Dienstag, 03.02.2015

Tote Technik - fünf Geräte, die schon bald Geschichte sein werden

USB-Sticks, Smartphones, Tablets - wenn wir diese Technik in die Hand nehmen, fühlt sich das oft so an, als gäbe es sie schon ewig. Dabei kommen die USB-Sticks gerade mal auf fünfzehn Jahre, Smartphones auf acht Jahre, Tablets auf fünf. Letztere zumindest in der Form, wie wir sie heute kennen - definiert durch iPhone und iPad.

DVD-Player; Rechte: picture-alliance/Bildagentur-online/Klein
Wer heute Serien guckt, gibt kaum noch teures Geld für ganze DVD-Boxen aus - preiswerter wird es zum Beispiel mit Streamingdiensten.

So schnell sich die Welt in Digitalistan dreht, so klar ist: Es gibt Technik, die für uns noch Alltag ist, von der aber schon jetzt klar ist, dass sie bald Geschichte sein wird.

Beispiel eins: der DVD-Player. Die Zeiten mobiler Datenträger sind einfach vorbei. Die meisten hatten ja auch seit Jahren keine Disketten mehr in der Hand. Genauso wird es den USB-Sticks gehen, Blog: schon aus Sicherheitsgründen. Außerdem: Leute gucken heute eher Serien statt Filme. DVDs (oder Blu-rays) würden da ganz schön ins Geld gehen. Auch Streamingdienste wie Netflix, Watchever oder Maxdome erobern den Markt. Also: ab in den Keller damit - direkt neben den Videorekorder von damals.

Beispiel zwei: das Festnetztelefon. Wer ruft denn noch auf dem Festnetztelefon an? Meine Eltern und Großeltern vielleicht. Klingelt es, erschrecke ich mich, fühle mich sogar gestört. Abgesehen davon gibt es bald keine klassischen Anschlüsse mehr: Die Anbieter stellen auf Audio over IP um. Telefonate übers Netz lassen sich auch per Skype oder Smartphone führen. Manche Mobilfunktarife machen das Telefonieren zu Hause preiswerter als unterwegs. Gefühlt wird alles eins. Wozu also noch Festnetztelefone?

Beispiel drei: die Fotokamera. Natürlich nicht alle. Erst recht nicht die Spiegelreflex. Für den üblichen Schnappschuss reicht heute aber jedes halbwegs gute Smartphone - die preiswerte Kompaktknipse ist ganz einfach überholt. Bevor die Kritiker kommen: Jaaa, bei Smartphones fehlt in der Regel der optische Zoom, sie machen bei schlechten Lichtverhältnissen oft nicht mit, und der Akku ist dauernd leer. Aber die Entwicklung geht weiter - und für die preiswerte Kamera für unterwegs bleibt da kaum noch Platz.

Apple CarPlay; Rechte: picture-alliance/dpa/Mercedes-Benz
Touchscreen statt Autoradio: Apple und Google wollen mit ihren mobilen Betriebssystemen die Mittelkonsole erobern.

Beispiel vier: das Autoradio. Schon heute heißt es oft eher "Bordcomputer" - einige erlauben auch den Zugriff auf Onlinedienste wie Facebook oder Twitter. Mittlerweile arbeiten viele Autohersteller mit Apple und Google, um deren Betriebssysteme in die Mittelkonsole zu bringen. Dort, wo im Moment noch das Autoradio steckt, erwartet uns in Zukunt also ein Touchscreen mit iOS oder Android. Wenn wir Radio hören möchten, brauchen wir die passende App dazu - die nur noch eine von vielen sein wird.

Beispiel fünf: der Autoschlüssel. Funkfernbedienungen sind heute oft schon Standard. Einige Autos öffnen sich außerdem, wenn man sich ihnen nur nähert. Wofür dann noch Schlüssel - denn diese Funktion könnte zum Beispiel das Smartphone übernehmen. Tatsächlich wird daran gearbeitet: mit Apps, die als Autoschlüssel dienen. Auch diese Technik ist schon erfolgreich geknackt worden. Aber der klassische Schlüssel - aus der Hosentasche holen, reinstecken, umdrehen - ist wohl bald Geschichte.


Unsere Blogger Anita Horn und Dennis Horn sind weder verwandt noch verheiratet, aber umso besser vernetzt. Sie entdecken jede Woche digitale Perlen: spannende Webseiten, lustige Links und Angebote, die den Alltag bereichern - hier im Blog, jeden Dienstag in der WWW: WDR 5 LebensArt im Radio und einmal im Monat in der WDR: Servicezeit im WDR Fernsehen.

Solange es keine Flächendeckenden Breitbandanschlüsse gibt, gibts auch noch DVD+BluRay... bei mir is Internet noch Neuland...

Dieter am 3.02.15 13:11

Ich fühle mich etwas provoziert durch die Pauschalisierungen in diesem Artikel, aber vielleicht war das ja auch Absicht? Ich mag jedenfalls meine CDs, DVDs und Blu-Rays. Ich mag mein Regal, wo sie stehen und die Möglichkeit, sie zu einem Kumpel mitzunehmen für einen Videoabend mit Freunden.

Herbert am 3.02.15 15:01


Hinter dem Umstieg auf eine neue Technik stehen oft knallharte wirtschaftliche Interessen. Streamingdienste setzen sich ins von Anderen bezahlte Netz und kassieren. Man lässt uns nicht mal die Inhalte speichern. USB-Sticks sollen verschwinden? Keine mobilen Datenträger mehr? Alles in die Cloud? Das würde einigen Leuten so passen!

Kein Festnetztelefon? Nicht jeder hat ein Handy, nicht jeder will ein Smartphone bei sich haben. Es gibt zunehmende Forderungen, Bargeld und normale Fahrkarten abzuschaffen. Statt dessen bezahlen mit dem Smartphone. Ich will das aus verschiedenen Gründen nicht.

Statt Audioradio den tollen Bordcomputer? Ich denke, man soll sich aufs Fahren konzentrieren? Mir würde ein einfaches Radio reichen. Oder brauchen wir ein Gerät, das uns laufend mit ortsbezogener Werbung zumüllt wie jetzt die Durchsagen im Supermarkt?

Die beste Technik ist die, die man sich aussuchen kann, zu der man nicht gezwungen wird! Auch nicht indirekt durch Verschwinden der alten!

Bertram in Mainz am 3.02.15 15:03

Also ich hab noch Videokasseten(VHS) mit den Filmen die noch nicht auf DVD rausgekommen sind und weil es schön ist die Mechanik arbeiten zusehen und zuhören!

Martin Däniken am 3.02.15 15:19


Es verschwindet vieles schleichend. Nicht immer ist das von Vorteil:

Öffentliche Telefonzellen, Briefkästen, öffentliche Uhren.
LW-/MW-/KW-Sender werden abgeschaltet,
die UKW-Abschaltung wurde zum Glück nach Protesten verschoben.
DAB wurde schnell durch DAB+ abgelöst, alte Geräte nutzlos.
Fax ist angeblich tot, meines nicht.

DVB-T soll ersetzt werden durch DVB-T2, dann sind neue Käschtle zum Obe-druff-stelle ("Set-Top-Boxen") fällig. Kann man aber auch drunter stellen ;-) Oder gleich Smart-TV? Brauche ich nicht.


Früher war Kompatibilität ganz wichtig. Das UKW-Stereo-Signal kann in Mono von jedem alten UKW-Radio empfangen werden. Der Farb-Hilfsträger beim PAL-Farbfernsehen wurde so trickreich in das Signal eingebaut, dass auch der älteste Schwarz-weiß-Fernseher ein (schwarz-weißes) Bild hatte. Heute ist das schnelle Wegwerfen wohl gewünscht, leider auch beim Endkunden!

Wichtig: Auf genügend Anschlüsse achten. Die nächste Änderung kommt bestimmt.

Bertram in Mainz am 3.02.15 16:01

@Herbert: Es ist ja ein Blog hier, und in meinen fünf Punkten geht es natürlich auch ein bisschen zugespitzt zu. Auch ich mag meine CDs und DVDs - aber die Lebenszeit ist trotzdem begrenzt. :)

@Bertram in Mainz: Zumindest zu den USB-Sticks ist zu sagen: Ja, sie sollten verschwinden, wie gesagt allein aus Sicherheitsgründen. Ansonsten verstehe ich Ihre Punkte - so ist die Technikwelt eben. Mir geht es genauso, ich bleibe auch bei einigem ein Verfechter des Alten. Trotzdem reden wir hier ja über längere Zeiträume, und wer mag, kann auch heute noch Schallplatten hören. Aber in der Breite ändern sich die Dinge bei den fünf beschriebenen Geräten eben.

Dennis Horn am 3.02.15 19:08

Also ich denke nicht, dass die BluRay und das zukünftige Trägermedium von 4k-Filmen in näherer Zukunft durch das Internet bzw. Streamingdienste ersetzt werden können. Dafür ist das Netz in Deutschland nicht schnell genug und die Kapazitäten nicht ausreichend, was die Diskussion über die Netzneutralität beweist.
Bisher bieten die Streamingdienste ja nicht einmal Surround Sound.

Der neue Aufschwung vom Vinyl beweist zusätzlich, dass der Mensch, entgegen der reinen Rationalität, seine physischen Datenträger mag. Reine Rationalität hat in der menschlichen Geschichte eher einen geringen Einfluss gehabt, auch im Bereich Technik.

Clemens am 4.02.15 16:57

Also ich denke nicht, dass die BluRay und das zukünftige Trägermedium von 4k-Filmen in näherer Zukunft durch das Internet bzw. Streamingdienste ersetzt werden können. Dafür ist das Netz in Deutschland nicht schnell genug und die Kapazitäten nicht ausreichend, was die Diskussion über die Netzneutralität beweist.
Bisher bieten die Streamingdienste ja nicht einmal Surround Sound.

Der neue Aufschwung vom Vinyl beweist zusätzlich, dass der Mensch, entgegen der reinen Rationalität, seine physischen Datenträger mag. Reine Rationalität hat in der menschlichen Geschichte eher einen geringen Einfluss gehabt, auch im Bereich Technik.

Clemens am 4.02.15 16:59

Lustig gerade erst habe ich mir in den USA ein Sonim(nix smartphone)gekauft-das kann ich aus 2m fallen lasse und im Regen saeuft es nicht jaemmerlich ab.Oh,Photos macht es nicht.Nur SMS geht auch noch.Meine Enkelin(14) ist von CD und iFurz auf Vinyl umgestiegen-und geniesst es,den Echten Klang zu hoeren!Die schreibt auch Briefe und traegt eine Uhr!Aus"Sicherheitsgruenden"USB sticks abschaffen?Lachnummer!Schafft lieber js gebastel in den Seiten ab,Flash sowieso,PDF diese Jammerformat+Windows Office-sowie windows gleich hinterherWenigstens JAVA auf den Seiten ist tot...Hmm-wird es dann sicherer?Noe!Mannomann-alles kann gecrackt werden!
Das liest sich hier wie eine Auftragsarbeit der Industrie zwecks austesten der Verbraucher. ;)

LachLach am 4.02.15 18:10

Die welt dreht sich weiter und die zeit bleibt nicht still. Menschen wie ich (bin diplom informatiker bereich anwendungsentwicklung) versuchen alles leichter zu machen und die unglaubliche menge an daten die wir brauchen immer und überall zur verfügung zu stellen. Alles muss und soll einfacher werden. Wir haben noch nie so eine grosse menge an wissen jeder zeit abrufen können wie heute und das über all. Was nutzen uns dvds wenn wir filme direkt auf dem smartphone gucken können? Ich hab auch in meinem auto ein keyless system, schĺüssel loch hab ich nur noch wo man den beifahrer airbag austrllen kann, ich weis manchmal garnicht mehr wie mein schlüssel aussieht.
Zu herrn lachlach
Das jammerformat pdf ist nur ein container und ist mit eins der effektivsten dateisysteme und was sie meinen sicher nicht java sondern javascript. Java ist ne sprache die im hintergrund läuft und javascript läuft auf dem browser. Javascript ist alles andere als tot, sonder wird immer wichtiger

pasys am 4.02.15 19:51

Die welt dreht sich weiter und die zeit bleibt nicht still. Menschen wie ich (bin diplom informatiker bereich anwendungsentwicklung) versuchen alles leichter zu machen und die unglaubliche menge an daten die wir brauchen immer und überall zur verfügung zu stellen. Alles muss und soll einfacher werden. Wir haben noch nie so eine grosse menge an wissen jeder zeit abrufen können wie heute und das über all. Was nutzen uns dvds wenn wir filme direkt auf dem smartphone gucken können? Ich hab auch in meinem auto ein keyless system, schĺüssel loch hab ich nur noch wo man den beifahrer airbag austrllen kann, ich weis manchmal garnicht mehr wie mein schlüssel aussieht.
Zu herrn lachlach
Das jammerformat pdf ist nur ein container und ist mit eins der effektivsten dateisysteme und was sie meinen sicher nicht java sondern javascript. Java ist ne sprache die im hintergrund läuft und javascript läuft auf dem browser. Javascript ist alles andere als tot, sonder wird immer wichtiger

pasys am 4.02.15 19:51

was der endverbraucher letztendlich kauft, wäre eine macht, die man den industrie-diktaten mal entgegenstellen sollte ... aber der lemming-verbraucher legt sich ja lieber mit dem schlafsack vor den apple-laden, damit er bei dem neuen phone ERSTER! schreien kann ...
na ja; und: ALLES IN DER CLOUD wäre der Wunschtraum jeglicher "Geheim"-Dienste jeglicher Regierung!

Die Dummheit wird unsichtbar, wenn sie genügend große Ausmaße erreicht hat!

C.N. am 4.02.15 20:36

Auch die Spiegelreflex wird gehen. Im Grunde ist die Technologie überholt, aufwändig und teuer. Gute Systemkameras wird es dennoch weiterhin geben, allerdings ohne den Spiegelreflexmechanismus den man ohne weiteres durch "Live View" ersetzen kann.

Andreas Zottmann am 5.02.15 16:04

Irgendeine feste Verbindung für den PC braucht man doch, sonst hätte ich diesen Beitrag nicht empfangen können.

Ebert am 5.02.15 17:27

Tja-wenn alle Dipl.Informatiker so waeren..zum Glueck sind es meisst nur die Vorstandsbosse die nicht lesen koennen:js = Javascript und NICHT JAVA!Kleiner Unterschied noech!Ausserdem ihr Container pdf istleider dummerweise mittlerweile mit Zusatzfunktionen so ueberhaeuft-so das man dies besser nur mit speziellen Programmen oeffnen sollte-um sich nicht die Pest an den Hals zu holen.Ist halt leicht reden wenn man im Kaemmerlein sitzt und vor sich hin hackt.Die Welt sieht ein wenig anders aus-wenn man ,mal nach draussen geht und die Augen aufmacht.Druecke ihnen aber die Daumen das keiner vorbeikommt und ihren pc auf Raedern hackt(gated community?)Aber wer derart schmerzbefreit ist das er auf seinem cellphone sich videos ansehen meint zu muessen-weil er es kann-dem ist sowieso nicht zu helfen.Von Filmen haben sie jedenfalls keine Ahnung.Wie von allem anderen offensichtlich auch.Sichtweite bis Nasenspitze.

lachlach am 5.02.15 17:31

Genügend W-Lankabel bunkern ;-)
und man kann jeder Krise mit einem Lächeln begegnen und Vergaserinnenbeleuchtungen kann man auch nicht genug haben :-)
Mal ernsthaft der Mensch ist ein haptisches Wesen !
und mir geht was die Zukunft angeht der Zager/Evans Song"In the year 2525"
nicht aus dem Sinn
und die Beschwerde der ersten Astronauten über die fensterlose Raumkapsel!
Nur das wir die Fensterlosigkeit nicht mehr oder kaum noch als Mangel begreifen wollen oder können...

Martin Däniken am 14.02.15 12:33

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Sonntag, 01.02.2015

Andere Form von Polizeiskandal: #UseMeInstead

In den USA gibt es derzeit eine Menge Fälle von brutaler Gewalt durch Polizisten - und anschließender Empörung, manchmal auch öffentlicher Diskussion. Gerade bewegt ein neuer Fall merkwürdiger Sitten bei der US-Polizei die Twittersphäre. Eine Frau entdeckte in einer Mülltonne auf einem Schießübungsplatz ein Fahndungsfoto, auf dem ihr Bruder zu sehen war. Durchlöchert von Kugeln. Das Fahndungsfoto des dunkelhäutigen Mannes diente für Schießübungen der örtlichen Polizei - über lange Zeit. Das Fahndungsfoto von Woody Deant war uralt, der Mann saß zwar im Gefängnis, ist aber inzwischen längst wieder frei und Familienvater.

Als der Fall bekannt wurde, wurde unter dem Hashtag WWW: #UseMeInstead (NehmtMichStattdessen) eine Protestwelle gestartet, losgetreten von Geistlichen. Zuerst auf Facebook, dann auf Twitter. Mittlerweile gibt es Hunderte von Menschen, die sich als alternative Zielscheibe für Polizeiübungen anbieten. Sie posten Fotos von sich selbst, manche mit einem selbstgebastelten Einschussloch auf der Stirn. Viel mehr muss man dann auch nicht mehr sagen. Die Bilder sprechen für sich.

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Freitag, 30.01.2015

Facebook macht Smartphone zum Reiseführer

Gerade wird viel über die neuen WWW: AGB von Facebook geredet, diskutiert und gestritten. Ein Aspekt der neuen Spielregeln aus Kalifornien: Wir nutzen auch Deine Standortdaten für gezielte Werbung. Gesagt, getan. Heute hat Facebook einen neuen Dienst namens WWW: Place Tips gestartet. Im Smartphone erscheinen Tipps und Hinweise, die sich konkret auf den aktuellen Aufenthaltsort beziehen. Also genau das, was wir dem Social Network in den neuen AGB ab sofort erlauben sollen. Zeitgleicher Start der neuen Funktion - das nenne ich mal wirklich schnell.

Place Tips in der iOS App: Tipps zum aktuellen Standort; Rechte; Facebook
Place Tips in der iOS App: Tipps zum aktuellen Standort

Erst mal nur in New York City
Die neue Funktion steht erst mal nur in der App zur Verfügung. Klar. Den Desktop-PC klemmt man in der Regel nicht unter den Arm, da macht das nicht so viel Sinn. Auf einem Notebook womöglich schon, aber doch in erster Linie auf Smartphone und Tablet. Die Idee ist die: Bewegt man sich durch eine Stadt, erscheinen passend zum aktuellen Aufenthaltsort Informationen über Shops, Restaurants, Bars, Hotels oder Galerien in der Timeline. Außerdem präsentiert Facebook aber auch Posts von Freunden, die in der Vergangenheit einen Beitrag zu diesem Ort oder von diesem Ort geschickt haben.

Es gibt also einen konkreten Bezug zur aktuellen Position. Erst mal nur in New York City und mit der iOS-App - aber dabei wird es natürlich nicht bleiben. Hinweise auf Geschäfte und Restaurants werden Anzeigen sein, für die sich Mark Zuckerbergs Unternehmen bezahlen lässt. Es sollen aber auch nützliche Hinweise auf Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen und generell Tipps erscheinen, die Facebook sozusagen redaktionell beisteuert. Die Idee jedenfalls ist nicht verkehrt und aus Sicht des Unternehmens nur logisch: Facebook muss wachsen und hat lange nach Strategien gesucht, wie sich mit Mobilnutzern Geld verdienen lässt.


So erklärt Facebook seinen neuen Dienst Place Tips


Erst mal nur in New York City
PlaceTips lässt sich auch abschalten. Vielleicht macht man das auch reflexartig, denn ein bisschen spooky ist es schon, wenn beim Bummeln durch die fremde Stadt plötzlich die Fotos von Freunden zu sehen sind, die auch vor einer Weile an derselben Stelle waren. Benutzer müssen sich darüber im Klaren sein, dass das, was sie heute posten, womöglich in einigen Jahren noch mal von Facebook herausgekramt wird.

Braucht man eine solche Funkition wie Place Tips? Sicher nicht. Doch die Idee ist nicht schlecht und ich könnte mir vorstellen, dass viele das mal ausprobieren würden. Bedenken, dass Facebook den Aufenthaltsort genau trackt, haben viele nicht. Die neue Funktion könnte sie sogar motivieren, die Tracking-Funktion zu aktivieren. Ein Albtraum für Datenschützer. Aber zumindest kann man nicht sagen, dass Facebook etwas verheimlicht hätte. Genau das wurde mit den neuen AGB versprochen.

Salamitaktik nennt man so etwas-in kleinen haeppchen die user daran gewoehnen das "Privatsphaere"unwichtig ist und sich tracken lassen gaaanz toll.Schafe!

Salamitaktik am 1.02.15 7:16

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