Freitag, 31.01.2014

Vorwürfe gegen Werbefilter Adblock Plus

Viele Internetbenutzer verwenden beim Surfen einen Werbefilter wie WWW: Adblock Plus. Solche Filter werden als Erweiterung für den Browser angeboten. Einmal installiert, verschwinden die meisten Werbebanner von den Webseiten. Was den Betreibern vieler Webseiten allerdings Blog: nicht besonders gut gefällt, schließlich finanziert sich das Gros der Webangebote über Werbung, die Werbefilter bringen die Betreiber um ihre Einnahmen. Allerdings ist es so, dass viele Werbeblocker, darunter auch AdBlock Plus, manche Werbeanzeigen akzepieren und durch den Filter lassen, vor vor allem sogenannte "nicht aufdringliche" Werbung.

AdBlock Webseite; Rechte: dpa/Picture Alliance
AdBlock Plus filtert Werbung und Reklame jeder Art aus Webseiten


Werbung freischalten gegen Bezahlung
Einige Unternehmen zahlen Geld an die Adblock Plus-Betreiber, damit sie von den Filtern durchgelassen werden. Das räumt das Kölner Unternehmen Eyeo GmbH sogar WWW: auf der Webseite ein. "Wir werden von einigen große Firmen bezahlt, die unaufdringliche Werbung unterstützen, welche an der Initiative für Akzeptable Werbung teilnehmen möchten", heißt es dort lapidar. Also wird bezahlt, so viel steht fest. Allerdings äußert sich das Unternehmen offiziell nicht dazu, welche Werbepartner Geld bezahlen und welche nicht, erst recht nicht, wie viel für die Freischaltung im Werbefilter bezahlt wird. Um auf die Liste der unaufdringlichen Werbung zu kommen, müssen zahlende wie nicht zahlende Werbetreiber allerdings die WWW: Spielregeln des Blockers akzeptieren und einhalten.

Glaubt man der aktuellen Berichterstattung im Web, ist das ganz schön viel. Der nicht unumstrittene Blogger Sascha Pallenberg behauptet jetzt, Google habe der Eyeo GmbH 25 Millionen Dollar für die Freischaltung der Adsense-Anzeigen bezahlt. Bedeutet konkret: Dafür, dass Adsense-Werbung vom Werbefilter AdBlock Plus durchgelassen wird, soll Google einen Pauschalbetrag gezahlt haben. Pallenberg bezieht sich dabei auf "außergewöhnlich gut unterrichtete Kreise", was auch immer das bedeutet. Angeblich hätten auch eBay, Yahoo und Amazon Millionenbeträge entrichtet. Ich habe bei der Eyeo GmbH nachgefragt, bislang aber keine Antworten erhalten. So ist es auch anderen Medien gegangen. Spiegel Online WWW: berichtet, eBay habe eine Zusammenarbeit dementiert.


Der Hersteller erklärt AdBlock Plus (leider in Englisch)


Werbefilter unter Druck
In Diskussionsforen kommen die Praktiken nicht so gut ein: Ein Werbefilter, der sich dafür bezahlen lässt, dass er bestimmte Werbung dann doch durchlässt, ist vielen suspekt. Zwar kann jeder User selbst entscheiden, ob und welchen Werbefilter er verwendet und auch AdBlock-Plus-User können entscheiden, ob sie "nicht aufdringliche" Werbung akzeptieren wollen oder nicht. Aber das Konstrukt ist schon äußerst merkwürdig: Eigentlich will man Werbung filtern. Aber nicht alle Anzeigen. Das Portemonnaie entscheidet.

So sehr ich verstehe, wenn sich Internetbenutzer vor zu viel Werbung schützen wollen: Ich bin kein Freund von solchen Werbefiltern. Sie greifen in die Autonomie der Webseitenbetreiber ein. Die Portale stellen kostenlos Informationen zur Verfügung und refinanzieren sich über Werbung. Nun entscheidet ein Dritter, ob die Werbung erscheinen darf oder nicht - und verdient sogar mitunter daran, wenn sie durchgelassen wird. Obwohl es zwischen den Anbietern im Web und dem Werbeblocker keinerlei Verbindung gibt. Das ist so, als stellte sich jemand auf die Straße ins Gewerbegebiet und ließe keine LKW mehr durch. Außer, sie haben eine Farbe, die dem Kontrolleur passt - oder der LKW-Fahrer zahlt, um durchgelassen zu werden. Wer würde das akzeptieren?

Ich war immer ein großer Fan von den Werbeblockern, u.a. um Traffic über teure, datenmengenabgerechnete Mobilfunkleitungen zu sparen. Seit der ersten Berichterstattung (mehrere Medien berichteten über AdBlock bereits vor ein paar Monaten) hat sich mein Bild geändert. Ich verstehe dass kostenlose Webseiten sich über Werbung finanzieren, was ich auch kostenlos genieße. Z.B. ein Musikvideo auf youtube, kostenlos zu sehen nach einem Werbeclip. Ich habe AdBlock weiterhin, allerdings abgeschaltet. Wenn ich auf eine neue Webseite gehe und die aufdringlich ist, kann ich ihn mit einem Klick einschalten.
Beispiel youtube - ein Privatvideo hat vorher plötzlich Werbung - zweifelhaft ob der Enisteller von youtube dafür Geld bekommt... Wenn nicht, wäre dies IMHO bereits 'aufdringliche' Werbung.

chris26 am 1.02.14 6:13

Sind die clickrates bei dem Typ schon wieder runter?Man muss nur einen Haken entfernen und schon wird auch "die nicht aufdringliche Werbung"gefiltert!Wird zudem offen kommuniziert-dazu muss man natuerlich etwas tun,wozu die "generation Internet"offensichtlich nicht mehr in der Lage ist:Lesen-oder wenigsten einmal durch die Einstellungsoptionen durchgehen.Fazit nix zum Aufregen.Lieber Herr Schieb-"Autovergleiche"hinken immer. ;) Btw.gerade ueber eingebundene bannerwerbung kommen immer wieder exploits durch drive by downloads auf die pcs der user-mal ganz abgesehen von den diversen tracking methoden die dabei von den Werbefirmen eingesetzt werden.Sorry-aber da pfeife ich doch darauf ob einer damit seine Seite finanziert-wenn er das nich tbesser hinbekommt,ohne seine vsisitor auzuspionieren,oder verseuchen zu lassen-dann soll er halt aus dem netz bleiben!

Lachnummer am 1.02.14 7:31

Kein Wunder das Herr Schieb ein Problem mit Werbeblockern hat... schliesslich will er auf seiner eigenen Seite ja selber mit Werbung Geld verdienen. Und da kommt natürlich jede negative Meldung zum Thema Werbeblocker gerade recht.
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt....

Manfred am 1.02.14 9:02

Unter dem Namen AdBlock Edge gibt es ein Fork von AdBlock Plus der bereits die "unaufdringliche Werbung" ausschließt.

Ob es dann einen Unterschied macht ob man AdBlock Edge oder AdBlock Plus mit deaktivierter unaufdringlicher Werbung nutzt ist dann noch eine Frage die zu klären wäre.

Jean am 1.02.14 9:06

@manfred: das ist korrekt: ich betreibe auch eigene webangebote und kann daher aus erster Hand und nicht nur theoretisch beurteilen, welche kosten anfallen und welcher aufwand nötig ist - und wie es ist, diese mit Werbung zu refinanzieren. Abgesehen davon kann ich mich in die Geschäftsmodelle aller eindenken, die mit Werbung ihren kostenlosen Service finanzieren wollen oder müssen. Es ist eine zulässige Forderung, dass nicht Dritte dieses Modell kastrieren - und womögich sogar noch mitverdienen. Ich kann auch jeden Benutzer verstehen, der sagt, er wolle Werbung aus dubiosen Quellen blocken, um sich und seine Privatsphäre zu schützen. Beide Argumente sind zulässig. Es gehört wohl zu einer Debatte dazu, die Argumente zu kennen - und sich dann selbst ein Bild zu machen. Gegen Werbeblocker, die jeder selbst konfiguriert, habe ich nichts. Aber wenn es ein Millionengeschäft wird, finde ich es bedenklich.

Jörg Schieb am 1.02.14 9:12

@Herr Schieb
Ich nutze auch AdBlock und NoScript, weil vor einigen Jahren die Werbung in ihrer Masse und ihrem aggressiven Auftreten schier unerträglich wurde.
Die Konsequenz daraus hat sich die Werbewirtschaft selbst zuzuschreiben.
Ich bin z.B. nicht bereit, mich für irgendeine Info permanent von einem quer über den Text fahrendes Auto anhupen zu lassen oder pausenlos aufpoppende Bildchen wegzuklicken.
Ich behaupte auch, daß die Werbung, egal ob sichtbar oder unsichtbar, konsequenzlos an mir vorüberzieht. Mein Bedarf bestimme ich als Endfünfziger noch selbst.
Was macht es dann also für einen Unterschied für den Werbenden, ob ich seine Werbung ignoriere oder sogar gleich via Software abschalte.

Oder fühlen Sie sich verpflichtet, alle bei Ihnen durch den Briefkastenschlitz geworfenen Reklamezettel zu studieren?
Ich denke, Sie werfen die gleich weg. Oder haben gar einen Aufkleber mit "Bitte keine Werbung !" am Kasten.
Das ist dann doch irgendwie dasselbe, oder ?

Herr Hartwig am 1.02.14 13:16

Früher bestand die Werbung aus Bannern und kleinen Anzeigen am Bildschirmrand. Da kam mir nie ein Gedanke, diese Werbung filtern zu wollen. Aber das reichte der Werbeindustrie nicht. Die Anzeigen begannen zu blinken und bald tauchten die nervigen Pop Ups auf, die aber sehr schnell (selbst vom IE) geblockt wurden. Anstatt einzusehen, dass die Nutzer so etwas nicht wollen, rüstete die Werbeindustrie auf: Bildschirmfüllende Videos mit Ton, versteckte oder nicht vorhandene X-Buttons und selbst in den Bannern liefen Videos. Nicht überspringbare Spots vor Videos usw.
Die Werbeindustrie hat den Hals nicht vollbekommen und nun bekommt sie von den Usern die Quittung.

Gier am 1.02.14 14:28

Nun stelle einer sich doch mal vor-ich habe in meinem mail account eine whitelist!Werbung geht direct in den trash!Ich bin ja sooo ein poeeser!@Herr Hartwig-gute Argumente!Hinzu kommt aber auch noch das gerade via _extern_eingebundene_Werbebanner tracking betrieben wird und zudem dies eines DER Loecher ist ueber die exploits per drive by verteilt werden!Muss ich echt nicht haben!AdBluckPlus,NoScipt und Cookie Monster sind heutzutage Pflicht!
Unerwuenschte Werbung,die trotz des Hinweises"Keine Werbung"! in meinem Briefkasten landet geht entweder in den Muell,oder sofern durch Adressenheandler bei meinem Ortsamt gekauft und mit meiner Anschrift versehen-geht wegen"Zurueck an Absender.Empfaenger verstorben"an den Absender zurueck.Ich heatte ja nichts dagegen wenn die Betreiber ALLE ihre Werbung selber einbaenden UND zudem darauf achteten das ihre Werbepartner keinerlei scripte benutzten!Da ich mich darauf nicht verlassen kann-wird geblockt und gefiltert!

Aua am 1.02.14 14:44

Nun erleuchte uns doch einmal grosser Meister:" er wolle Werbung aus dubiosen Quellen blocken, um sich und seine Privatsphäre zu schützen."Welche Werbung kommt denn nicht aus dubiosen Quellen und wie kann der user unterscheiden"Werbung dubios"\"Werbung sauber"?Btw.entweder habe ich ein sauberes Geschaeftsmodell-so das ich mit meiner eigenen Leistung meinen Onlineauftritt finanzieren kann-weil er eben Teil meines Geschaeftsmodells ist,oder ich bin ein Parasit-der sich nur durch die "Leistung"von anderen finanziert(Werbebanner).Bei Suchmaschinen geht es halt nicht anders-da aber dann bitte transparent und ohne tracking.Da Google dort nun schon seit laengerem unsauber agiert gibt es auch dafuer mittlerweile Instrumente zur Gegenwehr.

@Schieb am 1.02.14 14:57

Mein längerer Kommentar zu Ihrer Adblocker-Allergie.

http://wp.me/p40psW-eQ

den ich für einen Kommentar zu umfangreich fand, denn ihre Meinung zu Werbung im Internet beisst sich selbst in den Schwanz.

Das Goldspielzeug am 1.02.14 18:57

Die Ansicht, dass ein anerkannt tüchtiger und umtriebieger TV-Fachjournalist wie Jörg Schieb nicht genügend Geldwert generiert, um eine kleine Webseite zu betreiben, und sich deshalb mit Werbe-Parasiten einlassen muss, ist geradezu köstlich. You made my day:))

Klaus Lohmann am 1.02.14 19:33


Man hat es mit der Werbung zu weit getrieben. Die Dosis macht es, ob etwas Gift oder Medizin ist! Wer Werbung meidet, hat schon eine Überdosis! Man kann die verschiedenen Arten Werbung nicht trennen. Lästige Werbung irgendwo macht Wut auf alle Werbung. Ja, es gibt unaufdringliche Werbung. Die Seite eine Senders kann dezent auf eine Sendung hinweisen. Beim Aufruf eines Buchs oder eines Artikel mag der Hinweis stehen: "Kunden ... kauften auch ...". In Astronomiezeitschriften gibt es Werbung für Teleskope. Warum nicht?

Lästige Werbung drängelt sich vor. Dazu kommt das Einpeitschen durch Wiederholung. Leuten, die Werbeblocker einsetzen, sollte man nicht nachlaufen. Man würde dadurch noch mehr Wut auf Werbung erzeugen! Das wäre so, als würde man uns kritisieren, wenn wir die Werbebeilagen in der Tageszeitung gleich in den Müll werfen. Oder wir dürften nicht mehr zum Pinkeln raus, wenn Werbung im Fernsehen läuft. Gegen die Werbung vor den Nachrichten habe ich eine Uhr mit Stundenpiep.

Bertram in Mainz am 2.02.14 20:52

Guxtu einen Snooker Stream (für Fortunen+ Geisböcke, is en andren Driss wie dat vonne Fußkranke) per BBC oder Eurosport2, da sagt mir der Streamer: "Switch off AdBlockers". Und da mache ich das. Will das ja sehen, während der WDR das 4. Mal "Wunderschönes Deutschland" aus Gütersloh zeigt. (Oder war es der NDR mit der 3, Ausstrahlung.....3sat zum Zweiten?..wer hat noch nicht? Ja--da, eine Meldung...ARTE!)
Und weil Snooker oft im UK veranstaltet wird, läuft auch Werbung von dort. Ich käme aber nie auf die Idee...einen Bierversuch von dort zu ordern. Die sind ja schlimmer als die NRW- oder Eifel- Bierbastelfabriken. Ganz autonom trinke ich friesisch. Und esse NL- Frikandelln, obwohl die hier niemand bewirbt.

EinLogger am 2.02.14 23:37

Guxtu einen Snooker Stream (für Fortunen+ Geisböcke, is en andren Driss wie dat vonne Fußkranke) per BBC oder Eurosport2, da sagt mir der Streamer: "Switch off AdBlockers". Und da mache ich das. Will das ja sehen, während der WDR das 4. Mal "Wunderschönes Deutschland" aus Gütersloh zeigt. (Oder war es der NDR mit der 3, Ausstrahlung.....3sat zum Zweiten?..wer hat noch nicht? Ja--da, eine Meldung...ARTE!)
Und weil Snooker oft im UK veranstaltet wird, läuft auch Werbung von dort. Ich käme aber nie auf die Idee...einen Bierversuch von dort zu ordern. Die sind ja schlimmer als die NRW- oder Eifel- Bierbastelfabriken. Ganz autonom trinke ich friesisch. Und esse NL- Frikandelln, obwohl die hier niemand bewirbt.

EinLogger am 2.02.14 23:39

Ei wei-das war dem Herrn Schieb wohl zu peinlich wie ihm die 14 scripte seiner Seite incl.tracking ads Firmen vorgezeigt wurden?Musste man dann auch gleich entfernen das posting.Schwach.

Haha am 3.02.14 6:58

Gegen Werbung in Maßen habe ich nun wirklich nichts. So sehr man Google auch kritisieren kann, die (inzwischen) deutlich als solche gekennzeichnete Werbung am rechten Seitenrand finde ich hier vorbildlich, und die Werbung über und unter den Suchergebnissen durchaus akzeptabel.

Und ich klicke auch regelmäßig auf Werbung, die mich wirklich interessiert, und ich lasse mich auch gern von ihr beeinflussen.

Ansonsten gilt für mich: Je flacker und dudel, desto werbeblock.

Für die allermeisten Webseiten komme ich auch ohne dedizierten Werbeblocker aus, meine Nerven schone ich mit NoScript, FlashBlock und Abschalten der GIF-Animation.

Besonders bei langsamer Internet-Verbindung sehe ich nicht ein, wenn eine Seite, die 12 kB Text und HTML-Markup enthält, zusätzlich 50 bis 100 kB Werbung laden will.

Deshalb stehen bei mir inzwischen ein paar Werbe-Server in meiner hosts-Datei zwecks Umleitung auf meinen eigenen Rechner.

Ulf L. am 18.03.14 11:28

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Freitag, 31.01.2014

"Happy" kennt keine Grenzen

Paris, Sydney, Prag, Berlin. Gestern dann Köln und am Freitag München. Täglich werden derzeit neue Videos veröffentlicht, die alle eins gemeinsam haben: Menschen springen darin wild tanzend zum Song "Happy" durch die Straßen ihrer Stadt. WWW: Eine neue Website bündelt die inzwischen über 100 Clip-Versionen des Gute-Laune-Lieds.
Darunter befindet sich natürlich auch die Dom-Variante:

Angefangen hat alles WWW: mit dem fantastischen "24 Hours of happy"-Projekts. Zusammengesetzt aus unzähligen Amateur-Videos, in denen Menschen aus aller Welt (meist allein) vor der Kamera zu dem Song "Happy" von Pharrell Williams tanzen, entstand das längste Musikvideo der Welt: Wer Lust hat, kann sich individuell und interaktiv 24 Stunden lang durch die einzelnen Clips scrollen. [Und das macht richtig Spaß!].

Screenshot der Webseite 'We are Happy'

In den Wochen danach breitete sich das Tanzfieber über alle Grenzen hinweg aus: Tanzbegeisterte zogen durch die Städte, um ihre eigene Happy-Version mit der Kamera aufzuzeichnen. WWW: Zimmermädchen tanzen durch ein arabisches Hotel, WWW: Studenten über einen amerikanischen Campus und WWW: Kellner durch ein südafrikanisches Restaurant: Dass der Song ansteckend wirkt, ist nicht nur den derzeit 125 unterschiedlichen Clips anzusehen. Auch meine Laune war am Ende der Youtube-Session deutlich besser als vorher. Einer meiner Favoriten ist übrigens diese Version aus Lausanne:

Wer sich am Wochenende alle Varianten angucken will, sollte sich allerdings zehn Stunden frei halten. :-)

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Donnerstag, 30.01.2014

Mit Twitter sucht es sich jetzt viel besser

Heute schon mal die Suchfunktion auf Twitter benutzt? Es lohnt sich, denn es hat sich was getan. Twitter hat jetzt in WWW: einem Tweet eine deutlich verbesserte Suche angekündigt. Ab sofort stehen diverse Filter zur Verfügung, um die Suchergebnisse einzuengen. Man kann nach Personen, Fotos, Videos, Neuigkeiten oder Orten suchen. Nachdem man eine Suche gestartet hat, erscheinen in der linken Spalte neben den Ergebnissen die entsprechenden Filterfunktionen. Eine Art Finetuning für die Twitter-Suche.

Fotos von digitalistan; Rechte: WDR
Twitter-Suche mit neuen Filtern: Bequem nach Fotos fahnden


Neue Filter machen das Finden leichter
Ein Klick auf den entsprechenden Filter, und Twitter sucht nur passende Tweets heraus, etwa Tweets mit Fotos oder Videos. Auch lässt sich die Recherche im Twitter-Universum auf die Personen beschränken, denen man folgt. Eine wirklich große Hilfe, um schnell einen Tweet zu finden, an dem man sich erinnert, weil man ihn vor kurzem in der eigenen Timeline gelesen hat. Wer mag, kann die Ergebnisse auch auf Tweets beschränken, die in unmittelbarer Nähe abgesetzt wurden.

Wer die erweiterte Suche aufruft, kann noch mehr Kriterien angeben, fast wie bei einer Datenbank-Abfrage. So pickt Twitter bei Bedarf alle Tweets heraus, die eine bestimmte Wortkombination enthalten - oder andere Wörter eben genau nicht. Auch kann man gezielt nach bestimmten Hashtags suchen oder Twitter-Accounts als Absender oder Empfänger angeben. Retweets lassen sich ausdrücklich ausschließen, wenn man möchte. Jede Menge Möglichkeiten also, um aus der Flut der möglichen Ergebnisse die wirklich relevanten herauszupicken.

WWW:


Suchergebnisse lassen sich auch embedden


Facebook kommt da nicht mit
Noch gibt es die neuen Suchfilter nur in der WWW: Webversion der Twitter-Suche. In der App fehlt das Feature bislang. Ich habe die Filter heute intensiv getestet: Es wird deutlich einfacher, gezielt etwas zu suchen, etwa konkrete Tweets von bestimmten Personen. Auch das Aufspüren von Fotos oder Videos ist ein Kinderspiel. Gut gemacht! Schön wäre noch gewesen, auf Wunsch nur Tweets angezeigt zu bekommen, die Links enthalten oder eben diese Tweets auszuschließen. Aber es muss ja noch Luft nach oben bleiben.

Apropos: Facebooks Suchfunktion ist im Vergleich dazu ein schlechter Witz. Bedenkt man, wieviel Kapital Facebook zur Verfügung hat, ist das eigentlich fast schon beschämend. Twitter holt erkennbar auf, bietet immer mehr interessante Funktionen an, die aus einem Micro-Blogging-Dienst eine richtig nützliche Sache machen.

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