Freitag, 15.08.2014

Schönheit aus der Tube braucht keiner mehr, da gibt es eine App für!

Ein #Selfie hier, ein Statusupdate da, ein Check-In dort - nennt es, wie ihr möchtet: Facebook, Instagram, Foursquare und auch Twitter erziehen uns langsam aber sicher zu Selbstdarstellern par excellence. Na und, was macht das schon? Solange es Spaß macht und sich andere tatsächlich dafür interessieren, was man gerade gegessen hat, wie man im Fahrstuhl aussieht und wo man seinen Kaffee trinkt, ist doch alles in Ordnung. Finde ich auch und praktiziere es ebenso.

"Alles aus dem Gesicht gefallen" ist mir dann heute aber doch, als ich über die folgende App gestolpert bin: Perfect365. Sinn und Zweck: vollkommene Schönheit jeden Tag im Jahr - zumindest in Bezug auf die Selfies. Da ist es auch kein Problem, dass ich angesichts dieser App mal eben meine Gesichtszüge "verloren" habe, denn diese lassen sich mit Perfect365 doch viel besser konstruieren. Einen kleinen Überblick über die App, die sich rühmt über 40 Millionen Benutzer zu haben, darum hier:

perfect365_start.png

Nachdem man die Schlüsselpunkte "zur Identifizierung der primären Gesichtsmerkmale" festgelegt hat - so die App-Herrsteller von ArcSoft, Inc. - kann man loslegen, sich richtig aufzuhübschen.
Das habe ich natürlich ausprobiert und möchte euch die Ergebnisse nicht vorenthalten. Zunächst habe ich mich an die "Hot Styles" begeben.

perfect365_wm.jpg

Mit diesem Style wäre ich zum Beispiel bei der Fußball-WM bestimmt ganz weit vorne gewesen.

perfect365_twilight.jpg

Und so hätte ich bestimmt auch als Vampir in Twilight eine Rolle bekommen.
Aber mal Spaß beiseite: Von diesen "Hot Styles" würde ich persönlich ganz bestimmt die Finger lassen.

Nachdem mich diese Ergebnisse eher abgeschreckt haben, wollte ich zumindest die übrigen Funktionen noch in Augenschein nehmen. Aber auch dort muss ich leider sagen, bleibe ich bei meinen nächsten Selfies lieber "unperfekt".
Ein kleiner Einblick in die Ergebnisse, wie man mit schmalerem Gesicht, höheren Wangenknochen, definierter Nase, breiterem Grinsen und weißeren Zähnen aussieht:

perfect365_ende.png

So "perfekt" und dabei "natürlich" zeigt man sich doch gerne seinem Netzwerk auf Facebook, Twitter, Instagram und Co. ... NICHT!

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Donnerstag, 14.08.2014

Millionen Apps - und alle haben dasselbe Logo

Heute habe ich mir WWW: SIMSme runtergeladen, den neuen Messenger der Deutschen Post, der ein Mix aus WhatsApp, Threema und Snapchat ist - WDR: und den die Welt deshalb selbstverständlich nicht braucht. Nachdem ich die App in meinen Messenger-Ordner auf das Smartphone geschoben habe, fiel mir etwas auf: Die haben ja alle dasselbe Logo!

Messenger-Apps; Rechte: WDR/Dennis Horn
"Komm, lass uns eine neue Messenger-App programmieren!" "Gern! Ich habe sogar schon eine Idee für ein Logo!"

Der erste Anbieter, der auf die Idee kommt, eine Messenger-App zu programmieren und ihr ein Logo ohne Sprechblase zu verpassen, bekommt einen Kreativitätsorden.

"Unnötig"?
Wieso ist denn eine sichere End-to-End-Verschlüsselung, Serverstandort Deutschland, Selbstzerstörung der Nachrichten und allein deutsches Datenschutzrecht "unnötig"? SIMSme könnte DIE Alternative zu Whatsapp, Threema und Co. werden - und wird hier als "unnötig" abgekanzelt. Da hab ich mir aus Digitalistan mehr erwartet, ehrlich gesagt!
Threema ist ein Rohrkrepierer mit ebenso unsicheren Datenschutzbestimmungen wie Whatsapp und Co.
Hier liefert ein deutscher Hersteller ein datenschutzrechtliches Paradies - und das wird als "unnötig" abgekanzelt?
Eine umfassende Beleuchtung der App wird damit wohl ein Wunschtraum für mich bleiben. Zwei Zeilen Kurzbericht auf der Startseite, ein knappes "unnötig" in Digitalistan... da ist doch schon klar, dass der WDR "SIMSme" keine Chance gibt. Sehr, sehr schade!

Johnny am 15.08.14 11:31

@Johnny-sorry aber hier muss man Herrn Horn Recht geben und eigendlich haette er noch staerker "draufhauen"koennen:Nix mit Datenschutz"in DE"-die serverdomain ist"www.sims.me"
Datenschutz a la MONTENEGRO!Die Post will zudem Zugriff auf das Telephonbuch(!)um dem Kunden anzeigen zu koennen..blah bla und natuerlich liest man es nicht und hasht es-womit?Kein Wort davon!MD5?SHA1?Verschluesseln mit AES256???Nicht TLS?Man kann also nur "hoffen"das da tatsechlich TLS verwendet wird und nicht SSL 2.0 oder 3.0.Dann "WOW"
selbstzerstoerung ROFL Noch besser:"Die Deutsche Post steht seit über 500 Jahren für einen sicheren und vertraulichen Transport von Informationen"=LUEGNEREmpfehle dazu die Lektüre von “Überwachtes Deutschland – Post- und Telefonüberwachung in der alten Bundesrepublik“, da bekommt man nochmal einen ganz anderen Blick auf den Transport von Informationen. Oder besser gesagt, dessen systematische Überwachung und die Kollaboration der Post in Vereinbarungen mit den ehemaligen Besatz

Robin am 15.08.14 15:55

Herr Horn-sie haben ja so Recht!DAS Ding braucht keiner!Abstuerze,keine Verbindung,Nachrichtenversand gestoert(doch md5 und daher haschkollisonen?)

Es geht weiter am 15.08.14 19:17

@Johnny: Die Formulierung "unnötig" schieben Sie mir unter - die findet sich im Blogeintrag nicht wieder ;). Dort steht, dass die Welt diese App nicht braucht. Die von Ihnen beschriebenen Eigenschaften sind zwar wünschenswert. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass wir alle mit Messengern schon gut versorgt sind. Die Deutsche Post wird es nicht schaffen, bestehenden Ökosystemen die Nutzer zu klauen. Deshalb halte ich SIMSme für eine Totgeburt. Ausführlicher schreibe ich dazu im 1LIVE-Nerd-Blog. Den Artikel habe ich gerade nachträglich oben verlinkt.

Dennis Horn am 15.08.14 21:35

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Donnerstag, 14.08.2014

Promis nassmachen

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg kippt sich einen vollen Eimer Eiswasser über den Kopf. Angezogen! Und hinterher natürlich klatschnass!

Mark Zuckerberg hat in seinem Video unter anderem Bill Gates nominiert. Der hat WWW: die Challenge angenommen - auf seine Weise.

Warum das Ganze? Die WWW: #icebucketchallenge ist schuld. WWW: Erfunden hat sie die amerikanische ALS Association und ihr Erfolgsrezept ist der Haufen Promis, der in den USA gerade mitmacht. Selbst WWW: Präsident Barack Obama war schon nominiert, WWW: hat aber gekniffen.

Die Regeln sind einfach: Prinzip Kettenbrief. Wie bei den WWW: Biernominierungen oder auch bei der so genannten "Cold Water Challenge". Kamera an, Eimer Eiswasser über den Kopf schütten und Nachfolger nominieren. Das Video wird im Netz gepostet und innerhalb von 24 Stunden müssen die Nominierten nachziehen.


US-Talkmaster Jimmy Fallon wurde unter anderem von Justin Timberlake nominiert und nominiert in seinem Video direkt mal die gesamte American-Football-Mannschaft der New York Jets.


Besonderer Trick der #icebucketchallenge: Drücken sich die Nominierten, müssen sie spenden - an den Erfinder, die WWW: ALS Association. Die Stiftung bekämpft die Nervenkrankheit WWW: Amyotrophe Lateralsklerose (ALS). Der Hinweis auf ALS und das Einsammeln von Spenden ist also das eigentliche Ziel der Aktion. Und es klappt. Laut der Stiftung sind bis jetzt WWW: vier Millionen Dollar zusammengekommen. Nützlicher Blödsinn!

"Nützlicher Blödsinn"? Ich würde eher sagen: "Gefährlicher" Blödsinn":

"Cold Water Challenge" endet tödlich
http://www1.wdr.de/themen/panorama/unfall-cold-water-challenge100.html

Jürgen am 15.08.14 12:42

Lieber Jürgen, grundsätzlich muss bei solchen Aktionen natürlich jeder selber entscheiden, ab wann man sich und andere in Gefahr bringt. Für mich spricht das aber nicht generell dagegen.

Katharina am 15.08.14 14:00

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