Sonntag, 25.01.2015

Wie geht das eigentlich, Programmieren?

Computer zu programmieren ist durchaus eine Herausforderung - kann aber auch richtig Spaß machen, wenn man dieses Handwerk einigermaßen beherrscht. Aber wie geht das eigentlich, ein Programm schreiben? Es fängt alles damit an, dass man logisches Denken erlent und trainiert. Für Einsteiger ist es erst mal wichtig zu lernen, dass jeder einzelne Schritt minutiös aufgeschrieben werden muss. Die Maschine tut exakt das, was man ihr sagt - und verzeiht keine Fehler.

Was das in der Praxis bedeutet, das zeigt WWW: Lightbot. Eine Art Lernspiel für Kinder und Jugendliche, die Programmieren lernen wollen. Gibt es als App - und als WWW: kostenlose Spielversion im Web. Hier kann man eine Stunde lang programmieren lernen. Man bringt einem kleinen Roboter bei, sich in einer 3D-Welt zu bewegen und Aufgaben zu meistern. Zuerst wird der Roboter nur einfach bewegt, später kommen auch Prozeduren und Schleifen dazu. Eine wunderbare Art zu lernen, wie Programmieren funktioniert - ganz ohne Programmiersprache, nur mit Icons. Am Ende gibt es sogar ein Zertifikat. Klasse!

lightbot.png
Lightbot: Programmieren lernen mit Icons und Symbolen

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Samstag, 24.01.2015

Wie mega ist Mega Chat?

Allzu bescheiden ist der in Neuseeland lebende Ex-Hacker aus Deutschland namens Blog: Kim DotCom bekanntlich nicht gerade. Jetzt hat er gewohnt vollmundig eine WWW: Alternative zu Skype angekündigt. WWW: Mega Chat nennt er den neuen Online-Chatdienst, der (irgendwann mal) Video-, Sprach- und Text-Chats ermöglichen soll - das aber durchgängig verschlüsselt und damit angeblich abhörsicher. Der Betatest des kostenlosen Chat-Dienstes ist jetzt offiziell gestartet. Der Dienst ist in den Cloud-Dienst Mega integriert. Man muss danach suchen, um die Funktion zu finden. Es gibt plötzlich ein Icon "Conversations" in der linken Spalte - darauf muss man klicken.

MegaChat: Kostenlose Videochats - verschlüsselt; Rechte: WDR
MegaChat: Kostenlose Videochats - verschlüsselt


Noch eine Baustelle: Video-Chats funktionieren
Derzeit stehen noch nicht alle Funktionen in MegaChat zur Verfügung. Video-Chats und Sprachnachrichten gehen schon, Text-Chats per Tastatur aber noch nicht. Auch Videokonferenzen mit mehreren Personen sollen später noch dazu kommen. Doch jeder fängt mal klein an, da wollen wir nicht mäkelig sein. Der Videochat jedenfalls funktioniert bereits. Handhabung und Bedienung ist so ähnlich wie bei Google Hangout oder Skype. Anders als bei Skype muss man aber keine Software und kein Plugin installieren, um den Dienst nutzen zu können. Bedingung ist lediglich ein Mega-Account. Der ist in der Grundversion aber kostenlos.

Wer mit anderen chatten will, muss seinen Chat-Partner anpingen. Das geht natürlich nur, wenn der Gesprächspartner auch bei Mega ist. Bei Bedarf kann man gleich aus dem Dienst heraus eine Einladung verschicken. Nach der Anmeldung des Freundes kann man auch gleich loslegen. Bild- und Tonqualität sind durchaus OK. Da kann ich nicht sagen, dass Skype oder Hangout besser wären. Allerdings haken die Funktionen mitunter noch etwas. Beta eben.

Mega will ein Netzwerk aller Plattformen; Rechte: Mega
Mega will ein Netzwerk aller Plattformen


Art der Verschlüsselung unbekannt
Praktisch ist, dass man während des Chats auch Dateien austauschen kann. Jedenfalls theoretisch. Das wollte in meinen ersten Tests allerdings nicht immer problemlos klappen. Aber dafür bräuchte man MegaChat nicht. Das kann man auch mit anderen Diensten bewerkstelligen. Der entscheidende Unterschied ist ja, dass Mega eine sichere Verschlüsselung und damit Diskretion verspricht.

Wie sicher die Verschlüsselung tatsächlich ist, lässt sich derzeit nicht sagen, da der Anbieter kaum Informationen über die Art der Verschlüsselung herausgibt. Verschlüsselt wird auf den Servern des Anbieters - im fernen Neuseeland. Das verspricht zwar grundsätzlich mehr Diskretion als ein Server in den USA, wo sich die NSA beliebig bedienen kann - wirklich überzeugend ist das aber auch nicht. Und was in meinen Augen noch schwerer wiegt: Kaum jemand nutzt Mega. Es wird schwierig sein, da Gesprächspartner zu finden. Noch sind Bedienung, Bildqualität oder eben der Aspekt Datensicherheit nicht so viel besser gelöst als anderswo, dass sich ein Umstieg lohnt.

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Freitag, 23.01.2015

Windows künftig kostenlos

Als Microsoft diese Woche in den USA das ARD: neue Windows 10 offiziell vorgestellt hat, gab es durchaus einige Überraschungen. Diskutiert wurde zum Beispiel, ob der neue Blog: Microsoft-Browser Spartan den Internet Explorer nun ersetzt oder ergänzt (erst mal wird es beide Browser geben). Auch wird hitzig darüber debattiert, wie sinnvoll wohl eine WWW: Hologramm-Brille wie HoloLens ist, die mit Windows 10 wunderbar funktionieren soll. Außerdem wird Windows 10 Blog: dank Cortana durch Sprachbefehle zu steuern sein. Alles interessant - doch die eigentliche Neuerung wurde nicht wirklich bemerkt.

mshololens.png
Microsoft Hololens: Windows 10 mit Virtual Reality


SaaS: Software as a Service
Was wirklich interessant ist: Windows 10 wird im ersten Jahr kostenlos sein. Man muss für das Update nichts bezahlen. Außerdem können zum ersten Mal User der Vorgänger- und der Vorvorgängerversion umsteigen. Völlig egal also, ob Windows 7, Windows 8 oder Windows 8.1 im Einsatz ist: Der Umstieg auf Windows 10 wird nichts kosten. Einzige Ausnahme sind Benutzer eines Tablets. Da wird es nicht so ohne weiteres ein Update geben, aber das hat auch technischen Gründen. Alle anderen können gratis umsteigen. Das ist für Microsoft eine Novität. Bislang wurde an Updates immer gut verdient. Ab Windows 10 nicht mehr.

Windows wird als "Software as a Service" verstanden, wie die Fachleute sagen. Man bekommt einen Service geboten und arbeitet stets mit der aktuellsten Software, ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen. So ist das bei Office 365 zum Beispiel. Aber selbstverständlich auch bei so ziemlich allen Onlinediensten. Kein User weiß, welche Software im Hintergrund die Suchanfragen beantwortet oder welche Version gerade die Mails anzeigt. Das ist Software as a Service - und soll nun auch bei Windows so sein. Kleinere und größere Neuerungen kommen automatisch aus dem Netz, ohne Mehrkosten.

win10all.png
Windows 10 läuft auf allen möglichen Geräten


SaaS: Software as a Service
Wenn Microsoft Windows 10 im ersten Jahr kostenlos anbietet und auch Updates gratis einspielt, dann wird es auch dabei bleiben. Denn natürlich kann Microsoft nicht nach einem Jahr Windows 10 hingehen und sagen: OK, das reicht jetzt aber, ab sofort zahlt Ihr uns 10 EUR im Monat für die Benutzung von Windows. Das würde nicht funktionieren. Die Ankündigung, dass Windows 10 im ersten Jahr kostenlos ist, bedeutet gleichzeitig: Windows 10 ist ab sofort komplett kostenlos. So wie bei Linux. Und im Grunde auch wie bei Apple. Die Updates bei Mac OS X kosten schon lange kein Geld mehr. Kleiner Unterschied: Hier hat Apple an der Hardware verdient. Diesen Luxus hat Microsoft in der Regel nicht.

Verdient werden soll mit Pro-Diensten. Mit dem Blog: kostenpflichtigen Office 365 zum Beispiel. Oder mit kostenpflichtigen Extradiensten in der Cloud. Außerdem verdient Microsoft auch an der Suchmaschine Bing, die häufiger genutzt wird, wenn Windows 10 noch öfter Bing befragt, etwa bei der Bedienung mit dem Sprachassistenten Cortana. Für Microsoft wird sich der Schritt also vermutlich lohnen, denn es erhöht die Akzeptanz für Windows. Für User ist dieser strategische Wandel auch gut. Es spart schlichtweg Geld - und ist zeitgemäß.

Aufpassen muss man aber trotzdem. Denn bekanntlich wollen auch kostenlose Dienste bezahlt werden. Meist mit Daten.

Wann steht denn die endgültige Fassung von WIN 10 zur Verfügung?
Oder lohnt eine Vorabversion? Und ist in der dann auch Spartan enthalten?

Tom Selve am 23.01.15 16:14


Windows 10 auf Dauer kostenlos, jedenfalls in der Basisversion? Wir werden sehen. Mir stellt sich eine Frage, die vielleicht schon woanders beantwortet ist: Was bedeutet "im ersten Jahr kostenlos"?

Möglichkeit 1: Wer im ersten Jahr nach Erscheinen Windows 10 installiert, kann das Windows auf Dauer kostenlos verwenden. Wer später kommt, zahlt den Kaufpreis oder Mietpreis.
Möglichkeit 2: Wer Windows 10 irgendwann installiert, kann es 1 Jahr lang kostenlos nutzen, danach muss er kaufen oder mieten.

Dann gibt es noch ein paar Fragen: Muss aktiviert werden, obwohl es kostenlos ist, einfach um die "Schäfchen" ein bisschen zu beobachten? Läuft Windows nur mit Microsoft-Account? Welche Daten muss man angeben? Läuft Windows 10 wenigstens in der Basisversion auch komplett offline? Oder ist Online-Anbindung Pflicht?

Dass Microsoft einfach so was verschenkt, ist nicht anzunehmen. Was steckt hinter dem Köder?

Bertram in Mainz am 23.01.15 17:35

Doch nicht ganz kostenlos, ein kostenloses Upgrade. Linux ist ganz kostenlos als Betriebssystem aber auf einen leeren PC kann man kein Windows 10 installieren. Für die Windows 7 und 8 User wird nur ein Upgrade nachgeschoben und nicht jeder will unbedingt Bing. Das nervt schon bei Freewaredownload-und Installation wenn man nicht genau aufpasst. Ich habe die Befürchtung mit Windows 10 wird etwas nachgeschoben oder sagen wir untergeschoben. Ein faules Ei vielleicht ?

MG am 23.01.15 19:05

Wie kommt man auf die Idee das es dann immer kostenlos bleibt? Ich mein man hat doch den Kunden an den "Balls" wenns irgendwann heißt, die wenigesten haben denke ich die lust nach 1 Jahr dann Linux zu Lernen oder sich nen teuren Mac zu kaufen, die werden einfach Zahlen aus Faulheit...

Dieter am 24.01.15 9:35

Für mich stellt sich die Frage, ob mit Windows 10 weiterhin die Benutzung von Software anderer Entwickler möglich ist. Beispiel Office: dem Office 365 stehen ja drei andere kostenlosen Suiten gegenüber, die mit Microsoft Office Dokumenten umgehen können: Libre Office, Open Office und Softmaker Office (eine ältere Version wird gratis vom Hersteller angeboten). Alle drei reichen für den Privatanwender vollkommen. Brauche ich einen Windows Media Player, wenn ich den VLC oder SM Player bevorzuge? Dass man bei Win 10 ständig online sein muss, das glaube ich nicht. Dagegen spricht, dass man beim mobilen Surfen auch mal in Funklöcher geraten kann oder es gibt Unternehmen, die zur Steuerung ihrer Geräte über Windows Software kein Internet benötigen. Also, wenn es keinen Zwang gibt (wie bisher) Windows Komponenten oder die Cloud zu benutzen, dann steige ich im Laufe des 1. kostenlosen Jahrs um, wenn die Kritiken positiv sind.

Ralph am 24.01.15 10:09


@Dieter am 24.01.15 9:35
Ist wie beim Fernsehen mit HD+, das ist auch "im ersten Jahr kostenlos". Dann wird aus Bequemlichkeit verlängert. Inzwischen dürfen Smart-TVs gar "nach Hause telefonieren", und niemanden juckt es. Das wird schon spannend, was man mit "im ersten Jahr kostenlos" wirklich meint.

Laut einer Meldung bei Heise-Online vom 23.01.2015 gibt es jetzt eine Vorabversion, die den User aggressiv trackt. Ich könnte mir denken, dass man mit dem Preis tatsächlich runter geht. Da ist der Kunde empfindlich. Dass man aber immer aggressiver den User beobachtet. Die Wenigsten interessiert das. Mich schon!

Bertram in Mainz am 24.01.15 10:33

Das Internet ist wie ein großer Staubsauger und irgendwann fragt man/frau sich: In welchem Film bin ich eigentlich ...

DollyToll am 24.01.15 15:12

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