdienen. Smartphones sind besonders interessant, denn hier sind viele persönliche Daten gespeichert, hier wird auf viele Onlinedienste zugegriffen - und hier kann man sogar ganz unmittelbar Geld verdienen. Dann nämlich, wenn es gelingt, dass so ein Smartphone eine teure Premium-SMS absetzt oder einen In-App-Purchase auslöst, eine Kauffunktion innerhalb einer App zum Beispiel. So etwas kann weitgehend unbemerkt passieren, bis man als Benutzer irgendwann die Rechnung präsentiert bekommt.</p>

<p><img alt="korean.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/korean.jpg" width="512" height="288" align="none" title="Ein koreanischer Trojaner räumt das Bankkonto des Opfers leer" alt="Ein koreanischer Trojaner räumt das Bankkonto des Opfers leer; Rechte: McAfee" /><br />
<small>Ein koreanischer Trojaner räumt das Bankkonto des Opfers leer</small></p>

<p><br />
<strong><big>Alle 22 Sekunden ein  neues Schadprogramm für Android</big></strong><br />
Und so warnen Sicherheitsexperten auch vor einer wahren Flut an Viren und Trojanern für das Handy-Betriebssystem Android von Google. Android ist am weitesten verbreitet, bietet aber darüber hinaus auch technisch die meisten Angriffsflächen. Allein im Mai hat die Bochumer Softwareschmiede G-Data, die Sicherheits-Software für PCs und Smartphones entwickelt und anbietet, über 124.000 neue Schädlinge für Android-Smartphones entdeckt. <a href="http://www.gdata.de/uploads/media/G_Data-Mobile-Malware-Familien_Mai-2013.PNG">Alle 22 Sekunden</a> ein neuer Android-Schädling. Die kann man sich überall einfangen, vor allem, wenn man Apps nicht aus dem Google Play Store lädt, sondern aus anderen Quellen.</p>

<p>Laut Erfahrung der Sicherheitsexperten haben es die Täter dabei insbesondere auf den Diebstahl von persönlichen Daten, den Versand von teuren Premium-SMS und das Auslösen kostspieliger Premium-Anrufe abgesehen. Die Kriminellen setzen auf aggressive Werbeeinblendungen, um Android-User zur Installation entsprechend präparierter Apps zu bewegen. Deshalb sollte man Apps wirklich nur aus dem Play-Store laden - und auf einem Android-Smartphone auch einen Virenschutz benutzen. Es gibt kostenlose und kostenpflichtige Apps, die schützen. Was man definitiv vermeiden sollte: Apps zu laden, die einem per SMS angeboten werden oder die per Bluetooth kommen.</p>

<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/1CVbQttKUIk" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
<small>Google feiert 900 Millionen aktivierte Smartphones - aber kümmert sich nicht ausreichend um den Schutz</small></p>

<p><br />
<strong><big>Sicherheitslücken im Minicomputer</big></strong><br />
Viele der Schadprogramme werden immer aggressiver. Einige nisten sich derart tief ins Betriebssystem Android ein, dass sie selbst mit Hilfe von Schutzprogrammen nur noch schwer bis gar nicht entfernt werden können. Deshalb ist es so wichtig, bei Downloads von Apps vorsichtig zu sein - und einen Schutz zu verwenden, damit es erst gar nicht so weit kommt. Das allerdings überfordert viele Laien. Ich habe vor einigen Tagen ein neues Galaxy S4 bekommen. Da waren ein gutes Dutzend Schutzprogramme vorinstalliert - aber keins davon war aktiv. Die bunten Icons der Schutzprogramme gaukeln dem Laien eine Sicherheit vor, die gar nicht vorhanden ist. Außerdem: Wie soll sich ein Laie für eine App entscheiden - wenn er keine einzige davon kennt? Da wäre es sinnvoller, wenigstens eine App zu aktivieren.</p>

<p>Sorgen machen müssen sich derzeit vor allem Benutzer, die ein Smartphone mit Android-Betriebssystem haben. Schadprogramme für iOS oder Windows Phone gibt es kaum. Das liegt daran, dass hier die Architektur besser ist. Apple lässt Downloads ausschließlich im eigenen App-Store zu - und hier ist jede App geprüft und genehmigt. Was auf der einen Seite eine Gängelei ist, bedeutet in diesem Zusammenhang aber auch mehr Sicherheit, deutlich mehr Sicherheit. Ganz ähnlich ist es beim Windows Phone von Microsoft. Man muss es klar sagen: Android hat hier ein ernsthaftes Problem. Die Frage ist, warum Google dieses Problem nicht konkreter und konsequenter angeht. Es muss nämlich dringend etwas passieren.<br />
</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/android_viren.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/android_viren.html</guid>
<category>Jörg Schieb</category>
<pubDate>Tue, 11 Jun 2013 09:06:59 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Jörg Schieb</dc:creator>
<title>iOS bekommt einen neuen Look</title>
<description><![CDATA[<p><!-- Abnehmender Redakteur: döp -->Irgendwann hat man sich wohl an jedem Design mal sattgesehen, mag es auch noch so gelungen sein. Genau so geht es vielen, die schon seit Jahren mit iPhone und iPad hantieren und den typischen Apple-Look bei den Anwendungen einfach über haben. Die nachgeahmten Oberflächen als Hintergrundbild zum Beispiel (Wassertropfen auf Metall), die abgerundeten Ecken, die flach wirkende 2D-Welt. Alles arg angestaubt. Doch das ändert sich nun, und zwar radikal. Apple hat auf seiner von über 5000 Entwicklern besuchten Konferenz namens <a href="https://developer.apple.com/wwdc/">WWDC</a> in San Francisco nun das neue <a href="http://www.apple.com/ios/ios7/">iOS7</a> gezeigt, das neue Betriebssystem für iPhone, iPad und iPod Touch, das allerdings erst im Herbst für die Allgemeinheit zum Download zur Verfügung stehen wird. </p>

<p><img alt="ios7_1.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/ios7_1.jpg" width="512" height="288" align="none" title="Das neue iOS7: Eigentlich fertig - aber erst im Herbst zu haben; Rechte: Apple" title="Das neue iOS7: Eigentlich fertig - aber erst im Herbst zu haben"  /><br />
<small>Das neue iOS7: Eigentlich fertig - aber erst im Herbst zu haben</small></p>

<p><br />
<big><strong>Schick: Klare Farben, Schriften und Formen</strong></big><br />
Was sich ändert: Das Layout wird viel klarer. iOS7 präsentiert sich mit größeren Schriften, klareren Formen und Farben und kommt insgesamt mit weniger Schnickschnack aus. Das macht auf mich erst mal einen sehr guten Eindruck - und erinnert mich teilweise durchaus an Android, auch wenn es im Apple-Look noch eine Spur eleganter und edler aussieht, wie die Icons über den Bildschirm fliegen. Und das jetzt auch in 3D: Wer sein Smartphone oder Tablet bewegt, hat den Eindruck, als ob die Sinnbildchen über die Oberfläche schweben.</p>

<p>Aber nicht nur in Sachen Optik ändert sich eine Menge. Gut finde ich die Idee, dass Updates von Apps künftig (auf Wunsch) auch automatisch eingespielt werden können. Denn Hand aufs Herz: Die meisten Updates wollen wir doch sowieso haben. Wer ein paar Tage lang faul ist, muss dann oft gleich mehrere Dutzend Apps aktualisieren. Praktisch, wenn das künftig von ganz alleine passiert. Verbessert wird auch das Multitasking auf iPhone und iPad: Man hat einen besseren Überblick, welche Apps aktiv sind (erinnert von der Optik an Windows Phone) und kann gezielt einzelne beenden, und das bei gleichzeitig geringerem Stromverbrauch. Ob's stimmt und klappt, werden erste Tests zeigen, wenn das iOS7 für Entwickler freigegeben ist.</p>

<p><img alt="ios7_galerie.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/ios7_galerie.jpg" width="512" height="288" align="none" title="Aufgeräumtes Design: Alles wirkt frischer und aufgeräumter" alt="Aufgeräumtes Design: Alles wirkt frischer und aufgeräumter; Rechte: Apple"  /><br />
<small>Aufgeräumtes Design: Alles wirkt frischer und aufgeräumter</small></p>

<p><br />
<big><strong>Mac OS X macht auf Öko: Konsequent Strom sparen</strong></big><br />
Eigentlich sieht alles schon ziemlich fertig aus. Trotzdem soll iOS7 nicht vor Herbst 2013 zum Download zur Verfügung stehen. Warum? Ganz einfach: Jetzt müssen erst mal die Entwickler ran. Denn es reicht nicht, wenn Apple seine Oberfläche aufpoliert - die zum Einsatz kommenden Apps müssen mitunter auch optisch und technisch angepasst werden, um die neuen Möglichkeiten zu unterstützen. Das dauert eine Weile. Deshalb haben Entwickler nun als erstes die Gelegenheit, das neue iOS7 zu laden.</p>

<p>Aber Apples Ingenieure haben auch Mac OS X aufgepäppelt, das Betriebssystem für Tischrechner und Notebooks, das auf den Namen <a href="http://www.apple.com/osx/preview/">Mavericks</a> hört und ebenfalls für Herbst angekündigt ist. Neu hier: Wer mehrere Bildschirme an den Rechner anschließt, kann sie auch alle gleichzeitig nutzen. Mit iCloud Keychain lassen sich auf Knopfdruck sichere Passwörter generieren - und in der iCloud von Apple speichern. Vorteil: Man kann sichere Passwörter für Onlinedienste generieren, muss sie aber nicht selbst eingeben. Dafür landen sie in der Cloud, die im Augenblick ja nicht als besonders sicher gilt. </p>

<p><br />
<iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/qcQJtOPsDZ4" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
<small>Apple feiert sein neues iOS7 - so wie es nur Apple kann</small></p>

<p><br />
<big><strong>Auch neue Hardware angekündigt</strong></big><br />
Für alle, die es vergessen haben: Apple hat auch einen eigenen Browser namens Safari. Der wurde ebenfalls aufpoliert. Es gibt einen besseren Überblick über häufig besuchte Webseiten und eine "Shares Links" genannte Funktion. Hier tauchen Links auf, die von Freunden auf Twitter empfohlen wurden. Hübsche Idee. Eine gute Idee ist auch der Stromsparmodus von Safari: Wird der Browser nicht gebraucht oder von anderen Fenstern überdeckt, verbraucht die Software weniger Prozessorleistung und schont damit den Akku. Ein Segen für alle, die viel unterwegs online gehen.</p>

<p>Bei so vielen Neuerungern aus dem Bereich Software vergisst man schnell, dass Apple eigentlich mal ein Hardwarehersteller war. Aber in diesem Bereich wurde auf der WWDC wirklich nicht viel geboten. Außer einem neuen MacBook Air, das auf Intels neuen Haswell-Prozessoren basiert. Größter Pluspunkt: Die lange Akkulaufzeit, die mit elf bis zwölf Stunden angegeben wird. Hier kommen die neuen Stromsparfunktionen in Safari und Maverick ebenfalls zum Tragen. Wer wird da widersprechen wollen: Längere Akkulaufzeigen wünschen wir uns alle. Vor allem aber auch beim iPhone, bei dem man bekanntlich nicht mal den Akku austauschen kann.</p>

<p><img alt="macbook.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/macbook.jpg" width="512" height="288" align="none"  title="Apple hat auch neue Hardware vorgestellt: Das MacBook Air wurde aufpoliert" alt="Apple hat auch neue Hardware vorgestellt: Das MacBook Air wurde aufpoliert" /><br />
<small>Apple hat auch neue Hardware vorgestellt: Das MacBook Air wurde aufpoliert</small></p>

<p>Keine große Überraschung auch die Ankündigung von iTunes Radio (war als iRadio gehandelt worden). Ein kostenloser, durch Werbung refinanzierter Musik-Streaming-Dienst, der fester Bestandtteil der Musik-App in iOS7 werden wird. Damit steht auch der Starttarmin fest: Herbst. Hier können User kostenlos verschiedene Radiostationen anhören, unterbrochen durch Werbung. Wer zahlender iTunes-Match-Kunde ist, dem bleibt die Reklame erspart. Allerdings wird iTunes Radio nicht von Anfang an In Deutschland angeboten werden. Musikrechte - ein Thema für sich.</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/ios7.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/ios7.html</guid>
<category>Jörg Schieb</category>
<pubDate>Mon, 10 Jun 2013 23:26:52 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Jörg Schieb</dc:creator>
<title>Super-Glühbirnen per WLAN steuern</title>
<description><![CDATA[<p><!-- Abnehmender Redakteur: döp -->Das intelligente Haus (<a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2013-03/smart-home-intelligentes-wohnen-homee">Smarthome</a>) ist schon länger ein Thema, nimmt aber allmählich Kontur an. Jedenfalls gibt es immer mehr Möglichkeiten, Dinge im Haushalt "intelligent" zu machen, den Verbrauch zu überwachen und nötigenfalls von überall zu steuern. Die Heizungsanlage ist ein beliebtes Beispiel, aber natürlich auch die Heimelektronik oder die Beleuchtung. Nun kann nicht jeder gleich ein neues (smartes) Haus bauen oder die eigene Wohnung von oben bis unten mit Hightech ausstatten, um in den Genuss der neuen Möglichkeiten zu kommen. Aber man kann klein anfangen und experimentieren - zum Beispiel bei der Beleuchtung.</p>

<p>Da gibt es durchaus interessante Ansätze. Technisch ganz weit vorne und bislang ohne Konkurrenz ist das System Hue von Philips. Diese neuen Leuchtkörper - so muss man das wirklich nennen! - habe ich mir angesehen. Wer eine <a href="https://www.meethue.com/de-DE">Hue</a> in die Fassung seiner Lampe schraubt, der dreht nicht irgendeine Glühbirne ein, sondern einen Hightech-Beleuchtungskörper. Hinter Hue verbergen sich LED-Lampen, die per WLAN vernetzt und mit Hilfe von Smartphone oder Tablet kontrolliert und gesteuert werden können. Neue Lampen braucht man dafür interessanterweise nicht, auch keine neuen Lichtschalter oder Steckdosen - man muss wirklich nur die Leuchtkörper austauschen und verfügt dann über ein eigenes Licht-Netzwerk, das sich über WLAN ansprechen und kontrollieren lässt.</p>

<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/s_U87WHHX3g" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
<small>Philips-Werbung: Bunte WLAN-Lampen für die ganze Wohnung - fernsteuerbar</small></p>

<p><br />
<strong><big>LED-Lampen verbrauchen wenig Strom</big></strong><br />
Die LED-Lampen können nicht nur weiß leuchten - sie können praktisch jede Farbe des Spektrums darstellen. Das ist schon mal für sich genommen interessant, zumindest wenn man nicht nur nach einer schlichten Beleuchtung sucht, sondern nach einer Möglichkeit, Räume in Farbe zu tauchen und so für bestimmte Stimmungen zu sorgen. Natürlich lässt sich auch die Helligkeit variieren, sogar ganz ohne Dimmer. Interessanterweise verbraucht so eine LED-Lampe unter Volllast nur 8,5 Watt, leuchtet aber dank 600 Lumen wie eine 50-Watt-Glühlampe. Man spart also einiges an Energie.</p>

<p>Im Hue-Starterpaket sind drei LED-Lampen und eine WLAN-Basisstation enthalten, die sogenannte Smartbridge. Die Lampen lassen sich in jede Fassung des Typs E26 oder E27 schrauben - dann leuchten die Birnen erst mal weiß. Anschließend muss das Steuergerät mit Strom versorgt - und mit DSL-Modem, Router oder Switch verkabelt werden. Anschließend noch den blauen Knopf in der Bridge drücken, schon wird eine Verbindung zum vorhandenen Netzwerk vorgenommen und alle LED-Lampen in Funkreichweite kontaktiert und aktiviert. Das alles funktioniert erstaunlich einfach. Man muss sich mit keinerlei Einstellungen rumplagen, nichts konfigurieren. Alles geht automatisch. </p>

<p><img alt="hue_bridge.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/hue_bridge.jpg" width="512" height="288" align="none"  title="Die Hue Bridge: Empfängt die Anweisungen und steuert bis zu 50 Glühbirnen" alt="Die Hue Bridge: Empfängt die Anweisungen und steuert bis zu 50 Glühbirnen; Rechte: Philips" /><br />
<small>Die Hue Bridge: Empfängt die Anweisungen und steuert bis zu 50 Glühbirnen</small></p>

<p><br />
<strong><big>Smartphone statt Lichtschalter</big></strong><br />
Gesteuert werden die Lampen mit Smartphone oder Tablet, derzeit allerdings leider nur mit Apple-Geräten. Einfach die Philips-App herunterladen und starten, schon stellt die Kontakt zur Bridge her - und zu allen LED-Lampen. Jede Glühbirne lässt sich einzeln ansprechen und steuern. Per Schieberegler lassen sich nicht nur Farbklima und Helligkeit kontrollieren, sondern vieles mehr. Die App bietet teilweise witzige Funktionen. Wer zum Beispiel die Stimmung eines Moments lichttechnisch nachempfinden möchte, kann jedes beliebige Foto verwenden und mit einem Auswahlcursor einen Farbbereich auswählen, der exemplararisch für die Situation sein soll. Einen Moment später leuchtet die ausgewählte Hue-Lampe in genau dieser Farbe. Foto und Farbstimmung lassen sich auch dauerhaft speichern. </p>

<p>Überhaupt: Es gibt ein regelrechtes "Menü" für verschiedene Situationen. Wer ein Buch lesen will, bekommt helles weißes Licht geboten, doch es gibt auch vorbereitete Lichtprogramme, etwa zum Entspannen oder Fernsehen. Interessant auch die "Welcome Home" genannte Funktion: Schon von unterwegs kann man das Licht zu Hause ein- oder ausschalten, damit man keine dunkle Wohnung betreten muss. Ebenso möglich: zeitgesteuertes Ein- und Ausschalten der Beleuchtung per App. Praktisch, um auch in Urlaubszeiten den Eindruck einer belebten Wohnung zu wecken. Und wer mag, kann dafür sorgen, dass automatisch das Licht angeht, wenn man sich mit seinem Smartphone in der Tasche vor der Haustür befindet. </p>

<p><img alt="phone_hue.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/phone_hue.jpg" width="512" height="288" align="none" title="Mit dem Smartphone lassen sich die Glühbirnen steuern - auch von unterwegs" alt="Mit dem Smartphone lassen sich die Glühbirnen steuern - auch von unterwegs; Rechte: Schieb" /><br />
<small>Mit dem Smartphone lassen sich die Glühbirnen steuern - auch von unterwegs</small></p>

<p><br />
<strong><big>Ein teurer Spaß</big></strong><br />
Spielerei? Im Grunde genommen schon. Wobei es schon Situationen gibt, in denen es durchaus nützlich sein kann, nicht nur die Helligkeit, sondern auch das Farbklima in einem Raum zu ändern. Dass man mit den Hue-Leuchten auch Strom sparen kann, ist sicher nicht schlecht. All die anderen Möglichkeiten, etwa sich programmgesteuert wecken zu lassen oder durch farbliche Lichtsignale auf Ereignisse hinweisen zu lassen (Es wird Zeit zu gehen, eine neue E-Mail eingetroffen), ist zweifellos eher etwas für verspielte Zeitgenossen. </p>

<p>Bis zu 50 LED-Lampen lassen sich auf diese Weise im Haus steuern. Wer das wirklich will, muss allerdings tief in die Tasche greifen: Das Starterpaket mit drei Nerd-Lampen und Bridge schlägt mit sage und schreibe 200 Euro zu Buche, jede einzelne weitere LED-Lampe kostet rund 60 Euro. Ein teures Spielzeug also, keine Frage - aber auf jeden Fall mit Entertainment-Faktor. Wer es gerne eine Nummer kleiner hätte, kann eine per WLAN fernsteuerbare Steckdose kaufen und so einzelne Geräte per App ein- oder ausschalten. Doch wer mehr als zwei, drei Lampen fernsteuern will, kommt mit dem Hue-Paket sogar günstiger weg.<br />
</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/hue.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/hue.html</guid>
<category>Jörg Schieb</category>
<pubDate>Sat, 08 Jun 2013 22:05:54 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Jörg Schieb</dc:creator>
<title>WLAN-Winken in der ganzen Wohnung</title>
<description><![CDATA[<p><!-- Abnehmender Redakteur: Uta Kühne -->So allmählich kommt das Steuern von Geräten per Gesten in Mode. Immer mehr Smartphones lassen sich so steuern, Tablets ebenfalls. In der Praxis sieht das so aus: Der Benutzer führt bestimmte Bewegungen mit den Fingern durch, er streicht zum Beispiel mit zwei Fingern von oben nach unten über das Touchscreen und aktiviert so eine bestimmte Aktion im Gerät. Einige Smartphones wie das Galaxy S4 erkennen über die eingebaute Kamera sogar, wenn sich <strong>über</strong> dem Touchscreen etwas tut. So lassen sich Webseiten oder Tabs per lässiger Handbewegung wechseln. Wenn man solche Gesten erst mal verinnerlicht hat, können sie sich durchaus als praktisch erweisen.</p>

<p><img alt="wlangesten.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/wlangesten.jpg" width="512" height="288" align="none"  title="Gesten in der Wohnung verändern das WLAN und lassen sich messen" alt="Gesten in der Wohnung verändern das WLAN und lassen sich messen" /><br />
<small>Gesten in der Wohnung verändern das WLAN und lassen sich messen</small></p>

<p><br />
<strong><big>Gesten in jedem Raum lassen sich erkennen</big></strong><br />
Auch Spielekonsolen wie die Xbox lassen sich bekanntlich per Gesten steuern. Hier sind sogar recht komplexe Dinge möglich: Die Xbox und die <a href="http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/xbox_one_die_konsole_die_die_k.html">Xbox One</a> erkennen selbst kleinste Bewegungen. Der Spieler kann sich in den Raum stellen und eine virtuelle Figur steuern und kontrollieren, mit seinen Händen, seinen Armen, mit dem ganzen Körper. Hier kann sich auch noch der Laie vorstellen: Die in der Konsole eingebaute Kamera erkennt die Bewegungen, die Software macht daraus entsprechende Steuerbefehle.</p>

<p>Doch es geht erstaunlicherweise auch ganz ohne Kamera. Informatiker von der University of Wahsington haben eine völlig ungewöhnliche Methode entwickelt, um Bewegungen zu erkennen: Sie interpretieren WLAN-Signale, eine Methode, die <a href="http://wisee.cs.washington.edu/">WiSee</a> getauft wurde. In den meisten Wohnungen steht heute ein WLAN-Router. Diverse Geräte wie Smartphones, Tabletes, PCs oder Drucker tauschen untereinander per WLAN Daten aus. Der Raum ist sozusagen voll mit WLAN-Funkwellen. Wenn sich jemand im Raum bewegt, selbst wenn er nur eine Hand hebt, verändert die Funkwellen - er stört sie gewissermaßen. Das hat im Alltag keine Konsequenzen, aber die Bewegungen lassen sich tatsächlich messen und auswerten.</p>

<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/VZ7Nz942yAY" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
<small>Erklärvideo der Entwickler: Die Technik funktioniert bereits erstaunlich gut</small></p>

<p><br />
<strong><big>Jede kleinste Bewegung verändert das WLAN</big></strong><br />
Mich erstaunt nicht, dass Bewegungen die Frequenzmuster im Raum verändern. Mich überrascht auch nicht, dass sich das mit modernen Mitteln messen lässt. Mich erstaunt aber, dass sich daraus tatsächlich Rückschlüsse über die Art eine Bewegung schließen lassen, dass selbst das Heben einer Hand offensichtlich ein erkennbares Muster erzeugt. Wenn man mich vorher gefragt hätte: Ich hätte mir bestenfalls vorstellen können, dass man mit einer solchen Methode einen Elefanten von einer Stubenfliege unterscheiden kann - wenn alles gut geht.</p>

<p>Die Forscher haben bereits <a href="http://wisee.cs.washington.edu/wisee_paper.pdf">aufgeschrieben</a>, wie das konkret funktioniert. Bewegt sich eine Person in einem Raum mit WLAN-Funkwellen, reflektiert sie einen gewissen Teil der Strahlung. Bei Bewegungen verändert sich die Reflexion. Dann kommt noch der berühmte Doppler-Effekt zum Einsatz, der dabei hilft zu erkennen, ob sich jemand von einem anderen Gegenstand entfernt oder auf ihn zubewegt. Das reicht schon aus, um grobe Gesten zu erkennen. </p>

<p><img alt="muster.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/muster.jpg" width="512" height="288" align="none"  title="Normale WLAN-Router müssen nur mit Sensoren ausgestattet werden; Rechte: University of Washington" title="Normale WLAN-Router müssen nur mit Sensoren ausgestattet werden" /><br />
<small>Normale WLAN-Router müssen nur mit Sensoren ausgestattet werden</small></p>

<p><br />
<strong><big>Gesten in jedem Raum lassen sich erkennen</big></strong><br />
Das wirklich Faszinierende an der WiSee-Technologie: Es sind keine zusätzlichen Geräte nötig, um Bewegungen und Gesten zu erkennen. Es reicht, vorhandene WLAN-Router mit zusätzlichen Sensoren auszustatten - und der entsprechenden Software. Es muss auch kein Sichtkontakt zum WLAN-Router bestehen. Der erkennt auch Bewegungen in einem anderen Raum, so lange man sich in Funkreichweite aufhält. Verblüffend. Schon lassen sich Computer, Fernseher oder Haushaltsgeräte per Geste ein- oder ausschalten.</p>

<p>Damit nicht jede unbedachte Bewegung gleich irgend welche Geräte in Gang setzt, braucht es eine Pre-Geste, eine Art initiierende Bewegung, die man möglichst nicht aus Versehen macht, sondern ganz gezielt. Danach kommt dann eine Geste/Bewegung, die die eigentliche Aktion auslöst. Ob und wann aus dieser Idee ein Produkt wird, das man kaufen kann, steht noch nicht fest. Ich wage aber die Vorhersage: Das kommt garantiert. </p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/wlan_winken.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/wlan_winken.html</guid>
<category></category>
<pubDate>Fri, 07 Jun 2013 22:39:55 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Jörg Schieb</dc:creator>
<title>US-Geheimdienste schnüffeln bei Google und Co.</title>
<description><![CDATA[<p><!-- Abnehmender Redakteur: kellers -->Dass es Geheimdienste wie CIA oder NSA nicht immer so genau damit nehmen, ob sie dürfen, was sie tun, kann man sich leicht vorstellen. Dazu muss man keine Hollywood-Filme schauen. Auch der Bundespolizei FBI mag man da noch so einiges zutrauen. Aber dass US-Behörden ungeniert, unkontrolliert und uneingeschränkt auf Kundendaten großer Internetprovider zugreifen können, das mag man sich dann wohl doch nicht vorstellen wollen. Doch offensichtlich ist es genau so: Wie <a href="http://www.washingtonpost.com/investigations/us-intelligence-mining-data-from-nine-us-internet-companies-in-broad-secret-program/2013/06/06/3a0c0da8-cebf-11e2-8845-d970ccb04497_story.html?hpid=z1">Washington Post</a>, der britische <a href="http://www.guardian.co.uk/world/2013/jun/07/prism-tech-giants-shock-nsa-data-mining">Guardian</a> und <a href="http://www.theverge.com/2013/6/6/4403868/nsa-fbi-mine-data-apple-google-facebook-microsoft-others-prism">viele andere</a> berichten</a>, können die Behörden auf die Kundendaten bei AOL, Microsoft, Apple, Yahoo, Google, Facebook und anderen zugreifen.</p>

<p><img alt="prism.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/prism.jpg" width="512" height="288" align="none"  alt="Geheime Dokumente aufgetaucht, die Schnüffelaktionen belegen sollen; Rechte: WDR" title="Geheime Dokumente aufgetaucht, die Schnüffelaktionen belegen sollen" /><br />
<small>Geheime Dokumente aufgetaucht, die Schnüffelaktionen belegen sollen</small></p>

<p><br />
<strong><big>IT-Unternehmen wehren sich gegen Vorwurf der Mitarbeit</big></strong><br />
Angeblich erfolgt der Zugriff auf die Daten sogar mit Zustimmung der Anbieter. Bislang hat sich nur Apple klar dazu geäußert und den Vorwurf zurückgewiesen. Andere angesprochene Unternehmen aus dem Silicon Valley zeigen sich zumindest überrascht über die aufgetauchten Dokumente (ein top-geheimes Dokument aus dem Dunstkreis der NSA), die die angebliche Zusammenarbeit belegen sollen. Gut möglich, dass die Lauschaktionen ohne ihre Zustimmung stattfinden. Wenn es stimmt, was berichtet wird, können die Behörden frei auf Kundendaten zugreifen. Sie können Kontakte einsehen, ebenso Dokumente, Fotos oder Videos, aber auch E-Mails lesen. Eben alles, was nicht verschlüsselt gespeichert ist.</p>

<p>Ständig belauscht werden? Das will dann doch niemand. Das (bislang) geheime Projekt namens PRISM ist deshalb überall ein großes Thema, auch auf <a href="https://twitter.com/search?q=prism&src=typd">Twitter</a>. Details einer Powerpoint-Präsentation kursieren durchs Netz, die belegen sollen, wie neugierig die US-Regierung ist. Ob sie echt ist, ist unklar. Vermutlich werden die US-Behörden bestreiten, dass es sich um ein echtes Dokument handelt. </p>

<p></p>

<p><strong><big>Wichtige Debatte losgetreten</big></strong><br />
Doch die Debatte hat begonnen, die Aufregung nimmt erkennbar zu. Und das nicht im notorisch skeptisch-kritischen Europa, sondern auch in den USA. Das birgt einen gewissen Zündstoff, denn die Diskussion ist im Netz angelangt, und dort lassen sich solche Diskussionen bekanntlich schwer bis gar nicht kontrollieren. Ich bin sicher: Ganz so einfach wird sich die US-Regierung diesmal nicht aus der Affäre ziehen können. Alles nur mit dem "Top Secret"-Stempel versehen - das wird nicht klappen. </p>

<p>Warum? Weil die milliardenschweren Unternehmen in Silicon Valley ansonsten an Ansehen verlieren. Wenn das Vertrauen schwindet, dann schwinden auch die Umsätze. Da werden die eher liberalen Manager der IT-Unternehmen nicht tatenlos zusehen. Selbst Datensammeln ist eine Sache. Aber sich zum handzahmen Mitarbeiter von Lauschdiensten machen zu lassen, das will sich sicher keiner vorwerfen lassen, der bei Apple, Microsoft, Google und Co. arbeitet, da bin ich ziemlich sicher. Und deshalb könnte es interessant werden: Wenn die IT-Unternehmen sich verbünden und sich mit aller Macht gegen die Bestrebungen wenden, lässt sich was bewegen. Bürger haben wenig Macht - Unternehmen schon. Das zeigt sich ja immer wieder.</p>

<p></p>

<p><strong><big>User sollten ihre Macht nutzen</big></strong><br />
Diese Macht können wir User für uns nutzen, indem wir den Unternehmen auch sagen (und zeigen), wie wir denken. Interessanterweise regt sich in den USA niemand auf, wenn NSA und Co. die ganze Welt belauschen. Aber sobald auch nur ein Telefongespräch eines US-Bürgers abgehört wird, schrillen die Alarmglocken. Klar, wegen der <a href="http://www.law.cornell.edu/constitution/billofrights">US-Verfassung</a>. Aber konsequent ist das nicht.</p>

<p>Wir hier in Europa hingegen fühlen uns in unseren schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Viele sind doch sowieso davon ausgegangen, dass im Internet alles mitgeschnitten, gelesen und ausgewertet wird. Jetzt gibt es also offensichtlich Belege für diesen Verdacht. Was jeder einzelne tun kann: Verstärkt Daten verschlüsselt übertragen und verschlüsselt speichern. Zumindest die sensiblen. Die Mühe scheint sich zu lohnen.</p>

<p><strong>Update:</strong> Mittlerweile haben Microsoft, Yahoo, Google, Facebook und Apple auf die ein oder andere Weise auf die Berichte reagiert. Die meisten sagen, sie erlaubten keine direkten Zugriffe auf die Server und/oder würden das nicht freiwillig tun. Kundendaten würden nur auf offizielle Anordnung herausgegeben. Ein klares Dementi klingt anders, denn jetzt kann man interpretieren: Dann gibt es eben (geheime) offizielle Anordnungen und/oder die Daten werden nicht freiwillig rausgerückt. Der Klärungsbedarf steigt. Außerdem hat ein <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/prism100.html">hochrangiger Regierungsbeamter bestätigt</a>, dass Daten gesammelt würden, allerdings "nur von Nicht-US-Bürgern, die außerhalb des Landes leben". Uns kann das wohl kaum beruhigen. <br />
</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/nsa_und_fbi_belauschen_das_int.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/nsa_und_fbi_belauschen_das_int.html</guid>
<category>Jörg Schieb</category>
<pubDate>Fri, 07 Jun 2013 11:54:06 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Dennis Horn</dc:creator>
<title>LinkLounge 13/23: Babys, Hotdogs und Teenies</title>
<description><![CDATA[<p><!-- Abnehmender Redakteur: xy -->Der Sommer ist da. Darauf freut sich selbst die Nerdfraktion. Also: Tablet, kühles Getränk - und unsere LinkLounge mit den schönsten, besten, interessantesten Fundstücken der Woche. Wir wünschen ein schönes Wochenende!</p>

<p><strong><big><a href="http://wdrblog.de/digitalistan/autoren/dennis_horn.html">Dennis Horn</a></big></strong></p>

<p>Mein Highlight in dieser Woche: das Internet in China. Selbst der größte Zensurapparat der Welt hindert die Chinesen nicht daran, ihre Debatten öffentlich auszutragen. Der Onlinejournalismus-Professor Lorenz Lorenz-Meyer, der auch in China lehrt, hat beim Frankfurter Tag des Online-Journalismus am Dienstag gezeigt: Die chinesische Netzöffentlichkeit ist vielleicht sogar lebendiger als die deutsche Netzgemeinde.</p>

<p><iframe width="500" height="288" src="http://www.youtube.com/embed/3EjREfsv09g" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>

<p>Zwei Einblicke in fremde Welten haben mich außerdem fasziniert. Das VICE-Magazin stellt <a href="http://www.vice.com/de/read/meet-instagrams-teenage-superstars" target="_blank">die Teenie-Superstars von Instagram</a> vor: "Die Jungs sehen alle wie Bieber-Klone aus und die Mädchen wie die Freundinnen von Surfern. In fünf Jahren wird wahrscheinlich eine von ihnen die neue Paris Hilton sein." Außerdem: <a href="http://dcurt.is/glass" target="_blank">"Glass" von Dustin Curtis</a>. Kein Artikel sonst hat es geschafft, mir die Datenbrille von Google so nahe zu bringen wie dieser.</p>

<p>Und zum Schluss noch etwas Kunst - in diesem Fall von Twin-Peaks-Schöpfer David Lynch: "Another mystery" heißt sein Vine-Video. Ich weiß nicht, weshalb. Aber es fesselt mich.</p>

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Another mystery- <a href="https://t.co/MZNI3obAE4" title="https://vine.co/v/bYx2FX3Qbx2">vine.co/v/bYx2FX3Qbx2</a></p>&mdash; David Lynch (@DAVID_LYNCH) <a href="https://twitter.com/DAVID_LYNCH/status/340499645455269888">31. Mai 2013</a></blockquote>
<script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>

<p><br />
<strong><big><a href="http://wdrblog.de/digitalistan/autoren/jorg_schieb.html">Jörg Schieb</a></big></strong></p>

<p>Die <a href="http://soundcloud.com" target="_blank">Soundcloud</a> ist so eine Art YouTube für Musikliebhaber. Selbst angesehene Bands wie <a href="http://www.nin.com/" target="_blank">Nine Inch Nails</a> nutzen den Onlinedienst, um für ihre Musik die Werbetrommel zu rühren. Das neue Album "Hesitation Marks" ist noch nicht da, doch auf Soundcloud kann man sich bereits einen Song aus dem Album kostenlos und legal anhören, und zwar <a href="https://soundcloud.com/nineinchnails/came-back-haunted-2013" target="_blank">"Came Back Haunted"</a>. Viel Spaß damit!</p>

<p>Wer innerhalb eines sozialen Netzwerks wie Facebook Dateien austauschen möchte, hat es nicht leicht: Facebook zumindest sieht es nicht konkret vor, dass man Freunde mit Dateien versorgt. Mit der <a href="http://www.pipe.com/" target="_blank">Facebook-App Pipe</a> des gleichnamigen Berliner Start-ups geht so etwas: Einfach die Datei (bis 1 GB) per Drag & Drop in die App ziehen, den Freund auswählen, der die Datei erhalten soll - fertig. Der Empfänger muss nicht online sein und kann entscheiden, ob er die Datei annehmen möchte oder nicht. Der Dateitransfer soll verschlüsselt erfolgen. Zumindest eine komfortable Lösung für ein Problem, das viele in sozialen Netzwerken immer wieder haben.</p>

<p><iframe width="500" height="288" src="http://www.youtube.com/embed/r5kOhZzd53U" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>

<p><br />
<big><strong><a href="http://wdrblog.de/digitalistan/autoren/stefan_domke.html">Stefan Domke</a></strong></big></p>

<p>Wer nicht nur eine Kaffeetasse, sondern zufällig auch ein Baby zur Hand hat, dem empfehle ich, sich am neusten Internet-Trend namens <a href="http://www.visualnews.com/2013/06/02/babymugging-the-latest-greatest-photo-trend/" target="_blank">Babymuggling</a> zu beteiligen. Es ist ganz einfach: Baby irgendwo ablegen, mit entsprechendem Abstand eine Kaffeetasse davor halten und so für die <a href="https://www.google.de/search?q=%23babymugging&safe=off&rlz=1C1GTPM_deDE518DE518&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=SV-wUaHiF8nmObW6gegD&ved=0CDoQsAQ&biw=1920&bih=928" target="_blank">passende perspektivische Verzerrung</a> sorgen. Angestoßen wurde dieses <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Internet-Ph%C3%A4nomen" target="_blank">Mem</a> von der <a href="http://www.mommyshorts.com/" target="_blank">New Yorker Mutter und Bloggerin Ilana</a>, die auch dafür verantwortlich ist, dass Eltern <a href="https://www.facebook.com/media/set/?set=a.651174591563020.1073741827.153515434662274&type=3&l=a1ec6bbd35" target="_blank">das Haupthaar ihre Kleinsten verunstalten</a>.</p>

<p>Doch nicht nur Babys, sondern auch Tiere sind ein Klickgarant. Noch besser sind eigentlich nur noch ...? Richtig: Tierbabies. Das Blog boredpanda.com hat nach dem großen Erfolg einer <a href="http://www.boredpanda.com/cute-baby-animals/" target="_blank">ersten entsprechenden Fotogalerie</a> <a href="http://www.boredpanda.com/cute-baby-animals-2">noch einmal nachgelegt</a> und empfiehlt, man solle sich diesen Link für schlechte Zeiten abspeichern - eine Gemütsaufhellung sei garantiert. Recht haben sie.</p>

<p><img alt="uRCyN.jpg" src="http://www.wdrblog.de/digitalistan/uRCyN.jpg" width="500" height="349" align="center"  /></p>

<p>Um den Nutzwert meiner aktuellen Klickempfehlungen noch etwas zu erhöhen, hier eine Alternative zum Google Reader, <a href="http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/03/google_reader.html" target="_blank">der ja bald abgeschaltet wird</a>. <a href="http://t3n.de/news/curata-reader-responsive-470769" target="_blank">Die Kollegen von t3n.de sind trotz einiger Startschwierigkeiten vom neuen Curata Reader angetan.</a> Ich empfehle ihn vor allem allen Mobil-Nutzern, die sein responsibles und minimalistisches Design schätzen werden.</p>

<p><br />
<strong><big><a href="http://wdrblog.de/digitalistan/autoren/david_ohrndorf.html">David Ohrndorf</a></big></strong></p>

<p>Der Niederländer Jo Luiten betreibt als <a href="http://www.youtube.com/user/SquirrelMonkeyCom" target="_blank">Squirrel-Monkey</a> einen sehenswerten YouTube-Channel. Besonders gerne mag ich seine aus <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/American_Standard_Code_for_Information_Interchange" target="_blank">ASCII-Codes</a> nachgebauten Internet-Tools. Er hat schon gezeigt, wie das Spiel Angry Birds in den 1980ern ausgesehen hätte, wie Facebook in den 1990ern genutzt worden wäre - und nun ist Wikipedia dran. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=tqD9OCa8ywQ" target="_blank">"The Wikipedia in the 80's"</a> ist optisch liebevoll gemacht und auch inhaltlich lustig. So zeigt er beispielsweise, was eine Suche nach "Paris Hilton" in den 1980ern vermutlich ergeben hätte.</p>

<p>Und noch was für alle, die die Leidenschaft für Wurst mit mir teilen: eine Compilation amerikanischer Hotdog-Variationen. Yummy!</p>

<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/66766676?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0&amp;color=ffffff" width="500" height="288" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/linklounge_1323.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/linklounge_1323.html</guid>
<category>Dennis Horn</category>
<pubDate>Thu, 06 Jun 2013 22:02:21 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Dennis Horn</dc:creator>
<title>Musik-CDs in den Müll</title>
<description><![CDATA[<p><!-- Abnehmender Redakteur: Uta Kühne -->Es kann so verdammt schnell gehen. Vor einem Jahr hätte ich nicht gedacht, dass dieser Moment kommt. Am Wochenende habe ich kurzen Prozess gemacht: Ein Wäschekorb voller CDs hat meine Wohnung verlassen.</p>

<p>"(What's the Story) Morning Glory?" von Oasis war dabei. Die Kratzer in der Hülle und das zerfledderte Cover erzählen Geschichten von früher. Für einige Jahre war diese CD der Soundtrack meines Lebens. "You've Come a Long Way, Baby" war dabei. Fatboy Slim. Bis heute eins der besten Alben, die ich kenne. Auch meine erste CD überhaupt war dabei. Sie war mir lange Zeit peinlich. Aber ich gebe zu: Es war "Verdammt, ich lieb' Dich" von Matthias Reim.</p>

<p><img alt="Die drei ???" src="http://www.wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/06/130606_schnittstelle01_wdr_horn_512.jpg" width="512" height="288" align="none"  /><br />
<small>Nur sie darf bleiben: meine "Die drei ???"-Sammlung. Alle anderen CDs sind verschwunden.</small></p>

<p>Ich brauche diese CDs nicht mehr. Sie stehen im Schrank. Sie verstauben. Sie nehmen Platz weg. Sie sind unnötiger Ballast bei jedem Umzug. Sie sind nicht mehr als eine Erinnerung - die ich mir aber jederzeit wieder holen kann, wenn ich allein die Songs höre. Dass mich meine Musiksammlergefühle so schnell verlassen, hätte ich nicht gedacht.</p>

<p><big><strong>Plötzlich stand ich ohne meine Musik da</strong></big></p>

<p>Musik und ich - das funktioniert nur noch per Streaming. Das ist mir schon vor ein paar Monaten aufgefallen, im Urlaub mitten in der Wildnis, weit weg von der Zivilisation, ohne Anschluss ans Netz. Meinen MP3-Player hatte ich zwar dabei. Aber es war Monate her, dass ich zum letzten Mal einen Song draufgezogen hatte. Der Rest lag in meiner Playlist beim Streamingdienst. Und plötzlich stand ich einsam und allein ohne Musik da.</p>

<p>Vor einem Jahr, als all die Anbieter von simfy über Napster bis Spotify groß geworden sind, habe ich mir noch diese Fragen gestellt: Wo bleibt das gute alte Sammlergefühl? Wollen wir das wirklich? Musik hören, sie aber nicht besitzen? Bevor ich Antworten hatte, habe ich meine Art, Musik zu hören, über den Haufen geworfen - und es nicht einmal mitbekommen.</p>

<p><big><strong>Nach einem Jahr war mein Musikkonsum komplett umgekrempelt</strong></big></p>

<p>Ich bin nicht mehr bereit, so schnell Geld auszugeben. Ich möchte mich in einen Song verknallen, bevor ich auch nur einen Euro zahle. Ich möchte das Album hören, keine Hörbeispiele von 90 Sekunden, sondern so viel ich mag - wie im Plattenladen. Gleichzeitig genieße ich, wie viel neue Musik ich entdecke. So viel wie vorher in Jahren nicht. Ich bin wieder neugierig, traue mich wieder, nach links und rechts zu gucken, weil es nichts kostet.</p>

<p>Ein Jahr hat es gedauert, meinen Musikkonsum komplett umzukrempeln und mich von meinen CDs zu verabschieden - und damit auch davon, Musik überhaupt noch zu besitzen. Wie radikal das eigentlich ist, fällt mir gar nicht mehr auf. Bin eigentlich nur ich dermaßen in die Falle getappt?</p>

<p><br />
<em>Unsere Blogger Anita Horn und Dennis Horn sind weder verwandt noch verheiratet, aber umso besser vernetzt. Sie entdecken jede Woche digitale Perlen: spannende Webseiten, lustige Links und Angebote, die den Alltag bereichern - hier im Blog und jeden Donnerstag in der <a href="http://www.wdr5.de/sendungen/lebensart.html">WDR5 LebensArt</a> im Radio.</em></p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/nach_einem_jahr_landen_die_cds.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/nach_einem_jahr_landen_die_cds.html</guid>
<category>Dennis Horn</category>
<pubDate>Thu, 06 Jun 2013 08:20:41 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Dennis Horn</dc:creator>
<title>Datenschatz zum Datenschutz</title>
<description><![CDATA[<p><!-- Abnehmender Redakteur: Uta Kühne -->Wenn es in Deutschland ums Netz geht, gibt es eine Handvoll Themen, um die ganze Meinungsschlachten ausgetragen werden. Eins davon taucht auch in der Politik immer wieder auf: das Thema Datenschutz. Gerade deutsche Politiker feiern sich oft als Hüter unserer Daten. Aber handeln sie auch danach? Wenn es nach den Machern von LobbyPlag geht: nicht immer.</p>

<p><img alt="LobbyPlay; Rechte: LobbyPlag" src="http://www.wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/06/130606_lobbyplag01_lobbyplag_512.jpg" width="512" height="348" align="none"  /><br />
<small>Europapolitiker, die für einen schärferen Datenschutz eintreten, erscheinen auf den Seiten von LobbyPlag eher grün. Wer für einen lascheren Datenschutz eintritt, eher rot.</small></p>

<p>Heute trifft sich in Brüssel der Ministerrat der Europäischen Union, um über die neue EU-Datenschutzverordnung zu verhandeln. Pünktlich dazu <a href="http://lobbyplag.eu/map" target="_blank">könnt ihr auf den Seiten von LobbyPlag sehen, welche Europapolitiker für einen eher schärferen und welche für einen eher lascheren Datenschutz eintreten</a>. Dafür könnt ihr euch durch die Länder, die Parteien oder die Listen der Abgeordneten klicken und genau filtern, wer wofür steht.</p>

<p><big><strong>Die meisten Gesetzesvorschläge sehen einen lascheren Datenschutz vor</strong></big></p>

<p>Das Thema ist deshalb so interessant, weil die Datenschutzverordnung zum ersten Mal EU-weit klar regeln soll, wie im Netz mit Daten umzugehen ist. Bisher gab es dazu nur eine Richtlinie von 1995 - also aus einer Zeit vor dem Internet, wie wir es heute kennen, von jedem Mitgliedsstaat einzeln umgesetzt und interpretiert. Das wäre mit der Verordnung Geschichte.</p>

<p>Seit gut einem Jahr tobt darum aber ein Kampf: Nachdem EU-Kommissarin Reding Anfang 2012 <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/datenschutz288.html" target="_blank">ihre Pläne für die Datenschutzverordnung</a> vorgestellt hat, gab es zwar Lob von Datenschützern. Unternehmen aber, die Daten nutzen und mit ihnen handeln, sind auf die Barrikaden gegangen und haben Lobbyisten in Stellung gebracht - deren Texte laut LobbyPlag übrigens viele Abgeordnete per Copy & Paste in Gesetzesvorschläge übernommen haben.</p>

<p><img alt="LobbyPlay; Rechte: LobbyPlag" src="http://www.wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/06/130606_lobbyplag02_lobbyplag_512.jpg" width="512" height="160" align="none"  /><br />
<img alt="LobbyPlay; Rechte: LobbyPlag" src="http://www.wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/06/130606_lobbyplag03_lobbyplag_512.jpg" width="512" height="202" align="none"  /><br />
<small>Welcher Politiker steht für einen schärferen, welcher für einen lascheren Datenschutz? Das Ranking von LobbyPlag sieht den deutschen Abgeordneten Axel Voss an der Spitze, wenn es darum geht, die neue Datenschutzverordnung zu lockern.</small></p>

<p>Das Ergebnis der LobbyPlag-Analyse finde ich überraschend. Die Macher haben mehr als 3.100 Gesetzesvorschläge für die Datenschutzverordnung analysiert - und siehe da: Die Farbe Rot überwiegt. Was bedeutet: Die meisten Gesetzesvorschläge sind von den Europapolitikern eingebracht worden, um die Verordnung zu lockern - und nicht zu stärken.</p>

<p><big><strong>Weniger Datenschutz kann auch Innovationen fördern</strong></big></p>

<p>Wie wichtig die Datenschutzverordnung wird, zeigt ein Gedankenspiel. Angenommen, sie würde so scharf, dass zum Beispiel Facebook in der EU wichtige Funktionen wie die Gesichtserkennung nicht an den Start bringen dürfte: Das Netzwerk könnte damit vielleicht sogar gezwungen werden, sie auch global abzustellen, weil es sich nicht leisten könnte, auf Dauer zwei verschiedene Versionen für die EU und für den Rest der Welt zu betreiben.</p>

<p>Es gibt natürlich auch die andere Seite der Medaille: Politiker, die für einen lascheren Datenschutz eintreten, könnte man auch als digitale Avantgardisten sehen, die den Start-ups helfen möchten, damit das nächste Google aus Berlin statt aus San Francisco kommt. Auch so lässt sich der Datenschatz in Sachen Datenschutz interpretieren, den die Macher von LobbyPlag hier heben.</p>

<p><iframe width="500" height="288" src="http://www.youtube.com/embed/-Kd8fuQc9s8" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
<small>Das ARD Morgenmagazin berichtet über das LobbyPlag-Projekt zur neuen EU-Datenschutzverordnung.</small></p>

<p>Beendet ist die Analyse übrigens noch nicht: Per Crowdsourcing könnt ihr ab sofort eure Einschätzungen zu den Gesetzesvorschlägen abgeben und die Analysen zur Datenschutzverordnung damit weiter verfeinern.</p>

<p>Am Ende sollen Antworten stehen: Welche Parteien spielen in Europa welche Rolle? Sind deutsche Politiker wirklich führend beim Datenschutz? Wenn der Entwurf für die Datenschutzverordnung im Herbst ins EU-Parlament geht - ist er noch datenschutzfreundlich oder -feindlich?</p>

<p>Die Tendenz zumindest zeigt: Der Eindruck, dass sich die meisten Politiker einen schärferen Datenschutz wünschen, könnte trügen.</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/datenschatz_zum_datenschutz.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/datenschatz_zum_datenschutz.html</guid>
<category>Dennis Horn</category>
<pubDate>Thu, 06 Jun 2013 07:45:47 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Dennis Horn</dc:creator>
<title>Feuer frei fürs Fairphone</title>
<description><![CDATA[<p><!-- Abnehmender Redakteur: uz -->Es ist Zeit, über unser Gewissen zu sprechen. All die schicken Geräte, mit denen wir unterwegs sind, Computer, Tablets, Smartphones, sind in der Herstellung problematisch. Darüber spricht nur kaum jemand, wenn Apple das neue iPhone vorstellt, Samsung mit dem Galaxy glänzt oder Google wieder mal eine Runde neuer Nexus-Geräte auf den Markt wirft.</p>

<p><img alt="Rebellen im Kongo; Rechte: picture-alliance/dpa" src="http://www.wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/05/130606_fairphone_01_picturealliance_dpa_512.jpg" width="488" height="275" align="none"  /><br />
<small>Im Kongo wird Koltan für den Bau von Mobiltelefonen abgebaut. Rebellengruppen finanzieren Waffen mit dem illegalen Abbau. Die Dorfbewohner, die die Mineralien schürfen, gehen leer aus.</small></p>

<p>Jedes Smartphone enthält 20 bis 30 Metalle und so genannte "seltene Erden". Der Rohstoff Koltan zum Beispiel stammt aus dem Kongo, und es gilt als sicher, dass viele Minen unter dem Kommando von Kriegstreibern stehen. Die chinesische Zulieferfirma Foxconn, bei der die Einzelteile dann zusammengeschraubt werden, steht auch immer wieder in den Schlagzeilen, unter anderem, weil sich dort im Jahr 2010 einige Mitarbeiter das Leben genommen haben. Und am Ende, wenn das Smartphone den Geist aufgibt, kann es nicht einmal mehr richtig recycelt werden - wegen der vielen schädlichen Stoffe darin.</p>

<p>Das Smartphone ist ein kleiner Albtraum für alle, die an eine gute Welt glauben. Es wird also Zeit für eine Alternative. Die kommt jetzt aus den Niederlanden: das Fairphone. Mehr als 5.000 Vorbestellungen sind eingegangen - und damit kann die Produktion des Gerätes nun offiziell beginnen. Die Macher wollen in der ersten Runde ab Mitte Juni 20.000 Geräte herstellen.</p>

<p>Wie das Fairphone am Ende aussieht, seht ihr unten: Es ist nicht aus Pappe, es ist ein komplett normales Smartphone, läuft unter Android 4.2, und mit 325 Euro ist selbst der Preis fair. An High-end-Geräte kommt es zwar nicht ran: Die Auflösung ist kleiner, der Speicher genauso, das Gerät ist etwas dicker und schwerer als die Konkurrenz. Aber dafür ist es eben fair.</p>

<p><img alt="Fairphone; Rechte: Fairphone" src="http://www.wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/05/130606_fairphone_02_fairphone_512.jpg" width="512" height="288" align="none"  /><br />
<small>QuadCore-Prozessor, 16 GB Speicher plus Micro-SD-Slot, 4,3-Zoll-Bildschirm mit 960 x 540 Pixeln - kein High End, aber trotzdem amtlich.</small></p>

<p>Wobei "fair" heißt: möglichst fair. Zinn und Koltan zum Beispiel sollen nicht mehr aus Krisenregionen stammen. Die Macher arbeiten mit Projekten und Initiativen zusammen, um das Gerät möglichst umweltverträglich zu machen. Sie verraten sehr genau, wo es hergestellt wird und woher die Rohstoffe kommen. Abgesehen davon ist das Gerät leicht zu reparieren, der Akku austauschbar, das Material einfacher recycelbar.</p>

<p>Auch dieses Smartphone wird am Ende in China hergestellt. Und Zinn und Koltan sind wie gesagt nur zwei von rund zwei Dutzend Rohstoffen. Es mit Fairtrade-Kaffee oder -Schokolade zu vergleichen, wäre übertrieben. Auch die Macher sagen ganz klar: wirklich fair - das geht bisher gar nicht. Aber es ist ein Anfang - und deutlich mehr als die anderen Hersteller tun.</p>

<p>Wahrscheinlich wird das Fairphone keine überwältigend große Masse an Käufern finden - und sich damit auch nicht durchsetzen. Aber allein, dass dieses Smartphone Schlagzeilen macht, ist eine gute Sache. Vielleicht sorgt das ja dafür, dass wir alle etwas öfter darüber nachdenken, was wir jeden Tag in der Hand halten - und überlegen, ob es das aktuelle Smartphone nicht noch eine Weile tut, bevor wir ein neues kaufen. Auch das wäre fair.</p>

<p><br />
<em>Unsere Blogger Anita Horn und Dennis Horn sind weder verwandt noch verheiratet, aber umso besser vernetzt. Sie entdecken jede Woche digitale Perlen: spannende Webseiten, lustige Links und Angebote, die den Alltag bereichern - hier im Blog und jeden Donnerstag in der <a href="http://www.wdr5.de/sendungen/lebensart.html">WDR5 LebensArt</a> im Radio.</em></p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/feuer_frei_furs_fairphone.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/feuer_frei_furs_fairphone.html</guid>
<category>Dennis Horn</category>
<pubDate>Wed, 05 Jun 2013 16:43:53 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Jörg Schieb</dc:creator>
<title>Spieleentwickler in der Krise</title>
<description><![CDATA[<p><!-- Abnehmender Redakteur: uz -->Der börsennotierte Spieleentwickler Zynga, der sich in der Vergangenheit mit Onlinespielen wie <a href="https://apps.facebook.com/onthefarm/?redirecting_zy_session_expired=1&">Farmville</a> einen Namen gemacht hat, <a href="http://techcrunch.com/2013/06/03/zynga-global-layoffs/">entlässt 520 Mitarbeiter</a>. Das ist nahezu jeder fünfte Mitarbeiter und soll 70 bis 80 Millionen Dollar pro Jahr einsparen. Der Schritt sei dringend nötig, erklärt das Unternehmen <a href="http://investor.zynga.com/releasedetail.cfm?ReleaseID=768775">ganz offiziell</a>. Denn es läuft nicht mehr rund beim einstigen Shootingstar. Auch der von Zynga für 180 Millionen Dollar aufgekaufte Spielehersteller OMGPOP ist von den Sparmaßnahmen betroffen. Die Firma wird sogar <a href="http://www.maclife.de/panorama/netzwelt/draw-something-hersteller-omgpop-geschlossen">komplett dichtgemacht</a> - und viele Mitarbeiter haben davon auf Facebook erfahren.</p>

<p><img alt="farmville.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/farmville.jpg" width="512" height="288" align="none" title="Farmville: Kostenloses Spiel - aber die vielen Extras kosten" alt="Farmville: Kostenloses Spiel - aber die vielen Extras kosten; Rechte: Zynga" /><br />
<small>Farmville: Kostenloses Spiel - aber die vielen Extras kosten</small></p>

<p><br />
<strong><big>Eine gute Idee reicht eben doch nicht</big></strong><br />
Die Krise beim Spielehersteller Zynga zeigt, wie brutal es in der Branche zugeht - und wie schwierig es ist, ein solides Geschäftsmodell zu entwickeln, das wenigstens ein paar Jahre gut funktioniert. Man darf sich keine Atempause gönnen, muss ständig in Bewegung bleiben - und sich auf Lorbeeren ausruhen, das darf man ganz sicher nicht. Ich fürchte aber, genau das hat Zynga getan. Mit Farmville ist Zynga nun wirklich etwas geglückt, was selten klappt: Eine Weile wollte jeder Farmville spielen. Das Facebook-Spiel hat geschickt die Vorzüge sozialer Netzwerke genutzt. Bei Farmville können Spieler einen virtuellen Garten hegen und pflegen, sich mit ihren Freunden darüber austauschen und auch schon mal im Freundesgarten Unkraut jäten. Eine Weile gab es eine regelrechte Farmville Mania. Jeder wollte mitmachen.</p>

<p>Davon hat Zynga eine Weile enorm profitiert. Jede Menge User, jede Menge Aufmerksamkeit. Zynga hat dann das Spielkonzept x-fach geklont, hat Dutzende völlig ähnliche Spiele herausgebracht, die alle nach demselben Prinzip funktionieren. Stinklangweilig zwar - aber das ist nicht gleich aufgefallen. Zynga hat die Gunst der Stunde genutzt und ist an die Börse gegangen. Beim Börsengang im Dezmber 2011 konnte das Unternehmen <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Zynga-nimmt-bei-Boersengang-1-Milliarde-Dollar-ein-1396514.html">eine Milliarde Dollar einnehmen</a>. 10 Dollar hat das Papier damals gekostet. Heute ist es nicht mal mehr ein Drittel wert - völlig zu Recht, denn seitdem ist wenig passiert. Zynga hat das Geld der Anleger jedenfalls nicht genutzt, um innovative Spieleideen zu entwickeln, die überzeugen oder begeistern. </p>

<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/r8HJo4gU86g" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
<small>Draw Something: Hoffungsschimmer für Zynga - hat aber nicht geklappt</small></p>

<p><br />
<strong><big>Trend: Mobile Gaming - kann man hier verdienen?</big></strong><br />
Es wird heute mehr auf Smartphones und Tabletes gespielt. Mobile Gaming ist angesagt. Deshalb hat Zynga die Spieleschmiede OMGPOP gekauft, die mit <a href="http://omgpop.com/drawsomething">Draw Something</a> eine wirklich schöne Spieleidee hatten. Aber unter der Regie von Zynga haben die Fans schnell das Weite gesucht. Denn Zynga verdient sein Geld nicht nur mit dem Verkauf virtueller Güter wie Traktoren oder Saatgut, sondern hat auch mit den Nutzerdaten den ein oder anderen Dollar verdient - und damit eine Menge Vertrauen verspielt. Das konnte das Unternehmen nicht mehr gut machen.</p>

<p>Keine Frage: Es ist nicht mehr so einfach, mit Spielen Geld zu verdienen. Alle Spieleentwickler stecken in einer Krise, bejammern die Umsätze - trotz teilweise guter Absatzzahlen stimmen die Erträge nicht. Das liegt zum einen daran, dass die Spieler immer anspruchsvoller, die Spiele entsprechend immer aufwändiger und damit kostspieliger werden. Das ist wie mit Hollywood-Produktionen: Wer 200 Millionen Dollar in einen Film investiert, damit er alles in den Schatten stellt, der muss natürlich auch eine Menge Zuschauer ins Kino locken. Wirklich gutes und vor allem kreatives Kino macht man damit aber selten. Ein anderer Grund der Krise liegt deshalb meiner Meinung nach in der mangelnden Innovation. Zu wenige gute Ideen.</p>

<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/FZPCiqBLPM8" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
<small>Erfolgreich gegen den Trend: Eve Online</small></p>

<p><br />
<strong><big>Mit guten Ideen erfolgreich sein</big></strong><br />
Hier liegt der Hase im Pfeffer: Die meisten Entwickler haben keinen Schimmer, wie es weiter geht. Im Herbst kommen neue Spielekonsolen auf den Markt, die Playstation 4, die Xbox One, die Wii U. Das wird die Umsätze mit neuen Spielen ein bisschen nach oben treiben. Aber es braucht auch neue Ideen und Konzepte. Das erwarten die Spieler. Immer nur bessere Grafik und komplexere Spiele - das haut keinen vom Hocker. Heute wird online gespielt. Klar. Aber wo bleibt der Thrill? </p>

<p>Doch es gibt auch Gegenbeispiele. Die Weltall-Simulation <a href="http://www.eveonline.com/de/">Eve Online</a> vom isländischen Entwickler CCP zum Beispiel erfreut sich großer Beliebtheit. Über 500.000 Spieler aus aller Welt, die monatlich 10 bis 15 Euro zahlen, spülen dem Unternehmen eine Menge Geld in die Kassen. Apropos Geld: Man kann das virtuelle Geld im Spiel gegen echtes tauschen. Und wer in der virtuellen Welt Geld verliert, der verliert eben auch echtes Geld. Klingt unerfreulich, kommt bei den Fans aber gut an. Ebenso die Idee, dass man plattformübergreifend spielen kann: CCP hat das Onlinespiel Eve mit dem Egoshooter <a href="http://dust514.com/de/">Dust 514</a> kombiniert, obwohl das Spiel auf der Playstation 3 läuft. </p>

<p>Na bitte. Es geht doch.</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/zynga.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/zynga.html</guid>
<category>Jörg Schieb</category>
<pubDate>Tue, 04 Jun 2013 10:04:54 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Dennis Horn</dc:creator>
<title>Ein WLAN wäscht das andere</title>
<description><![CDATA[<p><!-- Abnehmender Redakteur: xy -->Los geht's: Die Telekom startet in dieser Woche ihr "WLAN to go". Dieses Projekt haben wir euch <a href="http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/03/teile_und_spare.html">zur CeBIT schon vorgestellt</a>: Wer seinen Anschluss zu Hause fremden Nutzern zur Verfügung stellt, die in der Nähe sind, bekommt dafür Zugang zu allen anderen Anschlüssen der Gemeinschaft.</p>

<p><img alt="WLAN to go; Rechte: Deutsche Telekom" src="http://www.wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/03/130603_telekom01_deutschetelekom_512.jpg" width="512" height="362" align="none"  /><br />
<small>Das Prinzip "WLAN to go": Ein Router baut zwei verschiedene Funknetzwerke auf.</small></p>

<p>Ab morgen will die Telekom die Router dafür verkaufen, die parallel zum WLAN für zu Hause ein zweites öffentliches WLAN aufbauen sollen. Genau das soll auch für "ein Maximum an Sicherheit" sorgen, so die Telekom.</p>

<p>Das Angebot im Gegenzug: Wer sein eigenes WLAN anderen Nutzern zur Verfügung steht, bekommt selbst Zugriff auf rund acht Millionen Hotspots von Telekom und Fon weltweit. Davon gibt es allein in Deutschland rund 12.000 Stück, unter anderem an den meisten Hauptbahnhöfen. Die Telekom will so bis 2016 rund 2,5 Millionen zusätzliche WLAN-Hotspots aufbauen.</p>

<p><img alt="WLAN to go; Rechte: Deutsche Telekom" src="http://www.wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/03/130603_telekom02_deutschetelekom_512.jpg" width="512" height="303" align="none"  /><br />
<small>Wer darf welche Hotspots nutzen? - eine kleine Übersicht der Telekom</small></p>

<p>Das ist ein schönes Prinzip: So kommen wir der Vision vom komplett vernetzten Deutschland ein Stück näher, und ich kann mir gut vorstellen, dass andere Anbieter nachziehen. Denn für die fällt damit auch der Betrieb eigener teurer Hotspots weg, wenn die eigenen Kunden das übernehmen.</p>

<p>Aber ein paar Bauchschmerzen bleiben, und bei denen geht es ums Thema Netzneutralität: "WLAN to go" gehört wie "Entertain" zu den Diensten, <a href="https://freundeskreis.einslive.de/web/freundeskreis/blogger_detail?p_p_id=FK_CONTENTPUBLISHER_PORTLET&p_p_lifecycle=0&p_p_col_id=column-3&p_p_col_count=1&doAsGroupId=10404&p_r_p_564233524_articleid=102692231" target="_blank">die von der Telekom nicht mitgerechnet werden</a>, wenn bald die Drosselung ab 75 GB an den Start geht. Wer das Angebot also annimmt, sorgt mit dafür, dass uns die Netzneutralität langsam flöten geht. Eine Zwickmühle.</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/ein_wlan_wascht_das_andere.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/ein_wlan_wascht_das_andere.html</guid>
<category>Dennis Horn</category>
<pubDate>Mon, 03 Jun 2013 12:38:42 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Jörg Schieb</dc:creator>
<title>IFTTT: Mein allzeit bereiter Butler im Internet</title>
<description><![CDATA[<p>Eigentlich sind Computer dazu da, uns lästige Arbeiten abzunehmen. Sie sollen Dinge berechnen, Daten speichern oder uns mit Informationen versorgen. Wenn sie darüber hinaus lästige Routineaufgaben übernehmen oder für mehr Komfort sorgen, ist das natürlich immer eine feine Sache. </p>

<p>Ich mag das, wenn Rechner oder Smartphone auf Knopfdruck etwas erledigen, was sonst viel Aufwand ist, wenn Dinge sich automatisieren lassen. Allerdings muss ich zugeben: Wer programmieren kann, wer also in der Lage ist, für eben solche Zwecke kleine Programme oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Skriptsprache">Skripte</a> zu schreiben, ist klar im Vorteil. Denn viele Routineaufgaben lassen sich eben nur so realisieren: Indem man dem Computer mitteilt, was er tun soll. Am besten Schritt für Schrtt.</p>

<p><img alt="ifttt.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/ifttt.jpg" width="512" height="288" align="none" title="Einfaches Prinzip: Wenn dies geschieht, dann mache das" alt="Einfaches Prinzip: Wenn dies geschieht, dann mache das; Rechte: WDR" /><br />
<small>Einfaches Prinzip: Wenn dies geschieht, dann mache das</small></p>

<p><br />
<strong><big>Programmieren ganz ohne Programmierkenntnisse</big></strong><br />
Doch es geht auch ohne Programmierkenntnisse und Informatikdiplom. Denn es gibt den wirklich vorzüglichen, aber komischerweise nur wenigen Leuten bekannten Onlinedienst <a href="http://www.ifttt.com">IFTTT</a>. Eine Art Online-Butler, der auf Wunsch jede Menge Routeinaufgaben erledigt. Die "Ifft" ausgesprochene kryptische Abkürzung steht für "<strong>I</strong>f <strong>t</strong>his <strong>t</strong>han <strong>t</strong>hat". Auf deutsch: Wenn dies, dann das. Und genau das macht IFTTT: Der Dienst überprüft, ob eine bestimmte Situation eintritt und erledigt dann eine bestimmte Aufgabe, meist in Kombination mit Onlinediensten oder sozialen Netzwerken. </p>

<p>Mit IFTTT lassen sich jede Menge typische Alltagsaufgaben automatisieren und Onlinedienste miteinander zu verknüpfen. Wenn eine neue E-Mail mit Anhang eintrifft, speichere den Anhang in der persönlichen Dropbox. Wenn ich ein neues Foto mit Instagram veröffentliche, zeige das auch auf Facebook, Twitter und lade es im <a href="http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/pdf-archiv.html">Online-Notizbuch</a> hoch. Wenn Regen angekündigt ist, schicke mir eine E-Mail oder persönliche Twitter-Nachricht mit Regenwarnung. Wenn es ein neues kostenloses eBook für den Kindle gibt, dann schicke mir eine SMS-Nachricht. Wenn ich mein Profilfoto auf Facebook ändere, dann korrigiere automatisch auch das in meinem Twitter-Account - oder umgekehrt.</p>

<p><img alt="channels.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/channels.jpg" width="512" height="288" align="none" title="Es gibt derzeit 62 Ereignis-Channels, auf die IFTTT flexibel reagieren kann" alt="Es gibt derzeit 62 Ereignis-Channels, auf die IFTTT flexibel reagieren kann; Rechte: IFTTT" /><br />
<small>Es gibt derzeit 62 Ereignis-Channels, auf die IFTTT flexibel reagieren kann</small></p>

<p><br />
<strong><big>IFTTT kann auf viele Situationen individuell reagieren</big></strong><br />
Wenn A, dann B - das ist das simple Prinzip. Die Liste der Möglichkeiten ist (nahezu) unendlich - und, hat man sich erst einmal eingearbeitet, auch faszinierend. Das Schöne an IFTTT ist: Man kann sich seine "Rezepte" (so heißt das hier) bequem durch Klicken im Baukastensystem zusammenstellen. Die Wenn-Situation wird als "Trigger" bezeichnet, die Dann-Situation als "Aktion". IFTTT ist unglaublich flexibel, kennt zahllose Trigger und noch mehr mögliche Aktionen, damit lässt sich eine Menge automatisieren, nicht nur in der Onlinewelt, sondern mittlerweile sogar zu Hause oder direkten auf oder in den eigenen Geräten.</p>

<p>Und diese Entwicklung ist spannend: Da immer mehr Geräte mit dem Internet verbunden sind, sich über das Internet ansprechen oder kontrollieren lassen, lassen sich auch immer mehr Geräte mit Hilfe von IFTTT steuern. Bestes Beispiel: Die <a href="http://neuerdings.com/2012/11/01/philips-hue/">Glühbirne Philips Hue</a>. Die lässt sich per WLAN mit dem Internet verbinden und dann Helligkeit, Lichtfarbe und einiges mehr per Smartphone oder am PC steuern. Oder jetzt auch per IFTTT: Wenn es draußen dunkel ist, schalte das Licht ein. Wenn die Sonne untergeht, verwende oranges Licht im Wohnzimmer. Bekommt man eine E-Mail von einer bestimmten Person, blinkt die Lampe kurz. So etwas ist mit IFTTT tatsächlich machbar - <a href="https://ifttt.com/recipes?channel=hue">hier sind einige Beispiele</a>. <br />
 <br />
<iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/s_U87WHHX3g" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
<small>Internet der Dinge: Lampen mit Smartphone oder PC fernsteuern</small></p>

<p><br />
<strong><big>Spannende Möglichkeiten: Angebot wird ständig ausgebaut</big></strong><br />
So nach und nach bindet IFTTT immer mehr Onlinedienste ein, so dass sich immer mehr mit dem Internet verbundene Geräte damit steuern lassen, etwa das Fitnessarmband <a href="https://ifttt.com/recipes?channel=jawbone_up">Jawbone Up</a>. Mit IFTTT lassen sich automatisch die Fitnessprogramme ins eigene Google-Spreadsheet übertragen. Oder man speichert die Besuche im Fitness-Club (mit Foursquare registriert) in seinem Jawbone-Stream. Und wenn man eine Weile nicht trainiert hat, wird man automatisch daran erinnert, doch noch mal loszulesen... Alles möglich.  </p>

<p>Ich gebe zu: Ein bisschen verspielt sollte man schon sein, um IFTTT mal auszuprobieren. Aber man wird belohnt. Denn es gibt auch wirklich sinnvolle und nützliche Dinge, die sich mit IFTTT erledigen lassen, die anderenfalls richtig lange dauern. Man denke nur daran, wie einfach es ist, mit IFTTT Sicherheitskopien von Daten oder Fotos anfertigen zu lassen - automatisch, im Hintergrund. Dass sich nun elegant auch noch Geräte miteinander verknüpfen lassen, ist einfach nur klasse. </p>

<p>IFTTT gibt es schon eine ganze Weile. Registrierung und Nutzung sind kostenlos - es spricht also wirklich nichts dagegen, IFTTT mal auszuprobieren. Die Möglichkeiten, was man mit IFTTT alles überwachen und steuern kann, nimmt nahezu wöchentlich zu. Natürlich muss man die nötigen Zugangsdaten für die Onlinedienste hinterlassen, mit denen man zusammenarbeiten möchte. Wer zum Beispiel automatisch etwas auf seiner Facebook-Seite veröffentlichen will, der muss auch sein Facebook-Konto mit IFTTT verknüpfen (und IFTTT vertrauen). <br />
</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/ifttt.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/06/ifttt.html</guid>
<category>Jörg Schieb</category>
<pubDate>Sun, 02 Jun 2013 10:19:24 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Jörg Schieb</dc:creator>
<title>Beim Discounter mit dem Smartphone zahlen</title>
<description><![CDATA[<p>Bargeldlos bezahlen ist in. Viele zücken an der Kasse ihre EC-Karte, manche eine Kreditkarte, doch immer öfter kommt auch das Smartphone zum Einsatz. Davon zumindest träumen nicht wenige Handyhersteller und Zahlungsdienste, die im Smartphone schon eine ernsthafte Konkurrenz zum Plastikgeld sehen (wollen). Deshalb sind viele moderne Smartphones (mit Ausnahme des iPhone) heute bereits serienmäßig mit einem NFC-Chip (Near Field Communication) ausgestattet. Der ist vor allem dafür vorgesehen, drahtlos Daten auszutauschen - etwa am Kassenterminal. Hält man das Gerät wenige Zentimeter vor ein dafür vorgesehenes Empfangsteil, landen die Zahldaten im Kassensystem und alles ist bezahlt. Abgewickelt über Bezahldienste wie Google Wallet, Paypal und Co.</p>

<p>Praktisch - doch in der Praxis sieht man solche Zahlungssysteme kaum. Sie wollen sich bislang nicht so wirklich durchsetzen. Der Handel hat allerdings durchaus Freude am bargeldlosen Zahlungsverkehr und tüftelt jetzt an eigenen Lösungen, damit es weiter geht. Der Discounter Netto hat vor wenigen Tagen eine eigene App herausgebracht, die es für iOS, Android und Windows Phone gibt - und die es erlaubt, in über 4.100 Filialen in Deutschland bargeldlos zu bezahlen. So zumindest das Versprechen. Auch Edeka geht diesen Weg, erst mal in Berlin und Hamburg. Zahlen mit den Smartphone soll sich im Alltag bewähren.</p>

<p><img alt="nettoapp.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/nettoapp.jpg" width="512" height="288" align="none"  /><br />
<small>Die Netto-App gibt es für Android, iOS und Windows Phone</small></p>

<p><br />
<strong><big>App ist Einkaufszettel, QR-Scanner und Geldbörse in einem</big></strong><br />
Es kommt also Bewegung in die Sache. Ich wollte wissen, ob und wie das funktioniert und habe mir die <a href="http://www.netto-online.de/NettoApp.chtm">Netto-App</a> direkt besorgt.  Die App selbst ist natürlich schnell geladen und installiert. Man kann damit die nächstgelegene Filiale finden, man kann Einkaufslisten führen, Coupons speichern und einlösen und vieles andere mehr. Alles Kundenbindungsprogramme, die mich nicht sonderlich interessieren. Ich will mit der App bezahlen.</p>

<p>Dafür muss man sich registrieren, klar. Das geht erfreulicherweise nicht nur auf der Webseite des Discounters, sondern auch direkt aus der App heraus. Zuerst ist eine Registrierung bei Netto erforderlich, danach eine weitere Registrierung beim Zahlungssystem der Post, denn darüber werden die späteren Belastungen abgewickelt. Was vielen nicht gefallen dürfte: Hier muss man nicht nur alle möglichen persönlichen Daten eingeben, sondern auch seine Personalausweisnummer verraten - und ein Bankkonto angeben. Es wird derzeit nur Lastschrift angeboten. Kreditkarten oder moderne Zahlungssysteme wie Paypal werden bislang nicht unterstützt. Aber immerhin: Ein Anfang.</p>

<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/HuhQud7kbUU" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
<small>Deeplink: Bezahlen mit dem Smartphone - verschiedene Methoden im Test</small></p>

<p><br />
<strong><big>Bezahlen an der Kasse klappt erstaunlich schnell</big></strong><br />
Nach der Registrierung erhält man einen 4-stelligen Code zugeschickt, per SMS. Der muss in der App zur Bestätigung eingegeben werden, dass die Mobilfunknummer stimmt. Doch danach in die nächste Filiale stürmen und bargeldlos einkaufen ist nicht. Denn erst mal muss auch noch das Bankkonto bestätigt werden -  und dafür braucht es etwas Geduld. Denn die Postbank überweist einen Cent aufs Konto, im Buchungstext wird dann ein weiterer Code übermittelt. Auch der muss in die App (oder auf der Webseite) eingetragen werden. Ist das erfolgt, ist die App "heiß" geschaltet und man kann bezahlen. Aber eben erst nach einigen Tagen, was ich schade finde.</p>

<p>Bis zu 250 EUR können App-Benutzer pro Woche mit dem Smartphone ausgeben. Das ist das Limit - mehr ist nicht. Aber der erste Testeinkauf sollte sowieso kleiner ausfallen. Ein paar Getränke, ein paar Süßigkeiten - mehr nicht. Alles in den Einkaufswagen geworfen, wie üblich an der Kasse aufs Band gelegt und der Kassiererin gesagt: "Ich möchte mit meinem Smartphone bezahlen!" Die Antwort: "Oh!" Allzu viele hatten das wohl noch nicht gemacht, aber sie hat es trotzdem hinbekommen: "Da brauche ich Ihre ID!" Recht hat sie, denn der Kunde muss aktiv werden. Er muss zum Smartphone greifen, die App starten, seinen PIN eingeben - und dann die Filiale bestimmen, in der er sich gerade aufhält und einkauft. Denn um die ID zu erzeugen, muss die App das wissen.</p>

<p><img alt="nettoapp-512x288.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/nettoapp-512x288.jpg" width="512" height="288" align="none"  /><br />
<small>Den Einkauf am besten schon vorher vorbereiten - dann geht's an der Kasse schneller</small></p>

<p><br />
<strong><big>Vorbereitung ist alles  - und wird dringend empfohlen</big></strong><br />
Wer sich keine mordlüsternen Blicke einfangen will von allen, die in der Schlange hinter einem stehen, ist deshalb gut beraten, schon vor dem Einkauf in der App die Filliale(n) einzutragen, in der/denen er gerne einkauft. Die kann man dann bequem aus einer Liste auswählen, was viel schneller geht. Also Filiale bestimmen und ID abrufen - das kann man sogar kurz vor dem Bezahlen schon machen, aber nicht allzu lange vorher, denn der ID-Code ist individuell erzeugt und nur fünf Minuten gültig.</p>

<p>Alles also nicht ganz einfach, zumindest beim ersten Mal. Wenn man den Ablauf kennt (und auch die Kassierer), geht es jedoch recht schnell und zügig. Dann reicht es tatsächlich, den 4-stelligen Code mitzuteilen, mehr muss man nicht machen. Der Einkauf ist dann bezahlt und abgeschlossen. Wenige Minuten später erscheint der Einkauf in der App und natürlich wird auch gleich das Geld vom Konto abgebucht.</p>

<p><img alt="edeka.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/edeka.jpg" width="512" height="288" align="none"  /><br />
<small>Auch Edeka experimentiert mit einer Smartphone-App zum Bezahlen</small></p>

<p><br />
<strong><big>Discounter sammelt jede Menge Daten über Kunden</big></strong><br />
Fazit nach dem Testeinkauf: Hat man das System erst mal verstanden und auch kapiert, wie man sich vorbereitet, ist der Einkauf wirklich denkbar schnell erledigt. Im Idealfall schneller als mit Bargeld und ganz sicher auch schneller als mit EC-Karte. Es sei denn, man stellt sich etwas ungeschickt an oder die Technik spielt nicht mit, was ja immer passieren kann. Aber grundsätzlich ein gut durchdachtes System, das auch ziemlich sicher ist: Das eigene Smartphone ist durch einen PIN gesichert, und die ID kann niemand an der Kasse mithören und beim nächsten Einkauf wieder verwenden, denn die ID ist nur einmal und wenige Minuten gültig. Clever.</p>

<p>Was zeigt: Es braucht nicht immer Hightech wie NFC-Chips, um etwas Neues an den Start zu bringen. Und: Gute Ideen können auch aus Deutschland kommen. Das finde ich sehr erfreulich. Ob ich jetzt immer mit dem Smartphone bezahle? Würde ich öfter machen, wenn ich nicht gezwungen würde, das per Lastschrift zu bezahlen, ich würde Kreditkarte bevorzugen. Abgesehen davon hat die Sache noch einen weiteren Haken: Der Einkauf mit der Netto-App ist natürlich nicht sonderlich anonym. Der Discounter sammelt jede Menge Daten über seine Kunden, kennt jeden eingekauften Yoghurt-Becher. Das muss auch nicht unbedingt sein. Da sollte man die Wahl haben, ob man das möchte oder nicht.</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/zahlen_mit_smartphone.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/zahlen_mit_smartphone.html</guid>
<category>Jörg Schieb</category>
<pubDate>Fri, 31 May 2013 19:54:37 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Jörg Schieb</dc:creator>
<title>Jetzt also doch mit &quot;Start&quot;-Button</title>
<description><![CDATA[<p><!-- abnehmender Redakteur: san -->Auf ihre Kinder sind Eltern immer stolz. Das muss so sein. Kein Wunder also, wenn Microsoft sein Windows 8 über den grünen Klee lobt und sich über Erfolge freut. Erfolge, die allerdings nur die wenigsten sehen: Viele betrachten <a href="http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/win8_last.html">Windows 8 als Trauerspiel</a>.  Die Hardware-Hersteller sind unzufrieden, die Händler sind unzufrieden, und irgendwie sind auch die meisten User unzufrieden. Lobeshymnen hört man eigentlich selten. Viele User sind auch einfach nur skeptisch, denn es hat sich zu viel verändert am Erscheinungsbild von Windows. Die meisten vermissen ihren "Start"-Button in der linken unteren Ecke, kommen mit Windows 8 einfach nicht zurecht.</p>

<p><br />
<img alt="win8_kacheln_512x288.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/win8_kacheln_512x288.jpg" width="512" height="288" align="none"  title="Bunte Kacheln statt Desktop-Icons: Die Benutzeroberfläche von Windows 8; Rechte: Microsoft"  alt="Bunte Kacheln statt Desktop-Icons: Die Benutzeroberfläche von Windows 8; Rechte: Microsoft" /><br />
<small>Windows 8.1 kommt mit "Start"-Button daher: Ein bisschen so wie früher</small></p>

<p><br />
<big><strong>Windows 8.1 hat einen "Start"-Button</big></strong><br />
Das hat sich nun bis nach Redmond durchgesprochen. Schlaue Eltern lieben ihre Kinder nicht nur, sie erkennen auch, wenn etwas schief läuft - und greifen dann ein. Genau das hat Microsodt vor und überarbeitet Windows 8 nun. Es kommt eine Version 8.1 - und die hat den heiß geliebten "Start"-Button wieder zurück, wie man ihn aus früheren Versionen des Microsoft-Betriebssystems kennt. Das "Start"-Menü erscheint in der überarbeiteten Version auch in der Kachelansicht von Windows, sobald die Maus in die untere linke Ecke abtaucht. Auf Wunsch ist der Start-Button aber auch immer zu sehen. Ein Klick darauf lässt aber kein Start-Menü erscheinen, sondern den Start-Bildschirm. Alles lässt sich individuell einstellen, das hat Microsoft in einem <a href="http://blogs.windows.com/windows/b/bloggingwindows/archive/2013/05/30/continuing-the-windows-8-vision-with-windows-8-1.aspx">Blog-Eintrag verraten</a>. </p>

<p>Ein kleiner Bruch mit der Bedienphilosophie ist das schon, schließlich ist das Kachel-Design anders gedacht. Aber die Kacheln funktionieren sowieso eher auf Tablets oder Rechnern mit Touchscreen - da vermisst man den "Start"-Button auch nicht so sehr. Auf Rechnern hingegen, die man mit der Maus bedient, sieht das anders aus. Da irritieren die Kacheln oft - und da könnte ein "Start"-Menü wirklich weiterhelfen. In der Desktop-Ansicht von Windows 8.1 wird der Startknopf ohnehin dauerhaft in der Taskleiste eingeblendet. Weitere Neuerung: Die User können entscheiden, ob Windows 8.1 nach dem Einschalten automatisch in den Kachel- oder Desktop-Modus startet.</p>

<p><img alt="bing.png" src="http://wdrblog.de/digitalistan/bing.png" width="512" height="288" align="none"  /><br />
<small>Die Suchmaschine Bing wird noch konsequenter in Windows 8.1 integriert</small></p>

<p><br />
<big><strong>Codename "Blue": Noch mehr Neuerungen geplant</big></strong><br />
Die Änderung scheint dringend nötig, um Skepsis abzubauen und den Bedienkomfort zu erhöhen. Es halten sich einfach zu viele potenzielle Windows-8-User zurück. Doch Microsoft hat in der unter dem Codenamen "Blue" entwickelten neuen Version 8.1 nicht nur den "Start"-Button wieder eingebaut. Es sind noch mehr Neuerungen angekündigt. So enthält Blue serienmäßig den auf Touchscreen optimierten Browser Internet Explorer 11. Benutzer können komfortabler als bislang auf die Online-Festplatte SkyDrive zugreifen und bekommen Suchergebnisse aus der Suchmaschine Bing ansprechender präsentiert. Auch lassen sich die Dateien auf SkyDrive komfortabler durchsuchen.</p>

<p>Verspielte Zeitgenossen können sich über mehr Farben freuen, auch die Auswahl an Hintergrundbildern hat sich erhöht - einige davon sogar animiert. Ich persönlich halte solche Spielereien für absolut verzichtbar, aber ich kenne viele, die so etwas mögen - und ein PC soll auch Spaß machen, von daher kann es sicher nicht schaden, auch solche Gimmicks anzubieten, wenn der Rest stimmt.</p>

<p>Bereits am 26. Juni soll es eine erste Vorabversion von Windows 8.1 geben, sie wird auf der Entwicklerkonferenz <a href="http://www.buildwindows.com/">Build</a> in San Francisco veröffentlicht. Ab dem Termin steht die Vorabversion von 8.1 dann auch allen Anwendern kostenlos zum Download zur Verfügung. Die offizielle Ausgabe von "Blue" ist für August geplant. Das Update ist für alle Benutzer von Windows 8 kostenlos.</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/win_blue.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/win_blue.html</guid>
<category>Jörg Schieb</category>
<pubDate>Fri, 31 May 2013 14:00:00 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Insa Moog</dc:creator>
<title>Linklounge 13/22: Fußball, Berg und Zoom</title>
<description><![CDATA[<p><!-- Abnahme: san -->Diesmal in der Linklounge: Fußballtalk digital mit Béla Réthy, schöne Bilder vom Mount Everest, ein winziger Großvater vor einer riesenhaften Taschenuhr und Nachdenkliches über das Für und Wider von Crowdfunding. Und das war noch nicht alles.</p>

<p>Auch hier noch einmal der Hinweis auf das komplette Linklounge-Archiv und noch mehr Klickstoff für das Wochenende. Das gibt es <a href="http://www.wdrblog.de/cgi-bin/mt-search.cgi?blog_id=66&tag=Linklounge&limit=20">hier</a> (Wahlweise in der rechten Spalte in der Schlagwortwolke auf "Linklounge" klicken)</p>

<p><big><strong><a href="http://wdrblog.de/digitalistan/autoren/insa_moog.html">Insa Moog</a></strong></big></p>

<p>Wer darf eigentlich eine Crowdfunding-Plattform für sein Projekt nutzen und wer nicht? Nutzen am Ende Branchenriesen die kostenlose PR und finanzielle Unstützung des Schwarms aus, um das eigene Risiko bei der Beteiligung an einem Projekt möglichst klein zu halten? Diese und mehr Fragen werden im Zeit-Online-Artikel "<a href="http://www.zeit.de/kultur/film/2013-05/hollywood-kickstarter-zach-braff-veronica-mars/seite-1">Hollywood lässt den Klingelbeutel kreisen"</a> unter anderem am Beispiel des <a href="http://www.guardian.co.uk/film/2013/may/16/zach-braff-kickstarter-controversy-deepens">umstrittenen wie erfolgreichen Kickstarter-Projekts</a> von Serienstar und Garden-State-Regisseur <a href="http://www.kickstarter.com/projects/1869987317/wish-i-was-here-1">Zack Braff </a>diskutiert. Klickempfehlung!</p>

<p>Viele gleichzeitig laufende Apps fressen Akkulaufzeit - so weit, so klar. Etwas differenzierter hat sich Sebastian Düvel, iOS- und Mac-Entwickler, mal <a href="http://blog.hagga.net/archives/iphone-ipod-touch/3791-facebook-app-saugt-den-iphone-akku-leer"> die von der Facebook-App ausgelösten Prozesse</a> angesehen, nachdem er erste Hinweise darauf entdeckte, dass sie selbst nach dem Beenden quasi dauerhaft im Hintergrund lief. Seine interessante Analyse teilt er in seinem Blog. In den Kommentaren gibt <a href="http://blog.hagga.net/archives/iphone-ipod-touch/3791-facebook-app-saugt-den-iphone-akku-leer/comment-page-1#comment-98200">User Benedikt einen Hinweis darauf</a>, dass es einen ähnlichen Bug auch in der Android-Variante der App gab, der inzwischen behoben sein soll. </p>

<p>Und zum guten Schluss meines Teils hier ein kleiner Rant über die gespaltenen Persönlichkeiten so mancher Social-Media-Addicts und über Freunde und Bekannte, die online einfach nur nerven.</p>

<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/OW8fWEJmBVs" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>

<p><strong><big><a href="http://wdrblog.de/digitalistan/autoren/jorg_schieb.html">Jörg Schieb</a></big></strong></p>

<p>"Ja, dürfen die denn das?", fragt man sich reflexartig, wenn man <a href="http://www.sfgate.com/local/article/FBI-shared-child-porn-to-nab-pedophiles-4552044.php">im San Francisco Chronicle</a> liest, dass das FBI zwei Wochen lang eine Webseite mit kinderpornografischen Inahlten betrieben hat. Nicht aus Versehen, sondern mit Absicht. Es gibt ja leider genug von solchen Schundseiten, eine wurde einfach für eine Weile nicht geschlossen - und die Daten ausgewertet. Nach nicht mal zwei Wochen sind 5.600 User ermittelt worden, die über 10.000 Fotos ausgetauscht haben. Dürfen die das? Ja! Sie sollten das immer wieder machen, damit jeder Pädophile im Internet Sorge hat, erwischt zu werden.</p>

<p>Was Google (immer wieder) kann, nämlich Google Maps oder Streetview nutzen, um spannende und aufregende <a href="http://www.google.com/intl/de/culturalinstitute/worldwonders/">Orte der Welt zu präsentieren</a>, das kann Microsoft auch. Unter <a href="http://www.glacierworks.org">www.glacierworks.org</a> gibt es beeindruckende Bilder vom Mount Everest zu sehen, jede Menge Videos und Fotos. Und vor allem kann man sehen, wie sich die Landschaft und die Gletscher im Laufe der Jahre verändert haben. Dazu reichlich Material von Microsoft Maps und Co. Empfehlenswert.</p>

<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/LmCh3q1EU0A" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>

<p><strong><big><a href="http://wdrblog.de/digitalistan/autoren/dennis_horn.html">Dennis Horn</a></big></strong></p>

<p>Wer Kult ist? ZDF-Reporter Béla Réthy. Er hat zuletzt das Champions-League-Finale zwischen Bayern München und Borussia Dortmund kommentiert - und sich danach auch im Google-Hangout den Fragen der Zuschauer gestellt.</p>

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Das liebe ich. Oli Welke sieht Béla und meint: "Mit wem redet ihr denn überhaupt?" <a href="https://twitter.com/search/%23ZDFhangout">#ZDFhangout</a> <a href="https://twitter.com/search/%23UCLfinal">#UCLfinal</a> <a href="http://t.co/05qvwPbttV" title="http://twitter.com/michaelumlandt/status/338428546517180416/photo/1">twitter.com/michaelumlandt...</a></p>&mdash; Michael Umlandt (@michaelumlandt) <a href="https://twitter.com/michaelumlandt/status/338428546517180416">25. Mai 2013</a></blockquote>
<script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>

<p>Kult polarisiert allerdings auch immer - das gilt für Béla Réthy genauso. Längst gibt es ein eigenes Blog, das nur über seine schönsten Zitate funktioniert: <a href="http://bestofbelarethy.tumblr.com/" target="_blank">"Best of Béla Réthy"</a>. Zum Champions-League-Finale hat sich der Journalist Jörgen Camrath sogar die Mühe gemacht, eine komplette Abschrift anzufertigen: <a href="http://joca.me/2013/05/26/bela-rethy-sagen-sie-jetzt-nichts/" target="_blank">"Béla Réthy, sagen Sie jetzt nichts!"</a> - höchster Lesegenuss!</p>

<p>Ansonsten empfehle ich wie immer <a href="http://www.wir-muessen-twittern.de/dueckantwortet/folge-7-wir-diskursieren-dueckantwortet/" target="_blank">den wundervollen Podcast "Die Welt fragt, Gunter Dueck antwortet"</a> von Robert Kindermann, in dem die beiden ein spätes, aber hörenswertes Fazit der re:publica ziehen. Und ein letzter Linktipp: neusprech.org <a href="http://neusprech.org/extremnutzer/" target="_blank">nimmt die Telekom-Formulierung "Extremnutzer" genüsslich auseinander</a>: "Eigentlich sind Extremnutzer solche, die das Angebot des Unternehmens genau so nutzen, wie es gedacht war - indem sie viel online sind und die eingeräumte Flatrate als solche begreifen."</p>

<p><big><strong><a href="http://wdrblog.de/digitalistan/autoren/stefan_domke.html">Stefan Domke</a></strong></big><br></p>

<p>Welche Möglichkeiten, international beachtet zu werden, hätte ein ambitionierter Jugendlicher als Hobby-Fotograf in der prädigitalen Zeit gehabt? Ich behaupte: keine. Heutzutage sorgen Blogs und soziale Netzwerke dafür, dass die Foto-Kunstwerke des 14-jährigen Zev aus Massachusetts weltweit gelobt werden. Seine Miniatur-Bilder, eine Kombination aus (Selbst-)Portraits und Makroaufnahmen, <a href="http://www.flickr.com/photos/fiddleoak/">sind gesammt bei Flickr zu sehen</a> und jeden Klick wert. Und <a href="http://fiddleoak.wordpress.com/2012/02/06/clock//">in seinem Blog erklärt er launig</a>, wie sein Onkel für das Uhrenbild Modell stehen musste.</p>

<p><img src="http://farm8.staticflickr.com/7005/6827397725_19a3e6c2b9.jpg" width="500" height="500" alt="grandfather watch"></a></p>

<p>Ebenfalls jung und ebenfalls künstlerisch aktiv sind die Jungs, denen der Doku-Regisseur <a href="http://weinsteinfilm.com/new/">Joshua Z Weinstein</a> <a href="http://www.nytimes.com/2013/05/29/opinion/subway-ballet.html?nl=todaysheadlines&emc=edit_th_20130529&_r=0">in der New Yorker U-Bahn begegnete</a>. Die Performance der Jungs, die sich selbst "W.A.F.F.L.E." nennen, besteht aus diversen "Air Moves", mit denen sie U-Bahn-Waggons in ein Theater verwandeln. Als Weinstein nach einigen Wochen des Suchens die Jungs wieder traf, hatte er eine Kamera dabei. Entstanden sind beeindruckende Aufnahmen zwischen Himmel, Stange und Erde. Mein Lieblings-"air move" trägt den Titel "the part time stripper":</p>

<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/_mJyafmSMqY?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>

<p>Zum Schluss noch ein Link aus der Kategorie "not pc" - Kindergärtner und junge Eltern bitte nicht klicken. Dass der Lolly-Raub in einem bestimmten Alter quasi mit dem nahenden Weltuntergang gleichzusetzen ist, beweist <a href="http://www.whudat.de/photographer-gives-lollipop-then-takes-it-away-12-pictures/">diese tolle Fotostrecke</a> der amerikanischen Fotografin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jill_Greenberg">Jill Greenberg</a>.</p>

<p><br />
</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/linklounge_1322.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/linklounge_1322.html</guid>
<category>Insa Moog</category>
<pubDate>Fri, 31 May 2013 08:33:13 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Jörg Schieb</dc:creator>
<title>Roll It: Den PC per Smartphone steuern</title>
<description><![CDATA[<p><!-- abnehmender Redakteur: san-->Wieder mal Neuigkeiten aus den Google-Labors. Mit einer kostenlos erhältlichen Erweiterung für Chrome lassen sich PC und Smartphone miteinander verbinden. Die Idee: Warum nicht Spiele, aber auch seriöse Rechner-Anwendungen mit dem Smartphone bedienen? Das Smartphone als Controller, als Bedieninstrument für den PC: Auf die Idee ist (meines Wissens) auch noch keiner gekommen.</p>

<p>Aber warum eigentlich nicht? Schließlich sind in modernen Smartphones wie iPhone und Android sensible Sensoren eingebaut, die jede Bewegung erkennen. In App-Games kommen diese Sensoren zum Einsatz, etwa um Bewegungen durchzuführen oder Spielfiguren zu steuern. Mit der Chrome-Erweiterung <a href="http://chrome.com/campaigns/rollit">Roll it</a> lassen sich nun auch Spiele auf dem PC-Bildschirm per Bewegung steuern - mit dem Smartphone in der Hand. </p>

<p><img alt="rollit.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/rollit.jpg" width="512" height="288" align="none"  /><br />
<small>Roll It in Chrome: Browser starten und zum Smartphone greifen</small></p>

<p><br />
<big><strong>Das Smartphone kippen, touchen und bewegen</strong></big><br />
Die Demo auf der Roll-It-Seite läuft nicht nur mit Google Chrome, sondern durchaus auch mit anderen modernen Browsern wie Firefox. Nachdem man die Webseite aufgerufen hat, soll man zum Smartphone greifen. Dort soll man ebenfalls die Website <a href="http://g.co/rollit">g.co/rollit</a> aufrufen. Ein interaktives Spiel auf der Webseite soll das Prinzip verdeutlichen. Um PC und Smartphone zu koppeln, bekommt jeder Spieler einen Code mitgeteilt. Der wird auf der Webseite im PC angezeigt und muss auf dem Smartphone eingegeben werden. Schon kann das Spiel beginnen. </p>

<p>Danach muss man einen Ball steuern. Schon das Kippen des Smartphones in der Startphase lässt den gesamten Bildschirminhalt kippen - im ersten Moment irritierend, aber man bekommt ganz schnell ein Gefühl dafür. Danach geht es darum, den Ball in verschiedenen Spielsituationen durch Kippen und schnelles Bewegen so geschickt zu steuern, dass er sein Ziel erreicht und möglichst viele Punkte bringt. Erstaunlich, wie präzise das funktioniert, wie Smartphone und PC-Bildschirm miteinander verschmelzen. Eine rasche Bewegung, um den Ball zu starten - durch vorsichtiges Kippen lässt sich der Ball kontrollieren, per Wischen am Touchscreen die Richtung nachjustieren. Durch bestimmte Gesten kann der Ball auch hüpfen oder versenkt werden</p>

<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/_4RFIcuuHBE" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>

<p><br />
<big><strong>Nur ein Experiment - aber mit ernstem Hintergrund</strong></big><br />
Wer das Ganze als reine Spielerei abtut, liegt meiner Meinung nach daneben. Denn es ergeben sich wirklich interessante Möglichkeiten aus dem Projekt. In Onlinespielen auf jeden Fall, klar. Die Art der Bedienung erinnert stark an moderne Spielekonsolen. Auch hier lassen sich mit dem Controller in der Hand allein durch Bewegung Spiele steuern, ohne dass man Knöpfe drücken müsste. Wenn man PC-Games mit dem Smartphone steuern kann, bekommt der PC Konsolen-Flair, ohne irgendwelche Zusatzkosten. Das ist schon mal ein schlagendes Argument, für Gamer auf jeden Fall.</p>

<p>Aber Roll It könnte auch für seriöse Anwendungen interessant sein. Ich möchte wetten: Die Google-Entwickler haben garantiert schon diverse Ideen. Warum nicht den User auf diese Weise durch virtuelle Maps-Landschaften segeln oder sich virtuos durch Streetview bewegen lassen? Virtuelle Räume könnte man mit dieser Methode besonders geschickt erkunden. So etwas kann ich mir richtig gut vorstellen - und sicher gibt es auch Einsatzgebiete, die ich mir noch nicht vorstellen kann.<br />
</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/rollit.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/rollit.html</guid>
<category>Jörg Schieb</category>
<pubDate>Wed, 29 May 2013 14:55:35 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Dennis Horn</dc:creator>
<title>Twitterbarometer - die angebliche digitale politische Stimmungslage</title>
<description><![CDATA[<p><!-- Abnehmender Redakteur: xy -->Die Bundestagswahl kommt mit großen Schritten auf uns zu - und Sascha Lobo und die Monitoring-Agentur BuzzRank haben ein Social-Media-Tool an den Start gebracht. <a href="http://twitterbarometer.de/" target="_blank">Das Twitterbarometer</a> soll in Echtzeit anzeigen, wie die großen Parteien bei den Nutzern ankommen: "Gemessen wird die Verwendung von parteibezogenen, positiven oder negativen Schlagworten (Hashtags) wie #CDU- oder #SPD+."</p>

<p><img alt="Twitterbarometer; Rechte: Twitterbarometer" src="http://www.wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/28/130528_twitterbarometer_twitterbarometer_512.jpg" width="512" height="491" align="none"  /><br />
<small>Ein Blick auf die "politische Stimmungslage im digitalen Deutschland" am 28. Mai 2013 um 14.48 Uhr: Die Piraten weit vor allen anderen Parteien.</small></p>

<p>Vorsichtshalber taucht <a href="http://twitterbarometer.de/faq" target="_blank">in den FAQ</a> die Frage auf: "Aber funktioniert denn das?" Antwort: "Ja." Wirklich? Ich bin mir nicht sicher. Das Twitterbarometer gab es ganz ähnlich schon zur Bundestagswahl 2009 unter wahlgetwitter.de - auch von Lobo und Kollegen. Schon vor vier Jahren konnte man das Stimmungsbild mit mehreren Tweets hintereinander beeinflussen. Das wurde auch gleich von verschiedenen Parteien ausgenutzt, um sich auf die vorderen Plätze zu katapultieren - und ist so auch diesmal möglich.</p>

<p>Der Medienforscher Jan-Hinrik Schmidt hat <a href="http://www.zeit.de/2013/21/hans-hinrik-schmidt-shitstorm" target="_blank">in der ZEIT</a> vor ein paar Wochen außerdem gesagt, was in Sachen Twitter sehr wichtig ist: "Es nicht mit dem echten Leben zu verwechseln. Twitter ist eine Nische! Im zweiten Quartal des letzten Jahres gab es dort 2,4 Millionen aktive deutsche Nutzer - das sind nur drei Prozent der Bevölkerung." Selbst in den USA, wo Twitter deutlich stärker verbreitet ist als in Deutschland, <a href="http://www.pewresearch.org/2013/03/04/twitter-reaction-to-events-often-at-odds-with-overall-public-opinion/" target="_blank">weicht die Stimmung unter den Nutzern deutlich von den Ergebnissen in Meinungsumfragen ab</a>.</p>

<p>Das Twitterbarometer ist ein spannendes Gimmick. Aber bevor dort nicht Tausende Menschen ernsthaft mitmachen, ist es eher ein Spielplatz für Parteimitglieder, Trolle, Spammer und Bashtagger - und ein zwar sehr schickes, aber in Sachen Wahlumfragen eher nutzloses PR-Getöse für Lobo und Kollegen.</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/twitterbarometer_-_die_angebli.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/twitterbarometer_-_die_angebli.html</guid>
<category>Dennis Horn</category>
<pubDate>Tue, 28 May 2013 16:12:04 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Jörg Schieb</dc:creator>
<title>re:log - Bewegungsprofile durch WLAN</title>
<description><![CDATA[<p><!-- abnehmender Redakteur: le-->Kaum jemand geht heute noch ohne Smartphone aus dem Haus. Oder Tablet. Oder Notebook. Mancher hat sogar alle Geräte mit dabei. Wenn es dann noch einen öffentlichen WLAN-Hotspot gibt, den man gratis nutzen kann: um so besser. Bei WLAN ist in der Regel die Surfgeschwindigkeit höher, und das eigene Datenkontingent beim Mobilfunkanbieter wird nicht angeknabbert. Logisch, dass man da den WLAN-Hotspot nutzt. Erst recht, wenn man eine Veranstaltung wie die <a href="http://www.re-publica.de/">re:publica 2013</a> besucht, denn da ist die Versorgung mit WLAN natürlich vorbildlich: Über 100 WLAN-Hotspots hat es dort in Berlin gegeben - und sie wurden von den Besuchern gerne und intensiv genutzt.</p>

<p><img alt="wlan_republica.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/wlan_republica.jpg" width="512" height="288" align="none"  /><br />
<small>Detaillierte Bewegungsprofile auf der re:publica 2013 durch WLAN-Nutzung</small> </p>

<p><br />
<big><strong>Besucherströme visualisiert</strong></big><br />
Über 6.700 Geräte haben sich im Laufe der mehrtägigen Veranstaltung in die WLAN-Accesspoints der re:publica eingeloggt. Das lässt sich so genau sagen, weil jedes Gerät eine einzigartige MAC-Adresse hat. Eine Art Seriennummer, die es auf der Welt nur einmal gibt. Die wird im WLAN übertragen, daher lassen sich die eingeloggten Geräte leicht unterscheiden. Was die Besucher nicht gemerkt haben: Es wurden auch Bewegungsprofile angelegt. Weil die Versorgung mit Hotspots auf dem Gelände derart dicht war, lässt sich ohne Mühe ermitteln, wie lange jemand mit seinem Gerät in einem bestimmten Raum war, etwa in einem Vortragsraum oder im Restaurant. </p>

<p>Diese Bewegungen wurden nun von OpenDataCity im <a href="http://apps.opendatacity.de/relog/">re:log</a> getauften Projekt analysiert und wunderbar visualisiert. Auf dem Bildschirm erscheint ein Lageplan der re:publica. Man kann genau sehen, wie die Menschen in die Räume strömen - und nach einer Veranstaltung wieder heraus. Es gibt außerdem eine Zeitachse. So lässt sich auf die Minute genau feststellen, wie groß der Andrang zu einem bestimmten Zeitpunkt war, aber auch der genaue Aufenthaltsort eines Geräts (und dessen Besitzer), ebenso die Wege, die jemand zurückgelegt hat. In der Animation zu sehen als schwarze Punkte, die über das Gelände flitzen - wie Ameisen.</p>

<p><img alt="wlan_gruppe.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/wlan_gruppe.jpg" width="512" height="288" align="none"  /><br />
<small>In der Anwendung lassen sich auch Gruppen markieren und verfolgen</small></p>

<p><br />
<big><strong>Genaues Tracking einzelner Personen möglich</strong></big><br />
Die Daten sind anonymisiert. Niemand weiß, wem die Geräte gehören, die hier getrackt werden. Den kompletten Datensatz gibt es als <a href="http://apps.opendatacity.de/relog/republica13-wlan-data.csv.zip">Download</a>. Alle 15 Minuten wurde der Aufenthaltsort festgehalten. Theoretisch wäre das natürlich viel öfter möglich. Und das zeigt dann auch, wie effektiv eine Überwachung von WLANs sein kann: Mit verhältnismäßig geringem Aufwand lassen sich erstaunlich präzise Profile anfertigen. Wenn man dann noch weiß, wem ein Gerät gehört - etwa durch Anmeldung oder andere Verfahren -, ist auch eine personenbezogene Überwachung gar kein Problem mehr.</p>

<p>In der re:log-App lassen sich sogar einzelne Geräte oder Gruppen von Geräten markieren und dann isoliert überwachen und so die Bewegungen eines Geräts bzw. einer Person  verfolgen. Hintergründe zu diesem spannenden Projekt, das eben demonstrieren soll, was heute alles möglich ist, findet Ihr <a href="http://datenjournalist.de/relog/">hier</a>. Mit ähnlichen Verfahren können auch Bewegungsprofile von Mobilfunknutzern angefertigt werden.</p>

<p>Die OpenDataCity-Anwendung zeigt eindrucksvoll, wie zweischneidig solche Datensätze sein können. Auf der einen Seite wird deutlich, dass man immer Datenspuren hinterlässt. Die Anwendung will uns dafür sensibilisieren. Auf der anderen Seite kann die Auswertung solcher Daten für Veranstalter sehr sinnvoll sein: Sollte man Räume verlegen, zeitlich anders planen, wo fühlen sich die Besucher wohl? Das kann durchaus nützlich sein.</p>

<p><br />
</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/relog.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/relog.html</guid>
<category>Jörg Schieb</category>
<pubDate>Mon, 27 May 2013 13:00:00 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>David Ohrndorf</dc:creator>
<title>Linklounge 13/21: Im und über das Netz</title>
<description><![CDATA[<p><!-- Abnahme: uz -->Was den Digitalistan-Autoren in dieser Woche an wertvollen Inhalten auf den Bildschirmen erschienen ist, verlinken sie hier in der aktuellen Linklounge. Für Erstbesucher und Nachleser: Das komplette Linklounge-Archiv gibt es übrigens <a href="http://www.wdrblog.de/cgi-bin/mt-search.cgi?blog_id=66&tag=Linklounge&limit=20">hier</a> (Wahlweise in der rechten Spalte in der Schlagwortwolke auf "Linklounge" klicken)</p>

<p><strong><big><a href="http://wdrblog.de/digitalistan/autoren/david_ohrndorf.html">David Ohrndorf</a> </big></strong> <br />
Unser Projekt <a href="http://digit.wdr.de">WDR Digit</a> ist ja mit seinen mittlerweile mehr als 7.000 digitalisierten Fotos und Videos sehr aufs Visuelle festgelegt. Ton gibt es nur bei wenigen Videos (war bei Super-8 sehr viel aufwändiger als heutzutage) und bei Fotos ja ohnehin nicht. Die Macher von <a href="http://www.conservethesound.de/">Conserve the sound</a> bieten da mehr fürs Ohr, sie machen eine Art Digit für Geräusche. Sie digitalisieren Geräusche von Dingen, die es heute nur noch selten gibt. Zum Beispiel zu hören: die Fensterkurbel eines Opel Astra F, Bandsalat einer Musikkassette und auch ein Nintendo NES.</p>

<p>Und wo es zum Ende der Woche wieder so kalt geworden ist, ein hübsches <a href="http://www.liveleak.com/view?i=99c_1368709927">Skivideo</a>. Wer keine Zeit hat, spult mal schnell bis 3:35 vor. <br />
<iframe width="512" height="288" src="http://www.liveleak.com/ll_embed?f=32b37f249062" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>

<p><big><strong><a href="http://wdrblog.de/digitalistan/autoren/insa_moog.html">Insa Moog</a></strong></big><br />
Ich hätte mit 18 Jahren auch gern etwas Großartiges erfunden. Komischerweise ist es nicht passiert. Mein Schicksal teilen viele, aber eben nicht alle. Die 18-jährige Eesha Khare aus Saratoga (Kalifornien, USA) hat einen <a href="http://www.golem.de/news/superkondensator-neuer-energiespeicher-mit-kurzer-ladezeit-1305-99365.html">Superkondensator mit einer Elektrode aus Nanoröhrchen</a> erfunden - und der könnte zum neuen Superakku für Smartphones werden, mit Ladezeiten von 20-30 Sekunden und einer deutlich längeren Durchhaltekraft gegenüber herkömmlichen Akkus. Khare belegte damit den zweiten Preis bei einem <a href="http://www.intel.com/content/www/us/en/education/competitions/international-science-and-engineering-fair.html">Wissenschaftswettbewerb</a>. Eine andere 18-jährige Amerikanerin, interessanterweise aus der Stadt Sarasota (Florida, USA), <a href="http://mashable.com/2013/05/21/computer-leukemia-diagnosis/">entwickelte währenddessen</a> einen Algorithmus (genauer: ein Cloud-basiertes künstliches neuronales Netzwerk), der es Ärzten leichter macht, eine bestimmte Form der Leukämie zu diagnostizieren und neue Behandlungsmethoden zu erproben.</p>

<p>Dass am vergangenen Wochenende Eurovision Song Contest war, nehme ich zum Anlass für einen nostalgischen Blick zurück zum deutschen Vorentscheid im Jahr 1996. Dieser Clip tauchte 2009 im Netz auf. Es geht um "Surfen Multimedia" und hat Ohrwurmpotenzial:<br />
 <br />
<iframe width="420" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/yFPQbnraeVg" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
 <br />
Glücklicherweise hat sich seitdem im Genre Internetschlager viel getan, wie Julia und Niki schon 2010 (Erscheinungsdatum) zeigten:<br />
<iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/rRncgJhNf-k" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>

<p><strong><big><a href="http://wdrblog.de/digitalistan/autoren/jorg_schieb.html">Jörg Schieb</a></big></strong> <br />
Den Streit darum, ob nun Windows-PCs die besseren Rechner sind oder die mit Apfel-Logo, der ist so alt wie Microsoft und Apple... Es gab schon so manche witzige Kampagne, etwa die Veralberung der Unzulänglichkeiten ehemaliger Windows-PCs durch Apple, wie in <a href="http://www.youtube.com/watch?v=C5z0Ia5jDt4">dieser Zusammenfassung schön zu sehen</a>. Irgendwann hat Microsoft darauf sogar reagiert und ironisch mit einer <a href=" http://www.youtube.com/watch?v=9V7NoRjI0H0">Ich-bin-ein-PC-Kampagne gekontert</a>.<br />
 <br />
Jetzt geht die Sache in die nächste Runde: Auch in der Tablet-Welt streitet man sich, wer die besseren Flachrechner baut. Microsoft hat nun einen wirklich witzigen Spot entwickelt. Welches Tablet ist besser - iPad oder Windows-8-Surface? Links ist das iPad zu sehen - und auch zu hören. Siri kann nur eine Sache erledigen, kommt mit Powerpoint nicht klar und eignet sich am Ende nur als teure Klaviatur für einen Synthesizer (Anspielung auf einen iPad-Mini-Post). Rechts daneben ein Surface mit Windows 8, das auch mehrere Dinge gleichzeitig kann und trotzdem deutlich günstiger ist. Witzig.<br />
 <br />
<iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/86JMcy5OqZA" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
 <br />
Google Trends hat einen wirklich interessanten <a href=" http://www.google.com/trends/hottrends/visualize?nrow=5&ncol=5&hl=de">Relaunch verpasst bekommen</a>, etwas ruhiger geht es <a href=" http://www.google.com/trends/hottrends/visualize?nrow=5&ncol=5&hl=de">hier zu</a>. In den Charts kann man nicht nur nachschauen, wonach die Welt (bei Google) sucht, sondern sich eben auch über Trends informieren. Neu sind Suchanfragen-Charts in 47 Kategorien - präsentiert im Karten-Design wie man es von Google+ oder Google Now kennt. Hier erfährt man, wonach wir in bestimmten Bereichen suchen, die besten DJs, die leckersten Cocktails. Man kann auch nach bestimmten Regionen filtern, Deutschland ist aber (noch) nicht dabei. Praktisch: Man kann die Top-Charts sogar in die eigene Webseite einbetten. Voilà:<br />
 <br />
<iframe scrolling="no" style="border:none;" width="250" height="413" src="http://www.google.de/trends/topcharts/widget?cid=chemical_elements&amp;geo=US&amp;date=201304&amp;h=413"></iframe></p>

<p><big><strong><a href="http://wdrblog.de/digitalistan/autoren/stefan_domke.html">Stefan Domke</a></strong></big><br><br />
Ob ich insgeheim Astronaut werden wollte? Jedenfalls gehört - nachdem ich <a href="http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/linklounge_1320.html">hier bereits vergangene Woche</a> einen schwerelosen Linktipp abgab - auch dieses Mal ein weltraumlastiges Video zu meinen Highlights der Woche: "My Face is in Space" ist ein schöner, 10-minütiger Kurzfilm von <a href="http://www.tomjobbins.com/">Tom Jobbins</a>. Im Mittelpunkt des Films steht Larry, dessen Foto sich auf einer vergoldeten Datenplatte mit grundlegenden Informationen über die Menschheit an Bord der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Voyager_1">Voyager-1-Raumkapsel</a> befindet. Nur für den Fall, dass die Voyager 1 irgendwann mal Außerirdischen begegnen sollte. Im 36. Jahr nach ihrem Start ist die Raumsonde übrigens derzeit <a href="http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/verwirrung-um-raumsonde-voyager-1-nasa-dementiert-berichte-ueber-verlassen-von-sonnensystem/7961770.html">auf bestem Weg, unser Sonnensystem endgültig zu verlassen</a>.<br />
<iframe src="http://player.vimeo.com/video/66079231?byline=0&amp;portrait=0&amp;color=f2b138" width="512" height="288" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>

<p>Meine weiteren Linkempfehlungen haben deutlich mehr Bodenhaftung: In <a href="http://stadt-bremerhaven.de/">Cachys Blog</a> finden sich <a href="http://stadt-bremerhaven.de/flickr-von-facebook-oder-google-bilder-umziehen">hilfreiche Tipps</a> für all diejenigen, die <a href="http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/flickr_reloaded.html">das neue, kostenlose 1-Terabyte-Angebot von flickr</a> nutzen und ihre Fotosammlungen aus anderen Diensten umziehen möchten.</p>

<p>Als letztes: Die erst vorgestern gestartete Online-Petition für den deutschen Bundestag zum Thema Netzneutralität (Stichwort "Drosselkom") ist auf dem besten Weg, das benötigte Quorum von 50.000 Unterstützern sehr schnell zu erreichen. Wer sich vor der Teilnahme noch eingehender mit dem Thema beschäftigen will, dem sei die Seite <a href="http://echtesnetz.de/">"Echtes Netz"</a> und <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/oeffentliches-gut-ben-scott-ueber-netzneutralitaet-auf-der-re-publica-a-898745.html">der re:publica-Vortrag des amerikanischen Netz-Aktivisten Ben Scott </a>empfohlen.</p>

<p><strong><big><a href="http://wdrblog.de/digitalistan/autoren/dennis_horn.html">Dennis Horn</a></big></strong></p>

<p>So viele so verschiedene und so interessante Links in dieser Woche - ich weiß gar nicht, wo ich beginnen soll. Vielleicht <a href="http://pitchfork.com/features/cover-story/reader/daft-punk/" target="_blank">beim großartigen Webfeature "Machines for Life"</a> zum neuen Daft-Punk-Album? Bei den wertvollen <a href="http://mashable.com/2013/05/16/facebook-mobile-security-tips/" target="_blank">Sicherheitstipps für die mobile Facebook-Nutzung</a>? Oder beim <a href="http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/boris-beckers-bestes-bb-hat-heute-zahnschmerzen-autsch-12185114.html" target="_blank">Best of Boris Becker in Sachen Twitter</a>?</p>

<p>Mein Highlight in dieser Woche kommt vom Münchner Merkur, der offenbar geheimes Insiderwissen besitzt. Die dpa besteht darauf, dass es im Original hieß: "Yahoo betreibt neben Google und Facebook eines der größten Anzeigensysteme im Internet." Man beachte den letzten Satz ...</p>

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Eine Neuigkeit von @<a href="https://twitter.com/vowe">vowe</a> in der Zeitung gefunden: "<a href="https://twitter.com/search/%23Yahoo">#Yahoo</a> betreibt bereits unter anderem <a href="https://twitter.com/search/%23Google">#Google</a> und <a href="https://twitter.com/search/%23Facebook">#Facebook</a>." - <a href="http://t.co/S6lrKqSuoc" title="http://twitter.com/Netzpiloten/status/336755240139378688/photo/1">twitter.com/Netzpiloten/st...</a></p>&mdash; Netzpiloten (@Netzpiloten) <a href="https://twitter.com/Netzpiloten/status/336755240139378688">21. Mai 2013</a></blockquote>
<script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/linklounge_1321.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/linklounge_1321.html</guid>
<category>David Ohrndorf</category>
<pubDate>Fri, 24 May 2013 08:42:12 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Dennis Horn</dc:creator>
<title>Tablet statt Speisekarte: das digitale Restaurant</title>
<description><![CDATA[<p><!-- Abnehmender Redakteur: uz -->Ein bisher unterrepräsentiertes Thema in Digitalistan: Ernährung für Nerds. Zur re:publica vor zwei Wochen habe ich hier im Blog zum Beispiel einen der nerdigsten Vorträge überhaupt unterschlagen, wie mir gerade auffällt: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=uQX18jZP8u0" target="_blank">"Richtig essen, richtig schlafen, und lasst die Mate weg: Besser Leben für Geeks"</a> von Matthias Bauer.</p>

<p>Wer sich amtlich nerdgerecht ernähren will, findet jetzt außerdem in Köln eine neue Versorgungsstation: Dort eröffnet mit dem "B.Easy" in diesen Tagen ein Restaurant mit digitaler Speisekarte. Statt dass nach ein paar Minuten eine freundliche Servicekraft am Tisch steht, könnt ihr dort einen Tablet-Computer aus dem schweren Marmortisch fahren lassen. Daran könnt ihr dann bis ins letzte Detail eure Bestellung eingeben.</p>

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Digital Eating in Köln. Testessen im B.Easy mit @<a href="https://twitter.com/maikegreine">maikegreine</a>. Bestellung aufm Tablet! @<a href="https://twitter.com/malotki">malotki</a>, was einpacken? <a href="http://t.co/FVNJyyLtRi" title="http://twitter.com/DieHauda/status/334356527387394048/photo/1">twitter.com/DieHauda/statu...</a></p>&mdash; Bianca Hauda (@DieHauda) <a href="https://twitter.com/DieHauda/status/334356527387394048">14. Mai 2013</a></blockquote>
<script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>
<small>Die ersten Testesser haben im Tablet-Restaurant schon fleißig getwittert.</small>

<p><br />Auf der digitalen Speisekarte stehen Grillgerichte: vom Burger über Steak und Gemüse bis zu Pommes und Salat. Auf dem Tablet könnt ihr nacheinander auswählen, was es denn sein soll, oder jederzeit nachbestellen. Dabei habt ihr sowohl den Preis immer im Blick - als auch diverse Zusatzinfos zu den Zutaten, den Nährwerten oder ganz anderen Einzelheiten, die heutzutage niemand mehr auswendig kennt. Auf einer speziellen Seite am Tablet sehr ihr außerdem alles, was ihr bisher bestellt habt - damit dürfte auch Stress mit verwirrten Kellnern der Vergangenheit angehören.</p>

<p>Einer der Köpfe hinter dem B.Easy ist Mark Korzilius, der auch das "Vapiano" gegründet, also schon einmal den gastronomischen Zeitgeist getroffen hat. Er hat mir erzählt, dass er vor allem den Bestellvorgang beschleunigen wollte, damit die Gäste möglichst keine Zeit totschlagen müssen: "Die Zeit, die vergeht, bis die Bestellung, die Sie im Kopf haben, in der Küche landet, liegt in der Regel bei fünf bis fünfzehn Minuten, je nachdem wie voll das Restaurant ist. Hier liegt die Bestellung in einer Minute in der Küche vor."</p>

<p><img alt="Digitale Speisekarte; Rechte: WDR/Horn" src="http://www.wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/23/130523_schnittstelle_01_wdr_horn_512.jpg" width="512" height="288" align="none"  /><br />
<small>Bestellen per Tablet: Wischen und Tippen, so wie in jeder anderen App auch - und innerhalb weniger Sekunden landet die Bestellung in der Küche.</small></p>

<p>Als Konzept finde ich das spannend: Gerade in Restaurants, in denen die Kellner nicht zu Potte kommen, habe ich mir so eine Bestellmöglichkeit schon lange gewünscht. Mein Essen stand in ein paar Minuten vor mir. Die Preise fand ich weder billig noch zu teuer, und der Burger: keine Sterneküche, aber auch besser als in jeder Fast-Food-Kette.</p>

<p>Da bleibt eine Frage übrig: Sieht die Zukunft sogar im Restaurant digital aus? Auf den ersten Blick sind die Tablet-Computer tatsächlich nur ein Gimmick. Ich werde bestimmt kein Restaurant besuchen, nur weil ich dort digital bestellen kann. Ob die Speisekarte nun analog ist oder nicht - wichtig ist am Ende, ob das Essen schmeckt, und wenn ich in ein Restaurant gehe, ist mir ein schöner Abend wichtiger als der Faktor Zeit.</p>

<p>Aber ein paar Ideen, die Mark Korzilius noch im Kopf spuken, finde ich interessant: Er will in ein paar Wochen eine App starten, über die man seine Bestellung schon auf dem Weg ins Restaurant aufgeben kann. Wenn ich Hunger habe, sitze ich damit schon an einem gedeckten Tisch, sobald ich ankomme.</p>

<p><img alt="Digitale Speisekarte; Rechte: WDR/Horn" src="http://www.wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/23/130523_schnittstelle_02_wdr_horn_512.jpg" width="512" height="288" align="none"  /><br />
<small>Die Software hinter der digitalen Speisekarte soll bald auch per App verfügbar sein, um schon von unterwegs bestellen zu können. Restaurantchef Korzilius glaubt sogar, dass die Kunden ihre Speisekarten eines Tages immer selbst mitbringen werden.</small></p>

<p>Korzilius spinnt diesen Gedanken sogar noch ein Stück weiter: "Ich glaube, dass die Speisekarte im Restaurant in zehn Jahren sogar Geschichte sein könnte - und die Gäste sie sich über ihr Smartphone oder Tablet selbst mitbringen." Dieses Konzept nennt sich "Bring your own device" und ist zum Beispiel auch Thema bei Fluggesellschaften. Die können sich zum Beispiel die Monitore an Bord sparen, wenn sich die Passagiere das Bordkino in Zukunft per WLAN über den eigenen Tablet-Computer angucken.</p>

<p>Solange mir das Essen nicht von Robotern serviert wird und die Frikadelle aus dem 3D-Drucker kommt, kann ich mich mit digitalen Restaurants gut anfreunden, denn sie könnten dafür sorgen, ein paar der nervigsten Momente zu beseitigen und mich auf das zu konzentrieren, was ich beim Restaurantbesuch möchte: mit guten Freunden lecker Essen - und mich nicht über den schlechten Service aufregen.</p>

<p><br />
<em>Unsere Blogger Anita Horn und Dennis Horn sind weder verwandt noch verheiratet, aber umso besser vernetzt. Sie entdecken jede Woche digitale Perlen: spannende Webseiten, lustige Links und Angebote, die den Alltag bereichern - hier im Blog und jeden Donnerstag in der <a href="http://www.wdr5.de/sendungen/lebensart.html">WDR5 LebensArt</a> im Radio.</em></p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/tablet_statt_speisekarte_das_d.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/tablet_statt_speisekarte_das_d.html</guid>
<category>Dennis Horn</category>
<pubDate>Thu, 23 May 2013 13:56:59 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Dennis Horn</dc:creator>
<title>Doppelte Sicherheit - die neuen Twitter-TANs kommen</title>
<description><![CDATA[<p><!-- Abnehmender Redakteur: uz -->Das war höchste Zeit: Nach einer ganzen Reihe schwerer Angriffe auf Twitter-Accounts von der BBC über Jeep und Burger King bis zur Financial Times verschärft der Kurznachrichtendienst seine Sicherheitsmaßnahmen.</p>

<p>Damit könnt ihr eure Zugänge ab sofort doppelt versiegeln, ähnlich wie beim Online-Banking: Zusätzlich zu eurem Passwort müsst ihr dann beim Einloggen einen Einmalcode eingeben, den ihr per SMS geschickt bekommt. Dieses System nennt sich Zwei-Faktor-Authentifizierung <a href="http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2012/09/2-wege-login.html#">und lässt sich seit längerem auch schon bei Dropbox, Google oder Facebook aktivieren</a> - wozu ich auch raten würde.</p>

<p><iframe width="500" height="288" src="http://www.youtube.com/embed/IsdvJI0AK5M" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
<small>Erklärvideo: Wie aktiviere ich die Zwei-Faktor-Authentifizierung für Twitter?</small></p>

<p>Deutsche Nutzer müssen sich dabei offenbar noch etwas gedulden: Handynummern aus den Netzen der größten Mobilfunkanbieter Telekom und Vodafone nimmt Twitter bisher nicht an - was sich hoffentlich schnell ändern wird.</p>

<p>Voraussetzung für die Zwei-Faktor-Authentifizierung ist natürlich, dass ihr bei Twitter oder anderen Diensten <a href="https://twitter.com/settings/devices" target="_blank">eure Handynummer hinterlegt</a>. Das wird nicht jedem Nutzer gefallen, so oft wie wir in Deutschland über Datenschutz und Privatsphäre diskutieren. Aber diesen Preis für wesentlich mehr Sicherheit zu zahlen - mir ist es das wert.</p>

<p><br />
<strong>Update vom 28. Mai 2013:</strong> Ganz so sicher ist die Umsetzung der Zwei-Faktor-Authentifizierung bei Twitter bisher übrigens nicht. Der Sicherheitsdienstleister F-Secure <a href="http://www.f-secure.com/weblog/archives/00002560.html" target="_blank">beschreibt auf seiner Website</a>, dass es eine Möglichkeit gibt, sich Zugriff auf bestimmte Accounts zu verschaffen. Ich vermute und hoffe, dass diese Lücke geschlossen ist, bis die Zwei-Faktor-Authentifizierung auch in Deutschland funktioniert.</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/doppelte_sicherheit_-_auch_twi.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/doppelte_sicherheit_-_auch_twi.html</guid>
<category>Dennis Horn</category>
<pubDate>Thu, 23 May 2013 10:05:34 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Dennis Horn</dc:creator>
<title>Xbox One: Die Konsole, die die Konsolen begräbt</title>
<description><![CDATA[<p><!-- Abnehmender Redakteur: he -->Es gibt diese eine Frage, die ich mir zuletzt immer wieder gestellt habe: Brauchen wir überhaupt noch Spielekonsolen? Warum soll ich mir dieses teure Stück Hardware ins Wohnzimmer stellen? Die richtig fetten Spiele laufen schließlich seit Jahren auch auf dem PC - und den kann ich auch gleich zum Arbeiten, Mailen und Surfen einsetzen. Und für zwischendurch reicht auch eine Runde Angry Birds per Smartphone oder Tablet.</p>

<p>Offenbar hat sich auch Microsoft seine Gedanken darüber gemacht: Schon die Xbox 360 hat in den vergangenen Jahren immer stärker die Nutzer bedient, denen es nicht nur ums Zocken ging. In Redmond hat Microsoft gestern Abend offiziell den Nachfolger vorgestellt, und der ist tatsächlich keine reine Konsole mehr: Die Xbox One ist eine Multimedia-Maschine mit Spieleanschluss - eine neue Zentrale fürs Wohnzimmer.</p>

<p><img alt="Xbox One; Rechte: picture-alliance/dpa/Microsoft" src="http://www.wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/22/130521_xbox_01_picturealliance_dpa_microsoft_512.jpg" width="512" height="353" align="none"  /><br />
<small>Achtkernprozessor, 8 GB Arbeitsspeicher, 500 GB Festplatte, Blu-ray-Player und als Betriebssysteme ein Mix aus Xbox OS und Windows - das ist die neue Xbox One.</small></p>

<p><br />
<big><strong>Die Zukunft gehört der Sprach- und Gestensteuerung</strong></big></p>

<p>Schon bei der Präsentation haben sich die Macher auf ganz andere Dinge als auf Spiele konzentriert - zum Beispiel darauf, dass sich die neue rechteckige Kiste im edlen Klavierschwarz sehr einfach bedienen lässt: Die Xbox One kommt mit Sprachsteuerung. Ein einfaches "Xbox on" soll reichen, um die Maschine zu starten. Und dann: "Wann läuft 'Top Gear'?" "Schalte um auf WDR!" "Was gucken sich meine Freunde an?" - per Sprachbefehl lassen sich Fernsehen, Spiele, Skype und mehr kontrollieren.</p>

<p>Auch der Gestensteuerung Kinect hat Microsoft ein Update verpasst: Ganz im Minority-Report-Style reicht es, mit der Hand durch die Luft zu wischen, um durch die Inhalte auf dem Bildschirm zu scrollen, oder die Hände auseinanderzuziehen, um näher ranzuzoomen. Das Infrarotsystem der Kinect kann außerdem erkennen, wie viele Personen sich im Raum befinden - und deren Gesichtsausdrücke interpretieren. Die nächste Datenschutzdiskussion ist damit schon programmiert.</p>

<p><br />
<big><strong>Fernsehen, Internet, Videochat und mehr in One</strong></big></p>

<p>Allgemein wirkt die Xbox One sehr durchdacht: Sie führt Fernsehen, Internet und Videochat zusammen, ist an die Cloud angebunden und lässt sich als Spielekonsole oder Bluray-Player nutzen. Alle Anwendungen lassen sich parallel öffnen. Das könnte vor allem fürs Fernsehen interessant werden: Microsoft hat anklingen lassen, dass es mit der Xbox One auch mehr Impulse für interaktives Fernsehen geben will. Immerhin lässt sie sich auch per Second Screen steuern, also per Smartphone oder Tablet.</p>

<p>Auch die weiteren Einzelheiten, <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/games/neue-xbox-microsoft-baut-den-apple-fernseher-a-900616.html" target="_blank">die Christian Stöcker bei einem Besuch in Redmond für SPIEGEL ONLINE notiert hat</a>, klingen nach einem spannenden Paket.</p>

<p><br />
<big><strong>Spiele sind nur noch ein Teil der neuen Xbox One</strong></big></p>

<p>Was Spiele angeht, hat sich Microsoft noch zurückgehalten. Da war von einer besseren Künstlichen Intelligenz die Rede, von mehr Details und realistischeren Bildern. Was auf der Bühne in Redmond zu sehen war, sah auch tatsächlich gut aus, darunter einige Titel von EA Sports oder das neue "Call of Duty: Ghosts". Am Ende blieb aber offen, ob es sich dabei um die fertigen Spiele handelt - oder um gerenderte Szenen für die Präsentation.</p>

<p><iframe width="500" height="288" src="http://www.youtube.com/embed/QS6IlceFF9g" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
<small>EA Sports bietet einen ersten Einblick in die Grafik, die aus der neuen Ignite-Engine der Xbox One stammen soll.</small></p>

<p>Microsoft verspricht 15 exklusive Titel, acht davon komplett neu produziert für die Xbox One. Wie sich diese Spiele am Ende aber anfühlen, erfahren wir wohl frühestens auf der weltgrößten Spielemesse, der E3 im Juni in Los Angeles.</p>

<p>Für die Gamer gibt es übrigens auch eine wirklich schlechte Nachricht: Die neue Xbox ist nicht abwärts kompatibel. Wer jahrelang Geld für Xbox-360-Spiele ausgegeben hat, kann sie nicht auf die neue Konsole umziehen. Microsoft setzt hier einen klaren Schnitt.</p>

<p><br />
<big><strong>Xbox One oder PlayStation 4 oder Wii U?</strong></big></p>

<p>Reine Ankündigungen sind immer schwierig: Wie die Sprachsteuerung der neuen Xbox wirklich funktioniert, wie die neuen Spiele wirklich aussehen, wie gut Fernseher und Konsole wirklich zusammenwachsen - das werden wir alles erst in ein paar Monaten erfahren. Die vielen verschiedenen Konfigurationen und Anschlüsse auf dem Fernsehmarkt könnten uns in Deutschland auch schnell einen Strich durch die Rechnung machen. Was funktioniert und was nicht, lässt sich also noch nicht so einfach sagen.</p>

<p>Trotzdem legt Microsoft hier beeindruckend vor - und bringt sich damit als dritter Konsolengigant in Stellung. Nintendo versucht es schon seit Monaten mit der Wii U, die sich aber nur schleppend verkauft. Sony setzt mit der PlayStation 4 eher auf die Gamer: auf grafisch spektakuläre Spiele und auf soziale Funktionen. Im Kampf um den Konsolenthron frage ich mich schon, ob das allein am Ende reichen wird.</p>

<p><img alt="Xbox One; Rechte: picture-alliance/dpa/Christoph Dernbach" src="http://www.wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/22/130521_xbox_02_picturealliance_dpa_christophdernbach_512.jpg" width="512" height="288" align="none"  /><br />
<small>Bei der Vorstellung in Redmond ist die Xbox One noch hinter Glas geblieben - nur wenige Journalisten hatten bisher die Möglichkeit, das Gerät länger zu testen.</small></p>

<p>Microsoft könnte tatsächlich ein echter Wurf gelingen - gerade weil die neue Xbox nicht nur eine Gamerkiste ist. Sie ist eine Konsole, die die Konsolen begräbt. Und im Grunde ist sie ein Gerät, über das wir sogar schon monatelang spekuliert haben. Bisher dachte nur kaum jemand daran, dass es von Microsoft kommt. Die Xbox One ist genau das Gerät, das viele als Fernseher von Apple erwartet haben: eine Schaltzentrale fürs Wohnzimmer.</p>

<p>Ein paar der wichtigsten Fragen sind übrigens noch offen: Microsoft hat noch kein Wort dazu verloren, wann die Xbox One erscheint - und wie teuer sie wird. Nur so viel: "Später in diesem Jahr" soll es soweit sein. Das wird ein spannendes Weihnachtsgeschäft.</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/xbox_one_die_konsole_die_die_k.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/xbox_one_die_konsole_die_die_k.html</guid>
<category>Dennis Horn</category>
<pubDate>Wed, 22 May 2013 01:22:26 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Jörg Schieb</dc:creator>
<title>flickr reloaded mit 1 TB</title>
<description><![CDATA[<p><!-- abnehmender Redakteur: ??? -->Wer dachte, der Onlinedienst Yahoo könnte womöglich von der IT-Landkarte verschwinden, der hat sich getäuscht. Seitdem Ex-Google-Managerin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marissa_Mayer">Marissa Meyer</a> das Ruder führt, tut sich eine Menge beim einstigen Shootingstar der Branche. <a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/yahoo-tumblr104.html">Yahoo kauft den Blogdienst tumblr</a> für 1,1 Milliarden Dollar und bringt so Bewegung in den Markt. Und jetzt wird auch noch der populäre,  inhaltlich und auch ansonsten mittlerweile leider aber doch auch arg angestaubte Online-Fotodienst <a href="http://www.flickr.com">flickr</a> tüchtig aufgemöbelt.</p>

<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/hlSBQBqSQho" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
<small>Das flickr: Online-Fotoalbum mit vielen Funktionen</small></p>

<p><br />
<strong><big>1 TB Speicherplatz reicht für 500.000+ Fotos</big></strong><br />
Schon lange bevor man Fotos bei Facebook, Google+ und Co. hochladen und verteilen konnte, war flickr da. flickr war das erste Online-Fotoalbum überhaupt. Man kann hier Fotos hochladen, auch in maximaler Auflösung, die Fotos bearbeiten, taggen und mit Freunden teilen. Doch seitdem das auch bei Facebook und Co. geht, ist flickr ein wenig in Vergessenheit geraten. Profis und anspruchsvolle Fotografen nutzen nach wie vor flickr, aber das reicht nicht, um damit genug Geld zu verdienen. Wer als Onlinedienst erfolgreich sein will, braucht die Massen. Also möglichst viele Besucher.</p>

<p>Diese Regel hat Marissa Meyer wohl bei Google nicht nur gelernt, sondern auch verinnerlicht und sich deshalb zu einem bemerkenswerten Schritt durchgerungen: flickr bietet jetzt jedem User 1 TB kostenlosen Speicherplatz an. Unglaublich! Ein Terabyte, das sind 1.000 GByte, ein Mehrfaches dessen, was man bei anderen Onlinediensten kostenlos an Speicherplatz bekommt. Genug, um 500.000 Fotos aus dem Smartphone zu speichern, in voller und maximaler Auflösung. Oder 280.000 Fotos, die ich mit meiner hochwertigen Spiegelreflexkamera mache. Gratis. Einfach so.</p>

<p><img alt="flickr.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/flickr.jpg" width="512" height="288" align="none" title="flickr bietet ab sofort 1 TB kostenlosen Speicherplatz" alt="flickr bietet ab sofort 1 TB kostenlosen Speicherplatz; Rechte: flickr" /><br />
<small>flickr bietet ab sofort 1 TB kostenlosen Speicherplatz</small></p>

<p><br />
<strong><big>Neues Layout holt die Fotos in den Vordergrund</big></strong><br />
Doch flickr hat nicht nur den kostenlos verfügbaren Speicherplatz dramatisch erhöht, sondern auch andere Beschränkungen aufgehoben, die flickr-User bislang hatten, die nicht den kostenpflichtigen Premium Pro-Dienst gebucht haben. Es gibt kein Upload-Limit mehr bei der Anzahl der Fotos, man kann auch hochaufgelöste Fotos hochladen (und Videos, bis zu 200 MByte) und vieles andere mehr. Das alte Pro-User-Modell wird abgeschafft. Trotzdem gibt es noch <a href="http://www.flickr.com/help/limits/">Bezahlmodelle</a>: Für 50 Dollar im Jahr verschwinden alle Anzeigen auf der flickr-Seite und man hat etwas mehr Analyse-Tools an der Hand, für 500 Dollar im Jahr bekommt man 2 TB Speicherplatz.</p>

<p>Doch flickr hat auch sein Erscheinungsbild (Layout) verändert - und zwar dramatisch. Fotos stehen nun im Vordergrund und erscheinen von Anfang an großflächig. Leerräume sind im Layout verschwunden. Man findet sich besser zurecht und sieht mehr von den Fotos - das ist äußerst praktisch. Die üblichen flickr-Funktionen zum Verwalten der Fotos sind erhalten geblieben, das dürfte alle anspruchsvollen Fotografen freuen, die flickr genau deswegen gerne benutzen. Doch flickr konkurriert mit Facebook, Google+ und Co. und muss versuchen, mehr "Lebensgefühl" (Emotionen) überzubringen. Das gelingt mit dem Layout ausgesprochen gut. Fotos lassen sich jetzt besser teilen und kommentieren. Es gib auch eine neue Android-App von flickr, die genau diese Funktionen in den Vordergrund stellt.</p>

<p><br />
<strong><big>Relaunch ist gelungen</big></strong><br />
Ich finde: Der Relaunch ist gelungen. Layout und Bedienung haben sich dramatisch verbessert, es stehen mehr nützliche Tools und Funktionen zur Verfügung, die flickr zu Facebook, Google+ und Co. aufholen lassen. Die neuen Apps unterstützen das. Und einen TB kostenlosen Speicherplatz zur Verfügung zu stellen, ist mehr als ein Coup. Es ist eine Art Versprechen: Bei uns kannst Du unkompliziert alle Deine Fotos hochladen und musst Dir keine Gedanken um Speicherplatz zu machen. Dass Yahoo/flickr das mit Werbung refinanziert, ist neu - aber wird zweifellos von den Usern akzeptiert. Der Gegenwert ist ja schließlich enorm.</p>

<p>Und endlich gibt es damit eine gesunde Alternative zu Facebook. Denn viele möchten eigentlich nicht alles bei nur einem SocialMedia-Dienst hinterlegen.</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/flickr_reloaded.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/flickr_reloaded.html</guid>
<category>Jörg Schieb</category>
<pubDate>Tue, 21 May 2013 09:04:31 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Jörg Schieb</dc:creator>
<title>Mein PDF-Archiv in der Cloud</title>
<description><![CDATA[<p>Wie oft wurde uns schon das papierlose Büro versprochen? Unzählbare Male. Ich befürchte allerdings, es kommt so schnell nicht. Im Gegenteil: Irgendwie wird immer mehr ausgedruckt, mehr als früher. Weil es mit Computerhilfe so viel einfacher geworden ist, etwas auf dem Bildschirm anzuzeigen und dann auszudrucken. Außerdem müssen wir immer mehr selbst ausdrucken, weil Rechnungen, Angebote, Anschreiben als PDF per E-Mail nach Hause kommen. Aber natürlich auch noch jede Menge normale Papierpost, vor allem von Behörden, Banken, Versicherungen... Was man so zum Leben braucht.</p>

<p><strong><big>Ein Dokumenten-Scanner muss her</big></strong><br />
Aber muss man deswegen aufgeben und artig zum Locher greifen wie vor 100 Jahren? Nein! Ich wollte unbedingt eine andere Lösung, ein Lösung, die modern und zeitgemäß ist, die Möglichkeiten des Internet nutzt. Ich will nicht mehr in den Papierbergen suchen müssen, Aktenordner, Schubladen und Ablagen durchwühlen, wenn ich ein bestimmtes Dokument brauche. Ich will es sofort verfügbar haben - so wie im Web Informationen jederzeit verfügbar sind. Da geht das ja schließlich auch. Was man dafür braucht? Ein solides Konzept, einen Dokumenten-Scanner und gute Software, die dabei hilft, gescannte Dokumente zu verwalten. </p>

<p>Ein Dokumenten-Scanner ist ein Scanner, der darauf spezialisiert ist, Dokumente jeder Art einzulesen und zu scannen. Auch stapelweise: Einfach die Dokumenten ins Gerät legen, und sie werden nacheinander eingelesen und digitalisiert. Also bitte kein(!) <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flachbettscanner">Flachbett-Scanner</a>, solche Geräte sind ultralahm, sie sind für Fotos gedacht oder gelegentliche Scans. Ich habe mich lange umgesehen und bin dann auf den <a href="http://www.canon.de/For_Work/Products/Document_Imaging_Systems/High_Speed_Document_Scanners/DR-C125W/">Canon DR-C125W</a> aufmerksam geworden. </p>

<p>Kompakte Bauweise, nimmt auf dem Schreibtisch nicht so viel Platz ein, scannt Dokumente blitzschnell, auch beidseitig. Mit rund 500 EUR zwar nicht gerade ein Schnäppchen, aber wer viele Dokumente scannt, sollte darauf achten, dass das Gerät mindestens 10 Blatt pro Minute scannen kann. Es gibt natürlich vergleichbare Geräte von anderen Herstellern wie der HP ScanJet 8250C oder der ScanSnap von Fujitsu. Die guten Geräte sind leider alles etwas teurer. Hier gibt es eine gute <a href="http://www.testberichte.de/r/test/2215/scanner-dokumentenscanner.html">Test.Übersicht über Dokumenten-Scanner</a>. Die günstigeren Geräte für den Privatgebrauch arbeiten etwas langsamer.</p>

<p><img alt="scanner.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/scanner.jpg" width="512" height="288" align="none" title="Ein Dokumenten-Scanner kann stapelweise Dokumente lesen und scannen" alt="Ein Dokumenten-Scanner kann stapelweise Dokumente lesen und scannen; Bild: Canon" /><br />
<small>Ein Dokumenten-Scanner kann stapelweise Dokumente lesen und scannen</small></p>

<p><br />
<strong><big>Ein PDF-Archiv in der Cloud ist praktisch</big></strong><br />
Der Hersteller verspricht eine Menge, zum Beispiel, dass das Gerät alle eingescannten Seiten automatisch gerade richtet. Stimmt, klappt. Dass auch kleine Notizen oder Zettel gescannt werden, etwa Rezepte. Stimmt, klappt auch. Dass die Schrift automatisch scharf gezogen wird. Funktioniert! Dass die Scanner-Software automatisch die Scans dreht, wo nötig. Tadellos! Dass am Ende PDFs dabei herauskommen, die man auch durchsuchen kann. Auch das funktioniert. Ich muss sagen: Ich war und bin immer noch wirklich beeindruckt, wie zuverlässig der Scanner arbeitet und wie schnell die Software daraus Dateien macht, wahlweise PDF, JPG oder auch Textdateien, die man auf der Festplatte speichern kann.</p>

<p>Der erste Schritt ist also erledigt: Aus Dokumenten auf Papier werden mühelos digitale Dokumente, die man speichern, weitergeben und durchsuchen kann. Nächste Aufgabe: Die Dokumente sollen überall verfügbar sein, damit ich mit jedem Gerät darauf zugreifen kann, egal ob mit PC, Notebook, Tablet oder Smartphone, egal ob zu Hause, im Büro oder unterwegs. Die Lösung liegt auf der Hand: Die PDFs müssen in der Cloud gespeichert werden. Wo, ist eigentlich egal. Google Drive, Skydrive, Dropbox, Hidrive, eigene Cloud-Lösung - Hauptsache, der Online-Speicher ist von überall erreichbar. Welchem Cloud-Dienst man sein Vertrauen schenkt, ist letztlich Geschmackssache.</p>

<p><br />
<img alt="evernote-web.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/evernote-web.jpg" width="512" height="288" align="none"  alt="Mit Evernote lassen sich Dokumente in der Cloud speichern und verwalten; Rechte: WDR" title="Mit Evernote lassen sich Dokumente in der Cloud speichern und verwalten" /><br />
<small>Mit Evernote lassen sich Dokumente in der Cloud speichern und verwalten</small></p>

<p><br />
<strong><big>Praktisch: Dokumente auch durchsuchen können</big></strong><br />
Allerdings bieten die üblichen Cloud-Laufwerke nicht die Möglichkeit, die gespeicherten PDFs nach Stichwörtern zu durchsuchen, jedenfalls nicht ohne Zusatz-Software. Es gibt allerdings einen Online-Dienst, der genau das anbietet: <a href="http://www.evernote.com">Evernote</a>. Evernote ist eine Art digitaler Notizzettel im Netz. Den kann jeder kostenlos ausprobieren und Notizen, Gedanken, Fotos oder Sprachnachrichten online in der Cloud speichern und mit allen Geräten darauf zugreifen. Praktische Sache, wenn man Notizen zentral speichern möchte.</p>

<p>In der kostenpflichtigen Version (5 EUR im Monat oder 40 EUR im Jahr) kann Evernote aber noch viel mehr. Premium-Kunden können nicht nur 1 GB Daten pro Monat hochladen, sondern auch PDFs speichern und diese durchsuchen lassen. Für mein Ziel, ein papierloses Dokumentenarchiv einzurichten, genau das Richtige. Ich speichere also alle gescannten PDF-Dokumente bei Evernote (das macht die Scan-Software auf Wunsch vollautomatisch) und kann dank Evernote nun von überall darauf zugreifen. Selbstverständlich lassen sich Ordner anlegen und die Dokumente so optimal organisieren. Doch was viel besser ist: Die PDFs lassen sich durchsuchen, auf jedem Gerät, überall und jederzeit. Einfach Stichwort eingeben - und Sekunden später präsentiert Evenote die passenden PDFs und markiert die Fundstellen. </p>

<p><img alt="tabletpc.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/tabletpc.jpg" width="512" height="288" align="none"  title="Jederzeit auf die gespeicherten Dokumente zugreifen können: Mit Evernote kein Problem" alt="Jederzeit auf die gespeicherten Dokumente zugreifen können: Mit Evernote kein Problem; Rechte: WDR/Schieb" /><br />
<small>Jederzeit auf die gespeicherten Dokumente zugreifen können: Mit Evernote kein Problem</small></p>

<p><br />
<strong><big>Das digitale Archiv: Nichts geht mehr verloren</big></strong><br />
Für vergleichsweise kleines Geld bekommt man die optimale Lösung. Natürlich kann man Evernote auch nutzen, ohne einen eigenen Dokumenten-Scanner zu besitzen. Wer sowieso schon in erster Linie mit PDFs hantiert, kann sich so mühelos ein digitales Archiv einrichten, ohne sich groß Gedanken um Hard- und Software machen zu müssen. Einen Dokumenten-Scanner braucht man nur dann, wenn man komplett umsteigen und eben auch auf Papier gescannte Dokumente archivieren möchte.</p>

<p>Ich gebe zu: Ich habe eine Weile gebraucht, bis ich den Schritt gewagt habe. Denn der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Niemand stellt sich gerne um, arbeitet sich gerne in neue Software ein, gewöhnt sich gerne an neue Prozesse. Aber in diesem Fall hat es sich wirklich gelohnt: Schon nach einem Tag war alles erledigt - und ich spare jetzt nicht nur eine Menge Zeit, weil ich nicht mehr ständig nach Dokumenten suchen muss, ich habe auch die Gewissheit, dass nichts mehr verloren geht. Ein gutes Gefühl. Technik, sinnvoll eingesetzt.</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/pdf-archiv.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/pdf-archiv.html</guid>
<category>Jörg Schieb</category>
<pubDate>Mon, 20 May 2013 09:09:49 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Jörg Schieb</dc:creator>
<title>LinkLounge 13/20: Dokus, Musik, Lego und iOS7</title>
<description><![CDATA[<p><!-- Abnehmender Redakteur: döp -->Jede Woche gibt es in der Linklounge Sachen zu bestaunen. Man kann aber auch eine Menge lernen, etwa die Bedeutung des Begriffs "Skeuomorphismus". Unbedingt auswendig lernen, damit kann man auf Partys punkten. So wie mit den meisten unserer Linktipps: Die lassen sich wunderbar weiterempfehlen. Viel Spaß also beim Klicken, Tippen und Wischen - je nachdem, auf welchem Device Ihr Euch die Linktipps dieser Woche anschaut. </p>

<p><br />
<big><strong><a href="http://wdrblog.de/digitalistan/autoren/insa_moog.html">Insa Moog</a></strong></big></p>

<p>Meine Linktipps weisen heute einen kleinen Videoschwerpunkt auf. Los geht's: Zum einen kann ich diese schöne <a href="http://videos.arte.tv/de/videos/die-wilden-wurzeln-des-world-wide-web--7495632.html">ARTE-Doku</a> empfehlen. Darin geht es um vergangene und aktuelle Bestrebungen, das Netz und dort geäußerte Meinungen zu "zivilisieren". Noch ist sie in der Mediathek abrufbar. </p>

<p>Weiter geht es mit einem kleinen Hinweis in eigener Sache: Ganz frisch online ist unser Dossier zum Thema <a href="http://www1.wdr.de/themen/digital/sp_webvideo/webvideo118.html">"Videos im Netz</a>", ans Herz legen möchte ich euch gerne das darin enthaltene Videospecial <a href="http://www1.wdr.de/themen/digital/sp_webvideo/webvideo150.html">"Mit zehn Tipps zum perfekten Webvideo</a>". Daran beteiligt waren <a href="https://twitter.com/videopunk">Markus Hündgen </a>und die Jungs von <a href="http://www.youtube.com/user/wavetimeInc">Wavetime Inc</a>.</p>

<p>Zu guter Letzt hier noch der Hinweis auf eine interessante Aktion. Der Netzaktivist Greg Karber kritisiert die Marke "Abercrombie & Fitch" für ihre diskriminierende Unternehmens- und Imagepolitik. Dafür hat er<a href="https://twitter.com/search?q=%23FitchTheHomeless&src=hash">"FitchTheHomeless"</a> ins Leben gerufen. Dabei geht es darum, gerade jenen die erlesenen Kleidungsstücke zukommen zu lassen, die sonst keinen Zugang dazu hätten: zum Beispiel Obdachlosen. Er veröffentlichte dieses Video:</p>

<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/O95DBxnXiSo" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>

<p>Auch die Tagesschau <a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/abercrombie-fitch100.html">berichtete</a>. Nun hat sich Firmenchef <a href="https://www.facebook.com/abercrombie/posts/10151345201895378">Mike Jeffries auf Facebook</a> geäußert. Es bleibt spannend.<br />
 </p>

<p><big><strong><a href="http://www.wdrblog.de/digitalistan/autoren/jorg_schieb.html">Jörg Schieb</a></big></strong></p>

<p>Die Diskussion, ob und wie viel man für Musik zahlen sollte, ob Bands ihre Musik frei ins Netz stellen dürfen und ob womöglich besser sogar die Fans selbst bestimmen sollten, wie viel sie für Musik oder ein Album ausgeben wollen, ist seit Jahren in vollem Gang. Aber niemand hat es bislang so sympathisch erklärt wie die einzigartige <a href="http://amandapalmer.net/">Amanda Palmer</a>. Sie erläutert auf einer Veranstaltung die "Kunst des Bittens". Und wieso es sich lohnt, eng mit den Fans vernetzt zu sein, über Twitter, Facebook und Co.</p>

<p><iframe src="http://embed.ted.com/talks/amanda_palmer_the_art_of_asking.html" width="560" height="315" frameborder="0" scrolling="no" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>

<p>Was haben unsere Spielhelden aus der Vergangenheit alles falsch gemacht ... Sicher so einiges. Jetzt haben sie die Gelegenheit, das wieder zu richten. In dem wunderbar gemachten Video <a href="http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=FtHMkPmmeLA#!">The Secret of Lucas Arts</a> treffen wir alle möglichen Spielhelden aus den Jahren 1983 bis 2013 wieder. Sie unterhalten sich in diesem "Adventure Game" - sehr witzig ...</p>

<p><iframe width="420" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/FtHMkPmmeLA" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>

<p></p>

<p><strong><big><a href="http://wdrblog.de/digitalistan/autoren/dennis_horn.html">Dennis Horn</a></big></strong></p>

<p>Ein Wort, das uns in den kommenden Wochen begleiten wird: Skeuomorphismus. Dahinter steckt altes Design für moderne Technik: wenn der Klingelton so klingt wie Omas altes Telefon, das Löschen gelesener E-Mails wie das Zerknüllen von Papier oder der Kalender am Smartphone so aussieht wie ein dickes Lederbuch. Größter Vertreter des Skeuomorphismus ist bisher Apple. Doch damit könnte es vorbei sein. Fürs neue iOS 7 kündigt sich ein wesentlich flacheres Design an. Die Macher von SimplyZesty zeigen in einem Video, wie das aussehen könnte.</p>

<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/ESivYZXYqYE" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>

<p>Für die Twitter-Fans unter euch, die den Unwissenden immer wieder erklären müssen, was zum Teufel sie dort tun: <a href="http://www.poynter.org/how-tos/digital-strategies/211821/confessions-of-a-twitter-holdout/" target="_blank">Sechs klassische Argumente gegen Twitter - und wie man sie entkräftet</a>. Und für die Gestressten unter euch, die sich mit Fernweh plagen: die wunderschöne Google Map <a href="http://mashable.com/2013/05/09/instagram-travel/" target="_blank">"Around the World in 80 Instagrams"</a>.</p>

<p></p>

<p><br />
<big><strong><a href="http://wdrblog.de/digitalistan/autoren/stefan_domke.html">Stefan Domke</a></strong></big><br></p>

<p>Wie verabschiedet man sich als Astronaut bei seinen Fans in aller Welt, wenn sich die Zeit auf der Raumstation ISS ihrem Ende zuneigt? Ganz einfach: Man holt die Gitarre heraus und covert vor laufender Kamera den David Bowie-Song "Space Oddity". Außer mir gefällt das Video des Kanadiers  <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chris_Austin_Hadfield">"Chris Hadfield</a> bereits 12,3 Millionen anderen Menschen. Allen, die es noch nicht kennen, erteile ich hiermit einen Klickbefehl.</p>

<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/KaOC9danxNo" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>

<p>Lego war zentraler Bestandteil meiner Kindheit und James Bonds Kampf gegen das Böse fesselte mich als Jugendlicher. Nun, als Fourtysomething, begeistert mich ein Mashup aus beidem: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Brickfilm">"Brickfilm-"</a>Künstler haben eine Szene des James Bond-Klassikers Casino Royale mit Legosteinen nachgebaut und als Stop-Motion abgefilmt:</p>

<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/hQh4hMnxdak" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>

<p>Wer sich überzeugen will, wie detailgetreu die Künstler gearbeitet haben, kann sich Original und "Fälschung" <a href="http://www.youtube.com/watch?v=U5LNbYhBLhw&feature=youtu.be">hier</a> gegenübergestellt angucken. Und wer sich selbst an Lego-Stop-Motion versuchen will, bekommt <a href="http://www.youtube.com/watch?v=YtTrMiOkScs">hier</a> Hilfe.<br />
</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/linklounge_1320.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/linklounge_1320.html</guid>
<category>Jörg Schieb</category>
<pubDate>Fri, 17 May 2013 00:09:00 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Jörg Schieb</dc:creator>
<title>Geld verschicken als Mail-Anhang</title>
<description><![CDATA[<p><!-- abnehmender Redakteur: tax -->Haste mal 'n Euro? Wer sich auf diese Frage hin großzügig zeigen will, muss künftig nicht mehr zur Brieftasche greifen. Es reicht ein Klick in Google Mail - schon lässt sich ein Euro an die E-Mail anhängen (oder auch mehr). Bezahlt wird mit <a href="http://www.google.com/wallet/how-it-works/in-store.html">Google Wallet</a>, der digitalen Geldbörse von Google, mit der man im Internet online Geld überweisen kann (so ähnlich wie mit Paypal). Man bezahlt nicht mit seinem guten Namen, sondern mit seiner guten E-Mail-Adresse - sozusagen. Der Empfänger braucht kein Wallet-Konto, auch muss man kein Google-Mail-Konto haben. Bei Google registriert sein muss man allerdings schon. </p>

<p><img alt="wallet.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/wallet.jpg" width="512" height="288" align="none"  title="Bezahlen per Mail-Attachment: Google Wallet als digitale Geldbörse" alt="Bezahlen per Mail-Attachment: Google Wallet als digitale Geldbörse; Rechte: Google" /><br />
<small>Bezahlen per Mail-Attachment: Google Wallet als digitale Geldbörse</small></p>

<p><br />
<strong><big>Bezahlen per Klick oder Fingertipp</big></strong><br />
Allerdings ist Google Wallet bei uns in Deutschland bislang so gut wie unbekannt. Das könnte sich nun ändern, denn Google scheint sich für das Thema Bezahlen im Internet zu interessieren. Wie auf der <a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/google506.html">Entwicklermesse Google I/O</a> bekannt wurde, kann man künftig auch mit dem Android-Handy bequem per Google Wallet bezahlen: Ein Knopfdruck (oder Fingertip) reicht, um einen beliebigen Geldbetrag auszugeben. Vorerst nur im Netz, aber da die meisten Android-Smartphones serienmäßig mit <a href="http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2012/08/square.html">NFC-Chips</a> ausgestattet sind, die auch ein Bezahlen an "richtigen" Kassen erlauben, dürfte man künftig auch im "echten Leben" mit Hilfe von Google Wallet bezahlen können. </p>

<p>Die neue Funktion dürfte die Bekanntheit von Google Wallet rasch erhöhen, denn Google Mail ist sehr beliebt und wird von vielen genutzt. Allerdings fallen beim Überweisen per Mail-Attachment mitunter Gebühren an: Überweisungen aus einem Wallet-Guthaben oder Bankkonto sind gratis, wird eine Kreditkarte belastet, zahlt man 2,9% der Summe oder mindestens 0,30 US-Dollar. Das sind die üblichen Gebühren, die die Kreditkartenfirmen berechnen, ist also definitiv kein Geschäft für Google.</p>

<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/JA8m0JOoNYQ" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
<small>Google erklärt, wie man per Attachent bezahlt</small></p>

<p><br />
<strong><big>Google Wallet als Alternative zu Paypal? Warum nicht!</big></strong><br />
Wer das jetzt gleich ausprobieren will: Klappt leider noch nicht! Google hat die neue Funktion gerade in seinem <a href="http://googlecommerce.blogspot.de/2013/05/send-money-to-friends-with-gmail-and.html">Business-Blog</a> angekündigt. In den nächsten Wochen und Monaten soll die Funktion in den USA eingeführt werden, später dann auch im internationalen Raum. Das dürfte ein bisschen dauern, denn alles, was mit Abwicklung von Geldbeträgen zu tun hat, ist komplex und kompliziert, da braucht man eine Menge Genehmigungen. Aber die Zielrichtung ist klar: Google Wallet wird ausgebaut und könnte sich - konsequent zu Ende gedacht - zu einer Alternative für Paypal entwickeln. Schlecht wäre das nicht, wenn wir mehr Auswahl hätten, was Online-Zahlungsmittel betrifft.</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/wallet.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/wallet.html</guid>
<category>Jörg Schieb</category>
<pubDate>Thu, 16 May 2013 19:35:53 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Jörg Schieb</dc:creator>
<title>Framing ist wichtig fürs Web</title>
<description><![CDATA[<p><!-- abnehmender Redakteur: san -->Videos in Hülle und Fülle: Das ist das Erfolgsgeheimnis von Youtube. Hier gibt es garantiert zu jedem Thema etwas, in jeder denkbaren Qualität, für jeden Geschmack. Ein nicht enden wollender Bilderstrom. Doch neben der puren Auswahl gibt es einen weiteren wichtigen Aspekt, der den Erfolg von Youtube erklärt: Man kann sich die Videos nicht nur auf der Portalseite ansehen, sondern die meisten Videos mit wenig Aufwand auch in die eigene Webseite integrieren, indem ein Embed-Code übernommen und eingebaut wird, ein Codeschnipsel, den Youtube bei Bedarf zur Verfügung stellt. Dann erscheint das Video direkt in der eigenen Webseite oder im Blog, ist dort fest verankert. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Framing">Framing</a> nennen das die Experten. </p>

<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/HuhQud7kbUU" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
<small>Beispiel für ein eingebettetes Video</small></p>

<p><br />
<strong><big>Nicht jeder darf Online-Videos einbetten</big></strong><br />
Genau diese Praxis ist mitunter aber auch umstritten. Welche Videos darf man woanders einbetten, welche Inhalte darf man zeigen? Im Grunde ist alles geregelt: Jeder, der ein Video bei Youtube hochlädt, kann selbst entscheiden, ob andere es auf ihrer Webseite einbetten dürfen oder nicht. Doch weil das PR-Video einer Firma (eines Herstellers von Wasserfiltersystemen) auf dubiosen Wegen in Youtube landete und ein Konkurrent dieses Youtube-Video wiederum auf seiner eigenen Webseite einbettete, hat die Firma geklagt. Der Urheber des zweiminütigen Videos wollte der Konkurrenz verbieten, das Video zu verwenden - was ich verstehen kann.</p>

<p>Liegt in diesem Fall eine Urheberrechtsverletzung vor? Diese Frage musste der Bundesgerichtshof (BGH) klären - und ist zu keinem eindeutigen Urteil gekommen. Der BGH hat den Fall an den <a href="http://www.tagesschau.de/inland/framing104.html">Europäischen Gerichtshof nach Luxemburg verwiesen</a>, um eine einheitliche Rechtssprechung für solche Fälle hinzubekommen, was zweifellos sinnvoll ist. Offensichtlich liegt dem Europäischen Gerichtshof bereits ein ähnlich gelagerter Fall aus Schweden vor.</p>

<p><img alt="embedcode.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/embedcode.jpg" width="512" height="288" align="none"  alt="Beispiel für Embed-Code: Video kann überall eingebunden werden; Rechte: WDR" title="Beispiel für Embed-Code: Video kann überall eingebunden werden" /><br />
<small>Beispiel für Embed-Code: Video kann überall eingebunden werden</small></p>

<p><br />
<strong><big>Nicht das Framing ist das Problem</big></strong><br />
In meinen Augen ist die Sache klar: Im vorliegenden Fall ist nicht die Möglichkeit des Einbettens (Framing) das Problem, sondern die Tatsache, dass jemand das Originalvideo unerlaubt überhaupt bei Youtube eingestellt hat. Erst dadurch wurde das Framing möglich. Im Grunde genommen muss sich der Unternehmer darüber beklagen, dass das Video überhaupt auf Youtube auftaucht, denn dort wurde es offensichtlich ohne Zustimmung eingestellt. Man muss der Sache also auf den Grund gehen und klären, wer es dort eingestellt hat - und es von Youtube löschen.</p>

<p>Das Embedden/Framing hat mit der Sache eigentlich nur ganz am Rande etwas zu tun. Da jeder Youtube-Benutzer entscheiden kann, ob er das Embedden/Framing zulassen möchte oder nicht, kann eigentlich auch keine Urheberrechtsverletzung durch das Einbetten erfolgen. Das Einbinden von Online-Inhalten aus großen Portalen ist eine derart wertvolle und wichtige Praxis im Weballtag, dass sie nicht angetastet werden sollte. Solange, selbstverständlich, der Urheber jederzeit die Möglichkeit hat zu bestimmen, ob und wer die Inhalte auf den eigenen Seiten verwenden darf.</p>

<p>Hoffentlich hat der Europäische Gerichtshof genügend Weitblick, das zu erkennen.<br />
</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/framing.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/framing.html</guid>
<category>Jörg Schieb</category>
<pubDate>Thu, 16 May 2013 11:36:08 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Anita Horn</dc:creator>
<title>Offline-Karten für Handys</title>
<description><![CDATA[<p><!-- abnehmender Redakteur: uk --><br />
<strong>Wie hieß noch gleich die Straße mit dem tollen Restaurant? Wo ist die nächste Tankstelle? Auf Reisen kann man Einheimische fragen, die gute alte Landkarte nutzen oder das Smartphone. Und das sogar ohne Roaming-Gebühren. Mit der richtigen App und einer Offline-Karte ist das möglich.  </strong></p>

<p>Alt bekannt und lang bewährt dürfte Google Maps sein. Seit einiger Zeit kann man hier auch offline Kartenausschnitte nutzen. Allerdings dürfen die nicht zu klein sein. Eine detaillierte Straßenansicht von der Kölner Innenstadt genehmigt mir das Programm nicht. Für Spanien funktioniert der Offline-Modus gar nicht. Für Frankreich dafür schon. </p>

<p><img alt="Paris; Rechte: WDR/Horn" src="http://wdrblog.de/digitalistan/paris.jpg" width="300" height="500" align="none"  /></p>

<p>Meine Paris-Karte ist 1,8 MB groß und lässt sich bis auf einzelne Gebäude heranzoomen, ich kann Wikipedia-Artikel einblenden und in die Gelände-Ansicht wechseln, sogar die Verkehrslage kann ich mir anzeigen lassen und nach Attraktionen, Cafés und Taxiständen suchen. Wer die App updatet verliert allerdings altes gespeichertes Material. </p>

<p>Eine andere Gratis-OpenStreetMap heißt Maps2Go. Sie beinhaltet in der Lite-Version aber nur eine Karte. Weiteres Material in der Pro-Version kostet etwa zwei Euro. Auch hier gibt es eine Verknüpfung mit Wikipedia, um Infos über das schicke Gebäude um die Ecke oder den Brunnen im Stadtzentrum zu bekommen. Man kann offline nach Adressen, Discotheken und Unterkünften suchen. Und die Karten sind für Android und Apple erhältlich. 2011 wurde die App zur besten Navigations-App <a href="http://www.bestappever.com/awards/2011/winner/navi">gekürt</a>. Vermutlich kommen Stecknadel- und Notizmöglichkeiten gut an. In einigen Foren werden allerdings das Geruckel beim Laden, grauen Balken beim Reinzoomen und veraltete Points of Interests bemängelt. </p>

<p>Jetzt kann man sagen, das ist Meckern auf hohem Niveau. Immerhin müssen wir uns weder altertümlich an Sonne, Mond und Sternen oder mit dem Kompass orientieren, so wie unsere <a href="http://www.planet-wissen.de/natur_technik/schifffahrt/geschichte_der_schifffahrt_2/navigation.jsp">Vorfahren</a>. Wir haben es sogar richtig gut. Das GPS funktioniert auch ohne Internet. Der Standort wird mit Hilfe von drei Satelliten festgestellt, wie die Kollegen von <a href="http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2010/0727/007_karten.jsp">Quarks und Co</a> erklären. So kann mir mein Smartphone auch auf den meisten Offline-Karten meinen aktuellen Standort anzeigen. </p>

<p>Wie bei MapsWithMe. Hier funktioniert der Zoom blitzschnell. Ich kann mir Details und sogar Hausnummern anzeigen lassen und finde die wichtigsten Points of Interest in der Gratis-Version: Toiletten, Supermärkte, Cafés. </p>

<p><img alt="MapsWithMe; Rechte: WDR/Horn" src="http://wdrblog.de/digitalistan/mapswithme%20lite.jpg" width="300" height="500" align="none"  /></p>

<p>Im Menü kann ich eine Extra-Karte für meine eigene Region auswählen. Allerdings gibt es hier keine <a href="http://www.wdr5.de/sendungen/leonardo/s/d/22.01.2010-16.05/b/service-mobil-navigation-mit-dem-handy.html">Navigation</a> und kein Tracking von zurück gelegten Wegen. Auch nicht in der Pro-Version. Außerdem sind in einigen Ländern die Karten sehr veraltet. Die Straßensuche funktioniert nur in der Pro-Version. Mehr bietet die kostenpflichtige App aber auch nicht an. Eine App mit Offline-Routenplaner und Navi ist dafür ForeverMap. Allerdings ist das Angebot sehr lücken- und fehlerhaft und nach der ersten Karte kostenpflichtig. Dann doch lieber die OffMaps2 für das iPhone. Diese App kostet 0,89 Euro und enthält unter anderem eine Karten-Ebene für den öffentlichen Nahverkehr mit Bussen und Bahnen. </p>

<p>Die App, die mir am besten gefällt, ist <a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=menion.android.locus&feature=nav_result#?t=W251bGwsMSwxLDMsIm1lbmlvbi5hbmRyb2lkLmxvY3VzIl0">Locus Free Map</a> in der Lite-Version. Die kann zu allem, was die anderen Karten bieten, auch noch Geocaching und Tracking, man kann eigene Adressen und interessante Orte importieren, die Sprachnavigation und den integrierten Wetterdienst nutzen. </p>

<p><img alt="Locus Free Maps; Rechte: WDR/Horn" src="http://wdrblog.de/digitalistan/locus%20maps%20free.jpg" width="300" height="500" align="none"  /></p>

<p>Allerdings ist die App sehr umfangreich und man braucht eine Menge Muße, um sich einzufuchsen. Und wer den Hals nicht voll bekommt, kann für 7,49 Euro auch die Vollversion kaufen. Der Download kleiner Kartenbereiche dauert allerdings schon in der Gratis-Version sehr lange. Deshalb sollte man immer - auch bei allen anderen Apps - das heimische WLAN zum Download nutzen, da sonst der Traffic-Verbrauch zu hoch ist. </p>

<p><strong>Fazit</strong><br />
Die Auswahl ist riesig, die Funktionen sind teilweise sehr unterschiedlich und je nach Reiseart und -ziel muss man die richtige App für seine Bedürfnisse finden. Worauf man immer achten sollte: je nach App und Kartengröße sollte das Handy genug Speicherplatz frei haben. Nur eins gilt für alle Apps: die Karten lesen können muss man trotzdem. Wohl dem, der vorher analog geübt hat. </p>

<p><em>Unsere Blogger Anita Horn und Dennis Horn sind weder verwandt noch verheiratet, aber umso besser vernetzt. Sie entdecken jede Woche digitale Perlen: spannende Webseiten, lustige Links und Angebote, die den Alltag bereichern - hier im Blog und jeden Donnerstag in der <a href="http://www.wdr5.de/sendungen/lebensart.html">WDR5 LebensArt</a> im Radio.</em></p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/offline-karten_fur_handys.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/offline-karten_fur_handys.html</guid>
<category>Anita Horn</category>
<pubDate>Tue, 14 May 2013 15:49:57 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Jörg Schieb</dc:creator>
<title>BGH entscheidet über Autocomplete</title>
<description><![CDATA[<p><!-- Abnehmender Redakteur: san -->Wer bei Google nach passenden Treffern im Web sucht, bekommt in der Regel schon während der Eingabe Vorschläge. Google versucht zu erraten, was man eingeben möchte, und präsentiert unterhalb des Eingabefeldes eine kurze Liste der am häufigsten gestellten Suchanfragen, die zur bisherigen Eingabe passen. Wer mag, kann einen der Vorschläge übernehmen und auf diese Weise seine Sucheingabe abkürzen.</p>

<p><img alt="autocomplete.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/autocomplete.jpg" width="512" height="288" align="none" title="Autocomplete liefert Vorschläge"  alt="Autocomplete liefert Vorschläge; Rechte: WDR/Schieb" /><br />
<small>Autocomplete liefert meistens sinnvolle Vorschläge - aber eben nicht immer</small></p>

<p><br />
<big><strong>Algorithmus macht auch unpassende Vorschläge</strong></big><br />
Doch nicht allen gefällt, was Googles Algorithmen vorschlagen. Bettina Wulff beispielsweise hat sich juristisch gegen die "Autovervollständigen" genannte Funktion <a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-09/bettina-wulff-autocomplete">gewehrt</a>, weil Googles Suchalgorithmus mitunter despektierliche Vorschläge gemacht hatte. Heute (14.05.2013) hat der Bundesgerichtshoft über eine <a href="http://www.tagesschau.de/inland/google496.html">andere Klage entschieden</a>: Ein Unternehmer hatte sich an den automatischen Vorschlägen der Suchmaschine gestört. Wurde sein Name eingegeben, erschienen per <a href="https://support.google.com/websearch/answer/106230?hl=en">Autocomplete</a> Begriffe wie "Scientology" und "Betrug". Wer mit Scientology nichts zu tun haben will, ärgert sich darüber vollkommen zu Recht.</p>

<p>Der Bundesgerichtshof stellt nun klar: Google trägt die Verantwortung für die vom Algorithmus ermittelten Vorschläge. Der Konzern kann nicht einfach alles ungefiltert präsentieren, was der Algorithmus basierend auf den Suchanfragen der User für richtig hält - schon gar nicht, wenn sich jemand dagegen wehrt. Die Autocomplete-Vorschläge hätten einen "fassbaren Aussagegehalt", finden die Richter. Meint: Es wird ein sachlicher Zusammenhang zwischen einem Namen und einer Beurteilung hergestellt. Deshalb müsse Google prüfen, insbesondere wenn konkrete Beschwerden vorliegen, ob dieser inhaltliche Zusammenhang zwischen Namen und vorgeschlagenem Suchbegriff tatsächlich besteht.</p>

<p><br />
<big><strong>Google muss sich seiner Verantwortung stellen</strong></big><br />
Da kommt einiges an Arbeit auf Google zu. Denn jetzt kann sich jeder, der mit Autocomplete-Vorschlägen nicht einverstanden ist, auf das BGH-Urteil beziehen und sich an Google wenden. Google muss dann prüfen, ob ein begründeter Zusammenhang besteht oder nicht. Da aber komplexe Algorithmen dahinter stehen, die praktisch stündlich andere Ergebnisse auswerfen können, muss dieser Algorithmus erweitert werden: Nun müssen Filter eingerichtet werden, die ausdrücklich Begriffe oder Begriffkombinationen ausschließen. Allerdings gehe ich davon aus, dass es solche Filter sowieso gibt. Denn im puritanischen Amerika sind viele Begriffe tabu und die tauchen schließlich auch nicht im Autocomplete auf - egal, wie oft sie von Usern benutzt oder eingegeben werden.</p>

<p>So ein Filter muss die Autocomplete-Funktion nicht schlechter machen. Schließlich sind nur die allerwenigsgten Suchbegriffe davon betroffen. Es sind Einzelfälle, in denen sich Personen oder Firmen wehren. Ansonsten wird Autocomplete genauso funktionioeren wie bisher. Ich kann das Urteil des BGH verstehen und die Begründung auch nachvollziehen. Denn ich kann durchaus verstehen, wenn man sich gestört fühlt, wenn bei der Eingabe des eigenen Namens unerfreuliche Begriffe im Suchfenster auftauchen. Das möchte natürlich niemand. Sich dagegen zu wehren, ist das gute Recht eines jeden. </p>

<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/n4JHZETKfes" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
<small>Autocomplete wird humoristisch auf die Schippe genommen</small></p>

<p><br />
<big><strong>Autocomplete als Stimmungsbarometer</strong></big><br />
Ich hätte allerdings anders entschieden - ohne natürlich über den juristischen Sachverstand eines BGH-Richters zu verfügen. Aus einem einfachen Grund: Ich finde die Autocomplete-Funktion sehr interessant. Sie sagt - völlig nüchtern - etwas aus, nämlich, wonach die Menschen gerade suchen, was gerade Thema ist, welche Begriffe miteinander kombiniert werden. Ein Stimmungsbarometer. Ich persönlich schätze so etwas und finde: Die überwiegende Mehrheit profitiert von so einer Funktion. Nur sehr wenige fühlen sich gestört, wenn unpassende Kombinationen gezeigt werden. Eine moderne Form von freier Meinungsäußerung, die ich schützenswert finde. <br />
</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/autocomplete.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/autocomplete.html</guid>
<category>Jörg Schieb</category>
<pubDate>Tue, 14 May 2013 12:00:43 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Jörg Schieb</dc:creator>
<title>Onlineportale wehren sich gegen Adblocker</title>
<description><![CDATA[<p><!-- Abnehmender Redakteur: le -->Wer heute mit seinem Browser die Portalseite einer großen Zeitung oder Zeitschriften wie Spiegel, FAZ, Zeit oder Süddeutsche aufruft und mit einem Werbefilter wie <a href="http://adblockplus.org/de/firefox">Adblock Plus</a> unterwegs ist, bekommt möglicherweise früher oder später einen Hinweis präsentiert: Man möge doch bitte den Werbefilter abschalten, da sich die Website durch Werbung finanziert. "Ohne Werbung könnten wir Ihnen keine kostenlosen Inhalte mehr in der jetzigen Qualität zur Verfügung stellen", erklären die Verlage. Bedeutet im Klartext: Wenn Ihr unsere Inhalte lesen wollt, dann lasst Euch wenigstens auch die Werbung anzeigen. Auch wie man den Adblocker gezielt abschaltet, wird <a href="http://www.spiegel.de/dienste/spiegel-online-schalten-sie-den-adblocker-bitte-ab-a-888158.html">mitunter erklärt</a>.</p>

<p><img alt="adblock.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/adblock.jpg" width="512" height="288" align="none" alt="AdBlock Pplus fltert Werbung und Reklame jeder Art aus Webseiten; Rechte: AdBlock" title="AdBlock Pplus fltert Werbung und Reklame jeder Art aus Webseiten" /><br />
<small>AdBlock Pplus fltert Werbung und Reklame jeder Art aus Webseiten</small></p>

<p><br />
<strong><big>Adblocker entziehen Webseiten die Geschäftsgrundlage</strong></big><br />
Werbefilter wie Adblock Plus gehören zu den beliebtesten Erweiterungen für Browser wie Firefox oder Chrome. Allein Adblock Plus soll schon 200 Millionen Mal im Einsatz sein. Wer so einen Werbefilter installiert, sieht kaum noch Werbung auf Webseiten. Denn die Filter unterdrücken nicht nur Popup-Fenster und Layer-Werbung, sondern auch Werbeinseln innerhalb der Webseiten - und das ziemlich zuverlässig. Da die meisten Banner dieselbe Größe haben und die Werbung von bestimmten Servern kommt, lassen sich die Werbeinseln sehr zuverlässig erkennen.  </p>

<p>Und das ist ärgerlich für die Anbieter solcher Webangebote, das muss man ganz klar sagen. Es ist schwierig genug, kostenlos hochwertige Inhalte zur Verfügung zu stellen und durch Werbung zu refinanzieren. Wer aber keine "Pay Wall" hochziehen will, also eine Bezahlschranke, der hat fast keine andere Wahl: Es muss Werbung auf die Seite. Das ist dann nun mal das Geschäftsmodell. Wer solche Webangebote regelmäßig nutzt, aber die Werbung nicht sehen will und sie einfach ausblendet, der ist Nutznießer, aber nicht bereit, die entsprechende Gegenleistung zu bringen - die angebotene Werbung "über sich ergehen zu lassen". Manche machen das, weil sie sich um ihre Privatsphäre sorgen - das kann ich noch nachvollziehen. Andere, weil sie gar keine Werbung sehen wollen.  </p>

<p><br />
<strong><big>Gucken ohne Werbung gehört sich nicht</strong></big><br />
Natürlich: Es gibt Webseiten, die überschütten einen so mit Werbung dass man weiß gar nicht weiß, wo man hinschauen soll und wo man besser nicht hinklickt. Außerdem gibt es Werbetreibende, die es mit Datenschutz und Privatsphäre nicht so genau nehmen. Doch wer sich die Mühe macht und auch das wirtschaftliche Risiko eingeht, eine informative Webseite zu bauen und dann Werbung mit Augenmaß präsentiert, um Serverkosten, Hardware, Layout, Honorare, Fotos und vieles mehr zu refinanzieren, der macht in meinen Augen nichts falsch. </p>

<p>Das ist ein fairer Tausch: Service gegen Aufmerksamkeit und ein bisschen Reklame. Wer hingegen solche Inhalte nutzt, aber die Werbung nicht anzeigen lässt, der schummelt sich in meinen Augen unlauter in eine Vorstellung hinein. Ich finde: Das gehört sich nicht. Nun kann man jeden Werbeblocker beliebig konfigurieren. Man kann den Filter jederzeit durch Mausklick ein- oder ausschalten. Man kann die Filterfunktion sogar individuell für jedes einzelne Webangebot aktivieren oder deaktivieren. Manche User belohnen häufig besuchte Webseiten dadurch, dass sie ganz gezielt diese Webseiten im Filter freischalten, also die übliche Werbung akzeptieren. Das ist lobenswert. </p>

<p><img alt="sz-block.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/sz-block.jpg" width="512" height="288" align="none" title="Die Portalseiten informieren die User sachlich über die Hintergründe" alt="Die Portalseiten informieren die User sachlich über die Hintergründe; Rechte: WDR"  /><br />
<small>Die Portalseiten informieren die User sachlich über die Hintergründe</small></p>

<p><br />
<strong><big>Selbst der Infohinweis wird gefiltert</strong></big><br />
Früher oder später könnte es sein, dass die Betreiber von informativen Webangeboten User mit Adblocker ausschließen - oder es zumindest versuchen. Wenn man einen Werbeblocker eingeschaltet hat, erscheint dann kein Inhalt. Allerdings lässt sich so etwas natürlich auch wieder technisch umgehen, das übliche Katz-und-Maus-Spiel. Bedauerlich finde ich, dass viele User den Hinweis der Verlage auch schon wieder als "Werbung" markiert und in die Filter von Adblock eingetragen haben. Die Folge: Viele User sehen den Hinweis nicht. Unfair.</p>

<p>Die Aktion sollte eine Diskussion in Gang bringen: Wieviel Werbung ist in Ordnung auf einer Webseite, wie informtiv und persönlich darf oder sollte Werbung sein, wie bunt und zappelig können Werbennner sein? Lassen sich der Aspruch auf Privatsphäre und Online-Werbung miteinander in Einklang bringen? Wieviel Werbung sollten sich User gefallen lassen, die kostenlose Inhalte nutzen? Es gibt eine Menge zu klären.</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/adblocker.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/adblocker.html</guid>
<category>Jörg Schieb</category>
<pubDate>Mon, 13 May 2013 18:24:00 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Jörg Schieb</dc:creator>
<title>Jetzt baut Jeff auch noch Smartphones</title>
<description><![CDATA[<p><!-- Abnehmender Redakteur: uk -->Jeff Bezos ist einer, der "Hummeln im Hintern hat", wie man so schön sagt. Der Mann ist immer in Bewegung - zumindest wenn es um seine Company Amazon geht, die er 1994 in Seattle gegründet hat. Einst als reiner Online-Buchhändler gestartet, ist Amazon heute das größte Online-Versandhaus der Welt, das nahezu alles verkauft - wenn nicht selbst, dann via Marketplace mit Partnerunternehmen. </p>

<p>Was die <a href="http://www1.wdr.de/fernsehen/aks/themen/amazon110.html">Arbeitsbedingungen angeht</a>, ist Amazon nicht unumstritten. Doch den Onlineversand selbst kennt heute eigentlich jeder. Reicht aber nicht: Bezos will mehr, er will auch Medienanbieter sein. Darum verkauft Amazon längst auch Inhalte wie <a href="http://www.amazon.de/ebooks-kindle/b?ie=UTF8&node=530886031">eBooks</a> und Musik, verleiht online Filme. Das Geschäft läuft gut. </p>

<p><img alt="fire.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/fire.jpg" width="512" height="288" align="none" title="Das Kindle Fire ist ein erfolgreich verkaufter eBook-Reader von Amazon" alt="Das Kindle Fire ist ein erfolgreich verkaufter eBook-Reader von Amazon; Rechte: Amazon" /><br />
<small>Das Kindle Fire ist ein erfolgreich verkaufter eBook-Reader von Amazon</small></p>

<p><br />
<strong><big>Smartphones mit 3D-Display</big></strong><br />
Weil es aber immer noch besser laufen könnte, vor allem, wenn man mehr Kontrolle hat, baut und verkauft Amazon mittlerweile auch eigene Hardware.  Mit dem Kindle hat Amazon einen erfolgreichen eBook-Reader am Start, ein Table gibt's auch. Die Geräte sind recht günstig und verkaufen sich gut, vor allem in den USA. Aber nun wagt sich Jeff Bezos auf ein Terrain, das wirklich vermint ist: den Smartphone-Markt. </p>

<p>Wie das <a href="http://online.wsj.com/article/SB10001424127887324744104578473081373377170.html">Wall Street Journal (WSJ) berichtet</a>, soll Amazon planen, eigene Smartphones zu bauen, die mit einem 3D-Display ausgestattet sind. Amazon hat offensichtlich eine neue Technologie entwickelt, die das 3D-Bild automatisch an die Blickrichtung des Auges anpasst. Das macht es überflüssig, eine 3D-Brille aufsetzen zu müssen. Außerdem forsche man daran, das Smartphone mit den Augen zu steuern.</p>

<p>Ein Smartphone mit 3D-Display ist nicht neu: Bereits 2011 und 2012 sind Geräte mit 3D-Anzeige erschienen, etwa das HTC EVO 3D oder das LG Optimus 3D. Hier funktionierte der 3D-Effekt aber nur im Landscape-Modus, und das bei bescheidener Bildschirmauflösung. Verblüffende 3D-Erlebnisse? Fehlanzeige. Die neuen 3D-Smartphones von Amazon sollen deutlich mehr können, eine bessere Bildqualität liefern und eben auch Augenbewegungen erkennen. Aber mal ganz ehrlich: Wer braucht das? Oder wer will das überhaupt? Das muss man schon ein arg verspielter Zeitgenosse sein.</p>

<p><img alt="bezos.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/bezos.jpg" width="512" height="288" align="none"  title="Jeff Bezos war auch schon "Man of the year" des Time Magazine" alt="Jeff Bezos war auch schon "Man of the year" des Time Magazine; Rechte: Amazon" /><br />
<small>Jeff Bezos war auch schon "Man of the year" des Time Magazine</small></p>

<p><br />
<strong><big>Das wird schwierig, sich durchzusetzen</big></strong><br />
Allerdings braucht es schon einen Aha-Effekt, wenn man als Newcomer mit einem neuen Smartphone auf den Markt kommen will, sonst hat auch ein Amazon keine Chance, Aufmerksamkeit zu bekommen. Amazon greift mit seinem neuen Coup gezielt Apple und Google an, die sich derzeit den Smartphone-Markt fast unter sich aufteilen. Mit einem Smartphone ließen sich tatsächlich neue Kundengruppen erschließen. Vor allem aber könnte auch Amazon unter die Datensammler gehen: Was machen meine Kunden, was nutzen sie?</p>

<p>Allerdings muss sich Amazon noch mit Dutzenden anderer Herstellern messen lassen, die ebenfalls gute Geräte bauen. Es wird deutlich schwieriger werden, ein gutes Smartphone zu bauen und zu verkaufen als einen guten eBook-Reader oder ein Tablet. Bei Smartphones sind die Menschen nicht ganz so preissensibel. Außerdem spielt Vertrauen eine größere Rolle - und letztlich auch die Frage, wer die Smartphones verkauft und welche Mobilfunkanbieter mitspielen. Man kann nicht allein ein Smartphone erfolgreich machen, man braucht Partner.</p>

<p>Ein Smartphone, das 3D-Bilder ohne Brille anzeigen kann, das mag zweifellos ein nettes Gimmick sein. Aber es dürfte für die allerwenigsten Menschen eine kaufentscheidende Frage sein, ob man sich unterwegs 3D-Bilder darauf anschauen kann - egal ob mit oder ohne Brille. Das ist einfach nicht entscheidend. Abgesehen davon scheint mir der 3D-Trend durchgelutscht. Zu Hause im Wohnzimmer - OK. Aber unterwegs? Kaum. Deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Kindle Smartphone oder wie auch immer das Gerät heißen mag, große Erfolgsaussichten hat. Dann müsste der Preis schon erstaunlich niedrig sein. Aber was bislang geplant ist, das klingt nach Spielzeug. Verzichtbar.</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/jetzt_baut_jeff_auch_noch_smar.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/jetzt_baut_jeff_auch_noch_smar.html</guid>
<category>Jörg Schieb</category>
<pubDate>Sat, 11 May 2013 08:05:56 +0100</pubDate>

</item>

<item>
<dc:creator>Jörg Schieb</dc:creator>
<title>Brck-Box liefert Internetzugang überall</title>
<description><![CDATA[<p><!-- Abnehmender Redakteur: uk -->Für die 5.000 Besucher der re:publica wäre es zweifellos der absolute Albtraum: Abgekoppelt vom Netz. Offline. Ohne Kontakt zu Google, Twitter und Co. Da hat man all sein technisches Equipment dabei, Smartphone, Tablet, Notebook und was sonst noch alles - und kann nicht online gehen? Auch für mich keine schöne Vorstellung. Jedenfalls normalerweise. Nun gibt es Orte, da ist es naturgemäß zumindest nicht ganz leicht, online zu gehen. In der freien Natur zum Beispiel. Dort gibt es keine WLAN-Hostspots. Aber es gibt oft Mobilfunk, und den kann man natürlich auch zum Onlinegehen nutzen.</p>

<p><img alt="brck.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/brck.jpg" width="512" height="288" align="none"  title="Brck ist eine Box, die einen überall auf der Welt mit dem Netz verbindet" alt="Brck ist eine Box, die einen überall auf der Welt mit dem Netz verbindet; Rechte: brck.com" /><br />
<small>Brck ist eine Box, die einen überall auf der Welt mit dem Netz verbindet</small></p>

<p><br />
<strong><big>Ziegelstein verbindet mit der Onlinewelt - nahezu überall</strong></big><br />
Für alle, die jederzeit alle Möglichkeiten ausschöpfen wollen, einen Weg ins Netz zu finden, ist der/die/das <a href="http://brck.com/">Brck</a> genau das Richtige.  Eine Art Notstrom-Aggregat fürs Internet. Die Box nutzt alle denkbaren und legalen Wege, um sich mit dem Internet zu verbinden. Man kann ein Ethernet-Kabel anschließen (im Büro, nicht in der freien Natur), man kann offene WLANs nutzen, aber auch Mobilfunkstandards wie 3G oder 4G, sofern vorhanden. Brck versucht, den schnellsten und günstigen Zugang zu verwenden - und stellt diesen dann auch wiederum per WLAN zur Verfügung. Entwickelt für den afrikanischen Kontinent, aber prinzipiell überall gut und sinnvoll einsetzbar. </p>

<p>Bis zu 20 Geräte können via Wireless LAN Kontakt zu Brck aufnehmen und so mobil online gehen. Der Brck-Router selbst kann mit Akku betrieben werden, sollte kein Strom zur Verfügung stehen. Das macht Brck zum idealen Gerät für Camper oder alle, die viel unterwegs und auch in der freien Natur unterwegs sind, aber eben alle Möglichkeiten ausschöpfen wollen oder müssen, um Zugang zum Netz zu bekommen. Für Trecker und andere Sportliche zum Beispiel sicher eine praktische Sache. Dabei geht es nicht um den vielleicht verzichtbaren Besuch bei Facebook, wenn man unterwegs ist, sondern vielmehr darum, sich mit wichtigen Infos und Kartenmaterial versorgen zu können oder um wichtige Daten auszutauschen. Brck macht mehr als nur die vorhandene Onlineverbindung weiterreichen: Die eingebaute Software überwacht die Qualität der Onlineverbindung und die Stromversorgung, speichert in der Cloud wichtige Daten, um den Zugang überall auf der Welt zu optimieren.</p>

<p><img alt="kickstarter.jpg" src="http://wdrblog.de/digitalistan/kickstarter.jpg" width="512" height="288" align="none" alt="Auf Kickstarter wird gerade Startkapital eingesammelt; Rechte: Brck" title="Auf Kickstarter wird gerade Startkapital eingesammelt" /><br />
<small>Auf Kickstarter wird gerade Startkapital eingesammelt</small></p>

<p><br />
<strong><big>Noch nicht zu kaufen - aber bald</strong></big><br />
Noch kann man Brck nicht kaufen. Das soll sich aber rasch ändern: Die Erfinder sammeln auf <a href=" http://www.kickstarter.com/projects/1776324009/brck-your-backup-generator-for-the-internet">Kickstarter</a> gerade Kapital ein, um ihre Idee möglichst rasch umsetzen und das Brck-Modul in großen Stückzahlen herstellen zu können. Dafür braucht es aber Startkapital. Wer sich an dem Startkapital beteiligt, bekommt auch ein Brck-Modul samt Zusatzausstattung, sobald es da ist.</p>

<p>Eine ziemlich gut Idee ist das, finde ich. Nicht für den Massenmarkt, aber es gibt viele Menschen, die auch unterwegs auf eine Onlineanbindung angewiesen sind. Mit Brck ist die Chance hoch, Zugang zum Internet zu bekommen. Und wer nicht allein reist, kann über Brck auch mehreren Personen Zugang zur Onlinewelt gewähren. <br />
</p>]]></description>
<link>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/brck.html</link>
<guid>http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/05/brck.html</guid>
<category>Jörg Schieb</category>
<pubDate>Fri, 10 May 2013 15:18:52 +0100</pubDate>

</item>


</channel>
</rss>

