Dienstag, 21.01.2014

Musik-Streaming 2.0

Musik als Stream wird immer populärer. Zu einem festen Monatspreis auf Millionen von Musiktiteln zugreifen zu können, das hat zweifellos seinen Reiz. Viele Streamingsdienste bieten auch kostenlos Zugang zur Musik, werbefinanziert. Bei Spotify seit einigen Tagen sogar WWW: zeitlich unbefristet, zumindest im Browser. Völlige Freiheit, ganz ohne Werbung, gibt es natürlich nur im bezahlten Dienst. Aber auch andere Streamingdienste gewinnen immer mehr treue Hörer, etwa Rdio, Deezer, Juke, last.fm oder andere.

Spotify Homepage; Reche: Spotify
Spotify bietet Künstlern jetzt auch Möglichkeiten, Artikel zu verkaufen


Merchandise-Artikel auf Spotify
Klassische Download-Dienste für Musik haben es derzeit schwer. iTunes mag eine Ausnahme sein, der Laden brummt richtig. Aber selbst das wirklich nicht gerade kleine Portal WWW: Musicload von der Telekom soll WWW: eingestellt werden: Derzeit sucht die Telekom noch mögliche Partner, die den Dienst übernehmen könnten. Die besten Zeiten hat Musicload aber definitiv hinter sich. iTunes und Googles Play Store beweisen: Es macht einfach Sinn, Hardware und Inhalte miteinander zu verbinden. Die beste Art, Kunden an sich zu binden.

Musiker sind allerdings nicht die größten Fans der Streamingportale. Denn es liegt in der Natur der Sache, dass nur Krümel-Umsätze bei ihnen ankommen, wenn in Streamingdiensten Musik abgespielt wird. Deshalb ist der neueste Schachzug von Spotify nicht dumm: Musiker haben ab sofort die Möglichkeit, neben ihrer Musik auch Merchandise-Artikel anzubieten. Spotify bietet diese neue Möglichkeit kostenlos an, es wird keine Verkaufsprovision einbehalten. Da Spotify über eine große Reichweite verfügt, dürfte das für viele Künstler interessant sein. Zumal kein separater Spotify-Shop nötig ist, die Künstler können auch aus Spotify auf vorhandene Verkaufsstrukturen verweisen.

Musicload Homepage; Rechte: Musicload
Musicload: Das Musik-Portal der Telekom steckt in der Krise


Auch Kim Dotcom will mitmischen
Ein bisschen bedenklich ist vielleicht, dass sich nun auch Kim Dotcom alias Kim Schmitz in die Welt der Streamingportale stürzt. Der umstrittene IT-Unternehmer hat in der Vergangenheit Filesharing-Portale wie Megaupload ins Leben gerufen - und reichlich juristischen Ärger bekommen, wegen Urheberrechtsverstößen im großen Stil. Sein letztes Projekt Blog: Mega war nicht so umstritten, aber auch nicht so erfolgreich. Jetzt will Kim Dotcom mit einem Musik-Streamingdienst namens WWW: Baboom erfolgreich sein. Bislang gibt es nur ein Album dort: WWW: Good Times - und das ist auch noch von ihm selbst.

Baboom sollen nach Kim Dotcoms eigenen Aussagen Spotify und iTunes Konkurrenz machen. Klar, die beiden Marktführer im Onlinemusik-Business sind gerade gut genug, sich mit Baboom messen zu lassen. Wie es gelingen soll, diesen beiden Schwergewichten nachzueifern und ihnen womöglich sogar das Leben schwer zu machen, diese Frage bleibt erst mal unbeantwortet. Das Portal bietet eben derzeit nur ein einziges Album an. Immerhin kostenlos.


Kim Dotcom auf der Bühne: Musik machen die anderen

Ich werde den Teufel tun und mir so ein Streaming-Abo an den Hals hängen oder werbeverseucht Musik via Stream zu hören. Ich kaufe lieber Tonträger - die rippe ich mir dann noch als Backup auf Festplatte und bin mit erworbener, mir dauerhaft zur Verfügung stehende Musik glücklich

Sven am 21.01.14 17:02

Weshalb gleich was kaufen?
Mit einem Programm wie "Radiosure" kann ich Tausende Radiosender auf der Welt hören und bei Bedarf auch aufzeichnen.

Viele davon sind nonstop Musik ohne Werbung oder sonstige Pausen.
Einige setzen allerdings gelegentlich einen Jingle, der an den eingestellten Sender erinnert.
Sogar die Genres lassen sich wählen.
Alles kostenfrei und völlig legal.
Genau wie "richtiges Radio"; nur eben statt drahtlos eben übers Internet.

Probiert doch mal
"Jazz Radio Blues"
"Goldtrax 80´"
oder "TanzFM".

Gute Samplingraten, gute Titelauswahlen und beileibe kein Dudelfunk wie bei den meisten Lokalsendern, wo es keine Sekunde Stille gibt und auch die Ansagen mit Dauergetrommel unterlegt sind.
Von den geqälten Quakstimmen durch die unsäglich überbenutzte Kompressorfunktion ganz zu schweigen.

Ich höre kaum noch was Anderes.

Gert am 21.01.14 17:37


Mein Streaming-Dienst heiß "Radio" und kann überall anonym kostenlos gehört werden (abgesehen von der so oder so fälligen GEZ-Gebühr). Ich wundere mich über den Erfolg der Streamingdienste. Müssen sie doch konkurrieren mit Radio, CDs, Downloads, Internet-Radio. Außerdem hat der Tag nur 24 Stunden, und man will ja nicht überall immer Musik.

Man geht leicht in die Kostenfalle. Nur ein paar Euro pro Monat? Ja, aber mal 12 und mal die Zahl der Jahre. Dafür kann man schon etliche CDs kaufen, rippen, in die MP3-Sammlung einverleiben. Bei Streaming hat man nichts, wenn man irgendwann kündigt. Der Traum der Anbieter!

Streaming ist auch ineffizient. Normalerweise werden runtergeladene Daten im Browser-Cache gespeichert oder explizit auf Datenträger. Bei Streaming wird genau das unterbunden. Bei jedem Hören wird neu übertragen. Kostet Energie und Akku-Lebensdauer. In Zukunft fressen Videos und das "Internet der Dinge" dann richtig Netzkapazität, subventioniert vom Steuer- und Gebührenzahler.

Bertram in Mainz am 21.01.14 20:38

Höre öfters Radio per Internet... und andauernd passiert es: Ton bleibt still für mehrere Sekunden, im Display meines Gerätes steht 'rebuffering, please wait'. Das dann ständig bei Musiktiteln, die ich in meiner 'Sammlung' habe? Dazu nur zwei Worte: Nein Danke!
Ich kaufe wie gewohnt CDs, manchmal auch einen Download bei Itunes oder Amazon o.ä.. Dann habe ich den Song/das Album in meiner Sammlung und bin für flüssigen Musikgenuss auch nicht abhängig davon, wieviele Nutzer meine Internetleitung sonst noch so mitbenutzen, geschweige denn meine Musik auch dann zu hören, wenn ich gerad durchs Outback fahre und es keinen Mobilfunkempfang gibt. Von den datenmengenabhängigen Gebühren der tollen angebotenen Pseudo-'Flats' im Mobilbereich ganz zu schweigen...

Chris26 am 22.01.14 4:22

In professionell gemachte Musik muss der Musiker Lebenszeit und oft auch Geld (Instrumente, Studio etc.) investieren. Wenn sich das aber wegen der im saloppen Tonfall nebenbei erwähnten Brotkrumen nicht mehr lohnt, werden wir uns eben irgendwann mit Hobbymusikern abgeben müssen. Merchandise ist irgendwann nämlich ausgeschöpft. Wieviel T-Shirts, Uhren, Ohrringe und was weiß ich für ein Zeug will ein Musiker denn erst vertickern müssen, damit er überhaupt erst in der Lage ist, Lebenszeit in die Erschaffung professionell gemachter Musik investieren kann?

Gleiches gilt für auch Filme und Literatur. Wer ein vernünftiges Produkt abliefern will, muss vorher investieren. Man geht ja auch zu einem Arzt, der entsprechend Zeit und Geld in seine Ausbildung investiert hat, und nicht zu einem Hobbymediziner, der nebenher praktiziert, oder? Warum wird den Künstlern, die uns unterhalten, ständig so ans Bein gepinkelt?

Ich finde, es ist ziemlich kurzsichtig, was da so hochgejubelt wird.

Dirk am 22.01.14 10:26

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Dienstag, 21.01.2014

Google Glass für die Feuerwehr

Dieses Jahr kommt Blog: Google Glass endgültig auf den Markt. Alle werden die Datenbrille von Google kaufen können. Nicht jedem gefällt der Gedanke, dass Menschen mit einer Google-Brille auf der Nase jederzeit Fotos machen und Videos aufnehmen können. Aber es gibt auch schöne Beispiele, wie sich eine zuverlässig arbeitende Datenbrille sinnvoll einsetzen lässt, nicht nur Blog: beim Sport oder in der Blog: Kunst.

Zum Beispiel durch Feuerwehrleute. Das zeigt Google eindrucksvoll in einem neuen Imagefilmchen: Ein US-Feuerwehrmann hat eine App entwickelt, die für seinen Berufsstand äußerst sinnvoll sein kann. Auf Zuruf ruft die Datenbrille Grundrisse ab und projeziert sie in die Brille. Oder die Brille zeigt, wo sich der nächste Hydrant befindet. Oder zeigt den Feuerwehrleuten, wo sie ein Automodell knacken müssen, das nach einem Unfall geöffnet werden soll. Da man mit Google Glass sprechen kann, durchaus sinnvolle Einsatzgebiete.


Imagefilm von Google: Sinnvoller Einsatz von Google Glass bei der Feuerwehr


In solchem Momenten könnte eine gut funktionierende Datenbrille zweifellos sehr hilfreich sein. Allerdings melde ich schon mal Zweifel an, dass es in der Praxis so gut funktioniert wie im Film gezeigt. Abgesehen davon, dass es bei einem Brand recht laut sein dürfte und der Feuerwehrmann mit schweren Atemschutzgerät kaum verständlich spricht, dürfte es nicht leicht sein, so hopp, hopp einen Gebäudeplan abrufbar zu haben. Aber vorstellbar wäre es, nach einiger Optimierungsarbeit.

Schon mal gesehen, was Vollschutz für Feuerwehrmänner bedeutet? Schutzbrille, Helm, Atemschutz, Handschuhe, Anzug, Sauerstoff, Werkzeug usw. Und dann so eine fummelig-filigrane Brille? Völlig wirklichkeitsfremd. Im Übrigen ist klar geregelt, dass in Büro- und Geschäftshäusern sowie weiteren Sonderbauten für Feuerwehren Einsatzpläne und Laufkarten vorgehalten werden, selbstverständlich mit den Grundrissdaten. Und wenn nun der WLAN- Router brennend von der Wand fällt? Ach so, Feuerwehrfunk gibt's ja auch schon, und zwar so robust, dass er auch im Einsatz funktioniert. Und garantiert WLAN-frei!

Es gab auch schon vor Google schlaue Leute mit guten Ideen, und es wird sie auch nach Google geben. Wer meint, mit jedem App-Blödsinn das Rad neu erfinden zu müssen, sollte mal die Leute fragen, die schon seit Jahrzehnten Erfahrungen gesammelt haben.

Das war´s.

Jörg Schulz am 21.01.14 13:33

Prima, mit der eingebauten Kamera können dann direkt Journalisten beeindruckende Bilder zu Wucherpreisen erwerben. Da wird die Bild ja gleich viel attraktiver. Oder wie wäre es mit einem Livestream?

Datenschutz am 21.01.14 18:12

Ich finde diese Technologie zum einen beeindruckend aber noch viel mehr sehr erschreckend. Wenn ich mir vorstelle, dass demnächst Menschen mit dieser Brille durch die Gegend laufen und per Facebook und Co. direkt meine gesamten Lebensdaten auf das Auge geworfen bekommen, nur weil sie mich ansehen (Gesichtserkennung funktioniert bereits einwandfrei), wird mir nicht nur mulmig sondern schlecht.

Schön auch für Polizei und Geheimdienste, wenn sie auf Verbrecherjagt gehen. Ein Blick in die Menschenmenge und sämtliche Kleinkriminelle und Verbrecher sind entdeckt und können eingefangen werden...! Die Neuauflage des Kinofilms "Robocop" gibt hier einen schönen Einblick in die schöne, neue Welt.

Ich bin auf dem besten Wege mich zu entdigitalisieren...

http://www.wdr5.de/sendungen/lebensart/hoererimgespraech/keinbocksozialenetzwerke100.html

lunatic am 22.01.14 8:19

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Freitag, 17.01.2014

(K)eins auf die Finger für die NSA

Ohne Edward Snowden wüssten wir nicht, woran wir sind. Vielleicht würden wir uns ohne seine Enthüllungen ein bisschen besser fühlen, sicherer. Aber das wäre ja nur ein Trugschluss. Zugegeben: Naivität und Unkenntnis können gut für den aktuellen Gemütszustand sein, sind aber letztlich keine Lösung. Zumindest nicht auf Dauer. Lügen sind wie Gift.

Mittlerweile kennt die ganze Welt die bittere Wahrheit: Wir werden von Amerikanern und Briten systematisch und hemmungslos ausgespäht. Jeder einzelne von uns. Gerade erst ist ein weiteres Detail der ARD: Neugierde der NSA bekannt geworden: Amerikanische und britischer Geheimdienst werten gemeinsam rund 200 Millionen SMS-Nachrichten aus - und zwar täglich. Längst ist klar: Wo geschnüffelt werden kann, da wird auch geschnüffelt. Man traut der NSA mittlerweile alles zu.

Präsident Barack Obama; Rechte: dpa/Picture Alliance
Präsident Barack Obama schränkt die Rechte der NSA ein


Kein Abhören des Kanzlerinnen-Handys mehr
Den Schlapphüten ist das Misstrauen egal. Der US-Regierung nicht, jedenfalls nicht völlig. Präsident Barack Obama hat heute (17.01.14) die Spielregeln für die NSA verschärft. So wie bislang wird es wohl nicht weitergehen. Zwar keine strikte NSA-Reform, die hat sowieso kaum jemand erwaret. Doch zumindest hat Obama ein paar Stoppschilder aufgestellt. So dürfen zum Beispiel befreundete Staats- und Regierungschefs künftig nicht mehr belauscht werden. Diese Praxis soll sogar ausdrücklich verboten werden. Man ist geneigt, das als Erfolg zu feiern - dabei sollte so etwas selbstverständlich sein.

Aber so weitermachen wie bisher, das wird die NSA nicht können. Der Präsident will die "Privatsphäre und Bürgerrechte aller Menschen schützen", und zwar "unabhängig ihrer Nationalität und ihrem Aufenthaltsort". Klingt gut, wenn da nicht die Einschränkungen wären. Denn natürlich darf die Sicherheit nicht außer Acht gelassen werden. Die Sicherheit: Sie war und ist die generelle Rechtfertigung für praktisch jede Aktion. Immerhin geht es jetzt um eine Ballance aus Sicherheit und Privatsphäre. Zumindest offiziell. Bei der NSA spielt Privatsphäre nicht die geringste Rolle, jedenfalls nicht, solange man nicht einen NSA-Dienstausweis in der Tasche hat. Dann ist natürlich alles geheim. Künftig wird es für die NSA schwieriger, Daten einzusammeln und auszuwerten.

iPhone und Siegel der NSA; Rechte: dpa/Picture Alliance
Das Kanzlerinnen-Handy ist künftig tabu


Mehr Kontrolle als bislang
Begrüßenswert ist, dass die Schutzrechte von Ausländern und Amerikanern gleichgestellt werden sollen. Bisher waren Amerikaner geschützt (obwohl auch sie ausgespäht wurden), während Ausländer, also die mickrigen restlichen 96% Rest der Welt als rechtloses Freiwild betrachtet wurden. Auch soll es keine wahllose Überwachung mehr geben. Und der Zugriff auf gespeicherte Daten, zumindest auf Telefondaten, soll nicht mehr direkt, sondern über ein Gericht erfolgen. Außerdem sollen alle Aktivitäten und Entscheidungen überwacht werden.

In der NSA werden jetzt ganz sicher nicht die Sektkoren knallen. Die Zeiten der geheimdienstlichen Dekazenz scheinen vorerst vorbei. Allerdings bleibt wohl auch bei Bürgerrechtlern der Champus im Kühlschrank, denn nach einem Durchbruch klingt all das nicht. Mehr nach einem sowohl-als-auch. Irgendwie wollte Barack Obama alle Interessen wahren. Der Bürgerrechtler, der Obama einst war, ist hier jedenfalls nur noch sehr schemenhaft zu erkennen. Außerdem gilt es jetzt erst mal abzuwarten, was der US-Kongress daraus macht und wie das alles in die Tat umgesetzt wird.

Für alle, die es ganz genau wissen wollen: Hier ist das WWW: Transkript der Rede (Washington Post). Zwei Mal wurde Edward Snowden erwähnt. Immerhin.

Das Einzige was nun passiert-es wird besser darauf aufgepasst das es keine weiteren Snowdens gibt!Ansonsten war diese Rede eine einzige Vernebelnde Seifenblase-wie auch das was Friedrich in der FAZ praktisch zeitgleich und offensichtlich mit den USA abgestimmt absonderte(thomas-de-maiziere-der-staat-und-die-internetnutzer-sind-verbuendete-1275705))!Ein besserer Kommentar als den von Herrn Schieb gab es bei NY Times(nsa-changes-graphic)und zum Nachlesen der vollstaendigen Rede bei der Washinton post(full-text-of-president-obamas-jan-17-speech-on-nsa-reforms)mit Deutscher Uebersetzung auch bei Phoenix in der mediathek.Interessant auch zum Nachlesen wie wirkungslos und eben nicht auf"Schwerste Straftaten"beschraenkt nymag[dot]com patriot-act,oder bei heise( Bruesseler-Datenbank-Bestandsaufnahme-lobt-Vorratsdatenspeicherung-1047997 )Zur "Sicherheit"der gespeicherten Daten-siehe der Einbruch in die Schengendatenbank via Daenemark!Fazit-die Politiker luegen das sich die Balken biegen!

Robin am 18.01.14 8:24

Die Sache wird nur militärisch gelöst werden können, so besoffen, wie die Amerikanern mittlerweile von sich selbst sind. Die haben nicht einmal den Hauch eines Unrechtsbewußtseins.
Das Schlimme ist, daß in der Folge auch von den konkurrierenden und nachfolgenden Großmächten Rußland und China nichts Besseres zu erwarten ist.

Die Politik in unserem Land ist von devotem Handeln und Hochverrat geprägt. Um den Preis des eigenen Machterhaltes. Von da ist weder Rat noch Trost zu erwarten.
Am allerwenigsten gescheite und mutige Entscheidungen.

Wir steuern auf eine ganz schlimme Zeit zu.

Herr Hartwig am 18.01.14 13:05

@Hartwig-Korrektur:Es sind mitnichten"die Amerikaner"!Dies ist die gleiche Oligarchie die weltweit sich aehnlich verhaelt-Deutschland inclusive!China und Russland sind die Vorreiter und andere-dann kommt GB noch weit vor den USA,denn dort klatscht auch noch ein grosser Teil der Bevoelkerung Beifall zu den Ermaechtigungsgesetzen und der Rest der schweigt-wie die Oeffentlichkeit in Deutschland.In den USA sind nur die Moeglichkeiten groesser-dafuer aber haben sie starke Buergerechtsorganisationen die den Politikern Feuer unter dem Allerwertesten machen-waehrend in DE die Presse Hofberichterstattung abliefert-feuert die NY Times eine Breitseite auf Obama ab und nicht nur die!

Ach ja? am 18.01.14 14:48

Lieber Herr Schieb, es mag Sie zwar enttäuschen, aber ich z.B. werde *nicht* ausgespäht. Meine Oma und mein Onkel auch nicht, genausowenig wie meine Freundin oder mein Pizzabäcker. Es sei denn, Sie lassen mal die Aufrege- und Auflage-/Quoten-Kappe in der Garderobe und beweisen mir/uns allen mit *Fakten* das Gegenteil. Oder gehören Sie mittlerweile auch zu der "Generation Powerpoint", die sich allein mittels Vorlage bunter Folien von Dingen überzeugen lassen, die sie ohne ein lebenslanges Studium der technischen Hintergründe noch nicht mal im Ansatz verifizieren kann?

Dieser fast schon religiös anmutende "Glaube" an den "Wahrheitssager" Snowden soll doch weiterhin nur davon ablenken, dass jegliche Sicherheit und daten-sparsame Einflussnahmen auf das eigene Netzverhalten vom OttoNormalo seit Jahrzehnten trotz aller Warnungen über die inhärente Unsicherheit des Internet in den Wind geschossen wurden und die Geheimdienste nun als moralischer Sündenbock herhalten müssen.

vaikl am 18.01.14 17:18

SO kann man die Welt natürlich auch sehen... :)

Herr Hartwig am 18.01.14 17:25

Die Amerikaner haben sich bekanntlich ja immer gründlich geirrt, siehe kalten Krieg, Viethnamkrieg, Irak...die Liste könnte man fortsetzen auf ihre Vergangenheit mit den Indianern und noch mit ihrem Civil War was sie hier alles angerichtet haben. Also alles Fehleinschätzungen die sich jetzt im digitalen Zeitalter fortsetzen. Präsident Obama beschwichtigt nur, die einmal in Gang gesesetzte Maschinerie kann keiner aufhalten. Für Privatleute die "keinen Dreck am Stecken" haben sehe ich trotz der delidantischen Cyberspionage der Amis keine Gefahr. Selbst die haben nicht so viele Leute um alles auszuwerten und Deutsch richtig übersetzen können nur ein paar. NSA, ist nicht OK.

MG am 18.01.14 20:10

@Herr Hartwig: Richtig, man *kann* die Welt auch ohne stupiden Amerika-Hass und ohne Verschwörungsangst sehen, wenn man die eigene Geschichte kennt, sie beachtet und ein wenig *echtes* Wissen besitzt.

vaikl am 18.01.14 20:29

Nicht betroffen? Niemand glaubt, dass die USA nur ein paar Terroristen fangen wollen. Dass man sich Vorteile in internationalen Verhandlungen verschaffen will, bestreitet man doch gar nicht. Man kennt die Verhandlungspositionen und Limits der Anderen, z.B. bei Airbus. Man weiß vor wichtigen Abstimmungen im EU-Parlament, welcher Abgeordnete noch nicht ganz festgelegt ist. Man kennt die wirtschaftliche Situation von Unternehmen. Ob man dieses Wissen vielleicht schon einsetze, als über den Angriff auf Afghanistan debattiert wurde? Beispiele irgendwo neulich waren die Hilfen für Griechenland und der Angriff auf Libyen. Da wüsste man gerne den Standpunkt der Verbündeten. Demnächst gibt es Diskussionen um das Freihandelsabkommen. Das kann US-Konzernen weitgehende Freiheiten auf EU-Märkten geben mit der Möglichkeit, von Regierungen Entschädigungen für entgangene Gewinne zu fordern. Geschickt platzierte Interna können sogar Wahlen beeinflussen. Wissen ist Macht! Nicht betroffen? Wie naiv!

Bertram in Mainz am 18.01.14 23:21

@vaikl: Ach wie gut, dass wir mit Ihnen wenigstens eine Leuchte haben. --- Übrigens frage ich mich wieso sich die Amis derart wenig selbst hinterfragen. Mich würde es jedenfalls interessieren, warum ich weltweit so unbeliebt bin. Aber die Bösen sind ja immer die anderen.

pat am 19.01.14 1:11

@pat&Herr Hartwig-Kommentare zu Menschen wie vaikl sind sinnfrei.Die meinen sowieso alle besser zu Wissen aka"BeWi".@pat-Schlecht wenn man uber ein Land,ein Volk,das man kritisiert-offensichtlich so wenig weiss,das man derartige Behauptungen meint aufstellen zu koennen:"Übrigens frage ich mich wieso sich die Amis derart wenig selbst hinterfragen.eher koennte man fragen warum "die Deutschen"immer wieder die Politiker waehlen-die genau das Gleiche machen wie die US Regierung!"Es gibt eben nicht"die Amis".Offensichtlich haben hier einige noch nie von ACLU,EFF,Democrazy NOW gehoert!Derzeit rufen 80 Organisationen zum Protest auf unter stoppwatchin.us !Die Unterschiede zwischen den Menschen dort sind deutlich groesser als die zwischen Nordfriesen und Bayern.Vergleichbar eher mit jemandem aus Hamburg und einem Rumaenischem Roma. Sprich mal mit jemandem aus New York und eroertere das gleiche Thema mit jemandem aus einem laendlichen Gebiet von Texas,dann weisst du anschliessend was ich meine.

Robin am 19.01.14 10:47


Es gibt eine aktuelle Umfrage. Das Thema NSA ist weit hinten. Offensichtlich begreifen die meisten Menschen nicht, dass man uns gerade das Grundrecht auf Datenschutz wegnimmt. Unsere eigene Regierung lässt uns im Stich! Da werden Daten mit riesigem Aufwand gesammelt. Das macht man nur, wenn man das gewonnene Wissen auch einsetzen will. Viele Milliarden wegen ein paar Terroristen? Das glaubt niemand!

Direkt betroffen ist man als Einzelner vielleicht eher von der Sammelei der Wirtschaft. Aber auch dafür interessiert sich kaum jemand. Letztlich ist das alles Teil eines Trends zum Obrigkeitsstaat. Regierungen und Wirtschaft reißen Befugnisse an sich, und wir begreifen nicht mal, dass man uns etwas Wertvolles wegnimmt!

Bertram in Mainz am 19.01.14 20:34

schade dass ich zu spät komme. hoffentlich werde ich (deswegen) nicht auf die Liste gefährlicher "Individuen" gesetzt mit meiner Meinung: als ein durch die "Klatsch- und Tratsch-Medien" Informierter möchte ich zu gerne mal ein paar "outputs" der Informations-Orgie" zu hören und lesen bekommen was den z.B. bei all diesen (Abhör-)Vorgängen an brisanten Facts herausgekommen ist. Nicht dass man es machen kann und macht sondern was denn Furchtbares zwischen Xhoch n und Yhoch n mitgeteilt wurde. Hat sich z.B. A. Merkel lästerlich über Obama geäußert und wie mit welchem Wortlaut. Das will ich wissen um mich zu amüsieren. Wieviel und welche Terror-Action sind verhindert worden etc. Nicht die "Informations-Metaphysik" interessiert mich sondern konkrete Aussagen.
Sind etwa auf dem US-Markt sind die Verkaufszahlen von VW durch Management bzw. Werks-Spionage eingebrochen? Dass man auch VW kontrolliert ist doch wahrscheinlich. usw...

Volkmann, Kurt am 27.01.14 7:02

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