Mittwoch, 10.12.2014

Die Geschichte des Hashtag

Was ein Hashtag ist, weiß heute jedes Kind. Denn das "#"-Zeichen taucht nicht nur in Sozialen Medien auf und ist dort eine wichtige Hilfe, um Daten und Informationen zu sortieren und zu ordnen, sondern erscheint auch auf Werbeplakaten, in Werbespots, im Kino, im Radio oder in Fernsehsendungen. Der Begriff selbst setzt sich zusammen aus dem englischen Wort "hash", das für das Doppelkreuz steht (von vielen auch "Gatter" genannt), und dem Wörtchen "tag", das so viel wie Markierung oder Schlagwort bedeutet. Zum ersten Mal offiziell benutzt wurde der Begriff "Hashtag" im Jahr 2007.

histhashtag.png
Die Geschichte des Hashtags - anschaulich illustriert

Es folgt eine steile Karriere - die nun in WWW: einer Infografik von Offerpop nacherzählt wird. Eine klasse Grafik, weil sie die beeindruckende Verbreitung des Begriffs zeigt. Heute finden sich überall Hashtags: Ob Twitter, Instagram, Google+, Tumblr oder SoundCloud, alle verwenden Hashtags, um Inhalte zu ordnen. Im vergangenen Jahr führte auch Facebook Hashtags ein, wenn auch etwas zurückhaltender als die anderen sozialen Netzwerke.

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Dienstag, 09.12.2014

Fröhliche iNachten

Ich bin in Sachen Timing nicht wirklich gut. Das ganze Jahr über weiß ich, dass im Dezember Weihnachten ist, und dann schaffe ich es doch wieder nicht, meinen Liebsten fröhliche Weihnachtsgrüße per Post zu schicken. Gut, dass es digitale Karten gibt, die weder Versand noch viel Aufwand kosten.

Die Puppen tanzen lassen

Weihnachtsgrußkarte; Rechte: WDR/Horn Nicht ganz unbekannt ist die Seite WWW: ElfYouself. Hier kann man bis zu fünf animierte Figuren, eingekleidet in grünen Koboldkostümen und Kringelmützen, mit Fotos von sich und Freunden vervollständigen und ihnen damit ein Gesicht geben. Klickt man auf Play, lässt man die Puppen tanzen - egal ob in der U-Bahn-Station oder am New Yorker Time Square. Lachanfall garantiert.

Ich habe den WWW: Clip direkt auf Facebook gepostet und es war klar wie Omas weihnachtliche Kloßbrühe: Per Schneeballsystem hat sich der Hype weiterverbreitet und wie jedes Jahr eine Welle von tanzenden Trollen in den sozialen Netzwerken verursacht. Alle wollen mal kurz die Hüfte schwingen. Allerdings ist diese Art von Grußkarte natürlich nicht besonders besinnlich oder persönlich.

Asiatische Musik zu Schneeflocken

Deshalb habe ich es auch mal mit ein paar Weihnachtskarten von der Seite Grußkartenfreunde.de versucht. Hier gibt es verschiedene Bilder und bewegte Motive zur Auswahl, mit Tieren, die in die Karte plöppen und Schneeflocken, die vom Himmel rieseln. Ich kann wie bei einer echten Postkarte Grüße auf die Rückseite tippen und bis zu 20 Empfänger eingeben. Dazu wähle ich vielleicht noch ein Musikstück aus. Allerdings sind weder die "asiatischen Impressionen" noch das "epische Piano" besonders weihnachtlich, die Seite ist voller Werbung und nicht besonders hübsch aufgebaut.

Weihnachts-App; Rechte: WDR/Horn

Apps mit Weihnachtsmann

Ich gebe es also auf, mit digitalen Grußkarten besonders besinnlich daher kommen zu wollen - und schon klappt es. Mit der App "Talking Santa" für iPhones wird es lustig-weihnachtlich. Ich gestatte der App den Zugriff auf mein Handy-Mikro und schon verwandelt Santa Claus alles, was ich sage, in Weihnachtsmannstimme und quatscht mir nach wie ein Papagei. Durch Berührung des Displays kann ich den guten Mann in rotem Anzug verhauen, niesen und Geschenke auspacken lassen, mit Milch und Keksen füttern und von einem überdimensionalen Schneeball überrollen lassen. Ich kann daraus einen Kurzfilm machen und das Ganze einschließlich Sprachnotiz als Video verschicken. Ich kann Santa aber auch ein paar Weihnachtsgrüße auf seine gepunktete Unterhose schreiben und sie per Mail oder Chat verschicken.

Solche und ähnliche Apps für Android und Apple gibt es hunderte. Wirklich gut sind aber nur die wenigsten. Das gilt übrigens auch für Programme, die man sich herunterladen muss, um damit selbst Grußkarten für Weihnachten zu erstellen. Hier verschwendet man aber oft nur viel Zeit für Installationen und erste Layouts. Dann verschicke ich doch lieber gleich echte Karten per Post.

Digitalen Adventskalender per Post

Wer übrigens keinen Adventskalender hat, kann das noch nachholen - mit dem digitalen Adventskalender namens iNachten. Das ist eine App mit 24 Weinachtsgeschichten als Audio-Dateien. Allerdings funktioniert der Kauf der App absurderweise nur postalisch. Man bestellt online eine reale Grußkarte für 99 Cent mit aufgedrucktem QR-Code, den der Beschenkte einscannt und dann täglich ein digitales Türchen mit einer neuen Weihnachtsgeschichte öffnen kann. Schade, dass das nur für iPhones und nicht als Download möglich ist.

Unsere Blogger Anita Horn und Dennis Horn sind weder verwandt noch verheiratet, aber umso besser vernetzt. Sie entdecken jede Woche digitale Perlen: spannende Webseiten, lustige Links und Angebote, die den Alltag bereichern - hier im Blog und jeden Dienstag in der WWW: WDR5 LebensArt im Radio.

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Montag, 08.12.2014

Spirograph 2.0

Es gibt diese Websites, die nicht nur ein "Wo zum Teufel bin ich hier gelandet!?", sondern gleichzeitig auch ein "Wie großartig ist das denn!?" erzeugen. Zu dieser Art gehört auf jeden Fall der WWW: Inspirograph des Programmierers Nathan Friend: eine kleine Fingerübung, in der ihr mit Hilfe von zwei Zahnrädern kleine Kunstwerke erstellt. Einige von euch kennen das vielleicht auch noch als Kinderspielzeug aus den 1990ern: den Spirographen.

Inspirograph; Rechte: Nathan Friend
Schritt eins: die beiden Zahnräder. Hier könnt ihr deren Größe und die Farben bestimmen, die sie auf "Papier" bringen sollen.

Inspirograph; Rechte: Nathan Friend
Schritt zwei: eins der fertigen Kunstwerke, die dabei herausspringen.

In einer WWW: Galerie könnt ihr auch die bisherigen Zeichnungen bestaunen, die andere Nutzer mit dem Inspirographen erstellt haben - sie werden automatisch beim Bilderdienst imgur hochgeladen. Und für alle Smartphone-Nutzer unter euch, die genauso süchtig werden wie ich: eine eigene App soll folgen.

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