Donnerstag, 11.12.2014

Die neuen Tricks der Passwort-Jongleure

Benutzername und Passwort, das sind die Zugangsdaten zu den allermeisten Onlinediensten. Es ist schon viel darüber geschrieben und gesprochen worden, worauf man achten sollte, wenn man Passwörter auswählt. Ich möchte hier niemanden mit unnötigen Wiederholungen quälen. Allerdings würde ich in diesem Zusammenhang gerne die durchaus vorhandenen Vorzüge von Passwort-Managern unterstreichen. Sie machen es einfach, bei jedem Onlinedienst ein anderes, sicheres Passwort zu haben - ohne sich die kryptischen Passwörter merken zu müssen.

Und jetzt haben Passwort-Manager wie Dashlane und Lastpass eine neue Funktion eingeführt: Man kann bei Bedarf alle Passwörter auf einmal ändern.

Passwörter auf allen Geräten verwalten; Rechte: Lastpass
Passwörter auf allen Geräten verwalten


Alle auf einen Streich
Den Anfang gemacht hat Dashlane mit dem WWW: Passwort Changer. Die Software überprüft auf Wunsch die Passwörter für alle im Programm verwalteten Onlinedienste, warnt vor schwachen Passwörtern und erneuert die Passwörter auf Wunsch auch - Mausklick genügt. Über 75 Onlinedienste werden aktiv unterstützt, ob Facebook, Twitter, Amazon, Dropbox, Apple, eBay, AirBnb - die Liste ist wirklich lang. Die Passwörter lassen sich ruckzuck erneuern - was man ohnehin in regelmäßigen Abständen machen sollte.

Natürlich wird bei jedem Onlinedienst ein anderes, per Zufallsgenerator erzeugtes Passwort eingerichtet. Da die Passwörter im Manager gespeichert sind und auch von dort in die Eingabefelder der Onlinedienste eingetragen werden, muss man sich nichts merken. Der Passwort-Manager erledigt alles. Das klappt sogar bei Onlinediensten mit aktivierter Blog: Zwei-Faktor-Authentifizierung. Da poppt dann allerdings jedes Mal ein Fenster auf, in das man den Sicherheitscode eingeben muss.

Dashlane ändert im Blitztempo alles Passwörter; Rechte: WDR
Dashlane ändert im Blitztempo alles Passwörter


Regelmäßig Passwörter erneuern ist sinnvoll
Die Idee dahinter: Macht mal wieder ein großes Sicherheitsproblem wie Heartbleed die Runde, bei dem dann viele Onlinedienste gleichzeitig betroffen sein können, lassen sich die Passwörter schnell und bequem abändern. Auf Wunsch kann der Passwort-Manager die Passwörter aber auch automatisch in regelmäßigen Abständen erneuern. Der Dashlane Manager ist gratis, wenn man nur ein Gerät benutzt. Wer Dashlane auf mehreren Geräten einsetzen - inklusive Mobilgeräte -, der zahlt 40 Dollar im Jahr dafür.

Bei Lastpass ist es ganz ähnlich. Auch hier: Ein Gerät ist gratis, der Einsatz auf mehreren Geräten kostet 12 Dollar im Jahr. Heute hat Lastpass mit dem "Auto Password Change" eine ganz ähnliche Funktion eingeführt wie Dashlane. Auch hier reicht ein Klick, um die Passwörter der in der Software verwalteten Onlinedienste zu erneuern. Nutzer müssen sich dann nur noch das Master-Passwort für den Manager merken. Viel bequemer!

Da freuen sich die Hacker denn Sie müssen nur noch eine Plattform Hacken :)

Dieter am 12.12.14 23:27

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Mittwoch, 10.12.2014

Schärfere Bilder: Better Portable Graphics

Fotos werden heute in aller Regel als JPG gespeichert und weitergegeben. Auch die meisten Bilder im Web liegen im JPG-Format vor. Manchmal kommt auch das PNG-Format zum Einsatz, hier ist auch Transparenz möglich. Aber JPG hat eindeutig die Nase vorn. Doch nun hat ein französischer Softwareentwickler ein neues Bildformat entwickelt. Das WWW: Better Portable Graphics (BPG) genannte Format bietet eine deutlich bessere Bildqualität bei gleichzeitig geringerem Speicherbedarf.

Der Entwickler hat es geschafft, mehr Daten auf weniger Raum unterzubringen. Wer Bilder unkomprimiert speichert (RAW-Format), braucht etliche MByte pro Foto. Komprimiert reicht ein Bruchteil - und in der Regel sieht man die Qualitätsverluste kaum. Aber: Sie sind da.

Artefakte in JPG deutlich größer als bei BPG; Rechte: WDR
BPG bietet eine deutlich bessere Bildqualität


Höhere Farbtiefe und schärfere Bilder
Die vom Entwickler angebotenen WWW: Beispiele zeigen den Unterschied wirklich deutlich: BPG braucht tatsächlich weniger Speicherplatz - und bietet gestochen scharfe Bilder. Da bei BPG für jeden Kanal acht bis 14 Bit zur Verfügung stehen, verfügen die Bilder über einen höheren dynamischen Kontrast. Wenn sie entsprechend aufgenommen oder bearbeitet wurden. Die Unterschiede stechen wirklich sofort ins Auge - und man möchte sagen: Ab sofort bitte nur noch BPG.

Wenn das mal so einfach wäre. Denn die meisten Alternativen zu JPG - und davon gab es in der Vergangenheit bereits einige -, sind daran gescheitert, dass sie von den Browsern nicht unterstützt wurden. Große Verbreitung kann ein Bildformat nur dann bekommen, wenn jeder Browser die Bilder mühelos anzeigen kann, ohne erst aufwändig Plugins installieren zu müssen. Genau das ist bei BPG aber gegeben. Denn Entwickler Bellard hat Javascript-Lösungen im Angebot: Die Miniprogramme versteht jeder moderne Browser und kann die Bilder so mühelos anzeigen.

Transparenz in Bilder, Rechte: WDR
Auch Transparenz wird unterstützt


BPG-Bilder erstellen ist schwierig
Wer jetzt gleich am liebsten mal loslegen und experimentieren würde: Das wiederum ist nicht ganz leicht. Denn bislang lassen sich BGP-Bilder ausschließlich mit Hilfe von speziellen Tools (Werkzeugen) erstellen, die einige Fachkenntnisse voraussetzen. Normale Bildbearbeitungsprogramme bieten die Unterstützung von BPG noch nicht an. Aber das könnte sich vielleicht ändern. Denn die Tatsache, dass sich jeder Browser mit Hilfe von Javascript-Skripten BPG-tauglich machen lässt, ist ein wichtiges Argument.

Dennoch: Ersetzen wird BPG das gute, alte JPG so schnell sicher nicht. Aber es ist eine wirklich interessante Alternative und hat durchaus das Potenzial, dem Klassiker die Stirn zu bieten. Wünschenswert wäre es, denn die Bildqualität von BPG ist wirklich beachtlich.

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Mittwoch, 10.12.2014

Die Geschichte des Hashtag

Was ein Hashtag ist, weiß heute jedes Kind. Denn das "#"-Zeichen taucht nicht nur in Sozialen Medien auf und ist dort eine wichtige Hilfe, um Daten und Informationen zu sortieren und zu ordnen, sondern erscheint auch auf Werbeplakaten, in Werbespots, im Kino, im Radio oder in Fernsehsendungen. Der Begriff selbst setzt sich zusammen aus dem englischen Wort "hash", das für das Doppelkreuz steht (von vielen auch "Gatter" genannt), und dem Wörtchen "tag", das so viel wie Markierung oder Schlagwort bedeutet. Zum ersten Mal offiziell benutzt wurde der Begriff "Hashtag" im Jahr 2007.

histhashtag.png
Die Geschichte des Hashtags - anschaulich illustriert

Es folgt eine steile Karriere - die nun in WWW: einer Infografik von Offerpop nacherzählt wird. Eine klasse Grafik, weil sie die beeindruckende Verbreitung des Begriffs zeigt. Heute finden sich überall Hashtags: Ob Twitter, Instagram, Google+, Tumblr oder SoundCloud, alle verwenden Hashtags, um Inhalte zu ordnen. Im vergangenen Jahr führte auch Facebook Hashtags ein, wenn auch etwas zurückhaltender als die anderen sozialen Netzwerke.

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