Sonntag, 05.10.2014

Auch Senioren können Startups gründen

Früher gabe es keine Startups. Da wurden Firmen gegründet. Ein Startup ist im Grunde genommen genau dasselbe - aber in der Regel sind es sehr, sehr junge Leute, meist Anfang 20, die eine Idee haben und dann ein Startup gründen. Doch man sollte mit dem Vorurteil aufräumen, nur junge Leute könnten Unternehmen gründen. Hugo Boss war 38, als er sein Modelabel gestartet hat. Asa Candler hat mit 41 Coca-Cola gegründet. Und IBM wurde vom 61-jährigen Charles Flint aus der Taufe gehoben.

Es ist also nie zu spät, einer guten Idee Flügel zu verleihen. Woher ich das weiß? Ich habe mir diese WWW: interaktive Karte angeschaut. Too late to start? Nein, keineswegs. Die schick gemachte Karte präsentiert zahllose Namen von nicht mehr ganz taufrischen Unternehmensgründern.

toolate.png
Interaktive Grafik: Wie alt sind Unternehmensgründer?

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Samstag, 04.10.2014

Tablet mit Fenstern und Kacheln

Wer hat das Tablet erfunden? Die meisten würden wohl "Apple" rufen, wenn die Frage gestellt wird - wegen des iPad. Aber so ganz stimmt das nicht. Schon in den 90er-Jahren haben verschiedene Hersteller mit Tablets experimentiert. Microsoft hat jahrelang mit Hardware-Herstellern kooperiert und spezielle Versionen von Windows entwickelt, mit denen sich WWW: Pen-Computer steuern lassen. Damals wurden die flachen Rechner noch mit Stift bedient, nicht per Fingertippen. Doch erfolgreich waren diese Ur-Tablets nie. Erst Apple ist es gelungen, das Konzept zu perfektionieren.

Surface 3; Rechte: WDR/Schieb
Das Surface Pro 3 ist dünner und schmaler denn je


Riesiges Displays: Unterwegs arbeiten und surfen
Microsoft hat aber schon relativ früh an Flach-PCs geglaubt - und tut es heute noch. Das Unternehmen versucht weiterhin mit aller Macht, im Markt der Tablet-Rechner Fuß zu fassen. Windows 8.1 ist nahezu komplett auf die Blog: Bedürfnisse von Tablets und Geräten mit Touchscreen zugeschnitten. Microsoft baut auch selbst Tablets: Das Blog: Surface ist gar nicht mal so schlecht. Doch auch die zweite Generation vermochte kein echter Blog: Erfolg am Markt zu werden, obwohl das Gerät selbst durchaus konkurrenzfähig ist. Seit einer Weile gibt es das Surface Pro 3 - und ich habe es mir angeschaut.

Als ich das Surface Pro 3 zum ersten Mal in die Hand genommen habe, war Staunen angesagt: Was für ein Tablet! Die Hardware beeindruckt, ein riesiges Display, trotzdem leicht und dünn - und wirklich elegant. Das Display misst zwölf Zoll (30,5 Zentimeter), die Bauhöhe wurde knapp 9 Millimeter verringert. Das Gerät wiegt nur 795 Gramm, das ist schon sehr wenig für ein derart großes Tablet. Allerdings sind die Tablets anderer Hersteller durchaus vergleichbar, etwa das Galaxy Note Pro 12.2. Doch das Surface Pro 3 ist eindeutig hochwertig, mit viel Speicher, einem schnellen Prozessor und - alle iPad-Benutzer aufgepasst! - auch mit Steckplätzen und USB-Anschlüssen ausgerüstet.


Microsoft erklärt das Surface Pro 3


Bedienung macht Spaß - meistens, nicht immer
Windows 8 macht aus so einer Hardware ein klasse Arbeitsgerät. Das Kachel-Design von Windows 8 ist innovativ und praktisch, wenn man nicht mit Maus und Keyboard arbeitet. So lange ich das Surface Pro 3 mit den Fingern bediene, bin ich immer zufrieden - und wirklich beeindruckt vom Tempo und den fließenden Bewegungen auf dem Display. Schwierig und eigentlich auch unschön wird es immer dann, wenn zwischen Modern-UI (Kachel-Design) und dem normalen Windows-Desktop gewechselt wird. Das sieht dann nicht nur komplett anders aus, man muss umdenken. Das stört enorm.

Das Display bietet ein kristallklares Bild mit brillanter Auflösung. Hier Fotos und Videos zu bearbeiten macht richtig Spaß. Allerdings ist das Display nicht entspiegelt - und es dürfte auch etwas heller sein. Und wer ausschließlich Apps benutzt, kann mit dem Surface Pro 3 richtig happy sein. Das ist auf einem Niveau mit iPad, besser als Android-Tablets. Wer für filigranes Arbeiten einen Stift benutzen möchte, kann das - den liefert Microsoft mit.


Besomderheit: Microsofts Surface ist mit einem optional nutzbaren Stift ausgestattet

Nach einigen Wochen im Einsatz kann ich sagen: Das Surface Pro 3 ist eher ein Notebook-Ersatz als ein Tablet. Die Stärke des Surface Pro 3 liegt in der Vielseitigkeit. Mit Tastatur oder ohne, mit Stift oder ohne - alles ist möglich. Hier ist das Surface Pro 3 allen anderen Tablets haushoch überlegen. Zum Surfen auf der Couch nehme ich dennoch lieber ein anderes Gerät, denn auf der Couch ist die Größe des Surface einfach störend. Zum Arbeiten aber nahezu perfekt.

Das Surface 3 hat leider das riesige Problem, dass Microsoft schon wieder kein LTE-Modul eingebaut hat, obwohl es das bei den amerikanischen Modellen gibt. Wir wollten unsere Mitarbeiter mit Surface statt mit Notebooks ausstatten, aber ohne Datenmodul nutzt das nicht viel. Dann lässt sich nämlich unterwegs nicht arbeiten. Jetzt testen wir stattdessen das TerraPad, obwohl ich mit meinem Surface ansonsten sehr zufrieden war.

Frank am 5.10.14 17:38

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Freitag, 03.10.2014

Reich werden als Bug-Jäger

Wer schon mal selbst etwas programmiert hat, und sei es auch nur ein simples Spielchen wie WWW: Tic-Tac-Toe, der weiß: Der Teufel steckt im Detail. Jedes Programm hat Fehler - und je komplexer die Software, desto größer das Risiko, dass fatale Fehler enthalten sind, die nur noch niemand entdeckt hat. Deshalb bieten große Konzerne und Onlinedienste mittlerweile saftige Prämien an: Wer einen Fehler oder ein Sicherheitsleck entdeckt und meldet, der bekommt bares Geld dafür. Mitunter gibt es fürstliche Entlohnungen.

Programmcode; Rechte: dpa/Picture Alliance
Jede Software hat Fehler - man muss sie nur finden


Bis zu 15.000 Dollar - pro Bug
Google hat gerade erst die Prämie für entdeckte Bugs im Browser Chrome um das WWW: Dreifache auf bis zu 15.000 Dollar erhöht. Bedeutet konkret: Jeder, der einen relevanten Bug entdeckt, bekommt einen Scheck zugeschickt, im Idealfall eben 15.000 Dollar. Wer gleich auch noch einen Patch liefert, also eine Lösung, bekommt 500 Dollar extra. Mini-Bugs werden geringfügiger entlohnt - was verständlich ist. Einzige Bedingung: Wer ein Leck entdeckt, muss es direkt und diskret an Google melden.

Google ist nicht das einzige Unternehmen, das IT-Entwickler auf diese Weise motiviert, nach Bugs und Lecks zu suchen und diskret zu melden. Viele Unternehmen machen das, etwa WWW: Microsoft, WWW: Facebook oder WWW: Yahoo. Die Methode "Geld für entdeckte und gemeldete Bugs" ist derart etabliert, dass es sogar einen Namen dafür gibt: WWW: Bug Bounty Program. In WWW: dieser Liste sind 90 Programme von Softwareherstellern und Onlinediensten aufgeführt - mit einer Übersicht, was die Hersteller jeweils zu bieten haben. Wer es geschickt anstellt, der kann als IT-Profi also durchaus den einen oder anderen Euro dazu verdienen.

Plakat der White Hat Initiative von Facebook; Rechte: Facebook
Bug Bounty: Auf der Jagd nach Fehlerteufeln


Alle Hersteller machen mit: Bug Bounty
Bug Bounty lohnt sich nicht nur für IT-Profis, denen Programmfehler auffallen - auch die Anbieter und Hersteller profitieren enorm. Denn Bugs erhöhen das Risiko, dass Software Schaden verursacht. Auch zieht jeder entdeckte Bug Vertrauens- und Imageverlust nach sich. Deswegen liegt es im Interesse der Unternehmen, möglichst viele Fehler zu beheben. Und die eigene Mannschaft findet niemals alle Fehler. Mitunter weil die eigenen Leute betriebsblind sind. Oft hilft ein Blick von außen weiter.

Google und einige andere Anbieter haben sogar eine WWW: Hall of Fame eingerichtet. Eine Art Ruhmeshalle, in der besonders emsige und erfolgreiche Bug-Jäger aufgeführt werden. Wer hat die meisten Schwachstellen in diesem Quartal entdeckt? Das soll zusätzlich motivieren. Besonders erfolgreichen Bug-Jägern winkt der WWW: Google Security Reward. Kann sich also durchaus lohnen, IT-Experte mit Programmierkenntnissen zu sein. Schon mal über Umschulung nachgedacht?

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