Dienstag, 14.01.2014

Pulp Fiction in 8 Bit

Wer kennt ihn nicht, den FIlmklassiker WWW: Pulp Fiction von Quentin Tarantino? Der Film aus dem Jahr 1994 hat John Travolta wieder in die Bundesliga der Schauspieler zurückgeholt und Samuel Jackson berühmt gemacht. Regisseur Quentin Tarantino sowieso.

Jetzt kann man sich den eigentlich 154 Minuten langen Film in einer zweieinhalb Minuten langen Version anschauen - und zwar in Form eines 8-Bit-Games. Klötzchengrafik, blechiger Sound, abrupte Bewegungen: So haben sich 8-Bit-Games früher präsentiert. Der komplette Film wird in dieser Ästhetik nacherzählt. Schlüsselsequenzen aus Pulp Fiction werden in Spielszenen präsentiert, zum Beispiel der Tanz von Mia Wallace und Vincent Vega. Großes Kino - in einem Youtube-Video.


Quentin Tarantinos Pulp Fiction als 8-Bit-Game

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Montag, 13.01.2014

Wir sind schwanger!

Was machen die meisten Paare, wenn sie (zum ersten Mal) schwanger sind und der richtige Zeitpunkt erreicht ist, ihre Familie und Freunde darüber in Kenntnis zu setzen? Richtig: Sie greifen zum Telefonhörer, verschicken Karten oder E-Mails. Doch Brandon und Robin aus den USA haben zu einem ganz anderen Mittel gegriffen. Das Paar fällt nicht mit der Tür ins Haus, sondern setzt auf ein typisch amerikanisches Mittel: Unterhaltung.

Die beiden haben ein wirklich gelungenes Video gedreht und geschnitten und es auf Youtube veröffentlicht. Im Stil eines Hollywood-Thrillers (es passieren merkwürdige Dinge im Haushalt) wird dem Betrachter irgendwann klar: In der Familie gibt es Nachwuchs. Vorzüglich gemacht, sehr unterhaltsam und kurzweilig. Bislang wurden eher Hochzeitsanträge WWW: filmisch umgesetzt oder festgehalten - jetzt könnte ein neuer Trend geboren sein.


naja... nach der ankündigung habe ich mehr erwartet

Joachim am 15.01.14 19:12

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Samstag, 11.01.2014

Der Geheimdienst fährt mit

Eigentlich ist die am Freitag zu Ende gegangene WWW: CES eine Konsumermesse für Unterhaltungselektronik. Seit einigen Jahren sind aber auch Computer- und Internetkonzerne vor Ort, seitdem es die WWW: Comdex nicht mehr gibt. Dieses Jahr waren auch Autohersteller aus aller Welt in Las Vegas. Kein Zufall, denn dem Auto steht eine kleine Revolution bevor - und damit auch allen Autofahrern. Die IT-Industrie hält nun endgültig Einzug ins Auto.

Lange Zeit haben Autohersteller die Entwicklung im IT-Bereich ignoriert. Arrogant ignoriert, muss man sagen. Bis heute ist es oft schwer bis gar nicht möglich, mit seinem Smartphone Musik ins Auto zu spielen, bestenfalls per Bluetooth. Es hat ewig gedauert, bis erste Autos mit iPod-Schnittstelle gebaut wurden. Dabei sind solche Aspekte gerade für jüngere Menschen wichtig. Das hat offensichtlich auch die Autoindustrie kapiert und beginnt nun, diese Dinge in ihre Fahrzeuge zu integrieren. Das birgt aber keineswegs nur Vorteile.

Autos auf der CES; Bild: Audi
Autos steuern sich zunehmend selbst und werden vernetzt


Google und Apple konkurrieren um Autofahrer
Google hat gemeinsam mit Audi, Honda, General Motors, Hyundai und anderen die WWW: Open Automotive Alliance gegründet. Ziel: Das Android-Betriebssystem ins Auto zu bringen. In Zukunft sollen alle möglichen Geräte mit dem Auto Kontakt herstellen können, um Daten auszutauschen. Warum nicht eine Adresse aus dem Smartphone übernehmen und sich per Navi gleich dorthin führen lassen? Wieso nicht mit Google Glass auf der Nase Hilfe beim Einparken bekommen? Ebenso denkbar: Smartphone oder Google Glass leiten einen in der fremden Stadt wieder zum geparkten Auto. An Ideen mangelt es nicht.

Und Google ist keineswegs alleine. Auch Apple hat den Markt für sich entdeckt, sogar schon lange vor Google. WWW: iOS in the Car heißt das Programm: Apple-Geräte sollen den Bordcomputer steuern, die Musik liefern, die Klimaanlage regulieren oder das Telefonieren während der Fahrt ermöglichen. Apple kooperiert dazu mit BMW, Daimler, Jaguar, Ferrari und anderen. Die Ziele dürften ganz ähnliche sein wie bei Google. In der Betaversion des kommenden iOS 7.1 sind bereits erste Anzeichen für die Anbindung des Autos zu finden.

Navisystem im Auto; Rechte: Apple
iOS im Auto: Per Smartphone das Navisystem steuern und mehr


Glücksfall für die NSA
So praktisch es zweifellos sein kann, wenn die eigenen Mobilgeräte mit dem Auto kooperieren und Daten austauschen. Die ganze Sache hat einen unangenehmen Beigeschmack. Bekanntlich ignorieren die USA rücksichtslos geltendes Rechts wie das WWW: Safe Harbor Abkommen. Es landen Daten in den USA, die dort gar nichts zu suchen haben. Wenn nun amerikanische Onlinedienste auch noch die Autos in aller Welt kontrollieren oder doch zumindest überwachen können, so ist das keine schöne Vorstellung.

Dieser Aspekt wurde in meinen Augen in den letzten Tagen nicht ausreichend beleuchtet. Was treibt deutsche Autohersteller dazu, sich US-Dienste ins Fahrzeug zu holen, ohne dieses so wichtige Thema anzusprechen, ohne den Unternehmen die Garantie abzuringen, europäisches Datenschutzrecht umzusetzen? Die deutsche Autoindustrie ist die stärkste der Welt. Hier hätte man mal mit den Muskeln spielen können. Die Chance wurde offenbar vertan. Stattdessen rollt man den US-Unternehmen einen roten Teppich aus und gewährt ihnen Einblicke in unsere Autos. Das ist vielleicht wirtschaftlich clever, aber nicht besonders verantwortungsvoll.


Selbstfahrene Autos auf der CES: Nette Idee - aber keiner spricht über die Gefahren


Dass Autohersteller, Google, nVidia und Co. auch noch an selbstfahrenden Autos tüfteln, die nicht nur selbst einparken, sondern auch eigenständig über die Straße fahren können, weckt unerfreuliche Phantasien. Ein Knopfdruck in der NSA-Zentrale, und das eigene Auto verriegelt die Türen und fährt einen gleich zum nächsten NSA-Verhörzentrum. Möglich wäre es. Und wie wir wissen, scheut die NSA nicht davor zurück, zu tun, was möglich ist - freilich immer nur im Interesse unserer Sicherheit.

Den letzten Teilsatz würde ich so nicht formulieren. Zutreffender ist meiner Meinung nach tut die NSA nur das, was deren Interessen dient.

Maik am 11.01.14 15:33

Die NSA scheut nicht davor zurück, zu tun, was möglich ist. Nur ist leider noch nicht alles möglich, was deren Interessen dient...
Ach so, liebe NSA, ich habe versehentlich meine ganzen Mailordner gelöscht. Könnt Ihr die bitte wiederherstellen und mir übersenden?
Besten Dank im voraus und Glück auf.

Chris am 11.01.14 17:51

Das ist doch Quatsch! Ob das Auto seine Position sendet oder mein Handy ist völlig egal. Anhand der Bewegungsgeschwindigkeit und zurückgelegten Strecke kann ich nämlich auch erkennen, ob sich die Zielperson gerade in einem Auto, Bus oder Bahn befindet oder zu Fuß geht. Da ist es wirklich nicht mehr wichtig, ob die NSA nun weiß, wo mein Auto fährt / steht.

Außerdem: Es tut sowiso niemand etwas dagegen. Mir geht das inzwischen sogar auf die Nerven. Wer versteht, was da passiert regt sich auf. Alle anderen sagen nur: Ich habe nichts zu verbergen oder denken sie können ohnehin nichts dagegen tun. Also was soll überhaupt noch jede kritische Berichterstattung über solche neue Technologien.

Ein Skandal ist es nicht. Eine Affäre ist es genauso wenig. DLand versucht GEMEINSAM mit den USA, GB und Co. die Aktivitäten zu vertuschen. In wirklichkeit stecken alle unter einer Decke. Und deshalb brauchen wir in DLand keine Vorratsdatenspeicherung. Wichtige Dienste sitzen sowiso bei den Amis.

Blödsinn am 12.01.14 0:07

Interessanter Beitrag!

Ich nutze durchs Carsharing eine Reihe Autos welche Bluetooth, USB und Co unterstützen und muss sagen, in letzter Zeit hat sich da schon etwas getan.
Dabei muss ich allerdings sagen, dass es mir persönlich zur Praktikabilität mehr auf 'Detail Engineering' ankommt als auf kleinere Funktionen wie Übertrag einer Adresse aus dem Smartphone ins Auto etc.

Beispiele:

1. Ein Auto erlaubt das Scrollen von Musiktiteln auf dem Display, allerdings nur über das Drehen eines Knopfes! Da macht das Suchen durch 10000 Musiktitel keinen Spaß. Ein Tastendruck auf einen Buchstaben auf einem Touchscreen würde die Suche erheblich erleichtern, ist aber nicht vorgesehen.

2. Das Auto-Display ist hell und stört bei Nachtfahrten. Man kann es abschalten. Sobald man aber einen Knopf auf dem Lenkrad drückt oder am Lautstärkeregler dreht geht es wieder an! Dann muss man einen kleinen Knopf auf den Instrumenten mehrmals drücken, damit es wieder aus ist. Was das soll, versteh ich nicht.

chris26 am 12.01.14 5:08

Ach je-wieder auf die NSA und dabei auser acht lassen das es 9eyes sind?Zudem-wenige Tage vorher"Mit dem Smartphone den Alltag kontrollieren"jede Menge freiwillig zu installierende tracking Trojaner propagieren.Wie laecherlich ist das denn?Was wir jetzt schon haben geht weit ueber Orwells Visionen von 1984 hinaus-nur das es "freiwillig""von den Schafen vollzogen wird,statt mit Gewalt durchgesetzt!Abgesehen davon-in ~ 30 Jahren leben 90% der Menscheit in Megacitys.Damit sind KFZ obsolet!Zudem hatten wir peak oil laengst!In ~ 50 Jahren steht der Meerespiegel so hoch das die Norddeutsche Tiefebene,bis zum Harz und darueber hinaus, unter Wasser liegt!Wozu also in derartiges noch investieren,statt sich Gedanken ueber diese kommenden Veranenderungen zu machen?Bspw. das ~3Milliarden Menschen wegen der ueberschwemmten Kuesten neuen Platz brauchen?

Robin am 12.01.14 9:27

den ganzen elektronischen Quatsch in den Autos einzubauen, sollten man lieber die wichtigsten Dinge im wie Kontrollleuchte für defekte Teile, z.b defekte Birnen oder aber auch blinken einbauen als den ganzen unnötiten quatsch wie GPS. Halte ich für wichtiger um die Verkehsicherheit zu gewährleisten anstatt die Ablenkungen welche auch zu Unfällen führen wie Unaufmerksamkeiten.

irgendwer am 12.01.14 12:27

Die Autoindustrie hat sich Herrn Schieb angepasst. Alles was neu ist ist doll. Aber das paßt zum WDR ich denke nur an den EDV-Neurotiker Herrn Backes

Hannes Wurst am 13.01.14 1:18

Wirklich cool wäre ein Analysegerät das die Fahrzeug geführten Gespräche auf die herrschende Stimmung untersucht und entsprechende Musik einspielt oder die KONTROLLE übernimmt und die Insassen zur nächsten Polizeidienststelle bringt,ein Protokoll über Anschlagspläne ausdruckt sowie eine E-Mail an die NSA schickt.
Oder umgekehrt!
Dieser Beitrag enthält (noch)Ironie,aber morgen vielleicht....

Martin gäniken am 16.01.14 14:43

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