Sonntag, 11.01.2015

Labyrinthe auf Knopfdruck

Sonntags geht's gerne etwas ruhiger zu. Da kann man in Ruhe die Zeitung lesen, manche versuchen sich aber auch gerne in Kreuzworträtseln - oder suchen einen Ausweg. Einen Ausweg aus einem Labyrinth. Wer gerade keine Zeitung und kein Rätselheft zur Hand hat, kann sich sein eigenes Labyrinth basteln (lassen). Denn mit dem WWW: Mazegenerator gibt es einen Onlinedienst, der auf Knopfdruck ein Labyrinth erzeugt.

labyrinth.png
Ein Labyrinth gefällig? Kein Problem!

Und es lässt sich eine Menge einstellen, etwa, wie groß das Labyrinth sein soll, ob die Reise im Labyrinth oben oder in der Mitte beginnen soll, ob es sich um grade Wege oder ein wabenartiges Labyrinth handeln soll und vieles andere mehr. Innerhalb von Sekundenbruchteilen erscheint ein individuell erzeugtes, komplexes Labyrinth - und das sieht nicht nur ästhetisch aus, sondern ist auch ganz schön knifflig, wenn man den passenden Weg sucht. Allerdings auf gute alte analoge Art - nicht interaktiv.

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Samstag, 10.01.2015

Der beseelte Fernseher

Wenn die Blog: CES eins gezeigt hat, dann zweifellos, dass die Vision vom Internet der Dinge keine Vision bleibt, sondern Schritt für Schritt Wirklichkeit wird. In jedem noch so kleinen Gerät kann heute ein Minicomputer eingebaut sein, der mit dem Internet Verbindung aufnimmt. Klar, dass Fernseher da keine Ausnahme machen. Schon lange gibt es Smart-TVs zu kaufen, die in der Lage sind, Youtube-Videos abzuspielen oder Webseiten anzuzeigen. Doch was derzeit passiert, ist interessant: Es entbrennt ein regelrechter Kampf darum, wer sein Smart-TV am benutzerfreundlichsten hinbekommt.

Fernsehgeräte auf der CES; Rechte: dpa/Picture Alliance
Fernsehgeräte werden schlauer


Hersteller rücken Software in den Vordergrund
Gut für uns Konsumenten, denn viele Fernseher haben vielleicht eine tolle Bildqualität zu bieten, sind in puncto Bedienkomfort aber noch in der Steinzeit verhaftet. Doch das ändert sich gerade erkennbar. In Las Vegas zeigen die Fernsehhersteller vor allem ihre Software her. Was kann das im Fernseher eingebaute Betriebssystem? Schon bald, orakeln Branchenkenner, stehen nicht mehr Design und Funktionsumfang im Vordergrund bei der Kaufentscheidung für den neuen Fernseher, sondern welches Betriebssystem im Inneren werkelt. Was früher niemanden gejuckt hat, ist plötzlich nicht nur ein Thema, sondern sogar ein Verkaufsargument. Alle Hersteller auf der CES werben lautstark mit dem jeweils verwendeten Betriebssystem.

Die Auswahl ist mittlerweile groß: AndroidTV, WebOS, Tizen und FirefoxOS sind nur die namhafteren Vertreter. Auch Apple und Microsoft schielen auf den lukrativen Markt, sie entwickeln ebenfalls Alternativen. Das macht durchaus einige Mühe, denn die Benutzeroberfläche in einem Fernseher muss anders aussehen als auf einem Desktop-PC oder Tablet. Denn hier kann man nicht ständig auf dem Display touchen - und eine Maus hat man auch nicht zur Hand. Die Bedienung erfolgt per Spracheingabe oder über eine wie auch immer geartete Tastatur. Auch wenn später mehr oder weniger dasselbe passiert wie auf einem Tablet, so müssen sich die Ingenieure doch was einfallen lassen.

lg_webos.png
LG-Fernseher mit WebOS: Besonders chic und komfortabel


WebOS gilt als besonders gut gelungen
Als besonders komfortabel gilt der offene Standard WWW: WebOS, der von LG gesponsort und in den Geräten des koreanischen Herstellers häufig benutzt wird: Gestochen scharfe Schriften, überzeugendes Layout und Bedienkonzept machen WebOS-Fernseher zu den Lieblingen der Tester. Jetzt versuchen die anderen Fernseh-Betriebssysteme aufzuholen. Denn moderne Fernseher müssen immer mehr können. Die mehreren hundert Programme selbst spielen fast eine Nebenrolle. Wichtiger ist, wie man den Second Screen möglichst komfortabel integriert, damit man zum Beispiel beim Tatort twittern kann.

Auch Streamingdienste sollten moderne Fernseher möglichst ohne Aufwand nutzen können, ob Netflix, Watchever, Maxdome und Co. Die Ansprüche an das Gerät im Wohnzimmer, das man früher "Fernseher" nannte, heute aber wohl besser "Medienzentrale" nennt, nehmen enorm zu. Und wer nicht gleich einen neuen Fernseher kaufen kann oder will, der entscheidet sich für einen TV-Stick wie Chromecast oder einen mit FirefoxOS. Ein Mobil-Betriebssystem, für sich das unter anderem Panasonic entschieden hat.

Was das in der Konsequenz bedeutet? Richtig: Es fallen Daten an, die durchaus weitergereicht werden könnten. Ausfälle und Sicherheitsrisiken sind künftig womöglich auch im Wohnzimmer ein Thema. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Blablabla CES - Was ist denn bitte mit den groß angekündigten "Änderungen" beim Kommentieren auf wdr.de los? Was ist da nun wirklich neu und warum muss man die ebenfalls groß angekündigte Diskussion über diese angeblichen Änderungen schon nach nicht mal einen Tag einstellen? Praktikanten-Rallye? Oder eher fehlende Netz-Affinität der durch unsere Steuern, Abgaben und Gebühren bezahlten "Redakteure"?

vaikl am 12.01.15 1:29

Als ehemaliger Fernsehtechniker habe ich die Entwicklung von Schwarz-Weiß-Empfängern über die Einführung der Farbe bis Digital und HDTV miterlebt. Ohne durchschlagenden echten Qualitäts-Sprung kommt eben "Ästhetik" und "Schmuck" um nicht zu sagen Firlefanz hinzu zwecks weiterer Verbreitung wobei ein Aussterben des "reinen FS-Gerätes" nicht aufzuhalten ist.

Volkmann am 13.01.15 21:06

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Freitag, 09.01.2015

Google, aufgepasst: Die Konkurrenz holt auf

Wer "Google" hört, der denkt unweigerlich an die gleichnamige Suchmaschine und den dominanten Onlinekonzern, der so groß und mächtig ist, dass ihn niemand in die Knie zwingen kann. Stimmt schon: Leicht ist es zweifellos nicht, Google seine Vorherrschaft streitig zu machen. Es ist aber auch nicht unmöglich.

Derzeit ist einiges in Bewegung. In den USA sind bereits erste Anzeichen zu erkennen, dass Google leicht schwächelt. Yahoo konnte seinen Marktanteil bei den Suchanfragen in den USA von 7,4% in November WWW: auf 10,4% in Dezember steigern. Ein beeindruckender Sprung, der beste Wert seit sechs Jahren - und für Google eine herbe Schlappe. Auch in anderen Bereichen droht dieses Jahr Ungemach.

Google Schild; Rechte: dpa/Picture Alliance
Google muss derzeit Rückschläge einstecken


Konkurrenz wird stärker
Größe bringt eine Menge Vorteile. Man kann viel bestimmen und bewegen. Aber es weckt auch Angst und Sorge - und führt zu Ausweichreaktionen, zumindest in einem gesunden Markt. Yahoo nimmt seine Chancen jedenfalls derzeit war. So ist es Yahoo erst vor wenigen Wochen gelungen, Google als Blog: voreingestellte Suchmaschine aus Firefox zu verdrängen, zumindest in der US-Version des Browsers. Firefox liefert den Suchdiensten jede Menge Traffic. Da spielt es eine Rolle, welche Suchmaschine voreingestellt ist.

Und noch etwas ändert sich gerade: Videos werden immer beliebter. Was eigentlich gut für Googles Videoportal Youtube sein sollte, stärkt aber auch die Konkurrenz. Allein auf Facebook werden täglich eine Milliarde(!) Videos angeschaut. Doppelt so viele wie vor einem Jahr. Facebook will das ausbauen: Gerade erst hat Facebook den Video-Optimierer QuickFire Networks gekauft. QuickFire beherrscht die Kunst, bei geringer Bandbreite WWW: Videos in möglichst optimaler Qualität zu präsentieren. Außerdem lassen sich damit Reklamespots verteilen, ohne dass das Angebot zu langsam wird.

Twitter Counter; Rechte: dpa/Picture Alliance
Twitter holt auf: Mehr Nutzer, mehr Videos


Twitter setzt ebenfalls auf Videos
Auch Twitter will sich verstärkt um Videos kümmern. Offensichtlich bereitet Twitter eine eigene Videoplattform vor. Hier sollen Youtube-Videos keine Rolle spielen. Die User sollen ihre Videos im neuen Portal hoch laden können und dann per Twitter verteilen. Im Portal sollen die Videos dann zentral verfügbar sein. Anders als die Vine-Videos, die maximal acht Sekunden lang sein dürfen, sollen die neuen Videos bis zu 10 Minuten Länge haben. Wenn das Projekt startet, dürfte das eine Menge Aufmerksamkeit von Youtube abziehen.

Die aktuellen Entwicklungen werden Google nicht gleich unter Druck setzen, beenden aber definitiv eine Hochflugphase des mächtigen Konzerns. Mit etwas Verzögerung könnten die Veränderungen auch hier in Deutschland Auswirkungen haben. Hier ist Google mit über 90% Marktanteil zwar noch unangefochtener Marktführer. Doch wenn Unternehmen in den USA mit Alternativen erfolgreich sind und sie nach Europa holen, könnten sie auch hier funktionieren. Mehr Wettbewerb ist immer gut - jedenfalls für uns User.

Twitter und Facebook interessieren mich nicht, Yahoo ist mir zu bunt.

Der Alte am 9.01.15 19:26

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