Dienstag, 13.01.2015

Neun Dinge, für die ihr euer altes Smartphone noch nutzen könnt

Habt ihr zu Hause auch diese Schublade oder Kiste, in der eure alten Geräte versauern? Darin liegt vielleicht schon das ein oder andere Smartphone. Dabei sind vor allem Android-Smartphones viel zu schade, um sie zur Seite zu legen. Selbst mit zerkratztem Display oder kaputtem Gehäuse könnt ihr mit den richtigen Apps und etwas Zubehör noch einiges aus den Geräten rausholen - hier ein paar Tipps.

Presence; Rechte: People Power Company
Die Alarmanlage immer dabei: Das alte Smartphone dient der App "Presence" als Kamera.

Beispiel eins: Alarmanlage. Selbstverständlich ist ein Smartphone keine hochsichere Alarmanlage. Aber ein kleines Sicherheitssystem für euer Zuhause könnt ihr trotzdem noch daraus zaubern - inklusive Bewegungsmelder und Überwachungskamera. Dafür gibt es zum Beispiel die Apps "Mobile Alarmanlage" (WWW: Android) oder "Presence" (WWW: iOS), die euch vor allem bei Geräuschen oder Bewegungen eine Benachrichtigung schicken.

Beispiel zwei: Überwachungskamera. Wer nur eine Überwachungskamera braucht, kann auf die bekannteste Software dafür zurückgreifen: "IP Webcam" (WWW: Android). Das Livebild könnt ihr dann zum Beispiel über den Browser abfragen. Für iPhone-Nutzer empfiehlt sich die mit 3,99 Euro leider recht teure App "AirBeam" (WWW: iOS). Vorsicht: Je nachdem, welche App ihr erwischt, werden auch monatliche In-App-Abos fällig.

Beispiel drei: mobiles Soundsystem. Ein Smartphone, ein Klinke-Cinch-Kabel und ein Paar Boxen reichen, um das Smartphone als Weltempfänger zu nutzen - oder einfach "nur" für die WDR-Radioapp (WWW: Android, WWW: iOS). Oder ihr greift auf die Streamingapps von Spotify, Napster und Co. zurück. Für etwas mehr Geld empfehle ich akkubetriebene mobile Boxen mit Smartphone-Schnittstelle. Für Gartenpartys großartig!

Babyphone 3G; Rechte: TappyTaps
Wenn ihr zwei Smartphones gleichzeitig mit derselben App ausstattet, könnt ihr sie als Babyfon nutzen, das euch einen Alarm ausspuckt, wenn das Kleine wach ist.

Beispiel vier: Babyfon. Zum Babymonitor taugen die nachtblinden Smartphone-Kameras meistens nicht. Aber zum Babyfon. Apps wie "Babyphone" (WWW: Android, WWW: iOS) oder "Babyphone 3G" (WWW: iOS) sind beliebt, mit 3 bis 4 Euro aber vergleichsweise teuer - zumal man sie oft auf mehreren Smartphones installiert; die Kosten vervielfachen sich damit. Viele Eltern geben auch der kostenlosen App "Dormi" (WWW: Android) gute Noten.

Beispiel fünf: Radiowecker. Mit dem Smartphone lasse ich mich schon lange wecken. Eine Weckfunktion mit Musik ist eingebaut. Über viele Apps könnt ihr euch außerdem mit eurem Lieblingsssender wecken lassen, zum Beispiel WDR: mit der 1LIVE-App. Apps wie "Timely" (WWW: Android) oder "Sleep Cycle" (WWW: Android, WWW: iOS) haben außerdem zusätzliche Weckfunktionen - auch wenn die Schlafanalyse nach Ansicht vieler Experten Quatsch ist.

Beispiel sechs: Fernbedienung. Ich glaube ja: Das Smartphone ist die Fernbedienung der Zukunft. Mit eurem alten Smartphone und dem Google Chromecast könnt ihr zum Beispiel jeden Fernseher für wenig Geld zum Smart TV machen. Die App "Unified Remote" (WWW: Android, WWW: iOS, WWW: Windows Phone) machen außerdem möglich, dass ihr mit ihnen den eigenen Computer steuert, zum Beispiel, wenn ihr ihn als Mediencenter nutzt.

Unified Remote; Rechte: Unified Remote
Mit der App "Unified Remote" könnt ihr mehr als 70 Programme auf dem großen Computer fernsteuern.

Beispiel sieben: Bilderrahmen. Kennt ihr diese digitalen Bilderrahmen, die euch eure Fotos als Slideshow anzeigen? Dafür könnt ihr natürlich auch euer altes Smartphone einsetzen. Eine praktische App ist "Dayframe" (WWW: Android), die euch auch direkt Fotos aus der Cloud anzeigt, von Diensten wie Facebook, Instagram, Dropbox oder Flickr. Nachteil ist, dass ein Smartphone mehr Strom zieht als klassische digitale Bilderrahmen.

Beispiel acht: Dashcam. Spätestens seit dem Meteoriteneinschlag in Russland Anfang 2013 ist bekannt, dass viele Russen spezielle Kameras in ihre Autos eingebaut haben, um im Notfall Beweismaterial zu haben. Mit Apps wie "AutoGuard Blackbox" (WWW: Android) oder "Daily Roads Voyager" (WWW: Android) könnt ihr auch das Smartphone zur Dashcam machen. Wichtig aber: WWW: Der Einsatz ist in Deutschland rechtlich umstritten.

Beispiel neun: Diebstahlschutz fürs Auto. Es gibt eine Reihe von Apps, die eigentlich dazu gedacht sind, das eigene Smartphone wiederzufinden. Dazu gehören "GPS-Ortung" (WWW: Android), "Cerberus" (WWW: Android) oder "Wheres My Droid" (WWW: Android). Apple bietet mit "Mein iPhone suchen" (WWW: iOS) eine eigene Ortungsapp an. Wenn ihr euer Smartphone ins Auto legt und dauerhaft mit Strom versorgt, könnt ihr die Apps als Diebstahlschutz nutzen.


Unsere Blogger Anita Horn und Dennis Horn sind weder verwandt noch verheiratet, aber umso besser vernetzt. Sie entdecken jede Woche digitale Perlen: spannende Webseiten, lustige Links und Angebote, die den Alltag bereichern - hier im Blog, jeden Dienstag in der WWW: WDR 5 LebensArt im Radio und einmal im Monat in der WDR: Servicezeit im WDR Fernsehen.

Nette Vorschläge. Aber die Frage ist, was kann ich mit dem Gerät anfangen OHNE eine SIM-Karte eingelegt zu haben? Die ist nämlich in meinem neuen Smartphone eingelegt...

Prakmatiker am 13.01.15 12:30

Nette Vorschläge. Aber die Frage ist, was kann ich mit dem Gerät anfangen OHNE eine SIM-Karte eingelegt zu haben? Die ist nämlich in meinem neuen Smartphone eingelegt...

Prakmatiker am 13.01.15 12:31

Hallo,
ich denke, auch die heutigen Akkus leiden, wenn sie dauerhaft aufgeladen werden. Wie soll man also eine Überwachungskamera anschließen ohne dass der Akku geschädigt wird oder alle zwei Tage das Smartphone entgfernt und neu geladen werden muss?

Frager am 13.01.15 15:59

Hallo,
ich denke, auch die heutigen Akkus leiden, wenn sie dauerhaft aufgeladen werden. Wie soll man also eine Überwachungskamera anschließen ohne dass der Akku geschädigt wird oder alle zwei Tage das Smartphone entgfernt und neu geladen werden muss?

Frager am 13.01.15 16:01

Ich hatte auch gedacht, dass ich mein "altes" Smartphone noch für vieles weiterverwenden könnte. Aber leider fährt Android / Google diese unsägliche Update-Politik, durch welche "alte" Geräte nicht mehr das Upgrade von Android 2.x auf 4.x erhalten. Und die Anwendungen, die ich auf dem "alten" Smartphone sinnvoll nutzen könnte, erfordern samt und sonders Android 4.x. "Altes Gerät" meint hier 1,5 Jahre! Das ist bei Apple sehr viel besser - auf einem iPad 2 läuft auch heute noch das neueste iOS, und das absolut performant.

Ergänzung zum Thema Audio: Ein Kopfhörer-Anschluss am Smartphone ist kein Line-Ausgang! Er klingt an Stereoanlagen und Aktivboxen sehr, sehr schlecht. Wenn man in vernünftiger Qualität auf die Stereoanlage oder die Aktivboxen streamen will, braucht man etwas anderes und ggf. zusätzliche Hardware (Bluetooth Audio Adapter, Spotify Connect, Sonos, etc.).

fraglich am 13.01.15 16:29

Hallo,
mir ist da noch eine tolle Idee gekommen. Kleinkinder spielen super gerne mit Telefonen. Also man mache daraus ein Baby oder Kinder Mini Tablett mit ein paar netten Apps und die Kids werden es lieben. Ob es Erziehungstechnisch eine tolles Spielzeug ist ist eine andere Frage und muss jeder selber wissen. LG

Bodo am 14.01.15 16:37

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Montag, 12.01.2015

Noizio sorgt für den perfekten Klangteppich beim Arbeiten

Bei mir kommt es ja drauf an: Es gibt die Momente, in denen ich bei absoluter Stille am besten arbeiten kann - in der Regel, wenn ich Texte wie diesen schreibe. Es gibt auch die Momente, in denen Musik und Radio helfen. Es gibt aber auch die Momente, in denen ich mir einen völlig anderen Klang wünsche - und in denen weiß ich die App WWW: Noizio sehr zu schätzen, mit denen ich die Sounds von Lagerfeuer, Meeresrauschen, Vogelzwitschern oder Caféatmosphäre einschalten und miteinander mixen kann.

Noizio; Rechte: Kyrylo Kovalin
Noizio nistet sich unter OS X in die Menüleiste ein.

Der ukrainische Programmierer Kyrylo Kovalin hat Noizio programmiert, weil er sich selbst eine solche App wünschte - und weil er mit OS X arbeitet, gibt es die App leider auch nur fürs Apple-Betriebssystem, dafür aber kostenfrei.

Interessante App und nette Idee (mit einer kleine Natursounds-CD kann man sich den Arbeits-Sound-Teppich aber auch selbst erstellen)

aber:

einige Bewertungen im Mac App Store warnen vor Abstürzen unter Yosemite und dass die App unnötigerweise nach Hause telefonieren würde, also Daten über den Mac an Dritte sendet.

Ich bin da vorsichtig und lade die App deshalb lieber nicht.

Martin am 12.01.15 17:18

Hallo,
ich denke, auch die heutigen Akkus leiden, wenn sie dauerhaft aufgeladen werden. Wie soll man also eine Überwachungskamera anschließen ohne dass der Akku geschädigt wird oder alle zwei Tage das Smartphone entgfernt und neu geladen werden muss?

Frager am 13.01.15 16:03

Hallo, wie wäre es denn mit einen Spielzeit für die Kleinen. Kids lieben Telefone. Mit den richtigen Apps machte um so mehr Spaß. LG

Bodo am 14.01.15 16:40

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Sonntag, 11.01.2015

Labyrinthe auf Knopfdruck

Sonntags geht's gerne etwas ruhiger zu. Da kann man in Ruhe die Zeitung lesen, manche versuchen sich aber auch gerne in Kreuzworträtseln - oder suchen einen Ausweg. Einen Ausweg aus einem Labyrinth. Wer gerade keine Zeitung und kein Rätselheft zur Hand hat, kann sich sein eigenes Labyrinth basteln (lassen). Denn mit dem WWW: Mazegenerator gibt es einen Onlinedienst, der auf Knopfdruck ein Labyrinth erzeugt.

labyrinth.png
Ein Labyrinth gefällig? Kein Problem!

Und es lässt sich eine Menge einstellen, etwa, wie groß das Labyrinth sein soll, ob die Reise im Labyrinth oben oder in der Mitte beginnen soll, ob es sich um grade Wege oder ein wabenartiges Labyrinth handeln soll und vieles andere mehr. Innerhalb von Sekundenbruchteilen erscheint ein individuell erzeugtes, komplexes Labyrinth - und das sieht nicht nur ästhetisch aus, sondern ist auch ganz schön knifflig, wenn man den passenden Weg sucht. Allerdings auf gute alte analoge Art - nicht interaktiv.

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