Mittwoch, 01.07.2015

Crowdfunding für Griechenland

Normalerweise finanzieren sich Startups per Crowdfunding: Da wird öffentlich für eine Idee oder ein Produkt geworben - und jeder kann Geld investieren. Wenn das Unternehmen abhebt, bekommt man entweder das Produkt oder wird sogar am wirtschaftlichen Erfolg beteiligt. Warum dieses oft so erfolgreiche Konzept nicht auf das klamme Griechenland anwenden? Griechenland ist pleite - und braucht dringend Geld.

Deshalb wurde jetzt das WWW: Crowdfunding-Projekt Greek Bailout Fund aus der Taufe gehoben. Hier wird die unvorstellbare Summe von 1,6 Milliarden Dollar angestrebt. Was allerdings auch mal gerade ausreichen würde, um die aktuellen Schulden beim IWF zu tilgen. Über eine halbe Million Euro sind bereits eingezahlt worden, von 35.700 Personen (Stand: 01.07.2015). Es darf bezweifelt werden, dass der angestrebte Milliardenbetrag innerhalb einer Woche zusammenkommt. Denn das ist geplant.

Sammeln für Griechenland: 1,6 Milliarden Euro sollen zusammenkommen; Rechte: WDR
Sammeln für Griechenland: 1,6 Milliarden Euro sollen zusammenkommen

und nicht nur crowdfunding für Griechenland, es müsste wieder "Zorbas dance in the street" "(siehe You Tube) wie 2011 in Ottawa überall an einem Tag gedanced werden.

LiFe am 3.07.15 14:54

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Dienstag, 30.06.2015

Zehn Jahre zoombare Erde

Seit zehn Jahren haben wir die Welt in der Hand. Seit WWW: zehn Jahren können wir mit der Maus in der Hand die Erdkugel drehen und jeden noch so entlegenen Winkel der Erde ansteuern. Beim Heranzoomen erscheinen auf dem Bildschirm Meere, Länder, Städte, sogar Häuser und Autos sind zu sehen. Faszinierend - und komplett kostenlos. Im Juni 2005 ist Google Earth gestartet. Als Google den Dienst damals eingeführt hat, war das eine kleine Sensation: Zum ersten Mal konnte man kostenlos und im großen Stil auf Satellitenbilder zurückgreifen. Heute ist das selbstverständlich.

Earthview: Googles Galerie der schönsten Aufnahmen; Rechte: Google
Earthview: Googles Galerie der schönsten Aufnahmen


Google Earth in den Fernsehnachrichten
Heute gehen Google Earth (wofür man früher eine eigene Software laden musste, heute geht Vieles auch im Web), Google Maps und Google Streetview Hand in Hand. Für den Benutzer sind die Übergänge fließend und praktisch nicht zu sehen. Google hat mit Earth eine Menge verändert. Zum Beispiel die Fernsehnachrichten: Wann immer eine Fernsehredaktion über einen nicht ganz so bekannten Ort berichtet, wird er in Google Earth angeflogen, damit sich der Zuschauer orientieren kann. Google Earth zeigt, wo der Ort liegt. Eine perfekte Orientierungshilfe.

Anlässlich des runden Geburtstags hat Google seinem Earth-Projekt eine wirklich sehenswerte Galerie spendiert: WWW: Earthview bietet rund 1.500 spektakuläre Bilder von Landschaften aus dem All betrachtet. Die Galerie ist als WWW: Chrome-Erweiterung und als WWW: Webversion verfügbar. Wir sehen erstaunliche Bergmassive in Saudi Arabien, riesige Wälder in Erfurt, einen Vulkan in Indonesien, Reihenhäuser in den USA und vieles mehr. Die meisten Bilder sind hoch aufgelöst und können als Wallpaper heruntergeladen werden.

Mauretanien von oben: 1.500 sehenswerte Satellitenaufnahmen; Rechte: Google
Mauretanien von oben: 1.500 sehenswerte Satellitenaufnahmen


Google Earth in den Fernsehnachrichten
Seit Jahren schon suchen aufmerksame User immer wieder in Google Earth nach ungewöhnlichen Bildausschnitten. Sie haben WWW: eine Menge entdeckt, etwa einen WWW: Kampfjet auf einem Pariser Parkplatz oder einen WWW: pinken Hasen in der Landschaft. Wichtigste Neuerung zum zehnten Geburtstag ist das Voyager-Feature, das es allerdings nur in der Desktop-Version von Google Earth gibt, nicht in der Mobilversion. Voyager ist ein zusätzlicher Overlay mit den beliebtesten Inhalten, die man direkt aus der Karte abrufen kann.

Mit Voyager kann man sich die neuesten Satellitenaufnahmen zeigen lassen. Darüber hinaus präsentiert Voyager Streetview-Ansichten besonders populärer Sehenswürdigkeiten wie den Taj Mahal, aber auch einige 3D-Ansichten von Städten und vieles mehr. Voyager ist also eine Art Tour Guide durch die aufregendsten Angebote von Google Earth. Und davon gibt es eine Menge.

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Dienstag, 30.06.2015

Apple Music ist auf Sendung

Auf diesen Tag haben viele Apple-Fans lange gewartet: Heute ist Apple Music an den Start gegangen, der Blog: bereits vor einigen Tagen angekündigte Musik-Streamingdienst. Wer Apple Music nutzen will, muss sein iPhone oder iPad auf das neue iOS 8.4 aktualisieren. Es gibt keine eigene App für Apple Music: Der Musikdienst ist fest ins Mobil-Betriebssystem integriert. Auch iTunes für Mac und Windows soll Apple Music unterstützen. Eine App-Version für Android soll folgen, für Windows Phone allerdings nicht. Handhabung und Bedienung sind einfach - Apple-like eben.

Apple Music läuft derzeit nur auf iPhone und iPad; Rechte: Apple
Apple Music läuft derzeit nur auf iPhone und iPad


Drei Monate kostenlos lauschen
Die ersten drei Monate sind kostenlos. Zum Ausprobieren. Man muss sich allerdings schon von Anfang an festlegen, wie es nach den drei Monaten weitergehen soll: Einzel-Abo für eine Person (9,99 EUR im Monat) oder Familien-Lizenz für bis zu sechs Personen (14,99 EUR im Monat). Die Familien-Lizenz ist cool: Sechs Leute können gleichzeitig Musik streamen - und das zu überschaubaren Kosten. Das kostet bei Spotify 5 EUR im Monat pro Person zusätzlich. Schon ab drei Personen spart man. Erledigt wird das über die Familien-Freigabe.

Auf den ersten Blick sind keine großen Unterschiede zu etablierten Anbietern wie Spotify, Deezer, Google Play Music oder Xbox Music zu erkennen. Alle bieten rund 30 Millionen Songs (ich habe nicht nachgezählt) zur Auswahl und einen Offline-Modus. Allerdings ist die Musikqualität bei Spotify besser: Marktführer Spotify streamt mit bis zu 320 kbps, während sich Apple auf 256 kbps beschränkt. Auf einem Smartphone hört man den Unterschied sicher nicht, auf einer Musikanlage allerdings sehr wohl.

Radiosender b1 kann auch ohne Abo gehört werden; Rechte: Apple
Radiosender b1 kann auch ohne Abo gehört werden


b1 an den Start gegangen
DerWWW: Radiosender "beats 1" sendet 24 Stunden am Tag. Ich habe schon reingehört: Sehr modern, coole Moderationen, hohes Tempo, schöne Track-Auswahl. Aber ganz sicher nicht für jeden Geschmack etwas. Das spricht eindeutig vor allem das jüngere Publikum an. Immerhin kann man b1 auch ohne Abo hören. Praktisch: Die Cover gespielter Titel werden gezeigt und können natürlich auch geliked werden.

Die Auswahl an Musiktiteln ist bei Apple Music und Spotify nahezu identisch. Andere Anbieter wie Deezer, Google Play Music oder Xbox Music lassen schon mal den einen oder anderen Titel vermissen. Doch die Unterschiede liegen im Detail. Es gibt bei keinem Musikdienst große blinde Flecken - auch bei Apple Music nicht. Ausnahme ist die Musik von Bands wie Die Toten Hosen oder Die Ärzte: Ihre Musik fehlt in allen Streamingdiensten. Da die Handhabung von Apple Music wirklich bequem und kinderleicht ist, dürfte Marktführer Spotify die neue Konkurrenz zu spüren bekommen, vor allem bei Apple-Usern.

Einen Vorteil haben Spotify und Deezer allerdings noch: Es gibt sie auf Wunsch auch dauerhaft kostenlos. Die Musik ist dann zwar werbefinanziert und auch der Funktionsumfang eingeschränkt, aber dafür ist alles umsonst. Für viele ein gutes Argument. Apple Music bietet lediglich die ersten drei Monate kostenlos zum Ausprobieren an. Danach muss man zahlen. Alles andere hätte auch nicht zu Apple gepasst: Business first.

Zur Qualität des Streamings: Apple streamt AAC, dürfte den MP3-Streams der anderen Anbieter eher leicht überlegen sein, aber hört selbst!

Jürgen am 1.07.15 11:22

Zur Qualität des Streamings: Apple streamt AAC, dürfte den MP3-Streams der anderen Anbieter eher leicht überlegen sein, aber hört selbst!

Jürgen am 1.07.15 11:22

Ich bin Spotify Premium Nutzer und ausgesprochener Spotify-Fan. Ich habe selten so viel und abwechslungsreich Musik gehört, auch von weniger bekannten Künstlern für die ich nie das Geld für eine CD ausgegeben hätte. Viele positive Überraschungen! Daher interessiert es mich auch nicht, ob die Hosen oder Ärzte auf Spotify sind oder nicht, ich finde genügend gute andere Musik.

Trotzdem werde ich Apple Music sofort antesten sobald die Android App verfügbar ist - nicht zuletzt da bei einer 5-köpfigen Familie 15€ Apple gegen 30€ Spotify stehen. Das wird entscheidender sein als ein paar Bit mehr in der Bitrate.

streamer am 1.07.15 11:41

iTunes-Zwang / keine WebApp = epic fail!

Jost Schwider am 1.07.15 13:23

Vielleicht bin ich altmodisch, aber der ganze Streaming-Trend haut mich nicht vom Hocker. Ich sammle CDs und Schallplatten, sowe blu-rays und DVDs und habe auch die Musik als Dateien fuer meinen MP3 Player fuer Unterwegs dabei. Ausserdem ist da ja noch das gute alte Radio um neues kennen zu lernen. Ich bin mit diesen Medien nicht konstant auf eine Internetverbindung angewiesen und kann sie immer und ueberall (ausser LPs - etwas sperrig) auflegen. Sofern sie mir gefallen, wuerde ich den Kauf einer Schallplatte, CD oder lokal gespeicherten Datei und den damit kommenden Komfort mit direktem Zugriff ohne Onlinezwang oder Bindung an ein bestehendes Abo nie missen wollen und gebe auch gerne ein paar Euro fuer ein Album aus, was dann wirklich mein Eigentum ist. Vielleicht spiegelt sich dies aber auch in meinem Hoerverhalten wieder - ich setze mich lieber nach Feierabend hin und hoere eine Platte, die ich wirklich mag und hoere sie bewusst, als alles durcheinander und staendig im Hintergrund.

Chris26 am 2.07.15 4:03


Die Wirtschaft möchte uns in allen Bereichen zu Abo-Modellen drängen. Man kann immer und immer wieder kassieren. Einen Gebrauchtmarkt gibt es nicht. Der Kunde ist gebunden. Wenn er überhaupt speichern darf, dann nur bei Verlängerung des Abos.

Man darf nicht nur das Verhältnis von Preis und Gegenleistung sehen. Man muss auch vergleichen, was man anderswo bekommt. Da wird für das rauschfreie DAB/DAB+ geworben. Es gibt Programme zum Abspeichern von Musik aus Radioprogrammen. Aber die Musikanbieter wollen das sicher nicht.

Ist uns der sofortige Zugriff auf den gerade gewünschten Titel so viel wert? Für die Kosten für 1 Jahr Abo kann man 1 oder 2 DAB-Radios kaufen. Oder viele CDs. Soll der Hardcore-User seinen Spaß haben. Ich brauche Streaming nicht. Außerdem stört mich, dass der Kunde dabei quasi unter Beobachtung steht.

Bertram in Mainz am 2.07.15 15:29

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