Donnerstag, 03.07.2014

Wer sich schützt, ist besonders verdächtig

Die NSA hält uns ausnahmslos alle für potenzielle Terroristen, Dich, mich, Deine Familie, meine Familie, alle Freunde, Freunde der Freunde, den Verkäufer um die Ecke. Wir werden alle anlasslos und vollständig überwacht. Gefährlich sind wir alle, einige hält die NSA aber sogar für besonders gefährlich. Wer nun denkt, nur wer besondere Schlagwörter benutzt, in Arabisch schreibt oder bestimmte Kontakte pflegt, der bekäme ein rotes Fähnchen an seine virtuelle Akte, der täuscht sich. In Wahrheit macht sich jeder oberverdächtig, der seine Anonymität im Netz wahren möchte - etwa, indem er Anonymisierungs-Tools verwendet, sich also eine virtuelle Tarnkappe aufsetzt.

Zwiebel; Rechte: dpa/Picture Alliance
Die Zwiebel steht für das Anonymisierungstool Tor

Quellcode legt die Schnüffeleien offen
WDR und NDR liegen Auszüge des Quellcodes vom NSA-Schnüffelprojekt mit dem Namen Blog: XKeyScore vor. Experten können hier sehen, wie der größte Schnüffelapparat der Menschheitsgeschichte funktioniert, nach welchen Kriterien spioniert wird - die ARD: Tagesschau hat berichtet. Im Programmcode ist explizit die IP-Adresse eines deutschen Servers aufgeführt, dieser Server wird besonders intensiv überwacht. Die vorliegenden Daten führen zu einem Studenten aus Erlangen, der privat einen Server für das Anonymisierungsnetzwerk WWW: Tor betreibt und diesen öffentlich zur Verfügung stellt - wie viele Menschen überall in der Welt.

Im Klartext: Deutsche User, die Gebrauch von der populären Verschlüsselungs-Technologie machen, gelten offensichtlich nicht nur als besonders interessant für die NSA, sondern auch als besonders verdächtig - sonst würde man nicht einen solchen Aufwand betreiben. Die NSA notiert alles mit, was der Server macht. Ein eindrucksvoller und unumstößlicher Beleg dafür, dass vorsätzlich und im großen Stil Grundrechte deutscher Bürger missachtet werden, schließlich gibt es ein Telekommunikationsgeheimnis. Das ist deswegen ein Skandal, weil Tor zu nutzen oder darüber eine Verschlüsselung oder Anonymisierung bereitzustellen nicht verboten, sondern ausdrücklich erlaubt ist. Trotzdem spioniert die NSA.


So funktionierten VPN-Netzwerke


Justiz und Politik müssen reagieren
Wie die Untersuchungen ergeben haben, ermittelt die NSA genau, wer den Tor-Dienst auch benutzt. Offensichtlich reicht es sogar schon, die WWW: Webseite des Tor-Projekts aufzurufen, um von der amerikanischen Behörde mit Argusaugen überwacht zu werden. Man könnte argumentieren, es würden doch einfach nur Daten gespeichert - für einen guten Zweck. Terrorismusbekämpfung und so. Doch wer das sagt, ist nicht nur blauäugig (und macht sich keine Vorstellungen, was mit den Daten alles angestellt werden kann und angestellt wird), sondern ignoriert zudem, dass gegen geltendes Recht verstoßen wird und Grundrechte missachtet werden, etwa das Recht auf Privatsphäre oder das Recht auf informationelle Selbstbestimmung, um nur zwei Beispiele zu nennen. Diese Rechte dürfen nicht einfach so zur Disposition gestellt werden.

Die neuen Erkenntnisse überraschen nicht inhaltlich. Dass die NSA keine Mühen scheut, Verschlüsselungen zu knacken und Anonymisierungsdienste wie Tor zu kompromittieren oder wenigstens die User identifizieren zu können, war bekannt. Doch jetzt gibt es Belege dafür, dass deutsche Nutzer ganz konkret betroffen sind. Belastendere Belege kann es kaum geben. Das zwingt Behörden, Justiz und Politik, aktiv zu werden. Anderenfalls kann man sich auch gleich selbst ein Hundehalsband um den Hals legen und einen Eid auf die amerikanische Verfassung schwören.

Das ist ein nach der Nachricht von dem Erlanger Betreiber einer anonymen Surfadresse der durch die NSA beobachtet wurde ein aktuelles Thema. Noch wichtiger wäre es für User dieses Dienstes ob die auch ins Fadenkreuz der NSA agelangt sind. Ich nicht, aber im Fall das man so etwas benutzt schon einmal wichtig. Oder bin ich schon verdächtig weil ich hier schreibe und Herr Schieb auf der schwarzen Liste der NSA steht ? Das war nur ein Scherz, aber den Amis kann man wie es scheint alles zutrauen. Nur durch die Tatsache das es Publik gemacht wird und Übersetzungsverwechslungen gibt. Im Ernst, nach den ganzen Veröffentlichungen der letzten Zeit zu diesem Thema, so langsam machen sich die Amis lächerlich weil sie an den falschen Strängen mithören. Da wo die Musik spielt sind sie scheinbar taub.

MG am 3.07.14 21:09

Dem Deutschen ist Merkels ignoranz doch egal da er selbst ignorant ist. Wie sonst sind Umfragen dazu zu erklären. Leute verkommen zu Konsumzombies. In Bussen und Bahnen starren die gebannt auf ihre Smartphones und nehmen ihre Umwelt bestenfalls eingeschränkt wahr. Massenspiongage die Grundrechte verletzt? Wenn kümmerts, Mutti macht das doch gut, wie alte Omis und Opis sagen, steht doch in der Bild. Nicht mal der unfähige Generalbundesanwalt Range will wegen der Massenspionage ermitteln.

Sanktionen gegen "böse" Russen, aber Amis dürfen hier machen was die wollen, mit Hilfe der "Pressestelle der Nato" ("Die Anstalt", ZDF) - der Springerpresse.
Wir sind verloren, Ignoranz machts möglich.

Sebastians am 3.07.14 21:56

wenn die Politiker jetzt nicht mal langsam aktiv werden, könnte man ja mal erwägen die wieder abzuwählen..., so ganz demokratisch...
Auf jeden Fall muss das geplante Freihandelsabkommen SOFORT auf Eis gelegt werden, um den AMIs mal zu zeigen, dass mit uns auch nicht zu Spaßen ist...
Schön wäre es...

Marcel am 4.07.14 14:42

Gottseidank gibt es noch die NSA - die sich darum Sorgen macht, wie es mit dem Terroristen-Netzwerk steht! Wieso sich da die Leute, besonders die jungen, echauffieren, die jeden privaten Nonsens bloggen, jedwede blöden Fotos ins Netz stellen, begreife ich nicht! Man muss damit rechnen, dass derartige Veröffentlichungen das Interesse Dritter wecken - wer davor Angst hat, der sollte doch selbst den Stecker ziehen und wieder nur per Brieflein kommunizieren. Auch die allseits gepflegte Unsitte, ständig aufs Smartphone zu stieren, oder damit zu hantieren - birgt Gefahren - wohl aber kaum für den schlichten, soliden User. Immer ganz ruhig bleiben - wer auf den Pfaden der Tugend wandelt, der muss sicher nichts Schlimmes befürchten - auch nicht von den gefürchteten Amis! Die Journalisten des Öffentlich-Rechtlichen keinesfalls - die sind wissen ja genau, wo ihr Geld her kommt und wohin zur Zeit der "Mainstreamhase" läuft...

Maria A. am 4.07.14 19:45

So, so. Da stehen wir Deutschen also unter Generalverdacht Terroristen zu sein. Dann drehe ich (persönlich) jetzt mal den Spieß um und stelle ALLE Amerikaner und deren Einrichtungen auf Deutschem Boden unter Generalverdacht der Spionage. Den Amis mal ganz direkt die ROTE KARTE zeigen. Aber 2/3tel von Deutschland schläft im Moment ja sowieso und ist mehr in Brasilien als hier zugegen. Sonst war es immer die Politik die während der WM Gesetze erlassen hatte die sonst nie durchgegangen wären, und dieses mal ist es eben ..., Ami go Home!
Mit unfreundlichen Grüßen in Richtung USA
ein Generalverdächtiger

Peter Müller am 5.07.14 8:21

Wie naiv sind eigentlich die Nutzer eines TOR-Netzwerkes oder von Verschlüsselung? Glauben sie wirklich, damit der Aufmerksamkeit der Geheimdienste (und ich meine damit ALLE!) zu entgehen?

Der Alte am 5.07.14 17:29


Wenn wir uns diese Überwachung gefallen lassen, ist das praktisch die Zustimmung zu einem Ermächtigungsgesetz. Das steht dann nicht auf Papier, es wird einfach praktiziert und als normal betrachtet. Wenn man diese Überwachung vor einem Jahr als Vermutung bei einem Psychiater geäußert hätte, man hätte sicher einen Verfolgungswahn attestiert bekommen.

Seltsam, Proteste gibt es immer nur am Anfang einer Modewelle. Je weiter die Entwicklung läuft, desto geringer wird der Protest. Inzwischen sind die Datenschützer in der Defensive. Man muss sich verteidigen, wenn man gegen Überwachung argumentiert.

Glaubt man wirklich, dieser gigantische Apparat wird nur gegen ein paar Terroristen eingesetzt? Hier geht es um Größeres. Wirtschaftsspionage, Ausschnüffeln von Verhandlungspositionen. Man könnte leicht Wahlen beeinflussen, wenn man im Wahlkampf gezielt Informationen lanciert. Der einfache Bürger bekommt die Folgen zu spüren, auch wenn man ihn nicht direkt überwacht.

Bertram in Mainz am 6.07.14 0:47

Ach je-da ist nichts an"sourcecode"von XKeyscore geleakt!Das sind ein paar Zeilen aus einem selector.Also eine Eingabeschnittstelle um Abfragen eingeben zu koennen.Zudem wurde auch nicht der Betreiber selber ueberwacht,auch das ist Journalistischer Unfug\Unwissen-sondern sein"Authorithy server"den alle Tor clients abfragen.Was da auch oefter als"mail Ueberwachung und mitlesen von mails"interpretiert wurde ist einfach nur eine Zeile mit der man die Tor bridges localisieren will. Also dies hier" and email_body('https://bridges.torproject.org/' : c++ ".Klar ist auch das ALLE diese Dienste,ob nun NSA,BND oder GCHQ zerschlagen gehoeren.die Gegenwehr durch "verscheiern\verschluesseln"etc. reicht nicht aus!Das eigendliche Poblem muss auf Politischer Ebene angegangen werden-also bitte 1.mio auf die Strasse hier mal ganz fix!

Robin am 9.07.14 9:51

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Mittwoch, 02.07.2014

Bissige Memes zur WM

Einer von vielen Gründen, warum ich das Netz einfach liebe: Blog: Memes. Zur WM in Brasilien tauchen wieder unzählige dieser überspitzten Foto-Collagen in sozialen Netzwerken auf - und machen das weltweite Fußball-Spektakel selbst dann unterhaltsam, wenn Deutschland zähe 120 Minuten gegen Algerien bolzt (WWW: Sorry, Per!). Hier eine kleine Auswahl der Memes, auf die ich bisher während der WM gestoßen bin und die ich einfach mit Euch teilen muss...

Der Biss von Suárez

Es war die WWW: 9. Minute im Spiel Uruguay gegen Italien, als Stürmer-Star Luis Suárez plötzlich seine obere Zahnreihe in die linke Schulter von Italiens Verteidiger Giorgio Chiellini gräbt. Die Fifa biss gnadenlos zurück und belegte den Vampir von Uruguay mit einer Rekordstrafe von neun Länderspielen und vier Monaten. Nach der Beißattacke machten unzählige Memes im Netz die Runde. Meine persönlichen Favoriten sind diese beiden hier:


Der mexikanische Gandalf

Er war bis zum Achtelfinal-Aus eine der Überraschungen der WM: der mexikanische Torhüter WWW: Guillermo Ochoa. Vor allem die Brasilianer brachte er in der Vorrunde beim 0:0 zur Verzweiflung. Das Zusammenspiel aus Paraden und Lockenpracht hat ihm dieses Meme beschert - in Anlehnung an den Magier Gandalf aus "Der Herr der Ringe":


Ciao, Italia!

Natürlich: Auch Superstar Mario Balotelli musste nach dem Vorrunden-Aus von Italien wieder für Memes herhalten. Mit seiner Muskel-Pose von der Europameisterschaft 2012 packte Balotelli beispielsweise vorzeitig die Koffer:


Gefeiert und verhöhnt: die fliegenden Holländer

Die Niederländer werden wohl vor allem als die "fliegenden Holländer" in die Geschichte dieser WM eingehen. Erst Robin van Persie mit seinem gigantischen WWW: Flugkopfball beim 5:1 gegen Spanien. Und dann - keiner fliegt so (unfair) schön wie er - Arjen Robben. Er provozierte mit seiner Schwalbe gegen Mexiko im Achtelfinale den entscheidenden Elfmeter - und erntete danach reichlich Spott: WWW: Robben als Stuntman, WWW: Robben als Astronaut und Robben als Ballerina... Wer wohl als nächster so schön fliegt?


Neuer Libero für Schland

Klare Sache: Er war der beste Abwehrspieler der deutschen Mannschaft. Vier Mal stürmte Torhüter WWW: Manuel Neuer im Achtelfinale aus dem Tor und stoppte im Stile eines Liberos die algerischen Angreifer. Ein Mal klärte er sogar mit dem Kopf. Gewonnene Zweikämpfe: 100 Prozent. Grund genug für seine Fans, ihm eine eigene Taste auf dem Gamepad zu widmen.


Pfeifen und WM-Schaum

Auch sie kriegen wieder ordentlich ihr Fett weg: die Schiedsrichter. Sie gaben bereits Elfmeter, die keine waren, übersahen Strafstöße, die welche gewesen wären und pfiffen Abseitstore, die eigentlich hätten zählen müssen. Dafür aber verzücken die Referees uns bei dieser WM erstmals mit ihrem neuen Freistoß-Spray und kreieren ungeahnte Kunstwerke auf den Rasen.


Welcher Schuh darf's denn sein?

Doch die WM-Memes drehen sich nicht immer bloß um bereits gespielte Fußball-Momente. Zum Abschluss dieser Sammlung noch ein kleiner schuhtechnischer Ausblick auf eines der kommenden Viertelfinal-Spiele: Deutschland gegen Frankreich. Wer wohl die bessere Figur abgibt?


So, damit erstmal genug der Meme-Freude. Jetzt muss ich mich wieder meinen 769 WM-Tipp-Runden zuwenden. Oder habt ihr noch Memes, die man sich unbedingt ansehen muss? Dann "Vamos" - und unten im Kommentarfeld bitte her mit den Links! Oder wie soll man sonst diese trostlosen, spielfreien WM-Tage überstehen?

Klasse!

Michael am 3.07.14 15:50

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Dienstag, 01.07.2014

Apps gegen den Sonnenbrand

Die Temperaturen toben wieder. Der Hochsommer kommt zurück. Wie schützt ihr euch da eigentlich vor Sonnenbrand? Mit einem großen Sonnenschirm? Mit einem hohen Lichtschutzfaktor? Oder ganz einfach per Smartphone, wie es sich fürs digitale Jahr 2014 gehört? Weil es für alles eine App gibt, gibt es eben auch: Anti-Sonnenbrand-Apps.

Die meisten funktionieren ganz ähnlich, indem sie schlicht berechnen, wie lange ihr in der Sonne liegen bleiben könnt. Dafür prüfen sie: Wo genau legt ihr euch in die Sonne? Welches Wetter herrscht an diesem Ort? Wie sieht dort die UV-Strahlung aus? Welchen Lichtschutzfaktor hat eure Sonnencreme? Welchen Hauttypen habt ihr?

UV-Check; Rechte: WDR/Horn
"UV-Check" vom Berufsverband der Dermatologen verarbeitet alle möglichen Daten vom Sonnenstand über Geländehöhe und Gesamtmenge des atmosphärischen Ozons bis zu Hauttyp, Kleidung, Sonnencreme und Wetter.

Bei einigen Apps wie "Sun Timer" (WWW: Android, WWW: iOS) gebt ihr diese Daten von Hand ein, andere wie "Sonnen-Konto" (WWW: Android, WWW: iOS) von der Europäischen Stiftung gegen Hautkrebs oder "UV-Check" (WWW: Android, WWW: iOS) vom Berufsverband der Dermatologen prüfen sie automatisch, zum Beispiel über die Ortungsfunktion eures Smartphones.

Sobald eure Zeit rum ist, klingelt der Wecker - oder eine eindringliche Frauenstimme wie in "Suntan Watcher" (WWW: iOS) gibt euch das Zeichen, euch endlich umzudrehen oder wenigstens einmal einzucremen. Andere Apps versuchen es etwas witziger: "Sonnen-Konto" zum Beispiel zeigt euch ein Toastbroat an - das immer krosser wird, so lange ihr euch sonnt.

Wenn ihr euch reine Spielerei wünscht, könnt ihr zu einer App wie "iTanning" (WWW: iOS) greifen: eine Bräunungsvorschau, mit der ihr ein Selfie schießen könnt - und die euch dann anzeigt, wie braun ihr werdet, je nachdem, wie lange ihr in der Sonne liegen bleiben würdet. So könnt ihr vorher schon sehen, ob ihr euch so überhaupt gefallt; nicht, dass ihr zu lange liegen bleibt und euch am Ende überhaupt nicht mehr wiedererkennt.

Dennis Horn; Rechte: WDR/Horn
Einige Anti-Sonnenbrand-Apps können eine sinnvolle Ergänzung sein. Andere wie "iTanning" sind ganz klar reine Spielerei.

Mein Gefühl nach ein paar Wochen Ausprobieren: Keine dieser Apps ist ein echter Ersatz dafür, selbst den richtigen Lichtschutzfaktor zu wählen und zu checken, wann es aus der Sonne rausgehen sollte. Mich haben die Apps nämlich oft auch verunsichert, und zwar meistens dann, wenn das Wetter mal gewechselt hat und plötzlich zu viele Wolken oder gar keine Wolken mehr am Himmel waren - dann wusste ich nicht mehr: Weiß die App das? Erkennt sie das? Klingelt der Wecker jetzt zu früh? Oder zu spät?

Außerdem empfehle ich, jede einzelne dieser Apps zu testen, auch wenn dafür ein paar Euro draufgehen. Sie spucken nämlich unterschiedliche Zeiten aus: Die eine App erlaubt mir, den kompletten Tag in der Sonne zu bleiben, die nächste nur dreieinhalb Stunden und noch eine andere nennt mir zwei Stunden als Grenze. Wenn ich dann aber eine App gefunden habe, ich gut zu mir passt, kann sie schon ein nützliches Gimmick sein.


Unsere Blogger Anita Horn und Dennis Horn sind weder verwandt noch verheiratet, aber umso besser vernetzt. Sie entdecken jede Woche digitale Perlen: spannende Webseiten, lustige Links und Angebote, die den Alltag bereichern - hier im Blog, jeden Dienstag in der WWW: WDR 5 LebensArt im Radio und einmal im Monat in der WDR: Servicezeit im WDR Fernsehen.

Wofuer es alles schon Apps gibt ! Was kommt als Naechstes ? Die App, die nach Eingabe von Aussentemperatur und eingenommener Fluessigkeitsmengen den Blasenfuellstand ermittelt - um dann rechtzeitig zu warnen, dass die Blase entleert werden muss ? Ich weiss nicht. Vielleicht bin ich ja altmodisch, aber gewisse Dinge traue ich eher dem "gesunden Menschenverstand" zu, als mich auf ein Blechkistchen zu verlassen.

Inglaterra am 1.07.14 16:42


Ob mit App oder konventionell: Man sollte den Lichtschutzfaktor nicht dazu missbrauchen, entsprechend länger in der Sonne zu liegen. Man schmiert immer einige Stellen dünner ein oder vergisst sie. Hals hinten, hinter den Ohren, Rücken, Beine hinten usw. Diese Stellen bekommen dann eine vielfache Überdosis ab. Das sind dann auch noch die Stellen, wo man eine Veränderung schlecht sieht. Also mit hohem Schutzfaktor einschmieren, viel hilft viel. Aber sicherheitshalber mit deutlich geringerem Faktor rechnen.

Bertram in Mainz am 2.07.14 0:33

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