Dienstag, 17.03.2015

Einschlafen per Podcast

Wenn euch Lesen nicht mehr hilft, Musikhören genauso wenig, Autogenes Training auch nicht und ihr euch an den drei ??? sattgehört habt: Vielleicht hilft euch der WWW: Einschlafen-Podcast. Tobias Baier wollte eigentlich nur Gute-Nacht-Geschichten für seine Töchter aufnehmen. Daraus ist mit Tausenden Hörern jede Woche einer der erfolgreichen Podcasts aus Deutschland geworden.


Mit dem Einschlafen-Podcast ist Tobias Baier mittlerweile auch bei YouTube vertreten.

Wenn ihr selbst unbedarfte Podcast-Nutzer seid, könnt ihr euch den Einschlafen-Podcast auch WWW: per App oder WWW: bei YouTube geben. Zu hören ist, was müde macht: Texte von Immanuel Kant gehören dazu, schottische Elfenmärchen, genauso Textaufgaben aus der Mathematik - einfach alles. Dazu Texte aus möglichst langweiligen Büchern. Den meisten Hörern ist vermutlich sowieso egal, worum es geht - Hauptsache, sie schlafen dabei ein.


Unsere Blogger Anita Horn und Dennis Horn sind weder verwandt noch verheiratet, aber umso besser vernetzt. Sie entdecken jede Woche digitale Perlen: spannende Webseiten, lustige Links und Angebote, die den Alltag bereichern - hier im Blog, jeden Dienstag in der WWW: WDR 5 LebensArt im Radio und einmal im Monat in der WDR: Servicezeit im WDR Fernsehen.

Einfach ein Radio an eine Schaltuhr anschließen. Manche Geräte haben einen eingebauten Sleep-Timer für genau diesen Zweck. Aber vielleicht sind dann die Nachrichten nicht langweilig genug ;-)

Bertram in Mainz am 17.03.15 15:11

Wenn ihr mal einen richtig guten Podcast empfehlen wollt, dann guckt euch mal collinas-erben.de an. Da schläft auch keiner bei ein: informativ, unterhaltsam und extrem kurzweilig.

Das wäre mal eine Empfehlung wert.

Jost am 20.03.15 8:49

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Montag, 16.03.2015

Auf Socken zur CeBIT

Wer träumt nicht davon, nach einem stundenlangen Messebesuch einfach mal die Schuhe auszuziehen? Ich habe das heute mal gemacht. Aber aus dienstlichen Gründen, denn in Halle 4 habe ich ein neues Hightech-Spielzeug ausprobiert: Spezialsocken, die eine Smartphone-App mit Daten versorgen.

Doch, so etwas gibt es wirklich: Das rund 200 Euro teure Sockenpaar ist mit Sensoren ausgerüstet, die den Druck beim Auftreten und Abrollen des Fußes messen (und zum Glück sind sie waschbar). Die Socken funken die Daten per Bluetooth an die Fitness-App. Ziel: Das Lauftraining zu optimieren. Man kann damit aber auch den optimalen Sportschuh ermitteln, denn jeder läuft anders.

Der vernetzte Mensch; Rechte: dpa/Picture Alliance
Der Mensch komplett vernetzt


Das Internet der Dinge
Das Beispiel zeigt: Das vielzitierte "Internet der Dinge" ist längst keine vage Idee mehr, sondern in der Realität angekommen. Immer mehr Geräte und sogar Kleidungsstücke sind mit Internetanbindung ausgerüstet. Socken, T-Shirts, Badekappen, Schuhe, Jacken, Brillen. Irgendwie kann man für alles einen guten Grund finden, es zu vernetzen. Daten kann man schließlich immer gebrauchen.

Big data

Womit wir beim zweiten großen Thema der CeBIT sind: Big Data. Es fallen immer mehr Daten an. Zur Freude der Industrie. Die steht aber jetzt vor der Aufgabe, diese Daten auch sinnvoll zu verwerten. Nicht einfach, denn viele Daten sind noch keine Informationen. Die muss man erst mal aus den Datenmengen herausarbeiten. Und das auch möglichst verantwortungsvoll. Apropos: Über Datenmissbrauch wird auf der CebIT in diesem Jahr leider erstaunlich wenig geredet. Vielleicht ändert sich das, wenn Edward Snowden am Mittwoch via Leitung auf der CeBIT spricht.

Fitness Socken mit Sensoren; Rechte; Sensoria
Fitness-Socken mit Sensoren


Die Ideen abseits des Trubels begeistern
Wenn ich die CeBIT besuche, dann interessieren mich persönlich immer die etwas abseitigen Ideen. Nicht das neue Windows 10, das man auf der CeBIT natürlich auch zu sehen bekommt, nicht die gigantomanischen Stände der internationalen Softwarekonzerne oder Kommunikationsriesen. Die sehen zwar beeindruckend aus, sind aber eben vor allem eins: Marketing. Klar, dafür sind Messen da.

Interessant sind aber die Ideen am Rand. So habe ich zum Beispiel am Stand der Uni Saarbrücken eine Forschungsarbeit gesehen, die schon bald in unseren PCs, Tablets und Smartphones eingebaut sein könnte. Ein System, das die Augenbewegungen trackt - und den Bildschirm scrollt, wenn es nötig ist. So etwas bietet auch manches Smartphone, aber noch nicht so ausgefeilt. Hier wird also weiter geforscht.

Interessante Neuigkeiten abseits der großen Hallen; Rechte: dpa/Picture Alliance
Interessante Neuigkeiten abseits der großen Hallen


Navisystem für den öffentlichen Nahverkehr
Oder die Entwicklung der Hochschule Niederrhein, die ich in Halle 9 gesehen habe: Die Ingenieure wollen Menschen mit Behinderung mit Werkzeugen ausstatten, die es ihnen erlauben sollen, öffentliche Verkehrsmittel besser zu nutzen. Eine Art Navigationssystem für den öffentlichen Nahverkehr sozusagen. Die Smartwatch am Arm vibriert, wenn man aussteigen oder umsteigen muss. Die App oder die Smartwatch sagt einem, ob man in den richtigen Bus einsteigt. Das ist nicht für jeden etwas, aber für viele eine große Hilfe. Das hat zwar nichts mit den großen Schlagworten der Messe zu tun, ist aber trotzdem spannend.

Es gibt noch mehr zu entdecken - ich werde berichten.


WDR: Schwerpunkt Cebit 2015

Interessant sind aber die Ideen am Rand....und in Schubladen. :-)

LiFe am 16.03.15 21:23

"Interessant sind aber die Ideen am Rand"....und in Schubladen. :-)

LiFe am 16.03.15 21:28


Vieles ist interessant. Aber nicht alles davon sollten wir in unseren Alltag lassen. Da denke ich besonders an das aggressive Abgreifen von Daten. Auf Dauer wird das nicht freiwillig sein. Wer sich weigert, wird einfach in einen teuren Tarif gesteckt. Man muss nur die Differenz zwischen Normaltarif und Schnüffeltarif genügend groß machen. Der "Schnüffeltarif" wird bei den Versicherungen natürlich nicht so heißen.

Wir kennen die Probleme beim Schufa-Score. Trotzdem ist der akzeptiert. Verweigern geht gar nicht. Es ist auch praktisch nicht möglich, obskure Psychotests bei Bewerbungen zu verweigern. Wenn wir nicht rechtzeitig gegensteuern, wird es irgendwann nicht mehr möglich sein, eine Überwachung des Alltags zu verweigern.

Wer die totale Vernetzung toll findet, der sollte noch ein kleines bisschen mehr Zeit investieren und sich ein Heimnetzwerk mit NAS einrichten. Er kann seine Daten nach Lust und Laune von Gerät zu Gerät schieben. ABER KEIN ZUGRIFF DURCH FREMDE!!!

Bertram in Mainz am 16.03.15 22:33

@Betram-"agressives abgreifen von Daten"-Snowden verschlafen?Nicht mitbekommen was Google,fratzebuch und all die Anderen machen?Nicht mitbekommen das die EU gerade erst beschlossen hat das die Banken unter die Datenhaendler gehen duerfen?"Es ist auch praktisch nicht möglich, obskure Psychotests bei Bewerbungen zu verweigern."-das ist eines der wenigen Dinge die DU selber noch in der Hand hast-sofern einen A**** in der Hose ;) "Wenn wir nicht rechtzeitig gegensteuern, wird.."-sorry,aber die Uberwachung des Alltages laeuft bereits seit laengerem-nicht gemerkt?

Franz Xaver am 17.03.15 16:12

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Montag, 16.03.2015

Die CeBIT sammelt wieder Relevanz

Die CeBIT öffnet in diesem Jahr eine Woche später als üblich ihre Pforten. Deshalb drängt sich die Fallhöhe auch so auf wie noch nie: Während in Austin in Texas die Geeks dieser Welt eine riesige Party aus dem SxSW-Festival machen, fallen zur CeBIT die Anzugträger dieser Welt ein. Aus der Publikumsmesse ist ein reines Businessevent geworden. Der CeBIT allerdings tut das gut: Sie sammelt wieder Relevanz.

Jack Ma; Rechte: picture-alliance/dpa/Ole Spata
Das Bild des Abends: Alibaba-Chef Jack Ma präsentiert auf der Eröffnungsfeier der CeBIT ein Smartphone-Bezahlsystem mit Gesichtserkennung.

Allein die Eröffnung am Sonntagabend: Aus dem diesjährigen Partnerland China spricht einer der wichtigsten Firmenchefs dieser Welt, nämlich Jack Ma, Gründer von Alibaba. Es bleibt nicht bei hohlen Floskeln fürs Geschäftemachen: Ma überrascht mit einem Bezahlsystem per Gesichtserkennung - und kauft und bezahlt live auf der Bühne eine Briefmarke für Hannovers Oberbürgermeister. Eine Innovation als Auftakt - das hat was.

Auch in den Messehallen wird das große technische Rad gedreht. Da geht es um die Vernetzung von Maschinen, um WLAN für ganze Stadien, um den Mobilfunkstandard 5G, der dafür sorgen soll, dass all die selbstfahrenden Autos, Roboter oder kleinen Geräte, die uns immer stärker umgeben, zuverlässig steuerbar sind und miteinander sprechen können. Es geht hier also um mehr, als die schrecklichen Kunstbegriffe der Veranstalter wie "Industrie 4.0" oder "d!conomy" auf den ersten Blick vermuten lassen.

Beim Blick auf das reine Messegeschehen geht manchmal außerdem unter, wie sehr sich die CeBIT auch zur Konferenz entwickelt. Die CeBIT Global Conferences, die parallel zur reinen Messe stattfindet, wird von den Machern als "Konferenz für die Meinungsführer der digitalen Welt" beworben. Das klingt noch etwas hochtrabend, zumal die Liste der Sprecher eher aus Firmenchefs besteht und große Namen aus Netzgemeinde und Silicon Valley fehlen - aus dieser Perspektive wirkt jede re:publica inhaltlich wertvoller.

Glenn Greenwald; Rechte: picture-alliance/dpa/Tobias Hase
Einer der spannendsten Termine der CeBIT Global Conferences: Enthüllungsjournalist und Aktivist Gleen Greenwald wird per Videokonferenz Edward Snowden zuschalten.

Termine wie die Keynote des umstrittenen Digitalkommissars der Europäischen Union Oettinger oder die Rede von Gleen Greenwald, der per Videokonferenz Edward Snowden aus Russland zuschalten wird, zeigen aber, wie sehr sich die Veranstalter neben der wirtschaftlichen auch um eine inhaltliche Relevanz bemühen.

Laut der Deutschen Messe sind mit 3.300 Ausstellern aus 70 Ländern zwar genauso viele wie im vergangenen Jahr dabei. Aber viele Unternehmen haben ihre Stände vergrößert - die Ausstellungsfläche steigt um sechs Prozent. Es könnte also sein, dass die Neuausrichtung der CeBIT weg vom breiten Publikum gelungen ist.


WDR: Schwerpunkt Cebit 2015

das war alles?
außer der Gag von alibaba - nicht viel

außer viel Versprechen und Gerede.

Vor allen von T-system, microsoft und auch SAP.
Ist den Managern von T-System eigentlich bewusst, wie schlecht ihr Ruf bei Anwendern, Kunden und Systembetreuern ist???

asaph am 16.03.15 11:19

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