Montag, 01.12.2014

Wie sähe Pac-Man heute aus?

Wie sähe WWW: Pac-Man für den Atari 2600 aus, wäre es nicht 1982 erschienen - sondern heute? Der YouTube-Kanal "Gaming Garbage" geht dieser Frage auf den Grund.


Pac-Man - so würde sich der Spieleklassiker aus den frühen 80ern heute verhalten.

Erst die Installation, dann das Angebot für neue "Pac Points", dann der Download des Updates, dann das Laden der aktuellen Spielstandsdaten vom "Pac-Play Server", dann das Angebot, den Item Store zu besuchen, dann endlich das Spiel. Währenddessen unzählige Achievements, lauter Angebote, "Pac Points" einzusetzen, um schneller voranzukommen, Werbung für andere Spiele, eingegangene "Pac-Messages" und Freundschaftsanfragen. Und am Ende bricht die Verbindung zum Server zusammen.

Damals war nicht alles besser. Aber das schon.

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Samstag, 29.11.2014

Wie bediene ich nur meine Smartwatch?

Dass sich alle großen Hersteller gerade auf das Thema Smartwatch stürzen, ist unübersehbar. Egal ob Google, Apple, Microsoft oder Samsung: Alle Onlineriesen haben bereits eigene Smartwatch-Modelle im Programm oder Blog: wenigstens angekündigt. Ebenso zahlreiche andere Hersteller. Wenn Apple Anfang 2015 mit einer Blog: Apple Watch auf den Markt kommt, bekommt das Marktsegment zweifellos noch mal einen richtigen Kick.

Dabei ist längst nicht geklärt, wohin die Reise eigentlich geht. Ich möchte da Swatch-Gründer Nick Hayek zustimmen, der in der WWW: Smartwatch noch einige ungelöste Herausforderungen sieht, etwa das Batterieproblem. Außerdem mangele es an einer Killer-Applikation. Zwar stürzen sich derzeit alle auf das Thema Health und Fitness - aber ist das eine App, die man haben muss?

samsung_watch.png
Samsung-Patent: Smartwatch wird über Lünette bedient


Jeder probiert andere Bedienung aus
Auch das Problem der Bedienung ist in meinen Augen noch nicht wirkich gelöst. Zwar verfügen die Smartwatches am Markt alle über ein Display mit Touchscreen. Doch mal ehrlich: Wer will so ein winziges Display einigermaßen würdevoll mit den Fingern bedienen können - vielleicht sogar noch in Bewegung? Mehr als ein Icon antippen oder von der einen in die andere Richtung wischen ist kaum möglich.

Spracheingabe? In den Promovideos der Hersteller sieht das immer beeindruckend aus. Wenn man alleine ist, klappt es vielleicht auch. Aber sicher nicht im Bus, in der U-Bahn oder im Kreise der Familie. Deshalb tüfteln die Entwickler an anderen Lösungen. Apple will, dass wir die Apple Watch an der Krone steuern. Hersteller Samsung hat sich bereits 2013 die WWW: Bedienung des Smartwatch per Lünette patentieren lassen. Die runde Uhr ist mit einem Ring ausgestattet, der sich berühren und in beide Richtungen drehen lässt, etwa um Inhalte zu zoomen oder eine Bewegungsrichtung für rotierende Icons vorzugeben. Das gibt es im Smartwatch-Bereich bislang noch nicht.

Apple Watch; Rechte: Apple
Apple Watch wird an der Krone bedient


Smartwatch verdrängt Glass
Auch wenn sich die Sinnhaftigkeit der Smartwatch noch nicht wirklich überzeugend erschlossen hat: Die Hersteller geben der "schlauen Uhr" mehr als nur eine Chance. Sie setzen darauf. Auch die meisten User sind aufgeschlossen und interessiert. Dafür verlieren andere Gadgets an Bedeutung. Konkret: Blog: Google Glass. Darüber spricht irgendwie keiner mehr. Obwohl man die Datenbrille derzeit so einfach bekommt wie niemals zuvor. Die einen haben (begründete) Hemmungen, die Datenbrille ständig zu tragen, die anderen haben (begründete) Sorgen, damit fotografiert, gefilmt oder ausspioniert zu werden.

Solche Probleme gibt es mit der Smartwatch nicht. Es ist sogar viel diskreter auf eine Uhr zu schauen als auf ein Handy-Display. Vielleicht ist das das Killer-Feature? Wer weiß.

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Freitag, 28.11.2014

3D-Drucker vom Kaffeeröster

Als vor einigen Jahren die ersten 3D-Drucker auf den Markt kamen, waren diese Objekte produzierenden Geräte noch sündhaft teuer und gehörten gefühlt in die Kategorie "Wahr gewordene Science-fiction". Nach dem Motto: Kaum zu glauben - jetzt kommen auch Schmuckstücke, Kaffeetassen oder Vasen aus dem Internet. So etwas kann ein 3D-Drucker nämlich - theoretisch! - herstellen.

Wau, faszinierend, nicht zu glauben. 3D-Drucker machen vor allem deshalb viele von uns so neugierig, weil sich jeder etwas darunter vorstellen kann. Da gibt es also ein Gerät, das kann praktisch aus dem Nichts Objekte herstellen - fast wie auf Raumschiff Enterprise. Wenn das nicht spannend ist.

3D-Drucker bei der Arbeit; Rechte: dpa/Picture Alliance
3D-Drucker können alles Mögliche herstellen


3D-Drucker vom Discounter
Mittlerweile sind 3D-Drucker auch für Privatleute halbwegs bezahlbar. Wer bereit ist, ein paar hundert Euro hinzublättern, kann ein Gerät mit nach Hause nehmen, das die Bezeichnung 3D-Drucker trägt. Ob es sich dabei aber auch tatsächlich um einen 3D-Drucker handelt, ist eine ganz andere Frage. Massentauglich sind 3D-Drucker aber mittlerweile auf jeden Fall, denn seit neuestem kann man 3D-Drucker auch bei Tchibo erhalten. Bekanntlich verkauft der Kaffeeröster neben Kaffee alles Mögliche, was sich gut an den Mann und an die Frau bringen lässt - und jetzt eben auch Hightech-Spielzeug.

Das ab 2. Dezember erhältliche Modell WWW: Up! Mini von PP3DP kostet schlappe 500 Euro und sieht auf den ersten Blick aus wie eine Espresso-Maschine. Zumindest von außen. Vielleicht haben sich die Einkäufer auch vertan? Nein, haben sie nicht: Es gibt diesen 3D-Drucker von PP3P auch in Mediamärkten und Onlineshops zu kaufen, da aber deutlich teurer. Der Kaffeeröster hat also einen wirklich guten Preis gemacht. Aber 500 EUR für etwas, was niemand braucht, ist halt auch eine Menge Geld. Denn frisch geröstete Kaffeebohnen lassen sich mit dem 3D-Drucker definitiv nicht herstellen.


Hier erstellt der 3D-Drucker eine Blockflöte

3D-Drucker sind so was von überflüssig
Ich glaube, es wird deutlich, was ich sagen will: Ich halte 3D-Drucker für absolut überflüssig. Jeder hat überzogene Vorstellungen davon, was so ein 3D-Drucker können soll. Man kennt ja die Berichte aus Zeitschriften, Onlinediensten oder aus dem Fernsehen. Aber da sieht man meist die fertigen Produkte. Man sieht aber nicht, wie lange es dauert, die Sachen herzustellen. Man sieht nicht, wie oft etwas daneben geht. Aber vor allem: Man kann die vom Drucker produzierten Sachen nicht anfassen. Und ich kann versprechen: Dieses Plastikzeugs ist eine haptische Enttäuschung.

Apropos Enttäuschung: Ich kenne niemanden, der nicht enttäuscht gewesen ist, nachdem er die ersten Objekte selbst mit so einem 3D-Drucker hergestellt hat. Es kommt dabei nur Schrott raus. Denn was will man mit einer billigen Plastiktasse? Oder Schmuck aus Kunststoff, den man auch noch lackieren muss? Es gibt so ziemlich nichts Sinnvolles, was man mit einem 3D-Drucker zu Hause anfangen kann. Mal ganz abgesehen davon, dass unentwegt Plastik verbraucht wird, das auch noch sündhaft teuer verkauft wird. Und diese 3D-Drucker ständiger irgend welche Macken haben.

In der Industrie mögen 3D-Drucker sinnvoll und nützlich sein. Zu Hause haben sie nichts verloren. Sie landen früher oder später auf dem Sperrmüll. Versprochen.

Endlich mal ein klares Wort zu den 3-D-Druckern und ihrer (mangelnden) Sinnhaftigkeit. Verfolgt man sonst die Diskussionen, hat man das Gefühl, man wird als "sowas von 80er" abgestempelt, wenn man so ein Ding nicht unbedingt zuhause neben dem Bett stehen haben will.
Mutig von Ihnen, Herr Schieb, dass Sie sich gegen den 3-D-Drucker-Druck stemmen - denn Sie gelten ja nicht gerade als technikfeindlich!

Janna am 28.11.14 15:03

Für Einzelstücke/Prototypen und rare Ersatzteile kann so ein 3D-Drucker manchmal schon sinnvoll sein.
Ich brauche es (momentan) aber auch nicht.

Jost Schwider am 28.11.14 15:52

Anssichtssache. Alles wird einem in der heutigen Zeit mit dem Zeigefinger der Vernunft ausgeredet. Selbst Kaffee kann man ohne schlechtes Gewissen nicht mehr to-go trinken.
Nehmen sie doch Teil am Beginn einer neuen Technik Ära. Oder glauben sie, die ersten Handys hatten Internet, Fotoapparat etc. eingebaut? Zerredet haben wir sie dennoch nicht. Und es sind wunderbare Smartphones daraus entstanden, die keine Sau braucht. Ist trotzdem schön, eins zu haben. Nicht anders wird es mit 3-D-Druckern sein.

Der dritte Raum am 28.11.14 16:28

Ich habe beruflich mit 3-D-Druck zu tun und muss sagen, das jene Drucker die bei Tschibo, Conrad oder ähnlichen Läden angeboten werden, zum Herstellen vernünftiger Teile nicht taugen, da sie nur Modelmaterial verarbeiten und somit keine Hohlkörper herstellen können. Im Profibereich werden Modelmaterial und ein Stützmaterial verarbeitet. Zudem haben sie einen geschlossenen Bauraum mit einer Temperatur von mind. 80°C. Auch ist es mit dem Drucker nicht getan, zum Konstruieren benötigt man noch eine spezielle Software. Mein Fazit für Tschibo's Angebot lautet somit: Alles Mumpitz mit dem nur Geld vernichtet wird!

fastbykrad am 28.11.14 18:43


Zitat: "Sie landen früher oder später auf dem Sperrmüll. Versprochen."
Bestimmt? Dann hole ich mir dort einen! Was ich damit mache? Also erst mal Kunststoffrolle und Anschlusskabel besorgen, Treiber im Internet suchen. Dann ... äh ... das weiß ich auch nicht so recht ;-)

Es stimmt schon, für die meisten Menschen gibt es wenig Anwendungen. Es gibt viele nützliche Anwendungen, aber nicht für den Durchschnitts-User. Aber wie war es denn bei den ersten Computern? Oft ist es einfach die Faszination der Technik. Die sollte man keinesfalls miesmachen. Andererseits sollte man nie unüberlegt kaufen.

Ansonsten ist so etwas eine typische Anschaffung für Vereine: Modellbauer, Künstler, Prototypen-Entwickler. Sinnvoll wäre es, wenn Druckshops entstünden wie heute die Copyshops. Man entwirft zu Hause am Bildschirm und gibt die Druckdatei ins Geschäft. Oder man leiht den Drucker aus, wie man es heute mit Werkzeugmaschinen macht.

Bertram in Mainz am 29.11.14 12:03

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