Donnerstag, 12.02.2015

Viel Freud, viel Leid: Zehn Jahre Youtube

Ist es wirklich erst zehn Jahre her, dass Youtube gestartet ist? Es muss wohl so sein: Alle offiziellen Quellen deuten darauf hin. Dabei fühlt es sich ganz anders an, so als wäre Youtube schon immer dagewesen. Fragt man jemanden unter 20 Jahren, kann der/die sich garantiert nicht vorstellen, wie wohl eine Welt ohne Youtube aussehen könnte. Wie, kein Youtube? Wo soll ich mir denn dann Videos angucken?

Youtube hat zweifellos eine ganz Generation geprägt - und die Medienlandschaft verändert. Wer hätte gedacht, dass diese kleine Online-Video-Bude, die offiziell am 15. Februar 2005 gestartet ist, derart einschlägt? Zehn Jahre später schauen wir wie selbstverständlich Videos im Smartphone an und laden Videos vom unterwegs hoch. Es gibt zwar mittlerweile überall Videoangebote. Aber Youtube ist wie das Tempo unter den Papier-Taschentüchern. Youtube steht stellvertretend für Online-Videos.

Youtube Logo; Rechte: dpa/Picture Alliance
Was Youtube kann und was nicht, liegt im Auge des Betrachters


Medienlandschaft radikal umgekrempelt
Heute gehört Youtube zu Google. Doch das war nicht immer so. Gegründet wurde Youtube am 15. Februar 2015 von den drei ehemaligen PayPal-Mitarbeitern Chad Hurley, Steve Chen und Jawed Karim. Youtube war das erste Portal, bei dem man kostenlos private Videos hochladen und sich Videos von anderen anschauen konnte. Bis heute das Grundkonzept von Youtube. Google fand die Idee spannend und hat kurze Zeit später Google Video gegründet, war damit aber nicht erfolgreich. Google hat deshalb relativ schnell das Handtuch geworfen und das erfolgreichere Videoportal am 9. Oktober 2006 für umgerechnet 1,3 Milliarden Euro gekauft. Damals eine unglaubliche Summe.

Heute ist Youtube mehr als nur ein Videoportal unter vielen. Youtube ist ein Phänomen. Wer Videos zeigen will, macht das (auch) auf Youtube. Fernsehsender sind auf Youtube präsent - und Youtube macht dem Fernsehen Konkurrenz. Gerade junge Menschen haben sich daran gewöhnt, nicht ins Programmheft schauen zu müssen, wenn sie etwas sehen wollen. Sie gehen ins Netz - und schauen was, wann und wo sie wollen. Auch gerne ihresgleichen. Youtube hat allein in Deutschland Dutzende Stars hervorgebracht, die mit ihren eigenen Kanälen richtig gut Geld verdienen. Denn Youtube schüttet Werbeeinnahmen zu 45% auf die Youtuber aus.


YouTube Rewind: Große Momente auf Youtube 2014


Muss das denn sein? Die Schattenseiten
Youtube ist allerdings auch für viele unerfreulichen Dinge verantwortlich. Ohne Youtube könnten zum Beispiel IS-Terroristen ihre Schandtaten nicht auch noch öffentlich machen. Youtube bietet auch allen Verrückten und sogar Kriminellen eine Plattform - und ein Publikum. Klar, es gibt auch andere Portale. Aber Youtube ist die erste Anlaufstelle - und alle anderen ahmen das Konzept von Youtube mehr oder weniger ungeniert nach. Dass jeder jeden Mist online stellen kann, ist nicht einfach nur ein Nachteil, sondern eine unerfreuliche Entwicklung. Das Beispiel der Terrorvideos der IS macht das wohl überdeutlich. Selbst wenn Youtube reagiert und die Videos wieder aus dem Netz entfernt: Was einmal online war, das bleibt auch online.

Abgesehen davon werden auf Youtube auch ununterbrochen Rechte verletzt. Seien es die Urheberrechte an Musik, Fotos oder Videos, oder seien es die Bildrechte. Ungezählt die Menschen, die ungewollt gefilmt wurden und irgendwo auf Youtube zu sehen sind. Nicht immer zu ihrem Vorteil. Klar, so etwas kann auch im Fernsehen passieren, ist aber die Ausnahme. Bei Youtube ist es die Regel. So gesehen hat Youtube nicht nur die Sehgewohnheiten verändert, sondern auch das gesellschaftliche Miteinander. Jeder muss jederzeit damit rechnen, gefilmt zu werden - und in der Öffentlichkeit zu landen.

Ganz davon ab, dass gerade die Jugend durch brandgefährliche Videos, wie die neuerlichen fire-challenges, oder die unzähligen Unfallvideos zum Nachmachen animiert werden.
Nur um den Anderen in der Klasse zu zeigen, dass sie cool sind (sein möchten).
Wo endet das?

Kai am 13.02.15 12:16

Hallo Herr Schieb,

schöner Blog, nur im dritten Absatz ist das Gründungsdatum von YouTube mit dem 15. Februar 2015 angegeben. Da soll bestimmt, wie auch schon weiter oben, 2005 stehen. ;-)

Viele Grüße und weiterhin viel Erfolg.

Carsten am 13.02.15 14:58

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Donnerstag, 12.02.2015

Apple erkennt Fingerabdruck im Display

Patente von heute sind die Produkte von morgen. Zumindest potenziell. Jetzt hat Apple ein Patent eingereicht, das mir allzu logisch erscheint - und ich wundere mich, dass es technisch möglich ist. Apple will Fingerabdrücke auf dem Display erkennen. Das bedeutet: Man muss nicht mehr seinen Finger auf den separaten Sensor im Homebutton legen, um ein Gerät freizuschalten, sondern es reicht, auf dem Bildschirm zu tippen. Das gesamte Display wird zum Sensor - oder nur ein bestimmter Bereich, etwa das untere Drittel. Beides ist laut WWW: Patentantrag möglich.

Patent: Apple will Fingerabdrücke im Display erkennen; Rechte: Apple
Patent: Apple will Fingerabdrücke im Display erkennen

Wie will man sich dagegen wehren?
Der Fingerabdrucksensor ist dann also künftig direkt im Display eingebaut. Man sieht ihn nicht. Man bemerkt ihn nicht. Er ist einfach da. Immer. Die neue Technologie soll auch mehrere Finger gleichzeitig erkennen können. Außerdem ist es möglich festzustellen, ob ein Finger zu einer Gruppe bereits registrierter Finger gehört. Es sind also eine Menge Spielereien denkbar. Etwa, dass man mehrere Finger gleichzeitig präsentieren muss, um sein Gerät freizuschalten - was den Klau von Fingerabdrücken deutlich schwieriger machen dürfte. Außerdem ließe sich der Finger schon beim typischen Wischvorgang des Entsperrens erkennen und fremde Finger zurückweisen.

Vermutlich kommt dann ruckzuck Software, die nicht nur die Fingerabdrücke selbst abgleicht, sondern auch die Art und Weise, wie wir tippen und wischen. Da gibt es Eigenarten beim Menschen, die sich erkennen und vergleichen lassen. Das könnte eine weitere Funktion sein, die das Klauen von Fingerabdrücken erschweren dürfte. Nur wenn man mit den richtigen Fingern und im vertrauten Muster aufs Display tippt, wird man vom Gerät erkannt. Steht so nicht im Patentantrag, könnte ich mir aber vorstellen.

app_fingerprint.png
Jeder Fingerabdruck im Touchscreen wird erkannt

Datenschutzrechtliche Bedenken programmiert
Wann die Technologie in konkrete Produkte mündet, ist unbekannt. Doch es gibt eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass wir so etwas sehen werden. Es würde die Sicherheit jedenfalls deutlich erhöhen. Die technische Sicherheit. Datenschützer werden natürlich nicht begeistert sein. Denn wenn der Fingerabdruck nicht mehr nur im speziell dafür vorgesehenen Sensor gelesen wird, sondern praktisch jederzeit gescannt werden kann, sorgt das naturgemäß für großes Misstrauen. Und die Erfahrung lehrt: Mit seinem Misstrauen ist man selten falsch aufgestellt.

Das Fingerabdrucksensoren(Iris scan)eine dumme Idee sind-speziell wenn sie ohne"Lebenderkennung"realisiert werden,ist doch nun schon lange bekannt.Da nutzt es auch nichts wenn dafuer nun mehrere Finger herangezogen werden "koennten".Mittlerweile braucht man fuer den Fingerabdruck klau ja schon laengst keine Fingerabdruecke mehr-es reichen,selbst unscharfe Photos.Da duerfte sich nur die NSA darueber freuen-die thx for hidden OS Zugang zu allen"smartphones"hat.Aber macht mal ruhig ihr lemminge.

Ach je am 13.02.15 8:29

"Patente von heute sind die Produkte von morgen." wenn ich nur das Wort "Patent" höre, dann muss ich (müde?) schmunzeln.

LiFe am 13.02.15 10:13

Ich finde es faszinierend, wozu die Technik heutzutage in der Lage ist, wohlwissend, dass man technischen Fortschritt durchaus auch missbrauchen kann.

Insofern ist es wichtig, dass bei Patenten wie diesem auch auf die Möglichkeiten des Missbrauchs verwiesen wird und Datenschützer dafür sorgen, dass die Problematik öffentlich diskutiert wird. Durch eine solche Diskussion kann der Bürger sensibilisiert werden und selber entscheiden, ob er sich einer solchen Technik bedient, oder ob er im Sinne des Wortes 'die Finger' davon lässt.

Verhindern lässt sich so ein Patent indes nicht und das ist auch gut so, schließlich bietet es eine Menge Komfort und wer weiß, wozu es in Zukunft noch alles gut sein wird.

Johannes Fischer am 13.02.15 12:51

Ich finde es faszinierend, wozu die Technik heutzutage in der Lage ist, wohlwissend, dass man technischen Fortschritt durchaus auch missbrauchen kann.

Insofern ist es wichtig, dass bei Patenten wie diesem auch auf die Möglichkeiten des Missbrauchs verwiesen wird und Datenschützer dafür sorgen, dass die Problematik öffentlich diskutiert wird. Durch eine solche Diskussion kann der Bürger sensibilisiert werden und selber entscheiden, ob er sich einer solchen Technik bedient, oder ob er im Sinne des Wortes 'die Finger' davon lässt.

Verhindern lässt sich so ein Patent indes nicht und das ist auch gut so, schließlich bietet es eine Menge Komfort und wer weiß, wozu es in Zukunft noch alles gut sein wird.

Johannes Fischer am 13.02.15 12:52

@Johannes-dumm nur das Datenschuetzer die Pausenclowns unserer "Wirtschaftskompatiblen Demokratie"sind.Also zahnlose Schnurreaetzchen.

Ach je am 14.02.15 7:46

Die Bequemlichkeit von Funktionen und deren kommerzielle Nutzung haben sich datenschutzrechtlichen Bedenken unterzuordnen- nee war doch umgekehrt ;-)
wäre sonst nicht realistisch!

Martin Däniken am 14.02.15 12:41

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Dienstag, 10.02.2015

Rapidshare macht dicht - endlich

Der Filehoster Rapidshare macht jetzt endgültig die Schotten dicht. Ab Ende März kann man über WWW: Rapidshare keine Dateien mehr austauschen. Das ist wichtig zu wissen für alle, die bei Rapidshare wichtige Daten gespeichert haben sollten. Denn Ende März werden gespeicherte Daten endgültig und unwiderruflich gelöscht - und gehen damit verloren. Allzu viele Menschen dürfte das aber nicht in Probleme stürzen, denn Rapidshare ist wohl nicht unbedingt das, was man einen seriösen Anbieter nennt.

rrapidsharecrn.png
Rapidshare stellt Ende März seinen Betrieb ein


Vom Saulus zum Paulus
Ich weiß, ich handle mir spöttische Kommentare aus der Community ein, wenn ich das so deutlich sage: Aber ich finde es unmoralisch, einen Filehoster-Dienst zu betreiben, der insbesondere das Verbreiten illegaler Kopien befördert. Denn genau dazu werden Filehoster wie Rapidshare in erster Linie genutzt: Um auf illegale Art und Weise bekommene digitale Kopien von Kinofilmen oder Serien auf einem Server zu hinterlegen - und alle können kostenlos auf die Kopien zugreifen. Niemand wird ernsthaft bestreiten wollen, dass über Rapidshare im großen Stil Raubkopien verteilt worden sind, wenn nicht sogar in erster Linie.

Das hat dem Unternehmen auch mächtig Ärger eingebracht und letzlich zur Schließung des Dienstes und Unternehmens geführt. Zwar konnte sich das Unternehmen stets auf das Haftungsprivileg für Provider berufen, doch die Rechteinhaber haben dem Schweizer Unternehmen mächtig Druck gemacht. Es wurde immer schwieriger, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Der spätere Wandel von Rapidshare vom Filehoster hin zum seriösen Cloud-Anbieter hat dem Anbieter niemand abgenommen, was dann das wirtschaftliche Aus bedeutet hat.

Als Filehoster groß geworden, als Cloud-Anbieter nicht gewachsen; Rechte: dpa/Picture Alliance
Als Filehoster groß geworden, als Cloud-Anbieter nicht gewachsen


Verdienen mit dem Verteilen illegaler Kopien
Was mir an den Filehostern der ersten Stunde gar nicht gefallen hat: Sie haben kräftig daran verdient, dass viele Leute hier illegal Kopien hochgeladen und verteilt haben. Mit Werbung zum einen, mit bezahlen Accounts zum anderen. Denn wer seine Daten schnell aus dem Netz saugen wollte, musste Plus- und Premium-Accounts abschließen, in denen die Daten im Turbotempo aus dem Netz kamen - anstatt im Kriechtempo. Das ist in meinen Augen eine klare Bereicherung an Inhalten, die anderen gehören. Rapidshare war es völlig egal, welche Daten da gehostet wurden!

Viele argumentieren: Rapidshare und andere Filehoster haben schon früh das gemacht, was die Filmindustrie nicht hinbekommen hat, sich aber viele Filmfans wünschen: Filme einen Tag nach Release in 4K-Qualität, mit Originalton, Dolby 5.1 Sound, Untertiteln und Bonusmaterial bereitzustellen - und das alles für 69 Cent. Mal abgesehen davon, dass die Film- und Tonqualität bei den illegalen Anbietern auch nicht immer zum Besten bestellt ist, entscheidet noch immer der Rechteinhaber, wann er was wie veröffentlichen möchte. Und rechnen muss es sich auch für alle.

Durch das Aufkommen von Streamingdiensten ist immerhin die Bereitschaft gestiegen, sich bei legalen Quellen zu bedienen - und illegale Filehoster verlieren an Bedeutung. Außerdem gibt es mittlerweile auch gut gemachte Angebote für seriösen Datenaustausch, ich verwende zum Beispiel WWW: Wetransfer. Hier werden hochgeladene Daten nach einer Woche gelöscht. Für illegale Raubkopien ungeeignet. Das gefällt mir.

Unsere Straßen werden täglich von Kriminellen genutzt, um Beute, Drogen u. ä. zu transportieren. Freuen sie sich auch, wenn die demnächst geschlossen werden? Hatte ich sie bisher immer für einen unabhängigen und sachlichen Schreiberling gehalten, dreht sich das Bild gerade zu einem der Obrigkeit und den Volkstretern nachplappernden Mitarbeiter. Und wer die Wirklichkeit kennt, weiß, dass das Schließen von rapidshare keinerlei Einfluss auf illegale Tauschbörsen oder filehoster hat.

Torsten am 11.02.15 8:08

Unsere Straßen werden täglich von Kriminellen genutzt, um Beute, Drogen u. ä. zu transportieren. Freuen sie sich auch, wenn die demnächst geschlossen werden? Hatte ich sie bisher immer für einen unabhängigen und sachlichen Schreiberling gehalten, dreht sich das Bild gerade zu einem der Obrigkeit und den Volkstretern nachplappernden Mitarbeiter. Und wer die Wirklichkeit kennt, weiß, dass das Schließen von rapidshare keinerlei Einfluss auf illegale Tauschbörsen oder filehoster hat.

Torsten am 11.02.15 8:08

Unsere Straßen werden täglich von Kriminellen genutzt, um Beute, Drogen u. ä. zu transportieren. Freuen sie sich auch, wenn die demnächst geschlossen werden? Hatte ich sie bisher immer für einen unabhängigen und sachlichen Schreiberling gehalten, dreht sich das Bild gerade zu einem der Obrigkeit und den Volkstretern nachplappernden Mitarbeiter. Und wer die Wirklichkeit kennt, weiß, dass das Schließen von rapidshare keinerlei Einfluss auf illegale Tauschbörsen oder filehoster hat.

Torsten am 11.02.15 8:10

@Torsten: Das Bild ist etwas schief. Wenn es aber eine maut-pflichtige Straße gibt, auf der nahezu ausschließlich Diebesbanden ihre kriminellen Aktivitäten abwickeln, und die Betreiber reiben sich die Hände, dann bin ich dafür, dass die Straße geschlossen wird. Das hat nichts mit Obrigkeitshörig zu tun, sondern mit der Frage: Was ist richtig? Und ich finde es nicht richtig, sich an den Inhalten anderer illegal zu bereichern, direkt oder indirekt.

Jörg Schieb am 11.02.15 8:28

Unabhängig von der Rechtslage, ist die Content-Industrie selber schuld. Sie presst uns aus wie eine Zitrone. Am liebsten ist denen doch, wenn wir erst ins Kino gehen und üppige Eintrittspreise für ein, im wahrsten Sinne des Wortes, flüchtiges Erlebnis zahlen, dann einige Zeit später eine DVD/Bluray für gutes Geld kaufen (obwohl man die meisten Filme ohnehin höchstens 2-3 mal sieht), um sie dann wenig später im Pay-TV zu senden, wo man sie gleich noch einmal mitbezahlt. Und wenn sie dann endlich im Free-TV angekommen sind, sind sie nichts mehr weiter als ein alter Hut. Und wenn man dann vergisst eine Aufnahme zu programmieren, sollte man sich selbst dann noch (trotzdem der Film ja inzwischen frei empfangbar war) davor hüten, eine Kopie runterzuladen, da man sonst womöglich noch eine Abmahnung erhält. Aber leider wird sich wohl erst etwas ändern, wenn genug Menschen die selbst formulierten Rechte der Content-Industrie nicht mehr akzeptieren und Kinos/DVDs/Blurays konsequent boykottieren.

pat am 11.02.15 9:29

@Schieb: wenn sie Mautpflicht mit einem Premiumaccount gleichsetzen ist das erst recht schief, weil bei RS niemand gezwungen wurde, einen solchen einzurichten, sofern er mit der DL-Geschwindigkeit zufrieden war. Aber ich kann auch meine Daten in einer Cloud ablegen und anderen die Zugangsdaten geben. Ist dann der Clouddienstleister verantwortlich oder der Nutzer, der rechtwidrig handelt?

@pat: so sieht es aus. Diese Industrie versucht aus Dreck Geld zu machen. Einige wenige aus dieser Branche (Produzenten, Schauspieler, Vermarkter etc.)kassieren ab und der Rest muss zusehen, wie er klar kommt. Und diese Abzocke mit der Kettenreaktion vom Kino bis zum Free-TV beschreiben sie treffend. Ich hole mir nur in absoluten Ausnahmefällen eine Scheibe zur Archivierung oder gehe ins Kino (2x in 2014). Diesen Mist boykottiere ich recht konsequent.

Torsten am 11.02.15 12:17

Gehe ich in's Kino muss ich lange suchen bevor ich eines mit einer "Richtigen Leinwand'finde-statt eines dieser unsaeglichen Schachtelkinos.Vor dem Film muss ich mir dann Werbung ansehen fuer alles moegliche,obwohl ich doch einen Film sehen will.Meist ist dann auch noch der Ton fuer Leute mit Hoerschaden eingestellt(Ohne Hoerschaden bekommt man dann einen,sofern man oft genug in's kino geht)Kaufe ich mir eine DVD\BlueRay-muss ich mir vorher erst einmal die Drohungen der Contentindustrie ansehen und einen haufen Werbemuell-oder ich leihe mir den Film und rippe den eigendlichen Film um mir den "inRuhe"anzusehen..Okay-in den USA kann ich fuer wenig Geld auf netflix und andere zugreifen.Hier habe ich mich damit nicht beschaeftigt(offensichtlich aber deutlich teuerer hier) da ich ueberwiegend drueben gelebt habe die letzten Jahre und nun endgueltig Deutschland verlasse.

Ich ooch am 11.02.15 15:35

Okay-Herr Schieb,warum plaedieren Sie dann nicht auch dafuer das Banken wie die HSBC dicht gemacht werden?Immerhin besteht ja bei einem gross Teil der Banken das Geschaeftsmodell aus:"Beihilfe zur Steuerhinterziehung und Geldwaesche fuer Diktatoren,Drogenbanden und Terrorristen"?Kleiner Hinweis-die HSBC ist nicht die einzige die sich dieses Geschaeftsmodell zu eigen gemacht hat!Ach ja und wie ist es mit den Politikern a la Junker,die dies zur offiziellen Regierungspolitik erheben-getarnt als"Steuersparmodell"?

Mautpflichtige Strasse am 11.02.15 15:45

Als der Begriff Raubkopie auftauchte, hab ich aufgehört zu lesen. Schade, hatte bisher gedacht Herr Schieb wäre halbwegs neutral und objektiv ...

DER LOKER am 12.02.15 6:02

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