Dienstag, 02.06.2015

Coffee Ipsum

"Lorem ipsum dolor sit amet." Mit diesen Worten beginnt ein weltberühmter Blindtext, der nichts bedeuten soll, sondern von Grafikern, Layoutern oder Webdesignern seit Ewigkeiten nur als Platzhalter eingesetzt wird. Weil aber auch Blindtexte irgendwann langweilig werden, gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von Alternativen. Mein neuer Lieblingsblindtext richtet sich an die Kaffeefans dieser Welt: WWW: Coffee Ipsum.

Coffee Ipsum; Rechte: Code Café
"Fair trade, qui, and espresso coffee robust filter in as lungo cappuccino spoon breve, and, arabica cup robust, carajillo robust single origin acerbic café au lait."

Ein paar weitere lustige Alternativen sind übrigens WWW: Gangsta Ipsum, WWW: Bacon Ipsum oder WWW: Hipster Ipsum. Wann immer ihr einen Blindtext benötigt: bedient euch!

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Dienstag, 02.06.2015

Zuckerwatte am Himmel

Wenn ich von einer Cloud spreche, meine ich heute nicht die digitale Cloud, sondern diese hübsche Zuckerwatte am Himmel. Weiß. Grau. Oder lila. Echte Wolken. Sie formen schlafende Hunde oder Schildkröten, ziehen Schleier und bringen Regen. Sie transportieren sogar Träume - je nachdem, ob man sie als Traumdeuter oder Meteorologe betrachtet. Ich beschäftige mich heute als App- Testerin mit den Hydrometeoren. Um dann mit meinen frisch gewonnenen Erkenntnissen mehr als nur Formen und Farben zu sehen.

WDR-Mikrofon; REchte: WDR/Horn

In der Schule habe ich Wolken im Erdkundeunterricht bestimmt. Buch auf, Blick aus dem Fenster, et voila: Cirrus, Cumulus und Stratus. Heute greift man vielleicht eher zum Handy. Und statt umständlich zu googeln und sich im World Wide Web Bilder zusammen zu suchen, fassen spezielle Wolken-Apps alle Infos übersichtlichen zusammen, Ich fange mit den kostenlosen Apps an: bei Cloudspotting kann ich mir Fotos von verschiedenen Wolken angucken und auf Englisch nachlesen, wo sie entstehen. Bei Cloud Identifier kann ich auch Fotos innerhalb der App machen - allerdings bekomme ich dann nicht eine real-time-Wolken-Analyse von dem, was ich da gerade am Himmel sehe - auch wenn ich das ein bisschen gehofft hatte. Die Funktion dient eher dazu, meine eigene Wolken-Galerie zu erstellen. Sowas brauche ich aber nicht. Außerdem mag ich das Design der Apps nicht, die Angaben sind zum Teil in Fuß statt Kilometern und ich kann nicht in die Fotos zoomen.

Wolken-App; Rechte: WDR/Horn

Also kaufe ich zwei Apps für jeweils zwei Euro. "Wetter und Wolken" für iPhones und die Coton-App für iPhones und Android-Geräte, die laut Homepage auf dem WWW: internationalen Wolkenatlas basiert. Am Flughafen Köln-Bonn testet Meteorologe Ralf Hagemann vom Deutschen Wetterdienst die Apps mit mir und ist inhaltlich ganz zufrieden. Allerdings sieht er die Schwierigkeit, dass man als Hobby-Wolkenkundler die echten Wolken und die Fotos nur abgleichen kann und dann hoffen muss, richtig zu liegen. Manchmal muss man erst die Höhe einschätzen, um dann die Wolken zu bestimmen und zu schauen, ob sie zum Beispiel WWW: Regen bringen oder nicht. Für einen Leien teilweise sehr schwierig - findet meine Mittesterin Katja Weber, die ich auf der Besucherterrasse kennengelernt habe. Wolkenkunde per App ist ohne Vorkenntnisse oft ein Glücksspiel. Dafür sind ihr zwei Euro auf jeden Fall zuviel. Ich wäre ja sogar bereit noch mehr zu bezahlen, wenn ich dafür zum Beispiel kurze Animationen oder Videos zu aktuellen Wetterphänomenen bekommen würde. Wenn ich dann noch anhand meiner persönlichen Fotos eine Wetterprognose kriegen könnte, wäre das ein Traum.

Wolken-App Coton; Rechte: Coton/Horn

Vielleicht frage ich im September mal auf der Wolken-Konferenz in London nach, ob es sowas gibt. Die "WWW: Cloud Appreciation Society" möchte sich einen ganzen Tag lang Kunst und Klimawandel und der "Poesie am Himmel" widmen. Ein klares Plädoyer gegen den puren, blauen Himmel. Natürlich gibt es auch hier eine passende App. Die heißt Cloudspotter und wird von der NASA mitgenutzt. Für eine Art Kartierung des Klimawandels werden die eingehenden Fotos der Community samt Zeit- und GPS-Angaben gesammelt. Oh, ich glaube, ich sehe da gerade ein schwarzes Schaf am Himmel. Wie auch immer die NASA das deutet - ich schieße schnell ein Foto und lade es in meine Cloud. Digital und ganz ohne Niederschlag.


Unsere Blogger Anita Horn und Dennis Horn sind weder verwandt noch verheiratet, aber umso besser vernetzt. Sie entdecken jede Woche digitale Perlen: spannende Webseiten, lustige Links und Angebote, die den Alltag bereichern - hier im Blog und jeden Dienstag in der WWW: WDR5 LebensArt im Radio.

Schoene Uebersicht !

Nur ein Hinweis: "Metrologie" ist die Lehre vom Messen, ein Metrologe ist also jemand, der Messungen durchfuehrt. Gemeint ist im Artikel dagegen "Meteorologie", wo Meteorologen das Wetter beobachten und Vorhersagen erstellen. Die beiden Worte werden oft verwechselt (wie bei Astronomie/Astrologie, wo fast gleichartige Worte voellig unterschiedliche Bedeutungen haben - Sternkunde/Sterndeutung).

Inglaterra am 2.06.15 15:01

Ich sehe gerade, dass die Textstellen korrigiert wurden - danke. ;)

Wer es uebrigens turbulenter mag: Es gibt im Internet Live-Stormchasingseiten, auf denen man die Aktivitiaeten in der Tornado Alley spaetabends in Echtzeit mitverfolgen kann. Und die "Tornadoliste Deutschland" ist in diesem Zusammenhang auch interessant.

Inglaterra am 2.06.15 17:38


@Inglaterra: Allerdings kommen Metrologen und Meteorologen wohl gut miteinander aus. Dagegen sind zumindest die Astronomen auf sie Astrologen nicht gut zu sprechen ;-)
Die Astrologen sagen: "Die Sterne lügen nicht."
Die Astronomen entgegnen: "Die Sterne lügen nicht - sie schweigen."
Stimmt aber auch nicht ganz. Dank moderner Astronomie und Messtechnik erzählen und die Sterne eine ganze Menge. Womit wir wieder bei den Metrologen sind ;-)
Und bei den Meteorologen, deren Informationen für die Astronomen wichtig sind ;-)
Hängt irgendwie alles mit allem zusammen. Nur die Astrologen sind irgendwie überflüssig ;-)

Bertram in Mainz am 3.06.15 23:19

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Montag, 01.06.2015

Wie ihr euch ein neues Smartphone "filtern" könnt

Wenn euch der Smartphone-Markt oder der für Tablets, Laptops oder Speichermedien zu unübersichtlich ist, könnte WWW: "Product Chart" vom Hamburger Programmierer Marek Gibney etwas für euch sein. Dort könnt ihr euch das perfekte Gerät "rausfiltern".

Product Chart; Rechte: Marek Gibney
Sortiert nach Bildschirmgröße und Preis: "Product Chart" listet die verschiedenen Geräte in einem Koordinatensystem von klein bis groß und günstig bis teuer auf.

Auf der linken Seite gebt ihr ein, was euch wichtig ist. Auf der rechten Seite zeigt euch "Product Chart" die Geräte in einem Koordinatensystem. Gibney finanziert das Projekt mit Provisionen, die reinkommen, wenn ihr eins der Geräte direkt über die Seite kauft. Aber das muss man ja nicht - und in diesem Fall bleibt "Product Chart" eine gute Möglichkeit, sich schnell einen Überblick über den riesigen Markt zu verschaffen.

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