Dienstag, 23.09.2014

Missed Stories: Facebook zeigt versteckte Postings

Facebook bevormundet seine User. Das Netzwerk präsentiert einem keineswegs alles, was einen eigentlich interessieren könnte. Der Edgerank entscheidet, welche Nachrichten im eigenen Newsfeed auftauchen, welche Postings von Freunden relevant sind (oder sein sollen) und welche nicht. Wer also glaubt, alle Nachrichten und Postings von Freunden zu Gesicht zu bekommen, der täuscht sich. Das Problem dabei: Der Blog: Edgerank ist eine geheime Formel und man hat keinerlei Einfluss darauf. Es besteht keine Möglichkeit, Facebook anzuweisen, schlichtweg alles zu präsentieren was in die Timeline gehört.

Missed Stories; Rechte: WDR/Schieb
Missed Stories: Vorenthaltene Posts


Top Stories sind lückenhaft
Facebook-Usern wird also einiges vorenthalten. Die "Top Stories" in Facebook enthalten naturgemäß nur ausgewählte Nachrichten. Aber auch bei den neuesten Beiträgen filtert Facebook, auch hier wird keineswegs alles angezeigt. Facebook meint es nur gut mit uns. Denn wer mit Hunderten oder gar Tausenden von Menschen befreundet oder verbunden ist, der würde von einem Strom aus Nachrichten und Likes erstickt. Zweifellos wahr, dass so ein Filter nützlich sein kann. Blöd nur, dass man nicht selbst entscheiden kann, ob man so einen Filter haben möchte - und wie er funktioniert.

Doch es gibt einen Trick. Wer den anwendet, bekommt zwar auch nicht alles zu Gesicht, aber doch deutlich mehr, als Facebook normalerweise preisgibt. Zumindest ein Teil der herausgefilterten Beiträge wird sichtbar. Facebook nennt diesen Newsfeed WWW: Missed Stories. Hier präsentiert Facebook das, was wir bislang nicht zu Gesicht bekommen haben. Allerdings auch wieder nicht alles, sondern nur eine Auswahl, wenn auch eine relativ große. Man muss die Adresse des Feeds im Browser eingeben, es gibt keine offizielle Verlinkung dazu.


Der Edgerank bestimmt, was in der Timeline auftaucht (Video vom 10.06.13)


Top Stories sind lückenhaft
Die Funktion ist durchaus nützlich. Wer also in seinen regulären Feeds bestimmte Postings oder Beiträge vermisst, sollte mal die "Missed Stories" durchstöbern. Durch Interaktion mit dem einen oder anderen Angebot werden Verbindungen wiederbelebt - und tauchen zukünftig möglicherweise auch wieder in den regulären Feeds auf.

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Dienstag, 23.09.2014

Schlüsselbund verlegt? Egal!

Technik ist immer dann toll, wenn sie einfache, nervige Alltagsprobleme löst. Eins davon: Wie finde ich meinen Schlüsselbund wieder, wenn ich ihn verlegt habe? Oder mein Portemonnaie? Oder andere Dinge? Es gibt eine Lösung dafür: kleine Sticker oder Anhänger, die ihr an all diese Gegenstände heften und sie dann orten könnt.

Smart Tag; Rechte: WDR/Dennis Horn
Der "Smart Tag" von iFi lässt sich als Anhänger anbringen. Er kostet umgerechnet 30 Euro, gehört nicht zu den kleinsten und hübschesten Geräten, tut aber seinen Dienst - und weist mich zum Beispiel per App darauf hin, wenn ich mich zu weit entferne.

Alles, was ich öfter verliere, kann ich mit diesen Anhängern oder Stickern versehen. Die Technik all dieser Geräte funktioniert gleich: Sie strahlen ihre Signale per Bluetooth aus. Eine App auf dem Smartphone hilft mir dann dabei, die verlegten Gegenstände zu orten - und schlägt auch direkt Alarm, wenn ich mich zum Beispiel zu weit entferne. Viel Strom geht dabei nicht drauf: Die Batterien halten meistens ein Jahr.

Tile ist der Popstar unter diesen Geräten: kein großer Anhänger, sondern ein kleiner Sticker, etwa daumengroß - und immer wieder ausverkauft. Einer von ihnen kostet umgerechnet gut 15 Euro und lässt sich auch an größeren Gegenständen befestigen.

So kann ich zum Beispiel mein Fahrrad sichern - das ich zwar nicht verlege, das aber geklaut werden könnte. Entdeckt der Dieb nicht, dass ein Sticker dranklebt, habe ich eine Chance, es wiederzufinden. Einziger Haken: Die Reichweite der Sticker beträgt nur 15 bis 45 Meter - je nach Umgebung, ob zum Beispiel Wände dazwischen sind. In solchen Fällen verspricht Tile, können andere Nutzer mit ihren Tile-Apps bei der Suche helfen. Sofern es denn genügend Nutzer in der Nähe gibt - das dürfte das größte Manko dabei sein.

Tile; Rechte: WDR/Dennis Horn
Für einen einzigen Tile-Sticker werden umgerechnet gut 15 Euro fällig. Das kann in der Summe ganz schön happige Kosten ergeben - zumal man die Sticker immer wieder komplett austauschen muss, sobald sie keine Energie mehr haben.

Nachdem ich Sticker und Anhänger ausprobiert habe, lebe ich etwas ruhiger und muss nicht mehr ständig darauf achten, meinen Schlüssel immer an dieselbe Stelle zu legen, um ihn noch wiederzufinden. Die Suche bleibt mir aber noch immer nicht erspart. Befinde ich mich nämlich außerhalb der Reichweite, muss ich trotzdem durch die Zimmer streifen - bis die App erkennt, wo ich den Gegenstand grob platziert habe.

Und: Je mehr Gegenstände ich verlege, desto teurer wird der Spaß. 15 bis 30 Euro pro Sticker oder Anhänger sind eine Ansage. Auch weil die Sticker komplett ersetzt werden müssen, wenn sie keine Energie mehr haben. Und wichtig wäre, einen Gegenstand auch nicht ausgerechnet dann zu verbummeln, wenn gerade die Batterie leer ist.


Unsere Blogger Anita Horn und Dennis Horn sind weder verwandt noch verheiratet, aber umso besser vernetzt. Sie entdecken jede Woche digitale Perlen: spannende Webseiten, lustige Links und Angebote, die den Alltag bereichern - hier im Blog, jeden Dienstag in der WWW: WDR 5 LebensArt im Radio und einmal im Monat in der WDR: Servicezeit im WDR Fernsehen.

Waere das nicht einfacher und billiger sich Disziplin anzugewoehnen?Ausreichend Schlaf soll auch gut fuer dei Konzentrationsfaehigkeit sein.Ansonsten mal den doc fragen ob nicht evtl. ein wenig Ginseng hilft-denn selbst das duerfte billiger sein als dieses Gimmick.

Hmm am 23.09.14 15:44

Ist ja eine völlig neue Idee und sowas gibt es nicht schon ewig... danke für die Aufklärung Herr Horn.

Birne am 24.09.14 10:06

Vor der Nutzung der App wird gewarnt.

C.net am 28.09.14 15:56

Unerlaubte Werbung auf öffentlich rechtlichen Plattformen ziehen juristische Schritte nach sich.

C.net am 28.09.14 16:14

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Montag, 22.09.2014

Zeit für ein neues Speichern-unter-Symbol!

Seit vielen Jahren wirken Disketten wie aus der Zeit gefallen. Warum aber nutzen wir sie weiter als Symbol für die Funktion "Speichern unter"? Junge Nutzer wissen heute nicht einmal mehr, wofür dieses Symbol überhaupt steht. Deshalb finde ich den WWW: Wettbewerb "Speichern unter ..." spannend: Bis Ende des Monats könnt ihr euren Vorschlag für ein neues Symbol einreichen - und nebenbei Geld oder Gadgets gewinnen.

Diskette; Rechte: picture-alliance/chromorange/Tobias Hohenacker
90 Millimeter als Diagonale, 1,44 Megabyte als Speicherplatz: Die 3,5"-Diskette wurde in den Achtzigern groß. Erst vor drei Jahren wurde der Großteil der Produktion eingestellt.

Selbstverständlich wird der Wettbewerb nicht dazu führen, dass Microsoft, Adobe und andere plötzlich die Diskettensymbole verbannen werden. Trotzdem bin ich gespannt auf die Ideen, die es dann im kommenden Monat beim Onlinevoting zu bestaunen gibt.

Dass "Speichern unter ..." verwende ich genau zu diesem Zweck: Speichern auf Diskette. Vorher noch das Dateiformat passend auswählen. Mit der Diskette geht es dann in den Nebenraum, wo ein alter Computer mit Nadeldrucker steht. Da ist nie plötzlich die Tinte leer. Fürs Konzept reichen alte Farbbänder. Für die Reinschrift darf es neueres sein. Und billig sind die Bänder auch.

Allerdings ist die Situation ein bisschen untypisch. Bei Bildern bin ich froh, wenn die als Dateien im Computer sind. Gedruckt wird nur, wenn es um Briefe geht, oft an Bank oder Behörde. Oft verschicke ich den Brief dann mit einem alten Faxgerät oder per Post. Ja, es gibt Faxen aus der Textverarbeitung heraus. Man weiß nicht recht, wie das Ergebnis beim Empfänger aussieht.

Kennen junge Menschen die Diskette nicht mehr? Hoffentlich haben Andere rechtzeitig Sicherungskopien der Disketten gemacht! Ich denke z.B. an Software für teure Messgeräte.

Bertram in Mainz am 23.09.14 11:46

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