Montag, 31.03.2014

25 Jahre WWW | 2014: Kommunikation hat sich verändert

Eines hat Tim Berners-Lee mit der Blog: Erfindung des World Wide Web ganz sicher erreicht: Die Art und Weise, wie wir miteinander kommunizieren, hat sich dramatisch verändert. Keine Frage: Es gab auch vor dem WWW schon E-Mail und Chats. Doch ohne das WWW hätte das Internet nicht diesen enormen Ansturm erlebt - und es hätten sich auch nicht die vielen interessanten Arten der Kommunikation entwickelt, die fast alle im Web angefangen haben und später in den Mobilgeräten gelandet sind.

whats_520x288.jpg
Whatsapp: Über zehn Milliarden Nachrichten pro Tag


Whatsapp ist Redkordhalter
Als der am schnellsten wachsende Internetdienst der Geschichte gilt Whatsapp. Der erste 2009 gegründete Nachrichtendienst, der ausschließlich auf Smartphones funktioniert, weil die Handynummer Bestandtteil des Whatsapp-Kontos ist, konnte bereits Anfang 2014 über 450 Millionen Mitglieder vorweisen. Anders als andere rasant wachsende Onlinedienste konnte Whatsapp mit diesen Mitgliedern sogar Geld verdienen: Die Mehrheit Blog: bezahlt etwa einen Dollar im Jahr dafür, dass übers Internet kostenlos ihre Nachrichten verschickt werden.

Ein einträgliches Geschäft. Aber wichtiger noch: Vor allem junge Menschen nutzen bevorzugt den Messenger-Dienst und kehren sozialen Netzwerken wie Facebook den Rücken. Denn bei Whatsapp läuft alles diskreter ab. Da können die Eltern nicht sehen, was man mit Freunden austauscht. Mehr Privatsphäre also, das erklärt den Ansturm auf Whatsapp. Das hat auch Facebook erkannt und für den Messenger-Dienst Anfang 2014 für die unglaubliche Summe von 19 Milliarden Dollar gekauft. Die größte Transaktion in der Geschichte der IT-Branche.

Threema; Rechte: Threema
Der bekannteste unter den sicheren Messengern: Threema aus der Schweiz.


Alernativen zu Whatsapp werden populärer
Einige User haben Whatsapp danach den Rücken gekehrt, denn längst nicht alle wollen ihre Daten dem Facebook-Konzern anvertrauen. Abgesehen davon hat auch der 2013 begonnene Blog: NSA-Skandal das Vertrauen gegenüber amerikanischen Onlinediensten verringert. Deshalb verwenden mittlerweile viele Blog: Alternativen zu Whatsapp. Apps, die ähnlich funktionieren, aber mit den Daten der Benutzer vertrauensvoller umgehen und darüber hinaus auch mehr Wert auf Verschlüsselung legen.

Doch auch, wenn die Alternativen immer beliebter werden und es mit Blog: Snapchat durchaus interessante Variationen gibt: Dem Erfolg von Whatsapp insgesamt tut das keinen Abbruch. Whatsapp ist und bleibt die beliebteste Art und Weise der modernen, mobilen Kommunikation. Nachdem Facebook im März 2014 nun auch noch einen WDR: Anbieter von Datenbrillen gekauft hat, dürfte klar sein, wohin die Reise in nächsten Monaten und Jahren geht: Große Anbieter wie Google, Facebook und auch Microsoft setzen verstärkt auf Blog: Virtual und Augmented Reality. Das Web wird noch präsenter, noch stärker in den Alltag integriert.


Die Zukunft von Augmented Reality und WWW

25 Jahre WWW: Das ist Grund zum Feiern. Wir bringen hier in Digitalistan jeden Tag einen kurzen Eintrag mit Geschichten, Anekdoten und Hintergründen zur Entwicklung des World Wide Web. Jeden Tag ein anderes Jahr. Blog: Hier gibt's die Übersicht: 25 Jahre WWW.

"Die Mehrheit bezahlt etwa einen Dollar im Jahr dafür, dass übers Internet kostenlos ihre Nachrichten verschickt werden."
Wenn ich einen Dollar für etwas bezahle, ist es nicht kostenlos.
Das nur am Rande....

Kai Simon am 2.04.14 19:56

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Montag, 31.03.2014

Virtuelle Wohn(t)räume

Blumen aus Wollfäden, einfach an die Wand geklebt. Braun-weiße Äste im Kronleuchter und Holzstühle, umfunktioniert zu Zeitungshaltern und Bücherregale aus Büchern. Diese Ideen habe ich mir direkt mal geborgt und in meinen eigenen vier Wänden umgesetzt.

In Sachen Inneneinrichtung ist bei mir eine Menge Luft nach oben. Ich wohne eher nach dem Tetris-Prinzip: wo Platz ist, quetsche ich noch etwas Praktisches hin. Einmal im Jahr wälze ich dann schwere Kataloge, wandere Stunden lang durch Möbelhäuser und lasse am Ende doch alles wie es ist. Bis ich das entdeckt habe:

Minza will Sommer; Rechte: WDR/Horn

Auf "solebich.de" kann ich zeigen, wie ich lebe und wie ich bin. Communities rund um die Themen wohnen, renovieren und gärtnern boomen. Hobby-Inneneinrichter und auch professionelle Wohn-Zimmerer teilen ihre Ideen kostenlos mit anderen Mitgliedern, stellen Fotos ihrer Lieblingsecken online und machen ihre vier Wände zum virtuellen Showroom. Und wer wie ich eine „Problemzone" zwischen Kleiderhaken und Küchenplatte hat, stellt auch gerne Fotos davon online.

Ich habe mich getraut, meine völlig stillose Fernseh-Ecke zu posten. Darin enthalten ein aufblasbarer Affe - ein altes Geburtstagsgeschenk - der jedem Gast freundlich zuwinkt, eine eigentlich schöne Lampe, die etwas verloren vor sich her leuchtet und ein CD-Player, platziert auf einem Sitzsack, damit der Nachbar unter mir nicht jede Note mithören muss. Da geht noch was, hofft die Ästhetin in mir.

Fernse-Ecke; Rechte: WDR/Horn

Es dauert nicht lange, bis Userin Minza Will Sommer sich meldet. Sie schreibt:

"Huhu, ich mache mal den Anfang und muss erstmal fragen: Hast Du ein Bild mit mehr vom Drumrum? Smile Was ist das Schwarze links im Bild? Ein Schrank? Was jetzt schon klar ist: Die Eselmarionette braucht einen Ehrenplatz → ♥ !"

Ein erster Versuch der Schadensbegrenzung. Neugierig klicke ich mich durch ihr Profil und ihre Fotos und schöpfe Hoffnung. Eine Kölnerin will mir helfen. Ich gehe auf´s Ganze und frage Minza, ob ich mir ihre Wohnung mal ansehen darf, ihre Fotos gefallen mir sehr. Und Maren, wie Minza im wahren Leben heißt, sagt sofort zu. Mit frisch geschnibbelten Gemüsesticks und Minzdipp empfängt sie mich in ihrer Wohnung und ich erkenne auch direkt einige Ecken wieder. Wir plaudern, ich gucke mich um und habe einen richtig tollen Nachmittag. Mit vielen neuen Ideen gehe ich wieder nach Hause.

Entstanden ist die Community im Jahr 2007. Innenarchitektin Nicole Maalouf ist zusammen mit ihrem Freund Daniel Eichhorn nach Paris gegangen, um dort zu arbeiten. Freunde fragten, wie sie denn dort so leben. Sie eröffneten eine Plattform, um Bilder auszutauschen und anderen Menschen in die Wohnung luken zu können. Nach und nach kamen immer mehr Interessierte hinzu, mittlerweile besuchen jeden Monat etwa 400.000 NutzerInnen die Seite. Es gibt natürliche noch andere Seiten wie Domistil und Coolhomes. Aber für meinen Geschmack ist solebich.de die schönste Ideen-Börse für Wohnideen im Netz. Zusammen mit Minza fotografiere ich zum Abschied noch schnell ihren Garten. Der braucht, so Maren, noch etwas frischen Wind und sie hofft auf Tipps aus der virtuellen Wohn-Gemeinschaft.

Garten; Rechte: WDR/Horn

Es gibt nämlich nicht nur die Rubrik "Wohnen", sondern auch "WWW: Garten", "Kochen" und "Unterwegs". Hier schließe ich mich direkt mal an und poste zu Hause ein Urlaubsfoto aus Venezuela. Um wenigstens ein bisschen Lob zu bekommen. Hat funktioniert.

Unsere Blogger Anita Horn und Dennis Horn sind weder verwandt noch verheiratet, aber umso besser vernetzt. Sie entdecken jede Woche digitale Perlen: spannende Webseiten, lustige Links und Angebote, die den Alltag bereichern - hier im Blog und jeden Donnerstag in der WWW: WDR5 LebensArt im Radio.

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Sonntag, 30.03.2014

25 Jahre WWW | 2013: NSA schnüffelt überall

Einen Spaßverderber gibt's wohl auf jeder Party. Das 1989 von Blog: Tim Berners-Lee in bester Absicht auf den Weg gebrachte World Wide Web kennt leider auch einen - und der wird mit Steuergeldern gefüttert. Seit den Enthüllungen von Edward Snowden im Sommer 2013 ist klar: Die Blog: NSA beschnüffelt alles und jeden. Das Netz scheint der größte Tummelplatz für die Schlapphüte der Monsterbehörde. Die NSA schneidet alles mit, speichert alles, knackt alles - ohne Rücksicht auf Verluste.

snowden.jpg
Eins der wenigen Fotos von Edward Snowden


Edward Snowden hat einen Stein ins Rollen gebracht
Zu verdanken haben wir all die Erkenntnisse über die Schnüffelprogramme der NSA dem Blog: Whistleblower Edward Snowden. Der muss seitdem um Leib und Leben fürchten - verkehrte Welt. Seit Monaten dringen immer wieder neue Erkenntnisse über die Spionageaktivitäten an die Öffentlichkeit, meist in Kooperation mit der britischen WWW: Tageszeitung The Guardian.

Die NSA belauscht Datenleitungen von großen Onlinediensten wie Yahoo, AOL oder Facebook. Die NSA belauscht Skype-Gespräche, knackt Verschlüsselungen, spioniert in Spielekonsolen, lenkt Cookies um, klinkt sich in Smartphones ein, liest E-Mails mit, speichert Metadaten von Web-Usern - nichts ist vor den neugierigen Blicken der NSA sicher. Recht und Gesetz sind ausgehebelt. Das empört nicht nur Fachleute, Journalisten und Politiker, sondern auch Blog: Intellektuelle und Schriftsteller. Viel gebracht hat die weltweite Empörung allerdings nicht.

Autorenaufruf; Rechte: F.A.Z.
Aufruf von 560 Autoren: Schluss mit der Spioname


Ende der Enthüllungen nicht in Sicht
Immerhin: Weil auch US-Bürger ausspioniert wurden, hat es Proteste in den USA gegeben. WWW: Ein Bericht einer Expertenkommision aus dem Weißen Haus kritisiert viele der Machenschaften. Das fünfköpfige Gremium hat die Praktiken der NSA untersucht und fordert folgerichtig "entscheidende Reformen" bei den Überwachungsprogrammen. Ungewohnt klar und deutlich wird angesprochen, was überhaupt nicht geht, was stört und was sich dringend ändern muss. Einige der Aspekte hat Präsident Obama berücksichtigt, aber längst nicht alle. Er hat die Blog: NSA zurückgepfiffen - aber nur ein bisschen.

Ein Ende der Enthüllungen und der Affäre ist nicht in Sicht. Grund genug, alle Informationen dazu mal zu ordnen und chronologisch zu sortieren. Der Heise-Verlag hat eine gelungene WWW: Zeitleiste (Timeline) der NSA-Affäre ins Netz gestellt. Hier kann man die wichtigsten Ereignisse Revue passieren lassen - und die entsprechenden Artikel lesen. Ein echter Gewinn und eine prima Ergänzung zum Blog: Special NSA Files Decoded des britischen Guardian.

zeitleiste.png
Zeitleiste der NSA-Affäre

Die nicht enden wollenden Enthüllungen über die Aktivitätem der NSA haben Folgen. Die Menschen vertrauen dem Web nicht mehr. Cloud-Dienste haben an Ansehen eingebüßt, selbst Verschlüsselung gilt nicht mehr als unknackbar und sicher. Vieles hat sich durch Snowdens Enthüllungen geändert. Große Onlinedienste wie AOL, Microsoft, Google und Co. verschlüsseln ihre eigenen Daten besser und achten darauf, dass die NSA nicht mehr im großen Stil Daten abhören kann. Auch viele Nutzer verschlüsseln ihre Daten besser, achten mehr darauf, welche Software und Apps sie nutzen. Die NSA das Web entscheidend verändert - leider nicht im positiven Sinne.

25 Jahre WWW: Das ist Grund zum Feiern. Wir bringen hier in Digitalistan jeden Tag einen kurzen Eintrag mit Geschichten, Anekdoten und Hintergründen zur Entwicklung des World Wide Web. Jeden Tag ein anderes Jahr. Blog: Hier gibt's die Übersicht: 25 Jahre WWW.

Das alles, was der WDR hier mal wieder als Tatsachenbehauptung in die Welt schleudert, beruht auf eine einzige Aussage: Und zwar die von einem Herrn Edward Snowden. Sorry, ich kenne den Typen nicht. Für mich ist er zunächst mal nichts weiter als ein Landesverräter, der hoffentlich dafür auch zur Verantwortung gezogen wird.

Hein am 30.03.14 21:24

Dann soll das also nicht wahr sein was der WDR da "schleudert" Hein? Blöd
nur, dass es selbst von der NSA nicht geleugnet wird! Ihrem Beitrag kann ich also entnehmen, dass Sie diese kriminellen Praktiken gut heißen, obwohl Herr Snowdon nur das getan hat, was hier in Deutschland jeder Bürger von Gesetz wegen tun muss: Straftaten anzeigen, wenn sie ihm bekannt werden. Aber geltendes Recht scheint für Sie, Hein, ziemlich uninteressant zu sein. Hoffentlich werden Sie dafür mal zur Verantwortung gezogen.

Jürgen am 30.03.14 21:54

Genau Hein. Und Oskar Schindler war ja auch nur ein Vaterlandsverräter, oder? - Bei solchen Kommentaren wird mir echt schlecht. Wir sollten doch froh sein, dass jemand den Mut hat auszupacken. Dafür kann man dem Mann gar nicht dankbar genug sein. Die "Verbrecher" sind wohl eher die "Anderen" an dem Skandal beteiligten.

Pat am 30.03.14 21:57

Wer Snowden nicht ernst nimmt, ist entweder geistig unsagbar schlicht, hat ein Problem mit seiner eigenen Persönlichkeit oder wurde bezahlt.
Aber das wurde unter vernünftigen Leuten noch nie ernsthaft diskutiert.
Snowden hat, mehr als jeder andere vorher, den Friedensnobelpreis verdient.

Leider werden Gästebücher zunehmend zum Tummelplatz von Leuten ohne positive Sozialprognose, die mit ihrer Wut über ihr eigenes Scheitern und ihre gesellschaftliche Isolation solche Haßpostings absondern.
Dabei hängen sie sich gerne an Diskussionen um bekannte und allgemein positiv beurteilte Persönlichkeiten, um einen hohen Aufmerksamkeitsfaktor zu erreichen. Der Effekt war auch schon bei Assange zu beobachten.
Mit einer "Meinungsäußerung" hat das nicht im Entferntesten zu tun.
Eher mit dem Ruf nach Hilfe.

Leider gibt es die Software dieses Boards nicht her, daß, wie bei Domian, ein Psychologe zurückrufen kann.

Arme Seelen halt.


Gert am 30.03.14 22:19

"Seitdem wir wissen, dass die US-Geheimdienste praktisch alles mitlesen, nutzt niemand das Web mehr so wie vorher." - Sagt wer? Der WDR? Wie unendlich dumm muß man eigentlich sein, zu glauben, die Geheimdienste in aller Welt würden nicht alles an Informationen sammeln, was sie bekommen können? Einige der Kommentatoren hier gehören offensichtlich auch dazu. Nach dem Vorschlag, ihm den Friedensnobelpreis zu verleihen warte ich jetzt nur noch darauf, daß er zum neuen Messias der Menschheit gemacht wird. Mein Gott, ist mir schlecht ob derart großer Naivität.

Georg am 31.03.14 12:50

Na endlich - das vielgepriesene www. ist in der Wirklichkeit angekommen. Adieu, du vor Naivität und Ignoranz strotzende Vorstellung vom Netz als Tummelplatz der Friede, Freude, Eierkuchen- Gemeinde, die allen Ernstes immer noch (!!!) der Meinung ist, das Ganze sei eine bunte Spielwiese, auf der jeder, der sie betritt, sofort zum Gutmenschen mutiert (bzw. mutieren MUSS, damit der Kindergarten so schön bleibt, wie er übrigens nie war)!
Das ist so ziemlich das Einzige, für das man zwielichtigen Wichtigtuern wie Snowden und Assange dankbar sein kann.

JJK am 31.03.14 13:59

Lustig nur das alle nur in Richtung USA schauen-dabei ist laengst bekannt das ALLE westlichen Staaten mehr oder weniger vergleichbare Schnueffelprogramme am laufen haben.Das diese in einigen Fallen nicht so technisch ausgereift sind macht es nicht besser.Siehe u.a. eine der letzten Meldungen bei SPON:"Wie die Tageszeitung "Le Monde" berichtet, haben Frankreichs Geheimdienste offenbar über Jahrzehnte die Bevölkerung abgehört - profitiert haben sie dabei von der Hilfe der Telefongesellschaft France Télécom, die seit 2012 unter dem Namen Orange firmiert. Die Zeitung stellt fest: "Der Zugang ist total, umfassend und außerhalb jeder Kontrolle."Ach ja-Brasilien das sich so aufgeplustert hatte hoert ebenfalls massiv ab!Es fehlen nur leider in den anderen Laendern weitere "Snowden".

Nun ja am 31.03.14 16:16

Zur Erinnerung lt.Meldung von ZON:"532.685 Personen hat der Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen in seiner Amtsdatei gespeichert."532.685 Personen x 16 Bundesländer = 8.522.960 (klar ist die Zahl ungenau)Einwohnerzahl aktuell ca. 82.000.000 also unter dem Strich sind das etwas mehr als 10%, der Bürger in Deutschland die überwacht werden.Wäre interessant zu erfahren wie viele der
532.685 Personen auch wissen das Daten über sie gespeichert werden.Und ob die dann auch alle meinen "sie hätten ja nichts zu verbergen".Wie waere es wenn wir nun mal alle auf die Strasse gehen und den Herrschaften Dampf machen?

Aha am 31.03.14 16:30

Es nutzt nichts, wenn die Krampfer hier unter wechselnden Nicks immer den selben "Snowden ist ein Verräter und ich habs als Einziger gemerkt..."- Sermon absondern.
Das fällt auf.
Solche Leute sind immer ganz leicht an Grammatik und Dialektik zu entlarven.

Übrigens auch ein trauriges Kapitel nach 25 Jahren WWW.
Das Web übernimmt zunehmend Aufgaben der Bahnhofsmission und des Sorgentelefons.
Für Tausende von Vereinsamten ist das Web der einzige Kontakt zu der angstmachenden analogen Welt da draußen.

Mir tun solche Leute zwar schon irgendwie leid, aber ich hoffe im Interesse aller Leute, die sich ernsthaft im Web informieren und auch auseinandersetzen wollen, daß diese Problemkinder in Bälde dauerhaft in den gerade entstehenden lebensumfassenden virtuellen Welten von Google& Co. verschwinden und ihren Frust an Drachen, Orks und Aliens ablassen.

Hauptsache, ich seh sie weder hier noch auf der Straße.

Georg am 31.03.14 17:40

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