Mittwoch, 13.03.2013
Wer steht wie zu wem bei Twitter?
Bei uns in Deutschland führt Twitter noch ein trauriges Schattendasein. Klar, es gibt mittlerweile eine vergleichsweise kleine Elite, die per Twitter kommuniziert - und viele versorgen sich (auch) über Twitter mit aktuellen Informationen. Aber es sind eben doch noch eher wenige Menschen: Im internationalen Vergleich landet Deutschland laut
einer aktuellen Statistik auf Platz 19 der Twitter-Nutzer. Die Türkei, Mexiko und Venezuela liegen vor uns.
Ganz anders in den USA (Platz 1). Hier ist Twitter längst zu einem vollwertigen Kommunikationskanal avanciert. Amerikaner tauschen wie selbstverständlich per Twitter Nachrichten aus, Unternehmen informieren ihre Kunden via Twitter oder nehmen Supportanfragen per Twitter an. Besonders interessant wird es, wenn Menschen über Twitter persönliche Nachrichten austauschen. Wer schreibt wem - und wie oft?
Die Kommunikation zwischen Twitter-Mitarbeitern als grafische Karte
Interaktive Karte von Twitter-Kontakten
Ein auf Visualisierung komplexer Zusammenhänge spezialisierter Entwickler namens
Santiago Ortiz hat jetzt ein wirklich interessantes Tool entwickelt. Wer
diese Onlinekarte aufruft, bekommt ein komplexes Verbindungsgestrüpp zu sehen. Eine Karte, die zeigt, wer mit wem via Twitter kommuniziert. Allerdings nicht global: Ortiz hat für dieses Projekt erst mal nur analysiert, wie Twitter-Mitarbeiter untereinander vernetzt sind. Hinter jedem einzelnen Punkt (meist mit Foto) steckt ein Twitterianer. Fährt man mit der Maus darüber, erfährt man mehr: Twitter-Handle, Name, ein kurzes Statement. Die Linien zwischen den Punkten symbolisieren die jeweilige Verbindung zwischen den Personen.
Konkret: Das Tool analysiert den Nachrichtenaustausch via Twitter zwischen Twitter-Mitarbeitern, und zwar in der Woche vom 15. bis 22. Februar. Die verwenden - natürlich! - vor allem Twitter, um sich miteinander auszutauschen. Das Tool greift ausschließlich auf öffentlich zugängliche Tweets zurück. (Es gibt ja auch die Möglichkeit, private Tweets zu verschicken, die sonst niemand sehen kann.) Und es benutzt dazu eine öffentliche API (Programmierschnittstelle) von Twitter selbst. Vom Datenschutz her gesehen geht also mit rechten Dingen zu. Die ausgewerteten Daten sind alle öffentlich zugänglich.
Komplexes Geflecht sozialer Kontakte, anschaulich visualisiert
Wer steht mit wem in Kontakt - und wie intensiv?
Die interaktive Karte präsentiert anschaulich das komplexe soziale Geflecht zwischen den Mitarbeitern. Klickt man eine Person an, rückt diese automatisch in den Mittelpunkt. Man sieht dann, mit welchen anderen Personen sich der Betreffende vor allem austauscht, auch, ob er mehr Nachrichten verschickt oder erhält. Es bildet sich sogar ein Kreis - mit allen wichtigen Personen. Oft bilden sich weitere Kreise in größerem Abstand. Auf diese Weise lässt sich gut erkennen, wer sehr eng, wer eng und wer nur gelegentlich mit jemandem verbunden ist.
Ich finde die Visualisierung beeindruckend. Sie zeigt zwar in diesem konkreten Beispiel nur einem kleinen Ausschnitt des Twitter-Universums, macht aber deutlich, was mit dieser Technologie alles möglich ist. Denn selbstverständlich lassen sich auch andere soziale Gefüge auf diese Weise veranschaulichen und auswerten. Auch über welche Themen diskutiert wird und wer sich an welchen Diskussionen beteiligt, ließe sich auf diese Weise zeigen. Ich bin sicher, dass wir noch mehr in dieser Richtung sehen werden.
Skeptiker werden natürlich - durchaus zu Recht! - einwenden: Da kann man mal sehen, wie transparent man wird, wenn alles online und öffentlich abgewickelt wird. Und ich kann nur sagen: Nicht zu bestreiten. Um so wichtiger, dass man sich immer im Klaren darüber ist, was man öffentlich und für jeden sichtbar absetzt, was man als privat verbirgt und was man besser gleich für sich behält.
In ein paar Jahren wird niemand mehr über Twitter reden... genauso wie bei Facebook, die Leute werden von diesen Werbeunternehmen davonrennen.
Paul am 16.03.13 3:38
Kommentieren
Trackbacks zum Eintrag Wer steht wie zu wem bei Twitter?
Trackback-URL zu diesem Eintrag:
http://www.wdrblog.de/cgi-bin/mt-tb.cgi/3190
Dienstag, 12.03.2013
Dröges Gastspiel bei der digitalen Elite
SXSW oder auch South by Southwest in Austin, Texas ist die derzeit trendigste Medienmesse weltweit. SXSW besteht aus drei Phasen, die sich überlappen: Interactive, Music, Film - wesentliche Bestandteile menschlicher Konversation also, insbesondere für junge Menschen. Entsprechend groß ist in der Medienbranche der Druck, dabei zu sein. NRW ist im Rahmen der Deutschen Messe-Präsenz vertreten. Berlin hat dank diverser Fördertöpfe einen eigenen Messestand - gemeinsam betreiben Bund und Länder in diesem Jahr zusätzlich ein paar hundert Meter vom Convention Center entfernt das "German Haus", eine Kneipe mit Terrasse und Biergarten als Treffpunkt für Veranstaltungen.
Drei Deutsche in Texas
Schwarmintelligenz gerät an Ihre Grenzen
Im Congress Center gerät die Schwarmintelligenz oft an ihre Grenzen: Überall ist es voll, vor den meist einstündigen Sessions, vor den Fressbuden, vor den Toiletten stehen Schlangen und mancher merkt erst spät, dass er in der falschen Reihe steht. SXSW ist ein wenig wie das Internet selbst: bunt, vielfältig, chaotisch. Oft findet man nicht das, das man gesucht hat, dafür aber etwas anderes, von dem man nicht ahnte, dass es interessant sein könnte. Im Kongresszentrum und in diversen großen Hotels in der Innenstadt von Austin finden Hunderte von Vorträgen, Präsentationen und Diskussionen statt. Außerdem gibt es eine große Messehalle mit Ständen und eine Gamer-Halle. Filmpremieren und Live-Musik kommen dazu. Austin quillt geradezu über vor lauter jungen kreativen Menschen aus aller Welt.
Kein Konzept, kaum Besucher
NRW präsentiert sich in Texas innerhalb des deutschen Messestandes, der vom Bundeswirtschaftsministerium organisiert ist, sozusagen als kleiner föderaler Teil eines nicht sichtbaren Konzeptes. Warum etwa das Land Berlin direkt vis a vis einen eigenen Messestand betreibt, wird für immer das Geheimnis irgendwelcher Regionalförderungen bleiben. Erklären kann man das unbedarften internationalen Messebesuchern jedenfalls nicht. Das wäre ohnehin selten möglich. Der sichtbarste Eyecatcher auf dem Messestand ist ein Gauck-Merkel-Rössler-Foto-Triptichon in Din A4-Größe. Und auf dem Großbildfernsehgerät bleibt schon den zweiten Tag in Folge der Bildschirm schwarz. Ein Präsentationskonzept gibt es nicht. Deutsche Unternehmen, die auf unterschiedlichen Wegen auf die Logo-Wand und in die Messe-Broschüre geraten sind, hätten die Möglichkeit, auf dem Bildschirm DVDs abzuspielen. Erst vor Ort fiel auf, dass kein Unternehmen davon Gebrauch gemacht hatte - und so bleibt es eben dunkel in der Glotze.
Auch die Niederlande sind in Austin vertreten
Willkommen bei den Regulierern
Als Sitzgelegenheiten dienen kniehohe Würfel in den Google-Farben. Allerdings sitzt fast nie jemand dort: warum auch? So toll sind die ausliegenden Broschüren über die Medienlandschaft und Musikszene in Berlin, Hamburg und NRW dann doch nicht. Ein passender Messestand für ein Land, das sich am liebsten regulierend mit Phänomenen auseinandersetzt, die in anderen Teilen der Welt entweder einfach nur Spaß machen oder Geld einbringen oder beides. Ein passender Messestand für das Land der Schlierenbilder bei Google Maps, der Verleger-Proteste gegen die Tagesschau-App der Kartellamts-Verbote gegen attraktive Videoportale, aus dem Land von Leistungsschutzrecht und Dreistufentest.
Unterentwickelt, uninspiriert und unentschieden
Eines kann dieser Messestand ganz gewiss nicht: junge Menschen aus aller Welt für den Standort Deutschland begeistern, als ernst zu nehmenden Partner, als attraktiven Markt oder als Arbeitsplatz. Dabei ist seit Kanzler Schröders deutscher Greencard-Initiative für ITler klar, dass es zunehmend schwierig ist, Topleute für die „Krauts" zu begeistern. Verglichen mit dem Einfallsreichtum und der Größe etwa der Holländer, Iren oder Briten war die deutsche SXSW-Präsenz noch nicht einmal langweilig, sondern unterentwickelt, uninspiriert und unentschieden.
Danke für diesen Bericht! Ich war 1997 Neueinsteiger in dieser Branche, die 3 Jahre später als "dotcom-Blase" aka New Economy platzte. Damals redete man in der deutschen Presse und auf Messen noch in unverständlicher Sprache über Dinge, die kein Außenstehender verstehen, geschweige sehen konnte. Das war nie mein Ding, ich wollte Interessenten nützliche und brauchbare Konzepte im Bereich Multimedia anbieten und verkaufen, und war trotz Krise erfolgreich. Heute redet man also auf einer internationalen Messe lieber über nichts mehr und der Bildschirm bleibt auch gleich schwarz bzw. ohne Inhalt? Dann hat sich seit damals offenbar nichts oder nicht viel geändert. Da freut es auf jeden Fall, dass Deutschland wohl soweit hinterher hinkt, und es für die nächsten Jahre noch sehr viel Potential für neue / alte Aufgaben und damit verbundene Jobs gibt.
domstaedter am 12.03.13 17:52
Auch ich sage: Danke für diesen Bericht. Endlich wird mal Tacheles geredet: Medienmessen schwächeln generell. Das hat ja auch Joerg Schieb neulich in seinem Blogpost über die Cebit klar gemacht. Und jetzt eben Texas. Die richtig spannenden Geschichten kommen nicht von der Messe, die entstehen in den Google-, Apple- oder sonstigen Labors. In diese Tabernakel der Gadgetindustrie kommt kein Pressevertreter. Alles, was auf Medienmessen präsentiert wird, ist entweder wiedergekäut oder aber von der Industrie in eine ihr genehme Richtung gesteuert. Also: Weg damit, einfach nicht mehr covern. Trends sickern auch so durch. PS: Wie es dazu kommt, dass NRW dort einen eigenen Stand unterhält, bleibt in der Tat das Geheimnis der Veranstalter. Die Antwort darauf wäre als Geschichte spannender als jeder Bericht über die Messe selbst.
Antonio am 12.03.13 18:50
@Antonio: Unter Ministerpräsident Clement war NRW vor 15 Jahren tatsächlich mal so eine Art Innovationsträger und Vorreiter der Kommunikations- und Medienbranche in Deutschland. Daran hat nach 2002 jedoch niemand mehr inhaltlich oder politisch angeknüpft. Im Gegenteil, die Medienkompetenz der Politik nahm allgemein, ob in NRW oder Berlin, einen steilen Weg nach unten. An was man jetzt ausgerechnet bei SXSW in Texas anknüpfen wollte - ausser an längst Vergangenes, Versäumtes und Erinnerungen - entzieht sich meiner Vorstellungskraft. Es besteht keinerlei Notwendigkeit, Präsenz zu zeigen, wenn man keine Inhalte vermitteln kann...
domstaedter am 13.03.13 10:00
Bei der SXSW handelt es sich ja nicht vorrangig um eine IT-Messe, sondern um eine Veranstaltung für Film, Musik und interaktive Medien. Für solche Dinge braucht man kreative Leute, solche die noch echte eigene Ideen haben. Im deutschen Bildungssystem sind Dinge wie Kreativität bestenfalls eine geduldete Randerscheinung in Unterricht der musischen Fächer. Der Deutsche bildet lieber zum Office-Bedien-Spezialisten aus und wird langfristig auf solchen Messen wohl eher Bier und Knödel verkaufen, als kreative Innovationen.
disci am 13.03.13 10:16
Danke für den Bericht, ich habe gelacht!
Karl am 14.03.13 11:01
Kommentieren
Trackbacks zum Eintrag Dröges Gastspiel bei der digitalen Elite
Trackback-URL zu diesem Eintrag:
http://www.wdrblog.de/cgi-bin/mt-tb.cgi/3189
Samstag, 09.03.2013
Das Smartphone als Schlüsselbund
Es sind nicht immer die großen Stände auf einer Messe, die beeindrucken. Oft sind es die kleineren. Mich hat zum Beispiel nachhaltig beeindruckt, was das Fraunhofer Institut auf der Cebit gezeigt hat. Jede Menge schöne und kreative Ideen, wie sich Technik sinnvoll im Alltag einsetzen lässt. Besonders charmant und auch praktisch finde ich:
Key2Share.
Key2Share: Wie oft oder wie lange ein Schlüssel gültig ist, lässt sich einstellen
Jedes Smartphone mit NFC kommt in Frage
Der Grundgedanke dahinter ist simpel: Die meisten modernen Smartphones haben heute einen NFC-Chip eingebaut - mit Ausnahme des iPhone. Doch iPhones lassen sich
nachrüsten. So ein NFC-Chip ist in der Lage, per Funk mit anderen Geräten zu kommunizieren, sofern nur wenige Zentimeter zu überbrücken sind. Normalerweise ist NFC dazu gedacht, mit dem Handy zu bezahlen. Die schlauen Köpfe bei Fraunhofer haben sich aber etwas anderes einfallen lassen. Sie machen das Smartphone zu einem "Door Opener", zu einem Handy, das Türen öffnet.
Und das geht so: Im Smartphone werden digitale Schlüssel gespeichert. Jeder Schlüssel öffnet eine Tür, zum Beispiel zu einem Auto, eine Haustür, zu einem Schließfach, zu einem Hotelzimmer. Das Tolle an den digitalen Schlüsseln: Man kann sie beliebig konfigurieren. Es lässt sich einstellen, ob man sie nur einmal benutzen darf - oder für eine Woche. Oder für immer, bis die Erlaubnis entzogen wird. Die digitalen Schlüssel werden in einem Admin-Bereich erstellt und verwaltet, äußerst komfortabel.
Einen NFC-Empfänger an eine Tür anzubringrn ist nur mit geringen Kosten verbunden
Beliebig viele Schlüssel am digitalen Schlüsselbund
Natürlich kann ein Smartphone beliebig viele Schlüssel speichern. Eine komfortable App hilft, die Schlüssel zu verwalten. Digitale Schlüssel lassen sich jederzeit weitergeben - und auch per E-Mail oder SMS verschicken, bei Bedarf auch als QR-Code. Selbst das Ausdrucken des Schlüssels ist möglich. Den Nachbarn kurz in die Wohnung lassen? Kein Problem: Schlüssel für einmaligen Zugang einrichten, dem Nachbarn zusenden - fertig. Natürlich wird jede Schlüsselbenutzung registriert und lässt sich später nachvollziehen.
Die Einsatzmöglichkeiten sind enorm. Der Gedanke, einen Schlüssel zu verlegen, verliert durch Key2Share seinen Schrecken: Einfach betreffenden Schlüssel deaktivieren - fertig. Ich gebe zu: Key2Share eignet sich vor allem für Firmen, für Hotels, Verleihfirmen oder Paketdienste, aber auch für Parkhäuser, Fitnessclubs und viele andere Bereiche, wo viele Leute ausgewählt Zugang bekommen sollen. Aber auch im Privatbereich könnte sich eine Key2Share-Schlüssellösung durchaus lohnen - wenn sie bezahlbar ist.
Bleibt natürlich die Frage, wie sicher die erzeugten Schlüssel sind. Bekanntlich ist nichts unknackbar. Aber da bei Key2Share das bestens bewährte System privater/öffentlicher Schlüssel (
asymmetrische Kryptografie) verwendet wird, dürfte das mit Knacken schwierig werden. Weil verloren gegangene Schlüssel ganz leicht deaktiviert werden können, ist das System vielleicht sogar sicherer, als "richtige" Schlüssel zu verwenden. Die lassen sich bekanntlich nachmachen. Für mich ist Key2Share eine der beeindruckendsten Ideen, die ich auf der Cebit gesehen habe.
Ja sehr schön und wenn das Smarte Phon geklaut wird, brauch der Dieb auch nur die Daten auslesen und steigt bei nächster Gelegenheit ein. Noch einfacher geht es gar nicht. Nicht alles in der neuen schönen Welt ist von wirklichem Nutzen. Und man braucht auch nicht wirklich jeden Mist der hier als Segensreich propagiert wird. Mal einfach nachdenken.
Joe am 10.03.13 17:19
@joe: Das ist doch gerade der Vorteil: Wenn Smartphone verloren geht, kann man unverzüglich den Schlüssel deaktivieren. Das geht mit keinem anderen Schlüssel. :) Segensreich ist Key2Share nicht, aber interessant.
Jörg Schieb am 10.03.13 23:51
Akku Leer..... Draussen schlafen
Markus am 11.03.13 7:02
Na supy,da hacke ich ihm das phone und klaue ihm die boerse UND die Schluessel-keiner kann es nachweisen.NFC machts moeglich.Versicherung freut sich,da ja_kein_Einbruch nachweisbar.Fazit- gimmick aus dem Bereich"Dinge die die Welt nicht brauch"!
NFC am 11.03.13 12:05
Wie sieht denn dann das Gegenstück an der Tür aus? Ist es ein Ausweisleser, der einen elektrischen Türöffner bedient (fehlende Türverriegelung) oder ein mechatronischer Schließzylinder (Batterie leer = riesiges Problem)? Es wird immer nur die lustige bunte Smartphone-Seite betrachtet, die Gegenseite mit einer versicherungstechnisch geforderten mechanischen Türverriegelung ist zu profan, um erwähnt zu werden. Leider bricht diese Seite aber dem System das Genick, zumindest im Privatbereich.
Jörg Schulz am 11.03.13 16:06
Solche Transponder gibt es auch für ein paar Euro im Elektronikhandel in Form von Schlüsselanhängern. Anhänger verloren, zugehörige Seriennummer deaktivieren. Die Frage ist, was macht man mit dem Signal? Siehe auch Vorgänger-Kommentar. Die Tür muss ja richtig verschlossen sein. Also braucht man irgendwelche "Aktoren", die die Tür entriegeln. Es gibt trotzdem viele Möglichkeiten: Alarmanlage deaktivieren, individueller Ton, der den Besucher ankündigt, Ersatz für Haustürklingel. Ich habe die Haustürklingel abgeschaltet. Bekannte wissen, wo ein Sender für den Funk-Gong liegt. Technisch ist das Alles interessant. Aber vor dem Kauf sollte man zu Ende denken, was man machen will.
Bertram in Mainz am 11.03.13 20:50
Da absolut keine Verschlüsselung wirklich sicher ist und letztendlich noch immer eine diskrete Elektronik ein simples Türschloss öffnet, sollte es wohl kaum ein Problem werden, unberechtigt Zugang zu bekommen. Vom unberechtigt erlangter Schlüsselkopie oder abgezogenem (neuer Begriff für Raub) Handy, will ich gar nicht schreiben. Wenn ich ein wenig nachdenke, fallen mir bestimmt auch noch ein paar sinnfreie Handy-Anwendungsmöglichkeiten ein die niemand braucht.
GErhard am 12.03.13 19:32
Da wird nichts"verschluesselt"-ist ja auf deinem cellphone und funktioniert "nur"in einem Bereich von 10cm.Nur leider gibt es laengst apps die von einem Angreifer phone das in die Naehe deines phones gehalten wird Daten abgreifen kann-u.a. deine "Elektronische Geldboerse"leeren.Da dieser Angriff unbemerkt ablaeuft-im Gegensatz zu einem Taschendiebstahl,bei dem du die Chance hast Schluessel.und Gelboersenverlust(Anschrift in der Geldboerse),noch rechtzeitig zu bemerken-faellt dies hier weg.Eine Verschluesselung mit Hilfe von Hardwaredaten des eigenen cellphones nutzt auch nichts,denn dies liesse sich mit Hilfe von Software dann emulieren.Wer so dumm ist auf die Sprueche der Industrie hereinzufallen"Ihr Kuehlschrank kauft fuer sie ein";"Internet der Dinge"u.aehnliches-sorry der hat es nicht besser verdient.Nichts gegen eine INTERNE Hausvernetzung-aber nicht per Funk,oder gar mit Anschluss an das Internet.Mein KfZ hat auch"nur",nach Umruestung,einen NORMALEN Schluessel.
@GErhard am 13.03.13 9:35
und auch(besonders) Banken sind so bloede.Siehe auch u.a der " kubieziel blog de " unter "ec-Karten per RFID auslesen".Noch etwas "Amateurhaft",aber keine Sorge-die Profis arbeiten schon daran.
geht auch mit andern Dingen am 14.03.13 7:02
Kommentieren
Trackbacks zum Eintrag Das Smartphone als Schlüsselbund
Trackback-URL zu diesem Eintrag:
http://www.wdrblog.de/cgi-bin/mt-tb.cgi/3188
Über das Blog
Digitalistan: Heimatkundliches aus dem Land der Einsen und Nullen
Suche im Blog
Aktuelle Einträge
|
Ja, wo lauschen sie denn?
[mehr]
|
|
|
Office kommt aufs iPhone
[mehr]
|
|
|
LinkLounge 13/24: Gerafftes, Enthülltes und Remixtes
[mehr]
|
|
|
Facebook führt Hashtags ein
[mehr]
|
|
|
Telekom will nur auf 2 MBit drosseln
[mehr]
|



