Mittwoch, 10.12.2014

Schärfere Bilder: Better Portable Graphics

Fotos werden heute in aller Regel als JPG gespeichert und weitergegeben. Auch die meisten Bilder im Web liegen im JPG-Format vor. Manchmal kommt auch das PNG-Format zum Einsatz, hier ist auch Transparenz möglich. Aber JPG hat eindeutig die Nase vorn. Doch nun hat ein französischer Softwareentwickler ein neues Bildformat entwickelt. Das WWW: Better Portable Graphics (BPG) genannte Format bietet eine deutlich bessere Bildqualität bei gleichzeitig geringerem Speicherbedarf.

Der Entwickler hat es geschafft, mehr Daten auf weniger Raum unterzubringen. Wer Bilder unkomprimiert speichert (RAW-Format), braucht etliche MByte pro Foto. Komprimiert reicht ein Bruchteil - und in der Regel sieht man die Qualitätsverluste kaum. Aber: Sie sind da.

Artefakte in JPG deutlich größer als bei BPG; Rechte: WDR
BPG bietet eine deutlich bessere Bildqualität


Höhere Farbtiefe und schärfere Bilder
Die vom Entwickler angebotenen WWW: Beispiele zeigen den Unterschied wirklich deutlich: BPG braucht tatsächlich weniger Speicherplatz - und bietet gestochen scharfe Bilder. Da bei BPG für jeden Kanal acht bis 14 Bit zur Verfügung stehen, verfügen die Bilder über einen höheren dynamischen Kontrast. Wenn sie entsprechend aufgenommen oder bearbeitet wurden. Die Unterschiede stechen wirklich sofort ins Auge - und man möchte sagen: Ab sofort bitte nur noch BPG.

Wenn das mal so einfach wäre. Denn die meisten Alternativen zu JPG - und davon gab es in der Vergangenheit bereits einige -, sind daran gescheitert, dass sie von den Browsern nicht unterstützt wurden. Große Verbreitung kann ein Bildformat nur dann bekommen, wenn jeder Browser die Bilder mühelos anzeigen kann, ohne erst aufwändig Plugins installieren zu müssen. Genau das ist bei BPG aber gegeben. Denn Entwickler Bellard hat Javascript-Lösungen im Angebot: Die Miniprogramme versteht jeder moderne Browser und kann die Bilder so mühelos anzeigen.

Transparenz in Bilder, Rechte: WDR
Auch Transparenz wird unterstützt


BPG-Bilder erstellen ist schwierig
Wer jetzt gleich am liebsten mal loslegen und experimentieren würde: Das wiederum ist nicht ganz leicht. Denn bislang lassen sich BGP-Bilder ausschließlich mit Hilfe von speziellen Tools (Werkzeugen) erstellen, die einige Fachkenntnisse voraussetzen. Normale Bildbearbeitungsprogramme bieten die Unterstützung von BPG noch nicht an. Aber das könnte sich vielleicht ändern. Denn die Tatsache, dass sich jeder Browser mit Hilfe von Javascript-Skripten BPG-tauglich machen lässt, ist ein wichtiges Argument.

Dennoch: Ersetzen wird BPG das gute, alte JPG so schnell sicher nicht. Aber es ist eine wirklich interessante Alternative und hat durchaus das Potenzial, dem Klassiker die Stirn zu bieten. Wünschenswert wäre es, denn die Bildqualität von BPG ist wirklich beachtlich.

Kommentieren



Die mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden.


Angaben speichern (Cookie)?


Um Ihren Kommentar zu versenden, beantworten Sie bitte die folgende Frage:


Trackbacks zum Eintrag Schärfere Bilder: Better Portable Graphics

Zum Anfang dieses Eintrags

Mittwoch, 10.12.2014

Die Geschichte des Hashtag

Was ein Hashtag ist, weiß heute jedes Kind. Denn das "#"-Zeichen taucht nicht nur in Sozialen Medien auf und ist dort eine wichtige Hilfe, um Daten und Informationen zu sortieren und zu ordnen, sondern erscheint auch auf Werbeplakaten, in Werbespots, im Kino, im Radio oder in Fernsehsendungen. Der Begriff selbst setzt sich zusammen aus dem englischen Wort "hash", das für das Doppelkreuz steht (von vielen auch "Gatter" genannt), und dem Wörtchen "tag", das so viel wie Markierung oder Schlagwort bedeutet. Zum ersten Mal offiziell benutzt wurde der Begriff "Hashtag" im Jahr 2007.

histhashtag.png
Die Geschichte des Hashtags - anschaulich illustriert

Es folgt eine steile Karriere - die nun in WWW: einer Infografik von Offerpop nacherzählt wird. Eine klasse Grafik, weil sie die beeindruckende Verbreitung des Begriffs zeigt. Heute finden sich überall Hashtags: Ob Twitter, Instagram, Google+, Tumblr oder SoundCloud, alle verwenden Hashtags, um Inhalte zu ordnen. Im vergangenen Jahr führte auch Facebook Hashtags ein, wenn auch etwas zurückhaltender als die anderen sozialen Netzwerke.

Kommentieren



Die mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden.


Angaben speichern (Cookie)?


Um Ihren Kommentar zu versenden, beantworten Sie bitte die folgende Frage:


Trackbacks zum Eintrag Die Geschichte des Hashtag

Zum Anfang dieses Eintrags

Dienstag, 09.12.2014

Fröhliche iNachten

Ich bin in Sachen Timing nicht wirklich gut. Das ganze Jahr über weiß ich, dass im Dezember Weihnachten ist, und dann schaffe ich es doch wieder nicht, meinen Liebsten fröhliche Weihnachtsgrüße per Post zu schicken. Gut, dass es digitale Karten gibt, die weder Versand noch viel Aufwand kosten.

Die Puppen tanzen lassen

Weihnachtsgrußkarte; Rechte: WDR/Horn Nicht ganz unbekannt ist die Seite WWW: ElfYouself. Hier kann man bis zu fünf animierte Figuren, eingekleidet in grünen Koboldkostümen und Kringelmützen, mit Fotos von sich und Freunden vervollständigen und ihnen damit ein Gesicht geben. Klickt man auf Play, lässt man die Puppen tanzen - egal ob in der U-Bahn-Station oder am New Yorker Time Square. Lachanfall garantiert.

Ich habe den WWW: Clip direkt auf Facebook gepostet und es war klar wie Omas weihnachtliche Kloßbrühe: Per Schneeballsystem hat sich der Hype weiterverbreitet und wie jedes Jahr eine Welle von tanzenden Trollen in den sozialen Netzwerken verursacht. Alle wollen mal kurz die Hüfte schwingen. Allerdings ist diese Art von Grußkarte natürlich nicht besonders besinnlich oder persönlich.

Asiatische Musik zu Schneeflocken

Deshalb habe ich es auch mal mit ein paar Weihnachtskarten von der Seite Grußkartenfreunde.de versucht. Hier gibt es verschiedene Bilder und bewegte Motive zur Auswahl, mit Tieren, die in die Karte plöppen und Schneeflocken, die vom Himmel rieseln. Ich kann wie bei einer echten Postkarte Grüße auf die Rückseite tippen und bis zu 20 Empfänger eingeben. Dazu wähle ich vielleicht noch ein Musikstück aus. Allerdings sind weder die "asiatischen Impressionen" noch das "epische Piano" besonders weihnachtlich, die Seite ist voller Werbung und nicht besonders hübsch aufgebaut.

Weihnachts-App; Rechte: WDR/Horn

Apps mit Weihnachtsmann

Ich gebe es also auf, mit digitalen Grußkarten besonders besinnlich daher kommen zu wollen - und schon klappt es. Mit der App "Talking Santa" für iPhones wird es lustig-weihnachtlich. Ich gestatte der App den Zugriff auf mein Handy-Mikro und schon verwandelt Santa Claus alles, was ich sage, in Weihnachtsmannstimme und quatscht mir nach wie ein Papagei. Durch Berührung des Displays kann ich den guten Mann in rotem Anzug verhauen, niesen und Geschenke auspacken lassen, mit Milch und Keksen füttern und von einem überdimensionalen Schneeball überrollen lassen. Ich kann daraus einen Kurzfilm machen und das Ganze einschließlich Sprachnotiz als Video verschicken. Ich kann Santa aber auch ein paar Weihnachtsgrüße auf seine gepunktete Unterhose schreiben und sie per Mail oder Chat verschicken.

Solche und ähnliche Apps für Android und Apple gibt es hunderte. Wirklich gut sind aber nur die wenigsten. Das gilt übrigens auch für Programme, die man sich herunterladen muss, um damit selbst Grußkarten für Weihnachten zu erstellen. Hier verschwendet man aber oft nur viel Zeit für Installationen und erste Layouts. Dann verschicke ich doch lieber gleich echte Karten per Post.

Digitalen Adventskalender per Post

Wer übrigens keinen Adventskalender hat, kann das noch nachholen - mit dem digitalen Adventskalender namens iNachten. Das ist eine App mit 24 Weinachtsgeschichten als Audio-Dateien. Allerdings funktioniert der Kauf der App absurderweise nur postalisch. Man bestellt online eine reale Grußkarte für 99 Cent mit aufgedrucktem QR-Code, den der Beschenkte einscannt und dann täglich ein digitales Türchen mit einer neuen Weihnachtsgeschichte öffnen kann. Schade, dass das nur für iPhones und nicht als Download möglich ist.

Unsere Blogger Anita Horn und Dennis Horn sind weder verwandt noch verheiratet, aber umso besser vernetzt. Sie entdecken jede Woche digitale Perlen: spannende Webseiten, lustige Links und Angebote, die den Alltag bereichern - hier im Blog und jeden Dienstag in der WWW: WDR5 LebensArt im Radio.

Kommentieren



Die mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden.


Angaben speichern (Cookie)?


Um Ihren Kommentar zu versenden, beantworten Sie bitte die folgende Frage:


Trackbacks zum Eintrag Fröhliche iNachten

Zum Anfang dieses Eintrags

 
 

Dezember 2014

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31

Über das Blog

Digitalistan: Heimatkundliches aus dem Land der Einsen und Nullen

Suche im Blog

Aktuelle Einträge

Autoren

Blogregeln und Glossar

Newsreader-Feeds (XML/RSS)


Permanente URL dieser Seite: http://wdrblog.de/digitalistan/