Sonntag, 28.06.2015

Super Mario und Game of Thrones

Was haben der Pixel-Held Super Mario und die preisgekrönte Fernsehserie Game of Thrones gemeinsam? Auf den ersten Blick erst mal gar nichts, bei genauerem Hinsehen vielleicht ein wenig. Designer Steven Jase hat mal eine Kreuzung dieser beiden populären Welten gewagt. Dabei herusgekommen ist ein fast zwei Minuten langes Video in SuperMario-Ästhetik (auch in punkto Sound). Durchaus eine Parodie, aber eine, die auch die Ähnlichkeiten mancher Elemente aufzeigt. Sehenswert!


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Freitag, 26.06.2015

Serendipity-Effekt: Mehr Wissen durch Zufall

Kennt Ihr das Phänomen auch? Ihr begebt Euch ins Web, weil Ihr irgendetwas wissen wollt. Los geht die Wissensreise in der Suchmaschine Eurer Wahl. Begriff eingetippt. Suchergebnisse angeschaut. Die ersten Trefferseiten untersucht. Und dabei hier was Spannendes gefunden, dort was Interessantes gelesen - und vielleicht am Ende auf noch einer anderen Webseite gelandet, die mit dem ursprünglichen Thema rein gar nichts mehr zu tun hat. Hat sich einfach so ergeben. Von Webseite zu Webseite gehangelt, von Thema zu Thema. Unterwegs auf Forschungstour durch die Untiefen des World Wide Web.

Frau surft im Web: Zufällig Wissen entdecken; Rechte; dpa/Picture Alliance
Frau surft im Web: Zufällig Wissen entdecken


Serendipität: Den Horizont erweitern
Per Zufall schlauer werden. Wer hätte gedacht, dass Wissenschaftler für so etwas tatsächlich einen Namen haben? Beim Stöbern im Netz etwas Spannendes zu entdecken, wonach man eigentlich gar nicht gesucht hat, das wird Serendipity-Effekt genannt. Oder Serindipität. Laut Wikipedia "eine zufällige Beobachtung von etwas ursprünglich nicht Gesuchtem, das sich als neue und überraschende Entdeckung erweist." Doch, so etwas gibt es im Netz ständig. Egal, ob man nach einer konkreten Information sucht, etwa die Einwohnerzahl von Paris und dann in der Beschreibung eines entzückenden Restaurants hängen bleibt.

Oder ob man in sozialen Netzwerken stöbert, weil man den Geburtstag einer Person nachgucken wollte und plötzlich über die Freunde der Freunde bei einem alten Bekannten landet, den man eigentlich schon lange aus den Augen verloren hat. Die hochgradige Vernetzung des Wissens heutzutage fördert die Serendipität. Die Wahrscheinlichkeit, beim Info-Ausflug auf etwas zu stoßen, wonach man eigentlich gar nicht gesucht hat, nimmt enorm zu.

Ceylon (Sri Lanka) ist der Namenspate für den Effekt; Rechte: dpa/Picture Alliance
Ceylon (Sri Lanka) ist der Namenspate für den Effekt


Serendipität: Den Horizont erweitern
Der Begriff Serendipity selbst ist keine Erfindung des Internet-Zeitalters. Zum ersten Mal hat ihn der britische Autor Horace Walpole (1717-1797) verwendet in einem Brief vom 28. Januar 1754 an seinen in Florenz lebenden Freund Horace Mann. Serendip (arabisch ‏سرنديب‎) ist eine alte, von arabischen Händlern geprägte Bezeichnung für Ceylon, das heutige Sri Lanka. Erst später hat auch die Wissenschaft Gebrauch von dem Begriff gemacht. Der amerikanische Soziologe Robert K. Merton (1910-2003) hat den Begriff zum ersten Mal 1945 in seinem Werk "The Travels and Adventures of Serendipity" verwendet.

Mehr zu wissen ist immer gut. Ich kenne den Serendipity-Effekt aus eigener Erfahrung. Die Frage ist allerdings, welchen Preis man für den ungewollten Erkenntnisgewinn bezahlt. Denn allzu oft verplempert man doch recht viel Zeit dabei, im Web oder in den sozialen Netzwerken zu stöbern. Gut möglich, dass man am Ende mehr weiß - gelegentlich. Aber das, was man eigentlich wissen wollte, das bleibt oft auf der Strecke.

Was ist daran neu? ich habe das früher immer mit den guten alten Lexikas gemacht (den analogen, ältere Semester werden sich noch erinnern): irgendwo aufgeschlagen (oder etwas nachschlagen wollen), und dann von Verweis zu Verweis gesprungen... Und was lernen wir daraus? Alles schon mal da gewesen, und unter der Sonne gibt es nur äußerst selten was wirklich Neues...)

leuko am 27.06.15 18:45

Eugen Roth, Das Hilfsbuch

Ein Mensch, nicht wissend von „Mormone“
Schaut deshalb nach im Lexikone
Und hätt es dort auch rasch gefunden –
jedoch er weiß, nach drei, vier Stunden
Von den Mormonen keine Silbe –
Dafür fast alles von der Milbe,
von Mississippi, Mohr und Maus:
Im ganzen „M“ kennt er sich aus.
Auch was ihn sonst gekümmert nie,
Physik zum Beispiel und Chemie,
Liest er jetzt nach, es fesselt ihn:
Was ist das: Monochloramin?
„Such unter Hydrazin“, steht da.
Schon greift der Mensch zum Bande „H“
Und schlägt so eine neue Brücke
Zu ungeahntem Wissensglücke.
Jäh fällt ihm ein bei den Hormonen
Er sucht ja eigentlich: Mormonen!
Er blättert müd und überwacht:
Mann, Morpheus, Mohn und Mitternacht.
Hätt weiter noch geschmökert gern,
Kam bloß noch bis zum Morgenstern
Und da verneigte er sich tief
Noch vor dem Dichter – und – entschlief.

sternenfahrer am 27.06.15 19:23

@ leuko am 27.06.15 18:45 Wer früher in Lexika geblättert hatte oder gerne viel las, dem wurden positive Eigenschaften zugeschrieben. Wer das gleiche nur online tätigt, der ist Computersüchtig, noch schlimmer, er verplempert seine Zeit.

LiFe am 27.06.15 21:52

Auserdem ist wenn sich durch Netz hangelt keine Zeit für Pornos!

Martin Däniken am 28.06.15 3:44

Serendipität: "Die Gabe, zufällig glückliche und unerwartete Entdeckungen zu machen."
Ich war nicht glücklich, per Zufall zu finden, woran meine Großmama gestorben ist, auf der anderen Seite findet man endlich einen Abschluss, den die Ärzte nicht geben konnten.
Das Phänomen der Serendipität entsteht doch nur durch die witzigen Suchmaschinen. Womit man hier konfrontiert wird, ist einfach nur herrlich. Wird eine Suche nicht explizit detailliert, kommen die verrücktesten Links im Angebot. Für mich ist daher Serendipität keine Gabe im Internet sondern die persönliche Entscheidung einen Link anzuklicken.

Susanne am 28.06.15 18:27

Ich kenn das auch ganz praktisch:

Ich such was im Keller und finde Sachen, die ich vor zwei Wochen gebraucht hätte.

Ostwestfale am 29.06.15 10:10

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Freitag, 26.06.2015

Leckere Häkelhüte

Viel verrückter geht's nicht mehr: Der Australier Phil Ferguson häkelt Hüte in Form von Lebensmitteln - und stellt die Fotos davon in seinen Instagram-Account.


Phil Ferguson heißt als Hüte-Häkel-Künstler "ChiliPhilly" und gewährt WWW: auf seiner eigenen Facebook-Seite mehr Einblicke in seine Kunst.

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