Donnerstag, 09.01.2014

Handys richtig verkaufen

3-2-1-meins. Ich habe kurz vor Weihnachten ein gebrauchtes Handy im Nett-Werk gekauft - eine Hilfs- und Verkaufsplattform bei Facebook. Und obwohl der Verkäufer vor meiner Nase das Telefon auf Werkseinstellungen zurück gesetzt hat, habe ich zu Hause noch unzählige Fotos von ihm auf dem Gerät gefunden. Dabei ist es eigentlich ganz einfach, ein Handy zu verkaufen - ohne persönliche Daten und für einen fairen Preis.

Ich habe, glaube ich, drei oder vier alte Handys in einem Schuhkarton im Schrank liegen. Dazu Kabelsalat und diverses Zubehör. Bares Geld. Wenn auch sicher nicht mehr viel. Aber um ein Handy lukrativ zu verkaufen, sollte es wohl gut in Schuss sein, original Karton und Kaufbeleg können auch nicht schaden. Deshalb pflege ich mein aktuelles Smartphone und habe alles Nötige aufbewahrt. Das nächste neue Handy kommt bestimmt.

Werkseinstellung; Rechte: WDR/Horn

Wenn ich dann ein neues Gerät habe, werde ich aus meinem alten zuerst die SIM- und SD-Karte heraus nehmen. Das vergisst man gerne mal. Dann setze ich es auf Werkseinstellung zurück. Aber weil das noch nicht reicht, wie ich bei meinem letzten Weihnachtskauf feststellen musste, gehe ich noch einen Schritt weiter.

Beim Zurücksetzen werden Ordner, Fotos und sonstige Daten gelöscht - aber nicht vollständig. Normalerweise verschwindet nur das Inhaltsverzeichnis. Wer es darauf anlegt, kann die Daten wieder herstellen - was mich schon das ein oder andere Mal gerettet hat. Um alle Daten endgültig zu löschen, sollte man sie mit einer Lösch-App überschreiben oder mit Hilfe eines Programms den Speicher komplett formatieren. Für Android-Handys geht das zum Beispiel mit „Shredroid", einem Gratis-Programm aus der Schweiz. Auch die App „Nuke My Phone" für 74 Cent soll das erledigen. Um zu testen, ob der Löschvorgang erfolgreich war, kann man mit der Freeware „Test Disk & Photo Rec" in den USB-Modus geschaltete Android-Handys auf übrige Daten durchforsten. Für Apple-Geräte gibt es iErase vom Tüftler Jonathan Zdziarski (nicht über iTunes). Oder man verschlüsselt den Telefon-Speicher einfach über die Einstellungen mit der Code-Sperre. Gelöscht sind die Daten in dem Fall dann zwar nicht - das sieht iOs nicht wirklich vor - aber Dritte erlangen so keinen Zugriff mehr. Sollte er die Wiederherstellen-Funktion aktiveren, löscht iTunes den Code automatisch und spielt das Betriebssystem neu auf. Die Daten sind nicht mehr zu finden.

Lösch-Apps; Rechte: WDR/Horn

Vorher sollte man seine Daten aber erstmal sichern. Bei iPhone oder iPads am besten über eine Cloud oder den Mac, für Android-Geräte über Gratis-Programme, die Hersteller-Software selbst wie z.B. Samsung Kies oder über Apps wie „Helium". Die Gratis-Version legt Backups auf einer SD-Karte oder dem PC ab. Die -Version kann Daten auch direkt von Android- zu Android-Gerät übermitteln.

Dann geht´s ans Verkaufen. Die alt bewährte Methoden sind das schwarze Brett im Supermarkt oder eine Rundmail an ein paar Freunde. Noch beliebter ist aber der Verkauf im Online-Shop. Ebay ist ein echter Umschlagplatz für Gebrauchttelefone. Wenn ich „Smartphone gebraucht" suche, erscheinen fast 1400 Angebote. Im Aufmarsch ist momentan das „Nett-Werk" - ein Hilfs- und Verkaufsportal bei Facebook, für Bonn, Leverkusen, Düsseldorf, Köln und andere Städte. Wenn man der Gruppe beitritt, kann man unter Beachtung einiger Regeln um Rat fragen und Kleinkram verkaufen. So habe ich vor Weihnachten das gebrauchte Samsung ergattert.

Wichtig für einen Verkauf ist, das Handy vorher richtig zu putzen - auch hinter dem Akku-Deckel. Dann wird ein Foto von allen Seiten gemacht, um auch auf eventuelle Schäden hinzuweisen. Beim Einstellen ins Internet sollten Angaben über die Garantie, den Zustand, den Neu- und Verkaufspreis nicht fehlen. Dann kann gefeilscht werden. Und wer keine Lust auf Verhandeln hat, sucht sich einfach das beste Festpreis-Angebot bei einem der vielen Handy-Ankäufer-Portale im Netz raus. Ich habe mein altes HTC Wildfire bei Flip4New, Momox und reBuy verglichen - hier bekomme ich mit 36 Euro das beste Angebot. Bei anderen Anbietern sind es zum Teil nur zwei Euro.

Handyankauf; Rechte: WDR/Horn

Um alle Portale direkt zu vergleichen, gibt es für Eilige außerdem die Seite handyverkauf.net. Da werden die Festpreise für verschiedenste Handymodelle und Ankaufseiten aufgelistet.

Ich glaube, ich versuche das jetzt doch noch mit meinen uralt-Handys. Aber vorher gucke ich mal, was für digitale Fundstücke sich noch darauf befinden. Um im Gegensatz zu meinem Verkäufer vorher alle peinlichen Urlaubsfotos und Selfies wirklich und dauerhaft zu löschen.

Unsere Blogger Anita Horn und Dennis Horn sind weder verwandt noch verheiratet, aber umso besser vernetzt. Sie entdecken jede Woche digitale Perlen: spannende Webseiten, lustige Links und Angebote, die den Alltag bereichern - hier im Blog und jeden Donnerstag in der WWW: WDR5 LebensArt im Radio.

Wow-tatsaechlich mal ein hilfreicher tip fuer den laien!

Robin am 8.01.14 17:38

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Mittwoch, 08.01.2014

Mit dem Smartphone den Alltag kontrollieren

Was lässt sich heute nicht alles mit dem Smartphone anstellen: Man kann seine Laufleistung überwachen und mit Freunden teilen, man kann sein Essverhalten kontrollieren oder den eigenen Schlaf im Blick behalten. Für alles gibt es passende Geräte und Apps. Immer mehr kleine oder größere Geräte überwachen uns - weil wir es so wollen. Weil wir wollen, dass es mehr Spaß macht. Weil wir wissen möchten, wie wir uns schlagen. Und weil alle Welt davon erfahren soll, was wir gerade machen. WWW: Quantified Self liegt voll im Trend.


App kontrolliert einen beim Zähneputzen
Künftig schaut einem das Smartphone auch noch beim Zähneputzen über die Schulter: Lang genug geputzt, alle Zähne gründlich gereinigt oder etwas nachlässig gewesen? Das bekommt die neue WWW: Hightech-Zahnbürst von Kolibree mit - und meldet es per Bluetooth der App im Smartphone. Im dritten Quartal soll die auf der CES in Las Vegas präsentierte Wunderbürste auf den Markt kommen. Das gute Stück soll zwischen 75 und 140 Euro kosten.

Als Dankeschön gibt es Überwachung total: In einem Punktesystem wird die Putzleistung jeden Tag bewertet. Aber nicht nur das: Hersteller Kolibree will seine gleichnamige Elektrobürste mit einer offenen API ausstatten, einer Schnittstelle für Programmierer. Dann können auch Dritte Apps entwickeln. Spiele etwa, die sich durch Bürsten steuern lassen. Oder es erscheinen - Belohnungssystem! - bestimmte Inhalte erst dann, wenn man gründlich genug oder regelmäßig geputzt hat. Eins steht fest: Ich will sie nicht.


Kolibree: Eine App überwacht das Zähneputzen


Aktivitätstracker liegen im Trend
Auf der CES sind auch eine ganze Reihe neuer Aktivitätstracker zu sehen. Kleine Geräte, die einen bei sportlichen Aktivitäten überwachen: Wie oft laufe ich und welche Strecke, wie stelle ich mich beim Schwimmen an, welche Strecke bewältige ich auf dem Mountain Bike? Lässt sich alles messen und erfassen. Die Hesteller solcher Geräte setzen verstärkt auf Layout und Optik. Wenn man sich schon eine extra Uhr umschnallt oder ein Zusatzgerät ansteckt oder einsteckt, soll das wenigstens stylisch sein.

Garmin zum Beispiel bringt mit dem WWW: Vivofit einen neuen Tracker heraus, der als Fitnessband durchgeht. Riesiges Display, schweißabweisendes Armband und mit einer Laufzeit für die Batterie von einem Jahr. Das Armband meldet sich sogar, wenn man seine gesteckten Tagesziele noch nicht erreicht hat. Reicht nicht? Es gibt noch mehr. Für alle Hardcore-Tracker ist wohl eher der WWW: Basis Health Tracker interessant.


Auch Sony steigt in den Markt der tragbaren Messgeräte ein


Das Gerät misst auch den Puls, die Hauttemperatur und bekommt sogar mit, ob man schwitzt oder nicht. 179 Dollar kostet das ungewöhnliche Messgerät, das für Fitness-Fanatiker gedacht ist. Auch Sony hat diverse Geräte angekündigt, die alles Mögliche tracken und messen. Neben den Schlafphasen und jeder Form von Aktivität auch, welche Musik man hört. Wenn man das denn möchte.

Solche Selbstoptimierung ist eine nette Spielerei mit Nutzen, solange der Anwender das aus Spaß an der Technik macht, und die Daten lokal bleiben. Ich schreibe Manches einfach auf, bilde aus den 3 mittleren Werten von 5 einen Mittelwert. Oft mittele ich dann in dieser Weise 5 Teilmittel. So habe ich einen Bezugswert, den ich ab und zu erneuere. Klingt kompliziert, spart aber viel Zeit gegenüber einer Totalerfassung. Das kann man gut zur Kontrolle von Fernsehkonsum, Coffeinverbrauch und anderen Alltagsdingen verwenden. Ein Problem wird in Zukunft sein, dass Daten nicht mehr lokal bleiben. Es gibt geradezu eine Sucht, alles, wirklich alles mit dem Internet zu verbinden. Wie lange werden wir uns verweigern können? Immer mehr Geräte senden Daten ins Internet, und immer weniger Menschen stören sich daran. Wann werden Versicherungen Überwachung zum Teil des Vertrags machen? Der "intelligente Stromzähler" kommt wohl. Der "Telematik-Tarif" beim Auto wird momentan diskutiert.

Bertram in Mainz am 11.01.14 17:44

Woher weiss der Betram das seine Daten"local"bleiben"Richtig-gar nicht!Nur weil die app sagt ich tracke nicht-ist dies noch lange nicht war-siehe whats app und snapchat etc!

@Bertram am 12.01.14 15:19

Es fehlt noch eine App die den Mann dazubringt den Müll rauszubringen:)
Das wäre echter Fortschritt!

Martin gäniken am 16.01.14 14:58

Hirn aus und App dafür...weiter so mit der Volksverblödung

Knochen am 20.01.14 12:42

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Dienstag, 07.01.2014

Ring frei für die Selfie Olympics!

Da ist er: der erste Netztrend 2014. Ein paar Tage nach Neujahr haben die Selfie Olympics begonnen. Bei Twitter findet ihr unter dem Hashtag WWW: #selfieolympics gerade lauter möglichst komplizierte Blog: Selfies.

Von WWW: nackten Menschen, die vor ihrem Badezimmerspiegel schweben, über die WWW: Mona Lisa mit Smartphone und Duckface bis zum WWW: großartigsten Selfie, das jemals aufgenommen wurde - die besten Selbstportraits findet ihr auf der Facebook-Seite WWW: "Selfie Game 2014" und unter WWW: @SelfyGames bei Twitter. Wer auch immer dahinter steckt: Danke für die gute Unterhaltung!

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