Sonntag, 24.08.2014

Samsung nominiert Apple für Ice Bucket

Die WWW: Ice Bucket Challenge ist derzeit das große Thema in den Medien. Hut ab vor den Leuten, die sich das ausgedacht haben. Sich für einen guten Zweck einen Eimer gefüllt mit eiskaltem Wasser über den Kopf zu schütten, das hat was. Am Ende der kalten Dusche nominieren die unfreiwillig Abgekühlten einige andere Personen. Auf diese Weise ist schon die halbe Blog: Promiwelt durchnässt worden.

Jetzt hat der Trend auch die PR-Welt erreicht (dass so viele Promis mitmachen ist sowieso schon PR). Samsung hat sein Galaxy S5 mit Eiswasser übergossen und das in WWW: einem Video festgehalten. Das S5 ist laut Hersteller wasserdicht. Der eingebaute Sprachassistent beschwert sich über die frische Brise und nominiert dann auch gleich drei andere Smartphones: das iPhone 5S, das HTC One M8 und das Nokia 930. Ob die nachziehen, wird sich zeigen. Eins sollte Samsung aber auf jeden Fall machen: Den Initiatoren des Projekts ein ordentliches Sümmchen überweisen.

Ist schon jemandem aufgefallen, dass im Video die Uhr im Widget fix auf einer Zeit steht, sie aber in der Statusleiste vorher auf 2:16 und nachher auf 2:50 steht? Entweder ist die Widgetuhr stehengeblieben oder das war eh nur ein Screenshot und das Ding ging erst nach einer halben Stunde wieder an... So oder so, das Video ist nicht nur ein Fake, es ist auch noch ein schlechter Fake.

joh am 24.08.14 21:22

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Samstag, 23.08.2014

Ello: Du bist kein Produkt

Mangelnden Erfolg kann man Facebook sicher nicht vorwerfen. Mark Zuckerbergs Social Network sammelt Heerscharen neuer User ein. 1,4 Milliarden Mitglieder hat das Netzwerk mittlerweile. Tendenz: Steigend. Und das trotz aller berechtigten Kritik, die es an Facebook gibt. Datenschutz und Privatsphäre jedenfalls spielen keine besonders große Rolle in der Welt von Mark Zuckerberg. Wie auch: Das Sammeln von Daten und das Auswerten derselben ist das Geschäftsmodell von Facebook. Jetzt kündigt sich mit WWW: Ello eine radikale Alternative an.

Homepage Ello; Rechte: WDR/Schieb
Ello: Noch in Closed Beta - Mitmachen nur auf Einladung

Datenschutz hat höchste Priorität
"Du bist kein Produkt", so lautet das Motto der Ello-Macher, und so kann man es auch in ihrem WWW: Manifest nachlesen. Hier werden die konkreten Probleme der aktuell erfolgreichen sozialen Netzwerke wie Facebook oder Google+ konkret angesprochen: Sie seien dominiert von der Werbeindustrie. Die Betreiber werteten jede Regung aus. Jeder Post, jeder Kontakt, jeder Link werde getrackt, gespeichert und ausgewertet. Genau damit soll Schluss sein: Ello möchte ein Netzwerk sein, das die Privatsphäre schützt und das Erlebnis des sozialen Vernetzens im Internet in den Vordergrund rückt - ohne die Nachteile der kommerziellen Verwertung.

"We believe there is a better way. We believe in audacity. We believe in beauty, simplicity and transparency. We believe that the people who make things and the people who use them should be in partnership. We believe a social network can be a tool for empowerment. Not a tool to deceive, coerce and manipulate - but a place to connect, create and celebrate life."

Ello verzichtet auf Anzeigen - und erklärt das auch ausdrücklich auf seiner Homepage. Ello soll von Anfang an kostenfrei sein und es auch bleiben. Das haben zwar auch schon andere behauptet, aber die Ello-Gründer scheinen es ernst zu meinen.


Ello Manifest: Computerstimme erklärt das Konzept


Finanzierung noch nicht geklärt
Noch kann Ello nicht sonderlich viel. Aber die Entwickler arbeiten mit Hochdruck daran, Webseite und Apps zu erweitern. Das kostet eine Menge Geld. Trotzdem soll das nicht mit Werbung eingespielt werden, auch nicht mit Nutzungsgebühren. Den Machern schwebt ein Premium-Modell vor: Gelegentlich sollen besondere Funktionen oder Angebote Geld kosten. Niemand wird gezwungen, diese Angebote zu nutzen. Was konkret angeboten werden soll, ist noch nicht bekannt.

Aber das kennt man aus anderen Netzwerken wie Stayfriends: Gold-Mitglieder können hier mehr machen als reguläre Mitglieder. Kommentare, Reposting, Bookmarking, private Nachrichten, eine Chrome-Extension und vieles mehr soll jedenfalls in den nächsten acht bis zehn Wochen für alle kommen.

Noch kann man nicht einfach so Mitglied bei Ello werden, denn Ello befindet sich in Closed Beta. Das bedeutet: Man kann auf der Homepage eine Einladung beantragen. Nach und nach werden immer mehr User zugelassen. Ist man an der Reihe, bekommt man per E-Mail die entsprechende Einladung und kann dann auch gleich loslegen. Auf diese Weise wächst die Community kontrolliert. Da sich das Netzwerk noch in der Entwicklung befindet, ist das sehr wichtig.

Auf dem Papier (respektive Schirm) liest sich das Konzept gut. Wird es eingehalten und durchgehalten, könnte Ello ein interessantes Social Network werden. Erfolg stellt sich aber nur bei Erfolg ein: Nur wenn möglichst viele Leute mitmachen, macht es Sinn, bei Ello vertreten zu sein. Ob das gelingen kann, wird sich erst zeigen.

Nochmal Korrekturlesen? ;)

Finanierung? am 24.08.14 12:10

Wenn ELLO an den Start geht, gibt es vielleicht mal eine Alternative zu diesem ganzen gleichgeschalteten Müll.
Bin seit Jahren bei FB und nutze es immer weniger, bei Google+ hab' ich mich kürzlich noch geärgert, die restriktive Einschränkung, wenn man kein Mitglied mehr sein will, kann man dieses und jenes nicht mehr, auch wenn das mal ohne Mitgliedschaft ging.
Ich wäre sogar bereit eine kleine Summe (monatlich 1-2 €) zu zahlen, wenn es dann dafür ein cooles, offenes soziales Netzwerk gibt.
Es ist eigentlich nur zu verstehen, wenn man so denkt:"Alle sind da und ich muss auch da sein" aber ansonsten gibt es keine vernünftigen Gründe bei FB oder Google+ zu sein.
Wenn man sich individuell im Internet präsentieren will, ist das doch unterste Schublade.
Wer nicht gerade einen Blog oder eine eigene Webseite an den Start bringen will, braucht eine Alternative, denn eins ist sicher:
"Ohne Netz geht es nicht!"

Robert B. am 24.08.14 12:28

Randgruppennetzwerk!
Eine hehre Idee, genauso wie alle "sicheren" Alternativen zu Google, Whatsapp u.a., leider zum Scheitern verurteilt.

Klaus am 24.08.14 12:47

Finan-z-ierung - aber ja! Danke :-)

WDR.de am 24.08.14 13:36

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Freitag, 22.08.2014

Tetris im Sechseck

Ich sehe es als meine Aufgabe, heute bewusst einen Kontrapunkt zum Hype um WDR: "Swing Copters" zu setzen, dem Flappy-Bird-Nachfolger. Wenn schon ein Geschicklichkeitsspiel, dann doch bitte eins, wegen dem man nicht nach ein paar Minuten hochgefrustet das Smartphone zum Fenster rauswirft. Deshalb empfehle ich: Hextris (WWW: Web, WWW: Android, WWW: iOS).

Hextris; Rechte: Hextris
Drei gleichfarbige Balken übereinander - und es entsteht wieder Platz rund ums Sechseck.

Das Spiel basiert auf dem Tetris-Prinzip: Mit euren Pfeiltasten dreht ihr das Sechseck in der Mitte nach links und rechts, während von außen ständig neue farbige Balken darauf zusteuern. Liegen drei gleichfarbige Balken übereinander, verschwinden sie. Großartig!

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