Dienstag, 21.01.2014

Google Glass für die Feuerwehr

Dieses Jahr kommt Blog: Google Glass endgültig auf den Markt. Alle werden die Datenbrille von Google kaufen können. Nicht jedem gefällt der Gedanke, dass Menschen mit einer Google-Brille auf der Nase jederzeit Fotos machen und Videos aufnehmen können. Aber es gibt auch schöne Beispiele, wie sich eine zuverlässig arbeitende Datenbrille sinnvoll einsetzen lässt, nicht nur Blog: beim Sport oder in der Blog: Kunst.

Zum Beispiel durch Feuerwehrleute. Das zeigt Google eindrucksvoll in einem neuen Imagefilmchen: Ein US-Feuerwehrmann hat eine App entwickelt, die für seinen Berufsstand äußerst sinnvoll sein kann. Auf Zuruf ruft die Datenbrille Grundrisse ab und projeziert sie in die Brille. Oder die Brille zeigt, wo sich der nächste Hydrant befindet. Oder zeigt den Feuerwehrleuten, wo sie ein Automodell knacken müssen, das nach einem Unfall geöffnet werden soll. Da man mit Google Glass sprechen kann, durchaus sinnvolle Einsatzgebiete.


Imagefilm von Google: Sinnvoller Einsatz von Google Glass bei der Feuerwehr


In solchem Momenten könnte eine gut funktionierende Datenbrille zweifellos sehr hilfreich sein. Allerdings melde ich schon mal Zweifel an, dass es in der Praxis so gut funktioniert wie im Film gezeigt. Abgesehen davon, dass es bei einem Brand recht laut sein dürfte und der Feuerwehrmann mit schweren Atemschutzgerät kaum verständlich spricht, dürfte es nicht leicht sein, so hopp, hopp einen Gebäudeplan abrufbar zu haben. Aber vorstellbar wäre es, nach einiger Optimierungsarbeit.

Schon mal gesehen, was Vollschutz für Feuerwehrmänner bedeutet? Schutzbrille, Helm, Atemschutz, Handschuhe, Anzug, Sauerstoff, Werkzeug usw. Und dann so eine fummelig-filigrane Brille? Völlig wirklichkeitsfremd. Im Übrigen ist klar geregelt, dass in Büro- und Geschäftshäusern sowie weiteren Sonderbauten für Feuerwehren Einsatzpläne und Laufkarten vorgehalten werden, selbstverständlich mit den Grundrissdaten. Und wenn nun der WLAN- Router brennend von der Wand fällt? Ach so, Feuerwehrfunk gibt's ja auch schon, und zwar so robust, dass er auch im Einsatz funktioniert. Und garantiert WLAN-frei!

Es gab auch schon vor Google schlaue Leute mit guten Ideen, und es wird sie auch nach Google geben. Wer meint, mit jedem App-Blödsinn das Rad neu erfinden zu müssen, sollte mal die Leute fragen, die schon seit Jahrzehnten Erfahrungen gesammelt haben.

Das war´s.

Jörg Schulz am 21.01.14 13:33

Prima, mit der eingebauten Kamera können dann direkt Journalisten beeindruckende Bilder zu Wucherpreisen erwerben. Da wird die Bild ja gleich viel attraktiver. Oder wie wäre es mit einem Livestream?

Datenschutz am 21.01.14 18:12

Ich finde diese Technologie zum einen beeindruckend aber noch viel mehr sehr erschreckend. Wenn ich mir vorstelle, dass demnächst Menschen mit dieser Brille durch die Gegend laufen und per Facebook und Co. direkt meine gesamten Lebensdaten auf das Auge geworfen bekommen, nur weil sie mich ansehen (Gesichtserkennung funktioniert bereits einwandfrei), wird mir nicht nur mulmig sondern schlecht.

Schön auch für Polizei und Geheimdienste, wenn sie auf Verbrecherjagt gehen. Ein Blick in die Menschenmenge und sämtliche Kleinkriminelle und Verbrecher sind entdeckt und können eingefangen werden...! Die Neuauflage des Kinofilms "Robocop" gibt hier einen schönen Einblick in die schöne, neue Welt.

Ich bin auf dem besten Wege mich zu entdigitalisieren...

http://www.wdr5.de/sendungen/lebensart/hoererimgespraech/keinbocksozialenetzwerke100.html

lunatic am 22.01.14 8:19

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Freitag, 17.01.2014

(K)eins auf die Finger für die NSA

Ohne Edward Snowden wüssten wir nicht, woran wir sind. Vielleicht würden wir uns ohne seine Enthüllungen ein bisschen besser fühlen, sicherer. Aber das wäre ja nur ein Trugschluss. Zugegeben: Naivität und Unkenntnis können gut für den aktuellen Gemütszustand sein, sind aber letztlich keine Lösung. Zumindest nicht auf Dauer. Lügen sind wie Gift.

Mittlerweile kennt die ganze Welt die bittere Wahrheit: Wir werden von Amerikanern und Briten systematisch und hemmungslos ausgespäht. Jeder einzelne von uns. Gerade erst ist ein weiteres Detail der ARD: Neugierde der NSA bekannt geworden: Amerikanische und britischer Geheimdienst werten gemeinsam rund 200 Millionen SMS-Nachrichten aus - und zwar täglich. Längst ist klar: Wo geschnüffelt werden kann, da wird auch geschnüffelt. Man traut der NSA mittlerweile alles zu.

Präsident Barack Obama; Rechte: dpa/Picture Alliance
Präsident Barack Obama schränkt die Rechte der NSA ein


Kein Abhören des Kanzlerinnen-Handys mehr
Den Schlapphüten ist das Misstrauen egal. Der US-Regierung nicht, jedenfalls nicht völlig. Präsident Barack Obama hat heute (17.01.14) die Spielregeln für die NSA verschärft. So wie bislang wird es wohl nicht weitergehen. Zwar keine strikte NSA-Reform, die hat sowieso kaum jemand erwaret. Doch zumindest hat Obama ein paar Stoppschilder aufgestellt. So dürfen zum Beispiel befreundete Staats- und Regierungschefs künftig nicht mehr belauscht werden. Diese Praxis soll sogar ausdrücklich verboten werden. Man ist geneigt, das als Erfolg zu feiern - dabei sollte so etwas selbstverständlich sein.

Aber so weitermachen wie bisher, das wird die NSA nicht können. Der Präsident will die "Privatsphäre und Bürgerrechte aller Menschen schützen", und zwar "unabhängig ihrer Nationalität und ihrem Aufenthaltsort". Klingt gut, wenn da nicht die Einschränkungen wären. Denn natürlich darf die Sicherheit nicht außer Acht gelassen werden. Die Sicherheit: Sie war und ist die generelle Rechtfertigung für praktisch jede Aktion. Immerhin geht es jetzt um eine Ballance aus Sicherheit und Privatsphäre. Zumindest offiziell. Bei der NSA spielt Privatsphäre nicht die geringste Rolle, jedenfalls nicht, solange man nicht einen NSA-Dienstausweis in der Tasche hat. Dann ist natürlich alles geheim. Künftig wird es für die NSA schwieriger, Daten einzusammeln und auszuwerten.

iPhone und Siegel der NSA; Rechte: dpa/Picture Alliance
Das Kanzlerinnen-Handy ist künftig tabu


Mehr Kontrolle als bislang
Begrüßenswert ist, dass die Schutzrechte von Ausländern und Amerikanern gleichgestellt werden sollen. Bisher waren Amerikaner geschützt (obwohl auch sie ausgespäht wurden), während Ausländer, also die mickrigen restlichen 96% Rest der Welt als rechtloses Freiwild betrachtet wurden. Auch soll es keine wahllose Überwachung mehr geben. Und der Zugriff auf gespeicherte Daten, zumindest auf Telefondaten, soll nicht mehr direkt, sondern über ein Gericht erfolgen. Außerdem sollen alle Aktivitäten und Entscheidungen überwacht werden.

In der NSA werden jetzt ganz sicher nicht die Sektkoren knallen. Die Zeiten der geheimdienstlichen Dekazenz scheinen vorerst vorbei. Allerdings bleibt wohl auch bei Bürgerrechtlern der Champus im Kühlschrank, denn nach einem Durchbruch klingt all das nicht. Mehr nach einem sowohl-als-auch. Irgendwie wollte Barack Obama alle Interessen wahren. Der Bürgerrechtler, der Obama einst war, ist hier jedenfalls nur noch sehr schemenhaft zu erkennen. Außerdem gilt es jetzt erst mal abzuwarten, was der US-Kongress daraus macht und wie das alles in die Tat umgesetzt wird.

Für alle, die es ganz genau wissen wollen: Hier ist das WWW: Transkript der Rede (Washington Post). Zwei Mal wurde Edward Snowden erwähnt. Immerhin.

Das Einzige was nun passiert-es wird besser darauf aufgepasst das es keine weiteren Snowdens gibt!Ansonsten war diese Rede eine einzige Vernebelnde Seifenblase-wie auch das was Friedrich in der FAZ praktisch zeitgleich und offensichtlich mit den USA abgestimmt absonderte(thomas-de-maiziere-der-staat-und-die-internetnutzer-sind-verbuendete-1275705))!Ein besserer Kommentar als den von Herrn Schieb gab es bei NY Times(nsa-changes-graphic)und zum Nachlesen der vollstaendigen Rede bei der Washinton post(full-text-of-president-obamas-jan-17-speech-on-nsa-reforms)mit Deutscher Uebersetzung auch bei Phoenix in der mediathek.Interessant auch zum Nachlesen wie wirkungslos und eben nicht auf"Schwerste Straftaten"beschraenkt nymag[dot]com patriot-act,oder bei heise( Bruesseler-Datenbank-Bestandsaufnahme-lobt-Vorratsdatenspeicherung-1047997 )Zur "Sicherheit"der gespeicherten Daten-siehe der Einbruch in die Schengendatenbank via Daenemark!Fazit-die Politiker luegen das sich die Balken biegen!

Robin am 18.01.14 8:24

Die Sache wird nur militärisch gelöst werden können, so besoffen, wie die Amerikanern mittlerweile von sich selbst sind. Die haben nicht einmal den Hauch eines Unrechtsbewußtseins.
Das Schlimme ist, daß in der Folge auch von den konkurrierenden und nachfolgenden Großmächten Rußland und China nichts Besseres zu erwarten ist.

Die Politik in unserem Land ist von devotem Handeln und Hochverrat geprägt. Um den Preis des eigenen Machterhaltes. Von da ist weder Rat noch Trost zu erwarten.
Am allerwenigsten gescheite und mutige Entscheidungen.

Wir steuern auf eine ganz schlimme Zeit zu.

Herr Hartwig am 18.01.14 13:05

@Hartwig-Korrektur:Es sind mitnichten"die Amerikaner"!Dies ist die gleiche Oligarchie die weltweit sich aehnlich verhaelt-Deutschland inclusive!China und Russland sind die Vorreiter und andere-dann kommt GB noch weit vor den USA,denn dort klatscht auch noch ein grosser Teil der Bevoelkerung Beifall zu den Ermaechtigungsgesetzen und der Rest der schweigt-wie die Oeffentlichkeit in Deutschland.In den USA sind nur die Moeglichkeiten groesser-dafuer aber haben sie starke Buergerechtsorganisationen die den Politikern Feuer unter dem Allerwertesten machen-waehrend in DE die Presse Hofberichterstattung abliefert-feuert die NY Times eine Breitseite auf Obama ab und nicht nur die!

Ach ja? am 18.01.14 14:48

Lieber Herr Schieb, es mag Sie zwar enttäuschen, aber ich z.B. werde *nicht* ausgespäht. Meine Oma und mein Onkel auch nicht, genausowenig wie meine Freundin oder mein Pizzabäcker. Es sei denn, Sie lassen mal die Aufrege- und Auflage-/Quoten-Kappe in der Garderobe und beweisen mir/uns allen mit *Fakten* das Gegenteil. Oder gehören Sie mittlerweile auch zu der "Generation Powerpoint", die sich allein mittels Vorlage bunter Folien von Dingen überzeugen lassen, die sie ohne ein lebenslanges Studium der technischen Hintergründe noch nicht mal im Ansatz verifizieren kann?

Dieser fast schon religiös anmutende "Glaube" an den "Wahrheitssager" Snowden soll doch weiterhin nur davon ablenken, dass jegliche Sicherheit und daten-sparsame Einflussnahmen auf das eigene Netzverhalten vom OttoNormalo seit Jahrzehnten trotz aller Warnungen über die inhärente Unsicherheit des Internet in den Wind geschossen wurden und die Geheimdienste nun als moralischer Sündenbock herhalten müssen.

vaikl am 18.01.14 17:18

SO kann man die Welt natürlich auch sehen... :)

Herr Hartwig am 18.01.14 17:25

Die Amerikaner haben sich bekanntlich ja immer gründlich geirrt, siehe kalten Krieg, Viethnamkrieg, Irak...die Liste könnte man fortsetzen auf ihre Vergangenheit mit den Indianern und noch mit ihrem Civil War was sie hier alles angerichtet haben. Also alles Fehleinschätzungen die sich jetzt im digitalen Zeitalter fortsetzen. Präsident Obama beschwichtigt nur, die einmal in Gang gesesetzte Maschinerie kann keiner aufhalten. Für Privatleute die "keinen Dreck am Stecken" haben sehe ich trotz der delidantischen Cyberspionage der Amis keine Gefahr. Selbst die haben nicht so viele Leute um alles auszuwerten und Deutsch richtig übersetzen können nur ein paar. NSA, ist nicht OK.

MG am 18.01.14 20:10

@Herr Hartwig: Richtig, man *kann* die Welt auch ohne stupiden Amerika-Hass und ohne Verschwörungsangst sehen, wenn man die eigene Geschichte kennt, sie beachtet und ein wenig *echtes* Wissen besitzt.

vaikl am 18.01.14 20:29

Nicht betroffen? Niemand glaubt, dass die USA nur ein paar Terroristen fangen wollen. Dass man sich Vorteile in internationalen Verhandlungen verschaffen will, bestreitet man doch gar nicht. Man kennt die Verhandlungspositionen und Limits der Anderen, z.B. bei Airbus. Man weiß vor wichtigen Abstimmungen im EU-Parlament, welcher Abgeordnete noch nicht ganz festgelegt ist. Man kennt die wirtschaftliche Situation von Unternehmen. Ob man dieses Wissen vielleicht schon einsetze, als über den Angriff auf Afghanistan debattiert wurde? Beispiele irgendwo neulich waren die Hilfen für Griechenland und der Angriff auf Libyen. Da wüsste man gerne den Standpunkt der Verbündeten. Demnächst gibt es Diskussionen um das Freihandelsabkommen. Das kann US-Konzernen weitgehende Freiheiten auf EU-Märkten geben mit der Möglichkeit, von Regierungen Entschädigungen für entgangene Gewinne zu fordern. Geschickt platzierte Interna können sogar Wahlen beeinflussen. Wissen ist Macht! Nicht betroffen? Wie naiv!

Bertram in Mainz am 18.01.14 23:21

@vaikl: Ach wie gut, dass wir mit Ihnen wenigstens eine Leuchte haben. --- Übrigens frage ich mich wieso sich die Amis derart wenig selbst hinterfragen. Mich würde es jedenfalls interessieren, warum ich weltweit so unbeliebt bin. Aber die Bösen sind ja immer die anderen.

pat am 19.01.14 1:11

@pat&Herr Hartwig-Kommentare zu Menschen wie vaikl sind sinnfrei.Die meinen sowieso alle besser zu Wissen aka"BeWi".@pat-Schlecht wenn man uber ein Land,ein Volk,das man kritisiert-offensichtlich so wenig weiss,das man derartige Behauptungen meint aufstellen zu koennen:"Übrigens frage ich mich wieso sich die Amis derart wenig selbst hinterfragen.eher koennte man fragen warum "die Deutschen"immer wieder die Politiker waehlen-die genau das Gleiche machen wie die US Regierung!"Es gibt eben nicht"die Amis".Offensichtlich haben hier einige noch nie von ACLU,EFF,Democrazy NOW gehoert!Derzeit rufen 80 Organisationen zum Protest auf unter stoppwatchin.us !Die Unterschiede zwischen den Menschen dort sind deutlich groesser als die zwischen Nordfriesen und Bayern.Vergleichbar eher mit jemandem aus Hamburg und einem Rumaenischem Roma. Sprich mal mit jemandem aus New York und eroertere das gleiche Thema mit jemandem aus einem laendlichen Gebiet von Texas,dann weisst du anschliessend was ich meine.

Robin am 19.01.14 10:47


Es gibt eine aktuelle Umfrage. Das Thema NSA ist weit hinten. Offensichtlich begreifen die meisten Menschen nicht, dass man uns gerade das Grundrecht auf Datenschutz wegnimmt. Unsere eigene Regierung lässt uns im Stich! Da werden Daten mit riesigem Aufwand gesammelt. Das macht man nur, wenn man das gewonnene Wissen auch einsetzen will. Viele Milliarden wegen ein paar Terroristen? Das glaubt niemand!

Direkt betroffen ist man als Einzelner vielleicht eher von der Sammelei der Wirtschaft. Aber auch dafür interessiert sich kaum jemand. Letztlich ist das alles Teil eines Trends zum Obrigkeitsstaat. Regierungen und Wirtschaft reißen Befugnisse an sich, und wir begreifen nicht mal, dass man uns etwas Wertvolles wegnimmt!

Bertram in Mainz am 19.01.14 20:34

schade dass ich zu spät komme. hoffentlich werde ich (deswegen) nicht auf die Liste gefährlicher "Individuen" gesetzt mit meiner Meinung: als ein durch die "Klatsch- und Tratsch-Medien" Informierter möchte ich zu gerne mal ein paar "outputs" der Informations-Orgie" zu hören und lesen bekommen was den z.B. bei all diesen (Abhör-)Vorgängen an brisanten Facts herausgekommen ist. Nicht dass man es machen kann und macht sondern was denn Furchtbares zwischen Xhoch n und Yhoch n mitgeteilt wurde. Hat sich z.B. A. Merkel lästerlich über Obama geäußert und wie mit welchem Wortlaut. Das will ich wissen um mich zu amüsieren. Wieviel und welche Terror-Action sind verhindert worden etc. Nicht die "Informations-Metaphysik" interessiert mich sondern konkrete Aussagen.
Sind etwa auf dem US-Markt sind die Verkaufszahlen von VW durch Management bzw. Werks-Spionage eingebrochen? Dass man auch VW kontrolliert ist doch wahrscheinlich. usw...

Volkmann, Kurt am 27.01.14 7:02

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Donnerstag, 16.01.2014

Als nächstes kommen Toaster und Waschmaschinen

Wer Google noch als "Suchmaschinenanbieter" sieht oder bezeichnet, sollte dringend mal die rosarote Brille absetzen. Zwar ist die Suchmaschine zweifellos das populärste Produkt von Google und auch wichtig für das Unternehmen, aber längst nur noch ein kleiner Teil des Geschäfts. Google verdient rund 50 Milliarden Dollar im Jahr. Nicht mit der Suchmaschine, sondern mit Online-Anzeigen.

Und die findet man überall, nicht nur im direkten Umfeld der Suchmaschine. Das Unternehmen lässt sich stets neue Dinge einfallen, wie und wo man Anzeigen präsentieren kann, die so präzise wie irgend möglich auf die Bedürfnisse und Interessen des Nutzers bezogen sind. Denn solche Anzeigen sind teurer. Deshalb weiß Google gerne möglichst viel über die Leute.

Android Logo; Rechte: Google
Android dringt in alle möglichen Lebensbereiche vor


Googles Expansionsdrang scheint grenzenlos
Google ist ein moderner Medienkonzern. Der Einfallsreichtum kennt keine Grenzen, der Expansionsdrang scheint grenzenlos. Überall versucht Google Fuß zu fassen und präsent zu sein: Fremde Webseiten, Radio, Blog: Fernsehen, WWW: Bücher, Zeitungen, WWW: Smartphones, WWW: Tablets - der Konzern ist omnipräsent. Google Blog: drängt auch ins Auto - und will mit Blog: Google Glass auf unsere Nasen. Durch den WDR: Aufkauf von Nest Labs verspricht sich Google nun auch noch den Zugang in unsere Haushalte, um noch mehr über uns zu erfahren: Wann sind wir zu Hause, wann schauen wir fern, wann essen wir ... Könnte Google künftig locker alles in Erfahrung bringen, weil mit Android ausgerüstete Google-Termostate und Hausektronik brav die Daten liefern.

Der nächste große Coup dürften Kooperationen mit Herstellern "weißer Ware" sein. Haushalts- und Elektrogeräte eignen sich hervorragend, um vernetzt zu werden. Waschmaschine, Trockner, Elektrogrill, Toaster, Waffeleisen, Mixer: Für jedes Gerät lassen sich gute Gründe finden, es zu vernetzen. Die Waschmaschine könnte man prima fernsteuern, Grill und Waffeleisen lassen sich bequemer bedienen, wenn online angeklickte Rezepte die nötige Temperatur einstellen und die Garzeit programmieren ... Motto: Nichts mehr selbst einstellen, kommt alles aus dem Netz. Zur Not weiß der Herd sogar, ob noch genügend Eier im Kühlschrank sind.


Waschmaschine mit WLAN und Smartphone-App


In Asien längst Alltag
Wer das alles für zu abgedreht hält, der war vermutlich noch nicht in Asien - zumindest nicht in den letzten Jahren. Dort sind Haushaltsgeräte schon seit Jahren wie selbstverständlich vernetzt, etwa mit WWW: Samsungs Tizen. Nur gibt es bislang noch keinen großen Onlinedienst, der all die anfallenden Daten zusammenführt. Aber das wird garantiert kommen: Wer Termostate kontrollieren will, der findet auch Toaster nicht langweilig. Warum aufhören, wenn es doch gerade spannend wird?

Durch den Aufkauf von Nest Labs wäre Google jetzt sogar in der Lage, selbst Elektrogeräte zu bauen und zu vertreiben, die mit Android ausgerüstet und vernetzt sind. Das Tempo, mit dem das alles derzeit passiert, lässt kaum Zeit zum Durchatmen - um die nötigen Fragen zu stellen. Etwa: Wie lässt sich das Android in Alltagsgegenständen zuverlässig updaten? Was ist mit Sicherheitslecks und den damit automatisch verbundenen Sicherheitsrisiken? Welche Nachteile bringt die zunehmende Vernetzung des Haushalts mit sich, neben den unbestreitbaren Vorteilen, in punkto Komfort? Was ist mit dem Datenschutz, dem Recht auf Privatsphäre? Und last but not least: Reichen die neu gebauten Rechenzentren der NSA aus, um all die Datenberge zu speichern, die künftig anfallen? Denn ganz sicher wollen die Geheimdienste doch diese Daten nicht einfach links liegen lassen...

Aus meiner Sicht, die Asiaten erfreuen sich der modernen Technik die jetzt für sie zugänglich ist und die sie sich leisten können. Umgemünzt auf uns, meine Frau würde sich freuen wenn der Android 3PO ( der bei Starwars) die Spühlmaschine auslehren würde, die Wäsche zusammenlegen usw. Ich weiß nicht ob jetzt dieser Blogg so Ernst genommen werden kann. Für mich Future bis ins Jahr....

MG am 16.01.14 18:16

Die Schafe waehlen sich ihren Schlachter selber-genial!@MG-dies ist keine ferne Zukunftsvision-denn Google hat bereits Firmen fuer autonome Robots uebernommen!Derartige Visionen wie deine Frau haette meine allerdings nie gehabt,so lange sie lebte-denn fuer derartiges hatte sie mich!So etwas nennt sich"Partner"-da braucht es keine Fernsteuerung ueber das Internet,oder autonome Robots. ;)

no future am 17.01.14 7:52

... es kann auch schon mal die Frage gestellt werden:

Hast 'du' alle Tassen im Schrank ... Ob das auch die NSA interessiert ?

Gibt es eigentlich in den USA keine Kartellbehörde? Bei der Datensammelwut drängt sich wirklich der Verdacht auf, Google ist eine 'getarnte' Zweigstelle der NSA!

Was kommt nach Yotta-Bytes ... ?

Trizitan am 17.01.14 16:50

Man schwatzt uns eine Mode auf, die wir so nicht brauchen. Alle Geräte müssen ans Internet, alle Daten müssen in die Cloud. Warum eigentlich? Vieles ist an sich nicht schlecht. Aber die Daten müssen lokal bleiben! Geräte einschalten, wenn der Strom billig ist? Ich will nicht, dass die Waschmaschine unbeaufsichtigt wäscht. Im Mietshaus wird man sowieso nicht irgendwann nachts waschen können. Abgesehen davon, es würde doch reichen, wenn die Tarifinformation im lokalen Netz verfügbar ist. Welche Geräte wann geschaltet werden, muss doch gar nicht raus ins Internet. Überwachungsfunktionen könnten codiert auf das eigene Smartphone übertragen werden, ohne dass der Inhalt öffentlich wird. Vieles braucht kein Internet. Es gibt z.B. das FS-20 Funksystem oder ganz normale Schaltuhren. Allerdings ist unbeaufsichtigtes Einschalten oft riskant. Was passiert, wenn im Heizlüfter der Gebläsemotor nicht anläuft? Die entscheidende Frage ist jedoch: Wollen wir unser gesamtes Leben offenlegen?

Bertram in Mainz am 17.01.14 20:57

@Bertram - mit vielem hast du Recht,aber-selber Schuld wenn du eine Waschmaschine ohne aqua stop hast.Kein Problemeine Waschmaschine damit"unbeaufsichtigt""laufen zu lassen!Im Mietshaus nachts die Maschine laufen lassen ist kein Problem wenn es nicht eine vom Grabbeltisch ist und auf einem guten Sockel verankert ist!Unlogisch:"Tarifinformation im lokalen Netz verfügbar ist"-nutzt nichts wenn nicht der Lieferant einen Rueckkanal hat und somit "weiss"wann du wieviel Strom ziehst-somit UBERWACHUNG!Ebenso:"Überwachungsfunktionen könnten codiert auf das eigene Smartphone"ist ein Bruellwitz!Die"codierung"von diesen hardware trojanern ist laengst gehackt,selbst wenn du dir nicht eine zusaetzliche wanze eingefangen hast!"FS-20 Funksystem"=broadcasting a la Internet und somit von aussen her angreifbar!"Was passiert, wenn im Heizlüfter der Gebläsemotor nicht anläuft?"-dann knallt die Sicherung raus,sowie das Ding eine bestimmte Temperatur ueberschreitet-sofern du das nicht vom Grabbeltisch im Ba

Aha am 18.01.14 15:07


@ Aha, 18.01.14, 15:07: Erst mal viele Geräte wegwerfen, damit man mit den neuen ein bisschen Strompreis spart? AquaStop verhindert nicht alle Pannen. Die Folgekosten können horrend sein. Auch eine leise Maschine kann nachts den Nachbarn stören. Er kann bloß nichts machen, wenn Lärmgrenzwerte eingehalten sind. Einen Rückkanal braucht der Anbieter nur bedingt. Man kann den Verbrauch lokal summieren und z.B. monatlich übertragen. Was soll die minutengenaue Erfassung der SmartMeter? Für die Netzregelung reichen die Lastwerte von Stadtbezirken. Warum keine verschlüsselte Meldung aufs Smartphone? Hier geht es nicht um Hacker, sondern um das Datensammeln der Anbieter. Ist es besser, wenn der Anbieter die Daten gleich hat? Zum FS-20: Ich würde nie Kritisches automatisch einschalten. Auch eine Schaltuhr kann mal spinnen. Bei Heizlüftern, heute gar im Kunststoffgehäuse, verlasse ich mich nicht auf die Thermosicherung. Vieles ginge ohne online-Anbindung. Aber der Anbieter will unsere Daten!

Bertram in Mainz am 19.01.14 12:16

@Betram-Ob nun Monatlich die Minuten\sec genaue Uebertragung geschieht-oder unmittelbar-es braucht den Rueckkanal und die Daten belegen wann ich mich wie verhalten habe!Dagegen gibt es bei diesem Scenario kein Mittel!Was eine"verschluesselte Meldung auf""deine tragbaren Trojaner soll ist unerfindlich.Gegrackt werden kann dies Teil besonders gut(GSM IST lange schon gebrackt!)-egal welches System darauf laeuft!Einen Heizluefter braucht kein Mensch und"viele Geraete wegwerfen"-alles was deutlich aelter ist als 10 Jahre gehoert entsorgt und dafuer die bestmoegliche Neue Technik eingesetzt-denn dann spare ich Energie ein.Auch wenn ich die Energie einrechne die fuer die Herstellung und Entsorgung benoetigt wird.Klar-wer 30 Jahre alte Waschmaschinen einsetzt,das der sich dann nur noch bedingt auf deren Serienmaessigen Aquastop verlassen kann.Ansonsten-"billig"gekauft-ist auf Dauer teuer!

Ei wei am 23.01.14 6:15


Es ist ein Unterschied, ob der Status jedes einzelnen Gerätes, jedes Schalters im "intelligenten Haus" mit Uhrzeit auf dem Server des Anbieters landet. Oder ob summierte Verbrauchswerte z.B. monatlich übertragen werden. Mit detaillierten Daten kann man ein Persönlichkeitsprofil erstellen für Werbung, Versicherungen, Behörden. Die Wirtschaft ist ganz wild auf solche Daten! Sind die erst mal da, wird es weitere Begehrlichkeiten geben.

Wenn wir den Trend nicht rechtzeitig begrenzen, wird Totalüberwachung irgendwann normal! Langfristig ist die Frage: Was passiert mit Menschen, die sich nicht überwachen lassen?

Mit summierten Werten geht das nicht. Auch eine Statusmeldung aufs Handy ist wenig interessant für Hacker. "Status? Keine Fehlermeldung. Heizung? Aus." Sinnvoll ist auch, wenn nur im Fehlerfall eine SMS rausgeht. Sorglos sollte man nicht werden. Ist der Stromverbrauch lange null, oder sind Fenster offen, kann das sehr wohl für Einbrecher interessant sein!

Bertram in Mainz am 23.01.14 14:42

Primär sollte man sich fragen, welche Nutzen habe ich als Besitzer einer solchen Waschmaschine? Wozu muss ich sie fernsteuern können? Aktuelle Modelle haben einen Timer, den ich ich auf x Stunden einstellen kann. Warum sollte ich es von unterwegs aktivieren können, wenn ich es auch morgens einstellen kann? Die Wäsche muss ich ja auch selber reinlegen... So ganz erkenne ich den Sinn da noch nicht.

Bei einem Kühlschrank wäre es schon cool, wenn dieser erkennt, was drin ist und was bald verbraucht wurde oder gar abläuft. Das wäre nett, eine automatische Bestellung würde ich jedoch nicht nutzen. Der Hinweis würde genügen.

Claas am 20.02.14 15:57

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