Samstag, 11.01.2014

Der Geheimdienst fährt mit

Eigentlich ist die am Freitag zu Ende gegangene WWW: CES eine Konsumermesse für Unterhaltungselektronik. Seit einigen Jahren sind aber auch Computer- und Internetkonzerne vor Ort, seitdem es die WWW: Comdex nicht mehr gibt. Dieses Jahr waren auch Autohersteller aus aller Welt in Las Vegas. Kein Zufall, denn dem Auto steht eine kleine Revolution bevor - und damit auch allen Autofahrern. Die IT-Industrie hält nun endgültig Einzug ins Auto.

Lange Zeit haben Autohersteller die Entwicklung im IT-Bereich ignoriert. Arrogant ignoriert, muss man sagen. Bis heute ist es oft schwer bis gar nicht möglich, mit seinem Smartphone Musik ins Auto zu spielen, bestenfalls per Bluetooth. Es hat ewig gedauert, bis erste Autos mit iPod-Schnittstelle gebaut wurden. Dabei sind solche Aspekte gerade für jüngere Menschen wichtig. Das hat offensichtlich auch die Autoindustrie kapiert und beginnt nun, diese Dinge in ihre Fahrzeuge zu integrieren. Das birgt aber keineswegs nur Vorteile.

Autos auf der CES; Bild: Audi
Autos steuern sich zunehmend selbst und werden vernetzt


Google und Apple konkurrieren um Autofahrer
Google hat gemeinsam mit Audi, Honda, General Motors, Hyundai und anderen die WWW: Open Automotive Alliance gegründet. Ziel: Das Android-Betriebssystem ins Auto zu bringen. In Zukunft sollen alle möglichen Geräte mit dem Auto Kontakt herstellen können, um Daten auszutauschen. Warum nicht eine Adresse aus dem Smartphone übernehmen und sich per Navi gleich dorthin führen lassen? Wieso nicht mit Google Glass auf der Nase Hilfe beim Einparken bekommen? Ebenso denkbar: Smartphone oder Google Glass leiten einen in der fremden Stadt wieder zum geparkten Auto. An Ideen mangelt es nicht.

Und Google ist keineswegs alleine. Auch Apple hat den Markt für sich entdeckt, sogar schon lange vor Google. WWW: iOS in the Car heißt das Programm: Apple-Geräte sollen den Bordcomputer steuern, die Musik liefern, die Klimaanlage regulieren oder das Telefonieren während der Fahrt ermöglichen. Apple kooperiert dazu mit BMW, Daimler, Jaguar, Ferrari und anderen. Die Ziele dürften ganz ähnliche sein wie bei Google. In der Betaversion des kommenden iOS 7.1 sind bereits erste Anzeichen für die Anbindung des Autos zu finden.

Navisystem im Auto; Rechte: Apple
iOS im Auto: Per Smartphone das Navisystem steuern und mehr


Glücksfall für die NSA
So praktisch es zweifellos sein kann, wenn die eigenen Mobilgeräte mit dem Auto kooperieren und Daten austauschen. Die ganze Sache hat einen unangenehmen Beigeschmack. Bekanntlich ignorieren die USA rücksichtslos geltendes Rechts wie das WWW: Safe Harbor Abkommen. Es landen Daten in den USA, die dort gar nichts zu suchen haben. Wenn nun amerikanische Onlinedienste auch noch die Autos in aller Welt kontrollieren oder doch zumindest überwachen können, so ist das keine schöne Vorstellung.

Dieser Aspekt wurde in meinen Augen in den letzten Tagen nicht ausreichend beleuchtet. Was treibt deutsche Autohersteller dazu, sich US-Dienste ins Fahrzeug zu holen, ohne dieses so wichtige Thema anzusprechen, ohne den Unternehmen die Garantie abzuringen, europäisches Datenschutzrecht umzusetzen? Die deutsche Autoindustrie ist die stärkste der Welt. Hier hätte man mal mit den Muskeln spielen können. Die Chance wurde offenbar vertan. Stattdessen rollt man den US-Unternehmen einen roten Teppich aus und gewährt ihnen Einblicke in unsere Autos. Das ist vielleicht wirtschaftlich clever, aber nicht besonders verantwortungsvoll.


Selbstfahrene Autos auf der CES: Nette Idee - aber keiner spricht über die Gefahren


Dass Autohersteller, Google, nVidia und Co. auch noch an selbstfahrenden Autos tüfteln, die nicht nur selbst einparken, sondern auch eigenständig über die Straße fahren können, weckt unerfreuliche Phantasien. Ein Knopfdruck in der NSA-Zentrale, und das eigene Auto verriegelt die Türen und fährt einen gleich zum nächsten NSA-Verhörzentrum. Möglich wäre es. Und wie wir wissen, scheut die NSA nicht davor zurück, zu tun, was möglich ist - freilich immer nur im Interesse unserer Sicherheit.

Den letzten Teilsatz würde ich so nicht formulieren. Zutreffender ist meiner Meinung nach tut die NSA nur das, was deren Interessen dient.

Maik am 11.01.14 15:33

Die NSA scheut nicht davor zurück, zu tun, was möglich ist. Nur ist leider noch nicht alles möglich, was deren Interessen dient...
Ach so, liebe NSA, ich habe versehentlich meine ganzen Mailordner gelöscht. Könnt Ihr die bitte wiederherstellen und mir übersenden?
Besten Dank im voraus und Glück auf.

Chris am 11.01.14 17:51

Das ist doch Quatsch! Ob das Auto seine Position sendet oder mein Handy ist völlig egal. Anhand der Bewegungsgeschwindigkeit und zurückgelegten Strecke kann ich nämlich auch erkennen, ob sich die Zielperson gerade in einem Auto, Bus oder Bahn befindet oder zu Fuß geht. Da ist es wirklich nicht mehr wichtig, ob die NSA nun weiß, wo mein Auto fährt / steht.

Außerdem: Es tut sowiso niemand etwas dagegen. Mir geht das inzwischen sogar auf die Nerven. Wer versteht, was da passiert regt sich auf. Alle anderen sagen nur: Ich habe nichts zu verbergen oder denken sie können ohnehin nichts dagegen tun. Also was soll überhaupt noch jede kritische Berichterstattung über solche neue Technologien.

Ein Skandal ist es nicht. Eine Affäre ist es genauso wenig. DLand versucht GEMEINSAM mit den USA, GB und Co. die Aktivitäten zu vertuschen. In wirklichkeit stecken alle unter einer Decke. Und deshalb brauchen wir in DLand keine Vorratsdatenspeicherung. Wichtige Dienste sitzen sowiso bei den Amis.

Blödsinn am 12.01.14 0:07

Interessanter Beitrag!

Ich nutze durchs Carsharing eine Reihe Autos welche Bluetooth, USB und Co unterstützen und muss sagen, in letzter Zeit hat sich da schon etwas getan.
Dabei muss ich allerdings sagen, dass es mir persönlich zur Praktikabilität mehr auf 'Detail Engineering' ankommt als auf kleinere Funktionen wie Übertrag einer Adresse aus dem Smartphone ins Auto etc.

Beispiele:

1. Ein Auto erlaubt das Scrollen von Musiktiteln auf dem Display, allerdings nur über das Drehen eines Knopfes! Da macht das Suchen durch 10000 Musiktitel keinen Spaß. Ein Tastendruck auf einen Buchstaben auf einem Touchscreen würde die Suche erheblich erleichtern, ist aber nicht vorgesehen.

2. Das Auto-Display ist hell und stört bei Nachtfahrten. Man kann es abschalten. Sobald man aber einen Knopf auf dem Lenkrad drückt oder am Lautstärkeregler dreht geht es wieder an! Dann muss man einen kleinen Knopf auf den Instrumenten mehrmals drücken, damit es wieder aus ist. Was das soll, versteh ich nicht.

chris26 am 12.01.14 5:08

Ach je-wieder auf die NSA und dabei auser acht lassen das es 9eyes sind?Zudem-wenige Tage vorher"Mit dem Smartphone den Alltag kontrollieren"jede Menge freiwillig zu installierende tracking Trojaner propagieren.Wie laecherlich ist das denn?Was wir jetzt schon haben geht weit ueber Orwells Visionen von 1984 hinaus-nur das es "freiwillig""von den Schafen vollzogen wird,statt mit Gewalt durchgesetzt!Abgesehen davon-in ~ 30 Jahren leben 90% der Menscheit in Megacitys.Damit sind KFZ obsolet!Zudem hatten wir peak oil laengst!In ~ 50 Jahren steht der Meerespiegel so hoch das die Norddeutsche Tiefebene,bis zum Harz und darueber hinaus, unter Wasser liegt!Wozu also in derartiges noch investieren,statt sich Gedanken ueber diese kommenden Veranenderungen zu machen?Bspw. das ~3Milliarden Menschen wegen der ueberschwemmten Kuesten neuen Platz brauchen?

Robin am 12.01.14 9:27

den ganzen elektronischen Quatsch in den Autos einzubauen, sollten man lieber die wichtigsten Dinge im wie Kontrollleuchte für defekte Teile, z.b defekte Birnen oder aber auch blinken einbauen als den ganzen unnötiten quatsch wie GPS. Halte ich für wichtiger um die Verkehsicherheit zu gewährleisten anstatt die Ablenkungen welche auch zu Unfällen führen wie Unaufmerksamkeiten.

irgendwer am 12.01.14 12:27

Die Autoindustrie hat sich Herrn Schieb angepasst. Alles was neu ist ist doll. Aber das paßt zum WDR ich denke nur an den EDV-Neurotiker Herrn Backes

Hannes Wurst am 13.01.14 1:18

Wirklich cool wäre ein Analysegerät das die Fahrzeug geführten Gespräche auf die herrschende Stimmung untersucht und entsprechende Musik einspielt oder die KONTROLLE übernimmt und die Insassen zur nächsten Polizeidienststelle bringt,ein Protokoll über Anschlagspläne ausdruckt sowie eine E-Mail an die NSA schickt.
Oder umgekehrt!
Dieser Beitrag enthält (noch)Ironie,aber morgen vielleicht....

Martin gäniken am 16.01.14 14:43

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Donnerstag, 09.01.2014

Handys richtig verkaufen

3-2-1-meins. Ich habe kurz vor Weihnachten ein gebrauchtes Handy im Nett-Werk gekauft - eine Hilfs- und Verkaufsplattform bei Facebook. Und obwohl der Verkäufer vor meiner Nase das Telefon auf Werkseinstellungen zurück gesetzt hat, habe ich zu Hause noch unzählige Fotos von ihm auf dem Gerät gefunden. Dabei ist es eigentlich ganz einfach, ein Handy zu verkaufen - ohne persönliche Daten und für einen fairen Preis.

Ich habe, glaube ich, drei oder vier alte Handys in einem Schuhkarton im Schrank liegen. Dazu Kabelsalat und diverses Zubehör. Bares Geld. Wenn auch sicher nicht mehr viel. Aber um ein Handy lukrativ zu verkaufen, sollte es wohl gut in Schuss sein, original Karton und Kaufbeleg können auch nicht schaden. Deshalb pflege ich mein aktuelles Smartphone und habe alles Nötige aufbewahrt. Das nächste neue Handy kommt bestimmt.

Werkseinstellung; Rechte: WDR/Horn

Wenn ich dann ein neues Gerät habe, werde ich aus meinem alten zuerst die SIM- und SD-Karte heraus nehmen. Das vergisst man gerne mal. Dann setze ich es auf Werkseinstellung zurück. Aber weil das noch nicht reicht, wie ich bei meinem letzten Weihnachtskauf feststellen musste, gehe ich noch einen Schritt weiter.

Beim Zurücksetzen werden Ordner, Fotos und sonstige Daten gelöscht - aber nicht vollständig. Normalerweise verschwindet nur das Inhaltsverzeichnis. Wer es darauf anlegt, kann die Daten wieder herstellen - was mich schon das ein oder andere Mal gerettet hat. Um alle Daten endgültig zu löschen, sollte man sie mit einer Lösch-App überschreiben oder mit Hilfe eines Programms den Speicher komplett formatieren. Für Android-Handys geht das zum Beispiel mit „Shredroid", einem Gratis-Programm aus der Schweiz. Auch die App „Nuke My Phone" für 74 Cent soll das erledigen. Um zu testen, ob der Löschvorgang erfolgreich war, kann man mit der Freeware „Test Disk & Photo Rec" in den USB-Modus geschaltete Android-Handys auf übrige Daten durchforsten. Für Apple-Geräte gibt es iErase vom Tüftler Jonathan Zdziarski (nicht über iTunes). Oder man verschlüsselt den Telefon-Speicher einfach über die Einstellungen mit der Code-Sperre. Gelöscht sind die Daten in dem Fall dann zwar nicht - das sieht iOs nicht wirklich vor - aber Dritte erlangen so keinen Zugriff mehr. Sollte er die Wiederherstellen-Funktion aktiveren, löscht iTunes den Code automatisch und spielt das Betriebssystem neu auf. Die Daten sind nicht mehr zu finden.

Lösch-Apps; Rechte: WDR/Horn

Vorher sollte man seine Daten aber erstmal sichern. Bei iPhone oder iPads am besten über eine Cloud oder den Mac, für Android-Geräte über Gratis-Programme, die Hersteller-Software selbst wie z.B. Samsung Kies oder über Apps wie „Helium". Die Gratis-Version legt Backups auf einer SD-Karte oder dem PC ab. Die -Version kann Daten auch direkt von Android- zu Android-Gerät übermitteln.

Dann geht´s ans Verkaufen. Die alt bewährte Methoden sind das schwarze Brett im Supermarkt oder eine Rundmail an ein paar Freunde. Noch beliebter ist aber der Verkauf im Online-Shop. Ebay ist ein echter Umschlagplatz für Gebrauchttelefone. Wenn ich „Smartphone gebraucht" suche, erscheinen fast 1400 Angebote. Im Aufmarsch ist momentan das „Nett-Werk" - ein Hilfs- und Verkaufsportal bei Facebook, für Bonn, Leverkusen, Düsseldorf, Köln und andere Städte. Wenn man der Gruppe beitritt, kann man unter Beachtung einiger Regeln um Rat fragen und Kleinkram verkaufen. So habe ich vor Weihnachten das gebrauchte Samsung ergattert.

Wichtig für einen Verkauf ist, das Handy vorher richtig zu putzen - auch hinter dem Akku-Deckel. Dann wird ein Foto von allen Seiten gemacht, um auch auf eventuelle Schäden hinzuweisen. Beim Einstellen ins Internet sollten Angaben über die Garantie, den Zustand, den Neu- und Verkaufspreis nicht fehlen. Dann kann gefeilscht werden. Und wer keine Lust auf Verhandeln hat, sucht sich einfach das beste Festpreis-Angebot bei einem der vielen Handy-Ankäufer-Portale im Netz raus. Ich habe mein altes HTC Wildfire bei Flip4New, Momox und reBuy verglichen - hier bekomme ich mit 36 Euro das beste Angebot. Bei anderen Anbietern sind es zum Teil nur zwei Euro.

Handyankauf; Rechte: WDR/Horn

Um alle Portale direkt zu vergleichen, gibt es für Eilige außerdem die Seite handyverkauf.net. Da werden die Festpreise für verschiedenste Handymodelle und Ankaufseiten aufgelistet.

Ich glaube, ich versuche das jetzt doch noch mit meinen uralt-Handys. Aber vorher gucke ich mal, was für digitale Fundstücke sich noch darauf befinden. Um im Gegensatz zu meinem Verkäufer vorher alle peinlichen Urlaubsfotos und Selfies wirklich und dauerhaft zu löschen.

Unsere Blogger Anita Horn und Dennis Horn sind weder verwandt noch verheiratet, aber umso besser vernetzt. Sie entdecken jede Woche digitale Perlen: spannende Webseiten, lustige Links und Angebote, die den Alltag bereichern - hier im Blog und jeden Donnerstag in der WWW: WDR5 LebensArt im Radio.

Wow-tatsaechlich mal ein hilfreicher tip fuer den laien!

Robin am 8.01.14 17:38

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Mittwoch, 08.01.2014

Mit dem Smartphone den Alltag kontrollieren

Was lässt sich heute nicht alles mit dem Smartphone anstellen: Man kann seine Laufleistung überwachen und mit Freunden teilen, man kann sein Essverhalten kontrollieren oder den eigenen Schlaf im Blick behalten. Für alles gibt es passende Geräte und Apps. Immer mehr kleine oder größere Geräte überwachen uns - weil wir es so wollen. Weil wir wollen, dass es mehr Spaß macht. Weil wir wissen möchten, wie wir uns schlagen. Und weil alle Welt davon erfahren soll, was wir gerade machen. WWW: Quantified Self liegt voll im Trend.


App kontrolliert einen beim Zähneputzen
Künftig schaut einem das Smartphone auch noch beim Zähneputzen über die Schulter: Lang genug geputzt, alle Zähne gründlich gereinigt oder etwas nachlässig gewesen? Das bekommt die neue WWW: Hightech-Zahnbürst von Kolibree mit - und meldet es per Bluetooth der App im Smartphone. Im dritten Quartal soll die auf der CES in Las Vegas präsentierte Wunderbürste auf den Markt kommen. Das gute Stück soll zwischen 75 und 140 Euro kosten.

Als Dankeschön gibt es Überwachung total: In einem Punktesystem wird die Putzleistung jeden Tag bewertet. Aber nicht nur das: Hersteller Kolibree will seine gleichnamige Elektrobürste mit einer offenen API ausstatten, einer Schnittstelle für Programmierer. Dann können auch Dritte Apps entwickeln. Spiele etwa, die sich durch Bürsten steuern lassen. Oder es erscheinen - Belohnungssystem! - bestimmte Inhalte erst dann, wenn man gründlich genug oder regelmäßig geputzt hat. Eins steht fest: Ich will sie nicht.


Kolibree: Eine App überwacht das Zähneputzen


Aktivitätstracker liegen im Trend
Auf der CES sind auch eine ganze Reihe neuer Aktivitätstracker zu sehen. Kleine Geräte, die einen bei sportlichen Aktivitäten überwachen: Wie oft laufe ich und welche Strecke, wie stelle ich mich beim Schwimmen an, welche Strecke bewältige ich auf dem Mountain Bike? Lässt sich alles messen und erfassen. Die Hesteller solcher Geräte setzen verstärkt auf Layout und Optik. Wenn man sich schon eine extra Uhr umschnallt oder ein Zusatzgerät ansteckt oder einsteckt, soll das wenigstens stylisch sein.

Garmin zum Beispiel bringt mit dem WWW: Vivofit einen neuen Tracker heraus, der als Fitnessband durchgeht. Riesiges Display, schweißabweisendes Armband und mit einer Laufzeit für die Batterie von einem Jahr. Das Armband meldet sich sogar, wenn man seine gesteckten Tagesziele noch nicht erreicht hat. Reicht nicht? Es gibt noch mehr. Für alle Hardcore-Tracker ist wohl eher der WWW: Basis Health Tracker interessant.


Auch Sony steigt in den Markt der tragbaren Messgeräte ein


Das Gerät misst auch den Puls, die Hauttemperatur und bekommt sogar mit, ob man schwitzt oder nicht. 179 Dollar kostet das ungewöhnliche Messgerät, das für Fitness-Fanatiker gedacht ist. Auch Sony hat diverse Geräte angekündigt, die alles Mögliche tracken und messen. Neben den Schlafphasen und jeder Form von Aktivität auch, welche Musik man hört. Wenn man das denn möchte.

Solche Selbstoptimierung ist eine nette Spielerei mit Nutzen, solange der Anwender das aus Spaß an der Technik macht, und die Daten lokal bleiben. Ich schreibe Manches einfach auf, bilde aus den 3 mittleren Werten von 5 einen Mittelwert. Oft mittele ich dann in dieser Weise 5 Teilmittel. So habe ich einen Bezugswert, den ich ab und zu erneuere. Klingt kompliziert, spart aber viel Zeit gegenüber einer Totalerfassung. Das kann man gut zur Kontrolle von Fernsehkonsum, Coffeinverbrauch und anderen Alltagsdingen verwenden. Ein Problem wird in Zukunft sein, dass Daten nicht mehr lokal bleiben. Es gibt geradezu eine Sucht, alles, wirklich alles mit dem Internet zu verbinden. Wie lange werden wir uns verweigern können? Immer mehr Geräte senden Daten ins Internet, und immer weniger Menschen stören sich daran. Wann werden Versicherungen Überwachung zum Teil des Vertrags machen? Der "intelligente Stromzähler" kommt wohl. Der "Telematik-Tarif" beim Auto wird momentan diskutiert.

Bertram in Mainz am 11.01.14 17:44

Woher weiss der Betram das seine Daten"local"bleiben"Richtig-gar nicht!Nur weil die app sagt ich tracke nicht-ist dies noch lange nicht war-siehe whats app und snapchat etc!

@Bertram am 12.01.14 15:19

Es fehlt noch eine App die den Mann dazubringt den Müll rauszubringen:)
Das wäre echter Fortschritt!

Martin gäniken am 16.01.14 14:58

Hirn aus und App dafür...weiter so mit der Volksverblödung

Knochen am 20.01.14 12:42

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