Freitag, 31.01.2014

"Happy" kennt keine Grenzen

Paris, Sydney, Prag, Berlin. Gestern dann Köln und am Freitag München. Täglich werden derzeit neue Videos veröffentlicht, die alle eins gemeinsam haben: Menschen springen darin wild tanzend zum Song "Happy" durch die Straßen ihrer Stadt. WWW: Eine neue Website bündelt die inzwischen über 100 Clip-Versionen des Gute-Laune-Lieds.
Darunter befindet sich natürlich auch die Dom-Variante:

Angefangen hat alles WWW: mit dem fantastischen "24 Hours of happy"-Projekts. Zusammengesetzt aus unzähligen Amateur-Videos, in denen Menschen aus aller Welt (meist allein) vor der Kamera zu dem Song "Happy" von Pharrell Williams tanzen, entstand das längste Musikvideo der Welt: Wer Lust hat, kann sich individuell und interaktiv 24 Stunden lang durch die einzelnen Clips scrollen. [Und das macht richtig Spaß!].

Screenshot der Webseite 'We are Happy'

In den Wochen danach breitete sich das Tanzfieber über alle Grenzen hinweg aus: Tanzbegeisterte zogen durch die Städte, um ihre eigene Happy-Version mit der Kamera aufzuzeichnen. WWW: Zimmermädchen tanzen durch ein arabisches Hotel, WWW: Studenten über einen amerikanischen Campus und WWW: Kellner durch ein südafrikanisches Restaurant: Dass der Song ansteckend wirkt, ist nicht nur den derzeit 125 unterschiedlichen Clips anzusehen. Auch meine Laune war am Ende der Youtube-Session deutlich besser als vorher. Einer meiner Favoriten ist übrigens diese Version aus Lausanne:

Wer sich am Wochenende alle Varianten angucken will, sollte sich allerdings zehn Stunden frei halten. :-)

Kommentieren



Die mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden.


Angaben speichern (Cookie)?


Um Ihren Kommentar zu versenden, beantworten Sie bitte die folgende Frage:


Trackbacks zum Eintrag "Happy" kennt keine Grenzen

streamsexe.fr

Digitalistan - Digital - WDR.de

Zum Anfang dieses Eintrags

Donnerstag, 30.01.2014

Mit Twitter sucht es sich jetzt viel besser

Heute schon mal die Suchfunktion auf Twitter benutzt? Es lohnt sich, denn es hat sich was getan. Twitter hat jetzt in WWW: einem Tweet eine deutlich verbesserte Suche angekündigt. Ab sofort stehen diverse Filter zur Verfügung, um die Suchergebnisse einzuengen. Man kann nach Personen, Fotos, Videos, Neuigkeiten oder Orten suchen. Nachdem man eine Suche gestartet hat, erscheinen in der linken Spalte neben den Ergebnissen die entsprechenden Filterfunktionen. Eine Art Finetuning für die Twitter-Suche.

Fotos von digitalistan; Rechte: WDR
Twitter-Suche mit neuen Filtern: Bequem nach Fotos fahnden


Neue Filter machen das Finden leichter
Ein Klick auf den entsprechenden Filter, und Twitter sucht nur passende Tweets heraus, etwa Tweets mit Fotos oder Videos. Auch lässt sich die Recherche im Twitter-Universum auf die Personen beschränken, denen man folgt. Eine wirklich große Hilfe, um schnell einen Tweet zu finden, an dem man sich erinnert, weil man ihn vor kurzem in der eigenen Timeline gelesen hat. Wer mag, kann die Ergebnisse auch auf Tweets beschränken, die in unmittelbarer Nähe abgesetzt wurden.

Wer die erweiterte Suche aufruft, kann noch mehr Kriterien angeben, fast wie bei einer Datenbank-Abfrage. So pickt Twitter bei Bedarf alle Tweets heraus, die eine bestimmte Wortkombination enthalten - oder andere Wörter eben genau nicht. Auch kann man gezielt nach bestimmten Hashtags suchen oder Twitter-Accounts als Absender oder Empfänger angeben. Retweets lassen sich ausdrücklich ausschließen, wenn man möchte. Jede Menge Möglichkeiten also, um aus der Flut der möglichen Ergebnisse die wirklich relevanten herauszupicken.

WWW:


Suchergebnisse lassen sich auch embedden


Facebook kommt da nicht mit
Noch gibt es die neuen Suchfilter nur in der WWW: Webversion der Twitter-Suche. In der App fehlt das Feature bislang. Ich habe die Filter heute intensiv getestet: Es wird deutlich einfacher, gezielt etwas zu suchen, etwa konkrete Tweets von bestimmten Personen. Auch das Aufspüren von Fotos oder Videos ist ein Kinderspiel. Gut gemacht! Schön wäre noch gewesen, auf Wunsch nur Tweets angezeigt zu bekommen, die Links enthalten oder eben diese Tweets auszuschließen. Aber es muss ja noch Luft nach oben bleiben.

Apropos: Facebooks Suchfunktion ist im Vergleich dazu ein schlechter Witz. Bedenkt man, wieviel Kapital Facebook zur Verfügung hat, ist das eigentlich fast schon beschämend. Twitter holt erkennbar auf, bietet immer mehr interessante Funktionen an, die aus einem Micro-Blogging-Dienst eine richtig nützliche Sache machen.

Kommentieren



Die mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden.


Angaben speichern (Cookie)?


Um Ihren Kommentar zu versenden, beantworten Sie bitte die folgende Frage:


Trackbacks zum Eintrag Mit Twitter sucht es sich jetzt viel besser

Zum Anfang dieses Eintrags

Dienstag, 28.01.2014

NSA: Smartphone als vorderste Front

Moral? Ethik? Selbstreflexion? Sucht man bei der NSA alles vergebens. Was technisch gemacht werden kann, das wird auch gemacht. Ohne Rücksicht auf Verluste. Niemand dürfte sich also darüber wundern, dass NSA und britischer Geheimdienst GCHQ auch beobachten, welche Apps wir nutzen und ungeniert alle dort anfallenden Daten abgreifen. Ob es sinnvoll ist oder nicht, diese Frage stellt sich keiner der 40.000 Mitarbeiter bei der NSA. Und falls sich doch mal einer die Frage stellt, wird ihm ganz schnell der Stuhl vor die Tür gestellt. Vermutlich noch, bevor die Frage in seinem Bewusstsein überhaupt angekommen ist.

App Angry Birds auf Smartphone; Rechte: dpa/Picture Alliance
Selbst Apps wie Angry Birds werden von der NSA abgehört


Überwachtung total: Auch Apps ausspioniert
Von der Schreckensvision eines WWW: Minority Report sind wir nicht mehr weit entfernt. Ich bin mir nicht mal sicher, ob wir diese Vision nicht mehr oder weniger bereits übertroffen haben. Schließlich wollen die Geheimdienste keine bereits erfolgten Straftaten aufklären, dafür sind schließlich Strafverfolgungsbehörden zuständig, sondern Straftaten verhindern. Noch konkreter: Man will wissen, wer sich feindlich verhält - oder auffällig. Was auch immer das zu bedeuten hat. Die Datensammelwut ist schon krankhaft. Und niemand von den Verantwortlichen stellt sich die Frage, welche Gefahren ein derart gigantischer Datenberg mit sich bringt. Die Gefahr von fehlerhaften Rückschlüssen etwa, von der Gefahr eines Überwachungsstaates mal ganz abgesehen.

Wie wir ARD: jetzt erfahren müssen, und zwar nicht zuletzt dank des unermüdlichen WWW: Guardian, überwachen NSA und GCHQ auch, welche Apps wir benutzen und greifen Daten ab, die diese Apps sammeln: Alter, Geschlecht, Aufenthaltsort, Punktestand - kennt die NSA alles. Die Schlapphüte bekommen also mit, wenn meine Tochter Angry Birds oder Cut the Rope spielt. Wer weiß: Vielleicht lässt sich erahnen, welches Aggressionspotenzial ihnen innewohnt. Es ist übrigens nicht so, dass Apple oder die App-Betreiber die Daten mit der NSA teilen würden. Nein, die NSA belauscht bekanntlich nahezu den kompletten Datenverkehr und kann mithören, wenn die Apps diese Daten - leider in der Regel unverschlüsselt - an die App-Betreiber schicken. Schon haben NSA und GCHQ wieder ein paar Daten mehr im Körbchen.

NSA-Logo im Auge einer Frau; Rechte: dpa/Picture Alliance
Die NSA sieht alles


Ein bisschen mehr Transparenz: Kein Grund zum Jubel
Immerhin: Amerikanische Onlinedienste wie Google, Yahoo, Microsoft oder Apple dürfen ab sofort wenigstens ein ARD: bisschen Transparenz anbieten. Sie dürfen ihren Mitgliedern berichten, wie oft Geheimdienste und Behörden sie zur Herausgabe von Daten gezwungen haben. Allzu detailreich sind diese Informationen dann aber nicht: So dürfen die Onlinedienste weder die genaue Zahl der Fälle nennen, noch genau Auskunft darüber geben, welcher Dienst, welche Behörde oder welches Gericht sich bedient hat. Auch die genaue Zahl der Fälle darf nicht genannt werden, sondern bestenfalls in 250er oder 1000er-Schritten. Und das Ganze auch nur zeitverzögert - sechs bis zwölf Monate nach dem eigentlichen Datenabgriff.

Zugegeben: Das ist eine deutliche Verbesserung zur bisherigen Praktik, wo nichts, aber rein gar nichts gesagt werden durfte, nicht mal, ob überhaupt Anfragen vorliegen. Da darf man sich zumindest ein bisschen freuen, denn den Onlinediensten wird daran gelegen sein, diese Zahlen zu kommunizieren. Sie müssen verlorengeganges Vertrauen zurückgewinnen. Nicht einfach. Vor allem deshalb nicht, weil die Behörden weiterhin alles zu sammeln scheinen. Und wie viele App-Daten gesammelt werden, das erfährt man nirgendwo.

Ein solches System MUSS zerstört werden.
Da wird unsere Freiheit verteidigt! Da, und nur da!
Und nicht am Hindukusch.

Aber wir sind von dummen, opportunistischen Politikern umgeben, die um den Preis einer gewonnenen Legislaturperiode nicht nur die Zukunft unseres Landes, sondern die der ganzen Menschheit opfern.
Wo Stallgeruch, bierseliger Provinzidealismus und Käuflichkeit mehr zählen als Weitblick und eine Arbeit, deren Früchte erst andere Generationen ernten können.

Die Masse merkts eh erst dann, wenn die eigenen Lebensfunktionen abgeschaltet werden, weil sie ihr Kreuz nicht regelkonform am Wahlzettel hinterlassen oder einfach nicht genug konsumiert hat.

Wir brauchen dringend eine Ethikkommission, in der eine überschaubare Zahl aller möglichen Leute mit Verstand einen Fahrplan aufstellen....nur niemand aus der Politik.
Zu was nämlich der Proporz führt, sieht man u.a. auch am WDR.
Hilft nicht weiter.

Ich freue mich schon auf die zu erwartenden Dämlichkeitspostings im Anschluß.

Gert am 28.01.14 14:06

Stimme 200 % -ig zu.

contra am 28.01.14 15:38

Deswegen haben die Wolkenkuckucksheimer auch das Rauchen in den Gaststätten verboten, damit konspirative Zusammenkünfte erschwert werden. Zum Ausgleich darf sich ONU in seiner verqualmten Bude via Facebook und Twitter austauschen und zwischendurch ein bisschen Angry Birds zocken. Clever, einfach clever.

Dominik am 28.01.14 16:31

Danke für die Zustimmung.
Ich bin aber trotzdem ein bischen enttäuscht, weil die üblichen Flame-Postings auf meinen Erstbeitrag ausgeblieben sind.
Es hat auch noch niemand gepostet, daß er nichts zu verbergen hätte oder das alles ein alter Hut sei, der ihm persönlich schon lange bekannt wäre.

Leider sind es gerade diese Leute, auf deren zahlenmäßige Mehrheit sich unsere Politiker regelmäßig stützen und als Legitimation für ihr Tun benutzen und dann auch Sachen wie die EU, den EUR, sämtliche Bankenrettungen und Kriegseinsätze durchpeitschen.
Merkwürdigerweise auch zum Unmut gerade der Leute, die die handelnde Regierung mit ihrer Stimme überhaupt erst in diese Position gehievt hat.
So ein Handeln ist für mich nicht nachzuvollziehen.

Was bei der hier besprochenen Überwachung aber drängt, ist, daß sie sich, einmal installiert, fast nicht mehr zurücknehmen läßt.

Da tut Handeln not.

Gert am 28.01.14 18:13

@Gert am 28.01.14 18:13-dein Schlussatz ist leider Falsch,da dies bereits alles laengst installiert ist!Auch die Vermutung in deinem Eingangsposting das das Poliische Handeln nur kurzfristigem Denken zu verdanken sei ist Grundfalsch:Dahinter steht eine langfristige Strategie!Es existieren seit Jahrzehnten Vertraege die es den USA erlauben in Deutschland zu spionieren.Im uebrigen arbeiten"unsere"(BND\BKA\Verfassungs Schutz)doch dem NSA zu und sind nur technisch nicht derart hochgeruestet!Auch Gladio schon vergessen?Spaetestens seitdem James Halls Akten mit Panzerwagen aus der Gauck Behoerde abgeholt wurden musste der verschlafenste Regierungsmitarbeiter wissen was die NSA in Deutschland treibt.Frueher ging es um die Absicherung gegen den Osten-seit den 90gern geht es darum das die Oligarchie sich vor den kommenden Aufstaenden wappnen will!Problem ist-die "puppet master"haben eine langfrist Strategie und einen langen Atem,die Oeffentlichkeit jedoch denkt nur klein klein und nicht langfri

Robin am 29.01.14 8:44

@Robin....ja, und jetzt?
Nur ein Statement? Keine eigene Meinung? Keinen eigenen Plan? Nicht mal eine Idee?
Wie willst Du denn Deinem Land nützen?
Was hast Du bisher unternommen, damit es anders wird?
Wie positionierst Du Dich selber in dieser Angelegenheit?
Und.....was für einen Wert mißt Du Deinem Posting selbst zu, wenn Du es Dir noch ein paarmal durchliest?
Sorry, aber solche destruktiven Texte wie der Deine füllen das Internet zuhauf nur mit Leere.
Davon mal ab, daß Du Sachen aus meinem Posting rauszulesen versuchst, die da nicht drinstehen.

Und, ganz streng genommen, ist nicht die NSA unser Problem, sondern mehrheitlich die Leute in unserem Land, die sich so verhalten wie Du.
Zusammen mit unserem Mehrheitswahlsystem konnte so der jetzige Zustand doch überhaupt erst erreicht werden.

Es gäbe genug Bürger hier, die solchen Bespitzelungsmethoden längst Paroli geboten hätten, wenn sie nicht von einer Überzahl Desinteressierter und Couchpotatoes permanent überstimmt würden.


Gert am 29.01.14 11:28

Kommentieren



Die mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden.


Angaben speichern (Cookie)?


Um Ihren Kommentar zu versenden, beantworten Sie bitte die folgende Frage:


Trackbacks zum Eintrag NSA: Smartphone als vorderste Front

Zum Anfang dieses Eintrags

April 2014

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30

Über das Blog

Digitalistan: Heimatkundliches aus dem Land der Einsen und Nullen

Suche im Blog

Aktuelle Einträge

Autoren

Blogregeln und Glossar

Newsreader-Feeds (XML/RSS)


Permanente URL dieser Seite: http://wdrblog.de/digitalistan/