Montag, 04.05.2015

re:publica 2015: Soviel zu sehen und nur 33 Stunden Zeit

Es war schon in den vergangenen Jahren nie ganz einfach, meinen Hausnachbarn zu erklären, was das für eine Veranstaltung ist, die ich da drei Tage lang in Berlin besuche und gefühlt ist es 2015 sogar noch etwas komplizierter geworden. "Netzkonferenz" trifft es im Grunde schon irgendwie, aber man kann bei der re:publica 2015 auch über Migrationspolitik in Europa diskutieren, mit Nilz Bokelberg Bingo spielen und lernen, wie man Leuchtdioden in Klamotten einnäht.

Das sind Dinge, die höchstens am Rande noch etwas mit dem Internet zu tun haben. Die re:publica in einem Satz wirklich treffend zusammenzufassen ist unmöglich. Erschwerend kommt hinzu, dass es mittlerweile eine ganze Reihe an Subkonferenzen gibt, die zwar dazu gehören, aber doch noch mal ganz eigene Themenkomplexe umfassen, wie der "Musicday", die "Fashiontech Berlin" und der Kongress "Media Convention". Das Programm ist dadurch unübersichtlicher geworden.

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Die re:publica findet in der Station-Berlin statt, einem ehemaligen Postbahnhof. (Foto: re:publica/Sandra Schink)

Insgesamt werden nach WWW: Angaben der Veranstalter in diesem Jahr etwa 800 Redner bei der re:publica erwartet, es gibt 17 Bühnen und das Programm füllt 450 Stunden. Wer die Öffnungszeiten wirklich ausreizt, kann allerdings in den drei Tagen nur etwa 33 Stunden auf dem Gelände verbringen, da hilft nur eins: selektieren.

Hier eine kleine (auf keinen Fall vollständige!) Auflistung von Veranstaltungen, die interessant klingen:

Kategorie "Klassische Netzthemen"

WWW: Die Netzgemeinde ist am Ende. Jetzt geht's los
Wie geht es weiter mit der Netzpolitik in Deutschland?

WWW: How anonymous evaded the cyberterrorism machine
Die Rednerin dieses Vortrags hat zu Anonymous geforscht und präsentiert Ergebnisse.

WWW: Spotify, Deezer und Co. - Warum die Nutzer Streamingdienste lieben und Musiker sie verfluchen.
Diskussion mit Vertretern der Musikindustrie, der Streaminganbieter und Künstlern.

Kategorie "Prominent besetzt"

WWW: Sechs Monate leben und arbeiten auf der ISS
Astronaut Alexander Gerst berichtet von seinem Weltraumaufenthalt.

WWW: Pussy Riot
Die Aktivisten von Pussy Riot sprechen über ihre Aktionen.

WWW: Seven on seven
Der Künstler Ai Weiwei präsentiert ein neues Projekt.

Kategorie "Do it yourself"

WWW: Simple ways to build android apps
Einsteiger-Workshop zur App-Programmierung

WWW: DIY phone charger
Ein Telefon-Ladegerät im Eigenbau

WWW: Building a TOR proxy box with the Raspberry Pi
Das TOR-Netzwerk hilft beim anonymen surfen, hier wird erklärt, wie der Minicomputer Raspberry Pi dafür konfiguriert werden muss.

Kategorie "Gehört einfach dazu"
Sascha Lobo hat seine traditionelle Rede zur Lage der Nation zwarWWW: abgesagt, dennoch gibt es zwei Veranstaltungen, die bei der re:publica Tradition haben und in den vergangenen Jahren immer empfehlenswert waren:

WWW: TRIMM DEIN BINGO! - HERM UND NILZ ALS FITNESSGURUS
Ein wirklich launiges Bingospiel mit Nilz Bokelberg und Markus Herrmann.

WWW: Das Closing-Event
Quasi der Abspann zur Re:publica, mit Zahlen, Daten, Fakten, ein bisschen Gossip und Gesang.

Digitalistan-Autoren berichten in den kommenden Tagen hier im Blog von der Re:publica und es wird auch getwittert, über WWW: @WDR_live.

UPDATE (04.05.2015, 10.26 Uhr): In einer ersten Version des Artikels war die Rede von 450 Rednern und 300 Stunden Programm, diese Information stammte aus der WWW: aktuellen Pressemitteilung der re:publica. Am Montag (04.05.2015) haben die Veranstalter die Zahlen noch einmal aktualisiert.


Nimm Dir die Zeit für Alexander Gerst! Sehr unterhaltsamer Mensch, der auch nach Monaten einfach nur glücklich ist, oben gewesen zu sein. Ansteckend!

Marion am 4.05.15 22:37

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Montag, 04.05.2015

Drumcomputer im Browser

An diesem Spaß möchte ich euch teilhaben lassen: Die letzte Stunde habe ich mit der WWW: HTML5 Drum Machine verbracht - einem Drumcomputer, der sich direkt im Browser aufrufen lässt. Damit könnt ihr eure eigenen Samples programmieren und im Anschluss sogar als Wavedatei exportieren, falls ihr sie weiter nutzen möchtet.

Drumcomputer; Rechte: Jamie Thomson
Die HTML5 Drum Machine: kein Flash, kein Programm, sondern einfach eine Website.

Die Website ist eine Fingerübrung des Briten Jamie Thomson, der eigentlich als Texter arbeitet - aber offenbar auch ein Händchen fürs Programmieren und für die Musik hat.

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Montag, 04.05.2015

Wie alt bist Du?

Wie gut funktionieren eigentlich Programme, die aus dem Bereich der Gesichtserkennung kommen? Erstaunlich gut. Sie können nicht nur Gesichter erkennen (und auseinander halten), sie können auch das Geschlecht und Alter einer Person bestimmen, die sie gar nicht kennen. Um zu demonstrieren, wie gut das heute bereits funktioniert, haben Entwickler von Microsoft einen Web-Service zur Geschlechts- und Alterserkennun eingerichtet. Unter WWW: how-old.net kann jeder den Dienst ausprobieren.

Ein Onlinedienst ermittelt Geschlecht und Alter; Rechte: dpa/Picture Alliance
Ein Onlinedienst ermittelt Geschlecht und Alter

Einfach ein Foto im Web auswählen - oder ein eigenes Foto hochladen. Ob ein Foto nur eine Person oder mehrere zeigt, spielt keine Rolle. Der Dienst analysiert das Bild - und wenige Sekunden später sind Geschlecht und Alter bekannt. Das Ergebnis stimmt nicht unbedingt auf das Jahr genau, aber ist doch meistens mit einer nur geringen Abweichung recht treffsicher. Ich war beim Ausprobieren jedenfalls erstaunt. Viel Spaß beim Alters-Check.

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