Dienstag, 30.06.2015

Zehn Jahre zoombare Erde

Seit zehn Jahren haben wir die Welt in der Hand. Seit WWW: zehn Jahren können wir mit der Maus in der Hand die Erdkugel drehen und jeden noch so entlegenen Winkel der Erde ansteuern. Beim Heranzoomen erscheinen auf dem Bildschirm Meere, Länder, Städte, sogar Häuser und Autos sind zu sehen. Faszinierend - und komplett kostenlos. Im Juni 2005 ist Google Earth gestartet. Als Google den Dienst damals eingeführt hat, war das eine kleine Sensation: Zum ersten Mal konnte man kostenlos und im großen Stil auf Satellitenbilder zurückgreifen. Heute ist das selbstverständlich.

Earthview: Googles Galerie der schönsten Aufnahmen; Rechte: Google
Earthview: Googles Galerie der schönsten Aufnahmen


Google Earth in den Fernsehnachrichten
Heute gehen Google Earth (wofür man früher eine eigene Software laden musste, heute geht Vieles auch im Web), Google Maps und Google Streetview Hand in Hand. Für den Benutzer sind die Übergänge fließend und praktisch nicht zu sehen. Google hat mit Earth eine Menge verändert. Zum Beispiel die Fernsehnachrichten: Wann immer eine Fernsehredaktion über einen nicht ganz so bekannten Ort berichtet, wird er in Google Earth angeflogen, damit sich der Zuschauer orientieren kann. Google Earth zeigt, wo der Ort liegt. Eine perfekte Orientierungshilfe.

Anlässlich des runden Geburtstags hat Google seinem Earth-Projekt eine wirklich sehenswerte Galerie spendiert: WWW: Earthview bietet rund 1.500 spektakuläre Bilder von Landschaften aus dem All betrachtet. Die Galerie ist als WWW: Chrome-Erweiterung und als WWW: Webversion verfügbar. Wir sehen erstaunliche Bergmassive in Saudi Arabien, riesige Wälder in Erfurt, einen Vulkan in Indonesien, Reihenhäuser in den USA und vieles mehr. Die meisten Bilder sind hoch aufgelöst und können als Wallpaper heruntergeladen werden.

Mauretanien von oben: 1.500 sehenswerte Satellitenaufnahmen; Rechte: Google
Mauretanien von oben: 1.500 sehenswerte Satellitenaufnahmen


Google Earth in den Fernsehnachrichten
Seit Jahren schon suchen aufmerksame User immer wieder in Google Earth nach ungewöhnlichen Bildausschnitten. Sie haben WWW: eine Menge entdeckt, etwa einen WWW: Kampfjet auf einem Pariser Parkplatz oder einen WWW: pinken Hasen in der Landschaft. Wichtigste Neuerung zum zehnten Geburtstag ist das Voyager-Feature, das es allerdings nur in der Desktop-Version von Google Earth gibt, nicht in der Mobilversion. Voyager ist ein zusätzlicher Overlay mit den beliebtesten Inhalten, die man direkt aus der Karte abrufen kann.

Mit Voyager kann man sich die neuesten Satellitenaufnahmen zeigen lassen. Darüber hinaus präsentiert Voyager Streetview-Ansichten besonders populärer Sehenswürdigkeiten wie den Taj Mahal, aber auch einige 3D-Ansichten von Städten und vieles mehr. Voyager ist also eine Art Tour Guide durch die aufregendsten Angebote von Google Earth. Und davon gibt es eine Menge.

Kommentieren



Die mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden.


Angaben speichern (Cookie)?


Um Ihren Kommentar zu versenden, beantworten Sie bitte die folgende Frage:


Trackbacks zum Eintrag Zehn Jahre zoombare Erde

Zum Anfang dieses Eintrags

Dienstag, 30.06.2015

Apple Music ist auf Sendung

Auf diesen Tag haben viele Apple-Fans lange gewartet: Heute ist Apple Music an den Start gegangen, der Blog: bereits vor einigen Tagen angekündigte Musik-Streamingdienst. Wer Apple Music nutzen will, muss sein iPhone oder iPad auf das neue iOS 8.4 aktualisieren. Es gibt keine eigene App für Apple Music: Der Musikdienst ist fest ins Mobil-Betriebssystem integriert. Auch iTunes für Mac und Windows soll Apple Music unterstützen. Eine App-Version für Android soll folgen, für Windows Phone allerdings nicht. Handhabung und Bedienung sind einfach - Apple-like eben.

Apple Music läuft derzeit nur auf iPhone und iPad; Rechte: Apple
Apple Music läuft derzeit nur auf iPhone und iPad


Drei Monate kostenlos lauschen
Die ersten drei Monate sind kostenlos. Zum Ausprobieren. Man muss sich allerdings schon von Anfang an festlegen, wie es nach den drei Monaten weitergehen soll: Einzel-Abo für eine Person (9,99 EUR im Monat) oder Familien-Lizenz für bis zu sechs Personen (14,99 EUR im Monat). Die Familien-Lizenz ist cool: Sechs Leute können gleichzeitig Musik streamen - und das zu überschaubaren Kosten. Das kostet bei Spotify 5 EUR im Monat pro Person zusätzlich. Schon ab drei Personen spart man. Erledigt wird das über die Familien-Freigabe.

Auf den ersten Blick sind keine großen Unterschiede zu etablierten Anbietern wie Spotify, Deezer, Google Play Music oder Xbox Music zu erkennen. Alle bieten rund 30 Millionen Songs (ich habe nicht nachgezählt) zur Auswahl und einen Offline-Modus. Allerdings ist die Musikqualität bei Spotify besser: Marktführer Spotify streamt mit bis zu 320 kbps, während sich Apple auf 256 kbps beschränkt. Auf einem Smartphone hört man den Unterschied sicher nicht, auf einer Musikanlage allerdings sehr wohl.

Radiosender b1 kann auch ohne Abo gehört werden; Rechte: Apple
Radiosender b1 kann auch ohne Abo gehört werden


b1 an den Start gegangen
DerWWW: Radiosender "beats 1" sendet 24 Stunden am Tag. Ich habe schon reingehört: Sehr modern, coole Moderationen, hohes Tempo, schöne Track-Auswahl. Aber ganz sicher nicht für jeden Geschmack etwas. Das spricht eindeutig vor allem das jüngere Publikum an. Immerhin kann man b1 auch ohne Abo hören. Praktisch: Die Cover gespielter Titel werden gezeigt und können natürlich auch geliked werden.

Die Auswahl an Musiktiteln ist bei Apple Music und Spotify nahezu identisch. Andere Anbieter wie Deezer, Google Play Music oder Xbox Music lassen schon mal den einen oder anderen Titel vermissen. Doch die Unterschiede liegen im Detail. Es gibt bei keinem Musikdienst große blinde Flecken - auch bei Apple Music nicht. Ausnahme ist die Musik von Bands wie Die Toten Hosen oder Die Ärzte: Ihre Musik fehlt in allen Streamingdiensten. Da die Handhabung von Apple Music wirklich bequem und kinderleicht ist, dürfte Marktführer Spotify die neue Konkurrenz zu spüren bekommen, vor allem bei Apple-Usern.

Einen Vorteil haben Spotify und Deezer allerdings noch: Es gibt sie auf Wunsch auch dauerhaft kostenlos. Die Musik ist dann zwar werbefinanziert und auch der Funktionsumfang eingeschränkt, aber dafür ist alles umsonst. Für viele ein gutes Argument. Apple Music bietet lediglich die ersten drei Monate kostenlos zum Ausprobieren an. Danach muss man zahlen. Alles andere hätte auch nicht zu Apple gepasst: Business first.

Zur Qualität des Streamings: Apple streamt AAC, dürfte den MP3-Streams der anderen Anbieter eher leicht überlegen sein, aber hört selbst!

Jürgen am 1.07.15 11:22

Zur Qualität des Streamings: Apple streamt AAC, dürfte den MP3-Streams der anderen Anbieter eher leicht überlegen sein, aber hört selbst!

Jürgen am 1.07.15 11:22

Ich bin Spotify Premium Nutzer und ausgesprochener Spotify-Fan. Ich habe selten so viel und abwechslungsreich Musik gehört, auch von weniger bekannten Künstlern für die ich nie das Geld für eine CD ausgegeben hätte. Viele positive Überraschungen! Daher interessiert es mich auch nicht, ob die Hosen oder Ärzte auf Spotify sind oder nicht, ich finde genügend gute andere Musik.

Trotzdem werde ich Apple Music sofort antesten sobald die Android App verfügbar ist - nicht zuletzt da bei einer 5-köpfigen Familie 15€ Apple gegen 30€ Spotify stehen. Das wird entscheidender sein als ein paar Bit mehr in der Bitrate.

streamer am 1.07.15 11:41

iTunes-Zwang / keine WebApp = epic fail!

Jost Schwider am 1.07.15 13:23

Vielleicht bin ich altmodisch, aber der ganze Streaming-Trend haut mich nicht vom Hocker. Ich sammle CDs und Schallplatten, sowe blu-rays und DVDs und habe auch die Musik als Dateien fuer meinen MP3 Player fuer Unterwegs dabei. Ausserdem ist da ja noch das gute alte Radio um neues kennen zu lernen. Ich bin mit diesen Medien nicht konstant auf eine Internetverbindung angewiesen und kann sie immer und ueberall (ausser LPs - etwas sperrig) auflegen. Sofern sie mir gefallen, wuerde ich den Kauf einer Schallplatte, CD oder lokal gespeicherten Datei und den damit kommenden Komfort mit direktem Zugriff ohne Onlinezwang oder Bindung an ein bestehendes Abo nie missen wollen und gebe auch gerne ein paar Euro fuer ein Album aus, was dann wirklich mein Eigentum ist. Vielleicht spiegelt sich dies aber auch in meinem Hoerverhalten wieder - ich setze mich lieber nach Feierabend hin und hoere eine Platte, die ich wirklich mag und hoere sie bewusst, als alles durcheinander und staendig im Hintergrund.

Chris26 am 2.07.15 4:03


Die Wirtschaft möchte uns in allen Bereichen zu Abo-Modellen drängen. Man kann immer und immer wieder kassieren. Einen Gebrauchtmarkt gibt es nicht. Der Kunde ist gebunden. Wenn er überhaupt speichern darf, dann nur bei Verlängerung des Abos.

Man darf nicht nur das Verhältnis von Preis und Gegenleistung sehen. Man muss auch vergleichen, was man anderswo bekommt. Da wird für das rauschfreie DAB/DAB+ geworben. Es gibt Programme zum Abspeichern von Musik aus Radioprogrammen. Aber die Musikanbieter wollen das sicher nicht.

Ist uns der sofortige Zugriff auf den gerade gewünschten Titel so viel wert? Für die Kosten für 1 Jahr Abo kann man 1 oder 2 DAB-Radios kaufen. Oder viele CDs. Soll der Hardcore-User seinen Spaß haben. Ich brauche Streaming nicht. Außerdem stört mich, dass der Kunde dabei quasi unter Beobachtung steht.

Bertram in Mainz am 2.07.15 15:29

Kommentieren



Die mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden.


Angaben speichern (Cookie)?


Um Ihren Kommentar zu versenden, beantworten Sie bitte die folgende Frage:


Trackbacks zum Eintrag Apple Music ist auf Sendung

Zum Anfang dieses Eintrags

Dienstag, 30.06.2015

Die Suche nach WLAN-Hotspots

Kalt, immer noch kalt, wärmer, heiß - und schon wieder weg. Ich würde die Kölner Hotspots momentan eher in Coldspots umbenennen. Die Stadt baut zwar rege das Netz aus, will Einkaufsstraßen und öffentliche Plätze, Verwaltungsgebäude, Museen und die Bereiche drumherum mit freiem Internetzugang ausstatten, aber in der praktischen Anwendung scheitert das Vorhaben bisher oft.

WLAN-Suche in Köln; Rechte: WDR/Horn Hendrik aus Wadersloh sucht WLAN in der Kölner City

Hendrik kommt aus Wadersloh und studiert in Soest Elektrotechnik. Er zahlt monatlich 29,95 Euro für seinen Handyvertrag mit Internet-Flatrate und bekommt dafür rund 1,25 GB Datenvolumen. Die reichen für seine Sprachnachrichten und Mails mit Fotos und Videos aber meist nur bis Mitte des Monats. Gerade wenn er in anderen Städten unterwegs ist und seine Freunde informieren will, wo er ist, was er macht oder sich selbst erkundigen möchte, ist er deshalb auf WWW: WLAN-Hotspots angewiesen. Doch schon am Kölner Hauptbahnhof stößt er auf Schwierigkeiten. Hier gibt es zwar ein paar WLAN-Netze, allerdings sind die von Privatleuten, Cafés oder Hotels. Ein Hotspot ist auch öffentlich, aber kostenpflichtig. Von einem städtischen Hotspot: keine Spur. Gerade am Bahnhof, wo viele Pendler und Touristen das Netz sicher bräuchten, steht man also im Zweifel offline da. Damit es mehr Netz ohne kommerzielle Interessen für alle gibt, verbinden sich WWW: Freifunker WWW: deutschlandweit in vielen Städten und ermöglichen Dritten, über deren Leitungen zu surfen. Immerhin unterstützt das Land dieses Vorhaben jetzt, wie die Kollegen in den letzten Tagen WDR: berichten.


Freifunker vernetzten sich lokal und gratis

Hendrik ist damit aber aktuell noch nicht weitergeholfen. Um zu testen, wo er WLAN-Zugriff in der Millionenstadt Köln hat, deaktiviert er seine mobilen Daten und macht das WLAN am Handy an. Schon erscheint eine Liste mit oder ohne Schlüsselsymbol, als Zeichen für den offenen oder beschränkten Zugang für Nutzer. Erst direkt an der Nordwand des Kölner Doms erscheint ein Kölner WLAN-Hotspot der Stadt. Hendrik muss Name, E-Mail oder Telefonnummer angeben und dann kann er für eine Stunde gratis ins Netz. Sobald er sich vom Fleck bewegt, wird der Empfang allerdings schlechter. Richtung Wallrafplatz findet er zwar einen weiteren Hotspot, kann sich aber nicht verbinden.

Offline; Rechte: WDR/Horn
WLAN-Verbindung fehlgeschlagen

Von "gratis und überall" ist hier kein Schimmer. Dabei sollte WLAN in Städten jedem zur Verfügung stehen, findet der Verein WWW: "Digitale Gesellschaft". Hier setzt man sich für eine menschenrechts- und verbraucherfreundliche Netzpolitik ein, weil man die digitale Versorgung als Grundrecht ansieht. Hendrik will sich mit ein paar Apps helfen. Vom Wifi-Finder bis zum Wifi-Hotspot Worldwide kann man sich WLAN-Netze anzeigen und zum Teil sogar offline dorthin navigieren lassen. Allerdings sollte man sich die Apps vorher im WLAN herunterladen. Sonst sind sie keine wirkliche Hilfe.

Wifi-Apps; Rechte: Google Play Store
Apps sollen bei der Hotspot-Suche helfen

Auf der Domplatte habe ich Touristen gefragt, wie es um die WLAN-Versorgung in ihrer Heimat aussieht und wie sie in Köln zurecht kommen. In Lissabon, Moskau und Mexiko City gibt es wie bei uns meist nur in Cafés, Restaurants, natürlich Hotels und Hostels sowie über einige Bus- und Taxiunternehmen offenes WLAN. An Flughäfen und Bahnhöfen braucht man häufig ein Passwort oder eine Kreditkarte. Eine Russin erzählt mir, dass sie dafür in Barcelona selbst im Stadtpark WLAN hatte. Und ich selbst habe in Palma de Mallorca und Santiago de Chile gute Erfahrungen gemacht. In Köln müssen sich die Besucher entweder eine deutsche SIM-Karte zulegen oder im Hotel online gehen. Was viele auch ärgert: die WLAN-Hotspots in der Stadt sind weder durch Säulen oder Markierungen im Boden gekennzeichnet, noch bietet die Stadt eine Homepage oder App mit GPS-Überblick aller Spots.

Freifunk-Karte; Rechte: Freifunk NRW
Freifunk-Karte NRW

Hendrik ist auf jeden Fall enttäuscht. Statt die Stadt zu genießen und nur bei Bedarf auf sein Handy zu gucken, glotzt er die ganze Zeit auf die WLAN-Liste und bleibt die meiste Zeit offline. In seinem 6000-Seelen-Heimatdorf ist das Angebot nicht weniger lückenhaft als in Köln, findet er. Die Freifunk-Netze lassen sich zwar gut finden, aber sie gibt es noch nicht flächendeckend. Außerdem will Hendrik sich fortbewegen und müsste immer von Netz zu Netz switchen. Ein dauerhaftes Surfen ist also unmöglich. Dazu kommt die fehlende Sicherheit in den offenen Netzwerken, sagt der Student. Mal schnell eine Überweisung zu machen kommt ihm auf diese Weise auf jeden Fall nicht in den Sinn. Und dass nicht alle Cafés wegen des Problems der WWW: Störerhaftung ihren Kunden WLAN anbieten, kann Hendrik gut verstehen. Er würde auch nicht für die Aktivität Dritter in seinem Netz haften wollen. Also bleibt der Hotspot kalt. Ein heißes Thema wird es aber noch lange bleiben.

Unsere Blogger Anita Horn und Dennis Horn sind weder verwandt noch verheiratet, aber umso besser vernetzt. Sie entdecken jede Woche digitale Perlen: spannende Webseiten, lustige Links und Angebote, die den Alltag bereichern - hier im Blog und jeden Dienstag in der WWW: WDR5 LebensArt im Audio: Radio.

In Aachen bietet man Aachen City-Wifi kostenlos an. Log-in Daten gratis im Tourismus center. Im Moment nur im Stadtkern. Ein guter Anfang http://www.aachen.de/DE/stadt_buerger/politik_verwaltung/stadtseiten/aachen_wifi/

Stefan Bücken am 30.06.15 7:33

Im Text sind mehrere Fehler:

1. Wahnsinn, 30 Euro pro Monat für 1,25 GB? Das MUSS gelogen sein!
Es existieren mehrere Anbieter mit 6 Euro pro 1 GB.

2. Videos unterwegs gucken?
Genau dafür wurde das mobile Internet erfunden. Nicht.

3. Nach Verbrauch des Datenvolumens wird es nur langsamer!
D. h., "seine Freunde informieren" geht immer noch problemlos.

4. Bei richtig vernetzten Freifunk-Routern ist kein ständiges Neuverbinden nötig!
Man muss also nicht "immer von Netz zu Netz switchen".

Jost Schwider am 30.06.15 9:38

Lieber Herr Schwider, danke für ihren Kommentar.
Welche Flats Hendrik nutzt und warum er knapp 30 Euro bezahlt, das hat er sich selbst ausgesucht. Ob er viele Videos guckt, was er downloaded und wie schnell seine Geschwindigkeit gedrosselt wird, ist immer unterschiedlich. Wir zählen hier einige Beispiele auf. Seine Freunde mit Videos oder langen Sprachnachrichten zu versorgen wird dann im Zweifel zum Ende des Monats schwierig bis unmöglich - zumindest, wenn nicht flächendeckend Freifunknetz vorhanden ist und man zwischen den Hotspots von Stadt, Cafés, Freifunk und Co switschen muss. In unserem Testfall war es so. Es mag Ecken geben, wo man lückenfrei surfen kann. Das wäre sehr wünschenswert. Und auch, dass man sich hohe Vertragskosten und Datendrosselung spart.

Anita Horn am 30.06.15 9:51

Ich denke nicht, dass es gelogen ist, dass mein Vertrag monatlich 29.95€ kostet.

Am Ende liegt es doch im Ermessen des Nutzers, ob er unterwegs Videos schaut, oder eben nicht.

Und wo wir schon dabei sind... Genau genommen wurde das Internet nicht mal dazu geschaffen, dass wir beide hier diskutieren. Es wurde schließlich im 20. Jahrhundert vom US-Verteidigungsministerium "erfunden". Zumindest der Vorläufer des Internets.

Es ist zwar richtig, dass man seine Freunde trotz gedrosseltem Internet noch informieren kann, allerdings in einer Geschwindigkeit die eher unterirdisch ist.

Und Informationen einholen von z.B. Anschlusszügen etc. ist auch mit einem recht hohen Zeitaufwand verbunden, da man teils Minuten braucht um Internetseiten zu laden.

Hendrik Siemens am 30.06.15 10:01

Wie unsere Kanzlerin schon sagte: Internet ist Neuland. Das gibt es eigentlich gar nicht. Das braucht also auch kein Mensch.
Schon gar keine Touristen, die bringen auch niemals Geld ins Land.

So, Sarkasmus aus.

Der Ausbau von WLAN-Netzen in Deutschland hinkt meiner Ansicht nach in erster Linie deswegen, weil es bei CDU und SPD Politiker gibt, die das Internet und die 80 Millionen Nutzer in Deutschland als Verbrecher, Perverse, Abartige, Raubmordkopierer und damit uns alle als dreckiges Pack einstufen. Ich fühle mich von Gabriel vor allem in übelster Form beleidigt, denn ich baue seit 17 Jahren Webseite und bin weder Terrorist noch Kinderschänder.

Diese Politiker aber bestimmen mit ihrer kranken Falschsicht und ihrer absoluten Dummheit, die Fakten ignoriert, wo es lang geht. Dann gibt es da die Lobby von Verlegern und Abmahnanwälten, die das Internet ebenfalls als Todfeind betrachten.

Wegen dieser Machtverteilung wird es kein WLAN in Deutschland geben.

Thomas Berscheid am 30.06.15 15:42

Ahja, "seine Freunde informieren will, wo er ist, was er macht", also sowas wie: "Hey Leute, bin gerade in Köln! Wo seid ihr?" - "Köln? Voll krass, ey! Schick maln Foto. Ich bin zuhause, voll öde." - "Jau, wollt jetz auch nich zuhause sein. Hier istn Video, Kölner Dom" - "Absolute Marke, Alter! Gehste da rein?" - "Biste irre, is ne Kirche. Ich geh jetzt Kölsch trinken." - "Schick mir auchma, das Video" - usw und so fort. Voll wichtig. Und so einen Scheiss soll jemand subventionieren? Wie schon beim "Qi-Pad" frage ich mich auch wieder, woher dieses masslose Anspruchdenken kommt, die Mittel für die privaten Bedürfnisse überall und jederzeit kostenlos zur Verfügung gestellt zu bekommen. Demnächst fordert ihr wohl auch noch kostenlose Getränke, überall. Und um die Freunde zu informieren, dass man z.B. verspätet ist, gibt es seit Ewigkeiten eine sehr kostengünstige Methode: nennt sich SMS.

Herbert Kaiser am 30.06.15 19:29

Wuerde die Liste der Erfahrungen der im Text genannten Dame noch gern erweitern -
Bukarest - offenes WLAN an jeder Strassenecke und an den U-Bahnstationen, in vielen Cafes auch (funken teilweise auch deutlich ueber die Strassen hinweg).
Fernzug Niagara Falls nach Toronto - Free WLAN an Bord.
Oeresundbahn Malmoe nach Kopenhagen - WLAN inklusive (ist ne Art Regionalexpress, wohlgemerkt, kein Premiumprodukt wie der ICE etc.!)
Bus Eireann und JJ Kavanagh in Irland - auf vielen Linien WLAN im Bus
Adelaide, South Australia - gesamte Innenstadt mit einem Netz ueberzogen, was kostenlos nutzbar ist.

Frage hier - besonders an Transportunternehmen - warum haben REs und S-Bahnen bei uns kein WLAN? Andere Laender schaffen das auch, trotz niedriger Fahrkartenpreise bei gleichzeitig hoeheren Lebenskosten im jeweiligen Land!

Chris26 am 2.07.15 4:19

Kommentieren



Die mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden.


Angaben speichern (Cookie)?


Um Ihren Kommentar zu versenden, beantworten Sie bitte die folgende Frage:


Trackbacks zum Eintrag Die Suche nach WLAN-Hotspots

Zum Anfang dieses Eintrags

 
 

September 2015

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30

Über das Blog

Digitalistan: Heimatkundliches aus dem Land der Einsen und Nullen

Suche im Blog

Aktuelle Einträge

Autoren

Blogregeln und Glossar

Newsreader-Feeds (XML/RSS)


Permanente URL dieser Seite: http://wdrblog.de/digitalistan/