Freitag, 12.09.2014

Facebook auf die Finger schauen

Manchmal wundere ich mich schon ein wenig. Mark Zuckerbergs Onlinedienst hat - global betrachtet - immer noch Zulauf, trotz der zahlreichen Bedenken von Datenschützern und Experten. Dabei ist mittlerweile wohl jedem klar: Facebook speichert endlose Mengen an Daten, leuchtet zu kommerziellen Zwecken jeden Winkel der Privatsphäre aus - von jedem, der Facebook benutzt, egal ob am PC oder mobil. Besonders auskunftsfreudig, welche Daten genau erhoben werden und was Facebook damit anstellt, ist das Unternehmen nicht. Nur wenn genügend Druck entsteht - in der Regel aus Europa -, passiert überhaupt etwas.

Facebook Messenger App; Rechte: Facebook/WDR
Facebook sammelt jede Menge Daten - auch beim Chat


Web-App bietet Einblicke in gespeicherte Daten
Wegen der Anforderungen europäischer Datenschützer bietet Facebook schon eine ganze Weile eine Art Daten-Dossier an, das jeder Benutzer in den Menüs anfordern kann. Das Dossier wird dann erstellt und per Mail zugeschickt. Hier informiert Facebook über viele der gespeicherten Daten. Experten sagen aber: Das sind längst nicht alle Erkenntnisse, die Facebook über seine User speichert, sondern lediglich ein kleiner Auszug. Trotzdem: Man staunt, was Facebook alles registriert.

Noch einfacher ist ein Blick in die Untiefen der auf den Facebook-Servern gespeicherten Erkenntnisse mit der WWW: Privacy Awareness App, entwickelt von Studenten aus Österreich. Die Handhabung ist einfach: Nachdem Ihr die Web-App gestartet habt, sammelt die erst mal fleißig Daten. Vorher müsst Ihr allerdings jede Menge Genehmigungen erteilen, damit die App die Daten auch von Facebook überreicht werden. Doch hat man das erst einmal gemacht, erscheinen wirklich jede Menge Infos über einen auf dem Bildschirm.

Illustration; Rechte: WDR/Schieb
Wie bin ich über Facebook vernetzt und mit wem?


Web-App bietet Einblicke in gespeicherte Daten
Welche Fotos habe ich hochgeladen, welche Begriffe am häufigsten benutzt, wie oft war ich in Facebook und welche Orte habe ich in den letzten Jahren besucht, mit wem bin ich vernetzt und wie intensiv ist der Austausch? Selbst welche Bücher ich gelesen habe wird verraten. Was einem klar sein muss: All diese Informationen lassen sich über die Facebook-API abrufen, von jeder App, die mit Facebook vernetzt ist. Doch die Privacy-App will mehr als nur Daten sichtbar machen, sie will unser Bewusstsein schärfen. Die App bekommt die Daten von Facebook frei Haus geliefert. Die Programmierer der App wollen konkret demonstrieren, welche Daten jeder App zur Verfügung gestellt werden, wenn wir die Genehmigung dazu erteilen.

Bitte nicht ungeduldig werden. Je nachdem, wie aktiv Ihr auf Facebook seid, kann es schon ein paar Minuten dauern, bis alle Daten übertragen und ausgewertet sind. Ob die "Privacy Awareness App" tatsächlich dazu führt, dass wir vorsichtiger werden, ist ungewiss. Aber die App erlaubt doch zumindest recht konkrete Einblicke in die nicht vorhandene Privatsphäre eines Facebook-Nutzers. Was einen misstrauisch stimmen sollte: Die App präsentiert mehr Infos als Facebook selbst in der Dossier-Funktion. Wer mag, kann die Erkenntnisse und Daten auch exportieren. Die App speichert die Daten auf Wunsch als Zip-Datei.

Facebook Tagcloud; Rechte: WDR/Schieb
Tagcloud: Welche Schlagwörter besonders oft vorkommen

Jörg Schieb hat das Thema auch bei WWW: Leonardo auf WDR5 besprochen.

Ähm, mit Verlaub: An dem Punkt (und da ist man dann wohl noch ganz am Anfang) wo dieses Ding mich fragt, ob es in meinem Namen auf Facebug posten darf war es für mich auch schon wieder Geschichte!

Sven am 12.09.14 15:41

Wenn auch mal ein kritischer Beitrag von Schieb bezüglich Apps, Facebook, Google, WhatsApp, Twitter oder der anderen Scheiße zu lesen wäre, dann würden sich Leute mit IQ echt freuen. Ich kann diese Werbeplattform für Datenkraken nicht nachvollziehen.

Birger am 12.09.14 17:04

Ps. Ich weiß gar nicht, ob Sie es wußten, Schieb. Wer einen Verstand hat, nutzt keine Wanze, auch Handy genannt! Und er nutzt überhaupt nichts, was Sie empfehlen. Sie haben vermeintlich Ahnung von Technik, aber von Datenschutz, Bürgerrechten und Datenkraken haben Sie keinen blassen Schimmer. Sie turnen auf diesen Angeboten herum, supporten die, bewerben die, aber wissen gar nicht, was Sie veranstalten. Sie haben null Ahnung von Irgendwas. Es wäre schön, wenn Sie sich endlich mal von der Werbung für den Schrott abwenden könnten und in den Warnmodus umschalten würden!

Birger am 12.09.14 17:14

Zur Info: 28% aller Deutschen mit Internetanschluß (86%) sind so dumm und nutzen Facebook. 58% aller deutschen User sind daher als klug zu bezeichnen, denn sie nutzen die Scheiße nicht. Und auch keine Datenkraken wie WhatsAPP, Twitter und andere asozialen Netzwerke. Sie haben ihren Browser im Griff, lehnen Kekse ab, tummeln sich nicht auf Ami-Scheiße, haben keine Wanze, geben ihre Daten nicht preis, kaufen nicht online unter Angabe ihrer Kreditnummer, nutzen keine externen Server (auch Clouds genannt), machen kein Online-Banking und senden ihre Mails nur verschlüsselt! Da fällt mir noch viel mehr ein, aber das für Sie als DAU reicht das erstmal.

Birger am 12.09.14 17:36

@Birger: Ich will mal höflich sein und nur meinem Unverständnis Ausdruck verleihen, worauf Sie eigentlich abzielen. Ob "argumentum ad hominem" oder doch eher "argumentum ad personam"? Jedenfalls nicht der Sache dienlich. Ich verstehe meinen Beitrag eigentlich so, dass ich auf ein Projekt hinweise, das sich kritisch mit dem Sammeln von Daten in Facebook beschäftigt. Sollte Ihnen doch eigentlich gefallen. Ansonsten empfehle ich die Lektüre folgendesn Beitrags:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/hass-im-netz-ich-bin-der-troll-13139203.html

Jörg Schieb am 12.09.14 17:38

Nach Rücksprache mit dem WDR werden Sie in jeder Sendung als "Computer-Experte" genannt, als einziger, denn lt. WDR kann man sich mehr Leute nicht leisten. Was haben Sie für eine Vita? Sind Sie Informatiker? Sie sind es nicht. Wenn ich einige Ihrer Aussagen in zahlreichen Sendungen sehe, wie Sie die übelsten Dinge kritiklos anpreisen, dann sträuben sich mir die Nackenhaare. Machen Sie das, wofür Sie als ÖR-Sender bezahlt werden, nämlich die Menschen über die Gefahren aufzuklären, die von den oben genannten Konsorten ausgehen. Sie machen Werbung!

Birger am 12.09.14 18:07

Wer auch immer dieser Birger ist, seine 4 Posts hier sind allesamt Beleidigungen, deswegen fände ich es gut, wenn der WDR diese Beiträge löschen würde. Höflichkeit und Respekt sollten auch bei anonymen Posts selbstverständlich sein. Schade, dass so viele Menschen sich in der anonymen Welt des Internets nicht unter Kontrolle haben. Und bevor es zu Missverständnissen kommt: Nein, ich kenne Herrn Schieb nicht.

Frank am 12.09.14 18:18

Ps. Und hören Sie endlich auf, jedes Novum, was von den Datenkraken rausgebracht wird, anzupreisen. Hören Sie auf, von der Cloud zu sprechen, sondern nennen Sie es beim Namen: Es sind die Server der Datenkraken, keine Luftnummern, keine Wolken. Die sind bei drei gehackt.

Warnen Sie davor, auf Online-Shops die Daten preiszugeben. Warnen Sie vor Keksen, vor Scriptings! Schulen Sie Menschen, wie sie ihren Browser im Griff haben, das Einfallstor für allen Mist. Machen Sie keine Werbung für Ami-Scheiße. Sie haben die Menschen aufzuklären und keine vermeintlich tolle und neue Angebote dieser Datenverkäufer anzupreisen!

Danke!!

Birger am 12.09.14 18:21

Kommentieren



Die mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden.


Angaben speichern (Cookie)?


Um Ihren Kommentar zu versenden, beantworten Sie bitte die folgende Frage:


Trackbacks zum Eintrag Facebook auf die Finger schauen

Zum Anfang dieses Eintrags

Donnerstag, 11.09.2014

Das Blog der seltsamen Apps

Mein neuer Lieblingstumblr: WWW: Weird Apps for iOS. Der App-Entwickler WWW: @CoryDMC trägt darin die seltsamsten, künstlerischsten und verrücktesten Apps zusammen: Apps, die das Bellen von Möpsen abspielen, die anzeigen, ob heute Dienstag ist, oder auch die Somebody-App, Blog: die Katharina Ley zuletzt hier in Digitalistan vorgestellt hat.

Rap Mushi; Rechte: Rap Mushi
Eine der verrückten Apps aus "Weird Apps for iOS": RapMushi. Ein handgezeichnetes Soundboard, das japanische Beatboxing- und Rap-Soundeffekte abspielt.

@CoryDMC programmiert übrigens selbst Apps, die auch in diese Liste passen würden. Den Tumblr darf man also auch als Werbeaktion für seine eigenen Ideen verstehen.

Kommentieren



Die mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden.


Angaben speichern (Cookie)?


Um Ihren Kommentar zu versenden, beantworten Sie bitte die folgende Frage:


Trackbacks zum Eintrag Das Blog der seltsamen Apps

Zum Anfang dieses Eintrags

Dienstag, 09.09.2014

Apple bestätigt die Gerüchteküche: das iPhone 6 in zwei Größen und die Apple Watch

Apple Watch also wird es heißen: das erste Wearable von Apple, das die Gerüchteküche so lange hat kochen lassen. Die Apple Watch sieht aus wie eine klassische rechteckige Uhr, ist aber gleichzeitig Smartwatch und Fitnesstracker. Es wird sie in zwei Größen, drei Editionen und mit einer Fülle austauschbarer Armbänder geben, mit denen allein Apple vermutlich schon ordentlich Geld scheffeln wird.

Apple Watch; Rechte: Apple
Apple Watch: zwei Größen, drei Editionen und eine Fülle austauschbarer Armbänder, mit denen allein Apple vermutlich schon ordentlich Geld scheffeln wird.

Bei der Bedienung der Uhr geht Apple neue Wege: Auf der rechten Seite befindet sich ein Drehrädchen, das je nach App zum Zoomen oder zum Hoch- und Runterscrollen dient - so bleibt der Blick aufs Display frei. Drückt man auf das Drehrädchen, kommt man auf den Homescreen und kann von dort Apps starten. Die Apps selbst lassen sich auch übers Display steuern, das zwei Arten der Bedienung kennt: nicht nur die leichte Touchgeste, sondern auch stärkeren Druck. So erhöht Apple die Möglichkeiten der Bedienung.

Von Spielereien bis zum Bezahlchip - die Apple Watch kommt mit einer ganzen Reihe interessanter Funktionen

Wer die Uhr gerade nicht bedient, bekommt entweder das klassische Ziffernblatt zu sehen oder wählt auf Wunsch aus einer Reihe von Widgets aus, die das Datum, die aktuelle Temperatur, Aktienkurse und mehr anzeigen können. Möglich sind auch Spielereien: vorne Uhrzeit, hinten die eigene Position, eingeblendet auf der Erdkugel.

Die Uhr ist aus Saphirglas gebaut. Innen hat sie einen Apple-eigenen Prozessor, Lautsprecher und Mikrofon. Weiterhin gibt es einen Vibrationsalarm, der direkt auf der Haut zu spüren ist, so dass die Umgebung nichts davon mitbekommt. Zusätzlich befinden sich auf der Rückseite der Uhr die Sensoren für die Fitnessfunktionen.

Apple Watch; Rechte: Apple
Der Blick auf den Homescreen der Apple Watch, über den auch die Fitnessfunktionen der Uhr erreichbar sind. Analysieren lassen sich die erhobenen Daten später in einer eigenen iPhone-App.

Das Betriebssystem der Apple Watch sieht bekannt aus, ist aber keine eingedampfte Version von iOS. Bei der Livedemo wirkte es flüssig, ohne merkbare Ladezeiten. Twitter und Facebook waren zu sehen, außerdem eine Reihe von weiteren bekannten Apps. Laut Apple-Chef Tim Cook lässt sich die Uhr außerdem als Walkie Talkie einsetzen, als Kontrollbildschirm für die iPhone-Kamera - Blog: oder per NFC-Chip auch zum Bezahlen.

Spannend sind ein paar Details. Die Apple Watch analysiert zum Beispiel eingehende Nachrichten. Nehmen wir die Frage: "Was machen wir heute Abend? Fernsehen oder Sport?" - die Uhr schlägt mir "Fernsehen" und "Sport" direkt als mögliche Antworten vor. Wahlweise kann ich mit Emojis, kurzen Zeichnungen oder per Spracherkennung antworten - oder aufs iPhone wechseln, wenn die Antwort doch komplizierter wird.

Neben der Menge an Informationen, die Apple über seine Uhr in die Welt pustet, ist allerdings auch interessant, welche Information bisher nirgendwo zu finden ist: die über die Akkulaufzeit. Vielleicht liegt es ja daran, dass Apple noch nicht weiß, wie sehr die mögliche Akkuleistung bis dahin noch gesteigert werden kann - oder aber auch daran, dass Apple diese Information lieber nicht preisgibt, weil sie auf der Negativseite zu verbuchen wäre - bei der Funktionsgewalt dieser Uhr wäre das vorstellbar.

Apple Watch, Tim Cook; Rechte: Apple
Sieben Jahre nach der Vorstellung des ersten iPhones durch Steve Jobs gibt es Standing Ovations für Tim Cook, als er mit "One more thing ..." die Apple Watch ankündigt.

Die Apple Watch wird in den USA mindestens 349 Dollar kosten; Preise für Deutschland sind noch nicht bekannt. Die Uhr erscheint erst 2015, wird im Weihnachtsgeschäft also keine Rolle spielen - ist dafür also offenbar noch nicht "fertig genug".

Nicht innovativ, nicht bahnbrechend - eher wie immer: ordentlich, aber teuer

Alles in allem: das, was wir vorher erwartet haben - und ein Produkt, das das Zeug hat, Kassensysteme in Geschäften zu verändern und all den Fitnesstrackern Konkurrenz zu machen. Trotzdem: Das "iPhone-Gefühl" von 2007 stellt sich bei mir nicht mehr. Die Apple Watch ist keine große Innovation, kein bahnbrechendes Gerät, sondern eher das, was Apple gut kann: ein wie immer sehr ordentliches, aber auch sehr teures Produkt.

Ähnlich sieht es für das neue iPhone 6 aus, das es in zwei Größen geben wird: in 4,7 Zoll bei 1.334 x 750 Pixeln und in 5,5 Zoll bei 1.920 x 1.080 Pixeln. Das iPhone 5 hatte einen 4-Zoll-Bildschirm - ein enormer Sprung also, allerdings nur für iPhone-Nutzer selbst, denn wer ein Android-Smartphone besitzt, weiß schon lange, wie angenehm ein etwas größerer Bildschirm sein kann. Dagegen wirkte das iPhone zuletzt aus der Zeit gefallen.

iPhone 6; Rechte: Apple
Von außen hat sich nicht viel getan - das neue iPhone 6 ist nur dünner und größer. Apple verspricht eine ganze Reihe neuer Spiele mit höherer Auflösung als aktuelle Konsolen sie bieten, außerdem eine schnellere Grafik und eine schnellere Prozessorleistung: Das iPhone 6 soll bis zu 50 Prozent schneller sein.

Wofür der Platz auf dem großen Bildschirm? Es geht weniger darum, noch mehr Apps auf den Homescreen zu bekommen - sondern viel eher um die Apps selbst, die nun mehr Inhalte anzeigen können. Die E-Mail- und die Nachrichten-Apps zum Beispiel bekommen für ihre Queransicht neue Modi, über die man wie im Mailprogramm am Computer neben dem Posteingang auch direkt die E-Mail selbst sieht.

Wie bei der Apple Watch sind auch beim iPhone 6 ein paar Details spannend: auch hier der NFC-Chip zum Bezahlen. Oder Telefonate übers Netz, wie sie zum Beispiel über Apps wie Skype oder Viber möglich sind, solange man sich im WLAN aufhält. Das an sich ist nichts Neues. Verlässt man aber das Haus, soll das iPhone 6 das Gespräch automatisch vom WLAN ins klassische Telefonnetz überführen können - vorausgesetzt, der eigene Mobilfunkanbieter macht das mit.

Ansonsten hat Apple die Kamera weiterentwickelt und verspricht vor allem schnelleres Fokussieren. Sensoren machen auch das iPhone selbst zum Teil zum Fitnesstracker. Der Fingerabdrucksensor kann nun auch von anderen Apps genutzt werden. Und das iPhone wird es in Zukunft auch in einer großen 128-GB-Variante geben.

Flint Center; Rechte: Apple
Zur Vorstellung von iWatch und iPhone 6 ist Apple an einen Ort zurückgekehrt, an dem das Unternehmen Geschichte geschrieben hat: Steve Jobs hat im Flint Center in Cuptertino 1984 den Macintosh vorgestellt, den ersten Computer mit grafischer Benutzeroberfläche.

iPhone 6 holt Rückstand gegenüber Android auf

Das iPhone 6 startet bei 699 Euro, das noch größere "iPhone 6 Plus" bei 799 Euro. Das Gerät ist ab dem 19. September erhältlich und bleibt ein zwar ordentliches, aber technisch durchschnittliches Smartphone. Dass Apple seinem Flaggschiff erst jetzt einen größeren Bildschirm spendiert und erst zehn Jahre nach Marktstart auf die Idee kommt, einen NFC-Bezahlchip einzubauen - Innovation geht anders. Apple versteht aber gleichzeitig wie kein anderes Unternehmen, aus Hardware und Software eine Einheit zu bauen.

Mit diesem Abend hat Apple also alle Gerüchte bestätigt. Eine eigentlich langweilige Veranstaltung - nur für Apple selbst nicht. Es war die wichtigste Produktvorstellung des Unternehmens seit Jahren, allein um das eigene Image weiterleben zu lassen. So richtig zünden will das zwar alles nicht mehr. Der Lack ist aber auch noch lange nicht ab.

Wie kommt es, dass Millionen Menschen aufgeregt am Bildschirm sitzen und auf die neueste Erfindung dieses Konzerns wartet? Da hat die Marketing-Maschinerie mal wieder hervorragend funktioniert und die Menschen fallen drauf rein. Ich nenne es Massen-Manipulation der Apple-Lemminge!
Wir rennen immer mehr den neuesten "Spielzeugen" hinterher und vergessen manches (wichtigere) andere dabei.
Mal abgesehen von der reinen Ressourcenverschwendung, wenn man immer das neueste Modell haben "muß", sind wir in eine echte Konsum-Falle getappt.
Ich gestehe jedem ein Smartphone zu, verstehe aber nicht, warum es immer das Neueste sein muss und welche Vorteile diese Uhr nun haben soll...

Schorschile am 10.09.14 9:16

Ich werde nie kapieren, warum Apple und Applekunden immer alles Mögliche unterstellt werden muss. iPhones werden länger genutzt als andere Smartphones, kein Mensch kauft sich jedes Jahr ein Neues. Ich benutze immer noch mein 4 Jahre altes iPhone 4 und ein 4s, 5, oder 5s sind noch tadellose Geräte, die auch noch iOS 8 kriegen.

Und Innovation heißt nun mal nicht erfinden oder als Erster auf den Markt bringen, sondern Märkte umkrempeln. Und ich würde mich nicht wundern, wenn zB. das Apple Bezahlsystem eher angenommen würde als andere.

Joh am 10.09.14 10:07

Vielleicht ist das ja für die Aktionäre heutzutage die wichtigste Meldung: dass es eben nach der gefühlt 500en ewig gleich gehypten Präsi nicht mehr zünden kann und muss, sondern dass es um langfristige Umsatzträger wie eben ApplePay geht. Die Hardware ist mittlerweile nur noch schmückendes Beiwerk; Tim Cook wird mit seinem Laden die iTunes-Idee auf viele Wirtschaftsbereiche ausdehnen, indem er seine Wirtschaftsmacht als DoorOpener für den Handel, die Banken und den Rest der Finanzwirtschaft nutzt. Gut gemacht, Tim!

vaikl am 10.09.14 12:48

Was soll man sagen, das Spitzenmodell kostet satte 1000€.

Für ein Telefon, nicht für einen Laptop..

Jupps Hund am 10.09.14 13:49

Danke für diese erkenntnisreiche Betrachtungsweise. Nur ein kleiner Fehler ist Ihnen unterlaufen: Die App heisst VIBER und nicht VYPER.

Sven H. am 10.09.14 18:15

@Sven H.: Um Himmels Willen, völlig richtig! Danke für den Hinweis - ich korrigiere das gleich.

Dennis Horn am 10.09.14 19:36

Kommentieren



Die mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden.


Angaben speichern (Cookie)?


Um Ihren Kommentar zu versenden, beantworten Sie bitte die folgende Frage:


Trackbacks zum Eintrag Apple bestätigt die Gerüchteküche: das iPhone 6 in zwei Größen und die Apple Watch

Zum Anfang dieses Eintrags

 
 

Dezember 2014

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31

Über das Blog

Digitalistan: Heimatkundliches aus dem Land der Einsen und Nullen

Suche im Blog

Aktuelle Einträge

Autoren

Blogregeln und Glossar

Newsreader-Feeds (XML/RSS)


Permanente URL dieser Seite: http://wdrblog.de/digitalistan/