Mittwoch, 09.04.2014

Youtube-Hit: Rat Content

Mäuse oder Ratten haben auf viele Menschen eine beängstigende Wirkung. Es reicht schon die Vorstellung, dass sie am Boden herumtrippeln, um manche Leute in Angst und Schrecken zu versetzen. Verständlich, schließlich übertragen die Nager Krankheiten und Ungeziefer. Wer in New York City lebt, der weiß allerdings, dass er damit leben muss: Es gibt Millionen von Ratten. Man sieht sie nur in der Regel nicht.

Doch die moderne Ratte fährt U-Bahn. In einem Zug des New Yorker A-Train in Richtung Brooklyn ist Montag eine Ratte mitgefahren - ohne Ticket zu lösen, ist anzunehmen, aber eine kleine Panik auslösen konnte der Vierbeiner schon. Während manche Fahrgäste eher belustigt zuschauen, haben sich andere schreiend und fast schon hysterisch auf die Sitzbänke gestellt. Das kleine Videodokument entwickelt sich zum Renner auf Youtube.

Es ist schon erstaunlich, was so ein kleines Tierchen für eine Macht auf die Krönung der Schöpfung haben kann ...

Trizitan am 9.04.14 15:23

Datt arme Tier dürfte nun arg traumatisiert und hörgeschädigt sein.

Grau am 9.04.14 18:34

Sorry, ich verstehe die Pointe nicht ? !. Ich bin doch nicht Blöd..oder doch ????

MG am 9.04.14 19:19

Was ist bloß aus dem Homo Sapiens geworden? Der Homo Beine hoch?! Die Ratte wurde übrigens wegen nicht artgerechtem Umgangs mit Mitmenschen zu einem Jahr Rattenkönig verdammt! ^^

Dominik am 9.04.14 21:05

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Dienstag, 08.04.2014

Krankenkassen als Datensammler

Eine der spannendsten Fragen, wenn es um Big Data geht, finde ich zurzeit ja, wie wir bestimmte Daten vor bestimmten Zugriffen schützen. Was Facebook und Google und all die anderen Netzgiganten angeht, bin ich eigentlich nicht so hysterisch - dort habe ich immerhin größtenteils die Kontrolle darüber, welche Daten ich ihnen überlasse.

Schwieriger wird es, wenn es in sensible Bereiche geht. In unserer Reportage WDR: "Die Datensammler" hatten wir Anfang des Jahres schon mit einem der Autoversicherer gesprochen, die Rabatte für Fahrer anbieten, die besonders sicher unterwegs sind - gemessen durch eine Black Box im eigenen Auto. Gespeichert werden die erhobenen Fahrdaten auf Servern in Großbritannien. Der Versicherer bekommt nach eigenen Angaben nur eine Punktezahl übermittelt. Diese Idee wird heftig diskutiert.

Noch spannender wird es, wenn es um unsere Gesundheit geht. Auf meinen Fahrstil habe ich schließlich noch Einfluss. Auf meine Gesundheit dagegen nicht unbedingt - da spielen auch genetische Vorbelastungen oder äußere Einflüsse eine Rolle.

Gesundheitsapp; Rechte: WDR
Puls und Blutdruck, Kalorienverbrauch und Sport: Für Daten aus Gesundheitsapps wie dieser interessieren sich auch Krankenkassen.

Tatsächlich springen einige Krankenkassen aber gerade auf den Trend der digitalen Selbstvermessung auf. WWW: Die AOK zum Beispiel bietet schon seit längerem unterschiedliche Apps an. Eine davon, der AOK-Fitnessmanager, zeichnet unter anderem Trainingszeiten und Laufgeschwindigkeit auf. Das kann wertvoll für die Forschung sein - und auch dazu dienen, Krankheiten schneller zu erkennen oder ihnen vorzubeugen.

Gerade bei den Krankenkassen geht es aber natürlich auch ums Geld. Andreas Schreiber, ein digitaler Selbstvermesser aus Köln, WDR: den wir gerade für die Servicezeit begleitet haben, trifft sich regelmäßig mit Gleichgesinnten zum Austausch: Sportlern, Gesundheitsbewussten und Technikfans. Bei einem dieser Treffen hat zuletzt auch der Vertreter einer Firma aus Bonn teilgenommen, die Krankenkassen in Sachen digitaler Selbstvermessung „unterstützt" und ihnen dazu rät, Fitnesstracker an ihre Mitglieder auszugeben und sie in „Kundenbindungsprogramme einzubinden".

Das nimmt dann Züge an, bei denen mir schon mulmig wird, denn alle Daten sind ja auch noch ein Stück weit interpretierbar. Würdet ihr einen solchen Deal etwa eingehen? Den Krankenkassen eure Daten überlassen, um noch ein paar Cent beim Beitrag zu sparen?


Unsere Blogger Anita Horn und Dennis Horn sind weder verwandt noch verheiratet, aber umso besser vernetzt. Sie entdecken jede Woche digitale Perlen: spannende Webseiten, lustige Links und Angebote, die den Alltag bereichern - hier im Blog, jeden Dienstag in der WWW: WDR 5 LebensArt im Radio und einmal im Monat in der WDR: Servicezeit im WDR Fernsehen.

Versicherungen sind nicht ohne Grund berüchtigt. Die haben ihre eigenen Interessen, die nicht die Interessen der Kunden sind. Man will so viel wie möglich verkaufen. Dann zahlt man bei kleinen Schäden ohne große Probleme. Aber bei den teuren Schadensfällen, für die man die Versicherung eigentlich hat, ist die Zahlung unkalkulierbar. Warum sollen wir ausgerechnet Versicherungen unsere privaten Daten geben, die womöglich im Ernstfall gegen uns verwendet werden?

Außerdem würde ich ein solches Geschäftsmodell schon aus Prinzip nicht unterstützen! Wenn wir das akzeptieren, wird es irgendwann zum Normalfall. Dann kann man sich gar nicht mehr verweigern! Wer sich weigert, landet dann in der Hochrisikogruppe, die gar nicht auf Gesundheit achten will. Wer gesund lebt, hat doch nichts zu verbergen? Hartz-4 zahlt dann vielleicht nur noch den Überwachungstarif. Und unerwünschte Werbung gibt es noch dazu. Privatsphäre wird teurer Luxus!

Bertram in Mainz am 9.04.14 23:10

Richtig Bertram.
So was nennt man dann auch "Meerschweinchentarif".

Für all die guten edlen Mitbürger, die nichts zu verbergen haben.

Gert am 11.04.14 21:28

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Dienstag, 08.04.2014

Nicht nur Windows XP macht abhängig

Windows XP geht also in Rente. Ab heute (08.04.2014) will Microsoft von seinem Bestseller von einst nichts mehr wissen. Der WDR: Support wird offiziell beendet. Und das bedeutet: Wenn neue Sicherheitslücken entdeckt werden, werden diese nicht mehr gestopft - seien die damit einhergehenden Probleme auch noch so groß. Das ist durchaus ein Problem, denn alle, die noch mit Windows XP arbeiten und damit eigentlich ganz zufrieden sind, leben nun riskant. Früher oder später wird es neue Sicherheitslecks geben - und dann gibt es keine Möglichkeit mehr, die Lecks zu stopfen.

Viele Menschen sind aber abhängig von Windows XP. Sie benutzen ein altes Möhrchen, das mit Windows XP wunderbar zurecht kommt. Modernere Betriebssysteme wie Windows 7 oder Windows 8, die Microsoft als Alternative zu Windows XP empfiehlt, lassen sich auf den alten Rechnern gar nicht installieren, geschweige denn benutzen. Wer also einen alten Rechner besitzt, hat gar nicht die Wahl. Windows 7 und Windows 8 sind jedenfalls keine Alternativen, da sie sich gar nicht benutzen lassen.

Windows XP Logo mit Schatten; Rechte: dpa/Picture Alliance
Windows XP: Ab jetzt ist jeder auf sich allein gestellt


Abhängigkeit von Technik wächst
Microsofts freundliche, aber sicher nicht gerade uneigennützige Empfehlung von Windows XP auf Windows 7 oder Windows 8 zu wechseln, nutzt vor allem Microsoft. Das Unternehmen möchte neue Software verkaufen. Und wenn dann auch noch neue Hardware gekauft wird, etwa ein Blog: Surface - umso willkommener für den IT-Riesen. Aber wirklich nett ist das nicht. Denn jemandem den Umstieg auf Windows 7 zu empfehlen, der einen zehn Jahre alten Rechner benutzt, ist so, als würde man einem Fahrradfahrer den Einbau eines Airbags empfehlen, bloß weil es keine Ersatzteile für die Handzugbremse mehr gibt.

Solche unsichtbaren Abhängigkeiten gibt es aber immer öfter. Auch in der Cloud. Wer seine Daten in der Datenwolke speichert - was durchaus komfortabel sein kann, ich mache davon gerne und intensiv Gebrauch -, der begibt sich ebenfalls in eine Abhängigkeit. Liegen alle Termine, Kontakte und Dokumente in der iCloud von Apple, zieht man nicht so ohne weiteres zu OneDrive von Microsoft oder Google Drive um - und umgekehrt ganz genauso. Es geht zwar, aber es ist aufwändig, je nachdem, was man alles in der Cloud speichert.

Fotos in der Datenwolke; Rechte: Apple
Die Datenwolke sorgt dafür, dass Fotos auf allen Geräten zu sehen sind


Auch die Cloud macht abhängig
Hat man etwa auch seine Musik in der Cloud abgelegt, kann es richtig schwierig werden. Als iTunes Match User hat man schnell Tausende von Songs online bei Apple gespeichert und kann mit seinen "i"-Geräten darauf zugreifen. Doch ein Umzug der Musik zu Amazon oder Google Drive ist nicht drin. Auch hier: Umgekehrt genauso. In der Amazon Cloud gespeicherte Musik wird sich nur schwerlich in andere Cloud-Lösungen übertragen lassen. So ist das halt...

Aber nicht nur der Wechsel des Speicherorts ist schwierig. Man ist natürlich als Cloud-User auch geneigt, die komfortabelste Lösung zu wählen, also entscheidet man sich für das zur Cloud-Lösung passende Betriebssystem (iOS, Android, Windows) und womöglich sogar für die passende Hardware. Am komfortabelsten ist alles aus einem Guss, keine Frage. Aber hier ist auch die Abhängigkeit am größten. Ein Wechsel wird von Mal zu Mal schwieriger.

Die einzige Cloud, die in diesem Sinne nicht abhängig macht, ist die Blog: eigene kleine Datenwolke. Aber irgendwie ist man immer abhängig von der Technik, die man sich anschafft und auf die man sich verlässt. Das Support-Ende von Windows XP macht das deutlich.

Wer eine 10 Jahre alte 'Möhre' für sein XP benutzt sollte in der Lage sein ca. 300€ zu investieren und sich einen einfachen PC mit Windows 7 zu leisten.
Ich kann diese ewigen 'Begründungen' für ein Festhalten an XP ebensowenig verstehen wie 'Tipps' um dieses Festhalten zu erleichtern!
Herr Schieb, sehen sie den Tatsachen ins Auge: XP ist eine Gefährdung für alle Nutzer weil es bald dazu kommen wird, dass vor allem XP Rechner dann als Spamschleudern und Trojanerwirte mißbraucht werden.

Sven am 8.04.14 13:04

@sven: ich widerspreche gar nicht. ich bin der letzte, der es gut heißt, wenn man mit xp und ein bisschen viren-check weiter dauerhaft online geht.

Jörg Schieb am 8.04.14 13:33

Es gibt sicher zwei Alternativen für Besitzer von "alten Möhrchen": Auf Linux mit XFCE oder LXDE-Arbeitsumgebung zu wechseln, was zur Textverarbeitung, zum Surfen, Musikhören und Videos gucken in der Regel dann ausreicht, wenn's vorher auch geklappt hat. Warum Sie, Herr Schieb, diesen Hinweis in der Regel vermissen lassen, ist mir unerklärlich.

Die andere Alternative ist, sich langsam daran zu gewöhnen, dass die dynamisch wachsenden Möglichkeiten und Techniken im Internet alle vier, fünf Jahre einen Computerwechsel erfordern: schnellere Festplatte, mehr Arbeitsspeicher, beschleunigte Videokarte, mehr Kerne etc.

Schließlich ist ein PC keine Waschmaschine. Sondern Ausdruck eine Branche mit hohem Entwicklungs- und Wachstumspotential.

Mike am 8.04.14 13:42

Ich komme aus dem naturwissenschaftlichen Bereich und ich kenne das Problem, dass viele (teure!) Laborinstrumente nur unter veralteten Betriebssystemen lauffaehig sind. Windows XP ist da sogar noch "modern", es gibt noch etliche Windows NT-Varianten. Nicht jedes Universitaetslabor kann sich eine Umstellung auf neueste Instrumente leisten, die in der Regel schnell 100000 Euro und mehr kosten. Selbst in der Industrie habe ich erlebt, dass zum Beispiel ein optischer Hersteller seine neuen PCs von Win7 auf XP umruesten liess, um die optischen Messinstrumente weiter benutzen zu koennen. Leider scheint Microsoft hier Bruecken abzubrechen, die es verhindern, dass die neueren Systeme mit den aelteren Geraeten kommunizieren koennen. Abgesehen davon (aber das ist meine persoenliche Meinung) sehe ich keine signifikanten Verbesserungen von Win7 gegenueber XP, ausser dass alles langsamer geworden ist. Aber es ist eben nicht nur die Geschwindigkeit, die Nutzer am XP festhalten laesst.

Inglaterra am 8.04.14 14:06

Seit Windows 8 empfehle ich den meisten Standardusern, die eh nur surfen oder mal einen Brief schreiben, Linux Mint mit LTS.
Wer keine spezifische Windows Software benötigt, ist damit deutlich besser bedient.

Grau am 8.04.14 14:47

Für mich ist mein Computer zu Hause eine "Waschmaschine". Das Bißchen, das ich darauf mache, rechtfertigt nicht den Kauf eines neuen Gerätes, zumal für die Peripheriegeräte mit Sicherheit keine Treiber im neuen Win8 zu finden sind. Aber ich brauche ihn für das, was ich darauf machen möchte. Dazu gehört auch, daß ich hin und wieder Emails abrufen oder mal eine Seite im Internet aufrufen möchte. Und dann und wann einen Brief tippen. Deshalb benötige ich ein Betriebssystem, das auf dem alten Rechner noch sicher läuft. Haben Sie, Herr Schieb, einen Tipp, welche Betriebssysteme sich für einen Rechner von 6-7 Jahren noch eignen? Was kann man machen, wenn man den Rechner nicht verschrotten will? Wäre das nicht auch mal eine Kolumne wert?

sevepack am 8.04.14 14:53

@inglaterra und sevepack:
Schonmal etwas von Programmen wie 'VirtualPC' gehört? Das ist im Prinzip das gleiche wie der 'XP Modus' bei Win 7 Pro und Business - nur, dass man da sein XP selbst in eine virtuelle Maschine installieren muss. Schnittstellen zur virtuellen Maschine werden vom Wirts-OS 1:1 durchgereicht und man hat auch die sehr gute Option beim Start immer die gleiche Konfiguration zu laden - keine Chance für Viren und Trojaner, selbst wenn in einer Sitzung eine Infektion stattfinden sollte.
So sollten auch alte Anwendungen wie die für die erwähnten Laborinstrumente einwandfrei und sicher laufen können - geschützt in einer virtuellen Umgebung und dennoch auf einem aktuellen und sicheren System.

Sven am 8.04.14 15:22

So wird der Bürger zum Konsum erzogen.
Wegwerfen, weil etwas "alt" sein soll (nach nur 10 Jahren Funktion???).

Ich benutze XP, weil es das macht, wozu ich es brauche.
Mehr soll es nicht machen und mehr brauche ich nicht.
Aber jetzt kommen wieder mal einige ganz klug daher und outen sich damit dann doch nur als Meerschweinchen der Industrie, die an der Nase durch die Manege geführt werden. Homo consumens halt, die so unbeschreiblich gestrig sind, weil sie sich selbst für fortschrittlich halten.

Wenn es Patches für XP von anderen Anbietern gäbe, sähe ich keinen Grund, das BS die nächsten 30 Jahre zu ändern.
Das dürfte auch für Microsoft langfristig eine sicherere Einnahmequelle sein, als die Entwicklung von ständig neuen Betriebssystemen.
In meinem Bekanntenkreis jedenfalls gibt es noch etliche XP-Benutzer, die sich jetzt aber anschicken, allesamt auf Linux-Derivate umzusteigen.
Auf solche Sachen wie bei der Einführung von Vista oder Win 7 hat da nämlich keiner Bock.

Gert am 8.04.14 19:15

So ganz stimmt das mit dem eingestellten Support nicht.
Der XP-Support für Otto Normaluser ist zwar seit heute vorbei, aber es gibt weiterhin XP-Support für so manchen Businesskunden. Man glaubt ja kaum, wie viele Automaten (z.B. diverse Fahrkahrten- oder auch Geldautomaten) auf XP laufen und noch lange nicht umgestellt werden können.
Allerdings muss man als herstellender Unternehmen dafür schon selber die Initiative ergreifen und sich an Microsoft wenden, und Microsoftprodukte müssen natürlich verarbeitet sein, um eine Chance zu haben, auch in die Gruppe der Supporteten zu gelangen.
Die Firma, in der ich früher tätig war, hatte auch gute 5 Jahre über das End of Life von Windows NT hinaus Support seitens Microsoft auf eben jenes Betriebssystem.

Andreas 44 am 8.04.14 20:10

@Sven: Danke für den Tipp zum Virtual PC! Das kannte ich in der Tat noch nicht und werde mich in den nächsten Tagen schlau machen, was zu tun ist.

sevenpack am 8.04.14 21:18

Hallo,

ich fahre zur Zeit zweigleisig:

Primär: Kubuntu auf eine D.... Kiste mit 2GB RAM und 2,8 GHz Prozessor
Sekundär: M$ 8.1

Die Kiste ist defacto reif für die Insel, aber nicht nur Linux, nein auch Win 8... hat für alle onBoard verbaute Teile Treiber im Gepäck.

Das lästige Suchen nach Treiber hatte somit auch ein Ende.

Bitte doch vorab einmal die Systemvoraussetzungen lesen, in meinem Fall hatte ich aufder M$ Platte Platz freizuschaufeln. Alles andere verlief ohne Probleme.

MfG
Rainer

Rainer am 8.04.14 22:48


Natürlich kann man einen neuen Rechner kaufen. Das Problem ist, dass man dazu gezwungen wird. Es gibt keine einfachen Windows-Versionen, die vielleicht gerade wegen ihrer Einfachheit wenig Angriffsmöglichkeiten bieten. Nicht jeder braucht ein großes Betriebssystem. Nicht jeder PC ist online. Aber auch der ist betroffen. Hat man nur die berüchtigten Recovery-CDs, kann man bei einem Ausfall nicht mal das System auf einem anderen Rechner installieren. Soll man für solche Zwecke gleich noch die Vollversion auf Vorrat dazu kaufen?

Zwar gibt es Wichtigeres. Aber es ist doch nur ein Mosaiksteinchen im großen Bild. Man rückt näher an den Kunden ran. Man macht mehr Vorschriften. Es ist die Summe all dieser kleinen Gängelungen, die mir inzwischen gründlich reicht. Hoffentlich kann ich mich endlich zum Absprung zu Linux aufraffen! Aber ein neuer Rechner wird erst mal Windows draufhaben. Extra ohne Windows kaufen lohnt sich dann doch nicht. Linux? Klar doch, später, irgendwann ...

Bertram in Mainz am 8.04.14 22:51

Offenbar gibt es es Support für zahlende Premiumkunden. Bei bloßer Systempflege und Fehlersuche mag man das akzeptieren. Aber niemals bei Sicherheits-Updates! Man kennt dann Sicherheitslücken und hat die Patches dazu. Aber man hält die geheim, damit die Kunden das neue Produkt kaufen müssen, vielleicht gar neue Hardware. Da geht es ja nicht um aufwändige personalintensive Wartung. Es geht um das Geheimhalten von Software-Patches, um das neue Windows besser zu verkaufen. Und das Risiko schiebt man den Anwendern zu, die nicht kaufen wollen. Das ist bösartig! Ein solches Verhalten gehört grundsätzlich geächtet!

Bertram in Mainz am 9.04.14 0:04

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