Mittwoch, 12.02.2014

Firefox will Kasse machen

Der kostenlos erhältliche Firefox-Browser erfreut sich großer Beliebtheit, insbesondere bei uns in Deutschland. Es gibt ja auch gute Gründe, die für den Firefox sprechen: Der Browser ist schnell und zuverlässig und es steckt keine Firma dahinter wie bei Internet Explorer, Chrome oder Safari, sondern eine Stiftung (Mozilla Foundation). Das schafft ein gewisses Vertrauen. Nur die wenigsten wissen allerdings, dass sich Firefox durch Einnahmen von Google finanziert. Google zahlt jedes Jahr Millionenbeträge dafür, dass Firefox der Suchmaschine neue Besucher schickt, zuletzt WWW: 311 Millionen Dollar.

Werbung bei Tab-Übersicht; Rechte: Mozilla Foundation
Firefox will künftig in dieser Übersicht Werbung zeigen

Doch jetzt will die Mozilla Foundation einen weiteren Einnahmekanal schaffen, wie die Macher in diesem WWW: Blogeintrag ankündigen. Künftig sollen Werbetreibende die Möglichkeit haben, auf der Übersichtsseite "Neuer Tab" Anzeigen zu schalten. Dort erscheinen normalerweise Screenshots bereits geöffneter Tabs - aber eben dann auch Anzeigen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein User auf ein Fenster klickt, das neugierig macht oder vertraut vorkommt, ist nicht mal gering.

Offiziell wird das so verkauft: Die neue Initiative soll Usern helfen, für sie relevante Inhalte zu finden. Das klingt nach dem üblichen PR-Sprech der Onlineriesen, finde ich. Gerade Firefox-User könnten auf solche Methoden allerdings allergisch reagieren, jedenfalls viele. Google Chrome wird das vielleicht mehr User in die Arme treiben.


Wer war noch mal der Hersteller von Google Chrome? War das nicht auch ein Unternehmen, das Geld mit Werbung macht? Warum sollten also FF User zu Google Chrome wechseln?
Es zeigt doch nur, dass auch FF und die Mozilla Org etwas vom großen Werbegeldkuchen abbekommen möchten.

Thomas am 12.02.14 14:52

Firefox will Geld verdienen & das kann ich verstehen. Bis zu ein Gewisse punkt, nur die art & weise ist mir nicht rechtens.

Fest steht für mich, wenn ich mich davon gestort fühle wird Mein nutzen von Firefox mega schnell beendet. Schade eigentlich weil die Browser ist wirklich gut. Ich wird mich jetzt informieren mussen welche Browsern sonst für mich im frage komme. IE auf jedenfall nicht.

Es bleibt zu hoffen das soviele user das nicht für gut finden & Firefox deren Rucken kehren. Denn mussen wir sehen wie lange es dauert bis die Verantwortlichen deren Fehler einsehen.

Vielleicht habe ich gluck & Mein Benutzung von Adblocker wirkt dagegen.

Tcha es war denke ich nur ein frage des zeit bis Mozilla auf solche ideen kamm. Schade Schade. Ich gebe Liebe Freiwillig ein Spende als mich mit sowas zu rum Ärgern & wer weiss vielleicht da steckt genau diese Gedanken dahinter!?

Grüße aus OWL.

Peter Jarvis am 12.02.14 16:28

Darum mache ich mir keine Sorgen,da ich eine "gehaertete Version"des FF benutze-den JonDoFox zusammen mit JonDo(ex. JAP).Beim JDF wird es dies mit Sicherheit nicht geben und erst Recht nicht mit dem JonDobrowser der noch konsequenter auf Sicherheit getrimmt wird.

Robin am 13.02.14 13:18

Kommentieren



Die mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden.


Angaben speichern (Cookie)?


Um Ihren Kommentar zu versenden, beantworten Sie bitte die folgende Frage:


Trackbacks zum Eintrag Firefox will Kasse machen

Zum Anfang dieses Eintrags

Dienstag, 11.02.2014

Anti-NSA-Tag und keiner kriegt' s mit?

Eigentlich ist es ganz einfach: WWW: thedaywefightback.org in seinem Browser aufrufen, die eigene Mailadresse und sein Herkunftsland als Zeichen seiner Unterstützung eingeben (JA, natürlich liest das auch die NSA) und zusätzlich den Button seiner Wahl anklicken, um die Botschaft über das gewünschte soziale Netzwerk zu teilen. Und schwups, schon habe ich mich mit allen anderen auf der Welt solidarisch gezeigt, die der Meinung sind, dass eine flächendeckende, verdachtslose Überwachung durch die NSA undemokratisch und gefährlich für jeden Rechtsstaat ist.

Ein internationales Bündnis aus fast 6.000 Unternehmen, Medien, Initiativen und Netzplattformen hat dies bislang getan. Unterstützt den Aufruf, dass man (wortwörtlich übersetzt) "zurückschlagen" werde. Kündigt an, dass man es nicht mehr tatenlos hinnehmen will, ohne Anlass abgehört und beobachtet zu werden. Deshalb soll heute weltweit gegen die illegale Überwachung der NSA protestiert werden.
Aktions-BAnner der 'The Day we fight back'-Initiative

Zu den Unterstützern gehören Greenpeace, die Washington Post, Amnesty International, der Guardian, die Mozilla-Foundation (die den Firefox-Browser vertreibt) sowie große amerikanische Bürgerrechtsbewegungen. In den USA kann über die Webseite der Organisatoren auf Wunsch sogar direkter Kontakt zum zuständigen Abgeordneten aufgenommen werden. Leider fehlen, anders als vor zwei Jahren, als WWW: die Aktion erstmals weltweit für Aufmerksamkeit sorgte, diesmal Google und Wikipedia im Unterstützerkreis. Und auch wer in der Unterstützerliste nach bekannten deutschen Unternehmen oder Medien sucht, wird kaum fündig.

Apropos fündig werden: Wer heute morgen nach „The day we fight back" googelte, bekam nicht einmal zwei Dutzend Nachrichtenseiten im deutschsprachigen Internet aufgelistet. Außer WWW: einem Beitrag auf Spiegel Online fand sich um 10 Uhr kein einziger Beitrag einer größeren deutschen Nachrichtenredaktion, leider auch nichts vom WDR. Der WWW: „Safer Internet Day" hingegen, eine staatlich finanzierte Aufklärungskampagne, die im Grunde nicht viel mehr sagt als „Achtung, auch im Internet wird betrogen und gelogen", liefert weit über 3.000 Treffer. Ich befürchte, viele von uns haben den Ernst der Lage noch immer nicht erkannt.

Kein Wunder,denn"wir"schnueffeln ja auch und liefern der NSA zu!Keiner "unserer Journalisten"(bis auf einige Wenige)will sich unbeliebt machen,denn schliesslich gehoeren ja die Medien genau den Leuten die dafuer Sorgen das die Regierungen dieser Welt ihre Buerger ueberwachen-unter dem Vorwand der Terrorismus bekaempfung!Ist schon ein Wunder so eine"Aufklaerungs Kampnge wie der"Safer Internet day"-da ja Google,Fratzenbuch &Co. nur eine Art"privater NSA"sind und die Herrschenden kraeftig schmieren.

Robin am 11.02.14 17:18

Unglaublich, diese ständige Naivität: Der Kuchen möchte sich präsentieren und nun sollen alle Krümel sich sammeln. Pah, das kann er vergessen, der Kuchen. Der existiert doch in Wirklichkeit gar nicht. Und gegen die Schnüffelei ist man ja - de facto. Ich habe den Beitrag auf Spiegel-Online heute morgen übrigens auch gelesen. Und ich war erleichtert, dass nicht alle gleich auf diesen Zug aufgesprungen sind. Sonst hätte ich womöglich meine Homepage auch noch schnell umgestalten müssen, um im Einklang mit der "Netzgemeinde" zu sein.

Ich habe mir heute die "Strengsten Eltern der Welt" angeschaut: Ohne Elektronikspielzeug auf dem Balkan. Eine Therapie die ich mir auch für andere Wirrköpfe vorstellen kann. Endlich mal malochen. Sich nützlich machen.
Apropos Nutzen: Das Internet kommt sehr wohl ohne die Spaßgemeinde und ohne die Überwachungsgemeinde aus. Aber so ist halt das Internet: Jeder kommt rein. Jeder. Ob Mörder, Päderast, Stalker, Terrorist oder Spion. Ein Sumpf. "Bin ich schon drin?"

Dominik am 11.02.14 19:07

"Ich befürchte, viele von uns haben den Ernst der Lage noch immer nicht erkannt." Wohl war, Herr Domke. Sie können sich gar nicht vorstellen, wie sehr mir dieses Thema am Allerwertesten vorbei geht. Ich lebe inzwischen in einer Diktatur, in der jeder, der abweichende Meinungen vertritt, verteufelt und diffamiert wird. Wäre ich ein paar Jahre jünger, würde ich noch heute in die USA auswandern, und meine neue Heimat patriotisch unterstützen.

Hans am 11.02.14 21:13

@Hans-sicher das du nicht doch "Horst"heisst?

Robin am 12.02.14 10:39

Kommentieren



Die mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden.


Angaben speichern (Cookie)?


Um Ihren Kommentar zu versenden, beantworten Sie bitte die folgende Frage:


Trackbacks zum Eintrag Anti-NSA-Tag und keiner kriegt' s mit?

Zum Anfang dieses Eintrags

Dienstag, 11.02.2014

Was wäre, wenn man Instagram in den 80ern erfunden hätte?

Gibt es eigentlich noch Menschen, die es schaffen, schöne Fotos zu schießen - so ganz ohne Retrofilter, Schärfeeffekt und all die anderen Spielereien, die uns Instagram gebracht hat? Wer es schafft, "einfach so" gut zu fotografieren, muss das mittlerweile ja sogar mit dem Hashtag #nofilter deutlich machen - weil es sonst niemand glaubt.

Instagram hat die Welt der Fotografie verändert. Ob die App das in den 80ern auch schon geschafft hätte? Was wäre, wenn es Instagram schon damals gegeben hätte?


Wonders of the World Wide Web: Instagram

Jo Luijten und Kinna McInroe haben bei YouTube schon einige dieser Zeitreisen unternommen, auch mit PRISM, der Wikipedia, Twitter, Facebook, Google oder Angry Birds. Alle Videos findet ihr WWW: in ihrem YouTube-Kanal SquirrelMonkeyCom.

Kommentieren



Die mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden.


Angaben speichern (Cookie)?


Um Ihren Kommentar zu versenden, beantworten Sie bitte die folgende Frage:


Trackbacks zum Eintrag Was wäre, wenn man Instagram in den 80ern erfunden hätte?

Zum Anfang dieses Eintrags

April 2014

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30

Über das Blog

Digitalistan: Heimatkundliches aus dem Land der Einsen und Nullen

Suche im Blog

Aktuelle Einträge

Autoren

Blogregeln und Glossar

Newsreader-Feeds (XML/RSS)


Permanente URL dieser Seite: http://wdrblog.de/digitalistan/