Freitag, 10.04.2015

Frühling der Bezahlschranken

"YouTube-Clips sollen kostenpflichtig werden", WWW: so titelt die Schweizer Tageszeitung 20 Minuten. Ist natürlich barer Unsinn. Denn die Überschrift vermittelt den Eindruck, als müsste man künftig zwingend dafür bezahlen, wenn man sich Clips auf YouTube anschauen möchte. Doch YouTube bleibt kostenlos. Was aber stimmt: Künftig kann man bezahlen, wenn man möchte. Wer ein paar Euro im Monat hinblättert, wird dafür von Werbung verschont. Die Clips starten dann direkt, ohne Werbung davor, danach und mittendrin (in Form von Werbebannern).

YouTube führt demnächst Bezahlfunktion ein; Rechte: dpa/Picture Alliance
YouTube führt demnächst Bezahlfunktion ein


Acht Millionen zahlende YouTube-User in einem Jahr
Warum für etwas bezahlen, was es - dank Werbung - auch umsonst gibt? Diese Frage stellen sich durchaus viele. Doch während früher die aller meisten beschlossen haben, dann lieber nicht zu bezahlen, ändert sich das langsam. Eine wachsende Zahl von Usern ist die viele Werbung leid und zahlt lieber für gut gemachte Inhalte. Experten schätzen, dass YouTube bereits innerhalb des ersten Jahres rund WWW: acht Millionen zahlende User erreichen könnte. Eine stattliche Zahl.

Wann genau das Bezahlmodell startet, ist noch ungewiss. Nur dass es kommt, steht fest. YouTube will aber sicher nicht in erster Linie ein paar Abos verkaufen, sondern ausloten, womit mehr Geld verdient werden kann: Mit Werbung - oder mit einer Paywall. Abgesehen davon braucht es neue Ertragsquellen, damit es für Videoproduzenten Sinn ergibt, hochwertigen Content herzustellen. Denn man braucht Millionen von zuschauenden Usern bei YouTube, damit es sich lohnt, auf YouTube präsent zu sein.

YouTube bereitet den Weg für Bezahlschranken im Netz; Rechte; dpa/Picture Aliance
YouTube bereitet den Weg für Bezahlschranken im Netz

Bereitschaft zu zahlen wird zunehmen
YouTube will aber sicher noch mehr: Uns ans Bezahlen gewöhnen. Ist erst mal so ein Premium-Modell eingerichtet, also das Clip-Anschauen ohne Werbung, aber gegen Bezahlung, dann kommt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch ein Paymodell für das Anschauen einzelner Videos. Oder Filme. Dann kann womöglich jeder Videoanbieter selbst entscheiden, wie er Geld verdienen möchte, ob mit Werbung oder per direkter Bezahlung.

Wenn ein Key Player wie YouTube eine Bezahlfunktion einführt, dann verändert das die Nutzungsgewohnheiten vieler. Immer mehr Menschen werden bereit sein, für Inhalte und Onlinedienste zu bezahlen. Wie etwa bei Feedly. Man kann den News Reader kostenlos nutzen - oder man zahlt fünf Euro im Monat und bekommt dafür erweiterte Funktionen wie eine Suchfunktion geboten. Faire Sache. Insgesamt ist es oft sinnvoller, wenn störende Werbung verschwindet. Das allein ist eine Wertsteigerung. Wenn dann auch noch die Anbieter hochwertigere Inhalte anbieten können, ist auch das nützlich.

Auf der anderen Seite: Hier ein paar Euro, da ein paar Euro, das summiert sich natürlich. Die großen Anbieter können Pakete schnüren und jede Menge reinpacken (wie das zum Beispiel Amazon mit seinem Prime-Paket) macht, kleinere Anbieter können das nicht. Dabei haben gerade die Einnahmen besonders nötig. Wie denkt Ihr über solche Paymodelle?

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Freitag, 10.04.2015

TV5MONDE verrät im Fernsehen seine eigenen Passwörter

Diese Geschichte ist dermaßen peinlich - die kann man sich nicht einmal ausdenken: Während die Behörden in Frankreich rätseln, wie Angreifer den Sender TV5MONDE stundenlang lahmlegen und islamistische Propaganda über dessen Website und Social-Media-Kanäle veröffentlichen konnten, sieht man WWW: im Hintergrund eines Interviews mit einem Reporter des Senders (ab Minute 3:44) lauter Zettel mit Nutzernamen und Passwörtern.

TV5MONDE-Reporter vor Schreibtisch mit Passwörtern; Rechte: francetv info
Der französische Sender France 2 führt ein Interview mit Reporter David Delos - und liefert einige der Passwörter für TV5MONDE gleich mit.

Zu sehen sind unter anderem Zugangsdaten für Twitter, Instagram und YouTube - das Passwort dafür so deutlich, dass es abzulesen ist: "lemotdepassedeyoutube" - auf Deutsch "das Passwort für YouTube". Es handelt sich dabei übrigens nicht um einen Einzelfall: Der belgische Hacker pent0thal hat auch im Programm eines weiteren Fernsehsenders WWW: ein Passwort in Bildern aus der TV5MONDE-Redaktion entdeckt.

Ich glaube ja schon lange, dass sich das Konzept "Passwörter auf Notizzetteln" nicht ausrotten lässt. Erst recht, wenn Administratoren die Sicherheit immer höher schrauben und uns zum Beispiel vorschreiben, jedes Vierteljahr unsere Passwörter zu ändern - selbstverständlich mit allen dazugehörigen Vorgaben wie Großbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen. Das wird zu kompliziert. Also kleben wir uns das bombensichere "wA!31N57$erL"-Passwort erst recht als Post-it unter den Monitor.

Völlig unsichere Passwörter für hochsensible Accounts zu vergeben, schön lesbar auszudrucken und dann noch vom Fernsehen abfilmen zu lassen, ist aber eine neue Qualität. Sollte sich am Ende herausstellen, dass sich die Angreifer bei solch einfachen Passwörtern ganz klassisch per WWW: Brute-Force-Methode Zugriff verschaffen konnten, heißt das nichts anderes, als dass TV5MONDE eine gehörige Mitschuld an diesem Angriff trägt. Dementsprechend bekommt der Sender bei Twitter gerade die volle Breitseite ab.


Das stimmt sogar: Der Fall TV5MONDE sollte ein Lehrstück nicht nur für alle Medien, sondern für alle Unternehmen und alle Nutzer sein, was die Sicherheit der eigenen Accounts angeht. Er ist ein dringender Aufruf, mal wieder die eigenen oft unfassbar unsicheren Passwörter zu ändern, Passwort-Manager zu installieren und ein bisschen weniger laut über den Kampf gegen Cyberkriminalität zu referieren, bevor nicht gesichert ist, dass wir selbst alles dafür getan haben, unser digitales Dasein zu schützen.

Wozu sich an PW abarbeiten-wenn ich mich direkt reinhacken kann?In diesem Fall in das Interne Netz von TV5.Dazu reicht eine "passende"mail.Anders ist der hack kaum zu erklaeren.

nunja am 10.04.15 17:07

"Erst recht, wenn Administratoren die Sicherheit immer höher schrauben und uns zum Beispiel vorschreiben, jedes Vierteljahr unsere Passwörter zu ändern - selbstverständlich mit allen dazugehörigen Vorgaben wie Großbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen."

Und wenn es dann noch für jede interne Anwendung separat gesetzt werden muss, ist der Ärger komplett. Das führt den Sinn ad absurdum.

Ihr Name am 10.04.15 20:40

Passwörter an der Pinnwand - nun gut. Das hat schon was. Aber Fakt ist nunmal auch, dass schon vor einem Jahr über die IT Sicherheit von Stadtwerken berichtet wurde. Dabei ging es darum, wie schnell ein Hacker auf sensible Infrastruktur wie die Steuerungssoftware für Anlagen wie Pumpen zugreifen kann (https://www.youtube.com/watch?v=yQ1ls86m6D4).
Insofern hoffe ich einfach mal, dass nicht auch Atomkraftwerke am Internet hängen. In meinen Augen ist das einfach eine neue Art von Terrorismus, für den wir deutlich verwundbarer sind als für Bomben oder ähnliches.
Wen betrifft schon eine Bomben in London, Paris oder Berlin? Die direkten Auswirkungen bleiben nur lokal zu spüren. Aber stellen Sie sich mal vor: Das Gleiche passiert mit dem Stromnetz, und wenn Ettlingen, aber spätentens dieses erste ÖFFENTLICH wirksame Beispiel nicht als Warnschuss ausreichten, dann wird es früher oder später so weit kommen.

SmartNOOB am 10.04.15 22:40

Passwörter an der Pinnwand - nun gut. Das hat schon was. Aber Fakt ist nunmal auch, dass schon vor einem Jahr über die IT Sicherheit von Stadtwerken berichtet wurde. Dabei ging es darum, wie schnell ein Hacker auf sensible Infrastruktur wie die Steuerungssoftware für Anlagen wie Pumpen zugreifen kann (https://www.youtube.com/watch?v=yQ1ls86m6D4).
Insofern hoffe ich einfach mal, dass nicht auch Atomkraftwerke am Internet hängen. In meinen Augen ist das einfach eine neue Art von Terrorismus, für den wir deutlich verwundbarer sind als für Bomben oder ähnliches.
Wen betrifft schon eine Bomben in London, Paris oder Berlin? Die direkten Auswirkungen bleiben nur lokal zu spüren. Aber stellen Sie sich mal vor: Das Gleiche passiert mit dem Stromnetz, und wenn Ettlingen, aber spätentens dieses erste ÖFFENTLICH wirksame Beispiel nicht als Warnschuss ausreichten, dann wird es früher oder später so weit kommen.
Ähnlich albern ist übrigens auch der Spam Schutz des WDR

SmartNOOB am 10.04.15 22:41

@noob-es haengt laengst die komplette Infrastructure im Internet!Also AKW,wasserwerke,staudaemme,Ampeln,Krankenhaeuser und bald auch unsere einzelnen Autos.Btw. die PW auf dem Schirm koennten gerade mal die uebernahme einzelner twitter oder sonstigeer accounts erklaeren-aber eben nicht den kompletten hack.

hehe am 11.04.15 12:16

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Freitag, 10.04.2015

Wir brauchen keine internationalen Sperrlisten

Das Netz hat tatsächlich ein Problem. Es wirkt wie ein Katalysator auf alles, was wir tun. Dinge werden heute in Echtzeit verhandelt. Es bleibt nicht mehr nur bei der Nachricht über einen Flugzeugabsturz. Fast gleichzeitig bekommen wir es mit den Reaktionen, mit Erklärungsversuchen, Verschwörungstheorien, Mutmaßungen, Metadiskussionen zu tun. Und Dinge werden heute überall verhandelt. Wir halsen uns die Themen der ganzen Welt auf. Nichts erscheint uns heute noch weit entfernt. Alles hat mit Allem zu tun.

Fernsehstudio von TV5MONDE; Rechte: picture-alliance/AA/Geoffroy van der Hasselt
Der französische Sender TV5MONDE ist Ziel eines Angriffs geworden. Mitglieder der Terrormiliz "Islamischer Staat" sollen Website und Profile in sozialen Netzwerken gekapert und das Fernsehprogramm zum Ausfall gebracht haben.

Wie sehr die Welt durch das Netz zusammengewachsen ist, zeigt der Angriff auf TV5MONDE: Mutmaßliche Angreifer des "Islamischen Staats" haben islamistische Propaganda auf der Website und in den Social-Media-Profilen des französischen Senders untergebracht. Das Programm von TV5MONDE fiel stundenlang aus. Ein über 4.000 Kilometer entfernter Konflikt sorgt also dafür, dass in Frankreich Bildschirme schwarz bleiben.

Solche Momente sind gefährlich: Es sind die Momente der reflexhaften Reaktionen. Der Forderung nach einer Vorratsdatenspeicherung zum Beispiel - die es in Frankreich gibt, die den Angriff aber auch nicht verhindern konnte. Dem Versprechen über 500 neue Stellen für den Geheimdienst - so nun angekündigt von Frankreichs Innenminister Cazeneuve. Oder den Gedanken darüber, ob es nicht doch richtig wäre, Inhalte im Netz zu sperren statt sie zu löschen - Blog: so geschehen gestern hier in Digitalistan.

Die Frage, ob sich der Angriff auf TV5MONDE mit Sperrlisten hätte verhindern lassen, halte ich für mindestens rhetorisch. Denn ein paar geknackte Passwörter reichen in der Regel nicht aus, um einen kompletten Fernsehsender lahmzulegen. WWW: Da muss mehr passiert sein - möglicherweise gezielte Sabotage, speziell zugeschnitten auf die technische Infrastruktur des französischen Senders, vielleicht als Auftragsarbeit.

T-Shirt mit Zensursula-Aufdruck; Rechte: picture-alliance/dpa/Wolfram Steinberg
"Zensursula" hieß die Kampagne gegen die damalige Familienministerin Ursula von der Leyen, die mit Internetsperren Kinderpornografie im Netz eindämmen wollte.

Abgesehen von islamistischer Propaganda, schreibt Digitalistan-Autor Jörg Schieb, gebe es aber leider auch "jede Menge krimineller Aktivitäten im Netz, ob Volksverhetzung, Kinderpornografie oder Datendiebstahl". Und fügt hinzu: "Es wäre an der Zeit, sich einzugestehen, dass ein freies Internet eben auch bedeutet, dass selbst die irrsten Gedanken und gefährlichsten Inhalte sich frei bewegen können. Ohne Entdeckung oder Ahndung fürchten zu müssen."

Das sollten wir uns tatsächlich eingestehen - und wir müssen Wege finden, mit solchen weltweit verfügbaren Inhalten umzugehen. Aber wären Netzsperren im Jahr sechs nach Zensursula der richtige Weg? Die Bundesregierung selbst WWW: hat mittlerweile eingeräumt, dass sie nicht nötig sind: Kinderpornografische und damit klar rechtswidrige Inhalte lassen sich problemlos löschen. Die Löschquote lag in Deutschland nach einer Woche zuletzt bei 99 Prozent, im Ausland nach vier Wochen bei 94 Prozent.

Mal abgesehen davon, dass sich das von Jörg Schieb vorgeschlagene "international besetzte Panel" niemals auf weltweite Standards einigen könnte. Die USA mögen keine blanken Brüste, in Deutschland ist neonazistische Propaganda verboten, muslimisch geprägte Menschen wollen keine Mohammed-Karikaturen online sehen. Wie um alles in der Welt soll man sich da einigen? Schmeißen wir alles in einen Topf - und gesperrt wird alles auf einmal? Schwer vorstellbar. Zählt der kleinste gemeinsame Nenner - und wir landen wieder nur bei der Kinderpornografie? Dann bräuchten wir den ganzen Unsinn nicht.


Rund um den Protest gegen das "Zugangserschwerungsgesetz" 2009 hat der Elektrische Reporter gezeigt, wie fragwürdig Netzsperren rechtsstaatlich und technisch wären.

Und dann wäre da noch die Frage, wie verantwortlich Netzsperren rechtsstaatlich sind. Unser Rechts- und Wertesystem kennt die Prinzipien der Verhältnismäßigkeit und der Subsidiarität. Seiten zu sperren, ist ein verhältnismäßig harter Schritt, vor dem erst einmal alle anderen Mittel ausgeschöpft werden sollten. Dazu gehört auch der Versuch, die Inhalte erst einmal zu löschen, bevor man sie sperrt - das Mittel übrigens, dessen Opfer im Gegensatz zu Netzsperren die Verursacher sind, nicht die Konsumenten.

Wollen wir wirklich eine technische Infrastruktur schaffen, die dazu geeignet wäre, jede Form von Inhalt zu sperren? Wo doch bekannt ist, dass technische Möglichkeiten, die einmal vorhanden sind, oft auch für mehr eingesetzt werden - und dann nicht mehr nur gegen Kinderpornos, islamistische Propaganda oder andere kriminelle Inhalte. Sondern vielleicht auch gegen Urheberrechtsverletzungen, Beleidigungen und andere Delikte.

Sieht man einmal von allem ab, was tatsächlich strafbar ist und damit ganz einfach gelöscht gehört: Es gibt einen Grund, warum die für Jörg Schieb "irrsten Gedanken und gefährlichsten Inhalte" frei durchs Netz geistern. Er nennt sich: Meinungsfreiheit - die ja bekanntlich erst dann ihre Wirkung entfaltet, wenn sie uns auch wehtut.

Lieber Herr Horn, gehören auch Sie etwa zu den Leuten, die vom Artikel 5 unseres Grundgesetzes immer nur den ersten Absatz lesen und zitieren können, weil er so schön bequem zum eigenen Rechtsunwissen passt?

Klaus Lohmann am 10.04.15 10:25


Man kann solche Fragen nicht losgelöst vom gesellschaftlichen Hintergrund beantworten. Wohin geht der Grundtrend? Wir sind auf dem Weg in einen globalen Obrigkeitsstaat!

Hätten wir weltweit eine stabile liberale Gesellschaft, dann wäre eine spezielle ausnahmsweise eingeführte Einschränkung nicht so gefährlich. Vielleicht sollte man trotzdem den Anfängen wehren. Aber die Liberalität wäre kaum in Gefahr.

Es gilt jedoch das Gegenteil. Unsere heutige Liberalität ist historisch gesehen und aktuell global gesehen die extreme Ausnahme. Wir sind jetzt hier in Europa eine Insel der Seligen. Wie lange noch? Vor diesem Hintergrund sollten wir lieber ein bisschen zu viel Freiheit zulassen und die Nebenwirkungen hinnehmen.

Vielleicht steht in 50 Jahren die Zeit der Demokratien und der freien Information in den Geschichtsbüchern als Zeit der Instabilität und des Chaos. Hoffentlich nicht!

Bertram in Mainz am 10.04.15 10:46

@Klaus Lohmann: Nein. Aber erläutern Sie mir gern, was Sie damit meinen.

Dennis Horn am 10.04.15 12:10

Ist nun mal so-Herr Schieb steht auf tracken und NSA Methoden.Kann man nur den Kopf schuetteln.

Achje am 10.04.15 13:19

Herr Horn, ganz einfach, die "irrsten und gefährlichsten Gedanken" und deren Verbreitung im Netz sind eben nicht durch die Meinungsfreiheit geschützt, wenn man den Art. 5 - und dessen Intention - richtig kennt.

Klaus Lohmann am 10.04.15 13:48

@Klaus Lohmann: Der ist mir bekannt. Was Sie mir da ankreiden, machen Sie selbst nicht anders: Sie nehmen sich einen Satz aus dem gesamten Artikel raus. Selbstverständlich gibt es Inhalte, die klar gelöscht werden müssen - darum geht es ja ein paar Absätze vorher. Aber einige der vom Kollegen Schieb angesprochenen Inhalte sind von der Meinungsfreiheit eben doch geschützt - das müssen wir aus meiner Sicht aushalten.

Dennis Horn am 10.04.15 13:57

@achje, wohl eher nicht. Dass ich strikt etwas gegen staatliche Schnüffelei und NSA habe, das habe ich hier im Blog wohl glaube ich hinreichend deutlich gemacht. Bitte googeln. :) Aber Sperrlisten, die von mir aus auch FREIWILLIG von den Großen respektiert werden, ist KEINE Zensur. Es gibt auch noch andere Werte neben dem Recht auf freie Meinungsäußerung, das ist ausdrücklich sehr hoch einschätze, das aber eben nicht missbraucht werden darf.

Jörg Schieb am 10.04.15 16:47

Wie kann das Recht auf FREIE(sic!)Meinungsaeusserung "missbraucht"werden?Wer beurteilt den"Missbrauch"?Richtig typen die NSA&Co. geschaffen haben! Sie wollen also eine"Freie"Meinungsaeusserung-solange die geaeusserte Meinung ihrem Geschmack entspricht.Sorry-das ist eben keine Freie Meinungsaeusserung.

Ach je am 10.04.15 17:00

Vor einigen Jahren machte ich einen Computerkurs und in der letzten Reihe - wohl nicht zufällig - wurden Seiten mit Nazi-Embleme durchstöbert ...
Vor dem gestrigen Jahrestag stößt mir dieser Vorgang immer noch übel auf!

Als 4-Jähriger bin ich sexuell von einem damals ca. 15-Jährigem missbraucht worden ... Heute mit Web-Cam ... ??? Toll!

Das Internet ist Neuland - ja Frau Bundeskanzlerin - und Sie erlauben in Deutschland mit Ihrem Kanzleramt und dem BND 'für unsere Freunde' Wirtschaftsspionage!

Zählt dieser wirtschaftliche Schaden auch zur 'Meinungsfreiheit' ???

Wie meinte jemand vor Tagen im Radio: 90 Prozent des Internets ist Sch ....

Guten Tag!

DollyToll am 13.04.15 12:59

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