Dienstag, 26.02.2013

Wikipedia-Artikel per SMS

Früher waren all jene gekniffen, die nicht genug Geld hatten, um sich ein mehrere Dutzend Bände umfassendes Nachschlagewerk leisten zu können. Heute guckt man bei Wikipedia nach - kostenlos. Allerdings kann das auch nicht jeder, denn es hat nun mal nicht jeder Zugang zum Internet. "Stimmt!", werden vor allem die Menschen sagen, die in Entwicklungsländern zu Hause sind und von einem Internetanschluss in den eigenen vier Wänden nicht mal zu träumen wagen.

wikipediasms.png
Wikipedia soll aufs Handy kommen: Nachschlagen per SMS

Doch Mobiltelefone haben heutzutage auch viele Menschen in armen Ländern.
Deswegen haben die Wikipedia-Macher vor, das umfassende Online-Wissen aus Wikipedia aufs Handy zu bringen. Kul Takanao Wadhwa, Leiter der Mobilstrategie von Wikimedia, erklärt in einem WWW: Blogeintrag, wie das funktionieren soll. Und es klingt wirklich einfach: Wissensdurstige sollen eine SMS mit der Anfrage an Wikimedia senden und erhalten den gewünschten Artikel dann ebenfalls per SMS zurück - kostenlos. Angesichts der Tatsache, dass es WWW: fünf Milliarden Handys in Entwicklungsländern gibt, scheint das Vorhaben sinnvoll und verdient Respekt.

In ein paar Monaten soll es losgehen, verrät Wadhwa. Wie genau das funktionieren sollen und vor allem, wie sich seitenlange Wikipedia-Artikel in eine SMS packen lassen sollen, von Grafiken, Illustrationen, Karten und Links mal ganz zu schweigen, verrät das Blog nicht. Man darf gespannt sein, wie diese Herausforderung gemeistert wird.

Einige Ideen sind unter Wikipedia Zero aufgeführt, allerdings ist die einzig realisierbare Technik für die meistens älteren Handys in Entwicklungsländern, WAP, als Idee schon wieder gekippt. Das war wohl ein heftiger Schuss ins Blaue, liebe Wikimedia...

Klaus Lohmann am 27.02.13 12:32

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Dienstag, 26.02.2013

Wenn ein Handy nur 15 Euro kostet

Moderne Smartphones können immer mehr und lassen sich heute eher mit dem WWW: Kommunikator aus Raumschiff Enterprise vergleichen als mit einem schlichten Telefon. So viel Fortschritt hat auch einen entscheidenden Haken: Smartphones werden immer teurer. Nicht jeder kann oder will mehrere hundert Euro für ein mobiles Telefon mit schicken Extras hinblättern. Auf dem WWW: Mobile World Congress ist das zumindest mal Thema, was ich ganz erfreulich finde.

nokia105.jpg
Nokias neuestes Modell 105: Nur 15 Euro teuer - und trotzdem ein Handy


Nokia präsentiert Modelle im unteren Preissegment
Hersteller Nokia zeigt auf der Messe ein Handy, das lediglich 15 Euro kostet. Das WWW: Modell 105 bietet keinen Firlefanz und läuft mit WWW: S40-Betriebssystem. Das Low-Cost-Gerät ist in zwei Farben lieferbar und bietet sogar Grundfunktionen für E-Mail und Surfen im Web. Man kann auch Fotos damit machen. Die Tastatur ist vor Spritzwasser geschützt, das Display ist winzig und der Strombedarf entsprechend gering. Mit einer Akkuladung kann man einen Monat auskommen. Unglaublich? Vielleicht. Aber das hat doch auch was. Viele werden sich so ein Modell für "outdoor" vorstellen können. Als Zweit-Handy. Verkauft werden soll das 105er-Modell aber vor allem in Schwellenländern.

Doch das wird nicht reichen, um Nokia aus dem wirtschaftlichen Tal der Tränen zu holen. Die Finnen haben deswegen gleich mehrere neue Geräte gezeigt und angekündigt, etwa das Lumia 520. Ein Windows-Phone, das lediglich 200 Euro kosten soll und damit erstaunlich günstig ist. Eingebauter Speicher (8 GB), Foto-Auflösung (5 Megapixel) und andere Eigenheiten können sich durchaus sehen lassen. Klar, kein Luxus-Handy zum Angeben, aber durchaus ein respektables Smartphone. Für den preislichen Mittelbereich hat Nokia noch das Lumia 720 im Angebot, das rund 380 Euro kosten soll.


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Auch Firefox OS macht Smartphones günstiger
Für viel Gesprächsstoff auf dem Mobile World Congress sorgen weder Apple, noch Google oder Microsoft, sondern die Mozilla Foundation. Der haben wir den kostenlosen Firefox-Browser zu verdanken. Doch seit einer Weile tüfteln die Mozilla-Entwickler an Blog: Firefox OS. Das kostenlos verteilte Betriebssystem setzt vollständig auf HTML5 und setzt sich damit spürbar von iOS (Apple), Android (Google) und Windows Phone (Microsoft) ab. Abgesehen davon verfolgt Mozilla mit Firefox OS keine kommerziellen Interessen.

Auf dem Mobile World Congress sind nun erste Geräte mit Firefox OS zu sehen. Einige davon kosten lediglich 100 Euro und eignen sich ebenfalls vor allem für Schwellenländer. Aber nicht nur: Die Telekom hat ein erstes Firefox-OS-Handy für Europa angekündigt. Schon im Sommer soll das Alcatel One Touch Fire mit Firefox OS zu haben sein. Damit ist die Telekom ein Trendsetter. Den drei Großen der Branche weht damit zwar kein starker Wind, aber doch zumindest schon mal eine laue Brise ins Gesicht. Denn das zeigt: Es geht auch anders.

firefoxos.jpg
Firefox OS setzt voll auf HTML und unterstützt auch Apps


Interessante Alternative: Aber gibt's genug Apps?
Smartphones mit Firefox OS werden komfortabel zu bedienen sein, so wie man das heute kennt und erwartet. Auch unter Firefox OS werden sich Apps installieren und benutzen lassen, die im WWW: Firefox Marketplace verteilt werden. Die entscheidende Frage wird sein, ob es gelingt, genügend Partner und Entwickler zu überzeugen, auch noch Apps für Firefox OS zu entwickeln. Twitter jedenfalls hat angekündigt, von Anfang an mit WWW: einer eigenen App für Firefox OS dabei sein zu wollen.

Abgesehen davon setzt Firefox auf besseren Datenschutz und mehr Kontrolle über die eigenen Daten. Das sind interessante Trends und Entwicklungen: Die Geräte werden günstiger, eine größere Auswahl bei den mobilen Betriebssystemen und mehr Datenschutz - es gibt schlechtere Nachrichten.

Wenn ein Handy für nur 15 € angeboten wird, frage ich mich, unter welchen Bedingungen es produziert wird, dass der Preis so niedrig gehalten werden kann. Allein die verbauten Rohstoffe müssten doch schon einiges Wert sein, hinzu kommen Arbeitskraft, Logistik, Marketing etc. Wie schafft Nokia das?

Julian am 27.02.13 22:36

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Sonntag, 24.02.2013

Mit Sunrise macht Kalendern Spaß

Für alles gibt es mittlerweile schicke Lösungen in der Cloud: Ich kann meine Notizen in Evernote speichern, meine Fotos bei flickr oder in einem Social Network hinterlegen, wichtige Dateien in Cloud-Ablagen wie Dropbox, Google Drive oder Skydrive speichern und vieles andere mehr. Einen zentralen Ort für solche Daten zu haben wird immer wichtiger, denn wir benutzen immer mehr Geräte - und zumindest ich habe keine Lust, die wichtigsten Daten und Dateien immer manuell zu synchronisieren.

Warum entwickelt niemand komfortable Kalender-Apps?
Es gibt aber einen Bereich, der bislang sträflich vernachlässigt wird: Die Rede ist vom Kalender. Wer schon mal versucht hat, verschiedene Kalender zu synchronisieren, etwa den Google Calender als Cloud-Terminplaner, der weiß: Gar nicht so einfach, das hinzubekommen. Abgesehen davon hat sich bei Kalendern nicht wirklich viel getan. Man kann Termine eintragen, wird auf Wunsch erinnert - that's is. Mehr läuft nicht.

Warum also kümmert sich niemand um dieses doch eigentlich so wichtige Thema? Keine Ahnung. Doch jetzt habe ich eine App fürs iPhone gefunden, die lässt mich optimistischer in die Zukunft schauen: WWW: Sunrise ist richtig toll gemacht. Mit Sunrise kann ich innerhalb von Sekunden Kalender aus Google, LinkedIn und Facebook laden und miteinander verknüpfen. Es geht wirklich schneller und vor allem bequemer als jemals zuvor.

sunrise2.jpg
Sunrise gibt's derzeit erst mal nur als App für iOS

Sunrise kombiniert komfortabel diverse Kalender
Wer wie ich mehrere Google-Kalender betreibt und mit den unterschiedlichsten Leuten synchronisiert, weiß, dass man eine Doktorarbeit darüber schreiben kann, wie man das auf einem Smartphone einrichtet. Mit Sunrise ist das jedoch eine Sache von wenigen Augenblicken: Ich kann bequem auswählen, welche Kalender erscheinen sollen - fertig. Sunrise erlaubt, beliebig viele Kalender zu synchronisieren.

Darüber hinaus werden auf Wunsch Geburtstage oder Veranstaltungen aus Facebook importiert und angezeigt. Bei Geburtstagen sieht man auch gleich das Foto des Jubiliars. Und wer mag, kann aus der Kalender-App heraus Glückwünsche an seinen Freund schicken, als Nachricht oder Posting. Veranstaltungen sind gleich verlinkt, per Tippen lassen sich E-Mails an alle verschicken, die an einem Meeting teilnehmen - oder man ruft eine Onlinekarte auf, die einem zeigt, wo die Veranstaltung stattfindet.


Werbefilm der Sunrise-Macher: Was die App alles kann ...

Hoffnungsschimmer: Endlich ein guter Online-Kalender
Das alles ist übersichtlich und leicht zu bedienen. Termine einzutragen, in welchem Kalender auch immer, ist mit der neuen Kalender-App ebenfalls einfach und bequem. Und wie schön, dass die App gleich auch noch die Wettervorhersage für jeden Tag in den Kalender einbindet. Die Macher hinter Sunrise sind übrigens die, die auch WWW: Foursquare erfunden haben. Die App ist gratis und wird demnächst auch für andere Smartphone-Welten angeboten.

Laut Kommentaren im App-Store kann man die App. Nur mit einem Facebookaccount nutzen.
Damit disqualifiziert sich die App- nicht jeder möchte FCebook nutzen.

Dann bleibe ich doch lieber bei meinen gut funktionierenden Lösungen:
PocketInformant bzw. Mical. Die können das auch alles und teilweise mehr.

Checker am 24.02.13 11:54

Diese Empfehlung kann nicht ernst gemeint sein. Man kann den Kalender nur über Facebook benutzen. Außerdem kann man nur einen Google Calendar oder Linkedin einbinden. Wenn man nicht aufpasst, ist der Kalender dann weltweit verfügbar. Wie schön! Beinahe hätte ich meinen Kalender veröffentlicht, beinah, denn ich konnte ihn nicht einbinden. Zum Glück.

Herr Schieb sollte sich die Dinge, die er empfiehlt, vorher etwas genauer angucken. Oder überhaupt. Denn man kann den Kalender nur dann nutzen, wenn man sich über Facebook eingeloggt hat. Ansonsten kann man sich nur den Werbefilm angucken, hoffentlich mit Stealthy.

Yarramalong am 25.02.13 10:48

Eine iOS App ohne iCloud? Man kann nicht mal den iCloud Kalender einbinden? Herr Schieb, das war ja wohl mal rein gar nichts...

R. Klein am 26.02.13 6:17

Stimmt. Derzeit geht die App nur mit FB Account, der dient der Anmeldung (dann muss man sich nicht wieder neu registrieren). Das mag für manche ein Nachteil sein, der aber (hoffentlich) bald beseitigt wird. Mich stört das nicht. Ich verwalte meine Termine nicht in FB, sondern mit Google Calender, sehr viele sogar. Diese lassen sich mühelos in Sunrise holen und dort nutzen, einfacher und komfortabler, als ich das bislang gesehen habe. Das ist eine eindeutige Stärke von Sunrise. Bitte nicht vergessen: Die App startet gerade erst. Ich finde überzeugende Stärken und Vorteile.

Jörg Schieb am 26.02.13 10:01

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